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Tierschänder im Raum Freiburg – Sodomie für Forscher ein Rätsel

Tierquälerei und -tötungen.
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Salva
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Tierschänder im Raum Freiburg – Sodomie für Forscher ein Rätsel

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 23. Jun. 2015, 12:04

http://www.schwaebische.de/region/baden ... d,832.html

Tierschänder im Raum Freiburg – Sodomie für Forscher ein Rätsel

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Konstanz lsw Es sind Szenen, die man sich kaum vorstellen kann: Unbekannte kommen nachts auf eine Weide oder in einen Pferdestall, führen den Tieren Gegenstände ein oder verletzen sie im Genitalbereich. Vier Pferde und eine Eselsstute sind in den vergangenen Wochen im Raum Freiburg auf diese Weise misshandelt worden. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich der Täter sexuell an den Tieren vergangen hat, heißt es bei der Polizei. Immer wieder kommt es im Südwesten zu solchen Fällen: Wenige Jahre zuvor hatte beispielsweise ein Pferdeschänder im Ortenaukreis ähnlich gelagerte Straftaten begangen, 2008 wurde im Bodenseekreis eine Pony-Stute so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste.

Bei der Frage, was solche Täter antreibt, ringt der Vorsitzende des baden-württembergischen Tierschutzbundes, Herbert Lawo, um Worte. „Diese Menschen sind psychisch krank, von meinem laienhaften Verständnis her“, sagt er. „Es wird wahrscheinlich eine ganze Bandbreite und sehr unterschiedliche Täter-Typen geben.“ So seien Fälle mit Verpaarung, also dem Geschlechtsakt beispielsweise mit Schafen bekanntgeworden, andere Täter verspürten Lust an Verletzungen, mitunter würden Gegenstände in die Genitalien der Tiere eingeführt. Neben oft sehr schweren physischen Verletzungen komme es dadurch bei den Tieren häufig zu gravierenden psychischen und Verhaltensstörungen.

Für die meisten Menschen nicht nachvollziehbar

Die Vorstellung, ein Tier absichtlich zu quälen, um daraus sexuelle Befriedigung zu ziehen, ist für die meisten Menschen nicht nachvollziehbar. Warum macht jemand so etwas aus wissenschaftlicher Sicht? „Dafür haben wir keine Erklärung“, sagt der forensische Psychologe und außerplanmäßige Professor an der Universität Konstanz, Jérôme Endrass. „Man weiß letztlich nicht, warum manche Menschen im Kontakt mit einem Hund oder Pferd erregt werden. Das ist ähnlich unverständlich, wie beispielsweise die Tatsache, dass ein erwachsener Mensch Erregung gegenüber einem Kind verspüren kann.“

Die Zoophilie – also das sexuelle Hingezogen-Fühlen zu Tieren, das umgangssprachlich auch als Sodomie bezeichnet wird – ist nach wie vor ein Rätsel in der Verhaltenswissenschaft. Das liege unter anderem auch daran, dass sexuelle Kontakte zwischen Menschen und Tieren in Deutschland laut Tierschutzgesetz seit 1969 nicht mehr strafbar sind. „Wir begegnen Personen mit solchen Neigungen dadurch einfach nicht oft“, sagt Endrass. Anders beispielsweise bei verurteilten Pädophilen, für die eine Therapie Pflicht ist.

Eine Änderung des Tierschutzgesetzes werde jedoch in Kürze im Bundestag beraten, sagt die Tierschutzbeauftragte des Landes, Cornelie Jäger. „Wir gehen davon aus, dass diese Forderung der Länder übernommen wird und sexuelle Handlungen mit Tieren künftig auch in Deutschland wieder verboten sein werden.“ Ein solches Signal habe sehr große Bedeutung, obwohl die Ahndung der Täter auch weiterhin schwierig sein werde. Zahlen darüber, wie viele Fälle von Sodomie oder Tierschändung es in Deutschland gebe, würden nicht erfasst. „Das ist schwer zu beweisen und schwer zu belegen“, sagte Jäger.

Klar ist aber: Auch bei der Sodomie gibt es eine ganze Bandbreite von Neigungen, die man differenzieren muss. Nicht jeder zoophil veranlagte Mensch ist zugleich ein Tierquäler. „Es existieren sehr wohl zoosexuelle Menschen, die Tiere lieben, sie respektvoll behandeln und ihren Willen achten“, schreibt der Verein „Zeta“ aus Berlin, der sich für Toleranz und Aufklärung engagieren will, in einer Informationsmappe. „Zoophile wollen nicht als Sadisten abgestempelt, sondern als Menschen mit einer echten Orientierung wie Homosexualität wahrgenommen werden, die ihren tierischen Partner genauso lieben wie andere ihren menschlichen.“

Für die meisten ist eine solch übersteigerte Liebe zum Tier schon nicht mehr nachvollziehbar – aber wo ist da die Grenze? Grundsätzlich sei alles noch in der Norm, was nicht in Verhalten umgesetzt werde, sagt Endrass. Problematisch werde es erst, wenn die Handlungsschwelle überschritten wird. „Die Frage ist: schadet der Mensch dem Tier oder ergibt sich daraus für ihn ein starker sozialer Nachteil.“ Viel Zeit mit dem Hund zu verbringen, sei normal. „Aber wenn man sich nur noch für das Tier interessiert, andere Beziehungen vernachlässigt und sich so sozial isoliert, kann man schon fragen, ob da nicht schon eine Grenze überschritten ist.“
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