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Seaworld's tödliche Orca-Shows - Blackfish & Brancheau

Tierquälerei und -tötungen.
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PommesAgnum
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Seaworld's tödliche Orca-Shows - Blackfish & Brancheau

#1

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Fr, 2. Apr. 2021, 22:36

blackfish-poster small.jpg
Blackfish und die ungelöste Seaworld-Akte Dawn Brancheau

Dem Covid-Lagerkoller geschuldet, besser gesagt, dem dringenden Bedürfnis nachkommend, sich schleunigst und augenblicklich einmal eines völlig anderen, sehr, sehr weit entfernten Themas zu widmen, bin ich auf einen wirklich interessanten Fall gestossen. Meine selbst auferlegte Bedingung war allerdings, das dabei auf jeden Fall unbedingt folgende Worte fehlen müssen: "Gesundheit, Pharmaindustrie, Virus, Propaganda, Totalitarismus, Angst, Zensur, Impfung, Überwachung, Kontrolle, Great Reset, NWO, und WHO" - So! Mehr will ich doch auch gar nicht. Was liegt also näher, wenn man einmal diesen einen speziellen Punkt erreicht hat, denjenigen welchen, den irgendwann einmal jeder Kritiker und jede Freidenkerin erreichen muss, sozusagen den: the point of no return, formaly known as: "Des Menschen überdrüssig" - Richtig! Der unausweichliche Abstecher ins Tierreich, der Blick in die Welt der Tiere, selbstverständlich. Im Zuge einiger tierischer Recherchen später und selbstverständlich auch inklusive des vorangegangenen Konsums des mittlerweile ziemlich hohen Bekanntheitsgrades erlangten Netflix-Dokudramas "Blackfish", nebenbei sogar auf einen weiteren interessanten Fall gestoßen, der das faszinierende Thema Schwertwal, bzw., Orca beinhaltet und im Grunde genommen mit dem Film verbunden ist.

Zum besseren Verständnis, und falls es tatsächlich noch Leute geben sollte, die die Doku ja vielleicht noch nicht gesehen haben. Im Mittelpunkt des Filmgeschehens, erzählt uns Regisseurin Gabriela Cowperthwaite, die den Film bereits im Jahr 2013 vor rund 8 Jahren realisierte, die Geschichte des Orca-Bullen Tilikum, vielmehr dreht sich alles um einen folgeschweren tödlichen Zwischenfall an dem er beteiligt war, der sich in den Nachmittagsstunden des 24. Februar 2010 in einem der drei berühmten US-Meeres-Themenparks der Betreiberkette SeaWorld in Orlando in Florida ereignete.

Im letzten Jahr jährte sich der Tod von Dawn Brancheau zum zehnten Mal. Die US-Amerikanerin arbeitete damals bereits 15 Jahre lang als Tiertrainerin bei Seaworld in Orlando, anfänglich noch mit Seelöwen und Delphinen, später dann mit den absoluten Publikumsmagneten, den Schwertwalen, besser gesagt, den Orcas. Dabei lautet der zoologisch fachlich korrekte Begriff für den Schwertwal, oder eben Orca: "Orcinus orca" - und wenn wir es jetzt noch ganz genau nehmen wollen, so ist er nämlich auch genau genommen überhaupt gar kein Wal, sondern vielmehr der Gattung der Delfine zuzuordnen. Damit gilt er natürlich auch ganz direkt als die größte aller Delfin-Arten in unseren schönen Meeren und Ozeanen.

Sie war, so schrieb es der britische Mirror, ein Star auf ihrem Gebiet und eines der Gesichter Seaworlds. Bis zu jenem Tag im Jahr 2010. Bei dem tragischen Ereignis vor rund 11 Jahren schnappte der bereits erwähnte 4,5 Tonnen schwere Orca-Bulle "Tillikum" am Rande einer kleinen Exklusiv-Show während der gerade zu Ende gehenden eigentlichen Hauptshow, vor den Augen mehrerer Dutzend entsetzter Zuschauer nach der langjährigen Orca-Trainerin Dawn Brancheau (40), wobei das in seiner Länge fast 7m große Wal-Männchen sie zunächst einmal "nur" in, bzw., mit seinem Maul packte und mit in die Tiefe auf den Grund des Beckens zog. In dem ungefähr 10m tiefen, extra für Zuschauer einsehbaren, Unterwasser-Bereich des Pools attackierte der Wal Brancheau dann jedoch unvermittelt und fügte ihr eine Vielzahl irreparabler Verletzungen am ganzen Körper zu. Weil Tilikum aber weder mit Netzen noch mit Ködern dazu gebracht werden konnte von der erfahrenen Seaworld-Veteranin abzulassen, sollte Brancheaus Martyrium schlussendlich noch über einen Zeitraum von ganzen 30 langen leidvollen Minuten hinweg andauern. Ein erst Jahre später bekannt gewordener sechsseitiger Gerichtsmedizinischer Befund beschreibt neben einzelner fehlender Extremitäten auch explizit die behördliche offizielle Todesursache Brancheaus, die sich in einer Kombination aus Polytrauma, inneren Verletzungen, plus zusätzlichem Ertrinken darstellt.

Der pathologische Befund stellte unter anderem fest, dass Brancheaus linker Arm und Teile ihrer Kopfhaut regelrecht abgerissen wurden. Sie erlitt außerdem Rückenmarksverletzungen, sowie unzählige Rippen- und Knochenbrüche, hinzu kamen weitere Frakturen in Armen und Beinen, daneben war noch ihr Schädel gebrochen, bzw., wurde auch noch ihr Gesicht zertrümmert. Ihr Körper war übersät mit blauen Flecken und Schnittwunden. Und, als würde das alles noch nicht ausreichen, gab man ebenfalls zu Protokoll, wäre sie darüber hinaus dann auch zusätzlich immer noch ertrunken.
FP_4584030_BARM_Brancheau_Dawn_0224101 small.jpg
Doch das Internet, wäre natürlich nicht das Internet, wenn es neben allerlei Beileidsbekundungen und mitfühlenden Gedanken, aber dann halt auch genau so viele unsägliche, wie unmenschliche Gehässigkeit, Rachegelüste, Hasskommentare- und/oder richtig ekelhafte Genugtuungsbekundungen gegen die so qualvoll verstorbene Tiertrainerin geben würde, nach dem Motto: "Geschieht ihr doch ganz recht, die Tiere waren ihr ja schließlich auch Drecksegal. Sie wusste, was sie tat, ist das Risiko letztlich selber eingegangen." - Bumms, Ende, Aus! Da ist die politisch korrekte Netzwelt dann auch genauso schnell wieder geordnet, wie strukturiert. Damit verhält es sich bei der großen Masse der User, im Grunde genommen aber durchaus nur so unreflektiert, einseitig, und klein geistig, wie eigentlich immer. Im gerechten Glauben wähnt man sich stets auf der Seite des Guten, der Seite des Tieres, da wird dann jeder sofort zum Tierschützer, zum Wal-Retter, zum Crew-Mitglied der Sea-Sheppard. Weil man sich ja sicher ist, zu wissen, was geschah. Entweder war die Trainerin zu unachtsam, oder andernfalls eben per se zu Risikofreudig, viel zu nah am Tier, zu nah am Beckenrand, zu nah an der Gefahr... Demnach = selber Schuld. Andere Möglichkeiten gibt es hier in dem Fall auch selbstverständlich überhaupt gar nicht. Wie auch?! Gibt ja nur diese Varianten. Wie sollte es sich auch sonst zugetragen haben?! Das Dawn Brancheau aber eventuell vielleicht gar keine Schuld trifft, das sie sich der Gefährlichkeit des Orca-Bullen, besonders dieses Orcas, Tilikum, im Gegensatz zu den meisten Seaworld-Angestellten, nämlich durchaus und absolut zu 100% bewusst war, daran wird natürlich nicht gedacht. In diese Richtung kann-, will-, und könnte man selbstredend niemals von alleine denken. Das Ganze ist mitunter viel zu gewagt, viel zu abstrakt, wäre womöglich der eigene, totale Festplatten-Kill, ne, lass mal, geht gar nicht, passt auch nicht ins angepasste, gleich geschaltete Weltbild. Ne... Das glaub ich nicht, das ist dann nachher noch so eine von diesen abstrus, kruden Verschwörungstheorien. Ich gebe aber unumstritten zu, diese von mir bevorzugte These, die kommt weder im Film vor, noch wird sie auf einer der offiziellen Webseiten des Falles jemals irgendwo propagiert. Sie ist daher und wie so oft, lediglich nur meine ganz eigene, private und ganz völlige persönliche Meinung in dieser Angelegenheit.

https://www.youtube.com/watch?v=EiT-FQVyoe8

Der Vorfall löste aber überdies und in der Tat einige Kontroversen über die Sicherheit von Trainern und Killerwalen in Freizeitparks zu reinen Entertainment-Zwecken aus, wobei ich persönlich aber lieber den Terminus: Schwertwal, oder eben Orca bevorzuge, wenn's recht ist. Es gibt jedenfalls, und das gilt auf der großen weiten Welt bis zum heutigen Tage sozusagen fast absolut Marine-amtlich, nicht einen einzigen dokumentierten, oder bestätigten Fall eines Orca-Angriffs auf einen Menschen in freier Wildbahn. Gibt es einfach nicht, es sei denn in schlechten Horror B-Movies, oder halt in allen Gottlosen, für Gottes Geschöpfe unwürdigen, Profit orientierten, Entertainmentparks zur reinen menschlichen Belustigung. In den viel zu kleinen und viel zu flachen Beton-Tanks in Gefangenschaft, reagieren die Tiere verständlicherweise oftmals aggressiv, sind schnell gelangweilt, werden lethargisch, sind letzten Endes völlig frustriert und dadurch gereizt. In den hiesigen Freizeit-& Entertainmentparks, besonders die des Nordamerikanischen Kontinents, griffen die Tiere schon häufiger ihre Trainer im Wasser an, wobei es sich dabei in den meisten Fällen aber eher um so eine Art spielerischen Effekt handelt, der auf ihrem Jagdinstinkt beruht. So ungefähr, wie eine Katze noch immer mit ihrer lebenden Beute einer Maus spielt, behandeln die hoch intelligenten und sensiblen Meeressäuger bei einem entsprechenden Angriff die wirklich nur noch bedauernswerte Person, die sich mit diesem schnellsten aller Prädatoren unserer Weltmeere im selben Wassertank befindet, im Grunde genommen schlicht und einfach nur wie ihre bevorzugte Beute draußen in der freien Natur, der wirklich arme Mensch im Pool wird nämlich in dem Moment zum wehrlosen Seehund degradiert, des Orcas absolute Leib-& Magenspeise. Dabei schießt der imposante Schwertwal aber erstmal in vollem Umfang aus dem Wasser heraus und versucht den absolut Chancenlosen Trainer mit seinem massiven, mehrere Tonnen-schweren Körper beim Wiederaufprall auf der Wasseroberfläche zu treffen und die arme Kreatur dabei unter sich zu begraben. Alleine "Sea World" war in den letzten drei Jahrzehnten Gegenstand von über 70 solcher Vorfälle. Hinter vorgehaltener Hand spricht man davon, das so ungefähr ein Fünftel dieser attackierten Trainer den Pool nachher auch tatsächlich wieder lebendig verlassen konnten, natürlich würde ein Unternehmen, wie Seaworld, eine derartige Death-Rate, so eine Todes-Statistik dabei niemals öffentlich machen. Während Dawn Brancheau nach der bis dato offiziellen Lesart der erste Todesfall durch einen solchen Angriff auf einen Trainer in einem Seaworld-Park überhaupt gewesen sein soll, hätten laut Seaworld, alle weiteren bisherigen Vorfälle dieser Art mit involvierten Trainern, lediglich bloß zu mehr oder weniger, ernsthafteren Verletzungsfolgen geführt. Nun, ja… Nur alleine im Blackfish-Film werden, inklusive Brancheau, aber insgesamt schon 4 Todesfälle mit Orca-Beteiligung beschrieben, wovon by the way, sozusagen das fünfte (Beinahe-) Todesopfer in einem Seaworld-Orca-Becken dann sogar eine deutsche Dawn Brancheau gewesen wäre, wenn man so will. Bereits im Jahr 2007 kam die 29-jährige Claudia Vollhardt im berüchtigten "Loro Parque" auf den Kanarischen Inseln auf Teneriffa nur knapp einem unschönen Tod davon. Ein erschreckend ähnliches Verletzungsbild, wie es drei Jahre später auch die US-Amerikanerin Brancheau aufweisen wird, ist dabei aber wirklich noch der sympathischere Teil der Geschichte. Im Loro-Parque (also dem einstigen Loro = Papageien-Park!) auf Puerto de la Cruz, der größten der Inseln an der Nordküste Teneriffas, zog seinerzeit der Walbulle Tekoa seine Trainerin zunächst, wie im erwähnten Spieltrieb auf den unglaublich, über 12m tiefen, Grund, des Beckens, nur um sie immer wieder abwechselnd an die Oberfläche zu befördern. Der junge männliche Schwertwal ließ sein Opfer dabei immer wieder nach Luft schnappen, wobei er offenbar auch ständig versuchte sein vorne weg im Maul getragenes Opfer zu verschlingen. Mit schweren Biss-& Schnittwunden überlebte die studierte Meeresbiologin jedoch, Gott Lob, diesen heftigen Angriff. Erst als zwei weitere Trainer in den Pool sprangen und den Walbullen dazu brachten von ihr abzulassen, konnte sie schlussendlich vom Grund des Beckens geborgen werden. Wie sonst in anderen Fällen üblich, so kann man unserer Propaganda-& Kloakenpresse noch bis heute entnehmen, das Claudia angeblich aber nur lediglich, ich darf mal zitieren: Etwas "unglücklich" mit dem übermütigen sanften Riesen "zusammengeprallte", wenn man so will in beiderseitigem Einverständnis. Die beiden neckten sich romantisch, logisch. Und darum musste auch der Notarzt damals, sozusagen, noch vor Ort am Beckenrand sofortige Erste Hilfe leisten. Weil sie ja auch kurz darauf und nur rein Spaßeshalber noch in der nahe gelegenen Uniklinik notoperiert werden musste, wegen dieser kaum erwähnenswerten Zusammenstoß-"Lappalie", versteht sich.

https://www.outsideonline.com/1886916/a ... ater#close

Brancheaus Fall war aber nicht nur alleine wegen ihres leidvollen Todeskampfes unter Wasser in gewisser Weise so verstörend, wie natürlich auch tragisch, viel bemerkenswerter erschien allen Beteiligten jedoch dieses bis dahin niemals zuvor dagewesene abnormale, fast menschlich psychopathische Verhalten, des bereits lange im Vorfeld von allen Seaworld-Mitarbeitern als Verhaltensauffällig eingestuften Orca-Bullen, Tilikum, dessen Name bei der indigenen Bevölkerung übrigens soviel bedeutet, wie: "Freund" - Ja… Nachdem unser Freund Tilikum (da machen wir uns dann selbstverständlich auch bitte nichts vor!), zweifellos ausschließlich aufgrund unzähliger Folgeschäden bedingt durch die Jahrelange Folter in der Seaworld- Gefangenschaft in seinem natürlichen Verhalten irreparabel beschädigt, gestört, zutiefst traumatisiert, und letzten Endes so ganz direkt kaputt gemacht wurde.
Einige Teile ihres Körpers hielt Tillikum stoisch fest in seinem Maul und weigerte sich hartnäckig diese zu übergeben. Brancheau, eine bekannte Perfektionistin, hat fast alle ihre Shows aufgezeichnet, damit sie anhand dieser Aufnahmen erneute Fehler vermeiden und ihre Leistung verbessern konnte. Der Vorfall wurde "angeblich", wie alle ihre Arbeiten, dementsprechend auch auf Band festgehalten. Ein Teil davon ist in Blackfish zu sehen, allerdings wurden offensichtlich aus uns unbekannten Gründen bis heute niemals auch nur eine einzige Szene "nach" dem Angriff gezeigt. Natürlich hätte jeder normal sterbliche Mensch auf dieser Welt nur vollstes Verständnis, für eventuelle unangebrachte, pietätlose Bilder, die Brancheau in ihrer Würde verletzen, die Dawn ehrverletzend ihrer Menschlichkeit berauben, absolut zu 100% Zustimmung, keine Frage, da gibt es für mich gar nix zu diskutieren, aber...
Aber, es fehlt doch letztendlich noch fast eine ziemlich komplette halbe Stunde an Filmmaterial?! WtF?!
Darauf kann doch wohl unmöglich nicht alles zusammen genommen, total "unzeigbar" sein?! Es fehlen ungefähr noch ganz locker so ca. geschlagene 25:00 Minuten an Videobeweis, und davon kann dann aber 0,0%, nicht mal eine Millisekunde mehr gezeigt werden?! What?! Puh! Da bin ich wahrhaftig geflashed, muss ich gestehen. Dat scheint auch wieder einmal niemand außer meiner Verpeiltheit zu stören, in Bkackfush wird es mit keiner einzigen Silbe auch nur mal irgendwie erwähnt. Tja, also, da kann ich nur sagen: "Also, ent-schul-dijen-se mal bitte, aber auf mich persönlich wirkt das im höchsten Maße ziemlich, na, ja... wie soll ich es nal ausdrücken, es wirkt auf mich irgendwie, ich kann mir nicht helfen, es wirkt doch recht fuckin' auffällig, ganz so, als hätte man etwas zu verbergen, als könne- und wolle man uns etwas ganz bestimmtes aus irgendeinem besonderen Grund nicht zeigen, als wolle man uns etwas vorenthalten, bei allem nötigen Respekt, versteht sich natürlich." - Da wird gelabert und gesülzt, dies könnte aus bereits erwähntem Respekt ihrer "Familie" gegenüber geschehen sein, blah, blah, blup. Allerdings werde ich hier dieses bekannte ungute Gefühl in meiner Magengegend nicht so richtig los, so eine Art "Alarm"-Signal das ich mir im Laufe der Crime-Jährchen aneignen konnte, zwar lange nicht so cool, wie Peter Parkers Spinnensinn, aber sich stetig entwickelnd. Ganz direkt erinnert mich das Ganze an die 2019 in Norditalien verunfalltgemordete hübsche Schauspielerin Lisa Martinek, vielmehr die grotesken "Rettungsaktionen" ihres Ehemanns, inkl. des Vorschlags eines Röhrenschnitts und nicht minder sonderbaren Erste Hilfe-Prozeduren. In Dawns Fall fühlte ich dahin gehend ähnliches Unbehagen, speziell, das es sich im Hinblick auf die bereits erwähnte "Familie" Dawns eventuell, vielleicht, man weiß es nicht, und nur möglicherweise bei der sogenannten "Familie" nämlich lediglich irgendwie nur auf den Ehemann und den Anwalt des Ehemannes beschränken könnte. Das wäre dann die "Familie", die den kompletten Videobeweis aus irgendeinem Grund bewusst unter Verschluss hält, und darüber hinaus auch keinen Fetzen einer Sequenz nach dem Angriff Tilikums auf Dawn bereit ist zu präsentieren.

Brancheau Plan for Allcrime.jpg
Sea World kämpfte jedenfalls unermüdlich intensiv und lange, um den Vorfall wie einen Unfall, statt wie eines Angriffs aussehen zu lassen. Sie gingen teilweise sogar so weit zu behaupten, dass Dawn wegen ihrer langen Haare, speziell wegen des Pferdeschwanzes von dem Orca in den Pool gezogen wurde (obwohl solche Pferdeschwänze auch von etlichen anderen weiblichen Trainern getragen wurden, ohne irgendwelche Zwischenfälle). Augenzeugenberichte sowie das verfügbare Filmmaterial zeigten, dass Tillikum Brancheau angriff, weil ihr schlicht das Futter, besser gesagt, der Fisch ausgegangen war, wodurch seine eigentliche Belohnung für seine Tricks entfiel, und weil er in einer dadurch erfolgten Kettenreaktion einen weiteren Folge-Trick nicht mehr in vollem Umfang ausführen konnte. Bedeutete für Tilikum eine doppelte Bestrafung, inklusive Futterentzug. In dem verlinkten Film ist das auch deutlich zu sehen. Es zeigt allerdings schon ab 4:18 in der timeline, das Dawn mit leeren Eimern dasteht, wobei sie Wasser Richtung Tilikum schüttet. Man wird das Gefühl nicht los, der Walbulle wirkt hier schon recht angepisst, wenn mir mal diese Bemerkung gestattet ist. Er verfolgt Dawn regelrecht, diese steht bei ca. 4:47 auf der Brücke, welche den Schleusenbereich des G-Pools zum kleineren F-Pool darstellt.

Aufgrund des Vorfalls ist es nach US-amerikanischem Recht seitdem erforderlich, dass die Trainer von Sea World nur noch hinter einer deutlich begrenzten Barriere mit den Tieren interagieren dürfen. Allerdings wusste sogar ein Schmier-& Schundredaktion aus dem Hause Axel Springer auf dem "welt-portal" seinerzeit zu berichten, das nämlich sämtliche Trainer schon vor dem tragischen Vorfall nicht mit Tilikum zusammen im Becken schwimmen durften.

Die ehemalige Orca-Trainerin Linda Simons berichtete später als Whistleblowerin über das, was sie als fragwürdige oder sogar gefährliche Sicherheitspraktiken im Orlando Seaworld-Park bezeichnete, die zu einer weiteren Tragödie hätte führen können. Der Anwalt von Simons, Maurice Arcadier, sagte, sie sei daran gehindert worden, der OSHA alle Unterlagen übergeben zu können, die sie jedoch für ihre Ermittlungen benötigten. Die OSHA (Occupational Safety and Health Administration) ist quasi die offizielle Arbeitsschutzbehörde der Vereinigten Staaten. Simons erklärte, dass jeder, der anfing bei Sea World-Orlando zu arbeiten, das erhielt, was sie allgemein das „Tili-Gespräch“ nannte - nämlich eine sehr unmissverständliche Warnung vor dem Killerwal, der bereits im Jahr 1991 im kanadischen Sealand-Park in Vancouver eine Trainerin getötet haben soll, als diese am Beckenrand ausrutschte und in den Pool fiel. Jahre später wurde ein junger Mann ein weiteres Opfer des Walbullen. Er soll Herumtreiber gewesen sein, und sich 1999 angeblich unbemerkt in den unmittelbaren Beckenbereich Tilikums geschlichen haben, woraufhin er sich entkleidete und die überaus extrem dämliche Idee hatte zu dem Verhaltensauffälligen Orca in den Tank zu steigen. Mit schwersten inneren und äußeren Verletzungen fand man ihn am nächsten Morgen leblos im Wasser treibend. „Sie raten Dir eindringlich davon ab, jemals mit Tili ins Wasser zu gehen“, erklärt Simons. "Wenn Du mit Tili ins Wasser steigst, kommst Du nur als Leiche wieder heraus." - So in etwa lautete damals die verbindliche inoffizielle Richtlinie aller Wal-Trainer bei Seaworld.

Dann kommen wir doch mal zur, meiner bescheidenen Meinung nach, ziemlich brisantesten Stelle de Falls. Denn da gibt es überraschenderweise die komplette Akteneinsicht in den damaligen offiziellen Polizeibericht. Man kennt das von den Yankees ja mitunter unter dem Titel: "FOIA - dem sogenannten Freedom of Information Act, dem Gesetz der Informationsfreiheit, welches jedem US-Bürger das Recht verleiht, Zugang zu Dokumenten von staatlichen Behörden verlangen zu können." - Ausnahmsweise ganz stark, was die Amis da nämlich noch haben. Nur völlig neidvoll können wir da irgendwie drauf blicken. Selbst, wenn die Yankees selbstverständlich auch damit ihre Bevölkerung bescheißen sollten, zumindest bekommt man immer eine gewisse Akteneinsicht, wenn man diese verlangt. Dieser FOIA ist meiner Meinung nach das letzte zerbrechliche Überbleibsel einer Fassaden-Demokratie made in USA, wenn die Amis den auch noch an die Beherrscher abgeben müssen, dann war's das wahrhaftig mit einer klitze kleinen Hoffnung auf Freiheit und Individualität, leider ähnlich wie bei uns, wobei wir natürlich niemals und noch nie so etwas wie den FOIA mal ansatzweise hatten, nun, ja.

Detective Kevin Kraubetz und ein weiterer Ermittler trafen damals als erste Beamte am Tatort ein und sprachen mit dem Seaworld-Trainer Craig Thomas. Thomas reagierte seinerzeit auf einen getätigten Alarm-Hilferuf und war auch einer der ersten Angestellten vor Ort. Mr. Thomas erklärte sich bereit, Detective Kraubetz die Anordnungen der Pools in der Nähe des Unglücksorts von "Dine mit Shamu" (Dinner mit Shamu) zu erläutern. C. Thomas gab jedoch an, nicht anwesend gewesen zu sein, als Dawn Brancheau (und jetzt bitte ganz genau hinhören- hinlesen- verarbeiten!) als Dawn Brancheau in den Pool "gefallen" ist. What?! Ja, ganz richtig gehört, der genaue Wortlaut aus dem Polizeibericht lautet, Zitat:

"C.Thomas was not present when Dawn Brancheau fell in the pool." - So, so, Krass! Da steht sehr eindeutig "fell" in the pool. Wobei ich mir nun die Frage stelle, warum man hier eigentlich immerzu nur davon spricht, das der Wal sie packte, zog, oder eben mit sich, oder meinetwegen an ihren Haaren ins Becken, in die Tiefe riss, wenn doch ziemlich eindeutig von einem "in den Pool gefallen" die Rede ist. Der Bullencop redet ganz eindeutig davon, das sie irgendwie in den Pool fiel, nur das dieser Trainer, der Augenzeuge, das nicht selbst mit seinen eigenen Augen gesehen hatte, aber jemand muss ihm das natürlich irgendwie so erzählt haben, das Brancheau nämlich zunächst mal in den Pool gefallen ist, wie auch immer das nun aussah. Aus diesem Grund, heißt es weiter im Polizeibericht, konnte er den Ermittlern aber leider auch nicht beschreiben, an welcher Stelle genau Sie letzten Endes mit dem Wal in den Pool geraten ist. Nur um das auch wirklich klar zu machen, in dem Report steht nicht etwa: "the whale grabbed her, oder pulled her, oder snapped at her", oder so was in der Art. - Mitnichten, da steht unmissverständlich: "when Dawn Brancheau fell in the pool." - auf gut deutsch - "als Dawn Brancheau in den Pool fiel." Und das ist hier an dieser Stelle und für meine Begriffe eigentlich ein ganz schöner Hammer, Leute! Bedauerlicherweise scheint das aber keine Sau zu interessieren, da es weder irgendwie mal im Blackfish-Film, noch auf offiziellen Brancheau-Bekundungsseiten einmal zu Gespräch gebracht wird. Nix, ist. Besonders im Hinblick auf die offensichtlichen Vertuschungsversuche der sogenannten "Familie" von Dawn. Man zeigt uns nämlich partout nicht das Entscheidende, "wie" zum Orca gelangte Dawn denn nun bitteschön in den Scheiß-Pool. Sicher im verlinkten Video ist sie ohne Fisch zu sehen, läuft auf die Schleusenbrücke bei timeline 4:47. Dann sieht man sie aber komischerweise ab 5:25 auf diesem Shallow-Plateau, aber das wirklich komplett abgefahrene ist hierbei, das sie wieder frischen nagelneuen Fisch für Tilikum hat, What?! Sogar mehrere Eimer stehen da jetzt wieder?! Dann, bei 6:13 geht ihr aber schon wieder erneut der Fisch aus. Hier stimmen die Schnitte überhaupt nicht. Von vorne bis hinten stimmt etwas nicht mit der gezeigten Aufnahme. Nun gibt es wieder einen Schnitt, und ab 6:18 sehen wir Dawn fast in der Mitte des Pools. Wie ist sie aber überhaupt dahin gekommen. Wenn uns doch immer wieder groß und breit erklärt wird Tilikum hätte sie am Arm, am Schopf, oder am Körper gerissen. Warum ist es denn nirgendwo zu sehen, wie der Wal Dawn angreift, bzw., in den Pool zieht?! Die Kamera schwenkt auf diese Scheiß-Bar, oder meinetwegen dieses Shamu-Restaurant, jedoch sind doch alle Gäste längst auf und davon. Es macht den Eindruck, als wäre die Show schon lange zu Ende. Im Hintergrund ist jedenfalls noch laut und deutlich der Lärm der eigentlichen Hauptshow zu hören. Ab 6:42 sieht man noch, wie Tilikum Dawn in seinem Maul festhält, dabei macht Dawn auch hier noch gute Miene zum bösen Spiel. Sie schreit natürlich nicht um Hilfe, oder so, das hat sie von den Park-Verantwortlichen eingetrichtert bekommen, typisch Yankee, halt. Immer Lächeln, selbst wenn man sich in Todesgefahr befindet. Deshalb rief sie auch nicht um Hilfe, als sie von einer bestimmten Person in den Pool, zum Killer in dem Tank gestoßen wurde, sie trug es mit einer so mutig-erhabenen Fassung, die fast kein Mann, also, heutzutage kein Schwanzträger heutzutage mehr besitzt. Darum will man uns nix zeigen. Man hat mit Sicherheit längst alle Beweise vernichtet. Dawn sah selbstverständlich noch fantastisch aus, trotz ihrer fortgeschrittenen 41 Jahre, für die hohen Herren in den Chefetagen und ihrem Scheiß-Ehemann war es offensichtlich aber längst schon nicht mehr zufrieden stellend, darum bekam sie ja auch keine Rolle mehr zur gleichzeitig laufenden Hauptshow, darum stellte man sie ja auch auf's Abstellgleis in diese Scheiß-Dinner with Shamu-Show, zusammen mit einem offensichtlich kranken, sehr frustrierten aggressiven Orca. Ich denke das Ausgehen des Fischfutters, die damit einhergehende Bestrafung für Tilikum war volle Absicht, man reizte den Wal hier schon bis auf's Blut. Denn Unterwasser bekommen die Tiere auch Signale, wenn sie etwas gut machen, aber auch, wenn man sie abstraft, was bei einem solchen Predator eigentlich richtig derbe bescheuert ist, muss ich ja gestehen. Aber dieses Bestrafungssystem gab es für die Wale. Ich bin mir sicher Tilikum wurde absichtlich gereizt und in Rage gebracht, dann stieß man Dawn in den Pool, zu dem Killer in dem Pool. Dieses miese Drecksschwein!

Zu guter Letzt bleibt ja auch die verstrichene Zeit einer möglichen Erstrettung in oberverdächtiger Weise äußerst seltsam, gelinde gesagt. Es gibt sogar Berichte, die beschreiben sogar 45 Minuten, die es brauchte, um die langjährige Tiertrainerin endlich aus der Gewalt des Orcabullen zu befreien. What the Fuck?! Warum zur Hölle benötigte man den 30 - 45 überlange, ach was, Scheiß lange Minuten um sie zu befreien?! Das kann man doch eigentlich so schon keinem mehr erzählen, man war doch sogar dabei Tilikum mit Fangnetzen zu beschmeißen, worauf hat man denn bitteschön gewartet?! Und warum zum heiligen John Wayne hat denn keiner das Tier erschossen?! Gerade unsere Yankees, wo die bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihren "Finger on da Trigger" fliegen lassen, da hatte nicht mal irgendein Arsch wenigstens ne' 9mm Glock in der Hose. Warum konnte man das Tier denn nicht erschießen, verdammt nochmal. Es wäre sowieso für Tilikum die wirklich absolute und allerbeste Lösung, besser gesagt, "Erlösung" gewesen jemand hätte sich eine 12 Shot- Schrotflinte besorgt und den Wal verdammt nochmal erschossen, wobei er ihn ja nur von seinem Leid erlöst hätte und Dawn vielleicht das Leben retten können. Das will mir einfach nicht in den Schädel, das packe ich genauso wenig, wie das zurückhalten von noch mindestens 25 Minuten Video-Beweismaterial. Genauso, wie der Bullen-Report eindeutig davon spricht, das Dawn zunächst mal ins Wasser fiel, egal wie auch immer das dann auch aussah.

http://docshare03.docshare.tips/files/3120/31206113.pdf

Der Blackfish-Effekt

Auch, wenn dem Film ein gewisser Insider-Charme anhaftet, heute würde man wohl eher vom Nerd-Charakter sprechen, meinetwegen, seinen B-Movie Charakter selbstverständlich gar nicht leugnen kann, so schlug er im Nachhinein betrachtet und im wahrsten Sinne des Wortes dennoch "hohe Wellen". Das intensive und fesselnde Dokudrama der Regisseurin Gabriela Cowperthwaite, dessen deutscher Verweistitel: "Der Killerwal" - zu vernachlässigen ist. Er fällt halt, wie gewohnt, germanisch hohl aus, gehört damit einmal mehr in die Kategorie Fremdschämen leicht gemacht. Die durchweg positive Resonanz und der rückblickend beachtliche Erfolg des Films führte allerdings weltweit zu vielen Kontroversen und löste einige Diskussionen aus, da er sicherlich dazu beigetragen hat, das Menschen, wie meine Wenigkeit, überhaupt erstmal auf das Thema aufmerksam geworden sind. Nichtsdestotrotz bestehen bei mir inzwischen jedoch ernsthafte Zweifel im Hinblick auf die Konsequenzen, die der Film angeblich ausgelöst haben soll, kurz gesagt, bin ich mir echt nicht mehr sicher, wessen Seite (wem zum Nutze?) diese im typischen Yankee-Stil emotionalisierende Dokumentation made in USA, letztendlich dienlicher war. Der Crime-Head spricht auch vom: "Cui bono" - „Wem zum Vorteil?“ -
Offiziell heißt es, habe das Unternehmen Seaworld, das der umstrittenen Investmentgesellschaft Blackstone Group Inc. gehört, jegliche Beteiligung an dem Film verweigert und abgestritten, obwohl die Anzahl ehemaliger Seaworld Mitarbeiter überwiegt, lässt die Regisseurin durchaus auch den ein oder anderen (damaligen!) aktiven Mitarbeiter und pro-Captivity Unterstützer (pro-Gefangenschaft) zu Wort kommen. Zudem überschlägt man sich im Netz gerne mit Informationen, welche die Auswirkungen des Films auf die Besucherzahlen betreffen, da geht von:
"Die Seaworld-Besucherzahlen Zahlen sind seit dem Filmstart um ganze 85% eingebrochen." - By the way, kann ich mir bei dieser Version kaum erklären, warum im Zuge der Filmveröffentlichung denn jetzt unbedingt bitte so sehr viel weniger Besucher in die verbliebenen Parks zu den Orca-Shows gerannt sein sollen, oder ob sich vielleicht sogar eher der (unerwünschte?!) gegenteilige Effekt einstellte. So weiß das internationale Portal für Tauchsport "dailydive.com" ebenfalls über den sogenannten "Blackfish"-Effekt zu berichten. Teilweise noch etwas ungläubig vernimmt man dort, das es Sea World im Jahr 2014 (also, im Jahr 1 nach Blackfish!) im direkten Vergleich zum Vorjahr sogar irgendwie gelang, trotz schlimmer, böser Anti-Blackfish-Werbung, die der Film zwangsläufig mit sich brachte, einen, ich zitiere mal: "… etwas höheren Gewinn einzufahren."

In Zeiten eines fast religiösen Klimawandel-Kultes, in dessen Folge eine enorm sensibilisierte Jugend steht, die anders als meine Generation, Themen wie Umwelt-& Naturschutz viel mehr Bedeutung zukommen lässt, kann es sich jeder normal sterbliche Mensch mit ein klein wenig Menschenkenntnis nach erfolgten Konsum des Films im Grunde genommen schon selber denken. Der aufmerksame Crime-o-Naut kann so gesehen nur zu einem einzigen logischen Fazit kommen, das da lautet: "Der kommerziellen Haltung von Meeressäugetieren, speziell aber den maximal-Profit bringenden Orca-Shows zu reinen Entertainment Zwecken, steht in Gänze ein sehr baldiges Ende bevor, da diese althergebrachte Form der Tierquälerei schnell Geschichte-, somit nur noch eine Frage der Zeit ist.

Das ist schlicht und einfach die wenig subtile Message, die einem der Film seinen Zuschauern mit auf den Weg gibt.

Er polarisiert natürlich ganz bewusst in jeder Hinsicht, weil er sich letzten Endes auch eines unseriösen Stilmittels bedient, weil er eines der ungeschriebenen Gesetze im Genre des Dokumentarfilms bricht, er ergreift eindeutig und einseitig Stellung, lässt dem Zuschauer beim Thema "Orcas in Gefangenschaft" quasi gar keine andere Wahl, als nicht automatisch eine kritische und ablehnende Haltung einzunehmen. Vorwerfen kann man dem Film mitunter auch noch den leicht unterschwelligen Hang Richtung Tierhorror. Das fängt schon beim offiziellen Filmplakat an, aus dessen Düsternis die Kreatur bedrohlich auf den Betrachter zu schwimmt, das Ganze schrammt letzten Endes auch nur um Haaresbreite am Anthropomorphismus vorbei. Ein Film, der sich ausschließlich nur dem Tierschutz und dem Wohle der Tiere verpflichtet fühlt, strapaziert das ein oder andere Mal unnötigerweise meine Nerven, weil er in dreister Art und Weise versucht, den Hauptdarsteller des Films, ein Tier, zu vermenschlichen, indem man den Schwertwal zum (eventuell) kühl berechnenden Mörder stilisiert, ihn sogar noch in die Nähe des Serienkillers rückt.

Ich will hier jedoch bei aller berechtigter/unberechtigter Kritik an dem Film aber bitte keineswegs als "Anti-Blackfish"-Typ rüberkommen, oder so. Schließlich entwickelte sich mein eingehenderes Interesse an den faszinierenden Meeressäugern, den Orcas, natürlich erst mit diesem Film, wie höchstwahrscheinlich bei Millionen anderen Usern eben auch. Dabei sollte man aber niemals außer Acht lassen, das wir es mit einem amerikanischen Machwerk zu tun haben. Wenn uns die Geschichte im Laufe der Zeit eines lehrte, dann würde ich sagen, betrifft es den Teil der uns rät, niemals im Vollbesitz unserer geistigen Kräfte, unter gar keinen Umständen, jemals einem Amerikaner zu vertrauen, bei allem nötigen Respekt, versteht sich.

Selbst wenn die letzten drei verbliebenen Seaworld-Parks auf dem Nordamerikanischen Kontinent ihr Showkonzept dahingegen geändert haben, das die Tiere über das Jahr 2020 hinaus, zumindest nicht mehr gezwungen werden spektakuläre Kunststückchen vorzuführen… Kasse gemacht wird mit den eingepferchten sensiblen Meeressäugern immer noch, nach wie vor, bis zum heutigen Tag.
Und genau da beginnt auch mein Hauptproblem, das mich immer kritischer mit dem Film, und seiner eigentlich doch so edlen Botschaft ins Gericht gehen lässt. Einen ähnlichen Fehler haben Zeitgenossen meines Alters leider auch schon vor fast 20 Jahren gemacht, weil wir einer fetten, falschen Ratte namens: Michael Moore - vertrauten, weil zu jener Zeit noch kein Schwein etwas mit dem Begriff False-Flag anfangen konnte, noch konnte sich jemand vorstellen, das die ganze Welt trotz eines solch traurig-tragischen Schock-Ereignis, eventuell nur mit Hilfe eines perfiden Bühnenstücks, sprich, eines Taschenspieler-Tricks hinters Licht geführt wird, weil die YOU-ÄSS-and-EY mit diesem sogenannten: "School-Shooting, Schulmassaker, oder schlicht, Amoklauf" vielleicht ganz andere Interessen verfolgt. Zumal mir der Todesfall Dawn Brancheau, je mehr ich ihn betrachte, immer absonderlicher vorkommt. Mittlerweile bin ich mir auch gar nicht mehr so sicher, ob die langjährige Seaworld-Mitarbeiterin alleine nur aufgrund von Unachtsamkeit und nur durch den Walbullen alleine in den Pool gelangen konnte, sprich, oder ob da nämlich nicht jemand- eine Drittperson nachgeholfen hatte. Das betrifft eine ganz bestimmte Person, die sich zufälligerweise sogar in unmittelbarere Nähe des Pools aufhielt. Es ist die Art von Person, die ich eigentlich immer und in 99% aller Fälle auf dem Schirm habe, zumindest immer dann, wenn die Ehefrau aufgrund eines nicht natürlichen Todes dahin scheidet. Denn (Oh, Wunder!), Dawns Ehemann, Mr. Scott Brancheau befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks tatsächlich auch irgendwie in unmittelbarer Nähe des Geschehenen. Der spätere Witwer wird dann aber mit keiner Silbe mehr erwähnt, oder benannt, als ob er nie dabei war. Und das ist ein Umstand, der mich echt hellhörig werden lässt, weil ich diesen schon aus etlichen anderen Mordfällen her kenne. Zwar gibt es mehrere Zeugenaussagen und einen "angeblichen" Beweisfilm, jedoch beschränken sich die Zeugenaussagen alle nur auf den unteren Teil, soll heißen, den Unterwasser-Teil des Geschehens, schlussendlich gibt es keinen Zeugen, der eine Angabe dazu machen kann, wie Brancheau denn überhaupt in den Pool geriet.

Zu guter Letzt noch die richtig geile YouTube-Doku Inside The Tanks. Der wirklich ganz feine Dokumentarfilm des Briten Jonny Meah, knüpft an die Blackfish ausgelöste Diskussion um die Gefangenschaft von Meeressäugern nahtlos an. Beschrieben werden die Zustände über einen, neben Loro-Parques Teneriffa, der beiden letzten verbliebenen großen Marineparks in der EU, natürlich bedauerlicherweise inklusive Orca-Show, Marineland Antibes an Frankreichs Cote d'Azur. Schließen Sie sich dem Moderator und Produzenten Jonny Meah an, während er die Debatte fortführt und BEIDEN Seiten der Diskussion die Möglichkeit gibt, mitzureden. Der Dokumentarfilm enthält ausführliche Interviews der Born Free Foundation; Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit zwei guten alten bereits aus Blackfish Bekannten. Zum Einen die wunderbare Neuseeländische Meeresbiologin, Ingrid Visser, sowie Ex-Supervisor und Ex-Seaworld Orca Trainer John Hargrove; und in einer exklusiven Welt zu diesem Thema ein Interview mit Jon Kershaw, dem zoologischen Direktor von Marineland Antibes.

https://www.youtube.com/watch?v=Hy9gt-f3I6Q

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