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von Snoopy
Di, 21. Mai. 2019, 02:22
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
Antworten: 461
Zugriffe: 51558

2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Danke ihr beiden für eure Infos!
Salva hat geschrieben:
Fr, 19. Apr. 2019, 17:46
Hi Snoopy, wie geht's denn so? ;)
Danke prima - ich komme nur leider kaum zum Hobby-Kriminologisieren gerade... :)

Tja, dann gibt es wohl wirklich viel weniger Greifbares im Fall Peggy, als man das laut manchen Foren so glauben könnte. Hätte man sich ja fast denken können.

Zu MS:

Es scheint wohl wirklich so zu sein, dass die am Fundort festgestellten Pollen lediglich rein logisch dazu passen könnten, dass MS zum Zeitpunkt des Verschwindens von Peggy Pflanzarbeiten durchgeführt hat... ebenso wie die gefundenen Farbreste theoretisch zu der Tatsache passen, dass er zu dieser Zeit gerade renovierte. Offenbar gibt es aber weder in dem einen noch in dem anderen Punkt einen klaren Nachweis dafür, dass diese Spuren auch tatsächlich von den Orten stammen, an denen MS damals diese Arbeiten durchgeführt hat.
Sein Geständnis wurde erst nach stundenlanger Vernehmung ohne Anwalt abgelegt, ist inhaltlich höchst zweifelhaft und wurde inzwischen widerrufen. Und dass er anscheinend entgegen früherer Angaben am 7. Mai 2001 mit dem Auto in Lichtenberg unterwegs war, beweist alleine ja auch noch gar nichts. Von daher wundert es mich wirklich nicht, dass der Haftbefehl so schnell wieder außer Vollzug gesetzt wurde.

Zu UK:

Warum der nun wieder derart verdächtig geworden sein soll, weil er in dem völlig unglaubwürdigen Geständnis von MS genannt wurde, erschließt sich mir auch nicht. Ganz im Gegenteil. Wenn man sich dieses Geständnis so zurechtbasteln würde, dass es halbwegs zu einer (Mit-)Täterschaft des UK passen würde, wäre damit jedenfalls klar, dass dessen damaliges Geständnis in weiten Teilen falsch sein müsste. Da UK mit diesem Geständnis aber die für ihn negativen Folgen (Anklage, Verurteilung, Freiheitsstrafe) bereits in Kauf genommen hat, macht es keinen Sinn anzunehmen, dass er dabei einen unzutreffenden Ablauf geschildert hätte. Wozu hätte das gut sein sollen?

Und was mich außerdem an der Annahme, dass UK der Täter sei, grundsätzlich massiv stört: Es ist ja immer sehr viel von seiner Phantasie und Fabulierfähigeit die Rede. Dass er trotz seiner Intelligenzminderung recht komplexe nicht erlebnisbasierte Geschichten erfinden (bzw. aus anderen Quellen aufnehmen) und wiederholt zumindest halbwegs konstant wiedergeben kann, ist wohl unbestritten.
Anders herum habe ich aber noch nie etwas darüber gelesen, ob mal näher geprüft wurde, inwieweit er überhaupt dazu in der Lage ist, Handlungen/Taten, die er tatsächlich begangen hat, konstant zu leugnen. Soweit mir bekannt ist, hat er ja z.B. sämtliche sexuellen Handlungen vor und an Kindern, die auch von anderer Seite bezeugt werden konnten, recht freimütig eingeräumt. Und ich habe auch sonst noch nie davon gehört, dass er dazu geneigt hätte und erfolgreich darin gewesen wäre, unerlaubte Handlungen zu vertuschen und abzustreiten. Was mich auch überhaupt nicht wundert - meiner Meinung nach dürfte es für einen Menschen mit einem IQ von 67 nämlich gar nicht so leicht sein, sich nicht mal zu verplappern und unbeabsichtigt doch mit der Wahrheit herauszurücken. Und gerade bei einer solchen Tat wie der Tötung eines Kindes, die UK vom ganzen Ablauf her wahrscheinlich ziemlich aufgewühlt und seelisch mitgenommen hätte, erscheint es mir schon sehr unrealistisch anzunehmen, er hätte sich bereits unmittelbar danach in der Öffentlichkeit wieder ganz normal benehmen können, ohne sich zu verraten... und hätte dies zudem auch über Monate hinweg trotz aller Tricks und Kniffe in zahllosen Vernehmungen durchgehalten...

--------------------------------------------

Also, ich sehe da bisher leider keinen wirklichen Fortschritt. Wenn das so weitergeht, fürchte ich auch, dass der Fall wohl ungeklärt bleibt.

Auf alle Fälle will ich mir aber bei Gelegenheit mal die Serie von Christoph Lemmer anhören - vielleicht bringt die ja noch ein paar interessante Infos: https://www.antenne.de/programm/podcast ... kte-peggy/
von Snoopy
Di, 16. Apr. 2019, 14:50
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Ich war lange nicht mehr mit diesem Fall näher befasst, und wundere mich gerade sehr über die Diskussion auf Allmy. Gibt es irgendwelche gesicherten neuen Erkenntnisse? Einen Zeugen F., der etwas Glaubhaftes zu einer Übergabe des getöteten Kindes sagen konnte: https://www.allmystery.de/themen/km7917 ... id24804533 ? Oder Belege, dass das Mädchen Pollen eingeatmet hätte: https://www.allmystery.de/themen/km7917 ... id24806489 ? Oder sind das alles wilde Spekulationen?

Falls hier jemand mehr im Thema drin ist und mich auf den neuesten Faktenstand bringen könnte, würde ich mich freuen. SALVA...? ;)
von Snoopy
So, 4. Nov. 2018, 10:15
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 19:24
Von diesen "Insider-Geschichten" kenne ich wahrscheinlich nicht viel mehr als das, was unter vorgehaltener Hand erzählt wird.
Na siehst du, dann kennst du mehr als ich :)! Mir persönlich ist nicht mehr darüber bekannt als das, was auch über die Medien zugänglich ist. Aber das reicht eigentlich auch schon, um einen komplett zu verwirren. Ich weiß halt nicht so recht, was ich von diesen ganzen Spekulationen halten soll. Einerseits neige ich eher dazu, "abseitige" Theorien eben auch für sehr unwahrscheinlich zu halten. Und andererseits könnte natürlich auch mal an einem recht phantastisch anmutenden Verdacht etwas dran sein. Schwierig...
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 19:24
Warum sollte die letzte Sichtung um 13:24 gesichert sein bzw. für wen gilt die denn als gesichert?
Weil die eben, soweit ich mich erinnere, zeitlich gut passt, zu den anderen Zeugenaussagen passt, die Zeugin sich sehr sicher darüber ist, sie schlüssige Angaben dazu gemacht hat etc..

Ich glaube auch, es gibt eigentlich niemanden, der diese Sichtung ernsthaft bezweifelt, oder?
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 19:24
Meine Aussage dazu war eher generell und nicht speziell auf dich bezogen. Andere lassen niemand außer Ulvi K. als Mörder zu.
Ach so. Da hast du allerdings recht.
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 19:24
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 14:28
Rein theoretisch wäre sie nicht völlig ausgeschlossen... aber mehr auch nicht. Und wenn man also diese unwahrscheinliche Annahme außen vor lässt: Was sollte P.K. am hellichten Tag mitten im Ort auf den wenigen Metern bis zu ihrem Wohnhaus denn sonst noch zugestoßen sein? Wie wahrscheinlich ist das?
Das ist DIE Frage schlechthin. Glaubt man den Erkenntnissen der Frau Rödel und den Aussagen der Zeugen
die ganz genau wissen, dass sie Peggy an diesem 7.5.2001 noch am Nachmittag, ja sogar abends mit ihrem Roller gesehen haben, was sie 2014 vor einem Wiederaufnahme-Gericht noch einmal sehr glaubhaft bekräftigt hatten.
Quelle: Rödel/Facebook

ist alles offen. Kommt eben darauf an, was man glauben will.
Interessant wäre zu wissen, inwieweit die Alibis der Figuren aus Peggy's Umfeld tatsächlich hieb- und stichfest gewesen sind, denn im Fall Manuel Sch. hatten sich die Ermittler offenbar geirrt. Erst dann könnte man Theorien aufstellen, die auch einen anderen TV zulassen würden. So sehe ich das zumindestens.
Stimmt... es wäre natürlich ein Riesenvorteil, wenn man herausfinden könnte, wann P.K. tatsächlich zuletzt gesehen wurde. Aber das ist eben unrealistisch, fürchte ich. Dafür wirken zu viele Faktoren auf das Gedächtnis ein, man verwechselt Tage und Begebenheiten, vermischt verschiedene Ereignisse, je länger man darüber nachdenkt, desto mehr verändert sich die Erinnerung... usw.. Das Gehirn ist nun mal eben keine Festplatte.
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 19:24
Hier mal die Timelines von Ulvi K. und Peggy
Ok - nur nach der Bewertung der Behörden sehen diese Tagesabläufe nun mal etwas anders aus. Nichtsdestotrotz finde ich aber die Informationen, die die BI über diesen Fall zusammengetragen und öffentlich zugänglich gemacht hat, auch zu einem großen Teil sehr interessant und nützlich.

---------------------------

Nochmal zum aktuellen Geständnis von M.S. - der Bushäuschen-Geschichte. Was mich daran stört, ist Folgendes:
  • Es ist unwahrscheinlich, dass die Person, die sich mit der toten P.K. im Bushäuschen befand, spontan eine zufällig vorbeifahrende Person um Hilfe bei der Verbringung bitten würde, da hierbei die Gefahr viel zu groß wäre, dass die angesprochene Person ganz normal reagieren und umgehend den Notarzt sowie die Polizei informieren würde.
  • Es ist unwahrscheinlich, dass eine auf diese Weise spontan mit einem zu Tode gekommenen kleinen Mädchen konfrontierte Person sich ebenso spontan dazu entschließt, aktiv dabei zu helfen, die Leiche fortzuschaffen, die Tat zu vertuschen und den Täter zu decken.
  • Es ist unwahrscheinlich, dass mit M.S. zufällig gerade die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort vorbeifuhr und dann spontan angehalten wurde, um bei der Verbringung von P.K. zu helfen.
  • Es ist unwahrscheinlich, dass ein im Ort gelegenes Bushäuschen mitten am Tag als Zwischenablageort für eine getötete Person genutzt wird. Ganz egal, wo sie zu Tode gekommen ist! Denn zum Bushäuschen gelangt sein kann sie kaum, indem sie getragen wurde. Das würde niemand machen. Aller Wahrscheinlichkeit nach müsste sie also in einem Auto hintransportiert worden sein. Wenn sie sich aber schon mal in einem Auto befände, würde die Person, die die Leiche loswerden möchte, doch wohl kaum das Risiko eingehen und sie noch einmal an einen viel unsicheren und entdeckungsträchtigeren Ort umladen... und dann auch noch eine andere Person bitten, bei der Entsorgung zu helfen. Man hätte die Leiche vielmehr im Auto belassen und sie gleich und ohne weitere Zeugen zu involvieren direkt an einen möglichst abgelegenen Ort verbracht.
  • Die einzige plausible Möglichkeit, die mir einfällt, warum sich das tote Kind überhaupt im Bushäuschen befunden haben soll, wäre demnach, dass es genau dort auch gestorben ist. Und nur dann - wenn der Tod des Mädchens gerade erst eingetreten war - würden im Übrigen auch die Wiederbelebungsversuche Sinn machen, von denen M.S. berichtet hatte. Diese Option ist aber wiederum aufgrund der Tageszeit und der Öffentlichkeit des Ortes unwahrscheinlich. Es wäre kaum unbemerkt geblieben, wenn an diesem Bushäuschen am hellichten Tag ein Kind zu Tode gekommen wäre.
Insofern verwundert es mich wirklich nicht, dass die Ermittler diesem Geständnis mit Skepsis begegnen und es genauestens überprüfen...
von Snoopy
Sa, 3. Nov. 2018, 14:28
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Weißt du da Näheres? Ich glaube, er hatte nur irgendwas davon erzählt, sie fortgeschafft zu haben, oder?
Das ist in gewisser Hinsicht doch eine Tat, die damals noch nicht verjährt war.
Ja, klar. Ich dachte nur, es sei vielleicht (ggf. inoffiziell) noch etwas mehr bekannt. Bei diesen ganzen Lichtenberger Insider-Geschichten kennst du dich vermutlich wesentlich besser aus als ich...
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
Na ja... die Wege, die der oder die Täter damals gegangen sein sollen bzw. ein Manuel Sch. benutzt haben könnte, sind zunächst einmal reine Spekulationen. Nicht unbedingt unsinnig, aber eben nicht gesichert. Es wird dabei nämlich immer davon ausgegangen, dass die letzte Sichtung um 13:24 auch so stimmt und somit Ulvi K. tatsächlich Peggy's Mörder ist.
Diese Sichtung halte ich allerdings auch für die letzte wirklich sichere. Was ja nicht heißt, dass einige der späteren Sichtungen nicht doch zutreffen könnten. Und für mich besagt das auch überhaupt nicht, dass U.K. tatsächlich der Mörder ist. Warum denn?

P.K. war immerhin schon kurz vor ihrem Zuhause, als sie mittags zuletzt gesehen wurde. Ich halte es also sogar für sehr wahrscheinlich, dass sie auch dort angekommen ist. Ganz ehrlich - diese Theorie, sie sei unmittelbar darauf ganz plötzlich vor U.K. den Schlossberg hoch geflüchtet - also geradewegs aus der Sicherheit des Ortes fort -, und er mit seinem Übergewicht sei wie der Blitz hinterher gesaust und habe sie auch noch eingeholt, fand ich schon immer abwegig. Zumal ich auch U.K.s Geständnis bezüglich des sexuellen Missbrauchs an P.K. nicht für besonders glaubhaft halte, und dementsprechend bezweifle, dass er überhaupt ein Motiv gehabt hätte, sie zum Schweigen bringen zu wollen. Aber von dieser Variante ist nach dem Freispruch ja sowieso nicht mehr auszugehen. Rein theoretisch wäre sie nicht völlig ausgeschlossen... aber mehr auch nicht. Und wenn man also diese unwahrscheinliche Annahme außen vor lässt: Was sollte P.K. am hellichten Tag mitten im Ort auf den wenigen Metern bis zu ihrem Wohnhaus denn sonst noch zugestoßen sein? Wie wahrscheinlich ist das?
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
Ich glaube, dass M. Sch. in das gleiche Horn bläst, in dem er heute genau diese Version erzählt und ebenfalls Ulvi K. belastet. Mutmaßlich. Warum? Weil er natürlich auch weiß, dass Ulvi K. nicht mehr verurteilt werden kann und somit ewig als inoffizieller Schuldiger dasteht und zudem darauf spekuliert, dass der echte "Komplize" nicht (mehr) in den Fokus der neuen Ermittlungen gerät.
Kann gut sein, dass M.S. U.K. belastet. Aber das macht für mich eben nicht U.K. wieder verdächtiger... sondern eher M.S. unglaubwürdig.
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
Vielleicht ist der neu alte Verdächtige M . Sch. auch der Täter? Denn in der Regel ist es doch so, dass der Verbringer einer Leiche auch der Mörder ist. Das wäre jedenfalls plausibler als die aktuelle Version.
Natürlich, das wäre eine äußerst naheliegende Variante. Und das sehen die Ermittler ja wohl auch so. Nicht umsonst wird gegen M.S. wegen der Verdachts des Mordes ermittelt.
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
Gegenfrage: wer sagt denn, dass der Schloßberg tatsächlich der Tatort war? Wie sollte sich diese Annahme vor allem heute nach M. Sch.'s Geständnis verifizieren lassen, wenn es schon damals keine überprüfbaren Beweise gab?
Naja, das hatte ich ja erklärt: Es macht überhaupt keinen Sinn, anzunehmen, dass U.K. die Tat damals gestanden hat... aber dabei dann doch wieder gravierend falsche Angaben machte.

Im Übrigen glaube ich auch, dass man ihm damit auch intellektuell viel zu viel zutrauen würde. Angesichts seiner geistigen Behinderung halte ich es allein schon für sehr unplausibel, dass er es trotz des Vernehmungsdrucks und aller polizeilichen Tricks und Taktiken ein Jahr lang geschafft haben soll, die von ihm begangene Tat konstant zu leugnen. Ich denke, er hätte sich schon wesentlich eher mal aufs Glatteis führen lassen und sich verplappert.

Aber wenn er dann eben doch gesteht... dann soll er auch gleichzeitig noch wieder irgendwelche Hintergedanken dabei gehegt haben und eine andere, nicht der Wahrheit entsprechende Geständnisversion erfunden haben? Warum und wie denn, bitteschön? U.K. war ja nun mal kein ausgebuffter und mit allen Wassern gewaschener Ganove ... sondern ein als gutmütig und "nicht sehr helle" bekannter geistig behinderter junger Mann mit einem IQ von <70...
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Und warum M.S. sich so spontan bereit erklärt hätte, das getötete Kind verschwinden zu lassen?
Beziehst du dich bei dieser Frage auf Ulvi K. als Mörder oder generell?
In diesem Fall bezog ich mich auf U.K. - eben unter der rein theoretischen Annahme, dass er der Täter sei. Was ich aber tatsächlich aus den genannten Gründen stark bezweifle.
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
Es gibt keinerlei Beweise, dass Ulvi K. und Manuel Sch. derart dicke Freunde waren, dass einer ein Mordopfer des anderen wie selbstverständlich verschwinden lassen würde und das auch noch von der Straße weg. Vielleicht wäre ein Ulvi K. dumm genug dafür gewesen, wenn er die Möglichkeit dazu gehabt hätte. Aber ein Manuel Sch.? Eventuell ins Gefängnis wandern für einen Kerl, dessen Grinsgesicht nur noch nervte? Never. Manuel Sch. hatte zuviel zu verlieren, um sich für Ulvi K. verurteilen zu lassen, aber womöglich nicht soviel, um das nicht für einen anderen "Freund" zu riskieren. Oder wesentlich mehr, wenn er nicht geholfen hätte?
Ja - ganz genau. Allerdings ändert sich die Schlussfolgerung für mich auch nicht wesentlich, wenn man davon ausgeht, dass M.S. angegeben habe, eine andere Person habe ihn zufällig beim Vorbeifahren angehalten und ihn dazu bewegt, das tote Mädchen fortzubringen. Das ist einfach nicht plausibel. Allein schon aufgrund dieses angeblichen Zufalls an sich. Und dann wäre man in so einem Moment doch auch total geschockt, hätte panische Angst, mit der Leiche gesehen, erwischt und des Mordes verdächtigt zu werden - was für ein besonderes Motiv müsste da vorliegen, dass man sich in dieser Situation spontan dazu entschließt, einem Mörder so aktiv bei der Vertuschung seiner Tat zu helfen, und ihn auch in der Folgezeit konsequent zu decken?
Salva hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
Was hat Manuel Sch.erreicht, wenn die Ermittler mit dieser Spur nicht weiterkommen? Genau. Einen TV, der nicht mehr verurteilt werden kann und einer, dem man den Mord nicht nachweisen kann.
Ja - wenn die Ermittler nicht weiterkommen. Aber wo sie jetzt schon mal so weit sind, bin ich momentan auch einigermaßen optimistisch, dass sie nicht unbedingt auf die Angaben von M.S. angewiesen sind, um herausfinden zu können, was sich damals wirklich abgespielt hat.

Dabei fällt mir gerade noch eine juristische Frage ein: Klar, wegen Mordes verurteilt werden könnte U.K. sehr wahrscheinlich nicht mehr. Aber könnte nicht dennoch ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet werden? Das würde für mich eigentlich Sinn machen... denn schließlich geht es ja einfach auch darum, eine Tat aufzuklären zu wollen - selbst wenn der Täter nicht mehr bestraft werden kann. Und wenn dem so wäre... dann könnte man aus der Tatsache, dass momentan nur gegen eine Person ermittelt wird, gar nicht den Schluss ziehen, dass die von M.S. beschuldigte Person dann wohl der vor weiterer Strafverfolgung ohnehin geschützte U.K. sein müsse...
von Snoopy
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 22:34
Denk' daran: So jung wie jetzt kommen wir eh nie mehr zusammen ;) Also was soll's :)
Stimmt natürlich auch wieder :). Aber ab und zu muss ich doch die Reißleine ziehen...
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 22:34
Immerhin prahlte Manuel Sch. schon damals mit seiner Tat. Wenn auch im Suff.
Weißt du da Näheres? Ich glaube, er hatte nur irgendwas davon erzählt, sie fortgeschafft zu haben, oder? Angeblich rückte er mit der Story am Vatertag heraus - das müsste der 24. Mai 2001 gewesen sein. Naja... das mit dem Suff wird dann wohl gestimmt haben...
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 22:34
wer weiß, wer noch alles durch die Maschen gefallen ist, die seit der Interventon von Beckstein extra für Ulvi K. gestrickt wurden.
:)

Sehr treffend ausgedrückt...
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 22:34
Es ist ja auch nicht auszuschließen, dass es diese sogenannten Gefälligkeitsgutachten gibt. Auch nicht, dass Gerichte sehr genau wissen, wen sie für ihre Fälle als Gutachter bestellen müssen um bestimmte Ergebnisse erzielen zu können. Im Netz gibt es einiges an Lektüre darüber. Sogar Befragungen von Gutachtern bestätigen, dass etwa 20% von denen ganz genau wissen, welche Ergebnisse vom Gericht erwünscht sind und dementsprechend begutachten die dann auch. Man will ja wieder einen neuen Job! Der ist zwar nicht besonders lukrativ, aber je nach Fall relativ Öffentlichkeitswirksam und das bringt eventuell andere, richtig solvente Kunden.
Ja, so ähnlich sehe ich das auch.
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 22:34
Irgendetwas passt da nicht so recht und das fängt schon damit an, dass er einfach mal eben die Leiche eines ihm wohlbekannten Kindes in sein Auto verfrachtet und irgendwo verbuddelt. Einfach so, weil die ihm von jemanden quasi in die Hände gedrückt wurde. Sollte diese Geschichte tatsächlich stimmen, dann war der Überbringer/Mörder mit Sicherheit nicht Ulvi K. Meiner Meinung nach. Ich kann mir nun mal nicht vorstellen, dass Ulvi K. Peggy zunächst hetzt, sie erwürgt und dann mit Sack und Pack zu diesem Bushäuschen zurück schleppt.
Genau das meine ich. So kann man das beim besten Willen nicht annehmen. Vom Schlossberg aus hätte U.K. das Mädchen sogar nahezu quer durch den Ort tragen müssen, wenn ich das richtig sehe. Und überhaupt: Wenn er doch schon mal gestand... warum sollte er die Tat dann nicht auch so schildern, wie sie sich wirklich ereignet hatte? Die Annahme, dass er einerseits zwar der Täter ist... andererseits aber die Tatbegehung doch wiederum ganz anders gestand, als sie tatsächlich ablief... das macht absolut keinen Sinn.
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 22:34
Wie gesagt: wir wissen doch gar nicht, was Manuel Sch. wirklich ausgesagt hat. Das wenige, das der Öffentlichkeit erzählt wurde, kann jedenfalls längst nicht alles gewesen sein.
Hier mal im Wortlaut das, was bei der Pressekonferenz dazu gesagt wurde:

"Hierbei gab er an, am Tag des Verschwindens von Peggy mit seinem Audi 80 in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein, als ihn ein von ihm namentlich benannter Mann (...) angehalten haben soll. In einem Bushäuschen in der Poststraße, so gibt der Beschuldigte an, will er das leblose Mädchen von dem Mann übernommen haben. Manuel S. will noch versucht haben, das Mädchen zu beatmen. Er gibt weiter an, dass er das Opfer in eine rote Decke gewickelt, in den Kofferraum seines Fahrzeugs gelegt und dann in einem Waldstück in Thüringen, dem späteren Fundort, abgelegt habe. Weiter ergänzte er, dass er wenige Tage später den Schulranzen des Mädchens und deren Jacke bei sich zu Hause verbrannt habe."
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 22:34
Tatsache ist, dass sich die Schiene Tathergangshypothese der Polizei im Groben mit U.K.'s Aussage und die wiederum sich mit der von Manuel Sch. deckt.
Die Tathergangshypothese scheint mir ziemlich nach den Angaben des P.H. entwickelt worden zu sein. Bzw. hatte der ja ausgesagt, dass ihm bereits grob vorgegeben worden war, was er sagen solle, was U.K. ihm angeblich anvertraut habe. Dass das "Geständnis" des U.K. dann später sehr ähnlich ausfiel, verwundert mich angesichts dieser Vorgeschichte überhaupt nicht mehr.

Aber wie schon gesagt... dass sich dieses Geständnis von U.K. wiederum mit den jetzigen Angaben von M.S. deckt, kann ich gar nicht finden. Wenn man sich die oben zitierte Passage mal anschaut - wie würde sich erklären, wie, von wem und warum P.K. vom eigentlichen Tatort, dem Schlossberg, zum Bushäuschen verbracht wurde? Und warum M.S. sich so spontan bereit erklärt hätte, das getötete Kind verschwinden zu lassen?

Auch wenn M.S. sicherlich noch wesentlich mehr Angaben gemacht hat, die nicht bekanntgegeben wurden... bereits nach dem, was man von seiner Aussage kennt, passt das aus meiner Sicht hinten und vorne nicht.
von Snoopy
Fr, 2. Nov. 2018, 19:40
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 18:37
Hallo Snoopy! Schön, dich mal wieder zu lesen :like:
Oh, dankeschön! Ich wollte schon hin und wieder mal was schreiben. Aber das muss ich mir immer gut überlegen - wenn ich erst einmal anfange, mich in einen Fall zu vertiefen, nimmt das bei mir sehr schnell viel zu viel Zeit in Anspruch, und ich komm zu nix anderem mehr... :wink_face:
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 18:37
Siehe u.a. aktuell den Akt mit Manuel Schmidt, dessen Alibi - wie bereits früher schon erwähnt - schon damals überprüfbar gewesen wäre, wenn es nicht am Willen der Ermittler und StA gefehlt hätte.
Er drängte sich aber damals wohl als Verdächtiger nicht unbedingt auf, oder? Personen, die auf gleichem Niveau verdächtig waren, gab es bestimmt jede Menge. Und wenn man mal überlegt, wie vielen Hinweisen und Gerüchten in verschiedenste Richtungen man zu der Zeit nachgehen musste... da verwundert es mich nicht, wenn den Ermittlern dann auch mal jemand "durchrutscht", bei dem es sich gelohnt hätte, näher hinzuschauen. Hinterher ist man halt immer schlauer...
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 18:37
Ebenso wird die Rolle eines Gerichtspsychiaters falsch interpretiert: der hat nämlich NICHT dafür zu sorgen, dass sein Gutachten ganz im Sinne des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft ausfällt und sich dabei an irgendwelchen zusammengereimten Tathergangstheorien zu orientieren hat um beurteilen zu können, ob ein Tatverdächtiger a la Kulac Aussagen aufgrund tatsächlicher Erlebnisse trifft oder doch nur das wiedergeben kann, was er von Anderen erzählt, in den Mund gelegt bekommen oder einfach nur vom Hörensagen aufgeschnappt hat. Natürlich zusammengereimt, weil er mit einem IQ von zwei Reihen Kopfsalat eben NICHT so rational und logisch kombinieren und abwägen kann, wie manche es sich wünschen würden. Ein Gerichtspsychiater hat sich gefälligst mit seinem "Patienten" zu beschäftigen und zwar so lange, bis er sein Gutachten anhand dessen erstellen kann, was er von dem erzählt bekommen hat. Und auch wie erzählt bekommen hat. Und anhand des Eindrucks, den dieser Patient beim Profi hinterlässt. Gutachter sind keine operativen Fallanalysten wie die Jungs der OFA's der Polizeien!
Naja - so ganz auszuschließen ist es wohl nicht, dass Richter auch den von ihnen bestellten Gutachtern gelegentlich mal einen Wink mit dem Zaunpfahl geben, wie sie sich das Ergebnis in etwa vorstellen. Und ebenso ist es unwahrscheinlich, dass Sachverständige gegenüber solchen Hinweisen komplett immun wären. Schließlich sind die vom Gericht erteilten Begutachtungsaufträge eine lukrative Einnahmequelle.
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 18:37
Nochmal zu Manuel Sch.:

Was hat er denn gemacht? Außer zuzugeben, Peggy's Leiche versteckt zu haben? Ausgesagt, was ihm die Polizei inzwischen nachweisen konnte. Mutmaßlich.
Ich wüsste wirklich gerne, was man wohl gegen M.S. in der Hand hat, dass er dieses Geständnis abgelegt hat. Die auf Torf hinweisenden Pollen finde ich jetzt nicht so charakteristisch, muss ich sagen. Und auch bei den Farbresten käme es sehr darauf an, ob man sie konkret mit M.S. in Verbindung bringen kann. Ich bin gespannt, ob darüber möglicherweise noch was bekannt wird...
Salva hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 18:37
Und dabei hat er sich einer Aussage, oder weiten Teilen davon bedient, die ein Ulvi K. schon damals ins Spiel gebracht hat, dessen Beweiskraft allerdings weit davon entfernt ist, als "Wahr" verkauft werden zu können. So sehe ich das jedenfalls. Auch hier ist nämlich zu beobachten, dass Manuel Sch. immer schön auf der Straße bleibt, die am Ende wieder zu Ulvi K. führt. Warum auch immer! Hoffentlich lässt sich die Soko auch da nicht in die Irre führen.
Findest du? Das sehe ich gar nicht so. Viel eher wäre das doch der Fall gewesen, wenn M.S. ausgesagt hätte, er sei von einer Person X zu dem toten Mädchen auf den Schlossberg geführt worden, wo er sie dann eingeladen und nach Rodacherbrunn verbracht habe. Aber dieses Bushäuschen passt doch nun überhaupt nicht zu dem ursprünglichen "Geständnis" von U.K.!
von Snoopy
Fr, 2. Nov. 2018, 15:11
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Salva hat geschrieben:
So, 28. Okt. 2018, 13:47
Aber mit Ulvi Kulac hat man ja diesen Typ "Unterbelichteter Kinderschänder", dem man durchaus auch einen Mord zutrauen kann und obwohl rechtmäßig freigesprochen, weil es nach wie vor keinen einzigen Beweis für dessen Schuld gibt, wird er in aller Öffentlichkeit weiterhin des Mordes an der kleinen Peggy beschuldigt
Wie man das nach dem Geständnis von M.S. noch für plausibel halten kann, frage ich mich allerdings auch. Das passt nun wirklich so gar nicht zu den Angaben von U.K.. Denn es stand ja immer nur die These im Raum, dass er P.K. den Schlossberg hoch verfolgt und oben an der Burgmauer letztendlich erstickt haben sollte. Wie soll sie von dort aus denn anschließend in das Bushäuschen gekommen sein? Und warum? Das ist doch von vorne bis hinten Nonsens.

Überhaupt kann ich diese Bushäuschen-Geschichte nicht so recht glauben. Es sei denn, Peggy wäre direkt dort zu Tode gekommen. Aber dafür, dass so etwas unbemerkt von irgendjemanden vonstatten gehen könnte, ist dieser Ort nicht abgelegen genug, denke ich. Und als Zwischenablageplatz würde er sich genau aus diesem Grund auch nicht eignen.

Außerdem sagte M.S. ja anscheinend aus, er sei "zufällig" dort vorbeigefahren und dann von Person X angehalten worden. Was ich ebenfalls für höchst unwahrscheinlich halte.
Salva hat geschrieben:
So, 28. Okt. 2018, 13:47
während von genau den selben Figuren ein Manuel S. verteidigt wird, wenn man den nur im Ansatz einer Verdächtigung aussetzt!
Er wird aber ebenso auch von G.R. recht vehement verteidigt. Sie scheint nach wie vor eine ganz andere Theorie dazu zu haben, was mit P.K. passiert ist.

Insofern bleibt wirklich zu hoffen, dass die Vorgehensweise der Ermittler, die zu dem jüngsten Geständnis führte, diesmal nicht zu solchen Beanstandungen Anlass gibt wie damals bei U.K.... :raised_eyebrow: :cool:
von Snoopy
Do, 16. Mär. 2017, 00:11
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Habakuk » 15 Mar 2017, 22:41 hat geschrieben:Was willst Du denn da nach 15 Jahren noch überprüfen? Und wie soll das erfolgen? Das Kind ist tot, es kann weder aussagen, noch kann man an ihrer Leiche Spuren finden, die einen Missbrauch belegen.
Da lässt sich nichtsmehr hundertprozentig aufklären.
Insbesondere müssten diese Aussagen mal gründlich hinsichtlich ihres genauen Inhalts und ihrer Entstehungsgeschichte analysiert werden, denke ich. Und wenn sich dabei herausstellen sollte, dass U.K.s Angaben zu den Missbäuchen an Peggy nicht plausibel und/oder konstant waren, und sich zudem ggf. Hinweise darauf ergeben sollten, dass es bei den Vernehmungen Beeinflussungen gegeben haben könnte... dann sind die Urteilsfeststellungen meiner Meinung nach nicht zu halten, und müssten, so wie das Mordurteil auch, aufgehoben werden. Klar hätte man damit dann nichts hundertprozentig festgestellt. Muss man ja aber auch nicht. Es ist ja lediglich die Frage zu klären, ob man U.K. diese Missbräuche mit genügender Sicherheit nachweisen kann, oder eben nicht. Wenn nicht, darf man sie ihm nicht anlasten, und muss damit leben, nicht zu geklärt zu haben, ob es nicht vielleicht doch zu Übergriffen gekommen ist.
Habakuk » 15 Mar 2017, 22:41 hat geschrieben:Wir wissen lediglich, daß UK Kinder, die er als Freunde sah, missbrauchte. Wir wissen, daß Peggy zu ihm ein freundschaftliches Verhältnis hatte und unbegleitet bei ihm war. Wir wissen, daß sie Verhaltensänderungen zeigte, die auf Missbrauch hindeuten. Und wir kennen die Aussagen der Experten Kröber und Nedopil , die UK eine begrenzte Fähigkeit attestieren, Geschichten in derartiger Detailfülle ohne tatsächliches Erleben zu erfinden, wie er es jeweils getan haben will, sowohl beim Missbrauch als auch beim Mord. DAS ist Stand der Dinge, nach wie vor. UND es gibt einen Leichenfundort, der dem Geständnis des UK nicht widerspricht, ganz im Gegenteil.
Taten zum Nachteil anderer Kinder und die prinzipielle Gelegenheit, solche Handlungen auch mit Peggy durchzuführen, sind aber doch kein Beleg dafür, dass U.K. solche Taten zum Nachteil Peggys auch tatsächlich begangen hat. Ebensowenig ein nichtssagender Leichenfundort mitten im Wald in einer weitestgehend bewaldeten Gegend, oder diffuse Aussagen über angebliche Verhaltensänderungen, die noch nicht mal konkret auf Missbrauch, geschweige denn auf U.K. als Täter schließen lassen.

Kröber und Nedopil haben sich meines Wissens gar nicht näher mit den Aussagen zu den Missbräuchen befasst; die wurden ja im ersten Verfahren eher nur so "nebenbei" abgehandelt, und im Wiederaufnahmeverfahren waren sie gar nicht Thema. Und mit seiner Einschätzung des Mordgeständnisses hat sich Kröber zudem auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, möchte ich mal sagen. Soweit ich mich erinnere, wurde im Wiederaufnahmeverfahen recht deutlich festgestellt, dass U.K. eben sehr wohl in der Lage ist, ziemlich komplizierte und detailreiche Geschichten zu erzählen, die nicht der Wahrheit entsprechen.
von Snoopy
Mi, 15. Mär. 2017, 15:27
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Habakuk » 14 Mar 2017, 22:58 hat geschrieben:Wer eine solche Aussage machte? Na Kinder und Eltern, deren Kinder ihnen das erzählten.
Mir ist immer noch nicht ersichtlich, wie übereinstimmend und unabhängig voneinander diese Aussagen getätigt worden sein sollen. Das Verschwinden von Peggy, die seltsamen Umstände und Verwicklungen, und die Verdächtigung gegen U.K., dessen Verhalten manche anscheinend als ganz harmlos abtaten, während andere wiederum es wohl ziemlich aufbauschten, hat nun mal dazu geführt, dass eine Vielzahl verschiedenster Aussagen gemacht wurden, die man nicht so ohne Weiteres als zutreffend ansehen kann.
Habakuk » 15 Mar 2017, 01:34 hat geschrieben:Was wäre für Dich denn "gesichert". Eine Aussage des toten Kindes oder was?
Wenn sowohl die Mutter des Opfers als auch die des verm. Täters übereinstimmend aussagen, dann ist das für mich gesichert. Und wenn dann auch noch der mutmassliche Täter so aussagt und darauf beharrt, was will man dann noch?
Die Aussgen von S.K. und E.K., sofern sie überhaupt so getätigt wurden, wie du sagst, und sofern sie zutreffen, beziehen sich doch lediglich auf die Frage des Kennens... und stützen damit nicht den Verdachts des sexuellen Missbrauchs. Und bezüglich des sexuellen Missbrauchs an Peggy gibt es eben meiner Meinung nach keine genügend gesicherten Belege!
Habakuk » 14 Mar 2017, 22:58 hat geschrieben:Es war ja auch Ergebnis des ersten Prozesses, daß UK zahlreiche Kinder missbrauchte, er wurde nur als schuldunfähig beurteilt. Daß es die Missbräuche gab stand ja nie zur Debatte.
Dass es sexuellen Missbrauch gab, steht nicht zur Debatte, das stimmt. Aber was U.K. wann, wo und vor allem mit wem gemacht haben soll, darüber gibt es sehr wohl sehr unterschiedliche Meinungen... und eben nach meinem Eindruck auch eine Menge nicht verifizierbarer Gerüchte. Ich möchte darauf jetzt auch gar nicht weiter eingehen... ohne umfassende Aktenkenntnis kann man sowieso nicht wirklich beurteilen, was daran jeweils stimmt bzw. stimmen könne, und was nicht.

Jedenfalls aber werden im Urteil von 2004 für alle festgestellten Taten zum Nachteil von Peggy keine Zeugen genannt, weder direkte noch indirekte, und auch keine sonstigen Sachbeweise. Alle diesbezüglichen Urteilsfeststellungen beruhen somit allein auf U.K.s Aussage. Und da man mittlerweile kaum mehr bestreiten kann, dass U.K.s Angaben äußerst unzuverlässig sind, und daher bezüglich einer dieser Taten, des Mordes, ja mittlerweile auch schon ein Freispruch erfolgte, fände ich es nur konsequent und richtig, auch die Feststellungen hinsichtlich der anderen Taten zum Nachteil von Peggy nun noch einmal zu überprüfen.
von Snoopy
Di, 14. Mär. 2017, 22:39
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Habakuk » 14 Mar 2017, 21:21 hat geschrieben:Es sind gesicherte Erkenntnisse bzw Aussagen. Peggy hatte laut ihrer Mutter UK konkret als diesen Freund bezeichnet.
Das hat sie wörtlich in der Sendung mit Thomas Müller (leider nichtmehr bei YouTube) geschildert. Sie habe Peggy den Kontakt mit UK untersagen wollen, Peggy habe erwidert, es sei doch aber ihr großer Freund.
Hm... naja, mag sein, dass Peggys Mutter das so gesagt hat. Das verstehe ich aber nicht unter "gesichert"... dazu bräuchte es schon ein paar mehr (möglichst neutrale) Quellen bzw. Belege.
Habakuk » 14 Mar 2017, 21:21 hat geschrieben:Und Frau EK schilderte es ähnlich ( ich meine, es war in einem zeitnahen Interview der Frankenpost) .
Also wurde nur in einer Zeitung einmal davon berichtet? Das finde ich auch nicht gerade sonderlich überzeugend.

Aber sei's drum, diese Schilderungen sind ja auch ohnehin weit davon entfernt, irgendwelche Rückschlüsse auf Missbrauch zuzulassen. Von daher finde ich diese Punkte auch nicht so wichtig.
Habakuk » 14 Mar 2017, 21:21 hat geschrieben:Die Aussagen der Kinder waren Gegenstand des ersten Verfahrens.
Was meinst du mit "Gegenstand"? Wer machte eine solche Aussage, und wann, wo und in welchem Zusammenhang spielte das im ersten Verfahren eine Rolle?
Habakuk » 14 Mar 2017, 21:21 hat geschrieben:Es ist unstreitig, daß UK seine sex. Bedürfnisse nicht ansatzweise kontrollieren konnte. Warum sollte er sich ausgerechnet bei Peggy vorbildlich verhalten haben? Seine Schilderungen hierzu gehen auch bis in kleinste Details. Und er bestand darauf, daß es sich so abgespielt habe ("Doch, das war so"). Er hat eben nicht "nur" vor Kindern onaniert, sondern es kam zu teilweise massiven Übergriffen (von der BI als gegenseitiges Befriedigen verharmlost), wenn er mit Kindern alleine war, zB in seiner Wohnung.
Nunja, diese Taten kann man persönlich ja bewerten, wie man will... aber rein juristisch lag die Schwere der Missbräuche wohl eindeutig im unteren Bereich. Und alle im Urteil festgestellten Taten fanden vor bzw. an Jungen statt, Peggy soll das einzige Mädchen gewesen sein... das finde ich eben schon komisch. Dazu kommt, dass die Schilderung des Missbrauchs an Peggy sehr deutlich von den anderen Taten abweicht. Details kommen darin zwar vor... aber eben auch immer wieder andere, sowie unplausible Details. Der Ablauf wurde insgesamt überhaupt nicht konsistent geschildert.
von Snoopy
Di, 14. Mär. 2017, 17:48
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Habakuk » 13 Mar 2017, 19:46 hat geschrieben:Ich bitte Dich. Es gibt also keinerlei Hinweis darauf, daß sich die beiden näher kannten?
Willst Du mich verarschen?
Das ist nicht nur die Aussage von Peggys Mutter, die angibt, Peggy habe von UK als ihrem "großen Freund" geredet, sondern auch die von Frau Kulac. Letztere sagte nämlich sinngemäß, Peggy sei desöfteren bei UK gewesen und habe sich oft nur schwer heimschicken lassen. Also nichts mit "ein paar Worte gewechselt".
Dass Peggy von einem "großen Freund" gesprochen haben soll, habe ich auch schon mal gehört... aber nicht, dass sie damit sicher U.K. gemeint haben soll. Über die Aussage von E.K. weiß ich gar nichts Näheres. Also vielleicht kannst du mal konkretisieren, woher du diese Informationen hast, so dass man deren Seriosität einschätzen kann? Sind das gesicherte Erkenntnisse, oder hat das irgendwer irgendwo mal gesagt oder berichtet? Nicht alles, was in diesem Fall jemals als Gerücht in Umlauf kam oder in irgendeinem Käseblättchen stand, stimmt deswegen auch zwangsläufig.

Das Genannte würde aber jedenfalls - angenommen, es träfe zu - noch immer nicht den Verdacht eines Missbrauchs stützen, der ein Kind so schwer belastet, dass es auffällige Verhaltensänderungen wie Ängstlichkeit, Einnässen und sozialen Rückzug zeigt. Die Bezeichnung "großer Freund" und der Umstand, dass Peggy von sich aus zu U.K. ging und sich nicht wieder heimschicken lassen wollte, würden eher darauf hinweisen, dass sie U.K. mochte und ein unbelastetes Verhältnis zu ihm hatte.
Habakuk » 13 Mar 2017, 19:46 hat geschrieben:Und es gibt Aussagen von Kindern, die besagen, UK habe in seiner Wohnung Kindern Kekse angeboten, wenn diese sich ausziehen, was Peggy auch getan habe.
Das wäre schon etwas anders. Aber wenn es sich bestätigt hätte (es müssten dann ja mehrere Kinder übereinstimmend davon berichten können)... wäre das nicht auch sexueller Missbrauch? Ein solcher Vorfall war aber nicht Teil der Anklage. Von daher bin ich auch da skeptisch...
Habakuk » 13 Mar 2017, 19:46 hat geschrieben:Und ausgerechnet unter diesen Umständen glaubst Du bei Peggy nicht an Übergriffe des UK? Die er auch nicht nur einmal eingeräumt und vehement darauf bestanden hat?
Ich habe es nun schon mehrmals gesagt: Ich bin der Meinung, dass man auf U.K.s Aussagen nicht viel geben kann. Was N-I-C-H-T bedeutet, dass ich "glaube" (schon wieder dieses glauben :OO: .... kannst du dich nicht mal davon lösen?), er habe dieses getan und jenes nicht getan - ich weiß schlichtweg nicht, was nun stimmt und was nicht, und ich denke, man kann es auch nicht mit genügender Sicherheit herausfinden. Was zur Konsequenz hat, dass man diese Aussagen alleine nicht zur Grundlage einer Verurteilung machen darf.
von Snoopy
Mo, 13. Mär. 2017, 10:06
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Habakuk » 13 Mar 2017, 00:30 hat geschrieben:Ja , ich erwarte vom Richter Hornig eine etwas fundiertere Aussage, als von der Truppe um die BI. Seh das halt anders, interessiert mich nicht.
Herrje, du bist aber wirklich irgendwie auf die BI fixiert, oder? Es war doch wohl offensichtlich und unmissverständlich, dass ich Hornig und Benecke/Petermann hinsichtlich Kompetenz und Neutralität gegenüberstellte. Man könnte glatt auf die Idee kommen, dass du absichtlich meine Aussagen verdrehst... :D
Habakuk » 13 Mar 2017, 00:30 hat geschrieben:Glaub meinetwegen den Geschichtchen der BI und ihrem Unschuldsengel UK, der sich in jedem zweiten Satz widerspricht ("hab nie mit ihr gesprochen"). Wers glaubt...
Was hast du nur immer mit diesem "glauben"? Anders als du (anscheinend...) annimmst, "glaube" ich U.K. nur äußerst wenig, eben weil er sich aufgrund seiner geistigen Behinderung, seiner Suggestibilität und seiner Neigung zum Geschichtenerfinden oft widerspricht. Es war ja gerade der Kardinalfehler im ersten Verfahren, sich quasi ausschließlich auf seine Aussagen zu stützen; man hätte deren offensichtliche Unzuverlässigkeit wesentlich ernster nehmen müssen. Für eine Verurteilung wären in diesem Fall dringend zusätzliche schlüssige Sachbeweise vonnöten gewesen. Die es aber nicht gab. Genauso ist es auch, was die Beziehung von U.K. und Peggy betrifft: Es gibt meines Wissens jenseits dessen, was U.K. sagt, keinerlei Hinweise darauf, dass sich die beiden näher kannten (ob sie nun mal ein paar Worte gewechselt haben oder nicht). Das ist für mich entscheidend.

Nochmal: Ich "glaube" der BI nicht unreflektiert und unkritisch, ich finde ihre Ausdrucks- und Vorgehensweise mitnichten immer einwandfrei, und manche ihrer Annahmen teile ich überhaupt nicht. Deshalb kloppe ich aber nicht sofort ALLES in die Tonne, was in irgendeiner Weise von der BI kommt oder was die BI vertritt. Dazu gibt es nämlich überhaupt keinen Anlass.

Das hin und wieder ziemlich aggressive und wenig diplomatische Auftreten der BI, und manche ihrer seltsamen Theorien, was mit Peggy passiert sein könnte, waren zur Erreichung ihres Ziels wohl gerade nicht förderlich. Deshalb haben sie sicherlich nicht die Wideraufnahme erreicht... und es ganz nebenbei geschafft, dass der gesamte Justizapparat das Denken einstellt und sich ihrer Sichtweise blind anschließt...! Ganz im Gegenteil wird die massive Kritik an der Verfahrensführung, die zum Urteil 2004 führte, in Polizei- und Justizkreisen wohl kaum Sympathien für die BI geweckt und die Bereitschaft erhöht haben, den Fall noch mal (selbst)kritisch zu belechten. Ich bin mir sehr sicher, so einige dort fühlten sich gewaltig auf die Zehen getreten, und hätten Frau R. mitsamt ihrer BI liebend gerne auf den Mond geschossen! Trotzdem hat man der Wiederaufnahme letztendlich zähneknirschend zugestimmt (lange genug hat es ja gedauert, bis man soweit war)... eben weil die BI auch objektiv sehr gute Argumente dafür hatte, die man nicht einfach ignorieren konnte... so gerne man das vielleicht auch getan hätte.

Man kann zwar die Augen davor verschließen, und weiterhin "glauben", dass die BI es ohne substanzielle Argumente und mit viel Pöbeln, Krakeelen und Meinungsmache geschafft hat, einen gesamten Justizapparat zu manipulieren... mit "Nachdenken" hat das dann aber nicht mehr viel zu tun... :)
von Snoopy
Mo, 13. Mär. 2017, 00:10
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Schon wieder verdrehst Du meine Aussagen. Ist das Absicht?
Wo verdrehe ich da etwas? Erstens spreche ich nicht nur von dir, und zweitens drücke ich deutlich aus, dass das mein Eindruck ist, den ich sowohl durch deine Äußerungen, als auch durch die Äußerungen anderer Personen, die einen ähnlichen Standpunkt vertreten, gewonnen habe.
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Die Meldung, es handle sich bei dem Stofffetzen um Überreste einer Decke stand in zahlreichen Medienberichten und stammt nicht von mir. Und da wäre es eben naheliegend gewesen, diesen Stoffrest einer (wie wir heute wissen vermeintlichen) Decke mit den Fasern aus Kulacs Auto zu vergleichen (von DNA habe ich nicht gesprochen).

Daran, dass in "zahlreichen Medienberichten" stand, es habe sich bei dem Stoffteil um die Überreste einer Decke gehandelt, habe ich nun wieder keinerlei Erinnerung. Kannst da dafür bitte mal Quellen nennen? Nach meiner Wahrnehmung wurde nämlich in den Medien stets lediglich von "Textil" oder "Stoff" geschrieben... wohingegen in einschlägigen Foren daraus aber sehr rasch der vermeintliche "Rest einer Decke" wurde... :OO:
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Wenn Du an die NSU-Spur geglaubt hast, dann ist es eben so, ich habe es eben nicht getan. Der Fall Peggy passte von Vornherein nicht in deren Schema. Und das nicht nur wegen Peggys Vorgeschichte (Verhaltensänderungen, die ganz klar auf einen Täter aus ihrem Umfeld hindeuten), sondern auch wegen den NSU-Taten an sich, die völlig anders gelagert sind.
Sogar einen Kinderpornoring um den NSU wollte man konstruieren, passte halt nur nicht zu Peggy, oder glaubst Du, ein prof. Ring entsorgt seine Opfer dermassen dilettantisch?
Ich habe nicht "daran geglaubt", ich habe es aber auch nicht für ausgeschlossen gehalten. Und deine Argumente überzeugen nicht... auf die war ich an früherer Stelle auch schon eingegangen: Dass ein Mensch Mitglied einer rechtsradikalen Terrororganisation ist, bedeutet nicht, dass er nicht auch ein ganz profaner mordlustiger/pädophiler/sadistischer Kindermörder sein kann; eine Verbindung zum NSU müsste bei dieser Tat überhaupt nicht bestanden haben. Und die Veränderungen von Peggy sind derart unspezifisch, dass sie sicherlich nicht "ganz klar" auf einen "Täter" hindeuten... allenfalls deuten sie auf Probleme hin, die das Kind zu diesem Zeitpunkt hatte, und die alle möglichen Ursachen gehabt haben könnten.

Abgesehen davon, dass U.K. als Täter gerade nicht passt, wenn man den Veränderungen des Mädchens eine solche Bedeutung beimisst... da er ansonsten nur gegenüber Jungen übergriffig wurde, und auch das eher bei spontanen Gelegenheiten und nicht "geplant", ist es wohl äußerst unwahrscheinlich, dass er ausgerechnet Peggy systematisch über einen längeren Zeitraum missbraucht haben könnte.
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Das WAV wurde überstürzt durchgezogen
Überstürzt? Du vergisst dabei wohl, dass sogar die Staatsanwaltschaft den Wiederaufnahmeantrag befürwortet hat. Demnach bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Fall jemand zu Unrecht des Mordes schuldig gesprochen war. Wie lange soll denn die Justiz in so einem Fall deiner Meinung nach abwarten, um eine neue Verhandlung durchzuführen? Die Argumente für eine Wiederaufnahme waren ohnehin schon lange bekannt, die BI und U.K.s Anwalt hatten nie ein Geheimnis daraus gemacht. Und die Ermittlungen waren auch schon längst wieder aufgenommen worden. Also warum hätte man länger warten sollen?
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:aber es hat eben viele Punkte NICHT beleuchtet, oder hast Du zB eine Vernehmung der Zeugin gesehen, die UK im ersten Verfahren schwer belastete?
Was soll denn das für eine Zeugin gewesen sein? Etwa die, die sich ein Jahr nach Peggys Verschwinden plötzlich erinnert haben will, U.K. zum fraglichen Zeitpunkt auf einer Bank mitten im Ort sitzen gesehen zu haben, wo ihn ansonsten NIEMAND sonst bemerkt hatte :OO:? Falls du die meinst... selbst wenn diese Frau ihre Aussage bestätigt hätte... und ganz abgesehen davon, dass man sich fragen kann, wie seriös es gewesen wäre, bei derartig vielen widersprüchlichen Zeugenaussagen ausgerechnet diese eine für zutreffend zu halten... was würde das aussagen? Reinweg gar nichts.

Übrigens wurde die Beweisaufnahme ja auch abgekürzt, als alle relevanten Zeugen vernommen worden waren, und sich daraus keinerlei Hinweise auf U.K.s Schuld ergeben hatten. Bloß gut, dass dann nicht noch zig weitere Zeugen vernommen wurden, von denen ohnehin nichts Entscheidendes mehr zu erwarten war...
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Im Übrigen habe ich schon mehrmals betont, daß auch ich nicht hundertprozentig von der Schuld des UK überzeugt bin, aber ich sehe keinen Grund, ihn als Täter auszuschließen. Der Leichenfund widerspricht seinem Geständnis in keinster Weise, im Gegenteil. Er widerspricht aber sehr wohl sämtlichen Aussagen der BI (Peggy in der Türkei, es gab keinen Mord, Peggy im Stoffgeschäft usw).
Also Moment mal. Die Türkeispur, die Sichtung im Stoffgeschäft usw. sind keine "Aussagen der BI"... das sind Spuren, die sich im Rahmen der Ermittlungen ergeben haben, als die BI noch längst nicht existierte. Die BI hat sie nicht erfunden. Sie hat nur einige dieser Spuren für wahrscheinlich gehalten und intensiv verfolgt. Da hat sie sich also wohl einfach geirrt. Nicht unbedingt verwerflich, finde ich, angesichts der Tausenden von Theorien, die kursierten und noch kursieren...
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Und was Petermann betrifft: Für mich ein ähnliches Kaliber wie Benecke. Große Medienpräsenz, wenig bis keine tatsächlichen Erfolge. Meine Meinung...
Na wenn du meinst, dass von Richter Hornig, der U.K. im Jahr 2004 selbst schuldig sprach, eine kompetentere und unvoreingenommenere Stellungnahme zu erwarten ist... :D :OO:
von Snoopy
So, 12. Mär. 2017, 10:01
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Habakuk » 11 Mar 2017, 21:58 hat geschrieben: "Die Experten" haben das, soweit ich gelesen habe, auch nicht für möglich oder gar wahrscheinlich gehalten, es sei denn, man sieht Mark Benecke als deren einzige Stimme.
Von Petermann habe ich eine ähnliche Aussage gehört. Und immerhin hat man ja DNA-Untersuchungen an den Fundstücken vorgenommen, sonst hätte es diesen Böhnhardt-DNA-Treffer gar nicht erst gegeben... das hätte man wohl kaum gemacht, wenn man von vornherein keine realistische Chance gesehen hätte, etwas zu finden.

Zudem frage ich mich, wie diese Aussage damit zusammenpasst?:
Habakuk » 08 Mar 2017, 22:04 hat geschrieben: Man hätte einen Aufschrei oder zumindest kritische Stimmen schon erwarten dürfen, als diese Meldung mit Böhnhardt herauskam. Stattdessen wurde zugestimmt, das konnte man dem NSU (und wollte es) auch noch zutrauen. Nachdenken war nicht...
Sehr merkwürdig - die "Experten haben das gar nicht für möglich gehalten"... trotzdem gab es keinerlei "kritische Stimmen"... :thinking:??? Da scheint mir bei dir doch eine ziemlich selektive Wahrnehmung vorzuliegen...

Allerdings wäre es höchst unwahrscheinlich gewesen, noch DNA zu finden, wenn dieser Stoffrest zu einer (grünen... :OO:) Decke gehört hätte, in die die Leiche eingehüllt war, und die bis auf eben diesen kleinen Rest schon vollständig zerfallen war. Da gebe ich dir Recht, falls du das meinst :)! Das ist aber eben längst nicht die einzige Möglichkeit, worum es sich bei dem Stofffetzen gehandelt haben könnte.

Ich habe wirklich den Eindruck, einige Leute, u. a. auch du, waren/sind so fixiert darauf, U.K. als Täter zu sehen, dass sie jedwede Theorie, die ihn als Täter annehmen lässt, begierig annehmen... alles, was dagegen spricht, vernachlässigen... und anscheinend kaum mehr in andere Richtungen denken können. Daher funktionierte die Schlussfolgerung bei der Meldung der Böhnhardt-DNA dann nahezu reflexhaft so:

1. Teilinformation "Stoffteil" -> Stoff = Decke... AHA, das Stück Stoff stammt bestimmt von der grünen Decke, in die U.K.s Vater die Leiche eingehüllt hat!!!

2. Teilinformation "Böhnhardt-DNA" -> Nä, das kann ja nicht sein... wie soll sich ausgerechnet an dem 0,00005%-Rest der Decke, der noch übrig ist, eine DNA-Spur gehalten haben (und dann auch noch die "falsche" DNA ;))...!!!

=> Fazit: Sicherlich hat man den Rest einer Decke gefunden, in die die Leiche eingewickelt war (passt zu U.K.); die Böhnhardt-DNA (passt nicht zu U.K.) war bestimmt nur eine versehentliche Verunreinigung durch die Kriminaltechniker.


Dass die Unwahrscheinlichkeit vielmehr bei der Decken-Theorie an sich liegt, ist dabei anscheinend völlig übersehen oder ausgeblendet worden.

Und deine Aussage, beim WAV habe man genausowenig nachgedacht, sondern kritiklos die Sichtweise der BI übernommen, setzt dem Ganzen wirklich die Krone auf, finde ich. Angesichts der immens hohen juristischen Anforderungen, die erfüllt, und Schwierigkeiten, die überwunden werden müssen, um überhaupt die Wiederaufnahme eines Verfahrens erreichen zu können, und angesichts der sorgfältigen Beweisaufnahme, die in der neuen Hauptverhandlung dann durchgeführt wurde (nur eben ganz und gar nicht mit dem Ergebnis, das du wohl für richtig hältst), finde ich so eine Aussage schon geradezu absurd. Wie ignorant muss man sein (wollen), um annehmen zu können, dass eine BI, bestehend aus ein paar Privatpersönchen ohne jegliche politische oder wirtschaftliche Macht, den Einfluss hätte, zahlreiche involvierte Staatsanwälte und Richter zum kritiklosen Übernehmen ihrer Sichtweise zu bringen... :OO:
von Snoopy
Sa, 11. Mär. 2017, 21:44
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Habakuk » 11 Mar 2017, 20:50 hat geschrieben:Das habe ich doch jetzt geschrieben, daß ich nicht an eine Aufklärung mittels DNA in diesem Fall glaube, egal von wem sie stammt. Es ist eben kein Fall, in dem man zB eindeutige Spuren wie Sperma, Blut usw bei einer Leiche zuordnen könnte, sondern nach dieser Liegezeit eben nur noch Knochen aufgefunden hat. Da kann man nur noch das Opfer identifizieren, aber keinen Täter.
Um ehrlich zu sein ist dieser Fall doch nur noch zu lösen, wenn ein Täter gesteht und zB den Ablageort des Schulranzens eindeutig und nachprüfbar benennt.
Alles andere ist juristisch nicht verwertbar. Selbst wenn sich Verbindungen eines Verdächtigen zum Fundort ergeben sollten.
Also ich denke, es hätte durchaus die Chance bestanden, die DNA einer nicht allzu geringen Menge Speichel, Sperma oder Blut an einem Stoffrest, der etwas geschützt, z.B. unter der Leiche oder unter einem Stück Plane o.ä., gelegen hat, auch nach 15 Jahren noch bestimmen zu können. Und soweit ich mich erinnern kann, haben sich die Experten doch direkt nach dem Auffinden der Leiche auch so geäußert, oder? Klar, das wäre schon ein Glücksfall gewesen. Aber jedenfalls nicht unmöglich.

Wie gerichtsfest ein solcher DNA-Treffer gewesen wäre, ist natürlich nochmal wieder eine ganz andere Frage.
von Snoopy
Sa, 11. Mär. 2017, 19:37
Forum: Cold Cases
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Jahrzehntelang war wohl noch etwas untertrieben...:

"Mithilfe neuester Extraktions- und Analysetechniken ist es Forschern vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig gelungen, eine nahezu vollständige mitochondriale Genomsequenz eines 400.000 Jahre alten Homininen aus Sima de los Huesos, Spanien, zu bestimmen."
https://www.mpg.de/7636592/hominine_aus ... los_huesos

Und Kern-DNA hat man immerhin auch schon bei 5000 Jahre alten Skeletten gefunden:

"«Der nächste Glücksfall ist», sagt Alt, «dass die vier Individuen so gut erhalten sind. So konnten wir bei allen Kern-DNA finden.» Denn mit der robusteren, mitochondrischen DNA lässt sich nur mutterschaftliche Verwandtschaft klären. Tatsächlich ergaben die DNA-Analysen, dass der Mann der Vater der beiden Jungen ist und die Frau ihre Mutter."
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2008-2 ... ahren.html
von Snoopy
Sa, 11. Mär. 2017, 15:40
Forum: Cold Cases
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Salva » 08 Mar 2017, 19:03 hat geschrieben:Dieses "Polizeigerät" ist ein gemeiner Messstab, also nichts besonderes. Wie dieses Stoffteilchen vier Jahre lang unbemerkt daran haften bleiben konnte, verstehe ich nach wie vor nicht. Und das dieses Ding nur alle Schaltjahre zum Einsatz kommt, glaubt eh niemand.
Ich glaube kaum, dass das Stück Stoff jahrelang an dem Messstab hing. Dieser geriet ja nur in den Fokus der Aufmerksamkeit, da man ihn auf einem Tatortfoto aus dem Böhnhardt-Wohnmobil wiedererkannt hatte. Was aber mitnichten heißen muss, dass das der einzige Gegenstand war, der sowohl dort, als auch am Fundort von Peggys Leiche verwendet wurde. Ich könnte mir eher vorstellen, dss der "Übeltäter" die Tasche war, in der die kriminaltechnischen Gerätschaften transportiert wurden, und in die der Stoffetzen bei der Tatortarbeit im ausgebrannten Wohnmobil gefallen war. Und während man die Werkzeuge selbst vermutlich sogar auch mal saubergemacht hat, hat man wohl vergessen, die Tasche selbst gründlich auf den Kopf zu stellen... im wahrsten Sinne des Wortes... :)
Habakuk » 08 Mar 2017, 22:04 hat geschrieben:Ohne jetzt ein Experte zu sein, war es von Anfang an unwahrscheinlich, daß sich eine DNA, die so stark ist, daß sie eindeutig zuzuordnen ist, über 15 Jahre in diesem Umfeld hält.
Vor allen Dingen war es unwahrscheinlich, daß sich ausgerechnet auf diesem winzigen Stoffstück diese DNA befindet, wenn man von einer Leichenablage mittels "Umhüllung" ausginge.
Es passte von Anfang an nicht und das war eigentlich klar...
Ich wüsste echt mal gerne, ob das für dich auch so "klar" gewesen wäre, hätte man U.K.s DNA an einem Gegenstand von Peggys Fundort gefunden... :OO:
pfiffi » 08 Mar 2017, 22:50 hat geschrieben:Ich möchte schon gerne wissen: Ist so etwas möglich? Kann eine DNA (geschützt) 15 Jahre überleben? Das wäre abzuklären.
Ja, geschützt (also vor allem kühl und trocken) natürlich. Sogar jahrzehntelang. Sonst könnte man ja nicht heutzutage noch uralte Kriminalfälle durch DNA-Analysen nachträglich aufklären...
von Snoopy
Fr, 16. Dez. 2016, 19:57
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Habakuk » 16 Dec 2016, 17:40 hat geschrieben:Und wie Du Deine Maßstäbe selektiv anlegst.
Hast Du Frau R. einmal gefragt, wie sie zur Tatsachenbehauptung kommt, es habe in Lichtenberg kein Mord stattgefunden? Wie sie dazu kommt, mit Sicherheit zu wissen , UK habe Peggy nicht missbraucht?
Wie sie Beobachtungen wie zB einer Stoffhändlerin in München als Tatsache hinstellen kann?
Ebenso Dinge wie die ewige Beschuldigung der Frau Knobloch? Hm?
Sie habe sich die "Tränen rausgedrückt"?

So könnte man ewig weitermachen. DAS sind die skandalösen Behauptungen, durch nichts belegt!
Hör mir bitte auf mit Deinen Vorhaltungen, die sind lächerlich !
Wende Dich bitte an wen auch immer, meinetwegen an den Weihnachtsmann, aber hör damit auf, hier die Rollen zu vertauschen.
Selbst wenn man von der Unschuld des UK ausgeht, dann hat er sich das selbst zuzuschreiben, denn er hat ja selbst gesagt, er habe sich das ausgedacht (und nicht etwa, daß ihm das untergeschoben wurde) und er war auch so "schlau", andere zu belasten ("daß ich dem das reindrück").
Ich lasse mir hier nach Jahren der Unterstellungen und Lügen seitens der BI und des UK mit Sicherheit nicht den schwarzen Peter zuschieben, das kannst Du Dir abschminken.
Jetzt komm mal wieder runter. Frau R. diskutiert hier nicht mit, sie hat also im Dialog mit mir keine zweifelhaften Behauptungen aufgestellt... ganz im Gegensatz zu dir. Daher habe ich nicht den geringsten Grund, sie nach IRGENDETWAS zu fragen. Und etwaige unzutreffende oder unbelegte Äußerungen anderer rechtfertigen zudem auch nicht im mindesten, selbst leichtfertig Behauptungen aufzustellen... da kannst du noch so krampfhaft mit dem Finger auf andere zeigen. Das ist doch nun wirklich ein bedauernswert armseliger Versuch, von deinen eigenen Argumentationsdefiziten abzulenken. Von der Aussage, U.K. sei "selbst schuld" an dem Geständnis, wenn es denn falsch sei, mal ganz zu schweigen. Unterirdischer geht es ja nun wirklich nicht mehr.
von Snoopy
Fr, 16. Dez. 2016, 00:46
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Habakuk » 15 Dec 2016, 14:29 hat geschrieben:In punkto Richtigkeit von Behauptungen wendest Du Dich bitte an die BI und legst dort Deine Maßstäbe an.
An wen ich mich wende und an wen nicht, überlässt du bitte mir. Und nein, meine Maßstäbe lege ich GANZ SICHER NICHT selektiv an... :OO:
Habakuk » 15 Dec 2016, 14:29 hat geschrieben:ich lasse mir von Dir jedenfalls nicht Dinge vorwerfen, die Du eher bei anderen unterstellen solltest.
Na es steht dir ja frei, die Dinge, die du behauptest, auch zu belegen. Ansonsten musst du schon hinnehmen, dass man dir die fehlende Untermauerung deiner Tatsachenbehauptungen vorwirft.
von Snoopy
Do, 15. Dez. 2016, 01:50
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Habakuk » 13 Dec 2016, 19:48 hat geschrieben:Du hast Deine Meinung, ich eine andere.
Es geht hier nicht um unterschiedliche Meinungen, sondern um einen konkreten, überprüfbaren Sachverhalt. Der liegt entweder vor, oder nicht... egal, welche "Meinung" irgendjemand dazu hat.
Habakuk » 13 Dec 2016, 19:48 hat geschrieben:Dein Diskussionsstil ist mir zudem zunehmend unangenehm. Deshalb belasse ich es dabei und gut.
Das ist eine gute Idee. Ich habe von deinem Diskussionsstil nun auch nicht gerade einen so guten Eindruck gewonnen, dass ich diese Debatte unbedingt noch fortführen müsste :) ... und für mich ist mittlerweile auch hinreichend geklärt, dass du die Richtigkeit deiner Behauptungen wohl nicht belegen kannst.
von Snoopy
So, 11. Dez. 2016, 16:23
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Habakuk » 10 Dec 2016, 13:56 hat geschrieben:Ach weisst, Du, Du kannst nun lange nach "Originalquellen" fordern, die gibt es leider nichtmehr, aber glaube mir, ich habe manches sehr gut in Erinnerung.
Ja, das hast du bereits eindrücklich unter Beweis gestellt, wie "gut" du manches in Erinnerung hast :OO:. Also hake ich auch diesen Punkt mal wieder ab als unbewiesene Unterstellung.
Habakuk » 10 Dec 2016, 13:56 hat geschrieben:In Wahrheit hat UK auch zB einen Zehnjährigen missbraucht (selbst die BI sprach in einem undurchdachten Moment von "gegenseitigem Befriedigen"). Natürlich wurde es relativiert im Sinne von "UK dachte, er wäre sein Freund".
Mich persönlich interessiert es aber nicht, was UK dachte, das ist Kindesmissbrauch und fertig.
Hier über die persönliche Meinung einzelner zu U.K.s sexuellen Handlungen vor und an Kindern zu diskutieren, halte ich für reichlich sinnlos. Da wird man wohl kaum auf einen Nenner kommen können. Mit "Kindesmissbrauch und fertig" ist es nämlich längst nicht getan... sonst gäbe es bei diesem Delikt kein Strafspektrum zwischen ein paar Monaten und vielen Jahren Freiheitsstrafe. Unbestreitbar jedenfalls liegen U.K.s Handlungen rechtlich gesehen auf der Skala der Schwere aller möglichen Taten, die als sexueller Missbrauch von Kindern gelten, eher im unteren Bereich. Und unter anderem spielt auch die subjektive Wahrnehmung des Täters bei der rechtlichen Einordnung eine große Rolle. Es ist also korrekt und notwendig, diese zu berücksichtigen, und nicht etwa unerheblich oder gar unzulässig. Auch wenn sie dich persönlich nicht interessiert...
Habakuk » 10 Dec 2016, 13:56 hat geschrieben:Frage Dich aber auch einmal, warum es im Vorwort eines Sachbuches heißt, es seinen im Einzelfall auch Vorgänge verfremdet worden.
Das brauche ich mich nicht zu fragen, da es unmissverständlich dabei steht - aus rechtlichen Gründen.
Habakuk » 10 Dec 2016, 13:56 hat geschrieben:Frau Jung hat sich vorwiegend auf eine einzige Quelle bezogen und das ist die BI.
Sag bloß, sie hat dir persönlich ihre Quellen offengelegt? Das sollte mich wundern.

Du gibst hier wirklich permanent lediglich deine eigenen, reichlich willkürlichen Interpretationen zum besten, verpackst diese aber als vermeintliche Fakten.

Und nochmals: Ich warte immer noch auf eine Antwort von dir bezüglich der Urteilsfeststellungen zur Verbringung von Peggys Leiche: viewtopic.php?f=141&t=1830&start=240#p13509. Kommt da noch was?
von Snoopy
Fr, 9. Dez. 2016, 20:16
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Marie » 09 Dec 2016, 18:28 hat geschrieben:Nun ja, halt ich mal für mich persönlich nicht so fest, da ich eben anderer Meinung bezüglich Frau Jung bin.
Du hast schon wieder nicht richtig gelesen, scheint mir... :D
Marie » 09 Dec 2016, 18:28 hat geschrieben:Moah, dann sag ich es eben anders: Sie bezweifelt, daß es die Knochen von Peggy sind. Besser?
Nee, nicht besser. Wenn du einfach erstmal lesen und nachdenken würdest, anstatt gleich in die Tasten zu hauen, müsste dir nämlich klar sein, dass es darum überhaupt nie ging. Oder habe ich irgendwo geschrieben, Frau Jung habe anfangs nicht bezweifelt, dass die gefundenen Knochen Peggy zugeordnet werden können?
Marie » 09 Dec 2016, 18:28 hat geschrieben:Es geht doch darum, daß der Knochenfund schon mit ziemlicher Gewißheit Peggy zuzuordnen war. Es fehlte halt noch das letzte "GO" der Forensik. Aber Frau Jung zweifelt noch. Warum denn? Also hat sie doch ne andere Vermutung, weshalb das nicht Peggys Knochen sein können.
Auch das hättest du verstehen können, wenn du dir das von Frau Jung gegebene Interview einfach mal aufmerksam angehört, und/oder meine darauf bezogenen Beiträge sorgfältig gelesen hättest. Sie begründet ihre ausgeprägte Skepsis ja gerade mit dem Umstand, dass es in der Vergangenheit schon mehrfach und immer wieder "Sensationsnachrichten" in dieser Sache gegeben hatte... immer wieder wurde Peggy ganz sicher irgendwo gesichtet... oder man meinte endlich zu wissen, wo sich ihre Leiche befinde... aber niemals bestätigten sich diese Meldungen, sondern sie lösten sich regelmäßig in Wohlgefallen auf. Und u.a. auch dadurch, dass Frau Jung gerade erst kürzlich, vier Tage zuvor, wieder mal solch eine angeblich seriöse, für sie aber nicht glaubwürdige Sensationsmeldung erreicht hatte, war sie nun, bei der neuerlichen bahnbrechenden Info, der vermeintlichen Entdeckung von Peggys Knochen, eben besonders misstrauisch, und wollte erst mal die definitive Bestätigung abwarten.

An dieser Einstellung ist nun wirklich nichts zu kritisieren oder für unseriös zu halten.
von Snoopy
Fr, 9. Dez. 2016, 19:39
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Habakuk » 09 Dec 2016, 13:58 hat geschrieben:Das braucht man garnicht, um Frau Jungs journalistische Arbeit nicht ernstnehmen zu können. In ihrem Buch finden sich zahlreiche Fehler, die schlichtweg schlampige Recherche vermuten lassen.
Noch nichtmals einfache Altersangaben, wie zB das Alter der EK bei Ulvis Geburt, stimmen.
Schon wieder so eine Behauptung ohne Beleg. Würdest du bitte konkretisieren, um welche "zahlreichen" Fehler es sich da handeln soll? Und jetzt komm bloß nicht mit einer fehlerhaften Altersangabe. Das Alter von E.K. spielt ja wohl kaum eine so entscheidende Rolle, dass man durch eine eventuelle fehlerhafte Angabe diesbezüglich (woher weißt du überhaupt, wie alt Frau K. tatsächlich ist?) schon gleich schlampige Recherche bezüglich relevanter Umstände vermuten müsste. Abgesehen davon, dass es sich auch ganz einfach um einen Druckfehler handeln könnte.
Habakuk » 09 Dec 2016, 13:58 hat geschrieben:Und natürlich werden Ulvis Taten ausgesprochen wohlwollend geschildert.
Von einem unangemessenen "Wohlwollen" ist mir nichts erinnerlich - vielleicht kannst du auch noch mal ein Beispiel nennen? Ich meine mich zu erinnern, dass im Lemmer/Jung-Buch über U.K.s sexuelle Übergriffe sachlich und neutral geschrieben wird; sie insgesamt aber nur ausgesprochen knapp thematisiert werden.
Habakuk » 09 Dec 2016, 13:58 hat geschrieben:In einer Talkshow sprach sie sogar davon, UK habe nur "die Hose heruntergelassen" (sinngemäß).
Aha, sinngemäß... ungefähr so sinngemäß, wie Frau Jungs vermeintliche Aussagen zu dem Knochenfund und der Türkei-Info von dir und anderen wiedergegeben wurden :OO:? Also... auch hier hätte ich sehr gerne die Originalquelle, bitte...
Habakuk » 09 Dec 2016, 13:58 hat geschrieben:Vom Buch ihres Lebensgefährten, Herrn Ani, ganz zu schweigen.
Leider hat sich das Ding , welches sich eng am Fall Peggy orientieren wollte, im Nachhinein als peinliche Nullnummer erwiesen, aber seis drum...
Bei diesem Buch handelt es sich um einen R-O-M-A-N. Wie eng der sich am Fall Peggy orientiert, und wie erfolgreich er war oder auch nicht, hat nun wirklich nichts mit der Qualität von Frau Jungs Recherchen zu tun.

Im Übrigen warte ich immer noch auf eine Antwort von dir bezüglich der Urteilsfeststellungen zur Verbringung von Peggys Leiche: viewtopic.php?f=141&t=1830&start=240#p13509. Kommt da noch was?
von Snoopy
Fr, 9. Dez. 2016, 13:56
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Salva » 04 Dec 2016, 22:48 hat geschrieben:Jedenfalls hätte ich nach dieser Aufruhr erwartet, dass sich die Polizei abschließend und vor allem zuverlässig zu dieser DNS-Spur äußert und den Vorfall nicht einfach sang- und klanglos untergehen lässt.
Auf diese abschließende Äußerung warte ich auch sehr gespannt. Falls man nicht mit genügender Sicherheit feststellen kann, ob es sich bei der U.B.-DNA um eine Verunreinigung handelt oder nicht, wäre das echt tragisch. Am Ende hätte man dann jetzt noch mehr Spuren, denen akribisch nachgegangen werden müsste, obwohl sie womöglich ins Nirwana führen, als vor dem Knochenfund... statt dass dadurch irgendetwas klarer geworden wäre... :?
von Snoopy
Fr, 9. Dez. 2016, 13:40
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Marie » 02 Dec 2016, 17:32 hat geschrieben:Ich weiß, daß DU den Link bereits gepostest hast :wink: Ich hab das halt nochmal aufgegriffen.
Aha. Und warum? Ändert sich die Aussage in irgendeiner Form, wenn man sie sich mehrfach anhört :OO: ;) ?
Marie » 02 Dec 2016, 17:32 hat geschrieben:Also Frau Jung sagt da, daß sie skeptisch ist
Korrekt...
Marie » 02 Dec 2016, 17:32 hat geschrieben:und sie nicht glaubt, daß es die Knochen von Peggy sind.
Falsch. Sie sagt "ich bin auch noch immer nicht ganz überzeugt, dass das die Knochenreste von der kleinen Peggy sind" - also keineswegs, dass sie es definitiv "nicht glaubt".

Dass sie zu diesem Zeitpunkt (vor der endgültigen Bestätigung durch die DNA-Analyse) sehr skeptisch war, was die Zuordnung der gefundenen Knochen angeht, ist ja ohnehin unstrittig. Damit stand sie auch sicherlich nicht alleine! Ihr wurde aber latent unterstellt, sie sei deshalb so skeptisch gewesen, weil sie aufgrund einer anderen Information angenommen habe, Peggy lebe in der Türkei... woran sie zudem auch noch nach Bekanntgabe der DNA-Analyseergebnisse festgehalten habe. Und genau das stimmt anscheinend nicht - die hierzu auffindbaren Quellen belegen eindeutig, dass sie von der Türkei-Quelle lediglich als "angeblich seriös" sprach, und zudem klar und deutlich zum Ausdruck brachte, dass sie selbst dieser Information nicht habe glauben können.
Marie » 02 Dec 2016, 17:32 hat geschrieben:Aber egal, ich geb Dir recht und gut is.
Na prima. Dann halten wir mal fest, dass Frau Jungs Reaktion nach dem Fund der Knochen also wohl doch nicht in irgendeiner Weise darauf schließen lässt, dass man sie bzw. ihre journalistische Arbeit nicht ernst nehmen könne... :)
von Snoopy
So, 27. Nov. 2016, 11:40
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Marie » 26 Nov 2016, 20:45 hat geschrieben: Hm, hör mal ab 0.27 http://www.br.de/radio/bayern2/politik/ ... l-100.html :wink:

Sie bezweifelt daß es die Knochen von Peggy sind und daß sie vor 4 Tagen noch mit Personen in der Türkei gesprochen hat, die bestätigten daß Peggy wohlauf ist. Das klingt aber schon sehr "sicher" :wink: .

Sie sprach sogar von falschen Timing dieser Knochenfunde... lachhaft.

Ach egal....
Sag mal... bist du immer derart oberflächlich im Umgang mit Quellen? Das IST nun wieder genau das Interview, das ich unrsprünglich verlinkt hatte :OO:. Genau darin sagt Frau Jung ja klar und deutlich, dass sie der ihr kurz zuvor zugetragenen Info, dass Peggy in der Türkei lebe, nicht geglaubt habe. Und darauf, wie sie das mit dem Timing meinte (von einem "falschen" Timing ist übrigens entgegen deiner Behauptung nicht die Rede...) war ich in meinem Beitrag vom 31.10. auch bereits eingegangen...:
Sie äußerte sich lediglich verwundert darüber, dass im Fall Peggy so lange Ruhe herrschte, und dann plötzlich durch zwei verschiedene, kurz hintereinander folgende Meldungen wieder Bewegung hinein kam; und sie brachte ihre generelle Skepsis gegenüber jeglichen neuen Infos zu diesem Fall zum Ausdruck, da es in der Vergangenheit bereits immer wieder Meldungen gegeben habe, die sich nicht bestätigt hätten.
Marie » 26 Nov 2016, 20:34 hat geschrieben:Da ich leider die Quelle nicht mehr finden kann (war aber bei BR)
Ich glaube mittlerweile immer mehr, dass du diese Quelle nicht finden kannst, weil es sie schlicht und ergreifend nicht gibt. Und dass der Ausgangspunkt dieser Annahme/Behauptung über Frau Jung genau das besagte BR2-Interview vom 5. Juli war, bei dem übereifrige Jung/Lemmer/Rödel-Kritiker ganz einfach überhört, ignoriert oder fehlinterpretiert haben, was sie tatsächlich genau gesagt hat - ebenso, wie du das hier ja sehr eindrücklich und hartnäckig demonstrierst ;) ...
Marie » 26 Nov 2016, 20:34 hat geschrieben:Zudem will ich noch sagen, daß ich das Buch von Lemmer und Jung gelesen hab. Da wurde von Fakten geschrieben, reine Vermutungen aufgestellt welche angeblich der Wahrheit entsprechen, angebliche Beweise vorhanden sind, usw. ... na das Buch hätte man meiner Meinung nach schon damals und jetzt erst recht (nach dem Fund der sterblichen Überresten von Peggy) in die Tonne treten können.
Das Buch von Lemmer & Jung habe ich auch gelesen. Gerade die Theorien, dass Peggy eventuell verschleppt wurde und noch leben könnte, wurden dort insgesamt überhaupt nicht hervorgehoben, favorisiert oder als sehr wahrscheinlich dargestellt. Durch den Fund von Peggys sterblichen Überresten hat sich die Sachlage nun keineswegs so geändert, dass man das Buch "in die Tonne treten" sollte, ganz im Gegenteil. Bezeichnenderweise wurde es ja auch nicht aus dem Handel genommen, sondern ganz schnell noch mal neu aufgelegt... :)
Marie » 26 Nov 2016, 20:34 hat geschrieben:Wenn Du Frau Jung applaudierst und ihre Meinung vertrittst, dann ist das doch ok. Ich lasse Dir das gerne. Aber ich kritisiere Frau Jung und ihre Ansicht. Und das sei mr gestattet.
Was soll so eine unsachliche Ausdrucksweise? Ich habe Frau Jung weder "applaudiert" noch "ihre Meinung vertreten". Ich habe lediglich angemerkt und fundiert (und bisher unwiderlegt) belegt, dass bestimmte Behauptungen über eine vermeintlich von ihr eingenommene Position zum Fall Peggy so nicht zutreffen. Punkt.

Ganz ehrlich, Marie - ich habe inzwischen den Eindruck, dass dir nicht wirklich daran gelegen ist, dir eine neutrale Meinung anhand objektiver Informationen zu bilden. Klar "darfst" du persönlich auch gerne einen Standpunkt vertreten, der nicht auf greifbaren Fakten, sondern eher auf deinem Bauchgefühl und deiner Voreingenommenheit beruht. Allerdings musst du dann auch hinnehmen, dass du leicht ausargumentiert werden kannst, und man deiner Meinung wenig Bedeutung beimisst... ;)
von Snoopy
Mo, 21. Nov. 2016, 20:36
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Marie » 18 Nov 2016, 19:40 hat geschrieben: Stimmt so nicht :wink: Guck da, ab 2.56.
http://www.br.de/mediathek/video/sendun ... n-100.html

In diesem Interview hat sie dann zwar zurück geschwenkt, als die Knochenfunde eindeutig Peggy zugeordnet werden konnten. Aber am Tag des Fundes der Knochen hat sie beim BR noch gesagt, daß sie ne sichere Quelle in der Türkei hat (kann leider keine Quelle zu angeben, aber der BR hats bestimmt noch im Archiv) und sie es als höchstunwahrscheinlich findet, daß das die Knochen von Peggy sind.

Klar hat sie bezweifelt, also bitte... Frau Jung hat die "sichere Quelle" auch nach dem Knochenfund erwähnt und war ihrer Sache/Behauptung gewiß.
Das Interview, das ich verlinkt hatte, wurde am Dienstag, dem 05. Juli 2016, von 06:05 bis 08:30 Uhr auf Bayern 2 gesendet. Also deutlich bevor die aufgefundenen Knochen definitiv als die von Peggy identifiziert wurden. Meines Wissens IST das die ursprüngliche, erste Äußerung von Frau Jung hierzu. Und darin spricht sie eben keineswegs davon, dass sie es aufgrund ihr zugetragener Informationen für sehr unwahrscheinlich halte, dass die aufgefundenen Knochen Peggys sein könnten. Was sie gesagt hat, kannst du wörtlich in meinem früheren Beitrag lesen. Und wenn du behauptest, sie habe noch früher eben doch dies und das und jenes behauptet und sei sich dessen sicher gewesen, dann belege es doch bitte auch konkret, ja?

Das Video, auf das du hier verweist, wurde am selben Tag um 18 Uhr, also nach der Bestätigung des Knochenfundes, ausgestrahlt, und das darin gezeigte Gespräch mit Frau Jung wurde eindeutig später geführt als das Radio-Interview... darin wird ja auch wiederum auf Frau Jungs vorherige Äußerung im Interview eingegangen. Auch darin spricht sie übrigens nicht von einer "sicheren Quelle", der sie Glauben schenke, sondern lediglich von einer "angeblich seriösen Quelle"... :OO:
von Snoopy
Di, 1. Nov. 2016, 10:50
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Habakuk » 01 Nov 2016, 01:34 hat geschrieben:Du wirst jetzt nicht ernsthaft erwarten, daß ich Dir die Tatversion, die das Gericht zugrunde legte und die UK angab, noch einmal wiederkäue, oder?
Er hat diese Version ja sogar vor Ort nachgespielt. Bez. der Leichenverbringung gab er Unterschiedliches an, das stimmt, zuletzt aber eben die mit dem Vater.
Ob das die Wahrheit ist, wer will das wissen?
Tatsache ist, daß zu DIESER Tatversion jetzt einiges passt.
Eine Ablage nah an Lichtenberg, kein wirkliches Vergraben, kein Zerstückeln oder ähnliches, das Fehlen des Ranzens (laut UK separat entsorgt) und womöglich sogar die Spur einer Decke. Das alles ist es allemal wert, diese Spur nicht zu vernachlässigen, mehr sage ich doch nicht.
Wenn eine Behauptung aufgestellt wird wie "Eigentlich passt alles zum Geständnis eines Tatverdächtigen, jetzt sogar noch aufgefundene Deckenteile (vielleicht gar noch grün?)", erwarte durchaus, dass das auch nachvollziehbar konkretisiert werden kann, ja! Denn wenn man es nicht belegen kann, ist so eine Behauptung einfach reichlich daneben.

Wenn man annimmt, dass U.K.s Vater die Leiche alleine weggebracht hat, dann folgt daraus logischerweise, dass U.K. gar nicht genau wissen kann, was damit geschehen ist und wie sie abgelegt wurde. Daher würde es mich ziemlich wundern, wenn im Urteil zur Leichenablage konkrete Feststellungen getroffen worden wären. Zudem: U.K. soll auch mal gesagt haben, er wisse nicht, wohin sein Vater die Leiche gebracht habe... die Leiche sei in eine Plane gewickelt worden... die Schultasche sei in die grüne Decke gewickelt im Keller aufbewahrt, und das Ganze dann im Müllcontainer entsorgt worden (somit könnte sich die Decke dann gerade nicht bei der Leiche befunden haben)... usw.. Also noch mal - weißt du definitiv, dass die Details, die du genannt hast und die mit der jetzigen Auffindesituation der Leiche zusammenpassen, auch diejenigen sind, die U.K. zuletzt angab, und die im Urteil so festgestellt wurden? Und weißt du definitiv, dass die Details, die ich gerade genannt habe, und die mit der jetzigen Auffindesituation der Leiche nicht zusammenpassen, nicht diejenigen sind, die U.K. zuletzt angab, und nicht im Urteil stehen?

Oder weißt du es eben doch nicht so genau, und gehst du in deiner Argumentation den umgekehrten Weg... schaust du, wie die Auffindesituation ist, und suchst dir dann unter allen in den Medien verbreiteten vermeintlichen Aussagen U.K.s diejenigen heraus, die passen?
von Snoopy
Mo, 31. Okt. 2016, 13:22
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Vor lauter DNA-Panne oder nicht hätte ich fast verpasst, auf ein paar zuvor angesprochene Punkte noch mal einzugehen. Und da ihr ja auch inzwischen wieder bei na wem wohl ;)angelangt seid...

@Habakuk: Da ist noch eine wichtige Frage offen: Worin konkret bestehen die mehreren, relevanten Punkte, die mit den Auffindegegebenheiten der Knochen so überaus gut zusammenpassen, welche U.K. zuletzt und wiederholt vorgetragen haben soll, und die dann auch vom Gericht übernommen worden sein sollen? Soviel ich weiß, hat U.K. nämlich keine der Versionen konstant vorgetragen – insbesondere, was die Umstände der Verbringung der Leiche angeht. Und dementsprechend hat das Gericht 2004 meines Wissens letztendlich einfach angenommen, dass das tote Mädchen vom Vater U.K.s „irgendwie“ weggeschafft wurde, und konnte nähere Feststellungen dazu eben gerade nicht treffen. Aber schließlich stellst du diesbezüglich ja eine anderslautende, uiuiui, Tatsachenbehauptung auf – also wirst du es wohl auch belegen können… :)
Habakuk » 23 Oct 2016, 00:29 hat geschrieben:Hm, interessant, würdest Du das auch so locker sehen, wenn jemand über Dich sagen würde:" der Snoopy hat vermutlich Verbindungen zum pädokriminellen Milieu und hat seine Kinder für Kinderpornos angeboten, aber das ist lediglich meine Meinung"? Fändest Du bestimmt überaus witzig, oder doch nicht?
Ich kann mir die Freude über diese "Meinungsfreiheit" regelrecht vorstellen, wenn so etwas dann auch noch über Internet verbreitet und von wenig kritischen Medien aufgenommen wird. Was für ein Spaß...
Sagt G.R. das genau so über S.K.? Wenn ja, hätte sie wohl umgehend ein Verfahren wegen übler Nachrede am Hals, wenn sie das nicht beweisen könnte. DU hättest so ein Verfahren jedenfalls am Hals, wenn du so etwas über mich sagen würdest… :D! Klar darf man nicht einfach völlig ohne Grundlage etwas Ehrenrühriges über jemand anderen verbreiten. Ich wüsste aber nicht, dass Frau R. das in dieser Form täte.
Außerdem: Ebenso „witzig“ fände ich es sicherlich, wenn mich jemand nach einem klaren und eindeutigen Freispruch immer wieder ganz offen und über das Internet verbreitet der Begehung eines Mordes verdächtigen, und mich mit unbelegten oder auch schlicht unzutreffenden Behauptungen diffamieren würde. Gerade das, was Frau R. und der BI vorgeworfen wird, betreibt die „Anti-G.R.-Front“ nämlich selbst ziemlich fleißig. Wenn man aber angeblich so auf Anstand und Moral bedacht ist – warum hält man sich dann nicht selbst an diese Maßstäbe? Mit gegenseitigen Beschuldigungen erreicht man doch nichts, außer die Gräben immer mehr zu vertiefen.
Habakuk » 23 Oct 2016, 00:41 hat geschrieben:Warum sollen Lemmer und Jung irgendwie glaubhaft sein?
Weil sie als Journalisten bestens über die Rechtslage informiert sein dürften, und ihnen demzufolge sicherlich bewusst ist, dass sie in Teufels Küche kommen könnten, wenn sie über einen der Beteiligten so öffentlich etwas Unwahres behaupten würden…
Habakuk » 23 Oct 2016, 00:41 hat geschrieben:Jung erzählte noch NACH dem Knochenfund, sie habe die Info aus sicherer Quelle, Peggy lebe in der Türkei...
Tolle Journalisten, wirklich...
Danke für dieses Paradebeispiel, wie schnell es zu falschen Tatsachenbehauptungen kommen kann :Y:! Frau Jung hat mitnichten gesagt, diese Info habe sie „aus sicherer Quelle“, im Gegenteil… sie stellte ausdrücklich klar, dass sie die Richtigkeit der Türkei-Info bezweifle. Sie äußerte sich lediglich verwundert darüber, dass im Fall Peggy so lange Ruhe herrschte, und dann plötzlich durch zwei verschiedene, kurz hintereinander folgende Meldungen wieder Bewegung hinein kam; und sie brachte ihre generelle Skepsis gegenüber jeglichen neuen Infos zu diesem Fall zum Ausdruck, da es in der Vergangenheit bereits immer wieder Meldungen gegeben habe, die sich nicht bestätigt hätten.
Dass eine solche Skepsis durchaus nicht unangebracht ist, zeigen die jüngsten Wendungen mehr als nachdrücklich – auch wenn sich die Nachricht, Peggys Knochen seien gefunden worden, letztendlich nicht Falschmeldung herausgestellt hat (obwohl… wer weiß? Erst kürzlich sollen sich ja durch gewisse Ereignisse die Hinweise darauf verdichtet haben, dass DNA-Analysen gar nicht so zuverlässig sind, wie man bisher gedacht hat... ;)).

Hier der entsprechende Auszug aus dem Interview mit Frau Jung:
Frage: Sind die Chancen, den Fall jetzt aufzuklären, mit dem Knochenfund gestiegen?

Antwort: Ich seh‘ das nicht so, ich bin da sehr skeptisch. Also, ich bin auch noch immer nicht ganz überzeugt, dass das die Knochenreste von der kleinen Peggy sind; vor ungefähr vier Tagen wurde mir noch gesagt, dass Peggy wohlauf ist, dass sie in der Türkei leben würde, und dass sie dort auch bleiben wollte, nicht zurück zur Familie kommen würde, und schon das konnte ich nicht glauben – vier Tage später jetzt werden ihre angeblichen Knochen gefunden. Alles sehr verwunderlich, aber so kennt man den Fall, es gab immer wieder überraschende Wendungen, und auch immer wieder so einen Hype: „Wir wissen jetzt, was passiert ist“. Ich bin gespannt, was heute Nachmittag noch raus kommt. […]

Frage: Sie haben gerade gesagt, Sie hätten Informationen bekommen, Peggy lebte in der Türkei. Wie kommt man an solche Informationen – und gibt‘s da mehr davon, wird immer wieder gesagt, dass man Peggy an dem oder jenem Ort gesehen haben könnte?

Antwort: Das gab es schon immer, auch zu Beginn. Peggy wurde ja noch sehr lange gesehen, und ich bin vielen Spuren auch da nachgegangen; die meisten haben sich aufgelöst, die Ermittler haben auch nichts gefunden, auch nicht in der Türkei. Viele Dinge sind da auch sehr dubios gelaufen, ich hab auch Spuren nach Tschechien verfolgt, vieles ist dann im Sande verlaufen, oder auch, es wurde einfach auch nicht mehr weiter ermittelt, und die Verfahren wurden eingestellt. Was ich jetzt gehört habe, das ist halt merkwürdig, weil es ausgerechnet in dieses Timing kommt, ja – also ich habe sehr lange nichts mehr gehört, habe mich um andere Dinge gekümmert und andere Fälle gekümmert; und dass ausgerechnet am Freitag die eine Information kommt, und jetzt die Information über die Knochen, das ist, glaube ich, einfach Zufall.
Quelle: http://www.br.de/radio/bayern2/politik/ ... l-100.html
Marie » 23 Oct 2016, 11:48 hat geschrieben:Sie hat Herrn Kulac als Unschuldslamm hin gestellt und seine Taten verharmlost, zum Teil auch geleugnet. Schon allein das ist eine Unverschämtheit. Aber der Herr war nicht aus Jux und Dollerei im Hupferla...er hat Kinder mißbraucht und das ist eben Fakt.

Hier mal einige von mir zusammengetragene Zitate aus verschieden Zeitungen Frau Rödel betreffend:

http://www.nordbayern.de/nuernberger-na ... -1.3514704 (dieser Link ist leider nicht mehr aktiv)
Aus den Verfahrensakten sei eindeutig ersichtlich, dass in Lichtenberg gar kein Mord stattgefunden habe, betont Gudrun Rödel.

*****

Zitat und der vollständige Bericht ist bei http://www.br.de/nachrichten/oberfranke ... i-100.html vom 20.03.2015 zu lesen:

Die Betreuerin Gudrun Rödel will erreichen, dass Ulvi Kulac auch vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an der vermissten Peggy Knobloch freigesprochen wird. Die Sache müsse geklärt werden, sagte Rödel. "Sonst hängt es ihm ja weiter an."

*****

Zitat und der vollständige Bericht ist bei http://www.br.de/nachrichten/oberfranke ... i-100.html vom 20.03.2015 zu lesen:

Sie könne nicht begreifen, dass von dem 38-Jährigen Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen soll. "Es handelt sich um einen geistig behinderten Menschen. Frau Rödel spricht von "Doktorspielen".

*****

...und so weiter und so weiter (wennst willst, hab ich noch einige Artikel mehr in meinem Fundus Frau Rödel betreffend :wink:

Für Dich mögen das Interpretationen sein, für mich sind sie es nicht. Frau Rödel macht klare Aussagen und stellt diese als Fakt hin. Und ehrlich gesagt geht mir diese Verharmlosung von Herrn Kulac`s Taten echt auf den Senkel.
Dass Frau R. U.K.s sexuelle Missbräuche an Kindern angeblich „verharmlost“ und „leugnet“, wird oft pauschal so behauptet. Konkrete, überzeugende Belege dafür fehlen mir aber bisher. Auch deine Beispiele sagen das für mich nicht aus.

Ich finde, um G.R.s Äußerungen richtig einordnen zu können, muss man auch beachten, wie sich das Ganze entwickelt hat. U.K. war im Zusammenhang mit dem Mordprozess 2004 äußerst negativ dargestellt worden… in den Augen der Öffentlichkeit war er damals der „Killer“ und „Kinderschänder“, der lebenslänglich weggesperrt gehört. Punkt. Erst dann kam G.R. ins Spiel! Dass sie mit dem Bild, das bis dahin von U.K. gezeichnet worden war, in weiten Teilen nicht einverstanden war und es korrigieren wollte, finde ich prinzipiell sehr verständlich. Sie wollte klarstellen, dass es sich bei den Taten von U.K. um vergleichsweise leichte Fälle von Missbrauch gehandelt hatte, und er die Kinder nicht etwa bedroht, misshandelt, ihnen absichtlich Gewalt angetan, sie verängstigt, ihnen Schmerzen zugefügt hatte oder Ähnliches; und dass es zudem keine Taten waren, die den mittels krimineller Energie vorsätzlich umgesetzten Missbrauchshandlungen geistig normal entwickelter Menschen gleichgesetzt werden können. Und unter dem Begriff „Doktorspiele“ kann man sich eben als Laie leichter etwas vorstellen als unter dem Ausdruck „psychosexuelle Retardierung“, also… in diesem Zusammenhang jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und G.R. deswegen gleich in der Luft zu zerreißen, finde ich wirklich übertrieben.

Noch unverständlicher ist mir, wie man G.R. allen Ernstes vorwerfen kann, dass sie die Urteilsfeststellungen von 2004 – die sich hinsichtlich des Schuldspruches wegen Mordes immerhin schon als nicht haltbar erwiesen haben – auch bezüglich des sexuellen Missbrauchs an Peggy für unzutreffend hält. Für dieses Geschehen gibt es keinen Beleg, keinen Sachbeweis, nichts… nur U.K.s widersprüchliches und mittlerweile widerrufenes Geständnis. Und im Urteil von 2014 wurde zudem die mangelnde Verlässlichkeit seiner Aussagen ausdrücklich betont und unmissverständlich festgestellt. Diese Tat anzuzweifeln, ist aus meiner Sicht also absolut berechtigt. Das hat doch mit „Verleugnung“ nichts zu tun…?!
von Snoopy
Fr, 28. Okt. 2016, 23:47
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

Salva » 28 Oct 2016, 22:25 hat geschrieben:Und: warum lassen sich die Ermittler dazu nicht aus? Ich glaube, weil dieser Stoffrest nicht auf Ulvi K. oder dessen Vater hindeutet.
Das nehme ich auch stark an.
Salva » 28 Oct 2016, 22:25 hat geschrieben:Oder am besten erst einmal den Mund gehalten und weiter ermittelt. So macht sich diese Soko ebenso lächerlich und unglaubwürdig wie die beiden vorherigen es getan haben und das ist überhaupt nicht förderlich.
Naja, mit dem Mund-halten ist das so eine Sache... das ist ja überhaupt der nächste Skandal, dass mit schöner Regelmäßigkeit brisante Ermittlungsergebnisse an die Medien gelangen, bevor man offiziell auch nur "piep" sagen kann. Mir scheint wirklich, die müssen da mal GRÜNDLICH aufräumen in ihrem Laden...

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