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24.08.2017 | Florida | Mark James Asay (53) hingerichtet

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24.08.2017 | Florida | Mark James Asay (53) hingerichtet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 28. Aug. 2017, 01:17

Bild
Foto: Murderpedia

Mark James Asay (53) wurde am Donnerstagabend des 24. August 2017 in Florida per Giftinjektion hingerichtet und um 18:22 Uhr Ortszeit offiziell für tot erklärt. Seine letzten Worte:

"No sir, I do not. Thank you."
Zum ersten Mal seit dem Einsatz der letalen Giftinjektion bei einer Hinrichtung kam das Medikament Etomidat zum Einsatz, ein Medikament, das regulär zur Narkoseeinleitung und -aufrechterhaltung eingesetzt wurde. Etomidat wurde in diesem Fall als erstes injiziert, gefolgt von zwei weiteren tödlich wirkenden Medikamenten.

Asay wurde 1988 für zwei rassistisch motivierte Morde zum Tode verurteilt. Ein Urteil, das damals von einer Jury gefällt wurde, die sich nicht einig war. Mit einer 9-3 Abstimmung fiel das Todesurteil für Mark Asay.
Aufgrund von Veränderungen im Verurteilungssystem ist es mittlerweile bei einem Todesurteil zwingend erforderlich, dass sich die Jury bei ihrem Urteil einig ist. Alle Todesurteile, die nach 2002 gefällt wurden, erhielten die Chance auf eine erneute Verurteilungsphase. Asay gehörte nicht zu ihnen.
Asay gab in verschiedenen Interviews vor seinem Tod den Mord am dunkelhäutigen Robert Lee Booker († 34) zu, doch den hispanischen Transvestiten Robert McDowell († 26) getötet zu haben, leugnete eher.

Seit Florida 1976 die Todesstrafe wieder eingeführt hat, sind mindestens 18 Afro-Amerikaner für einen Mord an einem Weissen hingerichtet worden, so eine Information des Death Penalty Information Centers. Allerdings kein Weisser für einen Mord an einem Schwarzen.
initiative-gegen-die-todesstrafe.de


Der neue experimentelle Todescocktail mit dem hypnotisch wirkenden Arzneistoff Etomidat, dem Muskelrelaxan Rocuronium und dem in hoher Dosis toxisch wirkenden Kaliumchlorid (Kochsalz):

Bild

wric.com
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24. August 2017 | Florida | Mark James Asay (53) hingerichtet

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 28. Aug. 2017, 01:45

Das weltweit führende Gesundheitsunternehmen Johnson & Johnson, Entdecker des Medikamentes Etomidat, äußerte sich zu der bevorstehenden Hinrichtung
Janssen, eine Abteilung von Johnson & Johnson, entdeckte das Medikament Etomidat in den 60er Jahren, verwendete es aber selbst nicht, während andere Unternehmen es aber herstellten.
„Wir nehmen es nicht einfach hin, dass unsere Medikamente für Hinrichtungszwecke verwendet werden,“ so Janssen in einem Statement am 22. August 2017, zwei Tage vor der Hinrichtung von Mark James Asay.
Janssen entdecke und entwickle medizinische Innovationen, um Leben zu retten und die Lebensqualität zu steigern. Keine Unterstützung sei zu erwarten, wenn die Medizin für Zwecke eingesetzt würde, die nicht von einer offiziellen Stelle wie der US Food and Drug Administration genehmigt worden sei.

Es ist das erste Mal, dass ein Medikament für den Zweck der Hinrichtung mit dem Unternehmen Johnson & Johnson in Verbindung gebracht wurde. Die Firma hatte sich zuvor noch nie zu dem Thema geäußert.
Florida hatte den Hersteller und Lieferanten von Etomidat bislang nicht veröffentlicht. Denn dieses Medikament wird von vielen Unternehmen hergestellt, beispielsweise Pfizer und Mylan. Etomidat ist ein Hypnotikum, welches in der Anästhesiologie zur Einleitung einer Narkose verwendet wird.

Viele Medikamentenhersteller verweigern die Herstellung oder Verwendung ihrer Medikamente für solche Zwecke und haben in der Vergangenheit die Zusammenarbeit mit den Gefängnisbehördern verweigert. Aufgrund dessen entstanden vielen Bundesstaaten wie beispielsweise Utah Probleme, da sie die für die Hinrichtungen nötigen Medikamente nicht mehr beschaffen konnten.
initiative-gegen-die-todesstrafe.de
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