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von Salva
Sa, 21. Sep. 2019, 12:20
Forum: Allcrime: geklärt!
Thema: Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

19. September 2019: Mit seinen Angriffen auf drei Frauen versetzte ein obdachloser Mann eine ganze Region in Angst und Schrecken. Vor Gericht zeigt sich der Angeklagte reuig. Doch die Opfer leiden bis heute unter den Taten.
Zu Prozessbeginn sind seine ersten Worte: "Ich möchte mich bei den Frauen entschuldigen. Es tut mir unheimlich leid." Doch die Antwort auf das Warum für seine Messerattacken auf drei Frauen in Nürnberg bleibt der 39-jährige Angeklagte am Donnerstag zum Auftakt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth schuldig.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Mord in drei Fällen vor - zudem Diebstahl mit Waffen und gefährliche Körperverletzung. Einige Medien bezeichneten ihn als "Ripper von Johannis". Der damals obdachlose Deutsche soll am 13. Dezember vergangenen Jahres auf offener Straße im Nürnberger Stadtteil St. Johannis drei Frauen anscheinend wahllos und ohne jede Vorwarnung niedergestochen haben.

Die Opfer überlebten nur durch schnelle ärztliche Hilfe und Notoperationen. Die Taten sorgten bundesweit für Entsetzen. Einen Tag nach den Messerattacken wurde der gelernte Lagerist festgenommen.

Keine Antwort zu Motiv

In seiner polizeilichen Vernehmung sagte der Mann, er könne sich selbst nicht erklären, dass er "so etwas zustande gebracht" habe. Er wolle dafür büßen, das sei er den Frauen schuldig. "Ich muss ihnen zeigen, dass ich wirklich schuld bin. Lebenslang muss ich ins Gefängnis und anschließend Sicherungsverwahrung."

Warum er nur Frauen auswählte und ob sein Motiv Hass auf Frauen war, auch dazu gab es am ersten Verhandlungstag keine klare Antwort. In seiner Vernehmung bei der Polizei hatte der Vater einer Tochter diese Frage verneint. "Ich habe nicht darüber nachgedacht, ich bin einfach weitergelaufen und hab' denen das Messer reingesteckt." Er habe wechselhafte Beziehungen zu Frauen gehabt, sagte er den Beamten: "Mal haben die mich betrogen, mal ich sie."

An jenem Dezembertag habe er sich zunächst in einer Wärmestube und dann im Hauptbahnhof aufgehalten, sei danach ziellos durch die Stadt gelaufen und habe den Plan gefasst, einen Überfall zu machen. Um sich hierfür Mut anzutrinken, habe er in einem Supermarkt eine Flasche Schnaps und ein Küchenmesser gestohlen. Wegen dieses Diebstahls nahm ihn die Polizei vorübergehend fest, ließ ihn aber ohne Diebesbeute wieder frei.

Die drei Opfer kämpfen mit Folgen

Dies handelte der Polizei Kritik ein. Denn wenig später kaufte der Tatverdächtige laut Anklage ein neues Messer mit einer 13 Zentimeter langen Klinge und rammte es seinem ersten Opfer, einer 56-jährigen Arzthelferin, in den Oberbauch. Sie sagte vor Gericht, seit dem Angriff könne sie nur jeweils fünf Minuten auf einer Seite liegen und nicht auf dem Bauch schlafen.

Das zweite Opfer, eine damals 26 Jahre alte Apothekerin, sagte aus, sie sei an dem Abend von einer betrieblichen Weihnachtsfeier gekommen und habe bemerkt, dass sich ihr jemand von hinten schneller nähert. "Ich habe erst gedacht, dass mich der Mann am Rücken drei Mal stark geboxt hat. Der will mich ablenken, um mir die Geldbörse zu stehlen." Erst an der Haustüre habe sie gemerkt, dass ihr in den Rücken gestochen wurde. Nach zwei Notoperationen habe sie heute keine Schmerzen mehr, jedoch müssten sich beschädigte Nerven noch regenerieren. Sie vermeide es derzeit, nachts allein unterwegs zu sein.

Das dritte Opfer war zur Tat 34 Jahre alt und wurde durch einen Bauchstich am schwersten verletzt. Die inzwischen schwangere Frau war ihrer Aussage zufolge bis vor Kurzem arbeitsunfähig und befindet sich in einer Traumatherapie. Das Urteil soll Mitte Oktober gesprochen werden.
Quelle: Herbert Mackert / rw / DPA / Stern
von Salva
Fr, 4. Jan. 2019, 10:23
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

Do, 03. Januar 2019: Nach den Messerattacken sind die drei verletzten Frauen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mit.

Mehr: T-Online
von Salva
So, 16. Dez. 2018, 19:52
Forum: Allcrime: geklärt!
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

So, 16.12.2018: Einer der nach Messerangriffen auf drei Frauen in Nürnberg gefasster Tatverdächtiger ist bereits vielfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Der Mann sei bereits 18-mal verurteilt worden, sagte Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke heute in Nürnberg. Vorwiegend gehe es um Diebstahl, Drogendelikte, Brandstiftung, Betrug und Beleidigung. Der 38-Jährige habe aber auch einmal eine Jugendstrafe wegen einer Vergewaltigung erhalten. Es sei "ein Spaziergang quer durchs Strafgesetzbuch", sagte die Anklägerin.
Bereits am Freitag festgenommen
Der 38 Jahre alte Deutsche ohne festen Wohnsitz soll am Donnerstagabend innerhalb von rund drei Stunden drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren niedergestochen haben. Alle drei Opfer wurden am Oberkörper schwer verletzt – zwei der Frauen schwebten zeitweise in Lebensgefahr. Noch werden sie im Krankenhaus behandelt.

Bereits am Freitagvormittag hatte eine Polizeistreife den Mann in der Nähe der Tatorte vorläufig in Gewahrsam genommen. Auf ihn hatten die Beschreibungen der Opfer sowie von Zeugen gepasst. Außerdem hatte er die Tatwaffe dabei – ein etwa 25 Zentimeter langes Messer. Dafür konnte er keine schlüssige Erklärung abgeben.

Verräterische DNA-Spur
Am Samstag bestätigte sich nach Ansicht der Ermittler, dass Sie den Richtigen haben: An dem bei dem Mann gefundenen Messer sowie an seiner Kleidung konnten genetische Spuren von einem seiner Opfer nachgewiesen werden. Glücklicherweise habe der Mann das Messer und seine Kleidung nicht entsorgt, sagte Gabriels-Gorsolke. «Wir können klar Entwarnung geben», sagte Mittelfrankens Polizeipräsident Roman Fertinger. «Für uns ist er der Täter.»

Etwa zwei Stunden vor dem ersten der drei Angriffe hatte der 38-Jährige versucht, in einem Nürnberger Kaufhaus ein anderes Messer mit einer gebogenen Klinge zu stehlen. Dies war nicht die Tatwaffe. Woher er diese hatte, ist bisher unklar. Bei diesem versuchten Diebstahl wurde der Mann gestellt, und die Polizei nahm seine Personalien auf. Die letzte Meldeadresse des gebürtigen Thüringers war demnach in Berlin. Es stellte sich aber heraus, dass die nicht mehr aktuell ist. Für die meisten seiner bisherigen Straftaten wurde der Mann laut Staatsanwaltschaft im Osten Deutschlands verurteilt.

Für weitere Taten verantwortlich?
Der 38-Jährige habe sich seit etwa einer Woche in Nürnberg aufgehalten, sagte der Leitende Kriminaldirektor Thilo Bachman. «Er hat nach bisherigen Erkenntnissen keine festen Ankerpunkte.» Nun müsse ermittelt werden, warum er nach Nürnberg gekommen sei. Bereits in den Jahren 2005 und 2009 habe er sich in der Region aufgehalten – allerdings nie für längere Zeit. Die Frage sei auch, ob der Mann für ähnliche weitere Taten bundesweit verantwortlich sei, sagte Bachmann. Das Puzzle, das sich den Ermittlern bislang zeige, habe «eine Kontur, aber noch lange kein klares Bild».

Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft – bislang allerdings nur wegen des versuchten Diebstahls. Einen weiteren Haftbefehl wegen der Messerangriffe werde die Staatsanwaltschaft in der kommenden Woche beantragen, sagte Gabriels-Gorsolke.
Quelle: e110
von Salva
Sa, 15. Dez. 2018, 19:32
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

Sa, 15. Dezember 2018 | Nürnberg: Ein 38-jähriger Mann wurde aufgrund eines erfolgten DNA-Abgleichs als dringend tatverdächtig festgenommen. Er sitzt seit heute Nachmittag in Untersuchungshaft.

Die näheren Einzelheiten gibt Herr Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Herrn Polizeipräsident Roman Fertinger, Herrn Leitenden Kriminaldirektor Thilo Bachmann und Frau Oberstaatsanwältin als Hauptabteilungsleiterin, Frau Gabriels-Gorsolke, im Rahmen einer Pressekonferenz am

Sonntag, 16.12.2018, 12:30 Uhr, im Polizeipräsidium Mittelfranken, Richard-Wagner-Platz1 90443 Nürnberg

bekannt.

Quelle: Presseportal

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