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von Salva
Mi, 1. Feb. 2017, 20:16
Forum: Terrorismus
Thema: Razzia gegen mögliche IS-Terroristen
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Razzia gegen mögliche IS-Terroristen

01.02.2016 | Razzia gegen mögliche IS-Terroristen - Polizisten durchsuchen auch Moscheen

Die Polizei in Hessen geht gegen ein weit verzweigtes salafistisches Netzwerk vor. Der Hauptverdächtige der Gruppe soll einen Terroranschlag in Deutschland geplant haben. Er sitzt in Haft.

Bild nicht mehr vorhandenVor einer Moschee in Frankfurt-Griesheim warten Polizisten auf den Einsatzbefehl. Foto: Boris Roessler / dpa
Frankfurt/Main (dpa) - Bei einer groß angelegten Razzia gegen islamistischen Terror in Hessen hat die Polizei heute Morgen einen 36 Jahre alten Tunesier festgenommen. Der mit Haftbefehl gesuchte Mann soll als Anwerber und Schleuser für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv gewesen sein und ein Netzwerk von Unterstützern aufgebaut haben, um einen Terroranschlag in Deutschland zu verüben. Ein konkretes Anschlagsziel habe er aber noch nicht gehabt. Die Planung sei in einer frühen Phase gewesen, teilt die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt mit.

Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen 16 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 46 Jahren. Die Polizei durchsuchte heute am frühen Morgen 54 Wohnungen, Geschäftsräume und Moscheen in Hessen. Schwerpunkt war das Rhein-Main-Gebiet. Die Verdächtigen werden beschuldigt, eine ausländische terroristische Vereinigung unterstützt und eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

Tunesier kam in U-Haft

Gegen den Tunesier hatte das Oberlandesgericht Frankfurt bereits am vergangenen Donnerstag Haftbefehl erlassen. Er habe sich heute in Frankfurt widerstandslos festnehmen lassen und sitzt jetzt in Haft.

Rund 1.100 Polizeibeamte waren im Einsatz. Sie durchsuchten Wohnungen, Geschäftsräume und Moscheen in Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Limburg und Wiesbaden sowie in den Kreisen Offenbach, Groß-Gerau, Marburg-Biedenkopf und Main-Taunus.

Innenminister: Botschaft an radikale Islamisten

Der hessische Innenminister Peter Beuth sagte, die Polizei habe frühzeitig eingegriffen. «Mit den Maßnahmen senden wir eine deutliche Botschaft an die radikalen Islamisten in Hessen: Wir haben die Szene fest im Blick», so der CDU-Politiker. «Wir dulden in unserem Land keine verblendeten Fanatiker, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnen, die unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit Hassbotschaften verbreiten und zum Kampf gegen Andersgläubige aufrufen.»
e110

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