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von sweetdevil31
So, 27. Sep. 2015, 13:00
Forum: Mexico
Thema: Mexiko: Lover verrät Mexikos gefährlichste Drogenchefin
Antworten: 1
Zugriffe: 2223

Re: Mexiko: Lover verrät Mexikos gefährlichste Drogenchefin

Killerin vom eigenen Freund verpfiffen
Melissa Calderón führte in Mexiko ihr Drogenkartell mit eiserner Hand. Ihre Methoden waren so brutal, dass selbst ihr Freund sich vor ihr fürchtete.


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So brutal war La China, dass sich sogar ihr Freund Pedro Gómez alias El Chino vor ihr fürchtete.

Die Mexikanerin Melissa Calderón Ojeda (30) sitzt hinter Gittern. Vergangenes Wochenende wurde sie von der Polizei in Cabo San Lucas im Bundesstaat Baja California verhaftet. Dabei sei kein einziger Schuss gefallen, schreibt die mexikanische Bundesstaatsanwaltschaft in einer Medienmitteilug. Erstaunlich, denn das Leben von Melissa Calderón alias La China ist von Gewalt gekennzeichnet.

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Melissa Calderón alias La China war die Chefin des Drogenkartells Los Dámaso. Am 21. September 2015 wurde sie in Cabo San Lucas im mexikanischen Staat Baja California verhaftet.

Calderón leitete die Armee des Kartells Los Dámaso, das unter anderem Killeraufträge für das Sinaloa-Kartell des flüchtigen Drogenbarons El Chapo Guzmán erledigte. Ihre kriminelle Karriere begann im Jahr 2005. Drei Jahre später hatte sie weite Teile des Staates Baja California unter ihre Kontrolle gebracht und wurde als Belohnung zur Chefin der Organisation ernannt.

«La China» hackte Unterarme ab

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Ihr werden 55 Morde zur Last gelegt. Ausserdem soll sie in weitere 120 Mordfälle verwickelt gewesen sein.

Sie führte ihre Truppen mit grosser Brutalität. Beispielsweise schickte sie ihren Rivalen verstümmelte Leichen als Warnung. Doch alles änderte sich, als im Juni Abel Quintero, der ehemalige Killerchef des Dámaso-Kartells, aus der Haft entlassen wurde. Die Organisation setzte Calderón als Chefin ab. Daraufhin erklärte sie den Dámasos den Krieg.

In den darauffolgenden zwei Wochen wurden 46 Männer brutal ermordet — so viele wie im ganzen Jahr 2014. Aus Angst, gefasst zu werden, wechselte La China regelmässig ihre Autos und lebte in verschiedenen Häusern. Anfang August beauftragte sie ihren Mitarbeiter Rogelio Franco alias El Tyson, einen Pick-up zu kaufen. Als El Tyson sie mit Freunden von ihm, die gerade einen Truck verkauften, bekannt machte, tötete La China sie an Ort und Stelle, statt für den Wagen zu bezahlen.

Danach liess sie die Leichen von einem anderen Gangster in der Wüste verscharren. Als El Tyson vom Tod seiner Freunde erfuhr, drohte er, Calderón umzubringen. Kurzerhand griff die Chefin zu einer Machete und hackte El Tyson die Unterarme ab. Danach tötete sie ihn und liess ihn zusammen mit seinen Freunden begraben.

«Manisch und kontrollbesessen»

Ein noch schlimmerer Vorfall trug sich laut dem mexikanischen Portal «Sin Embargo» einige Wochen später zu. La China beauftragte ihren Mitarbeiter Sergio Beltrán alias El Scar mit der Entführung des lokalen Drogenbosses El Tocho. Der Gangster konnte jedoch entkommen. Deswegen liess Melissa Calderón seine Freundin Lourdes entführen. Sie folterte die Gangsterbraut stundenlang und ermordete sie am nächsten Tag.

Nun hat Calderóns Freund sie bei den Behörden angezeigt. Pedro Gómez alias El Chino war ihre rechte Hand und wurde im Juli von der Polizei festgenommen. Kürzlich liess er sich auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ein, um eine reduzierte Freiheitsstrafe zu erreichen. Dabei erzählte er von seiner «manischen und kontrollbesessenen» Freundin.

Melissa Calderón werden 55 Morde zur Last gelegt, sie soll zudem an der Ermordung von weiteren 120 Menschen beteiligt gewesen sein.

Quelle: 20min

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