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Düsseldorf: Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen

Die weltweite Gefahr im Focus.
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Eagle
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Düsseldorf: Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen

#1

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mi, 20. Jan. 2016, 16:09

Nils D., Salafist und Mitglied der IS, reiste im Oktober 2013 nach Syrien, arbeitete in einem IS-Gefängnis und jagte in einer IS-Spezialeinheit in Syrien, Deserteure. Nach 13 Monaten kehrte Nils D. nach zu seiner Mutter nach Dinslaken zurück. Auslöser dafür könnte der Tod seines Cousins Philipp B. sein, der sich nahe Mossul in die Luft gesprengt hatte und bis zu 20 Menschen dabei umbrachte. Nils D. muss sich nun vor Gericht verantworten, zeigt sich kooperativ.
Bild nicht mehr vorhandenWir werden trotz der weltweiten Koalition siegen": Ein Plakat des IS in Syrien.
(...) Der Weg von Nils D. vom Außenseiter zum Gotteskrieger ist der einer klassischen Radikalisierung. In der Schule wird er Berichten zufolge oft gehänselt. Bereits als 15-Jähriger wird er Vater, eine Ausbildung zum Mechaniker bricht er ab, er hat Drogenprobleme, ist vorbestraft und findet keinen Job. Erst als er sich seinem älteren Cousin, dem Pizzaboten Philip Bergner, anschließt, bekommt sein Leben offenbar eine Richtung. Der Cousin führt ihn in den Kreis der "Lohberger Gruppe" ein, rund 25 Salafisten, die sich in den Jahren 2011 bis 2013 regelmäßig im Büro eines Bildungsvereins treffen - Tür an Tür mit dem Integrationsbeamten der Stadt Dinslaken(...)
Nils D. erhält, so heißt es beim Fachblog "Ojihad", ein eigenes Auto, ein AK-47-Sturmgewehr, ein M-16-Sturmgewehr und eine Browning. Wie alle Mitglieder des Trupps bekommt er offenbar auch eine bessere Bezahlung, Boni sowie einen Teil der Beute nach der Eroberung von Mossul.
Erschießungen auf einem "Hinrichtungsmarktplatz"
(...) Am Abend des 10. Januar 2015 schlagen die Ermittler eines Mobilen Einsatzkommandos zu, stoppen Nils D. in seinem silberfarbenen Polo und nehmen in fest. Am nächsten Tag steht er vor einem Haftrichter der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.
n-tv


Bild nicht mehr vorhandenAus den Vergessenen von Dinslaken wurden Islamisten: Die "Lohberger Brigade" in Syrien.
tagesschau



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Re: Düsseldorf Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 22. Jan. 2016, 06:22

Vor Gericht
„Terrorist von nebenan“ verrät seine alten Freunde

21.01.16, 23:08 Uhr
Bild nicht mehr vorhandenNils D. versteckte sein Gesicht hinter einem Aktendeckel. Er wirkte wie ein ganz normaler, junger Mann. Nicht wie ein IS-Terrorist.

Am Mittwoch startete der Prozess gegen Ex-IS-Terrorist Nils D. Am Donnerstag verriet er seine alten Freunde.
Auf einem Satellitenfoto identifizierte Nils D. den Standort eines Camps der Islamisten-Miliz nahe der umkämpften syrischen Großstadt Aleppo. D.: „Auf dem Gelände gibt es einen Trainingsparcours, einen Schieß- und Hinrichtungsplatz sowie mehrere Bunker.“ Ja, er sei selbst Zeuge einer Hinrichtung geworden. Ein älterer Mann sei erschossen worden, weil ihn die IS-Leute für einen Spion hielten.

Einerseits gab er sich offen, redete über sein Leben in Syrien, andererseits relativierte er seine Verstrickung in die Machenschaften des IS. Er sei einfach seinen Freunden aus Lohberg gefolgt. Hätten die sich der Freien Syrischen Armee angeschlossen, wäre er ihnen dorthin gefolgt. Also nur aus Zufall beim IS?
...
Er sei auch deshalb so lange in Syrien geblieben, weil er seinen Cousin versorgt habe. Dem sei bei Kämpfen mit der Freien Syrischen Armee der halbe Kiefer weggerissen worden. „Ich war geschockt, wie der aussah und habe mich erst mal um ihn gekümmert.“ Seine ursprünglich geplante Rückkehr nach Deutschland habe er deshalb „abgehakt“.
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Re: Düsseldorf Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen

#3

Ungelesener Beitrag von Eagle » Fr, 22. Jan. 2016, 18:00

Deutscher Syrien-Rückkehrer berichtet vor Gericht von grausamen IS-Folterpraktiken

Nils D. gewährt bei Gericht Einblicke in die Foltermethoden des IS
Der mutmaßliche IS-Terrorist Nils D. hat vor Gericht über die Folterpraktiken der Terrormiliz Islamischer Staat berichtet. In einem Raum eines IS-Gefängnisses seien 20 Gefangene stundenlang an ihren auf den Rücken gefesselten Armen aufgehängt gewesen, sagte der 25-jährige Syrien-Rückkehrer am Freitag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Der Gefängnischef habe sie mit einem Stock geschlagen.
Außerdem seien Gefangene aufrecht in enge Kästen gesperrt worden, die nur Luftschlitze hatten. "Wie ein Spind waren die", sagte der Angeklagte. Die ständigen Schreie habe man bis ins Nachbarhaus gehört, wo er sich meist aufgehalten habe.
(...) Ein- bis zweimal im Monat seien Menschen auf dem Marktplatz hingerichtet worden. Er habe etwa zehn Hinrichtungen mitbekommen, sagte der Angeklagte. Einzelne Opfer seien mit einem Schwert von einem vermummten Henker, einem Tunesier, geköpft worden. "Die wurden aber nie komplett geköpft, der Kopf hing immer noch dran, und so haben sie sie ans Kreuz genagelt und an der Hauptstraße für einige Tage aufgestellt." Bei Hinrichtungen jubelten sie "Alluh akbar" (...)
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Re: Düsseldorf Nils D. vom "IS-Sturmtrupp" will bei Gericht aussagen

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 4. Mär. 2016, 11:24

Deutscher IS-Kämpfer zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

04. März 2016 11:16 Uhr

Mehr als ein Jahr hielt sich Nils D. in Syrien auf und arbeitete dort als Wachmann in einem IS-Gefängnis. Er war Zeuge von Folter und Mord. Nun ist im Prozess gegen den deutschen Konvertiten vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf das Urteil gefallen.
Bild nicht mehr vorhandenNils D. steht in Düsseldorf mit einem Aktenordner vor dem Gesicht im Gerichtsaal. Am Freitag wurde er zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt
Wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat das Oberlandesgericht Düsseldorf am Freitag den deutschen Konvertiten Nils D. zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der 25-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Dinslaken soll in Syrien einer Spezialeinheit des IS angehört haben, zu deren Aufgaben unter anderem die Festnahme von Deserteuren zählte.

D. hatte in dem Düsseldorfer Prozess ausführlich zu der Dschihadistenmiliz ausgesagt. Allerdings meldete die Vorsitzende Richterin während der Hauptverhandlung im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Gerichts Zweifel an, dass er sich tatsächlich vollständig vom IS gelöst hat.
Nils D. soll einer IS-Spezialeinheit angehört haben

D. soll von April bis November 2014 in die IS-Spezialeinheit eingebunden gewesen sein. Der Verurteilte hatte sich 2013 der Dinslakener Dschihadistengruppe "Lohberger Brigade" angeschlossen und hielt sich bis Ende 2014 in Syrien auf.
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