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Indiana

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Indiana

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 22. Mai. 2016, 11:24

19.05.2016 | Pfizer Rückzug hat voraussichtlich keine Auswirkung auf Indianas Hinrichtungen
Nachdem Amerikas größter von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) zugelassener Medikamentenhersteller Pfizer letzte Woche bekanntgab, zukünftig keine Medikamente mehr für Hinrichtungszwecke zu liefern, stehen viele Bundesstaaten vor einem Problem. In Indiana sei dies anders, so Mike Young, der Vorsitzendes des Senats für Gefängnisse und Strafrecht.

Laut Aussagen von vor zwei Jahren habe Indiana einen ausreichenden Vorrat an Exekutionsmitteln. Und seither wurde dort auch kein Insasse mehr hingerichtet. 2009 fand mit Matthew Wrinkles die letzte Hinrichtung in Indiana statt.

Aktuell warten in Indiana - ein Bundesstaat, der ausschließlich die Giftinjektion als Hinrichtungsmethode im Gesetz verankert hat - elf Insassen auf ihre Hinrichtung.
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03.06.2017 | Vorerst keine Hinrichtungen möglich

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 6. Jun. 2017, 01:22

03.06.2017 | Indiana darf vorerst keine Insassen mit dem neuen Medikamentencocktail hinrichten, das hat nun das Berufungsgericht in Indiana entschieden. Schuld sei das falsche Vorgehen seitens des Staates, als es um die Wahl der Medikamente ging.
2014 entschied Indianas Gefängnisbehörde, die Kombination der Medikamente bei einer Hinrichtung zu verändern. Die staatliche Behörde wählte einen Medikamentencocktail aus Methohexital, Kaliumchlorid und Pancuronium.
Mit Methohexital, auch als Brevital bekannt, ist bislang noch kein Insasse hingerichtet worden.
Diese unerprobte Kombination liegt nun nach der Gerichtsentscheidung auf Eis.
Der Todestraktinsasse Roy Lee Ward hatte vor zwei Jahren den Staat angeklagt, den offiziellen und korrekten Weg zur Veränderung der Medikamentenkombination umgangen zu haben.

Die damals vorrätigen Medikamente für Hinrichtungszwecke in Indiana hatten ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten. Gouverneur Eric Holcomb (Nachfolger von Mike Pence) bot künftigen Lieferanten und Herstellern Anonymität an, wenn sie ihm die benötigten Medikamente liefern, so ein Bericht aus dem April.

Die Mitarbeiter der Gefängnisbehörde hätten jede Möglichkeit ausgeschöpft, neue Medikamente zur Durchführung von Hinrichtungen zu beschaffen, seien aber erfolglos geblieben, so Ron Carter, Beauftragter der Gefängnisbehörde in Indiana.
Der Sprecher der Behörde, Doug Garrison, sagte, die Hoffnung bestünde, die Anonymität veranlasse mögliche Produzenten dazu, dem Staat Medikamente zur Verfügung zu stellen, ohne, dass sie Angst vor einer öffentlichen Schelte haben müssten.

Bevor der Staat nun jemanden hinrichten kann, muss er das Urteil des Berufungsgerichtes entweder anfechten und bis vor den Obersten Gerichtshof in Indiana klagen oder in einer öffentlichen Anhörung Zustimmung für die geplanten Medikamente erlangen.

In Indianas Todestrakt sitzen aktuell elf männliche Insassen und eine Frau, die allerdings in einem anderen Gefängnis untergebracht ist.
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