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von pfiffi
Mo, 26. Jan. 2015, 16:31
Forum: Cold Cases
Thema: 1957 | Philadelphia, USA | Boy in the Box (4-6) unbekannte Leiche
Antworten: 7
Zugriffe: 3670

1957 | Philadelphia, USA | Boy in the Box (4-6) unbekannte Leiche

Am 25 Februar 1957 wurde in Philadelphia, USA, die leiche eines ca 4-6 Jährigen Jungen (weiß, "kaukasisch") gefunden. Todeszeitpunktwar wg kühlen Wetters nicht mehr zu ermitteln (3 Tage bis 2 Wochen). Der Junge war in eine Decke gewickelt und lag in einem Karton, einem Transportkarton für Babywiegen, wie sie damals in Phil. auch verkauft wurden (die Ermittler konnten alle die Käufer aller Wiegen bis auf eben eine ermitteln und ausschließen - was übrigens belegt, wie engagiert und präzise die Ermittler mit ihren damaligen Mitteln arbeiteten). Er war über und über mit blauen Flecken übersät. Die Haare des Jungen waren laienhaft geschnitten - ggfls, um eine Identifizierung zu erschweren? Ein paar meter entfernt fand sich eine Mütze; ein Trampelpfad führte von der Mütze zum Karton.

Weitere Details in den Wikilinks oben und hier: https://web.archive.org/web/20130518231 ... child.net/

Erste Analyse: Kein Mord, sondern Totschlag/Tod nach Mißhandlung und Entsorgung der Leiche hinterher. Der Verbringungsort ist nicht sonderlich günstig gewählt, obwohl er damals noch nicht urbanisiert war, lag doch zB eine Schule in der Nähe. (Tatortfotos: https://web.archive.org/web/20130518043 ... ePics.html ) Andererseits war sein schnelles Auffinden doch Zufall. Eine in Philadelphia "etablierte" Familie ist fast auszuschließen - denn der Fall erregte starke Aufmerksamkeit, und ein plötzliches Fehlen eines kleinen Jungen ähnlichen Aussehens hätte doch auffallen sollen. Familie am "Rande der Gesellschaft"?

Merkwürdig ist die Geschichte mit der Pflegefamilie:
Eine damals in der Nähe wohnende Pflegefamilie wurde von dem privat ermittelnden Leichenbeschauer Remington Bristow verdächtigt, etwas mit dem Tod des Jungen zu tun zu haben. Bristow vermutete den Jungen als ein leibliches Kind der Pflegefamilie. Beim Verkauf des Hauses im Jahre 1961 sah Bristow sich darin um und fand sowohl einen Ententeich vor, von dem er vermutete, die Hand und die Füße des Jungen könnten darin gelegen haben, sowie eine Wiege der Bauart, wie sie in dem Karton transportiert worden war. 1988 fand Bristow in den Unterlagen den Namen eines Arztes, der die Kinder der Pflegefamilie betreut hatte und nie befragt worden war. Bristow vermutete die medizinischen Unterlagen des unbekannten Jungen im Besitz des Arztes. Er fand die Frau des Arztes, die ihm aber erzählte, alle Unterlagen ihres Mannes bei dessen Tod vor fünf Jahren vernichtet zu haben. Bristow hörte bis zu seinem Tod 1993 nie auf, die Pflegefamilie zu verdächtigen.
ich dachte, man hatte alle Wiegen gefunden? Andererseits kann man sich den Wiegenkarton ja auch anders besogt haben...

Soweit mal erste Hinweise.

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