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25. Juni 2018 | Gunzenhausen | Familie K.

Traditionell oder religiös motivierte Verbrechen.
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Salva
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25. Juni 2018 | Gunzenhausen | Familie K.

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 7. Okt. 2018, 22:59

Bild
NameK.
VornameDima († 7), Olesija († 29), Maikel († 9), Anastasia († 3)
Geburtsdatum-
Geburtsort-
NationalitätKasachstan
Todestag25. Juni 2018
Alter-
Ort/ LandGunzenhausen
Todesursacheerstochen
TäterEhemann und Kindsvater Georg K. (zur Tat 31 J.)
Urteil-
StatusK. stürzte sich aus dem 3. Stock, überlebte aber. Psychiatrie oder U-Haft
Der 31-jährige Deutsch-Kasache Georg K. hatte ein polizeiliches Kontaktverbot zu seiner Familie. Der Grund: Am 21. Juni hatte er seine beiden Söhne geohrfeigt, woraufhin seine Frau Fotos der Rötungen an den Backen der Kinder über eine familiäre Whatsapp-Gruppe verschickte. Eine Schwester kontaktierte dann die Polizei. Die Beamten fuhren zu der Anschrift und wollten die Familie vom Vater trennen, um weitere häusliche Gewalttaten zu unterbinden. Der Mann unterschrieb daraufhin ein Kontakt- und Näherungsverbot und gab die Wohnungsschlüssel ab.

Mehrfach war der Familienvater aber in den folgenden Tagen trotz des Verbots am Haus aufgetaucht. Der Bruder der Ehefrau Olesija (29) übernachtete deshalb bei der Familie, da sich die Frau nicht mehr sicher fühlte.

Über Whatsapp verständigte sich Georg K. mit seinem Schwager darüber, dass er am Dienstagmorgen Kleidungsstücke, insbesondere Arbeitskleidung, abholen könne. Man einigte sich darauf, dass der Schwager ein Kleidungsbündel auf der Straße vor dem Wohnhaus an Georg K. übergeben solle. Ein direkter Kontakt mit seiner Ehefrau sollte so vermieden werden.

Gegen 5.35 Uhr kam es zu einem Telefonat zwischen den beiden Männern, woraufhin der Schwager das Haus verließ und auf der Straße mit der Kleidung auf Georg K. wartete.

Was er nicht wusste: Der Familienvater hatte ihn in eine Falle gelockt und befand sich bereits im Mehrfamilienhaus. Er hatte gegen 5 Uhr die Chance genutzt, als ein anderer Bewohner auf dem Weg zur Arbeit das Haus verließ. Der spätere Täter versteckte sich im Treppenhaus und wartete von dort darauf, dass sein Schwager nichtsahnend nach unten ging.

Da die Wohnungstür bereits beschädigt war, konnte sich Georg K. leicht Zugang verschaffen. Auf Strümpfen ging er leise in die Zimmer und stach zu. Der Schwager wartete derweil bereits seit rund zehn Minuten unten auf der Straße. Als er einen Knall oder Schlag hörte, rannte er hoch in das dritte Stockwerk. Dort traf er auf seinen Schwager, der ein großes Küchenmesser in der Hand hielt. Seine Hände waren blutig.

Als der Täter seinen Schwager sah, flüchtete er auf den Balkon und sprang in die Tiefe. Der 31-Jährige befindet sich schwer verletzt im künstlichen Koma. Noch konnte er nicht vernommen werden.

Dem Schwager bot sich in der Wohnung ein grausames Bild: In drei verschiedenen Zimmern waren die Leichen seiner Familienangehörigen. In einem Kinderzimmer lag das dreijährige Mädchen, in einem weiteren Kinderzimmer die Buben (9 und 7 Jahre). Die Kinder wurden wohl im Schlaf überrascht. Auch die 29-Jährige Mutter lag erstochen in einem anderen Zimmer auf dem Boden.

Wie die Polizei mittlerweile ermitteln konnte, kam es in der Vergangenheit häufiger zu häuslicher Gewalt in der Familie. Vor rund fünf Jahre habe der Familienvater seine Frau sogar mit einem Messer bedroht.

Die Staatsanwaltschaft geht von einer heimtückischen Tat aus, weil sie bewusst ausgeübt und die Wehrlosigkeit der Opfer ausgenutzt wurde.

Quelle & mehr: Merkur
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