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von Salva
Di, 9. Jan. 2018, 21:54
Forum: Abgeschlossene Gerichtsprozesse
Thema: Dortmund: Anschlag auf BVB-Bus l Urteil
Antworten: 17
Zugriffe: 2056

Dortmund: Anschlag auf BVB-Bus l Prozess

Im Prozess um den Splitterbombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat der Angeklagte die Tat gestanden. Er bestritt jedoch eine Tötungsabsicht.

[...]

Laut Anklage wettete W. mit Optionsscheinen auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie. Bei dem Anschlag am 11. April waren insgesamt drei Splitterbomben gezündet worden...
Wo ist der Fehler? Wenn W. nicht in Tötungsabsicht handelte, wer dann? :thinking: Was ihm stinkt ist sein Misserfolg und wenn er vollumfänglich gestehen würde, müsste er sich als Versager outen und das mögen Verbrecher dieser Sorte gar nicht!
von Salva
Sa, 15. Apr. 2017, 16:07
Forum: Abgeschlossene Gerichtsprozesse
Thema: Dortmund: Anschlag auf BVB-Bus l Urteil
Antworten: 17
Zugriffe: 2056

Re: Dortmund: Anschlag auf BVB-Bus

15.04.2017 - Drittes Bekennerschreiben zu BVB-Attentat

«Buntes Blut wird fließen»

Noch haben die Ermittler nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus keine konkrete Spur. Nun ist ein weiteres Schreiben mit einem Bekenntnis zur Tat aufgetaucht. Auch diese Mail gibt Rätsel auf.

Bild nicht mehr vorhandenPolizisten suchen die Umgebung des Tatorts in Dortmund ab. Bisher sind drei Bekennerschreiben aufgetaucht. An der Echtheit des letzten bestehen erhebliche Zweifel.
Berlin (dpa) – Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund vom Dienstag ist ein drittes angebliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Mail mit rechtsextremistischem Duktus ging am Donnerstagabend beim Berliner «Tagesspiegel» ein. Das Schreiben wird nun von der Bundesanwaltschaft (GBA) in Karlsruhe auf seine Echtheit überprüft. GBA-Sprecherin Frauke Köhler bestätigte gestern, am späten Abend, ihre Behörde habe das Schreiben von der Zeitung erhalten. Eine Bewertung wollte sie nicht abgeben.

Der anonyme Verfasser bezieht sich laut «Tagesspiegel» auf Adolf Hitler, hetzt gegen «Multi Kulti» und droht mit einem weiteren Angriff. Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen wird ausdrücklich die deutsche Asyl- und Flüchtlingspolitik kritisiert. Am 22. April werde «buntes Blut fließen». Die Drohung zielt nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen vermutlich auf die zu erwartenden linken Demonstranten gegen den an diesem Tag in Köln stattfindenden AfD-Bundesparteitag.

Sicherheitsbehörden sind skeptisch

Der «Tagesspiegel» zitiert Sicherheitskreise mit den Worten, es müsse alles ernst genommen werden, «da wir keine Spur zum Täter von Dortmund haben». Die neue Bekenner-Mail könne mit der Dortmunder Tat zu tun haben, «es könnte aber auch ein Trittbrettfahrer sein». Nach dpa-Informationen wird die Skepsis in den Sicherheitsbehörden auch mit dem Verweis begründet, es sei ungewöhnlich, dass ein Attentäter einen Anschlag ankündige und sich so der Entdeckung aussetze. Zudem handele es sich um einen anderen Duktus als bei den am Tatort gefundenen Schreiben.

Direkt nach dem Anschlag waren am Tatort drei gleichlautende Bekennerschreiben mit islamistischen Bezügen entdeckt worden. Es wird aber bezweifelt, dass diese Schreiben tatsächlich von Islamisten stammen. Ermittelt wird auch in Richtung Rechtsextremisten, gewaltbereiten Fußballfans und Allgemein-Kriminellen. Bei einem weiteren angeblichen Bekennerschreiben, in dem ein linksextremistischer Hintergrund behauptet wurde, bestehen nach GBA-Einschätzung erhebliche Zweifel an der Echtheit.
e110
von Salva
Fr, 14. Apr. 2017, 19:00
Forum: Abgeschlossene Gerichtsprozesse
Thema: Dortmund: Anschlag auf BVB-Bus l Urteil
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Re: Dortmund: Anschlag auf BVB-Bus

14.04.2017 - "Erhebliche Zweifel" an Bekennerschreiben
Drei Tage nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus der Fußballer von Borussia Dortmund (BVB) verfolgen die Ermittler nach eigenen Angaben noch keine heiße Spur. Allerdings wachsen die Zweifel daran, dass drei nach dem Anschlag gefundene Bekennerschreiben tatsächlich von Islamisten verfasst wurden.

Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" untermauert auch eine von den Ermittlern in Auftrag gegebene islamwissenschaftliche Untersuchung, dass "erhebliche Zweifel" daran bestehen, "dass das Papier von radikalen Islamisten verfasst" wurde.

Zwar geben die Autoren der drei textgleichen Schreiben vor, "im Namen Allahs" gehandelt zu haben - und folgen damit der Rechtfertigungsrhetorik islamistischer Attentäter. Sie hätten damit aber vermutlich nur den Eindruck erwecken wollen, die Tat habe einen islamistischen Hintergrund gehabt, heißt es in der Untersuchung.

"Der IS verhandelt nicht"

Für die Zweifel an der Herkunft der Schreiben gibt es verschiedene Gründe: So sei der Sprachgebrauch untypisch und es fehlten Symbole der Terrormiliz IS. Zudem seien nach islamistischen Anschlägen noch nie Bekennerschreiben am Tatort gefunden worden. Stutzig macht Terrorismusexperten auch das Ende des Textes. Unter anderem wird dort der Abzug von Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr aus Syrien und die Schließung des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein gefordert. Das sei völlig untypisch, hatte der Leiter des NRW-Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, gestern gesagt. "Der IS verhandelt nicht."

Aus Ermittlerkreisen hieß es, es werde weiter in alle Richtungen ermittelt - also unter anderem auch in Richtung Links- oder Rechtsextremismus. "Focus Online" berichtet unter Berufung auf Sicherheitskreise, eine der Spuren führe nach Sachsen. Dabei gehe es um die Frage, ob womöglich rechtsradikale Kreise oder militante Fußballfans aus dem Raum Leipzig verantwortlich sein könnten.
Tagesschau

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