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Warum musste die zweijährige Jasmina sterben?

Delikte innerhalb der Familie oder Beziehung.
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sweetdevil31
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Warum musste die zweijährige Jasmina sterben?

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 7. Aug. 2015, 05:23

http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/ ... --17788692

«Vielleicht sollte sie nicht in fremde Hände geraten»
Warum musste die zweijährige Jasmina sterben?
Der forensische Psychiater Josef Sachs spricht über die möglichen Motive der verdächtigen Eltern.

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Die Polizei entdeckte die Leiche von Jasmina (2) am 4. August 2015 im Keller eines Hauses in Staad SG.

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Die Eltern Jessica T. und Hanspeter H. werden verdächtigt, das Mädchen getötet zu haben. Sie wurden verhaftet.

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In diesem Haus in Staad ereignete sich das Drama.


Herr Sachs, die Polizei verdächtigt beide Eltern, ihre zweijährige Tochter Jasmina getötet zu haben. Ist es denkbar, dass sie die Tat gemeinsam begangen haben?

Ja, solche Fälle gibt es. Wenn nur die Mutter oder nur der Vater die Tat begangen hat, besteht noch die Möglichkeit, dass der andere Elternteil Mitwisser war – es kommt immer wieder vor, dass der Partner gedeckt wird, aus einem gewissen Loyalitätsgefühl heraus, das aus der Beziehung ensteht. Möglich ist aber auch, dass der an der Tat unbeteiligte Elternteil gar nichts vom Tod des Kindes wusste.

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Josef Sachs ist Chefarzt Forensik bei den Psychiatrischen Diensten Aargau.

Die Mutter von Jasmina hat drei weitere Kinder von zwei anderen Männern, keines von diesen lebte bei ihr. Gibt dies einen Hinweis auf ein mögliches Motiv?

Falls die Mutter befürchten musste, dass ihr auch noch das jüngste Kind weggenommen wird, könnte es sein, dass sie oder beide Eltern dachten, es sei besser, das Kind sei tot als in fremden Händen. Das ist eines der möglichen Motive. Doch zur Tat könnte auch eine psychische Erkrankung der Mutter oder des Vaters geführt haben – vielleicht war eine solche der Grund dafür, dass die anderen Kinder nicht bei ihnen leben durften. Denkbar ist auch, dass ein erweiterter Suizid geplant war, der oder die Täterin dann aber plötzlich davor zurückschreckte, nach dem Kind auch sich selber zu töten. Vielleicht war der Tod dieses Kindes aber auch gar nicht gewollt.

Was könnte in diesem Fall passiert sein?

Vielleicht geschah es unbeabsichtigt bei einem Gewaltausbruch, der aus mangelnder Impulskontrolle heraus erfolgte, wie es gerade bei psychischen Problemen vorkommen kann. Oder die Eltern waren so überfordert, dass das Kind an Unterernährung oder schlechter Betreuung starb. Möglicherweise kam das Kind auch bei einem Unfall ums Leben.

Bekannte der Familie sagen, die Eltern hätten Probleme mit Drogen.

Drogenmissbrauch kann unterschiedliche Auswirkungen haben: Oft führt er dazu, dass man die Kinder vernachlässigt. Aber Drogenkonsum kann auch bewirken, dass man im Rausch oder Wahn die Kontrolle verliert und gewalttätig wird.

Die Leiche des Kindes war im Keller versteckt. Was kann man daraus schliessen?


Dass die Leiche nach einem Tötungsdelikt versteckt wird, ist generell ein häufiges Phänomen, besonders bei Kindstötungen. Denn so etwas passiert meist im häuslichen Umfeld und wird oft nur von den Eltern bemerkt. Übrigens kommt es durchaus auch nach tödlichen Unfällen vor. Das Motiv, die Leiche zu verbergen, liegt auf der Hand: So will man verhindern, dass die Tat bekannt wird, dass man mit seiner Schuld und der Strafe konfrontiert wird. Zudem kann es wohl auch helfen, die Tat zu verdrängen, auch wenn man im Innern natürlich weiss, dass es passiert ist.
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Re: Warum musste die zweijährige Jasmina sterben?

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 7. Aug. 2015, 05:41

http://www.blick.ch/news/schweiz/kinder ... 49024.html

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Jasmina wäre heute zwei Jahre alt geworden.

«Jasmina lag seit Monaten tot zu Hause»

Jessica T. (32) und Hanspeter H. (52) sollen ihre Tochter Jasmina (†2) umgebracht haben. Diesen schlimmen Verdacht äusserte Cyrill Gemperli (47), der Götti des Mädchens und Jessicas Ex-Mann.

Eine dunkle Ahnung ist schreckliche Gewissheit: Die kleine Jasmina († 2) ist tot – wahrscheinlich schon seit Monaten. Heute hätte das Mädchen seinen zweiten Geburtstag gefeiert.

Die Eltern, Jessica T.* (32) und ihr arbeitsloser Partner Hanspeter H.* (52) aus Staad SG, wurden am Dienstag verhaftet. Die Mutter sitzt in U-Haft, der Vater ist in einer psychiatrischen Klinik.

Im Keller von deren Einfamilienhaus waren die Ermittler bei einer Hausdurchsuchung auf die Leiche der kleinen Jasmina gestossen. Sie war offenbar schon stark verwest. «Ihr Zustand liess eine sofortige Identifikation nicht zu», teilte die Polizei gestern mit.

Cyrill Gemperli (47) war acht Jahre mit der Mutter von Jasmina verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder (10) und (8). Er war auch Jasminas Götti.

Entsprechend tief sitzt der Schock. Er vermutet: «Jasmina war schon mehrere Monate tot.» Er sah sie an Weihnachten zum letzten Mal lebend. «Seither war ich zwei oder drei Mal bei meiner Ex-Frau zu Besuch. Doch es hiess immer, Jasmina schlafe gerade.» Das habe seine Ex-Frau auch den beiden Halbgeschwistern gesagt. «Sie gingen plötzlich nicht mehr gerne zur Mutter», sagt Gemperli. «Im Mai waren die Kinder zum letzten Mal bei ihr und sagten, dass sie nicht mehr dort übernachten wollen. Jasmina schlafe die ganze Zeit und stinke grässlich.»

Vor vier Wochen erzählte Jessica herum, das Baby sei in einer Villa in den Ferien und habe es schön. Lag das Mädchen mehrere Monate tot im Zimmer? Vor kurzem errichtete das Paar einen Zaun ums Haus, der vor neugierigen Blicken schützt. Dann brach auch der Kontakt zu Götti Gemperli ab. «Beide koksten und gingen fast täglich zum Dealer», sagt er. «Hanspeter habe seine Ex-Frau in die Drogen hineingezogen, ist er überzeugt. Denn: Jessica sei in der Vergangenheit sehr fürsorglich mit ihren Kindern gewesen. «Als sie schwanger wurde, hat sie von einem Tag auf den anderen aufgehört zu rauchen.»

Seit sie mit Hanspeter zusammen war, ging es bergab. Die Nachbarn kennen ihn praktisch nur mit Bierdose in der Hand. «Wir hatten alle Angst vor ihm. Er schrie oft herum», sagt Ramona Devenoges (31). «Nachts mähte er den Rasen und führte laute Selbstgespräche», sagt eine weitere Nachbarin. Offenbar wurden mehrere Alarmzeichen übersehen: Cyrill Gemperli sagt, Jasminas Grossmutter habe schon länger bei den Behörden interveniert. «Passiert ist nichts.»

Tatsächlich durchsuchte die Polizei das Haus am Dienstag wegen einer Anzeige der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Rorschach. Die Mitarbeiter trafen das Baby bei einer Abklärung vor Ort nicht an und schalteten die Polizei ein. Eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Hausdurchsuchung brachte nun Gewissheit über das traurige Schicksal von Jasmina. Die Halbgeschwister leben bei der Grossmutter, also der Mutter von Jessica. Die hat ein weiteres Kind, das sie mit 16 Jahren bekam. Es lebt beim Vater. Laut Cyrill Gemperli soll sie gesagt haben: «Wenn ich mein Baby nicht haben kann, darf es niemand haben.»
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Re: Warum musste die zweijährige Jasmina sterben?

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 10. Aug. 2015, 08:16

http://www.blick.ch/news/schweiz/der-va ... 52406.html

Der Vater der toten Jasmina
Er war sogar den Hells Angels zu kaputt!

Der Hells-Angels-Anwalt Valentin Landmann bestätigt den Rauswurf von Hanspeter H. Er solle sich besser nicht mehr bei den Angels blicken lassen.

Der Tod der kleinen Jasmina († 2) wirft weitere Fragen auf. Im Zentrum der Kritik steht die Kindes- und Erwachsenenschutzbe­hörde (Kesb). Sie soll schon länger von den Zuständen im Elternhaus gewusst haben.

«Ich habe die Kesb schon vor Monaten gewarnt, doch man hat meine Hinweise ignoriert», sagt Andrea T., die Mutter von Jes­sica T. «Ich habe mich ganz klar ausgedrückt. Die Kesb hat mich im Stich gelassen.»

Die Polizei stiess am Dienstag bei einer Hausdurchsuchung auf die stark verweste Leiche des Babys. Tatverdächtig sind die Eltern, Jessica T.* (32) und ihr arbeitsloser Partner Hanspeter H.* (52). Sie wurden verhaftet (BLICK berichtete).

Die beiden Halbgeschwister von Jasmina leben bei der Grossmutter Andrea T. Für sie spielt vor allem der Kindsvater eine zwielichtige Rolle. «Jasminas Halbgeschwister hatten Angst vor ihrem Stiefvater», sagt Andrea T. Auch ihre Tochter habe sich stark verändert, seit sie mit ihm zusammenlebte. «Ich bin nicht mehr an sie herangekommen», sagt die Oma.

Sie ist Psychologin und glaubt sogar, dass ihre Tochter die beiden älteren Kinder absichtlich von ihrem Partner fernhielt. «Sie hatte Bedenken, die beiden zurückzunehmen. Wohl weil sie die Kinder vor ihm schützen wollte.»

Hanspeter H. hat den beiden bereits zünftig Angst eingejagt. Er ist mitverantwortlich für die Fremdplatzierung seiner Stiefkinder. Auslöser war eine Schlägerei vor zwei Jahren zwischen ihm und Cyrill Gemperli (47), dem Ex-Mann von Jessica T. und späteren Götti von Jasmina.

«Hanspeter H. tauchte mit einer Waffe in der damaligen Wohnung von Jessica und mir auf. Er wollte mich erschiessen – vor den Augen der Kinder», sagt Gemperli zu «20 Minuten». «Ich konnte flüchten und die Polizei informieren.»

Drei Tage später schaltete sich die Kesb ein. «Sie platzierte die Kinder bei einer Bauernfamilie. Erst nach einem Jahr durften sie zur Grossmutter», so Gemperli.

Trotz allem zog Jessica T. kurz darauf zu Hanspeter H., ohne Kinder. Ein halbes Jahr später war sie schwanger. Gestern hätte Jasmina ihren zweiten Geburtstag gefeiert.

Ehemaliger Hells Angel

Wie BLICK weiss, ist Hanspeter H. ehemaliger Hells Angel. Doch auch bei den Rockern fiel er schnell in Ungnade. Ein In­sider zu BLICK: «Vor zehn Jahren war Hanspeter H. kurzzeitig Mitglied der Hells Angels St. Gallen. Wenig später wurde er mit Schimpf und Schande davon­gejagt.» Angels-Anwalt Valentin Landmann bestätigt den Rauswurf. «Sein Charakter war der Grund. Der lässt sich besser nicht mehr bei den Angels blicken.»

Die Kesb nimmt zu den Vorwürfen nicht Stellung.
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Re: Warum musste die zweijährige Jasmina sterben?

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 1. Nov. 2015, 13:05

Töchterchen tot im Keller – Eltern schon wieder frei
Jessica T.* und Hanspeter H.* stehen im Verdacht, ihre kleine Tochter Jasmina getötet zu haben. Nach weniger als 50 Tagen wurden sie aus der U-Haft entlassen.
Das Paar wurde im Sommer im St. Gallischen Staad verhaftet, weil die Polizei am 4. August im Keller ihres Hauses die Leiche ihrer zweijährigen Tochter Jasmina fand. Jessica T. und Hanspeter H. sollen für den Tod der Kleinen verantwortlich sein.

Haftentlassungsgesuch eingereicht


Die Untersuchungen zum Fall sind noch längst nicht abgeschlossen. Doch wie der «Sonntagsblick» schreibt, wurden die Eltern am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen. Roman Dobler, Meidensprecher der St. Galler Staatsanwaltschaft, bestätigte gegenüber der Zeitung die Aufhebung der Untersuchungshaft: «Es wurde ein Haftentlassungsgesuch gestellt. Der Haftrichter entschied, dass keine besonderen Haftgründe wie etwa Verdunkelungs- oder Wiederholungsgefahr bestehen.» Weitere Details gab er nicht bekannt. Ob die Eltern ein Geständnis ablegten ist unklar.

Nach U-Haft in die Ferien?


Nachdem das Paar am Freitag aus der Haft entlassen wurden, wollen Anwohner mitbekommen haben, dass das Paar Ferienpläne schmiedet und ins Ausland verreisen will. Dobler dazu: «Der Haftrichter kann Ersatzmassnahmen wie beispielsweise ein Ausreiseverbot verhängen.» Ob das in diesem Fall geschah, sei ihm aber nicht bekannt. Falls ja, riskieren die mutmasslichen Täter bei einer Ausreise, wieder in Haft genommen zu werden.

Es ist ein komisches Gefühl


In der Nachbarschaft und im Dorf sind die Meinungen über die Haftentlassung des Paares gemischt: «Es ist schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass sie wieder da sind», sagte eine ältere Frau beim Spazieren. Ein anderer Anwohner vermutet hinter der Geschichte eine ganz andere Tragik: «Möglicherweise starb das Kind ohne Einfluss der Eltern und sie waren einfach dermassen vom Tod geschockt.» Eine weitere Anwohnerin fühlt sich unbehaglich: «Mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich aus der Kirche komme und das Haus sehe.»
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