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von Eagle
Fr, 22. Jan. 2016, 18:00
Forum: Terrorismus
Thema: Düsseldorf: Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen
Antworten: 3
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Re: Düsseldorf Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen

Deutscher Syrien-Rückkehrer berichtet vor Gericht von grausamen IS-Folterpraktiken

Nils D. gewährt bei Gericht Einblicke in die Foltermethoden des IS
Der mutmaßliche IS-Terrorist Nils D. hat vor Gericht über die Folterpraktiken der Terrormiliz Islamischer Staat berichtet. In einem Raum eines IS-Gefängnisses seien 20 Gefangene stundenlang an ihren auf den Rücken gefesselten Armen aufgehängt gewesen, sagte der 25-jährige Syrien-Rückkehrer am Freitag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Der Gefängnischef habe sie mit einem Stock geschlagen.
Außerdem seien Gefangene aufrecht in enge Kästen gesperrt worden, die nur Luftschlitze hatten. "Wie ein Spind waren die", sagte der Angeklagte. Die ständigen Schreie habe man bis ins Nachbarhaus gehört, wo er sich meist aufgehalten habe.
(...) Ein- bis zweimal im Monat seien Menschen auf dem Marktplatz hingerichtet worden. Er habe etwa zehn Hinrichtungen mitbekommen, sagte der Angeklagte. Einzelne Opfer seien mit einem Schwert von einem vermummten Henker, einem Tunesier, geköpft worden. "Die wurden aber nie komplett geköpft, der Kopf hing immer noch dran, und so haben sie sie ans Kreuz genagelt und an der Hauptstraße für einige Tage aufgestellt." Bei Hinrichtungen jubelten sie "Alluh akbar" (...)
focus
von Eagle
Mi, 20. Jan. 2016, 16:09
Forum: Terrorismus
Thema: Düsseldorf: Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen
Antworten: 3
Zugriffe: 940

Düsseldorf: Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen

Nils D., Salafist und Mitglied der IS, reiste im Oktober 2013 nach Syrien, arbeitete in einem IS-Gefängnis und jagte in einer IS-Spezialeinheit in Syrien, Deserteure. Nach 13 Monaten kehrte Nils D. nach zu seiner Mutter nach Dinslaken zurück. Auslöser dafür könnte der Tod seines Cousins Philipp B. sein, der sich nahe Mossul in die Luft gesprengt hatte und bis zu 20 Menschen dabei umbrachte. Nils D. muss sich nun vor Gericht verantworten, zeigt sich kooperativ.
Bild nicht mehr vorhandenWir werden trotz der weltweiten Koalition siegen": Ein Plakat des IS in Syrien.
(...) Der Weg von Nils D. vom Außenseiter zum Gotteskrieger ist der einer klassischen Radikalisierung. In der Schule wird er Berichten zufolge oft gehänselt. Bereits als 15-Jähriger wird er Vater, eine Ausbildung zum Mechaniker bricht er ab, er hat Drogenprobleme, ist vorbestraft und findet keinen Job. Erst als er sich seinem älteren Cousin, dem Pizzaboten Philip Bergner, anschließt, bekommt sein Leben offenbar eine Richtung. Der Cousin führt ihn in den Kreis der "Lohberger Gruppe" ein, rund 25 Salafisten, die sich in den Jahren 2011 bis 2013 regelmäßig im Büro eines Bildungsvereins treffen - Tür an Tür mit dem Integrationsbeamten der Stadt Dinslaken(...)
Nils D. erhält, so heißt es beim Fachblog "Ojihad", ein eigenes Auto, ein AK-47-Sturmgewehr, ein M-16-Sturmgewehr und eine Browning. Wie alle Mitglieder des Trupps bekommt er offenbar auch eine bessere Bezahlung, Boni sowie einen Teil der Beute nach der Eroberung von Mossul.
Erschießungen auf einem "Hinrichtungsmarktplatz"
(...) Am Abend des 10. Januar 2015 schlagen die Ermittler eines Mobilen Einsatzkommandos zu, stoppen Nils D. in seinem silberfarbenen Polo und nehmen in fest. Am nächsten Tag steht er vor einem Haftrichter der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.
n-tv


Bild nicht mehr vorhandenAus den Vergessenen von Dinslaken wurden Islamisten: Die "Lohberger Brigade" in Syrien.
tagesschau

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