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Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

Die weltweite Gefahr im Focus.
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sweetdevil31
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Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 16. Dez. 2016, 13:46

Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

16.12.2016, 13:25 Uhr
Eineinhalb Wochen nach dem Fund einer Nagelbombe im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen steht ein zwölf Jahre alter Junge unter Verdacht, einen Anschlag geplant zu haben.
Bild nicht mehr vorhandenNach "Focus"-Angaben soll der Junge am 26. November versucht haben, den Sprengsatz auf dem Weihnachtsmarkt zu zünden.
Die Bundesanwaltschaft bestätigte heute Ermittlungen wegen des Bombenfundes, machte aber zunächst keine näheren Angaben. Das Magazin "Focus" berichtete, nach Erkenntnissen der Ermittler sei der Junge stark religiös radikalisiert und könnte von einem unbekannten Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angestiftet oder angeleitet worden sein.

Der strafunmündige Zwölfjährige soll laut "Focus" am 26. November versucht haben, den Sprengsatz auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zu zünden. Das Magazin beruft sich auf Angaben der Justiz- und Sicherheitsbehörden. Der Sprengsatz habe aber nicht gezündet. Am 5. Dezember habe der Junge den in einem Rucksack versteckten Sprengsatz - ein mit Sprengpulver gefülltes Konservenglas - dann in einem Gebüsch nahe dem Rathaus deponiert.

Die genauen Hintergründe der Tat und die Gefährlichkeit des verwendeten Materials waren zunächst unklar. Der Zwölfjährige wurde in Ludwigshafen geboren und wohnte dort auch während der Vorfälle. Das sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Hubert Ströber. Wegen des Umfeldes des Kindes habe er die Bundesanwaltschaft informiert, auch das Jugendamt sei eingeschaltet.

Angaben des "Focus", wonach Spezialisten nach der Entdeckung eines mit Pulver gefüllten Konservenglases am 5. Dezember einen Teil der "hochbrisanten Mischung" gesprengt hätten, bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt nicht. "Die Polizei hat aus diesem Glas Substanz entnommen und entzündet. Und sie war brennfähig", sagte Ströber. Es gehe aber nicht aus den Akten hervor, wie sich das Pulvergemisch verhalten hätte, wenn es im Glas entzündet worden wäre.

Die Staatsanwaltschaft selbst sehe von Ermittlungen gegen das strafunmündige Kind ab, das sowohl die deutsche als auch die irakische Staatsbürgerschaft habe, sagte Ströber. Der Zwölfjährige befindet sich nach Angaben der Stadt Ludwigshafen in einer geschützten Einrichtung.

Die Bundesregierung ist alarmiert über den Verdacht. "Das ist natürlich eine Meldung, die jeden aufschrecken lässt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Weiter wolle er sich zu dem Fall nicht äußern. Er sagte: "Ich halte es für das Richtige, den Generalbundesanwalt ermitteln zu lassen."

Ein Sprecher des Bundesjustizministeriums sagte, nur weil jemand nicht strafmündig sei, bedeute dies noch lange nicht, "dass keine Strafbarkeit vorliegt".

Bereits nach dem Fund am 5. Dezember hatte die Polizei mitgeteilt, ein Zwölfjähriger stehe im Verdacht, das Glas in der Nähe des Rathaus-Centers abgelegt zu haben. Das Center ist ein 1979 eröffnetes Hochhaus, in dem das Rathaus und ein Einkaufszentrum untergebracht sind. Wegen der Tasche waren damals der Bereich rund um das Center sowie eine Bundesstraße zeitweise gesperrt worden.

Experten des Landeskriminalamtes fanden heraus, dass das Material, das sich in dem Glas befand, aus Feuerwerkskörpern und Wunderkerzen gewonnen wurde. Nach damaligen Polizeiangaben war es zwar brennbar, konnte aber nicht explodieren. Der "Focus" schreibt nun von einem Rucksack mit einer selbst gebauten Zündvorrichtung.

Weihnachtsmärkte waren schon zuvor potenzielle Anschlagsziele: Im Dezember 2000 fasste die Frankfurter Polizei mehrere Islamisten, die mit einer Kochtopf-Bombe möglichst viele "Ungläubige" auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt töten wollten. Die Mitglieder der in zwei Frankfurter Wohnungen ausgehobenen Terrorzelle wurden in Frankfurt und in Paris zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt. Für den Anschlag sollte ein mit Sprengstoff gefüllter Dampfkochtopf eingesetzt werden. Eine Katastrophe sei "in letzter Minute" abgewendet worden", hieß es damals aus Kreisen der Ermittler.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 16. Dez. 2016, 18:43

Terror-Experte: Zwölfjähriger wohl "ferngesteuert"

16.12.2016, 17:23 Uhr
Im Internet "könnte der Junge mit einem Rekruteur in Syrien in Kontakt gekommen sein, der ihn gewissermaßen über Messengerdienste in Echtzeit ferngesteuert hat", erklärt Peter Neumann vom King's College in London. Der IS sei so schon in der Vergangenheit mit jungen Menschen verfahren. Über verschlüsselte Messengerdienste können zum Beispiel per Mobiltelefon Nachrichten ausgetauscht werden.
Wie in Hannover, Ansbach und Würzburg

"Das hatten wir ja auch schon in Hannover gesehen Anfang des Jahres, auch in Ansbach und Würzburg", so der deutsche Radikalisierungsforscher. Die Vorgehensweise, Attentäter quasi in Echtzeit über diese Messengerdienste zu steuern, sei eine recht neue Vorgehensweise.

Der "Focus" berichtet über Erkenntnisse der Ermittler, die von einer starken religiösen Radikalisierung ausgehen und ebenfalls den Verdacht haben, der Zwölfjährige könnte von einem unbekannten Mitglied des IS angestiftet oder angeleitet worden sein. Der strafunmündige Junge befindet sich nach Angaben der Stadt Ludwigshafen inzwischen in einer geschützten Einrichtung. Deswegen gehe von ihm keine Gefahr aus, sagte Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) auf einer Pressekonferenz.

Das Alter des Verdächtigen verblüfft den Terrorismusexperten Neumann nicht: "Es ist schon ungewöhnlich, einen Zwölfjährigen zu sehen, aber es ist keine vollkommene Überraschung. Denn wir wissen, dass der Islamische Staat zum Beispiel auch sehr, sehr junge Rekruten hat. In Deutschland war der jüngste Syrien-Kämpfer 13 Jahre alt."
(...)
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 17. Dez. 2016, 21:33

Der Terrorismus bei uns erreicht eine neue Qualität. Mir graut schon vor den Weihnachtsfeiertagen und der Silvesternacht und hoffe, dass nichts geschieht. Mehr kann ich dazu noch gar nicht sagen.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#4

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Sa, 17. Dez. 2016, 21:57

Dass die Gefahr eher größer als kleiner wird, war eh abzusehen. Bisher ist im deutschsprachigen Raum noch verhältnismäßig wenig passiert. Die Feriertage Weihnachten und Sylvester wird es sicher gefährlich vor allem bei Massenveranstaltungen. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen.
Aber alleine schon, dass sich davor gefürchtet wird, ist ja schon, was die wollen.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 17. Dez. 2016, 22:35

Das stimmt, @Jason Darkstone. Mal abgesehen von all den Vergewaltigungen und sonstigen Übergriffen eigentlich erstaunlich, dass die bislang und in dieser Hinsicht bei uns erfolglos sind. Überall auf der Welt kracht es hingegen an allen Ecken und Enden.
Ich selbst mache mir keine Sorgen um mich. Dafür habe ich schon zuviel erlebt und überstanden. Aber ich bin mit meinem Töchterchen unterwegs und was das betrifft... na ja... "Schiss", dass ihr etwas geschehen könnte, wäre noch weit untertrieben.
Es ist eben doch ein Unterschied, wie es jemanden erwischen könnte. Selbst dann, wenn das Ergebnis das gleiche wäre.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#6

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Sa, 17. Dez. 2016, 22:43

@Salva
Ist ja auch verständlich, dass man sich um Kinder größere Sorgen macht.
Und die Sorge ist ja auch nicht unberechtigt, auch wenn ich hoffe, dass wieder nichts dergleichen passiert.
Ich hatte voriges Jahr vor den Feiertagen schon kein gutes Gefühl und dann waren es "nur" die Übergriffe, wobei das ja auch alles andere als harmlos war.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#7

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 17. Dez. 2016, 23:05

Siehst du, @Jason Darkstone? Obwohl wir uns ausgiebig und intensiv mit Kriminalität und allem was dazugehört beschaftigen und demnach eigentlich wissen sollten, wie wir uns zu verhalten haben, können wir uns trotzdem nicht gegen solche Ängste oder Bedenken wehren. Selbst wenn ich die Wahrscheinlichkeit, dass es gerade uns erwischen könnte, bedenke, beruhigt das Ergebnis nicht unbedingt. Das es sich vor einem Jahr "nur" um sexuelle Übergriffe und Diebstähle handelte, empfinden wir sogar als eine gewisse Erleichterung! Das zeigt, dass wir uns verändern. Ob wir nun wollen oder nicht.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#8

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Sa, 17. Dez. 2016, 23:23

Salva hat geschrieben:Obwohl wir uns ausgiebig und intensiv mit Kriminalität und allem was dazugehört beschaftigen und demnach eigentlich wissen sollten, wie wir uns zu verhalten haben, können wir uns trotzdem nicht gegen solche Ängste oder Bedenken wehren. Selbst wenn ich die Wahrscheinlichkeit, dass es gerade uns erwischen könnte, bedenke, beruhigt das Ergebnis nicht unbedingt. Das es sich vor einem Jahr "nur" um sexuelle Übergriffe und Diebstähle handelte, empfinden wir sogar als eine gewisse Erleichterung! Das zeigt, dass wir uns verändern. Ob wir nun wollen oder nicht.
Klar, wir verändern uns, was daran liegt, dass die Welt sich verändert und zwar rasant.
Gerade was Sicherheitsgefühl und ähnliches betrifft...
Aber ich denke, dass sich Ängste und Bedenken nicht verringern, weil man informiert ist. Da sind wahrscheinlich Menschen sorgloser, die denken, dass schlimme Dinge "eh nur da unten" passieren.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#9

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 17. Dez. 2016, 23:58

@Jason Darkstone
Letzten Sonntag hatte ich meine Mutter zum Mittagessen in eine Gaststätte eingeladen, wie die bei uns auf dem Land eben so üblich sind. Weil der eigentliche Gastraum schon relativ voll war, hat die Bedienung die Schiebetür zum Nebenraum geöffnet und wir nahmen am Tisch ganz hinten Platz. Meine Mutter hatte den Rücken an der Wand, das Nebenzimmer und den gesamten Gastraum im direkten Blickfeld. Ich saß ihr gegenüber. Das ich mich immer wieder umdrehte wurde mir erst so richtig bewusst, als mich meine Mutter explizit darauf ansprach. Da wurde mir dann ganz schnell klar, dass ich mich umsetzen musste.
Weißt du Jason, ich habe viele Jahre gebraucht, bis ich mich in Restaurants oder Eiscafe's an Tische setzen konnte, wo ich keine massive Wand, sondern andere Menschen im Rücken hatte. Letzten Sonntag wurde mir bewusst, dass diese Zeit vorbei ist und ich wieder dort bin, wo ich schon einmal war. Warum? Weil ich über "Info's" verfüge, die mich zwar nicht unverwundbar machen aber zu Handlungen zwingen, die die Wahrscheinlichkeit, dass es mich erwischt, ein wenig mindert. Natürlich ist diese Gaststätte in diesem kleinen Nachbardorf alles andere als ein Kriegsgebiet oder Brennpunkt, aber erzähl' das mal meinem Unterbewusstsein! Hätte ich mich nicht umgesetzt, wäre ich irgendwann aufgestanden und gegangen.
Jason Darkstone hat geschrieben:Klar, wir verändern uns, was daran liegt, dass die Welt sich verändert und zwar rasant.
Gerade was Sicherheitsgefühl und ähnliches betrifft...
Aber ich denke, dass sich Ängste und Bedenken nicht verringern, weil man informiert ist. Da sind wahrscheinlich Menschen sorgloser, die denken, dass schlimme Dinge "eh nur da unten" passieren.
... sehe ich also mit etwas anderen Augen.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#10

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » So, 18. Dez. 2016, 00:08

@Salva
Ja, wenn man alles, was in einem so abläuft immer steuern könnte...
So wie in deinem Fall kenne ich das bei mir persönlich zwar nicht, aber ich beobachte, vor allem bei Großveranstaltungen meine Umgebung auch immer ziemlich genau. Und nicht nur was mich oder meine Angehörigen betrifft, sondern oft auch Kinder von Fremden, wenn irgend jemand Außenstehender Kontakt aufnimmt und dei Eltern gerade nicht acht geben, etc.
Also auch überzogen, aber so ist es halt...
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#11

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 18. Dez. 2016, 00:40

Das ist interessant, weil du eben keine einschlägigen Erfahrungen gemacht hast, @Jason Darkstone. Woher also kommt diese Umsicht? Oder doch Vorsicht? Ich wette, weil du darüber liest und schreibst und dir der Rest der Menschheit auch nicht egal ist.
Jason Darkstone hat geschrieben:Und nicht nur was mich oder meine Angehörigen betrifft, sondern oft auch Kinder von Fremden, wenn irgend jemand Außenstehender Kontakt aufnimmt und dei Eltern gerade nicht acht geben, etc.
Genau das trifft auch auf mich zu. Ständig die Augen in Bewegung und die Sinne geschärft. Ist manchmal lästig, aber so ist es halt... Überzogen? Manchmal auch das. Jedenfalls denkt meine Mutter nach wie vor, dass mir ein weiblicher Gast ganz besonders gefallen hat und ich lasse sie mal in diesen Glauben :) Was sollte ich ihr denn sonst erzählen.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#12

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » So, 18. Dez. 2016, 09:36

Salva hat geschrieben:Woher also kommt diese Umsicht? Oder doch Vorsicht? Ich wette, weil du darüber liest und schreibst und dir der Rest der Menschheit auch nicht egal ist.
Irgendwie eine Mischung aus allem. Wahrscheinlich.

Hast du nicht mal geschrieben, dass du Soldat warst? Hängt bei dir vielleicht auch damit zusammen. Diese taktische Bereitschaft immer den Überblick zu haben und Gefahren zu erkennen. Und es ist ja grundlegend mal nichts Schlechtes. Und dann natürlich, dass du dich ständig mit Kriminalistik beschäftigst.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#13

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 18. Dez. 2016, 12:29

Jason Darkstone hat geschrieben:Irgendwie eine Mischung aus allem. Wahrscheinlich.
Bestimmt sogar. So wie ich dich kennen und schätzen gelernt habe :Y:
Jason Darkstone hat geschrieben:Hast du nicht mal geschrieben, dass du Soldat warst? Hängt bei dir vielleicht auch damit zusammen. Diese taktische Bereitschaft immer den Überblick zu haben und Gefahren zu erkennen. Und es ist ja grundlegend mal nichts Schlechtes. Und dann natürlich, dass du dich ständig mit Kriminalistik beschäftigst.
Ja. Diese "Ära" bestimmt mein Leben und hat mich in gewisser Hinsicht auch sehr verändert. Und mit der Kriminalität beschäftige ich mich wohl auch deshalb, weil die Grenzen oft miteinander verschmelzen und auch da Menschen verletzt oder getötet werden. Irgendwann habe ich dann die Frage nach dem technischen Wie mit der nach dem psychologischen Warum getauscht und wenn erst mal einigermaßen klar ist, was Menschen zu solchen kriminellen Taten oder barbarischen Kriegshandlungen treibt, dann kann man sich gegen diese "taktische Bereitschaft" nicht mehr wehren. Vor allem nicht, wenn man in diesem Bereich exzellent ausgebildet wurde. Schon irre, wie leicht und dauerhaft sich gewisse Dinge in die Seele brennen lassen...
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#14

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 19. Dez. 2016, 15:54

Ministerin äußert sich zum mutmaßlichen Anschlagsversuch

19.12.2016, 15:38 Uhr
Einen ähnlichen Fall wie den mutmaßlichen Anschlagsversuch eines Kindes in Ludwigshafen hat es nach Angaben der rheinland-pfälzischen Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) bislang im Bundesland nicht gegeben. "Dass von einem Zwölfjährigen offenbar radikalisierten Jugendlichen mutmaßlich eine konkrete Gefahr ausgeht ist in Rheinland-Pfalz bisher ein absoluter Einzelfall." Die Interventions- und Präventionsstellen des Landes müssten sich darauf einstellen, dass auch Kinder vom sogenannten Islamischen Staat (IS) angeworben werden. Die Islamisten sprächen zum einen Jugendliche und Kinder an und zum anderen auch immer mehr Frauen.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#15

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 17. Jan. 2017, 14:09

Anschlagsplan: Unterbringung von Zwölfjährigem angeordnet

17.01.2017, 13:39 Uhr
Nach einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt ist ein Zwölfjähriger auf richterlichen Beschluss hin in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht worden.
Das teilte das rheinland-pfälzische Familienministerium am Dienstag in Mainz mit. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet. Der vermutlich religiös radikalisierte Deutsch-Iraker soll am 26. November zunächst vergeblich versucht haben, ein mit Sprengpulver gefülltes Konservenglas zu zünden. Am 5. Dezember soll er es in einer Tasche nahe dem Rathaus deponiert haben, wo es entdeckt wurde. Dabei wurde er gefasst.

Das Ministerium wies darauf hin, dass Kinder unter 14 Jahren strafunmündig sind. "In den Fällen greifen die Instrumentarien der Kinder- und Jugendhilfe, um erzieherisch auf das Kind einzuwirken und Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe zu unterstützen." Eine geschlossene Unterbringung sei grundsätzlich möglich, allerdings brauche es dazu in einem Rechtsstaat wie Deutschland "immer einen familienrichterlichen Beschluss, welcher hier vorliegt". Dass der Junge in einer geschlossenen Einrichtung ist, hatte auch die Tageszeitung "Die Rheinpfalz" berichtet.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#16

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 1. Mär. 2017, 17:31

Terrorverdächtiger Junge verlässt geschlossene Einrichtung

01.03.2017, 16:40 Uhr
Drei Monate nach Hinweisen auf einen geplanten Anschlag in Ludwigshafen ist der 13-jährige Verdächtige nicht mehr in einer geschlossenen Einrichtung.
Das rheinland-pfälzische Familienministerium bestätigte am Mittwoch, dass der Junge aufgrund eines richterlichen Beschlusses den Ort verlassen habe, an dem er seit Dezember untergebracht gewesen sei. Gegen diesen Beschluss des Familiengerichts habe die Stadt Ludwigshafen allerdings Beschwerde eingelegt.

Nun suchen die Behörden in Rheinland-Pfalz nach einer langfristigen Lösung für die Unterbringung des 13-Jährigen, der einen Bombenanschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant haben soll. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) teilte in Mainz mit, das Familien-, Justiz- und Bildungsministerium stünden dazu mit dem Landesjugendamt und dem Landeskriminalamt im Gespräch.

Zuständig für die Betreuung des Jugendlichen ist das Jugendamt von Ludwigshafen. Im LKA hieß es: "Wir treffen die in solchen Fällen erforderlichen polizeilichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr."
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#17

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 3. Mär. 2017, 19:01

Mutmaßlicher Bombenbauer wird außerhalb untergebracht

03.03.2017, 14:40 Uhr
Der 13 Jahre alte Junge, der einen Bombenanschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant haben soll, ist nach nur wenigen Tagen nicht mehr bei seiner Familie.
Wie das Ludwigshafener Rathaus mitteilte, wurde der Junge vorläufig außerhalb der Stadt untergebracht. Gemeinsam mit seiner Familie, Fachämtern und Behörden von Stadt und Land habe sich die Stadt für eine solche Übergangslösung entschieden. Sie solle dem Schutz- und Sicherheitsbedürfnis sowohl der Öffentlichkeit als auch des Kindes und der Familie Rechnung tragen. Eine intensive pädagogische Betreuung des Jungen sei gewährleistet.

Der in Ludwigshafen geborene Junge ist wegen seines Alters strafunmündig. Er war zunächst in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht. Nach einem Gerichtsbeschluss verließ er die Einrichtung wieder. Dagegen hatte das Ludwigshafener Jugendamt Beschwerde beim Oberlandesgericht Zweibrücken eingelegt. Mit einer Entscheidung rechnet die Stadt in der kommenden Woche.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#18

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 4. Mär. 2017, 00:47

Eine intensive pädagogische Betreuung des Jungen sei gewährleistet.
Was tut man mit einem erst 13-Jährigen, der derart stark religiös radikalisiert werden konnte, dass er einen Bombenanschlag verüben wollte? Wie konnte es überhaupt dazu kommen? Welche Rolle spielt dabei die Familie?
Als sehr bedenklich empfinde ich es auch, dass der Junge per Gerichtsbeschluss zunächst in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen wurde und dann durch einen neuen Beschluss wieder entlassen werden musste und sogar nach Hause durfte. Irgendwo ist da ein Fehler im System.
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Re: Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#19

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 22. Mär. 2017, 06:07

Minderjähriger Terrorverdächtiger: geschlossene Einrichtung

21.03.2017, 16:38 Uhr
Der 13-jährige Terrorverdächtige aus Ludwigshafen wird in einer geschlossenen Einrichtung der Jugendhilfe untergebracht.
Das entschied das zuständige Familiengericht am Dienstag in nicht-öffentlicher Sitzung. Damit sei ein Antrag der Eltern des Jungen genehmigt worden. Der damals erst Zwölfjährige steht im Verdacht, im vergangenen Jahr einen Anschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant zu haben.

Der noch strafunmündige Junge war zunächst mit Zustimmung der Eltern befristet in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht worden. Nun sei ein kinder- und jugendpsychologisches Gutachten eingeholt und der 13-Jährige befragt worden, erklärte das Gericht. Die Entscheidung gelte für ein Jahr.

Die Jugenddezernentin von Ludwigshafen, Cornelia Reifenberg, hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass nach langem Suchen ein freier Träger der Jugendhilfe für die pädagogische Betreuung gefunden worden sei. Es sei vorstellbar, dass dies zu einer langfristigen Lösung führen könne, sagte Reifenberg. Bundesweit sei zuvor erfolglos bei rund 100 Trägern der Kinder- und Jugendhilfe nach einer Unterbringung gesucht worden.
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Ludwigshafen: Zwölfjähriger plante angeblich Anschlag auf Weihnachtsmarkt

#20

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 25. Okt. 2017, 11:25

25.10.2017

Wie geht es dem Jungen heute?
Der Junge, der im November vergangenen Jahres eine selbst gebastelte Bombe auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt deponierte, hat sich nach Einschätzung des zuständigen Jugendamts inzwischen verändert. "Damals vermied er jeden Blickkontakt, gab nicht die Hand, schaute auf den Boden. Er war ein verstocktes Kind, das weder auf mich noch auf meine Kollegen reagierte", sagt Jürgen May, Leiter des Jugendamts Ludwigshafen, demstern. "Nun berichten mir die Kollegen, dass er viel offener geworden ist, dass er gern kocht, dass er auf sein Aussehen achtet wie jeder Teenager und schlanker werden will." Die Ludwigshafener Jugenddezernentin Cornelia Reifenberg sagt: "Wir haben Anlass zur Hoffnung, dass er wieder Kind sein kann."
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Jugenddezernentin Reifenberg fordert im Gespräch mit dem sterneine spezielle Einrichtung für Kinder unter Terrorverdacht. "Wir brauchen pro Bundesland mindestens zwei Plätze für solche Kinder, die beispielsweise an eine Kinder- und Jugendpsychiatrie oder eine Jugendhilfeeinrichtung angegliedert werden." Bund und Länder müssten Lösungen erarbeiten. "Momentan ist das Land nicht bereit, einen einzigen Euro zu investieren, auch nicht in diesem Fall."
Wieviele solcher Kinder gibt es denn, wenn die Dezernentin mindestens zwei Plätze pro Bundesland fordert und warum? Weise Voraussicht oder doch handfeste Kenntnisse über radikale Kids?
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