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von Salva
Sa, 17. Aug. 2019, 18:28
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

@Dirty Harry
Kann man Ulvi K. als Täter ausschließen? Nein. Andere aber auch nicht. Lügner, was den Tatzeitraum betrifft, gab es einige.
K. war natürlich ein bequemer Tatverdächtiger: geistig unterbemittelt, leicht zu beeinflussen und Kinder hatte er auch missbraucht. Was den Mord an Peggy betrifft, da sollte man allerdings nie aus den Augen verlieren, dass es damals weder eine Leiche, auch keinen Tatort und daraus resultierend auch keine Tatort- und sonstige spuren wie DNS, Fuß- und/oder Fingerabdrücke oder Faserspuren etc. gab. Und erst recht keine Zeugen, die einen Mord beobachtet hatten. Und die Indizien? Die basierten einzig und alleine auf K.'s Aussagen oder bestenfalls auf Sichtungen, die wiederum durch andere Sichtungen in Zweifel gezogen werden konnten. Wem das für eine Verurteilung reicht, der muss ein seltsames Rechtsverständnis haben. Um nicht zu sagen: gefährlich.
von Salva
Fr, 16. Aug. 2019, 09:49
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Dirty Harry hat geschrieben:
Do, 15. Aug. 2019, 23:27
Es hieß - Verhältnis mit Peggys Mutter - Peggy konfrontierte die Person damit - die Person soll behauptet haben das Peggy daraufhin so richtig eine um die Ohren bekommen hat , passt doch dazu das Peggy einen Zahn verloren hat sowie einen Haarris am Schädel.
Wie kannst du diese Theorie mit der bekannten Timeline (Sichtungen, Aussagen des Ulvi K. sowie der Zeugen und nicht zuletzt das Geständnis des Manuel S.) der Ereignisse an jenem Montag, dem 7. Mai 2001, in Einklang bringen? Gar nicht. Und das ist der Kern des Problems in diesem Fall, weil:
Im Zuge der Ermittlungen der SOKO II, nach der Intervention des damaligen bayerischer Staatsminister des Innern G. Beckstein, hat sich ein Tatablauf durchgesetzt, der, zumindestens offiziell, praktisch keine anderen Hypothesen mehr zulässt. Auch keinen anderen Täter als Ulvi Kulac. Alles was nicht dazu passt, ist entweder falsch gesehen, falsch interpretiert, falsch ausgesagt oder falsch verdächtigt worden. Oder wurde erst gar nicht erwähnt bzw. veröffentlicht. Das zeigt sich sowohl bei der aktuellen SOKO als auch in den Diskussionen zum Fall in anderen Foren etc. Beispiel:
Noch im Mai dieses Jahres brachte Manuel S.'s Verteidiger einen weiteren "alten Bekannten" ins Spiel: Holger E. Und dass das so ist, hat durchaus seine Gründe:

Bild nicht mehr vorhandenFall Peggy bei tvo - Anwalt von Manuel S. bringt weitere Person ins Spiel


Es ist klar, dass sich der Anwalt solche Details nicht einfach aus den Fingern saugt. Oder? Macht ja auch keinen Sinn. Und somit ist auch klar, welche Fehler von den SOKO's I und vor allem der II begangen wurden. Peggy lebte in einem von Kinderschändern verseuchtem Umfeld und ich persönlich schließe dabei auch nicht ihre Mutter aus. Aber sag' das mal anderswo 🙈 Fakt ist jedenfalls, dass nichts zugelassen wird, was am Ende nicht zu Ulvi K. als Peggys Mörder führt und/oder gegen die Theorien der Ermittler und der Staatsanwaltschaft spricht. Wenn sich das nicht ändert, bleibt der Fall ungelöst und Ulvi K. für immer ein Kindermörder. Trotz seines Freispruches.
von Salva
Do, 9. Mai. 2019, 22:19
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

@Dirty Harry
Das Problem ist in meinen Augen, dass die Öffentlichkeit praktisch immer nur die Sichtweisen der Ermittler und Staatsanwaltschaften erfährt und die hören sich immer so schrecklich plausibel an. Und weil die nun mal die Guten sind, muss ja stimmen, was die uns erzählen. Lässt mal die Gegenseite etwas durchsickern, was dann ein anderes Bild ergibt, ist für die meisten Interessierten logisch, dass ein Verteidiger nun mal den Job hat, das Beste für seinen Mandanten herauszuschlagen. Auf die Idee, dass die Guten auch mal irren - bewusst oder nicht - kommen die Wenigsten.. So entstehen vorgefertigte Meinungen, gegen die kaum zu argumentieren ist.
Im Fall Peggy ermittelt inzwischen die 3. Soko und die hat offensichtlich mit den Fehlern der Vorgänger zu kämpfen. Zur zweifelsfreien Klärung des Falles trägt das sicherlich nicht bei und sollte es eines Tages doch noch zu einer Verurteilungen kommen, wird immer ein fader Beigeschmack zurückbleiben. Egal, welche Version der damaligen Ereignisse vom Gericht geglaubt wird :hm:
von Salva
Do, 9. Mai. 2019, 17:41
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Dirty Harry hat geschrieben:
Di, 7. Mai. 2019, 21:12
Und das Schreckliche Pokern um den Peggy Mörder geht weiter .
Mal sehen, was aus diesem Holger E. wird. Der wurde seinerzeit ja ebenfalls "überprüft" und für nicht tatverdächtig gehalten, weil er ein Alibi gehabt haben soll :thinking:
von Salva
Di, 7. Mai. 2019, 18:06
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Mo, 6. Mai 2019 | Simone S.: "Mein Mann ist unschuldig".

Die Ehefrau des Tatverdächtigen Manuel S. aus Markleuthen äußert sich zum ersten Mal öffentlich zu den Vorwürfen.
Im Polizeiverhör gestand Manuel S., dass er Peggys Leiche in seinem Auto in den Wald gefahren hätte. Mit ihrem Tod habe er aber nichts zu tun. Später wiederrief er das Geständnis. "Ich wusste, dass da nichts dran sein kann", erzählt Simone S. "Mein Mann hat mir wirklich immer alles erzählt." Das Geständnis habe ihr Mann nur abgelegt, weil er von den Ermittlern dazu gedrängt worden sei.

Sind die Vorwürfe der Ehefrau Schutzbehauptungen?

Und Simone S. erhebt noch weitere Vorwürfe gegen die Ermittler. Sie glaubt, dass die Polizei ihren Mann in den Selbstmord treiben wollte. Darum sei das Ermittlungsverfahren so öffentlich. "Selbstmord ist ein Schuldeingeständnis", meint Simone S. "Das wäre die einfachste Alternative." Nach der Vernehmung habe ein Polizist ihren Mann mit den Worten verabschiedet: "Herr S., Sie fahren jetzt aber nicht nach Hause und bringen sich um."

Das Verhör fand am 12. September 2018 statt. Verhaftet wurde Manuel S. dann aber erst am 10. Dezember 2018 – für die 34-Jährige alles Hinweise darauf, dass die Ermittler hofften, dass Manuel S. sich in der Zeit etwas antun könnte.

Was an den Vorwürfen wirklich dran ist, lässt sich schwer sagen. Psychologe und Verhaltenstherapeut Dr. Christian Lüdke glaubt, dass die Vorwürfe auch eine Art Schutzmechanismus für die Ehefrau sein könnten. "Alles das tut sie nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Würde sie das Ganze reflektieren, würde sie in ihrem tiefsten Inneren spüren, dass möglicherweise doch ein Fünkchen Wahrheit daran ist und das würde sie und ihr ganzes Leben massiv erschüttern", meint der Therapeut.
Quelle: RTL.de



Di, 07.05.2019 | Ermittlungen gegen früheren Verdächtigen gefordert

Der Anwalt des im Fall Peggy momentan Verdächtigen Manuel S. fordert erneute Ermittlungen gegen den früheren Verdächtigen Holger E., einen Bekannten der Familie. Dessen Alibi sei zum Zeitpunkt von Peggys Verschwinden sehr brüchig, so der Anwalt.
Anwalt fordert Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen Holger E.

Das hat der Hofer Anwalt Jörg Meringer beantragt, der den Tatverdächtigten Manuel S. vertritt. In seinem Antrag an die Staatsanwaltschaft Bayreuth fordert der Verteidiger, dass geprüft wird, ob die markanten Pollenspuren sowie Reste einer Silage-Folie, die im Sommer 2016 an Peggys Leiche gefunden wurden, von einem Bauernhof bei Halle stammen.

Auffällige Vergangenheit des Verdächtigen Holger E.

Dort lebte 2001 zeitweise der frühere Verdächtigte Holger E. bei seinen Großeltern. Er kam damals öfter nach Lichtenberg, weil Verwandte von ihm Nachbarn der Familie Knobloch waren. Auffallend war, dass der damals 17-Jährige in seinem Zimmer nicht nur zahlreiche Fotos von Peggy hatte, sondern auch eine Kette mit einem Bild des kleinen Mädchens um den Hals trug.

Holger E. wurde inzwischen wegen anderer Fälle mehrfach verurteilt: Er hatte seine eigene zweijährige Tochter sexuell missbraucht – und bereits Anfang 2001 auch ein Nachbars-Mädchen von Peggy in Lichtenberg. Es wurde gegen ihn auch mehrfach im Fall Peggy ermittelt – doch bislang konnte ihm eine Beteiligung an ihrem Tod nicht nachgewiesen werden.
Staatsanwaltschaft prüft Antrag zur Wiederaufnahme der Ermittlungen

Jörg Meringer, der Anwalt des aktuell einzigen Verdächtigen Manuel S., hält das Alibi von Holger E. zum Zeitpunkt von Peggys Verschwinden für sehr brüchig sei. Das sagte Meringer gegenüber dem BR. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth werde den Antrag des Verteidigers prüfen, erklärte heute der Pressesprecher Jochen Götz auf BR-Anfrage. Ob neue Ermittlungen gegen Holger E. eingeleitet werden, steht noch nicht fest.

Manuel S. nach wie vor verdächtig

Der Sprecher der Bayreuther Ermittler erklärte, dass Manuel S. momentan der einzige Verdächtige sei. Der 41-jährige Mann aus dem Landkreis Wunsiedel, der vor 18 Jahren in Lichtenberg lebte, hatte 2018 zugegeben, dass er am Verschwinden von Peggy beteiligt gewesen sei – inzwischen aber dieses Geständnis widerrufen. Seinen Vorwurf, er sei von den Ermittlern bei der Aussage unter Druck gesetzt worden, hat das Landgericht Bayreuth nicht bestätigt.
Quelle: BR24
von Salva
Mo, 6. Mai. 2019, 17:52
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Dirty Harry hat geschrieben:
Mo, 6. Mai. 2019, 12:47
Beim mich wieder einlesen in Peggys Fall beobachte ich zunehmend das sich User mehr und mehr auf die Schiene UK und MS
waren es versteifen.
Ulvi K. war in manchen Foren und Plattformen nie raus aus der Nummer. Trotz des Freispruches im WAV wird er nach wie vor ganz offen und ungeniert als "Mörder" und Peggy's "Schänder" dahingestellt. Dass sich eine Bürgerinitiative um ihn kümmert, ist Mancheinem ebenfalls ein Dorn im Auge und wie die in den Postings wegkommt, kann man ja nachlesen.
Dass es damals keinerlei Beweise für Ulvi K's Schuld gab, juckt also keine Sau. Nach wie vor nicht. Auch nicht, dass es zum Zeitpunkt seiner Verurteilung noch nicht einmal eine Leiche gab. Paradox, meine ich, jemanden in dieser Situation wegen Mordes zur Vertuschung einer Straftat (Missbrauch) zu verdonnern. "In dubio pro reo" geht anders.
von Salva
Do, 2. Mai. 2019, 23:12
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Dirty Harry hat geschrieben:
Di, 23. Apr. 2019, 16:40
Was genau ablief weiß man ja immer noch nicht den sein zurückgezogenes Geständnis muss ja wohl erst mal als null und nichtig betrachtet werden.
Das ist in juristischer Hinsicht sicherlich richtig, dennoch stellt sich doch die Frage, warum Manuel S. - bzw. dessen Umfeld - schon nach Peggys Verschwinden fallbezogene Aussagen tätigte/n, ein falsches Alibi abgab und jetzt die Übernahme und Verbringung der Leiche gestand.

Dirty Harry hat geschrieben:
Di, 23. Apr. 2019, 16:40
Was noch mit den Farbpartikelchen ist die man irgendwie bei Peggy fand ?
Am Fundort von Peggys sterblichen Überresten wurden Mikropartikel gefunden, die den Farbresten glichen, wie sie in Manuel S' Renovierungsmüll gefunden wurden.

Dirty Harry hat geschrieben:
Di, 23. Apr. 2019, 16:40
Schwierig mit den Pollen , ich bin da ja etwas vorsichtig den von dem speziellen Torf werden damals in Bayern , vielleicht ganz Deutschland bestimmt Tonnen an Mengen verkauft worden sein , es sei denn es ist Lokal abgebauter und verkaufter Torf , wie dem auch sei , ich vermute mal das nicht nur Manuel diesen Torf benutzte.
Auch richtig. Dennoch werden die Ermittler weitere Indizien mit einbeziehen (Farbpartikel, frühere Aussagen, falsches Alibi und dergleichen), sodass das Indiz "Torfpartikel" durchaus Sinn macht und für eine (Mit)täterschaft sprechen könnte.

Dirty Harry hat geschrieben:
Mi, 1. Mai. 2019, 17:15
Sollte es so sein ist die Frage ob sich Sexuell gestörte aus dem Ort zusammenfanden oder ob das viel tiefer geht , also das etwas Organisiertes da hinter steckt , für mich besteht diese Möglichkeit immer noch .
Die einfachste und plausibelste Theorie für nicht wenige (gerade für die BI-Basher & Co.):
Ein geistig behinderter Kinderschänder hat Peggy zunächst missbraucht und dann ermordet. Punkt. Alles andere sind Verschwörungstheorien, abstruse Gedankengänge, haltlose Behördenkritik und was weiß ich noch alles. Es gibt Plattformen, da wird jede kritische Diskussion in diese Richtung direkt im Keim erstickt und Autoren sanktioniert.

Dirty Harry hat geschrieben:
Do, 2. Mai. 2019, 15:55
Das vorspielen des Alten Tonbandes auf dem ein heimlich von den Ermittlern aufgenommenes Gespräch zwischen UK und seinem Vater zu hören ist kommt mir komisch vor , das stammt aus der Ermittlungszeit vor dem Mordurteil .
Trotz Googeln fand ich keine Antwort ob ohne Neue Ermittlungen so etwas überhaupt rechtens ist , oder wird ohne Information der Öffentlichkeit wieder gegen UK ermittelt ?
Der Zweck heiligt inzwischen die Mittel und wenn es sein muss, wird "von oben" gedeckt, indem Rechtfertigungen konstruiert und der Öffentlichkeit verkauft werden. So läuft's doch. Ein simples Beispiel an dieser Stelle: 2017 waren von über 9.000 Abhörmaßnahmen durch die Polizei weit mehr als 6.000 unzulässig, weil ohne richterliche Anordung. Hier geht es um ein mutmaßlich missbrauchtes Kind, das am Ende auch noch ermordet wurde. Wer würde da nicht auch auch unerlaubte Mittel/ Ermittlungen heiligen? Und die, die das nicht tun...

Dirty Harry hat geschrieben:
Do, 2. Mai. 2019, 16:33
Ich weiß es natürlich nicht ob die Ermittler hier vollkommen nach Gesetz arbeiten oder auch tricksen , das Gefühl sie tricksen habe ich hier besonders , wie gesagt nur das Gefühl .
Die allseits gepriesene Unschuldsvermutung wird gerade während den Ermittlungen zu einem Fall ausgehebelt. Für jeden beteiligten Ermittler ist demnach grundsätzlich jeder solange verdächtig, bis seine Schuld anhand von Alibis, Zeugenaussagen usw. weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Kann ein Tatverdächtiger das nicht, hat er ein echtes Problem. Erst recht, wenn kein weiterer Tatverdächtiger gefunden werden kann. Nicht umsonst entstehen Fehlurteile nicht im Gerichtssaal, sondern bereits an der Basis, sprich: bei den Ermittlungen. Und genau das ist auch im Fall Peggy geschehen. Polizei und Justiz haben Fehler gemacht. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Ob's den Systemhörigen passt oder nicht, der Fall stinkt und zwar bis heute. Jedenfalls für mich.
von Salva
Fr, 19. Apr. 2019, 17:46
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Hi @Snoopy, wie geht's denn so? ;)

Diverse Medien berichteten im Dezember 2018 über die mikroskopisch kleinen Pollen, die dem Torf aus Manuel Sch.'s Garten gleichen sollen. Gefunden wurden die im Bereich der Nase von Peggy's Leiche. Ob die Pollen eingeatmet wurden, weiß ich nicht. Gehen wir einmal davon aus, dass dem so war: wie wahrscheinlich ist es, dass sich nach all' den Jahren und vor allem nach dem Verwesungsprozess bis hin zur Skelettierung noch Pollenpartikel im Nasenbereich finden lassen? Zur Veranschaulichung ein Totenschädel:

Bild
Foto: Alois_Wonaschuetz/pixabay

Wo könnten sich die Pollen befunden haben? Wie gesagt, NACH dem Verwesungsprozess? Eine Nase gibt es ja nicht mehr.

Oder ist es wahrscheinlicher, dass Peggy zunächst woanders vergraben und später zum Auffindeort verbracht wurde, als sie bereits stark verwest oder sogar skelettiert war? Dann stellt sich aber die Frage, ob nicht noch mehr Pollen gefunden hätten werden müssen. So oder so, der Fall bleibt weiterhin offen.

Von einem Zeugen "F." weiß ich nichts. Hat aber nichts zu bedeuten und bei Allmy lese ich nicht mehr mit. Sollte er tatsächlich über derartige Informationen verfügen, warum sagte er nicht schon viel früher aus? Etwa im Ulvi Kulac-Prozess oder sonst wann? Möglich ist alles und es gibt immer wieder Gründe, warum Zeugen erst nach vielen Jahren aussagen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass im Kreise des Manuel Sch. schon damals mit Peggy's Tod getrommelt wurde, wundere ich mich schon, dass dieser F. erst jetzt auf den Schirm kommt. Mal schauen, was da noch kommt.
von Salva
Do, 21. Mär. 2019, 18:17
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

UmbraFabula hat geschrieben:
Do, 7. Mär. 2019, 00:42
► Zu Ulvi K Er ist jetzt zwar freigesprochen, aber ob er wirklich unschuldig, bzw. nicht beteiligt war, sehe ich eher kritisch. Der von ihm eingeräumte Missbrauch am 3.05.2001 ist nicht wiederlegt und wurde einfach fallen gelassen.
Einzig sein Geständnis und der zeitliche Ablauf am Tattag konnte wiederlegt werden.
Definitiv falsch. Warum wurde K. wegen des mutmaßlichen Mordes an Peggy angeklagt und verurteilt?
Darüber hinaus: In der deutschen Rechtsprechung gilt: In dubio pro reo. Ulvi K. konnten weder der Missbrauch, noch der Mord an Peggy nachgewiesen werden. Letzteres schon deshalb nicht, weil es seiner Zeit noch nicht einmal eine Leiche gab. Insofern war das Urteil falsch, der spätere Freispruch folgerichtig und mehr als überfällig. Kurzum: ein Justizirrtum, um nicht zu sagen Justizskandal.

UmbraFabula hat geschrieben:
Do, 7. Mär. 2019, 00:42
Hier möchte ich aber noch etwas anmerken, was zwar nicht direkt mit dem Mord an Peggy in Verbindung steht, aber dennoch eine Straftat darstellt. Der Exhibitionismus von Ulvi K,- es war Stadtbekannt das er sich öfter gegenüber Kinder entblößte und sich dann sexuell stimmulierte. Das ist in meinen Augen und im deutschen Gesetzbuch eine Strafttat, die es zu Ahnden gilt. Hier klage ich auch seine Betreuerin Gudrun R., die Eltern von Urvi und die örtliche Polizei an. Ich denke diese Exhibition darf nicht nicht durch einen "Behindertenbonus" kleingeredet oder gar verschwiegen werden. Wir müssen unsere Kinder, unsere Gesellschaft vor solchen Tätern schützen,- und das ohne wenn und aber.
Warum wurde Ulvi K. in die Forensische eingewiesen?

Und zu den "Exhibitionistischen Handlungen" empfehle ich dir die Lektüre des § 183 StGB (Strafgesetzbuch).

UmbraFabula hat geschrieben:
Do, 7. Mär. 2019, 00:42
Hier klage ich auch seine Betreuerin Gudrun R., die Eltern von Urvi und die örtliche Polizei an. Ich denke diese Exhibition darf nicht nicht durch einen "Behindertenbonus" kleingeredet oder gar verschwiegen werden. Wir müssen unsere Kinder, unsere Gesellschaft vor solchen Tätern schützen,- und das ohne wenn und aber.
Du glänzt in diesem Abschnitt mit Populismus und Halbwissen. Es wurde im Fall Peggy weder etwas "kleingeredet" oder gar "verschwiegen", was diese Missbräuche betrifft. Und grundsätzlich ist es so, dass sexueller Missbrauch straftbar ist. Ob es am Ende Bewährung oder Knast gibt oder der Täter in die Psychiatrie geschickt wird, ist Fall- und Täterspezifisch.
von Salva
Fr, 15. Feb. 2019, 18:15
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Derweil spricht Susanne Knobloch bei Bild+ über ihre Verzweiflung. Der Titel:

Bewegender Appell von Peggys Mutter an Justiz, Polizei und Tatverdächtige

"Sagt mir endlich die Wahrheit!"

Neuer Haftbefehl gegen Bestatter Manuel S. abgelehnt ++ Sterbliche Überreste immer noch nicht freigegeben +++

15.02.2019 - 13:22 Uhr | Erstmals seit dem Fund der Leiche ihrer Tochter spricht Peggy Knoblochs Mutter Susanne in BILD über ihre Verzweiflung.
Besonders schlimm für sie: Die sterblichen Überreste ihrer Tochter liegen bis heute unter Verschluß in der Rechtsmedizin...
"Sagt mir endlich die Wahrheit!"
Sehe ich auch so und erweitere den Kreis aus "Justiz, Polizei und Tatverdächtige"...
von Salva
Fr, 15. Feb. 2019, 18:08
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Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Und weiter geht's im "Lichtenberg-Drama":

Verdächtiger bleibt auf freiem Fuß

Das Landgericht Bayreuth weist eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft zurück. Gleichzeitig nimmt es die Ermittler und ihre Methoden in Schutz.

Von Alexander Wunner am 13. Februar 2019:
Als die Polizei im Dezember 2018 in Marktleuthen einen Mann festnimmt, nährt dies die Hoffnung auf eine Wende im Fall Peggy. 17 Jahre nach dem Verschwinden des damals neun Jahre alten Mädchens aus Lichtenberg schien eine Aufklärung plötzlich zum Greifen nahe. Die Ermittler teilen mit, dass man Manuel S. dringend verdächtige, als „Täter oder Mittäter“ an Peggys Tötung beteiligt gewesen zu sein. Jetzt, zwei Monate später, hat das Landgericht Bayreuth diese Einschätzung kassiert. Es bestehe „derzeit kein dringender Tatverdacht wegen Mordes“, gab am Mittwoch ein Justizsprecher bekannt.
Das Landgericht stützt damit die Entscheidung jenes Amtsrichters, der an Heiligabend einen Haftbefehl gegen Manuel S. wegen Mordes verworfen und den 41-Jährigen auf freien Fuß gesetzt hatte. Gegen diese Entscheidung hatte die Staatsanwaltschaft anschließend Beschwerde eingelegt. Die wurde nun verworfen.
Eine Art „Freispruch erster Klasse“ bedeutet die Entscheidung für Manuel S. allerdings nicht. Das Landgericht attestiert einen „dringenden Tatverdacht“ in Hinblick auf die Beseitigung von Peggys Leiche. Diese These würde nicht nur durch die Ermittlungen untermauert, sondern auch durch das Teilgeständnis, das der 41-Jährige zunächst abgelegt und später widerrufen hatte. „Dieses Teilgeständnis kann gegen den Beschuldigten verwendet werden“, entschied die Kammer.

Für die ermittelnden Polizeibeamten hält die Mitteilung der 3. Strafkammer des Landgerichts unterdessen einen Teilerfolg bereit. Die Richter kamen nach Auswertung des Videomaterials zu dem Schluss, dass die Vernehmung von Manuel S. im September korrekt verlaufen war. „Es gibt keine Anhaltspunkte, dass die Beamten unzulässigen Druck ausgeübt haben“, heißt es. Zudem hätten die Polizisten dem Beschuldigten sehr wohl deutlich gemacht, dass gegen ihn wegen Mordverdachts ermittelt wird. Und: Das Recht, einen Verteidiger hinzuzuziehen, sei ihm während der Vernehmung zu keiner Zeit verwehrt worden. All das hatte Manuel S. anders dargestellt.

Sein Anwalt begrüßte am Abend die Entscheidung des Landgerichts. „Das Wichtigste ist, dass der Haftbefehl wegen Mordes aufgehoben bleibt“, erklärte Jörg Meringer aus Hof im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Vorwürfe in Hinblick auf die umstrittenen Vernehmungsmethoden hält er derweil aufrecht: „Es liegt auf der Hand, dass die Vernehmung nicht korrekt abgelaufen ist.“ Sollte es – was derzeit völlig offen erscheint – zu einer Anklage gegen seinen Mandanten kommen, will Meringer in dieser Sache einen Sachverständigen einschalten. Vorerst werde man abwarten, ob die Staatsanwaltschaft mit ihrer Beschwerde gegen die Aufhebung des Haftbefehls vor das Oberlandesgericht zieht. Die Frist dafür läuft in einer Woche ab.
QuelleFrankenpost
von Salva
Fr, 4. Jan. 2019, 10:35
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Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Viele offene Fragen: Wie wird es 2019 weitergehen?

Auszug einer Zusammenfassung des Falles Peggy Knobloch am 2. Januar 2019 bei T-Online von Dietmar Seher:
Wird die Spur zum Bestatter Manuel S. noch einmal heiß? Muss die 30 Köpfe starke Ermittlertruppe die Ergebnisse der Verhöre der ersten Soko Peggy neu aufarbeiten? Wird der "Nahbereich" wieder wichtig, die enge Umgebung der Verwandten, Freunde, Nachbarn? Welche Rolle spielen Peggys Mutter, die kurz nach dem Verschwinden einen verlängerten Kinderausweis für ihre Tochter abholte, und der Stiefvater Erhan Ü.? Oder hat doch eine Kinderschänder-Mafia Peggy im roten Mercedes entführt, ins Milieu verschleppt und später getötet?

Die Kritik wächst:
"Hilferuf" heißt die Veröffentlichung einer Bürgerinitiative aus Lichtenberg. Sie hat sich nach dem Mordfall gebildet. Auch ein früherer Bürgermeister hat unterschrieben. Die Initiative wirft der Polizei vor, Zeugenaussagen aus den Tagen nach der Tat ignoriert oder sogar aus den Akten entfernt zu haben. Sie belegt das mit einer ganzen Liste. Ein zweiter Vorwurf, der des Strafrechtlers Euler: Nach der Konzentration der Ermittlungen auf Ulvi Kulac im Jahr 2002 seien andere Verdachtsmomente nicht weiter ermittelt worden.

Solche Debatten vor Ort beunruhigen inzwischen Bayerns Landespolitik. Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt: "Der Fall hat Lichtenberg nahezu paralysiert. Nachbarn haben sich gegenseitig nicht mehr getraut". Auch die regierende CSU schloss sich der Forderung nach Klartext an. Jetzt muss die Staatsregierung "zu gegebener Zeit" dem Landtag zu Ermittlungsstand und Fahndungspannen einen Report vorlegen.

Der "Brandbrief" vom 20. April 2017 wurde nich von allen Empfängern veröffentlicht:
Lichtenberger Brandbrief
von Salva
Mo, 24. Dez. 2018, 19:54
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Mo, 24. Dezember 2018: Der 41 Jahre alte Tatverdächtige Manuel Sch. ist aus der U-Haft entlassen worden. Dem Amtsgericht Bayreuth reichten die Ermittlungsergebnisse nicht, um ihn weiter in Haft zu halten.
Gericht verneint dringenden Tatverdacht - Staatsanwaltschaft will Beschluss prüfen

Wie es in der Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei weiter heißt, verneinte das Gericht einen dringenden Tatverdacht, da das widerrufene Teilgeständnis nicht mehr gegen den Beschuldigten verwendet werden könne und das Spurenbild am Ablageort von Peggys Leiche "nicht ein (...) Tötungsdelikt begründe". Die Staatsanwaltschaft kündigte an, den Beschluss des Gerichts zu überprüfen und danach zu entscheiden, ob eine Beschwerde dagegen eingelegt werden soll.
Quelle: Stern
von Salva
Fr, 14. Dez. 2018, 03:02
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

loraflora hat geschrieben:
Do, 13. Dez. 2018, 23:26
zitiert:
"... es sei in alle Richtungen ermittelt worden, das stimmt einfach nicht."
Natürlich wurde in alle Richtungen ermittelt! Die Frage ist nur: wie weit in welche Richtung?
Die SOKO II ging bis Ulvi Kulac und blieb dann stehen und zwar auf Drängen um nicht zu sagen Weisung des damaligen bayerischen Innenministers Günther Beckstein.
Die aktuelle SOKO hat sich auf Manuel Sch. eingeschossen, der damals ja auch "überprüft" wurde. Seinerzeit ohne konkreten Tatverdacht, wird er heute zuerst (und laut eigener Aussage) als angeblicher Verbringer von Peggy's Leiche und jetzt als mutmaßlicher Mörder des Mädchens gehandelt. Was während der Ermittlungen an Aussagen oder Hinweisen direkt oder indirekt an die SOKO II getragen wurde, z.B. die von dem Zeugen bzgl. des Trio's und der Mitnahme einer Person aus deren Kreis in seinem Auto, hatte die Damen und Herren der SOKO II offenbar wenig bis gar nicht interessiert. Gab es doch die Aussage von Manuel Sch.'s Mutter gegen Ulvi K., die den Beamten natürlich wesentlich besser in den Kram passte und das obwohl bekannt war, in welchem Verhältnis die beiden zueinander standen (Manuel konnte Ulvi nicht leiden). Zudem hätten die Ermittler in Erwägung ziehen müssen, dass die Aussage von M. Sch.'s Mutter womöglich eine Schutzbehauptung zugunsten ihres Sohnes war und nicht zuletzt aus Rache für Ulvi K.'s belastende Aussage gegen Manuel so zu Protokoll gegeben worden sein konnte.
Was immer damals geschah, das Ende der Fahnenstange ist noch längst nicht erreicht.
von Salva
Mi, 5. Dez. 2018, 23:06
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

loraflora hat geschrieben:
Mi, 5. Dez. 2018, 07:59
Daß derart kritische Meinungen - gleichgültig ob man diese nun teilen oder ablehnen mag - noch öffentlich geäußert werden können, überrascht mich am meisten, denn jegliche Kritik an den Herrschenden und ihren ausführenden Organen fiel längst deren universeller Deutungshoheit zum Opfer und gilt als eine Art »Meinungsverbrechen« wie wir es von George Orwell kennen.
Wieso nicht? Die nimmt doch eh niemand ernst. Vor allem jene Menschen nicht, die nach wie vor an Ulvi K.'s Schuld glauben.
Eine Tatsache können aber selbst die Linientreusten nicht abstreiten: hätte die SOKO II den Manuel Sch. wirklich überprüft, wäre sein Alibi bzw. Timeline schon damals geplatzt. Und zur Rödel'schen BI: so ganz einig sind sich die Damen und Herren dort offensichtlich auch nicht (gewesen). Einerseits der Manuel Sch.- Verdacht, andererseits die Türkei- Theorie. Allerdings kennen wir deren Timeline der Ereignisse nicht. Klar... würden die alles einigermaßen glaubhaft erzählen wollen, ginge das wohl kaum unter Nennung von Namen und dann würde es Klagen hageln. Eine Tatsache, die sich natürlich die Ulvi- Gegner zu Nutze machen.
von Salva
So, 4. Nov. 2018, 18:50
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

schimmel-reiter hat geschrieben:
So, 4. Nov. 2018, 18:44
Einspruch: Die Infos sind keine BI Infos, es sind Ermittlungsergebnisse vor der BI Zeit.
Zwar nicht ausschließlich, aber größtenteils ja.
schimmel-reiter hat geschrieben:
So, 4. Nov. 2018, 18:44
Die durch die BI, nur zusammen gefasst, nach vorn gebracht wurden.
Darum geht's: zusammengefasst und nach vorne gebracht durch die BI und da die Behörden nun mal nicht darüber sprechen, bleibt eben nur noch die Rödelsche Initiative.
von Salva
So, 4. Nov. 2018, 18:03
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Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Snoopy hat geschrieben:
So, 4. Nov. 2018, 10:15
Na siehst du, dann kennst du mehr als ich :)! Mir persönlich ist nicht mehr darüber bekannt als das, was auch über die Medien zugänglich ist. Aber das reicht eigentlich auch schon, um einen komplett zu verwirren. Ich weiß halt nicht so recht, was ich von diesen ganzen Spekulationen halten soll. Einerseits neige ich eher dazu, "abseitige" Theorien eben auch für sehr unwahrscheinlich zu halten. Und andererseits könnte natürlich auch mal an einem recht phantastisch anmutenden Verdacht etwas dran sein. Schwierig...
Was ist z.B. an der Theorie so abseitig, unwahrscheinlich oder phantastisch, dass Peggy von einem oder mehreren Personen aus dem nachweislich pädophilen Umfeld der Mutter immer wieder missbraucht und am Ende sogar ermordet wurde? Oder: Warum ist die Ulvi K.- Theorie der Polizei und Justiz glaubhafter? Weil das nun mal die offizielle Darstellung der damaligen Ereignisse war? Trotz aller Ungereimtheiten, mangelnder Spuren und Beweise?
Snoopy hat geschrieben:
So, 4. Nov. 2018, 10:15
Weil die eben, soweit ich mich erinnere, zeitlich gut passt, zu den anderen Zeugenaussagen passt, die Zeugin sich sehr sicher darüber ist, sie schlüssige Angaben dazu gemacht hat etc..

Ich glaube auch, es gibt eigentlich niemanden, der diese Sichtung ernsthaft bezweifelt, oder?
Sorry, die Frage hätte lauten sollen:
Warum sollte die Sichtung um 13:24 die letzte gesicherte sein bzw. für wen gilt die denn als gesichert?
Snoopy hat geschrieben:
So, 4. Nov. 2018, 10:15
Salva hat geschrieben: ↑
Sa 3. Nov 2018, 19:24
Hier mal die Timelines von Ulvi K. und Peggy

Ok - nur nach der Bewertung der Behörden sehen diese Tagesabläufe nun mal etwas anders aus. Nichtsdestotrotz finde ich aber die Informationen, die die BI über diesen Fall zusammengetragen und öffentlich zugänglich gemacht hat, auch zu einem großen Teil sehr interessant und nützlich.
Eben und ganz genau! Aber diese Infos der BI werden per se schon ausgeschlossen und tabuisiert, was nicht zuletzt auch mit der Art und Weise zusammenhängt, wie die sich nach Außen darstellt.

Was die Timelines der Polizei betreffen: zwar fehlt da noch der eine oder andere Eintrag (z.B. der Junge, der die Übergabe gesehen haben und die 110 angerufen haben will, die Sichtung von Ulvi K. durch Manuel Sch.'s Mutter und K.'s Aussage über die "Rentner-Bank"), ich würde aber zu gerne wissen, wo in dieser Zeitleiste Manuel Sch. seine Version eingebaut hat.
Snoopy hat geschrieben:
So, 4. Nov. 2018, 10:15
Nochmal zum aktuellen Geständnis von M.S. - der Bushäuschen-Geschichte. Was mich daran stört, ist Folgendes: [...]
Sehe ich ganz genau so. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Manuel Sch. und Ulvi K. längst nicht die dicken Freunde gewesen sind wie immer unterstellt wird. Manuel Sch. konnte den Ulvi nicht mehr ausstehen, warum sollte er ihm also aus der Klemme helfen? Dazu noch an so einem Ort? Eine Zeitangabe kennen wir ja leider nicht.
von Salva
Sa, 3. Nov. 2018, 20:27
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

@Snoopy
Einfach nur mal lesen, falls du das noch nicht kennen solltest:
Das komplette Interview zu Peggy Knobloch, NSU und Sachsensumpf mit Wolfgang Eggert
Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.
(Sir Arthur Conan Doyle)

:)
von Salva
Sa, 3. Nov. 2018, 19:24
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 14:28
Ja, klar. Ich dachte nur, es sei vielleicht (ggf. inoffiziell) noch etwas mehr bekannt. Bei diesen ganzen Lichtenberger Insider-Geschichten kennst du dich vermutlich wesentlich besser aus als ich...
Von diesen "Insider-Geschichten" kenne ich wahrscheinlich nicht viel mehr als das, was unter vorgehaltener Hand erzählt wird. Es gibt in diesem Fall, ebenso wie im Fall Andreas Darsow, zwei völlig unterschiedliche Tätergruppen und Tathergangstheorien. Die eine ist eben offiziell und wird deshalb als glaubwürgig eingestuft, während die andere eher im Bereich der VT angesiedelt wird. Zu welchem Ergebnis die offizielle Version führte, ist ja bekannt. Es sollte deshalb auch mal die andere Version eingehend überprüft werden.
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 14:28
Diese Sichtung halte ich allerdings auch für die letzte wirklich sichere. Was ja nicht heißt, dass einige der späteren Sichtungen nicht doch zutreffen könnten.
Warum sollte die letzte Sichtung um 13:24 gesichert sein bzw. für wen gilt die denn als gesichert?
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 14:28
Und für mich besagt das auch überhaupt nicht, dass U.K. tatsächlich der Mörder ist. Warum denn?
Meine Aussage dazu war eher generell und nicht speziell auf dich bezogen. Andere lassen niemand außer Ulvi K. als Mörder zu.
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 14:28
Rein theoretisch wäre sie nicht völlig ausgeschlossen... aber mehr auch nicht. Und wenn man also diese unwahrscheinliche Annahme außen vor lässt: Was sollte P.K. am hellichten Tag mitten im Ort auf den wenigen Metern bis zu ihrem Wohnhaus denn sonst noch zugestoßen sein? Wie wahrscheinlich ist das?
Das ist DIE Frage schlechthin. Glaubt man den Erkenntnissen der Frau Rödel und den Aussagen der Zeugen
die ganz genau wissen, dass sie Peggy an diesem 7.5.2001 noch am Nachmittag, ja sogar abends mit ihrem Roller gesehen haben, was sie 2014 vor einem Wiederaufnahme-Gericht noch einmal sehr glaubhaft bekräftigt hatten.
Quelle: Rödel/Facebook

ist alles offen. Kommt eben darauf an, was man glauben will.
Interessant wäre zu wissen, inwieweit die Alibis der Figuren aus Peggy's Umfeld tatsächlich hieb- und stichfest gewesen sind, denn im Fall Manuel Sch. hatten sich die Ermittler offenbar geirrt. Erst dann könnte man Theorien aufstellen, die auch einen anderen TV zulassen würden. So sehe ich das zumindestens.

Hier mal die Timelines von Ulvi K. und Peggy von der Seite ulvi-kulac.de. Ich wüsste nicht, wann der Tatablauf und die Verbringung stattgefunden haben sollte, wie es derzeit im Raum steht:

Tagesablauf des Ulvi Kulac am 7.Mai 2001
(erstellt am 15.1.2002 durch KPI Hof Ermittler KHK B. und KHK L.)

11.00 Uhr
steht Ulvi auf

12.30 Uhr
trifft er in der Schloßklause ein und isst zusammen mit seinen Eltern

Mittag

13.15/13.30 Uhr
verlässt er die Schlossklause und bringt K. Essen vorbei

13.40-15.30 Uhr
hilft Ulvi Dieter T. beim Holzschlichten

15.40-16.00 Uhr
kehrt Ulvi zu seinen Eltern in die Schloßklause zurück

16.15 Uhr
Fahrt mit seinen Eltern zur Schwester Heike nach Issigau

17.15 Uhr
wieder zu Hause, stylt sich, um später nach Naila zu trampen

18.00-18.15 Uhr
Ulvi trampt nach Naila, wird vom ehem. Bürgermeister mitgenommen

18.30 Uhr
geht in die Gaststätte „Zur Bank“ in Naila

19.00 Uhr
geht ins China-Restaurant „Goldenes Glück“ und isst dort

20.30 Uhr
kehrt er in die Gaststätte „Zur Bank“ zurück

19/20.30 Uhr
wird Ulvi von seinem Vater in der Gaststätte „Zur Bank“ gesucht, er findet ihn aber nicht.

21/21.30 Uhr
verlässt Ulvi die Gaststätte und trampt nach Lichtenberg zurück

22.00 Uhr
geht er noch in die Gaststätte „Zwick“ in Lichtenberg und hält sich dort bis ca. 22.15/22.30 Uhr auf

22.30 Uhr
Rückkehr nach Hause

Aufenthalt von Peggy am Tag des Verschwindens
(erstellt durch KPI Hof vom 30.5.2001)

7.30 Uhr
Lebensmittelgeschäft, kauft Käsestange, Caprisonne, 2 Lutscher

7.30 Uhr
Marktplatz Henri-Marteau-Platz (Sparkasse), Herr H. sieht sie laufen

8-12.45 Uhr
Schule

13.05 Uhr
Schulstraße, Hausmeisterin R. sieht Peggy mit D. beim Verlassen der Schule, beide laufen (trödeln) Sportplatzweg in Richtung Nailaer Straße, Peggy mit Schulkoffer

13.15 Uhr
Nailaer Straße bei Anwesen Kofer, Frau G. sieht Peggy und D. dort! Danach sieht Frau R. nur die Peggy in Höhe Friedhof mit Ranzen und Stofftier Richtung Marteau-Platz alleine laufen

13.20 Uhr
Raiffeisenbank, Marteau-Platz sieht H. vom Schulbus aus die Peggy laufen

ca. 14.45 Uhr
wird Peggy an der Bäckerei, Marteau-Platz, gesehen

15.30/15.45 Uhr
Marktplatz, Nähe Rathaus, R. hat Peggy dort mit Sicherheit gesehen ohne Ranzen

16/17 Uhr
Marteau-Platz, Telefonzelle, Peggy spielte mit F. am Parkplatz Feuerwehrhaus, Peggy spielte mit F. Peggy holte Spielzeugauto

18.30/18.45 Uhr
Sperberweg-Carlsgrüner Weg R. und G. haben Peggy mit ihrem City-Roller gesehen.

Alle Zeugen sind bereit, ihre Aussage zu beeiden.

Inwiefern ein geistig behinderter Ulvi K. glaubwürdige Aussagen treffen kann, ist wirklich schwer zu beurteilen. Dazu müsste man ihn schon persönlich gut kennen. Prof. Kröber ging in seinem psychiatrischen und aussagepsychologischen Gutachten bekanntlich aber davon aus, dass die Angaben von Ulvi K. erlebnisbegründet gewesen sind. Allerdings wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht, dass K. von den Ermittlern anhand einer Tathergangshypothese befragt wurde und somit eine Suggestion nicht ausgeschlossen werden konnte. Dass K. mit u.a. mit falschen Tatsachen konfrontiert wurde (Peggy's Blut an seiner leidung), ist unbestritten und das zeigt mir, dass Ulvi K.'s "Dummheit" von den Ermittlern ausgenutzt wurde.

Das Vernehmungskonzept der Soko Peggy 2
Nach Gesprächen von Geier mit seinen Ermittlerkollegen wird der Münchner Profiler Horn mit der Erstellung einer sog. Tathergangshypothese beauftragt. Dass ihm nicht alle notwenigen Unterlagen übergeben wurden und sich Geier voll auf Ulvi als den Täter festgelegt hatte, konnte Horn nicht ahnen.

Auch konnte Horn nicht wissen, dass der Kleinkriminelle und ehemalige V-Mann der Polizei seine Aussage wahrheitswidrig zu Protokoll gab, Ulvi habe ihm den Mord an Peggy gestanden.
Bild
Bild

Schön herauszulesen ist die vernehmungstaktische Ineinflussnahme auf den Tatverdächtigen, die bei Ulvi K. besonders gewirkt haben dürfte.
von Salva
Sa, 3. Nov. 2018, 04:44
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Weißt du da Näheres? Ich glaube, er hatte nur irgendwas davon erzählt, sie fortgeschafft zu haben, oder?
Das ist in gewisser Hinsicht doch eine Tat, die damals noch nicht verjährt war.
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Angeblich rückte er mit der Story am Vatertag heraus - das müsste der 24. Mai 2001 gewesen sein. Naja... das mit dem Suff wird dann wohl gestimmt haben...
Stimmt. Der 24. Mai 2001 war der Vatertag und das Saufgelage. Da hatte sich Manuel Sch. dahingehend geäußert, dass er Peggy's Leiche versteckt haben soll. Soweit ich mich erinnere, wurde Ulvi K. einen Tag zuvor zum ersten Mal verhört und einen Tag später, am 25. Mai, soll es diese seltsame Mail aus einem türkischen INetcafe gegeben haben.
Ich bin da aber nicht so Detailversessen wie andere, denn für mich gleicht der Fall nach wie vor der Suche nach der berühmten Nadel in einem riesigen Heuhaufen von dem ich gar nicht weiß, wo der sich überhaupt befinden soll. Diskussionen, wie z.B. über die genaue Lage des Briefkastens der Polizei am Bushäuschen wirst du mit mir leider nicht führen können. :)
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Genau das meine ich. So kann man das beim besten Willen nicht annehmen. Vom Schlossberg aus hätte U.K. das Mädchen sogar nahezu quer durch den Ort tragen müssen, wenn ich das richtig sehe. Und überhaupt: Wenn er doch schon mal gestand... warum sollte er die Tat dann nicht auch so schildern, wie sie sich wirklich ereignet hatte? Die Annahme, dass er einerseits zwar der Täter ist... andererseits aber die Tatbegehung doch wiederum ganz anders gestand, als sie tatsächlich ablief... das macht absolut keinen Sinn.
Na ja... die Wege, die der oder die Täter damals gegangen sein sollen bzw. ein Manuel Sch. benutzt haben könnte, sind zunächst einmal reine Spekulationen. Nicht unbedingt unsinnig, aber eben nicht gesichert. Es wird dabei nämlich immer davon ausgegangen, dass die letzte Sichtung um 13:24 auch so stimmt und somit Ulvi K. tatsächlich Peggy's Mörder ist. Das kann man schön in einem anderen Forum beobachten, das sich dem Kampf gegen K. und dessen Unterstützerkreis verschrieben hat. Zum. weite Teile der Userschaft. Ich glaube, dass M. Sch. in das gleiche Horn bläst, in dem er heute genau diese Version erzählt und ebenfalls Ulvi K. belastet. Mutmaßlich. Warum? Weil er natürlich auch weiß, dass Ulvi K. nicht mehr verurteilt werden kann und somit ewig als inoffizieller Schuldiger dasteht und zudem darauf spekuliert, dass der echte "Komplize" nicht (mehr) in den Fokus der neuen Ermittlungen gerät. Es sei denn, die Soko fängt wirklich bei Null an und zwirbelt alles auseinander, was noch nicht entwirrt ist. Und dazu gehört nun mal auch das familiäre Umfeld und der pädophile Bekanntenkreis von Susanne K. Da die Ermittler und StA verlauten ließen, dass die Aussage von M. Sch. verifiziert bzw. falsifiziert werden muss, hoffe ich jedenfalls darauf.
Vielleicht ist der neu alte Verdächtige M . Sch. auch der Täter? Denn in der Regel ist es doch so, dass der Verbringer einer Leiche auch der Mörder ist. Das wäre jedenfalls plausibler als die aktuelle Version.
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Die Tathergangshypothese scheint mir ziemlich nach den Angaben des P.H. entwickelt worden zu sein. Bzw. hatte der ja ausgesagt, dass ihm bereits grob vorgegeben worden war, was er sagen solle, was U.K. ihm angeblich anvertraut habe. Dass das "Geständnis" des U.K. dann später sehr ähnlich ausfiel, verwundert mich angesichts dieser Vorgeschichte überhaupt nicht mehr.
So sehe ich das auch. M. Sch. sagt das, was iwie zu Ulvi K. passt und der sagte damals das aus, was ihm vorgekaut wurde und schon hat sich an der Marschrichtung nichts geändert.
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Aber wie schon gesagt... dass sich dieses Geständnis von U.K. wiederum mit den jetzigen Angaben von M.S. deckt, kann ich gar nicht finden. Wenn man sich die oben zitierte Passage mal anschaut - wie würde sich erklären, wie, von wem und warum P.K. vom eigentlichen Tatort, dem Schlossberg, zum Bushäuschen verbracht wurde?
Gegenfrage: wer sagt denn, dass der Schloßberg tatsächlich der Tatort war? Wie sollte sich diese Annahme vor allem heute nach M. Sch.'s Geständnis verifizieren lassen, wenn es schon damals keine überprüfbaren Beweise gab?
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Und warum M.S. sich so spontan bereit erklärt hätte, das getötete Kind verschwinden zu lassen?
Beziehst du dich bei dieser Frage auf Ulvi K. als Mörder oder generell?
Es gibt keinerlei Beweise, dass Ulvi K. und Manuel Sch. derart dicke Freunde waren, dass einer ein Mordopfer des anderen wie selbstverständlich verschwinden lassen würde und das auch noch von der Straße weg. Vielleicht wäre ein Ulvi K. dumm genug dafür gewesen, wenn er die Möglichkeit dazu gehabt hätte. Aber ein Manuel Sch.? Eventuell ins Gefängnis wandern für einen Kerl, dessen Grinsgesicht nur noch nervte? Never. Manuel Sch. hatte zuviel zu verlieren, um sich für Ulvi K. verurteilen zu lassen, aber womöglich nicht soviel, um das nicht für einen anderen "Freund" zu riskieren. Oder wesentlich mehr, wenn er nicht geholfen hätte?
Snoopy hat geschrieben:
Sa, 3. Nov. 2018, 02:10
Auch wenn M.S. sicherlich noch wesentlich mehr Angaben gemacht hat, die nicht bekanntgegeben wurden... bereits nach dem, was man von seiner Aussage kennt, passt das aus meiner Sicht hinten und vorne nicht.
Gut. Lassen wir das mal so stehen. Was hat Manuel Sch.erreicht, wenn die Ermittler mit dieser Spur nicht weiterkommen? Genau. Einen TV, der nicht mehr verurteilt werden kann und einer, dem man den Mord nicht nachweisen kann. Das Ende wäre dann wie jenes z.B. im Fall Wörz: zwei ganz heiße Kandidaten, aber keiner von denen ist zu überführen. Akte zu und das war's. Es sei denn, die Polizei sondiert auch den Weg, den der Unterstützerkreis um Frau Rödel geht und der führt offenbar in eine Richtung, dessen Ziel überhaupt niemand kennen will. Man darf mancherorts erst gar nicht laut darüber nachdenken, geschweige denn darüber philosophieren und wenn dieser Weg noch weiter in Richtung Osten verläuft, schwindet mit Sicherheit auch der Wille zur lückenlosen Aufklärung. Wir werden ja sehen.
von Salva
Fr, 2. Nov. 2018, 22:34
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Snoopy hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 19:40
Oh, dankeschön! Ich wollte schon hin und wieder mal was schreiben. Aber das muss ich mir immer gut überlegen - wenn ich erst einmal anfange, mich in einen Fall zu vertiefen, nimmt das bei mir sehr schnell viel zu viel Zeit in Anspruch, und ich komm zu nix anderem mehr... :wink_face:
Denk' daran: So jung wie jetzt kommen wir eh nie mehr zusammen ;) Also was soll's :)

Snoopy hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 19:40
Er drängte sich aber damals wohl als Verdächtiger nicht unbedingt auf, oder? Personen, die auf gleichem Niveau verdächtig waren, gab es bestimmt jede Menge. Und wenn man mal überlegt, wie vielen Hinweisen und Gerüchten in verschiedenste Richtungen man zu der Zeit nachgehen musste... da verwundert es mich nicht, wenn den Ermittlern dann auch mal jemand "durchrutscht", bei dem es sich gelohnt hätte, näher hinzuschauen. Hinterher ist man halt immer schlauer...
Immerhin prahlte Manuel Sch. schon damals mit seiner Tat. Wenn auch im Suff. Er wurde ja auch überprüft, schied aber wie alle anderen aus. Wegen iss nich oder Alibi. Tja... im Fall Manuel Sch. haben sich die Ermittlungsergebnisse schon mal nicht bestätigt, wie wir ja sehen können und wer weiß, wer noch alles durch die Maschen gefallen ist, die seit der Interventon von Beckstein extra für Ulvi K. gestrickt wurden. Es stimmt also wenn du sagst:
Snoopy hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 19:40
Hinterher ist man halt immer schlauer...
Snoopy hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 19:40
Naja - so ganz auszuschließen ist es wohl nicht, dass Richter auch den von ihnen bestellten Gutachtern gelegentlich mal einen Wink mit dem Zaunpfahl geben, wie sie sich das Ergebnis in etwa vorstellen. Und ebenso ist es unwahrscheinlich, dass Sachverständige gegenüber solchen Hinweisen komplett immun wären. Schließlich sind die vom Gericht erteilten Begutachtungsaufträge eine lukrative Einnahmequelle.
Es ist ja auch nicht auszuschließen, dass es diese sogenannten Gefälligkeitsgutachten gibt. Auch nicht, dass Gerichte sehr genau wissen, wen sie für ihre Fälle als Gutachter bestellen müssen um bestimmte Ergebnisse erzielen zu können. Im Netz gibt es einiges an Lektüre darüber. Sogar Befragungen von Gutachtern bestätigen, dass etwa 20% von denen ganz genau wissen, welche Ergebnisse vom Gericht erwünscht sind und dementsprechend begutachten die dann auch. Man will ja wieder einen neuen Job! Der ist zwar nicht besonders lukrativ, aber je nach Fall relativ Öffentlichkeitswirksam und das bringt eventuell andere, richtig solvente Kunden.

Snoopy hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 19:40
Ich wüsste wirklich gerne, was man wohl gegen M.S. in der Hand hat, dass er dieses Geständnis abgelegt hat. Die auf Torf hinweisenden Pollen finde ich jetzt nicht so charakteristisch, muss ich sagen. Und auch bei den Farbresten käme es sehr darauf an, ob man sie konkret mit M.S. in Verbindung bringen kann. Ich bin gespannt, ob darüber möglicherweise noch was bekannt wird...
Tja... zunächst einmal das, was die Behörden über die Medien haben verbreiten lassen und was während der Pressekonferenz erzählt wurde. Ohne Manuel Sch.'s Geständnis wäre ich geneigt zu sagen, dass diese Spuren erst einmal gar nichts aussagen. Zum. nichts, was speziell ihn belastet. Aber durch dessen Geständnis sieht das Ganze ein wenig anders aus und sein Alibi von damals ist ja auch hinüber. Aber auch da sehe ich einiges mit Vorbehalt, denn woher soll ich wissen was die Ermittler im Namen der Ermittlungstaktik tun, um z.B. andere Tatverdächtige in den Fokus zu rücken oder um denen Brücken zu einem Outing bauen zu können? Irgendetwas passt da nicht so recht und das fängt schon damit an, dass er einfach mal eben die Leiche eines ihm wohlbekannten Kindes in sein Auto verfrachtet und irgendwo verbuddelt. Einfach so, weil die ihm von jemanden quasi in die Hände gedrückt wurde. Sollte diese Geschichte tatsächlich stimmen, dann war der Überbringer/Mörder mit Sicherheit nicht Ulvi K. Meiner Meinung nach. Ich kann mir nun mal nicht vorstellen, dass Ulvi K. Peggy zunächst hetzt, sie erwürgt und dann mit Sack und Pack zu diesem Bushäuschen zurück schleppt.

Snoopy hat geschrieben:
Fr, 2. Nov. 2018, 19:40
Findest du? Das sehe ich gar nicht so. Viel eher wäre das doch der Fall gewesen, wenn M.S. ausgesagt hätte, er sei von einer Person X zu dem toten Mädchen auf den Schlossberg geführt worden, wo er sie dann eingeladen und nach Rodacherbrunn verbracht habe. Aber dieses Bushäuschen passt doch nun überhaupt nicht zu dem ursprünglichen "Geständnis" von U.K.!
Wie gesagt: wir wissen doch gar nicht, was Manuel Sch. wirklich ausgesagt hat. Das wenige, das der Öffentlichkeit erzählt wurde, kann jedenfalls längst nicht alles gewesen sein. Ulvi K. hatte damals mehrere Leute der Verbringung beschuldigt und es gibt z.B. auch Aussagen speziell zum Verbleib von Peggy's Schulranzen. Dass der von Manuel Sch. verbrannt worden sein soll, sagte Ulvi K. aber nicht. Auch was die fehlenden Kleidungsstücke betrifft, gab es meiner Kentniss nach nichts konkretes seitens Ulvi K. Aber das muss nichts heißen. Tatsache ist, dass sich die Schiene Tathergangshypothese der Polizei im Groben mit U.K.'s Aussage und die wiederum sich mit der von Manuel Sch. deckt. Oder umgekehrt, was die Aussagen von UK und MS betrifft. Dabei werden aber nicht die Zeugen berücksichtigt, die Peggy NACH 13:25 Uhr gesehen haben wollen. Das wäre dann aber das Steckenpferd der BI Rödel, weil dieser Weg schnurgerade zu Susanne K. führen würde und ob da überhaupt ein Ermittlungswille vorhanden ist... ohne Kommentar.
von Salva
Fr, 2. Nov. 2018, 18:37
Forum: Cold Cases
Thema: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet
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Hallo @Snoopy! Schön, dich mal wieder zu lesen :like:

Was ich mir von der aktuellen und hoffentlich auch letzten Soko grundsätzlich erhoffe ist, dass sie, völlig losgelöst von den alten Tathergangshypothesen, nur die handfesten Fakten wie z.B. Zeugenaussagen usw. hernimmt, Alibi's überprüft und den Fall von Grund auf neu angeht. Solche Dinge und mehr eben. Alles andere endet doch wieder nur dort, wo die Polizei und Justiz bis heute ist: bei Ulvi Kulac. Und das liest sich dann wie folgt:

"Wir sind davon überzeugt, dass Manuel Sch. der Verbringer von Peggy's Leiche war und diese Tat ist verjährt.". Punkt.

Was zurückbleibt: Ulvi K. bleibt trotz fehlender Beweise bis zu seinem jüngsten Tag schuldig - mal mehr, mal weniger offen ausgeplaudert - und alle Fragen und Ungereimtheiten weiterhin unbeantwortet. Ob die nun Susanne K., die mutmaßliche Verbindung zum NSU bzw. bestimmten Mitglieder des NSU oder die Schweinereien in Lichtenberg betreffen, von denen es ja jede Menge gab und die allermeisten Bürgerinnen und Bürger dort bestens darüber informiert waren und noch sind.

Ebenso erhoffe ich mir die Aufarbeitung der mutmaßlichen Unterstellungen, die bestimmte Ermittler der Soko II und einen ganz bestimmten Journalisten ausgesetzt sind und da sind wir schon wieder bei Susanne K. Ich bin mir fast sicher, dass dies auch die Richtung ist, in die die BI um Frau Rödel den Fall lenken will, aber nichts zur Aufklärung beisteuert. Außer nur Nebelkerzen um irgendwelche Beweise aufzustellen und da sind wir dann bei der "Gegenseite", gegen die die Systemkonformen schon per se feuern und Kulac nur alleine deshalb anscheißen, weil der von einer Horde Hobbyermittlern und -juristen aus der Forensischen gepaukt und des Mordes an der kleinen Peggy freigesprochen werden musste. Jene 9-jährige Peggy, deren trauriges Schicksal im Prinzip niemanden interessiert bzw. nur dann, wenn mal die Argumente ausgehen oder wieder mal besonders intensiv gehetzt, gemobbt und beleidigt werden muss. Dass es keinerlei Beweise gegen Ulvi K. gab und nach wie vor nicht gibt und die Soko's genügend Mist verbockt hatten, wird selbstverständlich unter den Teppich gekehrt. Siehe u.a. aktuell den Akt mit Manuel Schmidt, dessen Alibi - wie bereits früher schon erwähnt - schon damals überprüfbar gewesen wäre, wenn es nicht am Willen der Ermittler und StA gefehlt hätte.

Ebenso wird die Rolle eines Gerichtspsychiaters falsch interpretiert: der hat nämlich NICHT dafür zu sorgen, dass sein Gutachten ganz im Sinne des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft ausfällt und sich dabei an irgendwelchen zusammengereimten Tathergangstheorien zu orientieren hat um beurteilen zu können, ob ein Tatverdächtiger a la Kulac Aussagen aufgrund tatsächlicher Erlebnisse trifft oder doch nur das wiedergeben kann, was er von Anderen erzählt, in den Mund gelegt bekommen oder einfach nur vom Hörensagen aufgeschnappt hat. Natürlich zusammengereimt, weil er mit einem IQ von zwei Reihen Kopfsalat eben NICHT so rational und logisch kombinieren und abwägen kann, wie manche es sich wünschen würden. Ein Gerichtspsychiater hat sich gefälligst mit seinem "Patienten" zu beschäftigen und zwar so lange, bis er sein Gutachten anhand dessen erstellen kann, was er von dem erzählt bekommen hat. Und auch wie erzählt bekommen hat. Und anhand des Eindrucks, den dieser Patient beim Profi hinterlässt. Gutachter sind keine operativen Fallanalysten wie die Jungs der OFA's der Polizeien!

Nochmal zu Manuel Sch.:

Was hat er denn gemacht? Außer zuzugeben, Peggy's Leiche versteckt zu haben? Ausgesagt, was ihm die Polizei inzwischen nachweisen konnte. Mutmaßlich. Und dabei hat er sich einer Aussage, oder weiten Teilen davon bedient, die ein Ulvi K. schon damals ins Spiel gebracht hat, dessen Beweiskraft allerdings weit davon entfernt ist, als "Wahr" verkauft werden zu können. So sehe ich das jedenfalls. Auch hier ist nämlich zu beobachten, dass Manuel Sch. immer schön auf der Straße bleibt, die am Ende wieder zu Ulvi K. führt. Warum auch immer! Hoffentlich lässt sich die Soko auch da nicht in die Irre führen. Aber ganz ehrlich? Ich habe da so meine (berechtigten) Zweifel. Geht es doch vor allem auch darum, nach der Kulac-Pleite iwie das eigene, sowie die Gesichter der StA und des Gerichts zu wahren. Wie fast immer halt.
von Salva
Mi, 31. Okt. 2018, 18:51
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schimmel-reiter hat geschrieben:
Di, 30. Okt. 2018, 21:02
Das von inFranken.de wurde nach dem Abrücken der K. vor Ort geschossen.
Da gab es nur diese und eine weitere Stelle wo die sterblichen Überreste gelegen haben können.
Nach der zweiten Suche sah es ja so aus.
Wurde denn während der zweiten Suche derart gegraben und eventuell sogar der eine oder andere Baum gefällt?
von Salva
Mi, 31. Okt. 2018, 18:46
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loraflora hat geschrieben:
Di, 30. Okt. 2018, 22:40
Keines davon macht auf mich den Eindruck als sei es authentisch.
Interessant ist, dass ja immer behauptet wird, die Bäume standen im Abstand von 1 - 1,5 m voneinander entfernt. Also doch relativ dicht beisammen. Wenn ich mir die Fotos anschaue, komme ich zu einem ganz anderen Schluss, denn da ist nichts von einem dichten Baumbestand zu sehen (vorausgesetzt, es ist tatsächlich der Fundort). Im Gegenteil: da gibt es ganz offensichtlich sogar eine größere Lichtung.
Die Frage kam ja auf als es darum ging, ob die Leiche eventuell bei Rodungsarbeiten (falls es solche Arbeiten gab) bzw. während der Suchaktion übersehen oder sie erst nach der Suche dorthin verbracht wurde. Angeblich wurde in diesem Gebiet aber gar nicht gesucht und was genau Manuel S. über die mutmaßliche Verbringung ausgesagt hat, wissen wir auch nicht.
Wie dem auch sei... wenn überhaupt, kann nur ein Foto den Fundort zeigen. Das ist offensichtlich.
von Salva
So, 28. Okt. 2018, 13:47
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

@loraflora

Im Fall Peggy gibt es, wie z.B. auch in den Fällen Darsow, Wörz, Mollath usw., ganz offensichtlich ein "paralleles Tatgeschehen", dass sich nur anhand der Ermittlungs- bzw. Nebenakten herauslesen lässt. Maximal bzw. wenn überhaupt. Veröffentlicht wird davon selbsverständlich nichts, sodass die offizielle Darstellung der Dinge die einzige und alleinige Wahrheit bleibt und als solche von manchen Interessierten auch so vehement verteidigt wird. Vorstöße in Richtung z.B. Peggy's Mutter sind deshalb verpönt und wer's dennoch wagt, wird angegangen und bestraft. Gleichwohl gibt es gerade in diese Richtung sehr interessante Details und Fakten, die ein völlig anderes Licht auf den Fall werfen können, wenn man es nur zulassen will. Aber mit Ulvi Kulac hat man ja diesen Typ "Unterbelichteter Kinderschänder", dem man durchaus auch einen Mord zutrauen kann und obwohl rechtmäßig freigesprochen, weil es nach wie vor keinen einzigen Beweis für dessen Schuld gibt, wird er in aller Öffentlichkeit weiterhin des Mordes an der kleinen Peggy beschuldigt, während von genau den selben Figuren ein Manuel S. verteidigt wird, wenn man den nur im Ansatz einer Verdächtigung aussetzt! Wie gesagt: Peggy's Mutter verbietet sich als Diskussionsgrundlage ebenso wie diese schmierigen Typen aus ihrem nahen Umfeld. Trotz allem oder vielleicht genau deswegen. DAS alles finde ich extrem widerlich, unerträglich scheinheilig und rotzfrech doppelzüngig.

Für den Fall, dass also welche von "Rödels Gegenseite" hier mitlesen:

1. Mit wem hatte Frau Knobloch denn Affären (vor allem während der jahrelangen Ermittlungen zum Verschwinden ihrer Tochter Peggy) und was ist deren Beruf?

2. Wer soll der Vater ihres jüngsten Kindes sein und was ist dessen Beruf?

3. Welche Verbindung gibt es zwischen Frau Knobloch und bestimmten Typen bis hin zum Dunstkreis des NSU?

4. Wo sind denn die Beweise, dass es sich bei dem Stofffetzen am Auffindeort von Peggy's Leiche um eine "Trugspur" handelt und wie kommt der dort hin? Die entsprechenden KT'er streiten eine Verunreinigung ja vehemenst ab und selbst diejenigen, die diese Sauerei als Trugspur verkaufen wissen nicht, wie es zu dieser Verbringung kommen konnte. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

5. Wer verbreitet denn Fake News und hält die am Leben und zu welchem Zweck?

Hier sind alle Antworten erwünscht und erhofft. Alle außer einer: "Weil es die Polizei, die Staatsanwaltschaft oder die Medien gesagt/so geschreiben hat/haben"!
PS: Demnach wird eine Frau E.-M. Zückert und ihre WasserträgerInnen hier kaum eine Plattform finden. Mal sehen!

Und vielleicht äußert sich endlich einmal die BI um Frau Rödel bzgl. ihrer Beweise, die sie ja horten wie einen Goldschatz! Hier oder sonst wo! Es kann einem Herrn Kulac doch nur dienlich sein. Oder etwa nicht? Darüber hinaus erhoffe ich mir Antworten auf z.B. die Frage, warum sich denn der Kreis der Unterstützer so verkleinert hat. Oder was dran ist an den unter vorgehaltener Hand ausgesprochenen Äußerungen, dass es innerhalb der BI zu massiven Streitigkeiten gekommen sei und vor allem warum/ weswegen!

Verschwörungstheorien hin oder her: am Ende darf das Wichtigste nicht in Vergessenheit bzw. nicht zwischen die Fronten BI / Anti BI geraten: Peggy Knobloch, das Opfer. Aber das wird bei diesen Scharmützeln von BEIDEN Seiten längst verdrängt. Nur wenn mal einer Seite kurzzeitig die Argumente oder Beleidigungen ausgehen, wird das Mädchen wieder aus der Schublade geholt und als Allroundwaffe eingesetzt. Aber auch das ist bezeichnend in diesem Fall. :vomiting:
von Salva
So, 28. Okt. 2018, 08:57
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

schimmel-reiter hat geschrieben:
Mi, 24. Okt. 2018, 14:52
Diese Verunglimpfer wissen aber sehr genau das die BI (Bürgerinitiative) sich erst Ende 2004 zusammen fand. Und somit nichts mit den Vorgängen zu tun haben kann.
Es drängt sich der Verdacht auf das einige Nicks, die sich krass hervor tun, dafür bezahlt werden.
Die Leute, die im Fall Peggy gegen die Bürgerinitiative um Frau Rödel hetzen sind die selben, die auch z.B. im Fall Darsow gegen dessen Unterstützer hetzen. Es geht also vielmehr darum, dass es nicht akzeptiert wird, dass sich Menschen für mutmaßliche Justizopfer einsetzen als um die Täter bzw. Opfer selbst. Das ist jedenfalls sehr oft mein Eindruck. Und: es wird von diesen Usern nicht zugelassen dass es Menschen gibt, die der Polizei, der Justiz und den Gerichten nicht blind, taub und kritiklos gegenüberstehen und nicht automatisch für richtig halten, was aus deren Reihen ermittelt, entschieden und veröffentlicht wird. Ob da Geld fließt weiß ich nicht und es ist für mich auch schwer vorstellbar wenn ich sehe, wer da solche Hetz- und Hasstiraden verbreitet, Meinungen beinflussen will oder Andersdenkende stalkt und mobbt.
Es wird immer Mitglieder in Foren usw. geben, die ihren Selbstwert, ihr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen im Schreiben von Beiträgen suchen und wenn sie dabei eine gewisse Aufmerksamkeit und Befürwortung oder sogar Bestätigung erhalten, dann bestärkt sie das nur in ihrer asozialen Art und Weise. Sei's drum. Ich ignoriere solche Menschen in der gleichen Art und Weise wie ich Plattformen meide, die deren Ineinflussnahmen bis hin zu Rechtsbrüchen unterstützen und dabei andere User mit den fadenscheinigsten Ausreden sanktionieren.
von Salva
Sa, 29. Sep. 2018, 16:24
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

BR/Frankenschau, 28.09.2018
von Salva
Do, 27. Sep. 2018, 22:12
Forum: Cold Cases
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

@Eddy Carpenter
Ich denke mal, dass wir noch die eine oder andere Überraschung erleben werden, obwohl andererorts Ulvi K. weiterhin und unverhohlen als Peggy's Mörder gehandelt wird. Warum auch immer. Es gibt derzeit nämlich nach wie vor keinen veröffentlichten (forensischen) Beweis für seine Täterschaft. Insofern hat sich seit damals nichts geändert.

Und weil die Polizei derzeit so hochstilisiert wird: Manuel S.'s Alibi war schon überprüfbar gewesen, als er seinerzeit im Fokus der Ermittlungen stand. Das wurde aber nicht getan. Inwieweit das Auswirkungen auf den Fall hatte, ist schwer zu sagen.
von Salva
Fr, 21. Sep. 2018, 19:33
Forum: Cold Cases
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Die Ermittler gehen derzeit von folgenden tatrelevanten Zeitpunkten am 7. Mai 2001 aus:

► letzte gesicherte Sichtung von Peggy Knobloch um 13.24 Uhr am Henri-Marteau-Platz
► gesicherter Aufenthalt des Manuel S. in der damaligen Sparkassenfiliale um 15.17 Uhr

In diesem Zusammenhang bitten die Kriminalbeamten erneut um Mithilfe der Bevölkerung und stellen folgende Fragen:

► Wer hat am Montag, 7. Mai 2001, den goldfarbenen Audi 80 gesehen?
► Wer hat an oder in dem Fahrzeug Personen wahrgenommen, gegebenenfalls mit Peggy Knobloch?
► Wer hat Manuel Schmidt zuvor jemals mit Peggy gesehen?
► Wer kann die hier abgebildeten Farben mit Renovierungsarbeiten in Lichtenberg in Zusammenhang bringen?


TZeugen werden gebeten, sich mit der SOKO Peggy unter der Tel.-Nr. 0921/506-1414 in Verbindung zu setzen.

Für Hinweise die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro ausgesetzt.

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Lichtmikroskopische Abbildung verschiedener Farbpartikel nach Reinigung der Farbpartikel

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Der damalige Audi 80 von Manuel S.

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Der damalige Audi 80 von Manuel S.

Quelle: Polizeipräsidium Oberfranken


FALL PEGGY KNOBLOCH: Ermittler äußern sich zum mysteriösen Verbrechen (am 21.09.2018 veröffentlicht)
von Salva
Fr, 21. Sep. 2018, 19:30
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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Presseerklärung von Ulvi Kulac's Betreuerin Gudrun Rödel zum Mordfall Peggy und den aktuellen Ermittlungen und Berichterstattungen

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Gudrun Rödel. Foto: Behoerdenstress
Für meinen Betreuten und dessen Familie ist es unerträglich und nicht hinnehmbar, wie die Herren Völkerling (BILD) und Lapp (Nordbayerischer Kurier sowie Frankenpost) – trotz eines eindeutigen Freispruchs in einem Wiederaufnahmeverfahren – in ihrer Berichterstattung immer wieder versuchen, meinen Betreuten in die Schiene eines möglichen Täters zu stellen.

Den Umstand der geistigen Behinderung meines Betreuten, seinen besonderen Schutz in der Öffentlichkeit und die über 40 Vernehmungen bei den damaligen Ermittlungen – viele Male ohne jeglichen Rechtsbeistand – der Druck auf Aussagen (wie man sie hören wollte) mit Hilfe von Täuschung wird völlig außer Betracht gelassen, ebenso die Tatsache, dass es einfache Bürger waren, die bereits schon damals an die Unschuld meines Betreuten glaubten, die Fehler und Methoden der Justiz zu Tage brachten und letztendlich den Freispruch erwirkten.

Die Konsequenzen daraus wurden leider nicht gezogen; ein Antrag der Oppositionsparteien im Bayerischen Landtag auf einen Untersuchungsausschuss wurde von der CSU abgelehnt.

Die Feststellung, mein Betreuter sei mit dem jetzigen Verdächtigen befreundet gewesen seit Kindertagen und habe mit ihm immer wieder etwas unternommen, entspricht keinesfalls den Tatsachen!

Sie kannten sich beide wie viele andere in Lichtenberg; der Freund, mit dem Ulvi viel unternommen hatte und den er letztendlich in seinem Geständnis beschuldigte, die Leiche verschafft zu haben (weil man eben vieles gemeinsam schon unternommen hatte!), war ein ganz anderer, keinesfalls der jetzt Verdächtige.

Dem jetzigen Verdächtigen wurde damals auf Grund der Aussage von Ulvi tatsächlich übel mitgespielt; Ulvi tut es leid und er entschuldigt sich hierdurch noch einmal.

Das Verfahren wurde damals eingestellt nach der Feststellung, dass die Aussage von Ulvi nicht der Wahrheit entsprach. Es wurde nichts, aber auch gar nichts gefunden, womit der heute Verdächtige in Zusammenhang mit Peggy zu bringen gewesen wäre.

Ihn jetzt wieder in so eine Situation zu bringen und auf Grund anonymer Hinweise möglicherweise seine aufgebaute Existenz zu vernichten, ist aus meiner Sicht sehr verwerflich.

Währenddessen bleiben „bestimmte Personen“ bis heute trotz ihrer nachweisbaren Falschaussagen, die letztendlich zur Verurteilung meines Betreuten führten, unantastbar. Sichtlich empört ist Ulvis Mutter über die Bemerkung im Bericht von Lapp, sie sei erfreut über die momentane Entwicklung; mit diesem „Herrn“ Journalisten, der „rein zufällig“ bei ihnen vorbeigekommen sei, habe sie kein Wort gesprochen!

Erdrückend – besonders für all die Lichtenberger, die das Mädchen noch bis abends gesehen hatten – immer wieder die Berichterstattung, Peggy sei auf dem Heimweg von der Schule nicht nach Hause gekommen – das ist eine infame Lüge!

Der bekannte Profiler Petermann erklärte in einem Interview der Frankenpost vor einiger Zeit, dass er in dem Fall komplett bei 0 beginnen würde und vor allem auch eine erneute Überprüfung des familiären Umfeldes von Peggy vorschlage!

Gudrun Rödel – gerichtlich bestellte Betreuerin –

Münchberg, am 14. September 2018
Quelle: Behoerdenstress

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