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Waldkraiburg: Kurde (25) gesteht Anschläge gegen türkische Geschäfte

Die weltweite Gefahr im Focus.
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Salva
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Waldkraiburg: Kurde (25) gesteht Anschläge gegen türkische Geschäfte

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 10. Mai. 2020, 18:42

10. Mai 2020: Vier Geschäfte türkischstämmiger Inhaber sind in Waldkraiburg Ziel von Anschlägen geworden. Ein 25-Jähriger hat die Taten nun gestanden, nachdem die Polizei ihn am Bahnhof in Mühldorf festgenommen hatte.

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Ein Brandermittler in der Ruine eines attackierten türkischen Geschäftes in Waldkraiburg.
Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild dpa/AZ
Mühldorf am Inn - Der Mann, der am Freitagabend von der Polizei am Bahnhof von Mühldorf am Inn festgenommen worden ist, hat den Brandanschlag sowie die drei Sachbeschädigungen gegen türkische Geschäfte und Lokale gestanden. Das hat die Polizei bei einer Pressekonferenz am Sonntag berichtet.

Nachdem der Mann wegen einer fehlenden gültigen Fahrkarte von der Polizei kontrolliert wurde, konnten die Beamten mehrere Rohrbomben im Gepäck des Täters feststellen. Nach der Festnahme wurden auf Hinweise des Täters hin zwei Gebäude in Waldkraiburg, sowie eine Tiefgarage in Garching an der Alz kontrolliert. Da es Hinweise auf gefährliche Gegenstände gab, wurden die Personen in den Gebäuden sowie im Umkreis evakuiert. Bei den Durchsuchungen wurden weitere Rohrbomben, sowie in der Wohnung des Täters eine scharfe Pistole sowie diverse beweiserhebliche Gegenstände gefunden.

Täter bezeichnet sich als IS-Anhänger

Bei dem Täter handelt es sich um einen deutschen Staatsbürger mit türkischen Wurzeln. Wie die Polizei berichtet hatte der Täter laut seinen eigenen Angaben weitere Anschläge in nächster Zukunft bereits geplant. Sein Motiv war laut dem Täter ein Hass auf türkische Mitbürger, dessen Ursache er nicht weiter beschreibt. Mit den Taten wollte er diesen Hass befriedigen. Er bezeichnet sich selber als Anhänger des Islamischen Staates.

Vor den Taten war der 25-Jährige nur geringfügig straffällig geworden. Laut Polizei hatte er Streit mit seinen Eltern, die ihn von seiner Entwicklung zur islamisch-radikalen Gesinnung abbringen wollten. Gegen den Täter wurde Haftbefel erlassen. Die Polizei ermittelt, ob es Mittäter oder Mitwisser gab.

Seit April kam es in Waldkraiburg zu vier Anschlägen auf türkischstämmige Geschäfte. Bei dem Brandanschlag auf einen Gemüseladen wurden sechs Personen verletzt.
Quelle: AZ
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Duchonin
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Waldkraiburg: Kurde (25) gesteht Anschläge gegen türkische Geschäfte

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » So, 10. Mai. 2020, 22:19

Immer diese rechtsradikalen Kurden.
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Waldkraiburg: Kurde (25) gesteht Anschläge gegen türkische Geschäfte

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 3. Mär. 2021, 17:46

Mi, 3. März 2021 | München/Waldkraiburg: Ein ganzer Ort in Angst, wochenlang. Zunächst wurden Rechtsextreme hinter den Anschlägen auf türkische Geschäfte vermutet. Dann kam heraus: Es war Muharrem D. (26.).

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Der angeklagte Extremist Muharrem D. (re.) verbirgt sein Gesicht zu Prozessbeginn hinter einem Blatt Papier. Im Hintergrund einer seiner Verteidiger, Matthias Bohn.
Foto: SVEN HOPPE/AFP / Bild
Jetzt steht der Deutsch-Türke vor Gericht. Die Generalbundesanwaltschaft wirft dem IS-Symphatisanten versuchten Mord in 31 Fällen, schwere Brandstiftung sowie geplante Terrorakte vor. Er hatte weitere Anschläge auf Moscheen und Imame geplant. Seine Vorgehensweise: Immer wieder hatte er Buttersäure auf Geschäfte geschleudert, einen Friseurladen und mehrere Imbisse.

„Man würde es ihm nicht zutrauen“, sagt Franz Freimuth (25). Der Elektrounternehmer gehört zu den 26 Bewohnern des Waldkraiburger Hauses, auf das Muharrem D. (26) im April 2020 einen Brandanschlag verübt hatte. Der Geschädigte Freimuth erzählt über die Nacht: „Es war alles voller Rauch, wir konnten noch über die Tiefgarage flüchten. Wir haben unsere Bleibe verloren.“

Ernsthaft verletzt wurde niemand. Muharrem D. plante jedoch weitere massive Attacken. „Ich wollte türkische Moscheen angreifen. Sie sollten weg. Das war meine Überzeugung damals“, erklärte er. Imame habe er laut Anklage mit einer halbautomatischen Pistole erschiessen wollen.

Sein Motiv: „Türkenhass“. Dabei ist D. selbst türkischer Abstammung, hat aber einen deutschen Pass. Ausgelöst hatte seinen irrationale Abscheu die Terrormiliz Islamischer Staat (IS, Anm. d. Red.), die aufgrund der scharfen Gangart der türkischen Regierung gegen den IS im Internet vermehrt Hetzvideos gegen die Türkei veröffentlicht.
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Muharrem D. (26) zeigte sich vor Gericht voller Reue. Er hat selbst türkische Wurzeln.
Foto: PRIVAT / Bild
Muharrem D. hatte sich bereits im Alter von 16 Jahren durch den Konsum von Youtube-Videos radikalisiert. So kam er auf seine wirren Theorien: „Ich schaute Enthauptungsfilme. Darin hieß es, Türken seien grauenvoll. Ihre Moscheen predigten gegen den Islam. Man müsste sie vernichten." Und weiter: „Ich war im Tunnel, keine Freunde, keine Familie, es gab nur noch den IS.“
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Diese selbstgebauten Rohrbomben fanden Polizisten im Gepäck von Muharrem D. bei seiner Festnahme.
Foto: Polizei / Bild
Aus den Videos stammten die Anleitungen für den Bombenbau. Die explosiven Stoffe kaufte D. im Internet und in Baumärkten. „Ich bereue die letzten Jahre.“ Im Mai 2020 wurde Muharrem D. mit zehn Rohrbomben und 23 Kilo Sprengstoff aufgegriffen, sitzt seitdem in U-Haft. In seiner Wohnung und seinem Versteck wurde weiteres explosives Material gefunden. Insgesamt 23 Rohrbomben und rund 45 Kilo Sprengstoff. Allein die Zünder fehlten dem Attentäter noch zur Verwirklichung seiner Pläne.

44 Verhandlungstage sind angesetzt. Muharrem D. drohen mehrere Jahre Haft. Die Verteidiger Christian Gerber und Matthias Bohn wollen aufzeigen, „dass eine psychische Erkrankung maßgeblich zu den Plänen geführt hat“.
Quelle: Bild
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