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Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

Die weltweite Gefahr im Focus.
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Finlule
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Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#1

Ungelesener Beitrag von Finlule » Di, 19. Jul. 2016, 17:36

WÜRZBURG. Nach der Axt-Attacke in einem Regionalzug bei Würzburg haben Ermittler Hinweise auf einen möglichen islamistischen Hintergrund des erschossenen Täters entdeckt. „Bei der Durchsuchung seines Zimmers ist auch eine handgemalte IS-Flagge gefunden worden“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. In der Nacht hatte Herrmann mitgeteilt, dass der 17-jährige Flüchtling aus Afghanistan laut einer Zeugenaussage einen „islamischen Ausruf“ gemacht haben soll bevor die Polizei ihn erschoss. Dies sei aber noch nicht erwiesen.

Der Asylbewerber war am Montagabend mit einer Axt und einem Messer auf Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg-Heidingsfeld losgegangen. Vier Menschen wurden schwer und einer leicht verletzt. Mindestens zwei Menschen schwebten am Morgen noch in Lebensgefahr, wie Herrmann im Bayerischen Rundfunk und im ZDF-„Morgenmagazin“ mitteilte: „Wir hoffen, dass die Schwerverletzten überleben.“ Bei der Flucht aus dem Zug habe der Angreifer eine weitere Person verletzt.

„Er war (…) allein in dem Zug. Er hat allein die Taten begangen“, sagte Herrmann. Unter den Opfern im Zug sind vier Mitglieder einer Touristenfamilie aus Hongkong. 14 Menschen erlitten einen Schock. Die
Polizei erschoss den Angreifer als er flüchtete. Das bayerische Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Der Staatsschutz konzentriert sich darauf, das Motiv des Täters aufzuklären.

Den Ermittlungen zufolge war der Jugendliche vor etwa zwei Jahren als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen. Seit vergangenem Jahr war er als Asylbewerber registriert. Seit März war er in einem Heim im Landkreis Würzburg untergebracht, die letzten zwei Wochen in einer Pflegefamilie.

Nach Angaben der Bundespolizei hatten etwa 25 bis 30 Menschen in dem Regionalzug von Treuchtlingen nach Würzburg gesessen. Die Bahn war kurz vor dem Ziel, als der Angreifer losschlug. Als der Zug per
Notbremse stoppte, sprang er aus dem Zug und flüchtete.

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei, das zufällig wegen eines anderen Einsatzes in der Nähe gewesen war, nahm die Verfolgung auf. Als der Jugendliche auch auf die Einsatzkräfte losgegangen sei,
hätten diese das Feuer eröffnet, sagte Herrmann in der Nacht. Man wisse nicht, welche Pläne der Täter auf seiner Flucht noch verfolgt habe. Es sei nicht ausgeschlossen gewesen, dass er noch weitere
Menschen attackiert hätte. Deshalb sei es „gut und richtig“, dass die Polizei mit ihrem Vorgehen „weitere schreckliche Taten“ ausgeschlossen habe, sagte Herrmann.

Vier Verletzte gehörten zu einer Urlauberfamilie aus Hongkong. Der Vater (62) und die Mutter (58) einer Tochter (26) sowie deren Freund (30) wurden verletzt, wie die Deutsche Presse-Agentur in Hongkong erfuhr. Ein fünfter Mitreisender, der 17-jährige Sohn, sei unverletzt davon gekommen, berichtete eine amtliche Quelle, die nicht genannt werden wollte.

Der Hongkonger Regierungschef Leung Chun-Ying verurteilte den Angriff und sprach den vier Verletzten und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus. Repräsentanten der Hongkonger Wirtschaftsvertretung in Berlin besuchten die Opfer im Krankenhaus in Würzburg.

Der Vater und der Freund hätten versucht, die anderen Mitglieder in der Gruppe vor dem Angreifer zu schützen, berichtete die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“, die das Alter der Tochter und des Freundes etwas anders angab.

Der Flüchtlings-Helferkreis in Ochsenfurt hat sich
betroffen gezeigt über die Axt- und Messerattacke eines 17 Jahre
alten Afghanen in einem Regionalzug bei Würzburg. „Wir sind sehr nah dran an den Flüchtlingen und haben absolut nur Positives zu berichten“, sagte eine Sprecherin des Helferkreises am Dienstag.

Unter den mehr als 250 dort betreuten Flüchtlingen seien rund 60 unbegleitete Minderjährige. „Es gab bei uns noch niemals in irgendeiner Form einen Vorfall. Es ist ein sehr friedlicher und guter Umgang miteinander, deshalb sind wir alle entsetzt und traurig“, sagte die Sprecherin mit Blick auf einen islamistischen Hintergrund der Attacke. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Attacke
laut der ihr nahestehenden Nachrichtenagentur Amak für sich beansprucht.

Der Angreifer war nach ersten Erkenntnissen des bayerischen Innenministeriums vor etwa zwei Jahren als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen. Seit vergangenem Jahr war er als Asylbewerber registriert. Er habe seit einiger Zeit im Landkreis Würzburg gelebt, in einer Einrichtung in Ochsenfurt. Die letzten zwei Wochen habe er bei einer Pflegefamilie gewohnt.
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Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 20. Jul. 2016, 05:13

ISIS-Anschlag bei Würzburg (Axt-Attentäter)




Zug-Attentat bei Würzburg: PK der Staatsanwaltschaft Würzburg und der Polizei am 19.07.2016


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Re: Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 20. Jul. 2016, 05:19

Axt-Attentäter kündigte Tat an: "Werde Eure Schädel mit Äxten einschlagen"

19.07.2016, 21:13
Der Axt-Angriff in einem Regionalzug bei Würzburg hat nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler einen islamistischen Hintergrund. Der 17-jährige Täter aus Afghanistan habe sich an Nicht-Muslimen rächen wollen, die seinen Glaubensbrüdern Leid angetan hätten, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager.
Der auf der Flucht erschossene junge Mann sei mit dem vorgefassten Entschluss in den Zug gestiegen, ihm unbekannte „Ungläubige“ umzubringen. Der IS hatte wenige Stunden nach dem Attentat mit fünf Verletzten die Attacke für sich beansprucht. Außerdem wurde ein Bekenner-Video veröffentlicht, das den mutmaßlichen Attentäter vor der Tat zeigen soll. Die Behörden gehen davon aus, dass es authentisch ist. Darin sagt der mutmaßliche Angreifer: „Ich bin ein Soldat des Kalifats und beginne eine heilige Operation“.

Zudem hält er ein Messer in der Hand und erklärt weiter: „Wenn Gott will und ich Luft und Blut in meinem Körper habe, werde ich bis zum letzten Moment kämpfen. So Gott, will werde ich Euch mit diesem Messer abschlachten und Eure Schädel mit Äxten einschlagen.“

Tod von Freund als Auslöser?

Ein möglicher Auslöser für den Angriff könnte die Nachricht vom Tod eines Freundes in Afghanistan gewesen sein, glauben die Ermittler. Am vergangenen Samstag habe der 17-Jährige davon erfahren. Dies habe großen Eindruck auf ihn gemacht und ihn nachhaltig verändert, sagte Lothar Köhler vom bayerischen Landeskriminalamt. Der junge Mann habe danach sehr viel telefoniert. Mit wem, sei noch unklar, denn das Handy müsse erst noch ausgewertet werden.

Es gebe keine Beweise, dass der Täter sich bereits vor seiner Einreise am 30. Juni 2015 als Flüchtling nach Deutschland radikalisiert habe, so Ohlenschlager.

Vor allem eine Passage im Abschiedsbrief an seinen Vater untermauert die Vermutung, dass die Tat mit einer islamistischen Überzeugung in Verbindung gebracht werden muss. Der Jugendliche habe an seinen Vater geschrieben: „Jetzt bete für mich, dass ich mich an diesen Ungläubigen rächen kann und bete für mich, dass ich in den Himmel komme.“
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Re: Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 21. Jul. 2016, 00:21

Ein aktueller Überblick über die Fakten von Angelika Finkenwirth bei Die Zeit
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Re: Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#5

Ungelesener Beitrag von Eagle » Sa, 30. Jul. 2016, 13:11

Auszüge vom 28.07.2016
Der Attentäter von Würzburg kommunizierte offenbar bis unmittelbar vor seiner Tat mit einer Person im Nahen Osten. Laut Ermittlerkreisen bestand der Kontakt sogar noch wenige Minuten vor dem Axt-Angriff in einem Regionalzug. Näheres könne man aber noch nicht sagen, da die Kommunikation verschlüsselt stattfand, hieß es.
Auch der Attentäter von Ansbach hatte bis kurz vor seiner Tat Kontakte in den Nahen Osten. "Es hat offensichtlich einen unmittelbaren Kontakt mit jemandem gegeben, der maßgeblich auf dieses Attentatsgeschehen Einfluss genommen hat", hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch mitgeteilt.
Die Zeit

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Re: Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#6

Ungelesener Beitrag von Eagle » Sa, 6. Aug. 2016, 19:43

Das überrascht mich jetzt aber nicht wirklich.
Laut den Dokumenten war der 17-Jährige, der sich bei ungarischen Behörden als Afghane ausgab, am 25. Juni 2015 in Budapest als minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling registriert worden.
Attentäter hätte nicht einreisen dürfen
Laut Akte wiesen ihn die Beamten einem Kinderheim in Fót, unweit der ungarischen Hauptstadt, zu. Zuvor habe das ungarische Zuwanderungsamt in Budapest dem Asylbewerber Fingerabdrücke abgenommen und diese vorschriftsgemäß in die europäische Fingerabdruck-Datenbank eingespeist.

Schon kurze Zeit später aber verließ der Minderjährige die Unterkunft. Als der 17-Jährige fünf Tage später, am 30. Juni 2015, an der deutsch-österreichischen Grenze bei Passau auftauchte und als Flüchtling registriert wurde, wurden laut Informationen der "Bild" keine Fingerabdrücke genommen (...)
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Re: Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#7

Ungelesener Beitrag von Marie » So, 7. Aug. 2016, 17:43

Tja, so Axtschwinger und Bombenleger konnten ungehindert in unser Land reisen...Registrierung war ja laut Merkel anfangs nicht erforderlich. Ist doch klar, daß einige Terror-Gnome dieser Einladung auch gefolgt sind *zwinker*.

Alles rein, was keine Miete zahlt...und da sind halt solche Individuen auch dabei. Wer weiß, wieviel. Da darf man gar nicht drüber nachdenken, da wirds einem himmelangst.
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Re: Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#8

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mi, 24. Aug. 2016, 15:24

Wie diverse Medien berichten, ist das letzte Opfer des Würzburger Axt-Angriffs außer Lebensgefahr. Der Genesungsprozeß wird andauern, noch liegt der 30-jährige auf der Intensivstation. Bis vergangenen Freitag lag er im künstlichen Koma.

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Re: Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#9

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 6. Sep. 2016, 16:37

Leiche des Würzburger Attentäters anonym beigesetzt

06.09.2016, 16:09 Uhr
Die Leiche des Würzburger Axt-Attentäters ist anonym bestattet worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde sie Ende vergangener Woche an einem Ort in Deutschland beigesetzt.
Der Ort sei von Würzburg und Ochsenfurt (Kreis Würzburg), wo der Mann zuletzt gemeldet war, weit entfernt, hieß es. Mit der Bestattung in Deutschland blieb ein Überführungsantrag, den Angehörige des Täters bei der Deutschen Botschaft in Afghanistan gestellt hatten, unerfüllt. Nach Angaben der Würzburger Staatsanwaltschaft hatten zwei Angehörige einen solchen Antrag gestellt.

Der 17-Jährige hatte Mitte Juli in einem Regionalzug in Würzburg mit einer Axt und einem Messer fünf Menschen schwer verletzt. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei erschoss den Jugendlichen kurz nach der Tat. In einem Video hatte er sich zur Terrormiliz Islamischer Staat bekannt.
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Axt-Attacke im Zug bei Würzburg

#10

Ungelesener Beitrag von loraflora » Fr, 30. Nov. 2018, 18:28

Da die Videos zu diesem "Einzelfall" oben nicht mehr verfügbar sind:



Video des Attentäters - ISIS-Anschlag bei Würzburg


Nach allem, was "Riaz Khan Ahmadzai" oder "Muhammad Riyad" oder ... äußert, verwundert es, daß er eine Reisegruppe aus Hongkong attackierte und keine Deutschen. Seltsam, oder nicht?

Die Ermittler bezweifeln Namen, Alter und Herkunft des Täters
(wikipedia s. u.)

sweetdevil31 hat geschrieben:
Di, 6. Sep. 2016, 16:37
Mit der Bestattung in Deutschland blieb ein Überführungsantrag, den Angehörige des Täters bei der Deutschen Botschaft in Afghanistan gestellt hatten, unerfüllt.
Da keine Angehörigen um die Überführung des Leichnams des Täters in dessen Heimat nachgesucht haben, wird dieser vermutlich in Würzburg anonym beigesetzt. Die Lokalpresse mutmaßte, dass der genaue Ort geheim gehalten werden soll, um zu verhindern, dass sein Grabmal posthum zu einer Pilgerstätte für Gleichgesinnte wird. Bedenken auf Seiten der Behörden, das Grab des Attentäters könnte geschändet werden, könnten jedoch ebenso eine Rolle gespielt haben.

Behauptet eines der offiziellen Organe des Wahrheitsministeriums: https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_ ... T%C3%A4ter




Würzburg: Pressekonferenz nach dem Attentat Kurzversion



Zug-Attentat bei Würzburg: PK der Staatsanwaltschaft Würzburg und der Polizei am 19.07.2016



Zug-Attentat bei Würzburg: PK mit Joachim Herrmann am 19.07.2016



Live: Innenminister de Maziere gibt Pressekonferenz zum Axt-Angriff in Würzburg



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