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Der Fall Sadegh

Delikte innerhalb der Familie oder Beziehung.
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Kalystra
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Der Fall Sadegh

#1

Ungelesener Beitrag von Kalystra » Mo, 14. Dez. 2020, 15:29

Hallo zusammen,

dies ist mein erster Thread, nachdem ich nun schon einige Wochen stille Mitleserin hier im Forum bin.

Ich bin vor einiger Zeit auf den genannten Fall Dara Rubens „Luki“ Sadegh gestoßen. Die Mutter des Opfers Andrea Riegler, ehemals verh. Sadegh, betreibt die Website www.traumabasedmindcontrol.com ( um den Fall ihres Sohnes publik zu machen, Hilfe zu suchen und auch anzubieten.

Kurz zusammengefasst: Die Mutter beschuldigt nicht nur den Vater Ihres Sohnes, sondern auch weitere Familienmitglieder sowie Behörden ihren Sohn gezielt systematisch physisch wie psychisch ab dem Alter von 2,5 Jahren schwerst missbraucht zu haben. Die Anschuldigungen nimmt sie aus Erzählungen des Kindes.
Aus Gründen der Pietät möchte ich die schweren Anschuldigungen im Einzelnen hier nicht auflisten, der geneigte Leser findet aber alle Details auf ihrer Website.

Die Mutter hat nach eigenen Angaben mehrfach Klage eingereicht, bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Hilfe bekam sie laut eigener Aussage jedoch nie, weder für sich, noch für ihren Sohn, der mittlerweile in einer Pflegefamilie lebt.
Zudem ist die Mutter sehr aktiv in sozialen Netzwerken, es gibt einige Videos zu Interviews mit ihr auf Youtube und ebenfalls Verlinkungen auf ihrer Website.

Des Weiteren behauptet sie schon mehrfach Opfer von Mordanschlägen im Rahmen der Vertuschung um den Fall ihres Sohnes gewesen zu sein.
Ich habe nun vieles zu dem Falle recherchiert und muss sagen, dass ich nach anfänglichem Entsetzen über die Schilderungen auf der Website der Mutter immer mehr Skepsis entwickele ob die dargestellten Inhalte wirklich der Wahrheit entsprechen oder eher einer fragwürdigen Phantasie entspringen. Deshalb habe ich mich entschlossen das Thema hier einmal aufzumachen und mit euch zu diskutieren, denn bisher habe ich darüber hier noch nichts gefunden.

Ich freue mich über eure Meinungen.)
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PommesAgnum
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Der Fall Sadegh

#2

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Mi, 30. Dez. 2020, 02:17

Sei gegrüßt, Kalystra!

Wenn Du erlaubst, steuere ich mal meine Gedanken zum Fall bei.
Dir ist bestimmt nicht entgangen, das es um die allgemeine Kommunikationsbereitschaft, besser gesagt, die Schreibfreudigkeit hier im Forum leider nicht gerade sonderlich gut bestellt ist, um es mal so auszudrücken. Puh, und wenn Du dann noch mit so einem Thema um die Ecke kommst, bitte nicht falsch verstehen, aber die meisten Crimer machen da lieber einen großen Bogen drum. Ich muss gestehen, es gibt da in der Tat auch wirklich ganz viele andere Themen die sehr viel angenehmer sind, von wegen Geist anregen, denen ich mich lieber widme. Bedauerlicherweise führt aber leider kein Weg daran vorbei, wenn man tiefer in den Kaninchenbau will. Alleine beim Thema systematischer Kindesmissbrauch und/oder Child Trafficking schalten die allermeisten User schon per se reflexartig ab, nach dem Motto: "Kein Interesse" - "Will ich nicht hören" - "Lass mich damit in Ruhe" - Ganz so, als hätte es den tausendfachen Missbrauch der Katholischen Kirche nie gegeben, als wäre der Epstein-Fall ein Fantasy-Märchen und Pizzagate lediglich ein Horror B-Movie.
Die bloße Erwähnung der Worte: "Satanisch ritualisierter Missbrauch" (eng: Satanic Ritual Abuse - kurz: SRA) - sorgt heutzutage dagegen, bei einem aufgeklärten vielleicht noch sehr toleranten Gegenüber, im besten Fall nur für unmissverständlich starkes Kopfschütteln. Diese kollektive, ebenso gefährliche, wie falsche und naive Verdrängung hat meiner bescheidenden Meinung nach, zwei ganz entscheidende Gründe. Wovon einer wiederum eine sehr wichtige Rolle in dem von Dir eingestellten Sadegh-Fall einnimmt. Das alles ist aber selbstverständlich nur meine ganz eigene persönliche Meinung, versteht sich.

Erstens wird das Thema SRA, dank westlicher Propagandamedien, äußerst erfolgreich bis in unsere Jetzt-Zeit aus dem öffentlichen Blickfeld der nichtsahnenden breiten Bevölkerung heraus gehalten, es wird klein geredet/geschrieben, oder direkt Lächerlich gemacht. Als beispielsweise in den Vereinigten Staaten gegen Ende der 80'er Jahre im Zuge des McMartin Preschool-trials, wenig später im "Larry King"-Prozess (Lawrence E. King), dem "Boystown/Nebraska"- oder auch "Franklin-Skandal" das erste Mal Berichte über unbeschreibliche Satanisch inspirierte Missbrauchs-& Gewalttaten an minderjährigen Schülern bekannt wurden, diese Taten auch sogleich bis in die noblen Adressen und Büros Washington D.C's. führten, erfanden Machthaber und Propagandapresse damals den Ausdruck: "Satanic Panic" - der sich ohne besondere Englisch-Kenntnisse sofort von selbst erklärt, wie ich finde. Kurz gesagt, der normale (Mainstream-) Bürger weiß selbstverständlich nichts, oder eben nur sehr wenig über rituellen Missbrauch, geschweige denn über Satanische- Familienclans, oder Kulte. Das andere "big Problem" auf dem Gebiet echter SRA-Fälle ist außerdem eine schier unüberschaubare Anzahl von Scharlatanen und Trittbrettfahrern, soll heißen, unzählige Fake- Hoax- und Pseudo-Opfer mit genau so vielen Lügenstorys trüben das Bild und erschweren eine seriöse Herangehensweise an das, eigentlich, wichtige Thema. Darunter befinden sich natürlich auch ganz bewusst und absichtlich eingesetzte Personen, die, so scheint es teilweise äußerst Finanzstarke Unterstützer auf ihrer Seite haben.

Ich denke, man sollte erwähnen, das es sich beim Sadegh-Fall, oder eben im Fall der Andrea Sadegh (heutige A. Riegler), um einen Fall aus Österreich handelt.
Die ehemalige Frau Sadegh (Jahrgang 1971) war mit dem offenbar Iranischstämmigen F.Sadegh liiert, da Frau R. den Nachnamen ihres Partners annahm, gehe ich davon aus, waren sie dementsprechend verheiratet. Leider einer von vielen Punkten mit dem Frau R. nicht so richtig raus rücken will, obwohl sie auf offizieller Fb-Seite zum Fall, inkl. gefühlten fünf weiteren Seiten "ihres" Falles im Netz, ja eigentlich schon eine ganze Menge an Material raus rückt. Wenn ich das richtig verstanden habe ging dann aus dieser Beziehung der gemeinsame Sohn "Dara Rubens" hervor (Geb:*20.02.2009). Am 13.02.2012 sehen sich Österreichische Behörden dann allerdings "irgendwie" gezwungen zu handeln, aus einem weiteren nicht näher beschriebenen Anlass, erwirkt die Behörde eine sogenannte Kindesabnahme-, d.h., ab dem Zeitpunkt wurde der kleine Rubens der staatlichen Obhut überstellt. Die Rede ist später sogar von einer Pflegefamilie, wobei er aber wohl aktuell bei der Großmutter lebt. Falls Frau R. davor noch keine Kinder gehabt hatte, wurde sie erst relativ spät Mutter. Sie gibt an, physischen und psychischen Missbrauch an ihrem Sohn festgestellt zu haben, als dieser genau 2 Jahre und 4 Monate alt war. Ihren, ich bitte um Verzeihung, teilweise doch recht wirren Schilderungen lässt sich entnehmen, das das Paar zu diesem Zeitpunkt allerdings schon eine gewisse Zeit getrennt lebte.
Hm, tut mir leid, aber der Fall erinnert mich sehr stark an den "Hampstead-Fall" aus England. Du wirst es kaum glauben, aber im Jahr 2014 sorgte ein in Trennung lebendes Paar im Vereinigten Königreich für ordentlich Schlagzeilen, bzw., vielmehr waren es deren Kinder. Denn was der 8-jährige Gabriel und seine 9-jährige Schwester Alisa damals so locker kindlich und frei vor laufender Privat-, später auch Polizeikamera erklärten, war selbst für eingefleischte Verschwörungsagnostiker extrem harter Tobak, auch für mich, muss ich gestehen, hat quasi den heiligen Hannibal Lecter nach Luft ringen lassen. Falls aber bereits die Schilderungen von Frau Sadegh "Entsetzen" auslösen, rate ich von einer Recherche in dem Fall eher ab. Jedenfalls sollte sich heraus stellen, das das ex-Paar schon Jahrelang einen erbitterten Sorgerechtsstreit um die Kinder führte.
Was den Sadegh-Fall betrifft, kann ich nur sagen, so leid es mir ja auch um den Jungen tut, aber ich halte Andrea R. im höchsten Maße für unglaubwürdig, bei allem Respekt. Das beginnt im Grunde genommen schon mit dem Fall-Begriff, ein Fall, der nach genauerer Betrachtung nämlich gar keiner ist. Lediglich Frau R. schreibt ihn halt zu einem solchen. Im Gegensatz zu den Hampstead-Geschwistern ist der Bub, wie man in Austria sagt, aber niemals medizinisch auf eventuellen Missbrauch hin untersucht worden, weder auf Anlass des Jugendamtes Graz, noch durch das Bezirksgericht Innere Stadt Wien. Meiner Meinung nach aus dem einfachen Grund, weil es nämlich keinen Grund dafür gab. Selbstverständlich kann der Junge natürlich trotzdem Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sein, keine Frage. Bitte nicht falsch verstehen, die verlinkte Seite "https://traumabasedmindcontrol.com" ist auch gar nicht schlecht recherchiert und bietet "Einsteigern" in das heikle Thema auch gute Quellverweise und Belletristikangaben. Frau Riegler (ehemals: Sadegh) ist auf jeden Fall im Thema, hat ihre Hausaufgaben gemacht, wie man so schön sagt, bleibt mir aber für meine Begriffe zu oberflächlich und auch zu einseitig. Ich will das gar nicht abstreiten, das Ihr da großes Unrecht widerfahren ist, ich denke aber, es hat halt nichts mit rituellem Missbrauch zu tun. Frau Andrea R. hantiert sehr gerne und oft mit dem martialischen Begriff "MK-Ultra" umher, ein Umstand, der sich sehr häufig bei Leuten beobachten lässt, die vorgeben rituellen Missbrauch erfahren zu haben. Diese Gehirnwäsche-Technik hat ihre Wurzeln in Nazi-& CIA-Forschungen und wird bei der religiösen Scientology-Sekte zur Perfektion gebracht, es ist der psychischen Folter, der SRA-Opfer ausgesetzt sind aber auch "nur" ähnlich, kommt dem sehr nahe. Die gespaltenen Persönlichkeitsmuster der Opfer sind aber keine Regelmäßigkeit und müssen nicht zwangsläufig immer entstehen. Hinzukommt das Alter des Jungen, sollte er ein Opfer rituellen Missbrauchs geworden sein, wie Andrea R. es beschreibt, wäre er mit 2+ Jahren dafür auch einfach noch viel zu jung gewesen. Ein solcher Missbrauch beginnt in Satanischen Familien, in Kulten in der Regel immer so mit etwa 4, oder 5 Jahren.
Was mich aber am allermeisten davon abhält Frau R's. Schilderungen zu glauben, ist etwas sehr viel menschlicheres, im Grunde genommen etwas sehr viel rationaleres, wenn ich das mal so sagen darf. Nach ihren eigenen Angaben soll der ex-Partner den Missbrauch begangen haben, zumindest ermöglicht haben und, naja... Also, der Mann hat ja nun ganz offensichtlich persische oder arabische Wurzeln, womit er für diesen entsprechenden Täterkreis kaum in Frage kommt, bei allem nötigen Respekt. Da ich mich jetzt schon eine Weile mit diesem unschönen Thema auseinandersetzen muss, kann ich das sozusagen auch bestätigen. Ritueller Missbrauch, besonders SRA, ist natürlich auch erstmal immerzu "christlich" geprägt. Das SRA-Problem, dem wir aktuell gegenüberstehen, ist daneben auch ausschließlich westlich elitär geprägt, sehr häufig mit direktem Bezug zu Freimaurerlogen, zum Establishment, und da sind mir ehrlich gesagt bis jetzt echt noch keine Araber, Perser, oder Osmanen begegnet, wobei das nicht heißen soll, das es so etwas nicht geben kann.
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