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von Finlule
Sa, 27. Jun. 2015, 15:37
Forum: Abgeschlossene Gerichtsprozesse
Thema: Hof: Geheimprozess - Was weiß er über Peggy Knobloch | Urteil
Antworten: 12
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Re: Hof- Geheimprozess-Was weiß er über Peggy Knobloch

Peggys "Freund" vor Gericht
Schon kurz nach Peggy Knoblochs Verschwinden geriet er ins Visier der Ermittler. Nun muss Holger E. wegen eines anderen Falls vor Gericht. Er soll seine Nichte missbraucht haben.



Hof - Einer der Hauptverdächtigen im mysteriösen "Fall Peggy" steht am kommenden Dienstag. 16. Juni, in Hof vor Gericht - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nicht wegen der am 7. Mai 2001 spurlos verschwundenen Peggy Knobloch. Der heute 31-jährige Holger E. aus Halle wird beschuldigt, als 17-Jähriger bei seinen regelmäßigen Besuchen in Lichtenberg die kleine Tochter seines Bruders sexuell missbraucht zu haben. Holger E. wird aus der Justizvollzugsanstalt Burgk nach Hof gebracht. Dort sitzt er bereits seit einigen Jahren, weil er seine eigene, damals dreijährige Tochter missbraucht hatte.

Auch im Fall Peggy gehörte Holger E. von Anfang an zu den Verdächtigen. So war bekannt, dass der damals 17-Jährige eine Bekanntschaft mit der damals neunjährigen Peggy Knobloch pflegte, die den Rahmen des gesellschaftlich Üblichen weit sprengte. So fanden die Ermittler seinen Namen und seine Telefonnummer in einem Schulheft von Peggy. Bei ihm selbst fanden die Beamten der "Soko Peggy" neben Kinderpornos auch Fotos der - bekleideten - Peggy. Außerdem trug er ein Medaillon mit dem Bild der Neunjährigen.

Das Misstrauen der damaligen Ermittler zog Holger E. auf sich, weil sein Alibi für den Tattag gleich zwei mal platzte. Zum einen schwänzte er in Halle die Schule, zum anderen hatte ihn niemand in dem Jugendclub gesehen, in dem er den Nachmittag verbummelt haben will. Offen blieb allerdings auch die Frage, wie der damals 17-Jährige unbemerkt von Halle nach Lichtenberg und wieder zurück hätte gelangen können. Als eventuelles Transportmittel stand ihm nur ein alter Opel zur Verfügung, der abgemeldet auf dem Hof seiner Großeltern stand, bei denen Holger E. damals lebte.

Als die Bayreuther Staatsanwaltschaft den Fall Peggy neu aufrollte, prüften die Ermittler auch die Verdachtsmomente gegen ihn neu. Weil ihm keine Tatbeteiligung nachzuweisen war, stellte die Behörde die Ermittlungen im Fall Peggy zum Jahresbeginn jedoch ein. Allerdings führte sie zu einer Anklageschrift wegen sexuellen Missbrauchs eines anderen Mädchen. Holger E. soll deswegen von seinem eigenen Bruder angezeigt worden sein. Gegen den Bruder, damals ein Nachbar der Familie Knobloch in Lichtenberg, liefen im Fall Peggy ebenfalls Ermittlungen, die später jedoch ebenfalls eingestellt wurden.

Der Prozess vor der Jugendkammer des Landgerichts Hof wird hinter verschlossenen Türen stattfinden, da Holger E. zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat noch Jugendlicher gewesen war. Auch der Verteidiger hat über das Gericht erklären lassen, dass er für öffentliche Auskünfte nicht zur Verfügung steht.


http://www.frankenpost.de/regional/ober ... 88,4134649

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