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Köln: Hochgiftige Substanzen in Wohnung? Ermittlungen gegen 29-jährigen Tunesier

Die weltweite Gefahr im Focus.
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Köln: Hochgiftige Substanzen in Wohnung? Ermittlungen gegen 29-jährigen Tunesier

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 13. Jun. 2018, 19:59

13.06.18 | Köln: Nach dem Fund von möglicherweise gefährlichen Substanzen in einer Kölner Hochhaus-Wohnung stehen die Analyse-Ergebnisse laut Ermittlungsbehörde noch aus. Die sichergestellten Stoffe werden untersucht. «Das Ergebnis liegt uns aber noch nicht vor», sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe der Deutschen Presse-Agentur heute.
Nach Informationen mehrerer Medien soll hochgiftiges Rizin beschlagnahmt worden sein, das bereits in kleinsten Konzentrationen tödlich wirken kann. Der Behördensprecher in Karlsruhe wollte das nicht bestätigen. Die Bundesanwaltschaft könne keine Angaben zu Substanzen machen, solange ihr das Untersuchungsergebnis nicht vorliege.

Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen einen 29-jährigen Tunesier wegen des «Anfangsverdachts einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat». In dessen Kölner Wohnung hatten Spezialkräfte gestern Abend unbekannte Substanzen sichergestellt.
Quelle: e110
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sweetdevil31
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Köln: Hochgiftige Substanzen in Wohnung? Ermittlungen gegen 29-jährigen Tunesier

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 15. Jun. 2018, 07:43

Geplanter Terroranschlag "sehr wahrscheinlich"

Freitag, 15.06.2018, 07:34
Der in Köln mit hochgiftigem Rizin gefasste Tunesier hat nach Einschätzung des Verfassungsschutzpräsidenten "sehr wahrscheinlich" einen Gift-Terroranschlag geplant.
Die Auswertungen seien zwar noch nicht abgeschlossen, "allerdings ist es in der Gesamtschau der bislang vorliegenden Hinweise sehr wahrscheinlich, dass hier ein terroristischer Anschlag vereitelt werden konnte", sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen der "Rheinischen Post".

Nach Informationen der Zeitung hätte die gefundene Menge zur Herstellung von hochgiftigem Rizin für 250 bis 1000 toxische Dosen, je nach Ausbringungsmethode auch für mehr gereicht. (...)

Der 29-jährige Tunesier hatte den Verdacht der Sicherheitsbehörden geweckt, weil er auffällig im Internet eingekauft hatte. Unter anderem hatte Sief Allah H. bei einem Online-Versandhändler 1000 Rizinus-Samen und eine elektrische Kaffeemühle gekauft. "Anfang Juni 2018 setzte der Beschuldigte sein Vorhaben um und stellte erfolgreich Rizin her", teilte die Bundesanwaltschaft mit. "Dieses konnte bei dem Beschuldigten sichergestellt werden." (...)
Focus
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#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 20. Jun. 2018, 17:58

20. Juni 2018: Der Tunesier hatte offenbar konkrete Pläne für einen Anschlag mit einer biologischen Bombe. Ein "in Deutschland einmaliger Vorgang", laut BKA-Präsident Holger Münch

Bild
TEXTDie Polizei bei einem mutmaßlichen Anti-Terror-Einsatz in Köln Chorweiler. Foto: dpa/Welt
„Es gibt entsprechende (Bau)Anleitungen dazu, auch von islamistischen Organisationen, im Internet, wie man so etwas tut. Daran hat sich diese Person offensichtlich auch orientiert“, sagte Münch. Neben dem gefundenen Rizin seien die Ermittler außerdem auf Utensilien gestoßen, mit denen ein Sprengsatz hergestellt werden könne.

Wo und wann der Mann zuschlagen wollte, sei bislang allerdings noch unklar, ebenso ob er Mittäter oder Verbindungspersonen gehabt habe.
Quelle und mehr: Welt

Rizin stammt direkt aus der Hölle:

Rizin oder Ricin ist ein äußerst giftiges Protein aus den Samen des Wunderbaums (Ricinus communis) aus der Familie der Wolfsmilchgewächse.
Gelangt das Gift in den menschlichen Organismus, bringt es die kontaminierten Zellen zum Absterben. Für eine tödliche Vergiftung eines Menschen genügen (bei oraler Aufnahme) 0,3–20 Milligramm isoliertes Rizin pro Kilogramm Körpergewicht entsprechend etwa acht Samenkörnern, deren Größe und Gehalt jedoch stark schwankt. Bei Kindern kann, je nach Alter und Konstitution, schon ein halbes Samenkorn tödlich wirken. Allerdings wird auch berichtet, dass selbst nach Einnahme von 40 bis 60 Samen eine Überlebenschance besteht. Dabei kommt es darauf an, zu welchem Zeitpunkt das Erbrechen einsetzt. Bei intravenöser, inhalativer oder subkutaner Aufnahme wirken wesentlich geringere Mengen letal, so bei subkutaner Gabe schon 43 μg/kg Körpergewicht.

Rizin ist in der Kriegswaffenliste des deutschen Kriegswaffenkontrollgesetzes aufgeführt.

► Vergiftungsfolgen

Da Rizin meist versehentlich durch den Verzehr von Rizinus-Samen aufgenommen wird, werden vor allem Zellen des Verdauungstraktes in Mitleidenschaft gezogen (Magen, Darm, Leber, Nieren). Letztlich führt eine Vergiftung mit Rizin auch zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen. Nach der Aufnahme einer tödlichen Dosis tritt der Tod nach 36 bis 72 Stunden ein.

Nach einer Latenzzeit von mehreren Stunden bis Tagen können folgende Symptome auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwäche, Tachykardie, Abdominalschmerzen und akuter Flüssigkeitsverlust. In schweren Fällen kommen Mydriasis, Krämpfe an Händen und Beinen, Fieber sowie die Symptome einer Lebernekrose und eines akuten Nierenversagens dazu. Der Tod erfolgt durch Lähmung medullärer Zentren, besonders des Atemzentrums.

Das Gift kann auch inhaliert (als Aerosol eingeatmet) oder injiziert werden. Die Symptome ändern sich dementsprechend: Lungenödem und Atemstillstand beziehungsweise schwere Lähmungen sind die Folge.

► Symptome

Etwa vier bis acht Stunden nach dem Verzehr der Samen:

- starke Schleimhautreizung (unter anderem Brennen in Mund und Rachen)
- nach Resorption Änderung der Syntheserate von essentiellen Enzymen
- Schädigung von Niere, Leber, Magen und Darm
- hohes Fieber
- Übelkeit
- Erbrechen bis blutiges Erbrechen
- blutiger Durchfall
- Kolik
- Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall
- Leukozytose (charakteristisch)

Ohne Behandlung tritt der Tod üblicherweise durch Kreislaufversagen etwa 48 Stunden nach der Vergiftung ein. Ein agglutinierendes Protein führt zum Verklumpen der roten Blutkörperchen. Es ist kein wirksames Gegengift bekannt.

► Erste Hilfe

- Aktivkohlepulver
- in der Klinik: sofortige Magenspülung

Gegen eine Vergiftung mit Rizin gibt es zurzeit noch kein Antidot. In der Entwicklung befinden sich Substanzen, von denen eine bis zu 49 Prozent der dem tödlichen Gift ausgesetzten Mäuse schützte. Die Substanz (Retro-2) muss allerdings vor der Aufnahme des Giftes verabreicht werden und kann daher nicht als Antidot nach einer Vergiftung eingesetzt werden.

Info: Rizin bei Wikipedia

Bild
Rizinussamen. Foto: Wikipedia
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Köln: Hochgiftige Substanzen in Wohnung? Ermittlungen gegen 29-jährigen Tunesier

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 30. Mär. 2020, 13:45

Zehn Jahre Haft für islamistischen Rizin-Bombenbauer

26.03.2020, 19:21 Uhr
Für den Bau einer Bombe mit dem biologischen Kampfstoff Rizin in Köln ist ein 31-jähriger Islamist zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den Tunesier Sief Allah H. (31) am Donnerstag der Herstellung einer biologischen Waffe und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat schuldig.

Zuvor war das Verfahren gegen die deutsche Ehefrau von H. abgetrennt worden. Das Gericht warf ihren Verteidigern Prozessverschleppung vor. Die Angeklagte hatte am Donnerstag eine 140 Seiten starke Aussage angekündigt. Das Paar soll gemeinsam an der Bombe gebaut haben, die Festnahme erfolgte am 13. Juni 2018. (…)

Das Gericht ließ unterdessen keinen Zweifel daran, dass es auch die 44 Jahre alte Ehefrau und siebenfache Mutter Yasmin H. für schuldig hält. Es zitierte Zeugenaussagen von Nachbarinnen, wonach die Angeklagte zu ihrem Sohn gesagt habe:

"Wenn du mal groß bist, wirst du auch Attentäter und kannst dich in die Luft sprengen." Und: "Wenn Allah sagt, wir sollen töten, dann töten wir." (…)
Quelle: T-Online
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