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von Eagle
Mo, 14. Sep. 2015, 17:28
Forum: Indonesien
Thema: Indonesien: Britin wegen Drogenschmuggel zum Tode verurteilt
Antworten: 2
Zugriffe: 1722

Re: Indonesien: Britin wegen Drogenschmuggel zum Tode verurteilt

14.09.2015 - 15:36 Uhr
Todesurteil wegen Drogenschmuggels in Indonesien | Englische Richter lassen Britin im Stich


London - Hartes Urteil! Großbritannien will den Rechtsbeistand einer in Indonesien zum Tode verurteilten Staatsbürgerin nicht bezahlen.

Sandiford war auf der Insel Bali verurteilt worden, weil sie Kokain im Wert von rund 1,8 Millionen Euro in ihrem Koffer in ein Hotel geschmuggelt haben soll.

Die Regierung Großbritanniens hatte sich bislang geweigert, die Kosten eines Berufungsverfahrens der 56-Jährigen Lindsay Sandiford zu tragen. Das Oberste Gericht in London gab der Entscheidung nur recht.

Die eiskalte Begründung der Richter: Eine Berufung habe „keine vernünftigen Aussichten auf Erfolg”. Jetzt droht Sandiford der Tod.


Tod durch Erschießungskommando - das Urteil gegen eine Britin schockiert.
Kokain im Koffer Britin (56) auf Bali zum Tode verurteilt

Anwälte der Britin hatten argumentiert, dass sie keinen Rechtsbeistand habe und ihrer Familie das Geld ausgehe. Daher habe die Regierung die Pflicht, die Menschenrechte seiner Staatsbürger zu schützen und ihr einen Anwalt zu finanzieren.

Vor Gericht hatte die 56-Jährige ihre Unschuld beteuert. Von einem finsteren Komplott gesprochen und Drohungen gegen ihre Kinder, mit denen sie erpresst worden sein soll. Hat ein perfider Drogenschmugglerring eine naive Frau als Drogenkurier ausgenutzt?

Die indonesische Polizei hatte nach der Festnahme Sandifords darauf bestanden, dass sie die Ware wie geplant ausliefert, um die Komplizen hochzunehmen. Drei weitere Briten gingen so ins Netz. Zwei sind bereits mit Strafen bis zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

Der Britin, die mit 4,8 Kilogramm Kokain im Gepäck erwischt wurde, waren die harten Drogengesetze bekannt. Jede Flugzeugcrew warnt im Landeanflug auf indonesische Flughäfen vor der strengen Gesetzgebung.

Rund 30 Länder weltweit verhängen die Todesstrafe gegen Drogenkuriere, Indonesien ist eines davon. Ab fünf Gramm droht das Todesurteil.

http://www.bild.de/news/ausland/todesst ... .bild.html
von Eagle
Mo, 14. Sep. 2015, 17:15
Forum: Indonesien
Thema: Indonesien: Britin wegen Drogenschmuggel zum Tode verurteilt
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Indonesien: Britin wegen Drogenschmuggel zum Tode verurteilt

Oma soll auf Bali hingerichtet werden | Todeskandidatin spielt zum letzten Mal mit Enkelin

Lebensfreude vor der Hinrichtung: Großmutter Lindsay Sandiford (59) sieht Enkelin Ayla (2) zum ersten und letzten Mal
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Foto: lindsaysandiford.com



14.09.2015 - 15:35 Uhr

Eine Großmutter sitzt mit ihrer Enkelin auf dem Boden, sie spielen mit Puppen, die ältere Dame strahlt. Doch als das Kind gehen muss, bricht sie in Tränen aus – der Abschied ist für immer. Am 21. September soll Oma Lindsay erschossen werden.

Bali (Indonesien) – Ihr Fall ging um die Welt: Im Mai 2012 entdeckten Beamte am Flughafen Bali im Gepäck von Lindsay Sandiford (58) 4,8 Kilogramm Kokain.

Die Britin beteuerte vor Gericht ihre Unschuld: Sie sei von einem skrupellosen Drogenring zum Schmuggel gezwungen wurden, die Verbrecher hätten mit dem Tod ihres Sohnes gedroht.

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Indonesische Polizisten präsentieren 2012 ihren Kokain-Fund mitsamt Schmugglerin Lindsay Sandiford
Foto: dpa Picture-Alliance

Die Staatsanwaltschaft forderte 15 Jahre Haft, die drei zuständigen Richter entschieden einstimmig: Tod durch ein Erschießungskommando.

Die ehemalige Sekretärin hatte Enkelin Ayla (heute 2) bis dahin seit ihrer Geburt nie gesehen. Ayla endlich im Arm zu halten war ihr größter Wunsch, doch gleichzeitig wollte sie dem Mädchen den Besuch im Gefängnis ersparen – der Knast von Kerobokan ist berüchtigt für völlig überfüllte Zellen und katastrophale hygienische Zuständen.

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Todeskandidatin Sandiford mit einer Mitinhaftierten in ihrer Zelle Foto: AFP

Auf ihrer Internet-Unterstützer-Seite „Save Lindsay Sandiford from Execution“ schrieb die Todeskandidatin über die Enkelin:

„Für sie ist es besser, wenn sie mich nicht kennt und nicht sieht. Sie ist das Wichtigste in meinem Leben, auch wenn ich sie noch nie getroffen habe. Ich wünschte, ich könnte in ihrer Nähe sein, könnte eine Fliege an einer Wand sein, um sie zu sehen und mit ihr im gleichen Raum zu sein.“

Doch nachdem das Oberste Gericht in London sich eiskalt weigerte, die Kosten für ein Berufungsverfahren zu übernehmen („keine vernünftigen Aussichten auf Erfolg“) und die indonesischen Behörden ihr den 21. September als Todestag ankündigten, wird ihr Herzenswunsch übermächtig: Sie will Ayla sehen.

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Lindsay Sandiford im November 2012 vor Gericht Foto: AFP

Wie die „Daily Mail“ berichtet, flog ihr Sohn Lewis (26) mit Ehefrau und Ayla daraufhin von Großbritannien nach Bali, in der letzten Woche sollen sie die Todeskandidatin mehrfach besucht haben.

Freitag dann der Tag des Abschieds.

Im Besuchertrakt des Gefängnisses kommen Freunde und Familie mit Lindsay Sandiford zusammen. Der britische Pastor Dee Stepo hält einen Gottesdienst ab, segnet die zum Tode Verurteilte und ihre Familie.

Gut gelaunt und im rosa Blümchenkleid sitzt die zweijährige Ayla während der Zeremonie auf den Knien ihrer Oma.

Als der Pastor die letzten Worte gesprochen hat, drängen Gefängniswächter die Besucher zum Gehen.

Lindsay Sandiford wird vom Schmerz überwältigt, kann die Tränen nicht mehr zurückhalten. Ein letztes Mal drückt sie Ayla fest an sich, küsst sie immer wieder.

Wenn das Erschießungskommando vor ihr steht, will Lindsay Sandiford ein Lied anstimmen: „Magic Moments“ von Perry Como.

http://www.bild.de/news/ausland/todesst ... .bild.html

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