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Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

Unterschiedlich motivierte Tötungsdelikte.
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Eagle
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Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#1

Ungelesener Beitrag von Eagle » Sa, 31. Okt. 2015, 21:19

Profiler über mutmaßlichen Mörder von Elias und Mohammed „Es muss noch andere Taten geben“
Von Thomas Leinkauf
Bild nicht mehr vorhandenDie Polizei verdächtigt Silvio S. bisher zweier Morde.

Ein Interview über das Verbrechensmuster.
Bild nicht mehr vorhandenAdolf Gallwitz, Jahrgang 1951, hat als Polizei-Psychologe, Profiler und Psychotherapeut gearbeitet und als Professor an der Polizeihochschule Villingen-Schwenningen gelehrt.
Der Mörder von Mohamed und Elias sei offenbar eine selbstunsichere Persönlichkeit, sagt der Profiler und Psychologe Adolf Gallwitz. Zugleich sei er professionell vorgegangen, das spräche für einen starken Druck, seine sexuellen Phantasien auszuleben.
Herr Gallwitz, Nachbarn im Dorf des Täters sagen, er sei schüchtern, fast ängstlich, habe nie eine Freundin gehabt und sehr zurückgezogen gelebt. Lässt sich aus Ihrer Sicht daraus schon etwas über den Tätertyp sagen?
Wenn man das so hört, passt das auf eine selbstunsichere Persönlichkeit – ein Tätertyp, der sehr typisch ist für Sexualstraftaten. Dass er noch bei seinen Eltern gewohnt hat und kaum Kontakte zu gleichaltrigen Männern oder Frauen hatte, bestätigt das.
Gibt es weitere Hinweise auf solch einen Typ Sexualstraftäter?
Wir haben jetzt die beiden Opfer, Elias und zuletzt Mohamed, eine Serie, wir können also vom Ende dieser Serie her unsere Rückschlüsse ziehen. Beide Jungen sind in einer Altersgruppe, bei der für Täter noch nicht so sehr die Präferenz im Vordergrund steht, die Präferenz für Mädchen oder für Jungs. Wichtig ist für ihn, dass es kleine Kinder sind.
Bild nicht mehr vorhandenDas Wohnhaus des mutmaßlichen Täters in Kaltenborn
Fälle Mohamed und Elias, Silvio S. ist ein mutmaßlicher Serientäter, Kleine Kinder sind keine Bedrohung.
Genau darum geht es. Sie sind keine Bedrohung. Er sieht sie als Gegenstände, als Objekte, an denen er seine Fantasien ausleben kann.
"Es geht um kleine Kinder" Es könnte also gut auch ein kleines Mädchen gewesen sein?
Das ist denkbar und würde, so wie es aussieht, durchaus in die Serie passen. Es geht um kleine Kinder, im Vorschul-, maximal im Grundschulbereich, bei denen er sich sicher genug fühlt.
Deuten die Taten auf Bevormundung und Unterdrückung im Elternhaus hin, aus denen Hass entsteht, der sich dann entlädt?
Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht anfangen zu spekulieren. Was wir zunächst nur sagen können, ist, dass der Mann offenbar kein Interesse an einer eigenen Wohnung und Beziehungen zu Erwachsenen hat.
Können Sie abschätzen, was in dem Kopf des Täters vor sich geht, wenn er sich wie in den aktuellen Fällen ein Opfer sucht auf einem Spielplatz oder vor einem Flüchtlingsheim?
Er ist ziemlich professionell und forsch vorgegangen, zumindest wissen wir das im Fall des Jungen Mohamed, den er vor den Augen Hunderter Menschen vor einem Landesamt in Berlin entführte. Insofern können wir davon ausgehen, dass der Täter ein unheimliches Bedürfnis hatte, seine Fantasien auszuleben. Die wenigen Monate Abstand zwischen dem Mord an Elias und dem Tag, als er Mohamed entführte, zeugen von einem enormen Druck. Solche Menschen kommen immer wieder und oft sehr schnell an den Punkt, wo sie Gegenstände für ihre sexuelle Befriedigung finden müssen. Gegenstände! Diese kleinen Jungen sind für sie keine Menschen. Dafür spricht auch, dass er den kleinen Mohamed einige Zeit in seinem Auto spazieren fuhr, wahrscheinlich um Körperflüssigkeiten und Geruch aufzufangen. Irgendwann hätte er ihn entsorgt wie Müll.
Sie bauen keine persönliche, menschliche Beziehungen zu ihren Opfern auf?
Keinerlei.
Eine gewisse Schüchternheit und Ängstlichkeit kann offenbar durchaus zusammengehen mit einer hohen Risikobereitschaft.
Das ist bei diesem Täter schon extrem. Wenn man den jetzt nicht erwischt hätte durch den Hinweis der Eltern, hätten wir davon ausgehen müssen, dass es eine schreckliche Mordserie wird.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass es weitere Opfer gibt?
Wir sprechen hier, wie schon gesagt, von dem Ende einer Serie. Über das, was vorher geschah, wissen wir noch nichts. Es spricht alles dafür, dass er nicht mit zwei Morden angefangen hat; es muss noch andere Taten geben. Das müssen nicht unbedingt Morde sein. "Er ist eine tickende Zeitbombe"
Was für ein Morden ist das, das solche Täter betreiben?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten. In jedem Fall will der Täter sich an dem Kind vergehen. Häufig bringt er ein Kind um, bevor überhaupt sexuelle Handlungen stattgefunden haben, weil ihm nicht bewusst war, wie lange man den Mund zuhalten oder den Hals zudrücken kann, ohne dass es tödliche Verletzungen gibt. Er vergeht sich an dem Kind und nimmt den Tod sozusagen billigend in Kauf. Es kann aber auch ein Verdeckungsmord sein. Der Täter bringt sein Opfer um, um ungestört weiter auf die Jagd gehen zu können. Oder es gibt sadistische Neigungen, und die Tötung ist Bestandteil der sexuellen Befriedigung. Aber da müssen wir die Ergebnisse aus der Gerichtsmedizin abwarten.
Haben wir es hier mit einem Psychopathen zu tun?
Auf jeden Fall ist er eine tickende Zeitbombe. Für solche Täter gibt es keine Therapie. Er sollte nicht mehr auf die Gesellschaft losgelassen werden.
Berliner Zeitung



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Eagle
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologenetc.

#2

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 1. Nov. 2015, 09:46

Elias und Mohamed: "Der extremste Fall seit Jahrzehnten"

Kriminologe Rudolf Egg: Dass ein einzelner Täter innerhalb weniger Monate gleich zwei Opfer auf diese Weise tötet, gab es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr“

Bild nicht mehr vorhandenKriminologe Rudolf Egg: Dass ein einzelner Täter innerhalb weniger Monate gleich zwei Opfer auf diese Weise tötet, gab es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr
Von Uta Keseling

Was treibt Serienmörder zu ihren Taten? Warum werden sie nicht früher gefasst? Kriminologe Rudolf Egg über Sexualmorde an Kindern.

Was treibt Sexualmörder an, wie häufig passieren solche Taten? Kriminalpsychologe Rudolf Egg, 67, leitete bis 2014 die Kriminologischen Zentralstelle des Bundes und der Länder in Wiesbaden, die kriminologische Erkenntnisse für Wissenschaft, Justiz und Verwaltung aufarbeitet. Das Interview führte Uta Keseling.

Berliner Morgenpost: Als Kriminologe und Gutachter – was ging ihnen durch den Kopf, als sie vom Fall der getöteten Jungen Mohamed und Elias erfuhren?
Rudolf Egg: Dass ein Kind entführt, sexuell missbraucht und dann ermordet wird, ist an sich schon fürchterlich. Dass ein einzelner Täter innerhalb weniger Monate gleich zwei Opfer auf diese Weise tötet, gab es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr.
Wie kann es sein, dass ein mutmaßlicher Täter so lange unerkannt bleibt?
TEXTNein, das denke ich nicht. Natürlich kann man den Mann im Nachhinein beschreiben. Er war ein Sonderling, lebte mit 32 Jahren noch bei den Eltern, hatte keine Freunde, offenbar keine Frau. Aber solche Menschen gibt es viele, und die allerwenigsten werden zum Mörder.
Seine Tat hat jedoch etwas Typisches.
Sein Wunsch war offenbar, einen kleinen Jungen zu haben, um diesen zu missbrauchen. Ich sehe ihn als Mann mit pädosexueller Veranlagung. Ob er auch homosexuell ist, lässt sich daraus nicht ableiten, denn es gibt auch Männer, die sich sowohl zu Jungen wie zu Mädchen hingezogen fühlen.
Warum hat er die Kinder getötet?
Möglicherweise ging sein Plan über den Wunsch nach Kontrolle und sexuellem Missbrauch nicht hinaus. Er wusste möglicherweise auch nicht, wie sich ein Kind überhaupt verhält, also, dass es weint und zu seiner Mutter will. Das hat ihn wahrscheinlich ratlos gemacht. Er befürchtete vielleicht, verraten zu werden, also hat er die Kinder getötet.
Wie erklärt es sich dann, dass der Täter ein zweites Opfer entführt und getötet hat?
Das ist in der Tat ungewöhnlich. Nach dem ersten Mal hätte er ja wissen müssen, dass das Kind nicht bei ihm bleiben will, dass es weint und sich wehrt. Warum er es dann ein zweites Mal versucht hat, kann ich nicht sagen, das werden die Ermittlungen ergeben. Mir fällt kein vergleichbarer Fall dazu ein.
.
Muss man davon ausgehen, dass es noch mehr Opfer gibt?
Der festgenommene Tatverdächtige ist, soweit man weiß, bisher juristisch nicht aufgefallen. Wenn jemand zwei Kinder getötet hat, wäre es jedoch denkbar, dass es weitere Opfer gibt. Wenn man ihn nicht gefasst hätte, hätte er sich durchaus weitere Opfer suchen können.
Kennen Sie solche Fälle aus der Vergangenheit?
In den 60er- und 70er-Jahren jedoch gab es zwei schreckliche Fälle, die viel Aufmerksamkeit bekamen. In der DDR war das der Fall Erwin Hagedorn aus Eberswalde, in der damaligen Bundesrepublik war es der Fall Jürgen Bartsch. Beide hatten mehrere Jungen entführt, sexuell missbraucht und ermordet.
Wie oft kommen solche Taten vor?
Selten. In Deutschland wurden in den letzten Jahren etwa zwei bis drei Sexualmorde an Kindern polizeilich registriert.
Nehmen die Fälle zu?
Nein, nach unserer Langzeitstatistik nehmen sie sogar ab, auch wenn der öffentliche Eindruck manchmal ein anderer ist. Vergleichsweise hoch waren die Zahlen in den 70er-Jahren. Damals gab es bis zu zehn oder zwölf solcher Sexualmorde pro Jahr, und das allein im Gebiet der damaligen Bundesrepublik.
Woran liegt der Rückgang der Zahlen?
Eine Vermutung ist, dass es besser als früher gelingt, solche Menschen frühzeitig als Problempersonen zu identifizieren. Wenn auch nicht unbedingt als Sexualmörder, dies lässt sich nicht vorhersagen. Aber kontaktscheue Sonderlinge wie der mutmaßliche Täter werden heute vielleicht eher als früher in einem Netz von Versorgung und Therapie aufgefangen, so dass sie dann nicht auf diese Weise straffällig werden.
Liegt es auch an der Prävention?
Wenn ein Mann vor 20 oder 30 Jahren merkte, dass ihn kleine Jungen sexuell erregten, hätte er darüber mit niemandem sprechen und schon gar keine therapeutische Hilfe erwarten können, selbst wenn er es gewollt hätte. Heute gibt es Anlaufstellen wie das Präventionsprojekt "Kein Täter werden" der Charité in Berlin, das inzwischen deutschlandweit arbeitet. Dies ist eine Chance, zumindest für Männer, die noch nicht straffällig geworden sind. Dennoch fallen leider, wie man nun sieht, immer wieder Menschen durch das Raster und werden kriminell.
Hat der Rückgang auch damit zu tun, dass wir unsere Kinder besser schützen?
Möglicherweise ja. Aber man muss auch sehen: Einen Täter, der auf der Suche nach einem Kind ist, das er entführen will, wird das nicht völlig abhalten. Kinder müssen auch lernen, sich frei zu bewegen. Die beiden Tatgelegenheiten in diesem Fall waren ja ein Spielplatz in einer Großsiedlung und eine überfüllte Flüchtlingsaufnahmestelle, auf der niemand einen Überblick hat. Das war leider für den Täter eine ideale Gelegenheit. Es fiel ja offenbar gar nicht auf, dass da ein Mann mit einem Kind herumspazierte, das nicht zu ihm gehörte.
Gibt es den typischen Täter, der Kinder entführt, missbraucht und ermordet?
Nein, den gibt es nicht. Die beiden Täter aus den 70er-Jahren waren noch einmal anders, sie quälten ihre Opfer zusätzlich aus sadistischen Gründen, bevor sie sie missbrauchten und töteten. Sadismus ist eine nicht behandelbare Störung. Im aktuellen Fall scheint es dagegen, als habe der mutmaßliche Täter die beiden Opfer aus Verdeckungsgründen getötet, weil er möglicherweise nicht wusste, wie er mit der Situation anders umgehen sollte.
Kann es passieren, dass der mutmaßliche Täter schon nach zehn, 15 Jahren frei kommt?
Wenn jemand zu einer zeitlich begrenzten Strafe verurteilt wurde und keine Sicherungsverwahrung angeordnet wurde, dann wird er in jedem Fall entlassen, selbst dann, wenn er noch als gefährlich eingeschätzt wird. Bei einer lebenslangen Strafe und bei Sicherungsverwahrung ist das anders. Hier müssen gute Gründe vorliegen, damit eine Entlassung verantwortet werden kann, vor allem mit Blick auf das Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit. Im konkreten Fall denke ich, dass die Justiz äußerst vorsichtig sein wird.
Woran liegt es, dass uns Morde an Kindern so besonders schockieren? Sind es wirklich nur die Medien, die das aufbauschen?
Nein, es hat etwas mit den Opfern selbst zu tun. Je näher sie uns sind, desto mehr erschrecken uns solche Taten. Wenn ein Kind von einem fremden Menschen entführt, vergewaltigt und getötet wird – das kann jedem Elternteil passieren. Es ist eine Gefahr, die jeden unmittelbar anspricht.
Es ist eine Art Urangst?
Ja, nehmen Sie das Märchen vom bösen Wolf: Es beschreibt genau diese Angst-Situation. Ein Kind lässt sich verführen, mit einem fremden Mann mitzugehen, der im Märchen als böser Wolf erscheint. Heute haben wir zum Glück andere Methoden der Prävention als nur, solche Märchen zu erzählen. Man kann Kinder stark machen, zu Selbstbewusstsein erziehen. Und wir haben, wie gesagt, Therapien, damit potentielle Täter, die sich selbst als gefährlich erkennen, gar nicht erst straffällig werden.
Was sagen Sie zu der Forderung, Sexualstraftäter, die nach der Haft freikommen, an einen öffentlichen Pranger zu stellen, indem man ihre Adresse veröffentlicht? Manche Menschen fordern gar die Todesstrafe.
Für mich das ein Zeichen der Ratlosigkeit vieler Menschen. Gefühlsmäßig kann ich nachvollziehen, dass man solchen Tätern das Schlimmste wünscht. Aber wer so etwas ernsthaft fordert, macht sich zum Teil des Problems.
Warum?
Weil es den richtigen Umgang mit solchen Personen eher erschwert. In einem Rechtsstaat geht es um Gerechtigkeit, nicht um Rache. Das Recht muss für alle gelten und die Rechtsprechung muss mit unserer Verfassung übereinstimmen. Kernige Parolen und Hauruck-Forderungen verhindern eher eine sachliche und gerechte Beurteilung der Situation und tragen im Übrigen auch nicht dazu bei, die Bevölkerung wirksam vor solchenTätern zu schützen.
morgenpost

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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler etc.

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 1. Nov. 2015, 10:09

Deutschlands berühmtesten Profiler Axel Petermann | Warum töten Männer kleine Kinder?
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40
Silvio S. (32) hat gestanden, zwei kleine Jungen umgebracht zu haben: Den Flüchtlingsjungen Mohamed († 4) entführte er vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin, Elias (6) von einem Spielplatz in Potsdam. Die Polizei geht in beiden Fällen von Sexualtaten aus.

Was für Menschen bringen Kinder um? BILD fragt Deutschlands berühmtesten Profiler Axel Petermann (62).
►Warum töten Männer kleine Kinder?

„Erst einmal lässt sich sagen: Bei Pädo-Kriminellen ist das Geschlecht des Kindes häufig zweitrangig. Hauptsache, das Opfer hat einen kindlichen Körper, eine knabenhafte Figur.“
Ob es zur Tötung kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: Ist der Mord Bestandteil der Fantasie? Kann der Täter sein Opfer unauffällig versorgen? Wie groß ist die Gefahr, dass das Kind ihn später identifiziert?

Petermann: „Es gibt viele Täter mit pädophilen Neigungen, die ihre Opfer nicht töten. Man muss zwischen einer Tötung, die zur Fantasie gehört, und einem Verdeckungsmord unterscheiden.“
►Täter wissen um ihr Anders-Sein.

„Eine pädophile Neigung ist eine Störung der Sexualpräferenz, die auch nicht wirklich behandelbar ist. Menschen mit solch einem Drang wissen um ihr Anders-Sein, haben etwas zu verbergen.

Meistens leben sie zurückgezogen oder eben unauffällig“, erkärt Petermann. „Viele Männer haben solche Fantasien, ihre Macht und solch eine Gewalt auszuleben – nur bei einigen kommt dann jedoch der innere Stress dazu, den Versuch zu wagen, die Fantasie zu realisieren.“
►Dann kommt es zur Tat – (oft) auch zur Serientat.

„In ihrer Fantasie läuft die Tat immer anders ab, als in der Realität. Meist wehren sich die Opfer und es kostet den Täter viel mehr Kraft, das Opfer zu überwältigen als gedacht. Das heißt: Beim ersten Mal kommt es selten zu der erhofften Befriedigung und die Täter planen eine weitere Tat, um anders vorzugehen. Die Tat ist in der Realität mit Bildern und Eindrücken verbunden, die nicht leicht zu ertragen sind. Das verdeutlicht noch einmal, die Stärke des Drangs, der dahinter steckt.“
►Zum Fall von Silvio S. sagt Petermann:

„Sowohl im Fall Elias als auch im Fall Mohamed handelt es sich meiner Meinung nach um Zufallsopfer. Der Täter hat sich auf den Weg gemacht, ein Kind zu suchen. Es gab eine latente Tatbereitschaft, er hat sich vorher Gedanken gemacht, die Tat geplant."
►Warum hat S. auch den Mord an Elias gestanden?

„Ein Mörder steht unter einem unendlichen Druck. Einen Mensch zu töten, belastet jeden. Viele Täter sind nach einem Geständnis oder nachdem sie erwischt worden sind, erleichtert, dass das Geheimnis gelüftet ist. Für den Täter ist solch eine Tat der traurige Höhepunkt ihrer Biografie, und das weiß er auch.“
►Silvios eigene Mutter rief die Polizei – was sagt das über die Verhältnisse in der Familie des Täters aus?

„Die Reaktion der Mutter, die Polizei zu informieren, ist heftig“, so Petermann. „Es zeigt, dass die Frau nicht ertragen oder einordnen kann, was ihr Sohn getan hat. Dazu kommt vielleicht die Befürchtung, dass ihr Kind noch einmal tötet oder von anderen überführt wird.“
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen etc.

#4

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 1. Nov. 2015, 13:41

Tod von Elias und Mohamed / Keine weiteren Leichen im Kleingarten von Silvio S. gefunden
Sonntag, 01.11.2015, 13:21

Bild nicht mehr vorhandenPolizisten durchsuchen eine Gartenlaube in der Kleingartensiedlung in Luckenwalde

Spurensicherung
dpa/Julian Stähle Polizisten durchsuchen eine Gartenlaube in der Kleingartensiedlung in Luckenwalde
Die Polizei hat das Grundstück, auf dem am Freitag ein Leichnam entdeckt worden war, komplett umgegraben. Dabei wurde keine weitere Leiche gefunden. Für den Sonntagnachmittag haben die Ermittler eine weitere Pressekonferenz angekündigt.
Im Kleingarten von Silvio S., dem mutmaßlichen Mörder von Elias (6) und Mohamed (4), sind keine weiteren Leichen gefunden worden. Das sagte am Sonntag ein Polizeisprecher. Ein Bagger habe das Grundstück in Luckenwalde komplett umgegraben.
"Es kann ausgeschlossen werden, dass dort noch etwas zu finden ist", sagte der Sprecher. Am Freitag war ein Leichnam entdeckt worden. Unklar ist noch, ob es sich um Elias aus Potsdam handelt.
Der mutmaßliche Mörder des Flüchtlingsjungen Mohamed hatte gestanden, auch Elias entführt und getötet zu haben. Für den Sonntagnachmittag hat die "SOKO Schlaatz" zu einer Pressekonferenz nach Potsdam eingeladen.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen etc.

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 1. Nov. 2015, 18:57

Inzwischen wird auch immer mehr davon ausgegangen, dass S. zuvor eben nicht völlig unbescholten war. Aus dem Stehgreif heraus zwei kleine Buben missbrauchen und ermorden wäre auch wirklich ein Novum in der Kriminalforensik bzw. Kriminologie.
Bloß weil er noch keiner Tat überführt werden konnte oder gar gegen ihn ermittelt wurde heißt das nicht, dass es da nichts im Leben des S. gibt.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen etc.

#6

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 2. Nov. 2015, 13:39

Pressekonferenz nach der Festnahme von Silvio S.

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bz-Berlin

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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen etc.

#7

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 2. Nov. 2015, 16:28

Kriminalität Mord an Elias wird rekonstruiert - Tatverdächtiger schweigt

Die Morde an den beiden Jungen Mohamed und Elias hat ein 32-Jähriger aus Brandenburg vergangene Woche gestanden. Jetzt schweigt er beharrlich. Die Polizei steht vor schwierigen Ermittlungen.
Artikel veröffentlicht: Montag, 02.11.2015 15:45 Uhr
Bild nicht mehr vorhandenSven Mutschischk, Leiter der Soko «Schlaatz» bei der Kriminalpolizei und Michael Scharf, Stabsleiter der Polizeidirektion West.
Potsdam. Der mutmaßliche Mörder von Elias (6) und Mohamed (4) schweigt zu seinen Taten. "Bislang haben wir keine weitere Aussage des Mannes", sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Christoph Lange. Im Vordergrund stehe nun die Rekonstruktion des Mordes an Elias.
"Wir benötigen die detaillierten Erkenntnisse der Rechtsmedizin, wie der Junge zu Tode gekommen ist", so Lange. Erst dann könne ein erweiterter Haftbefehl gegen den 32-jährigen Tatverdächtigen beantragt werden.
Die Stadt Potsdam plant am Dienstag eine Trauerveranstaltung. Weitere Einzelheiten dazu sollten am Nachmittag bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung.
Die Brandenburger Staatsanwaltschaft übernahm unterdessen die Ermittlungen in den beiden Mordfällen am Montag von der Berliner Behörde, weil beide Kinder in Brandenburg getötet wurden. Der mutmaßliche Doppelmörder, der nach seiner Festnahme am vergangenen Donnerstag beide Taten gestanden hatte, soll in die Haftanstalt Brandenburg/Havel überführt werden. Er hatte nur im Fall Mohamed umfangreiche Angaben zum Ablauf der Tat gemacht.
"Die Soko Mohamed ist aufgelöst", sagte der Berliner Polizeisprecher Stefan Redlich. "Wir ermitteln weiter wegen Mohamed bei der 8. Mordkommission, aber im Auftrag der Potsdamer Staatsanwaltschaft." Die Berliner Ermittler überprüften auch in all ihren Fällen von vermissten Kindern, ob es Zusammenhänge mit dem mutmaßlichen Mörder von Mohamed und Elias geben könnte.
Dafür stehen auch die Ermittler der seit sechs Monaten vermissten Inga aus Sachsen-Anhalt weiter im Kontakt zu den Fahndern in Berlin und Brandenburg. Es gebe aber keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit der Ermordung der beiden Jungen Elias und Mohamed, teilte die Polizei in Magdeburg am Montag mit. Inga war Anfang Mai im Alter von fünf Jahren in einem Wald bei Stendal verschwunden.
Die Mutter hatte der Polizei den entscheidenden Hinweis zu dem 32-Jährigen gegeben. Nach Angaben der Polizei kam ein erster Hinweis auf ihn aber bereits davor ebenfalls aus dem familiären Umfeld. Der Ex-Schwager sei sich jedoch nicht sicher gewesen, ob der auf den Fahndungsfotos abgebildete Mann tatsächlich der später Festgenommene war.
Kieler Nachrichten

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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen etc.

#8

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 2. Nov. 2015, 16:40

Mohamed soll in Berlin beigesetzt werden.
Der kleine Mohamed soll in Berlin bestattet werden. Auf Wunsch der Familie wird der Junge noch in dieser Woche nach islamischen Ritus beerdigt. Die Waschung wird in der Sehitlik Moschee in Neukölln erfolgen. Der Beerdingungsort steht allerdings noch nicht fest. Die Rechtsanwältin der Mutter des Jungen versucht derweil eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für sie zu bekommen. Ihre Duldung läuft im nächsten Monat aus.
Die Chancen seien aber nicht aussichtslos, meint ein Rechtsanwalt, da sie sowohl als Zeugin als auch als Nebenklägerin im Prozess gegen Silvio S. auftreten wird.
Wie berichtet, hatte sich Silvio S. zwar detailliert zur Entführung und Tötung von Mohamed geäußert. Auch der sechsjährige Elias, der am 8. Juli beim Spielen in Potsdam verschwand, ist vermutlich von ihm getötet worden.
Tagesspiegel

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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#9

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 2. Nov. 2015, 17:06

Pressemitteilung Nr. 681 vom 02.11.2015
Landeshauptstadt lädt zu Gedenkfeier für Elias ein

Bild nicht mehr vorhandenPotsdam trauert um Elias
Die Landeshauptstadt Potsdam lädt zusammen mit der evangelischen und katholischen Kirche zu einer gemeinsamen öffentlichen Gedenkfeier für den ermordeten sechsjährigen Elias in den Potsdamer Stadtteil Schlaatz ein. Darauf haben sich Oberbürgermeister Jann Jakobs mit dem Superintendenten des Kirchenkreises Potsdam, Dr. Joachim Zehner, und dem Probst der katholischen Kirche Potsdams, Klaus-Günter Müller, verständigt. Dazu sind die Potsdamerinnen und Potsdamer herzlich eingeladen. „Indem wir gemeinsam zusammenkommen, geben wir der Trauer einen Raum“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs.
Die TrauerVeranstaltung findet statt:
am 3. November 2015 um 18 Uhr
vor dem Bürgerhaus am Schlaatz, Schilfhof 28


potsdam.de

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#10

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 2. Nov. 2015, 19:18

Silvio S. hatte Kinderpornos auf dem Rechner
Neue Details im grausamen Fall des getöteten Elias (6) aus Potsdam-Schlaatz. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, hatte Silvio S. (32), der das Tötungsdelikt am Freitag gestand, kinderpornographisches Material auf seinem Rechner.

Die neuen Details will die Tageszeitung aus Ermittlerkreisen erfahren haben.
► Die Polizei stellte am Wochenende den PC des Wachmannes aus Kaltenborn (Brandenburg) sicher. Die Auswertung der Daten erfolgte schneller als gedacht.

Auch werten die Beamten weitere Hinweise aus. Im Elternhaus, in dem Silvio S. immer noch lebt, trugen die Ermittler mehrere Kisten mit Material heraus.
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#11

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 3. Nov. 2015, 13:31

Mutmaßlicher Doppelmörder noch nicht nach Brandenburg gebracht

03.11.2015, 13:09 Uhr
Wann der mutmaßliche Mörders der Kinder Elias und Mohamed in die Haftanstalt Brandenburg/Havel überführt wird, ist noch unklar. Dies solle "zeitnah" geschehen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Potsdam am Dienstag. Einen Termin nannte die Behörde nicht. Neue Details zu den Ermittlungen gab es am Dienstag ebenfalls nicht. Wann die Obduktion von Elias abgeschlossen sein wird, ist noch offen.
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#12

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 3. Nov. 2015, 15:06

Kindermörder Silvio S. von Mithäftling attackiert
Der mutmaßliche Mörder des vierjährigen Mohamed und des sechsjährigen Elias aus Potsdam ist in der Justizvollzugsanstalt Moabit von einem Mithäftling attackiert worden.

Wie Justizsprecherin Claudia Engfeld BILD bestätigte, wurde Silvio S. (32) während einer Freistunde am Sonntagmittag von einem Mithäftling mit der Faust geschlagen. „Der Angreifer näherte sich von hinten und schlug zu. Die zwei Beamten, die den 32-Jährigen begleiteten, haben sofort eingegriffen“.
Der Tatverdächtige soll leicht verletzt worden sein, benötigte allerdings keine medizinische Behandlung. Gegen den Angreifer wird wegen Körperverletzung ermittelt. Der Brandenburger befand sich bis zum 31. Oktober in einem besonders gesicherten Haftraum (vorrangig wegen Suizidgefahr).

► Jetzt sitzt er in einem Einzelhaftraum mit sogenannter Sicherungsverfügung. Er habe keinen Kontakt mit Mithäftlingen.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#13

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 3. Nov. 2015, 15:53

Anwälte warten im Fall der Kindermorde auf Akteneinsicht

03.11.2015, 15:08 Uhr
Der mutmaßliche Mörder der beiden Jungen Mohamed (4) und Elias (6) hat nach Angaben seiner Anwälte bisher keine weiteren Taten eingeräumt. "Er hat gesagt: Es gibt keine weiteren Opfer", sagte sein Anwalt Mathias Noll aus Potsdam am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Vergangene Woche konnten die Anwälte das bislang einzige Mal mit dem 32-jährigen Tatverdächtigen sprechen. Bislang warten die beiden Anwälte, die ihn vertreten, auf Akteneinsicht. "Wir rechnen schnellstmöglich damit", sagte Noll. Dann werde über das weitere Vorgehen beraten.
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#14

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 5. Nov. 2015, 07:16

Betäubte der Kindermörder seine Opfer mit Chloroform?
Im Fall der getöteten Kinder Elias (6) und Mohamed (4) kommen immer mehr grausame Details ans Licht.
Für die Ermittlungen könnte es ein wichtiger Fund werden…

Denn der Mörder hatte im Polizeiverhör behauptet, er hätte am LAGeSo für die Flüchtlingskinder nur etwas spenden wollen. Das Chloroform ist jedoch ein weiteres Indiz, dass er die Entführung eines Kindes wie Mohamed gezielt geplant hat.

Das sichergestellte Chloroform könnte erklären, warum die Eltern von Silvio S. nichts bemerkten, obwohl Mohamed im gemeinsamen Haus missbraucht und ermordet wurde.

Ein Ermittler: „Damit würde noch mehr dafür sprechen, dass der Täter alles minutiös geplant hat und die Tötungen keine Affekthandlungen waren, so wie er es in seiner Vernehmung angegeben hat.“

Auf Anfrage wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht dazu äußern.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#15

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Do, 5. Nov. 2015, 13:38

Ein Ermittler: „Damit würde noch mehr dafür sprechen, dass der Täter alles minutiös geplant hat und die Tötungen keine Affekthandlungen waren, so wie er es in seiner Vernehmung angegeben hat.“
Irgendwie kann ich mir da keine Affekthandlung vorstellen. Höchstens, dass er die Tötung früher als geplant durchführen musste, weil sonst jemand etwas bemerkt hätte. Und wäre ja auch komisch, zuerst entführt und tötet er ein Kind im Affekt, dann entführt er wieder ein Kind und tötet es wieder im Affekt. Für mich völlig unglaubwürdig.
Ist wahrscheinlich ein Schachzug, dass das Urteil doch milder ausfällt.

Erinnere mich an den Fall Anneli Marie, der ja noch nicht lange zurückliegt. Da haben alle Zeitungen geschrieben, dass die Entführer vom Mädchen erkannt wurden und es dann in Panik ermordeten. Aber ich denke, dass letzlich herauskommen wird, dass von Anfang an geplant war, das Mädchen zu entführen, zu töten und dann das Lösegeld zu kassieren :cry:

Und dann so eine kaltblütige Sache bei kleinen Kindern wie Elias und Mohamed, es ist wirklich zum Heulen.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#16

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 6. Nov. 2015, 18:27

Auch Fotos von Elias und weiteren Kindern auf Handy | Silvio S. filmte Missbrauch von Mohamed

Die Familie des Flüchtlingsjungen darf in Berlin bleiben
Man ahnte, dass noch viel mehr ans Licht kommen würde. Silvio S. (32), der die Morde am Flüchtlingsjungen Mohamed (4) und dem vermissten Elias (6) aus Potsdam-Schlaatz gestand, filmte den Missbrauch von Mohamed.

Das ergab die Auswertung des Handys von Silvio S., berichtet „Der Spiegel“ vorab.

Darauf waren demnach gelöschte Dateien, die die Ermittler wiederherstellen konnten. Auf einem Video sei der Missbrauch von Mohamed zu sehen. Einzelheiten dazu werden nicht genannt.
Auch existiert ein Bild, das einen „bewusstlosen, toten oder schlafenden Jungen (zeigt), bei dem es sich um Elias handeln könnte“, heißt es in einem internen Polizeibericht.

Erschreckend: Die Ermittler fanden laut „Spiegel“ noch mehr Fotos auf dem Gerät von weiteren Jungen und auch Mädchen.

Im Kleiderschrank des Wachmanns aus dem 80-Seelen-Dorf Kaltenborn (Brandenburg) soll Bekleidung für Jungen und Mädchen aufgefunden worden sein. Unklar, ob es sich um neue Kleider handelt oder ob sie Kindern gehören.

► Dadurch, dass nun auch Hinweise auf Mädchen gefunden worden sein sollen, kommt erneut die Frage auf: Hat Silvio S. auch etwas mit dem Verschwinden der seit einem halben Jahr vermissten Inga (5) aus Schönbeck (Sachsen-Anhalt) zu tun?
...
Seit Freitag ist bekannt, dass Mohameds Familie, die aus Bosnien geflüchtet ist, in Berlin bleiben darf.

Berlins Innensenator Frank Henkel (51, CDU) sicherte der Familie zu, er werde ihren Aufenthalt genehmigen, weil es sich um einen „extremen Härtefall” handele. „Ich setze mich dafür ein, dass Mohameds Familie in Berlin bleiben darf“, sagte er. Die Familie solle einen entsprechenden Antrag bei der Härtefallkommission stellen. Die Begründung Henkels: „Die Mutter soll am Grab ihres Sohnes trauern können.“
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#17

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 9. Nov. 2015, 15:04

Erinnerungsgarten für Mohamed und Elias wird bald geöffnet

09.11.2015, 14:48 Uhr
Die Kleingarten-Parzelle in Luckenwalde (Teltow-Fläming), wo die Leiche des sechsjährigen Elias vergraben war, soll bereits in der kommenden Woche als Erinnerungsgarten geöffnet werden. Das Gelände sei in der vergangenen Woche bis auf einen großen Apfelbaum vollständig geräumt worden, sagte Amtsleiter Frank Dunker am Montag auf Anfrage.
"In dieser Woche werden Ligusterhecken und vier neue Apfelbäume gepflanzt." Eine Gedenktafel soll an den gewaltsamen Tod der beiden Jungen Elias und Mohamed erinnern. Ein 32-jähriger Brandenburger hatte gestanden, die beiden Kinder entführt und ermordet zu haben. Er sitzt gegenwärtig in Untersuchungshaft.

Zahlreiche Bürger hätten sich gewünscht, an dem Ort des Verbrechens der Kinder gedenken zu können, sagte Dunker. Unter den Bäumen werden rund 2000 Blumen gepflanzt. Der "Erinnerungsgarten für Mohamed und Elias" soll im Frühjahr erblühen.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#18

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 10. Nov. 2015, 08:02

Silvio S. muss auf den Transport nach Brandenburg warten
Der mutmaßliche Mörder von Elias und Mohamed gilt als besonders gefährdet. Er soll aus Berlin-Moabit nach Brandenburg verlegt werden.
Für die Überstellung von Silvio S. sei noch ein Gerichtsbeschluss erforderlich, und der Transport des 32-Jährigen müsse organisiert werden, sagte Nils Delius, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam, am Montag. Vor allem Letzteres ist, anders als Außenstehende vermuten, eine hoch komplizierte Angelegenheit. Der Gefangenentransport von Haftanstalt zu Haftanstalt, in der Fachsprache der Justiz als "Verschubung" bezeichnet, erfolgt nach einem von den Justizverwaltungen der Bundesländer ausgetüftelten Fahrplan, durchaus ähnlich dem der Deutschen Bahn.
Im Fall Silvio S. kommt nach Angaben eines Ermittlers hinzu, dass dieser nicht einfach in einem Sammeltransport nach Brandenburg gebracht werden kann. Denn der 32-Jährige gilt als gefährdet. Ein Suizidversuch wird ebenso wenig ausgeschlossen wie Übergriffe von Mithäftlingen. In der JVA Moabit wurden besondere Sicherungsmaßnahmen ergriffen, nachdem S. vor mehr als einer Woche von einem Gefangenen niedergeschlagen worden war.
Auch in Brandenburg stellt man sich auf notwendige Maßnahmen ein, die Palette der Möglichkeiten reicht bis zur völligen Isolierung des Gefangenen. Man werde keinerlei Risiko eingehen, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Potsdam vergangene Woche.
Auf den Fortgang des Verfahrens wartet auch Matthias Noll, der Verteidiger von S. Der Berliner Morgenpost sagte der Anwalt, es sei derzeit schwierig, eine Verteidigungsstrategie zu entwickeln: "Obduktionsbericht, Tatortfeststellungen – all das kenne ich nicht. Deshalb ist es schwierig, sich einen Überblick zu verschaffen." Auf die Frage, wann er mit Akteneinsicht rechne, sagt der Anwalt: "Nächste Woche, übernächste Woche, ich weiß es nicht."
Noll hat seinem Mandanten zunächst empfohlen vorerst zu schweigen, bis er Akteneinsicht nehmen konnte. Das wirkt sich auf den weiteren Ablauf der Ermittlungen aus. Zuletzt gab es Berichte, S. habe seine Opfer mit Chloroform betäubt und die Taten gefilmt. "All das müssten wir schon genauer wissen, aber solange der Beschuldigte schweigt, kommen wir da nicht weiter", sagte ein Beamter der jetzt zuständigen Mordkommission Potsdam.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#19

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 11. Nov. 2015, 07:43

Mutmaßlicher Kindermörder in Brandenburger Gefängnis verlegt

10.11.2015, 21:29 Uhr
Der 32-Jährige sei dort seit Montagnachmittag getrennt von den anderen Häftlingen untergebracht, bestätigte eine Sprecherin des Justizministeriums in Potsdam am Dienstag Medienberichte. In der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit war der Beschuldigte von einem Mithäftling angegriffen und leicht verletzt worden. Weitere Angriffe sollen durch die Einzelhaft vermieden werden.

In dem brandenburgischen Gefängnis sei der 32-Jährige einem Psychiater vorgestellt worden, sagte die Ministeriumssprecherin. Dieser habe den Verdächtigen als derzeit nicht akut suizidgefährdet eingestuft. Gleichwohl werde der Mann besonders beobachtet und komme nachts in einen Raum, der über eine Kamera überwacht werde.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#20

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 15. Nov. 2015, 11:22

14.11.2015 15:24 Uhr

Bild nicht mehr vorhandenMohamed und Elias fielen einem Sexualmörder zum Opfer.
Sexualmorde an Kindern - Silvio S. muss nicht pädophil sein

Die Morde an Elias (6) und Mohamed (4) sind die traurige Ausnahme, denn Sexualmorde an Kindern geschehen sehr selten. Über das Motiv des mutmaßlichen Mörders Silvio S. ist bisher nichts bekannt.
Im MAZ-Interview erklärt Kriminalist Mario Arndt, welche Besonderheiten es aus Erfahrung bei Sexualmorden an Kindern gibt.
Interview bei Märkische Allgemeine
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#21

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 1. Dez. 2015, 08:19

Fr, 27. November 2015 | 17:13 Uhr

Armani und Silvio S.: Polizei prüft Zusammenhang

Der 32-jährige Silvio S. aus Potsdam hat gestanden, zwei Jungen entführt und getötet zu haben. Der in Freiburg ermordete Armani fällt ins gleiche Opferschema. Ist dies die heiße Spur?
...
Silvio S. hat bislang keine weiteren Taten zugegeben. Immerhin fällt auf, dass Armani dem Opferschema von Silvio S. entspricht. Dies weiß natürlich auch die Freiburger Polizei. "Wir haben den Fall Silvio S. im Blick, unsere Ermittler stehen im Austausch mit den Kollegen in Brandenburg", sagt Laura Riske, Pressesprecherin der Freiburger Polizei. "Allerdings gibt es momentan noch keinen konkreten Hinweis darauf, dass Silvio S. etwas mit dem Tod von Armani zu tun haben könnte."
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#22

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Fr, 4. Dez. 2015, 00:19

Salva » 01 Dec 2015, 08:19 hat geschrieben:Fr, 27. November 2015 | 17:13 Uhr

Armani und Silvio S.: Polizei prüft Zusammenhang

Der 32-jährige Silvio S. aus Potsdam hat gestanden, zwei Jungen entführt und getötet zu haben. Der in Freiburg ermordete Armani fällt ins gleiche Opferschema. Ist dies die heiße Spur?
...
Silvio S. hat bislang keine weiteren Taten zugegeben. Immerhin fällt auf, dass Armani dem Opferschema von Silvio S. entspricht. Dies weiß natürlich auch die Freiburger Polizei. "Wir haben den Fall Silvio S. im Blick, unsere Ermittler stehen im Austausch mit den Kollegen in Brandenburg", sagt Laura Riske, Pressesprecherin der Freiburger Polizei. "Allerdings gibt es momentan noch keinen konkreten Hinweis darauf, dass Silvio S. etwas mit dem Tod von Armani zu tun haben könnte."
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Ist im Grunde wohl auszuschließen, es sei denn, man könnte ihm einen Bezug nach Freiburg nachweisen. Aber so weit fahren Täter für gewöhnlich nicht, wenn sie auf Menschen-Jagd sind.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#23

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 4. Dez. 2015, 07:45

pfiffi hat geschrieben:Ist im Grunde wohl auszuschließen, es sei denn, man könnte ihm einen Bezug nach Freiburg nachweisen. Aber so weit fahren Täter für gewöhnlich nicht, wenn sie auf Menschen-Jagd sind.
Auch meine Meinung. Wäre halt praktisch, wenn man einem Täter mehrere ungeklärte Fälle zuordnen könnte, statt für jedes Opfer einen eigenen Täter ermitteln zu müssen. Aber: unmöglich wäre ein Zusammenhang natürlich nicht, denn Wandertäter gab es schon immer.
Vielleicht gibt es aber auch Hinweise auf eine größere Gruppe mit Mitgliedern a la Silvio S. und die Polizei prüft deren digitalen Verbindungen. Dann könnte man auch wieder an die kleine Inga Gehricke denken.
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#24

Ungelesener Beitrag von Finlule » Fr, 4. Dez. 2015, 12:40

Ist im Grunde wohl auszuschließen, es sei denn, man könnte ihm einen Bezug nach Freiburg nachweisen. Aber so weit fahren Täter für gewöhnlich nicht, wenn sie auf Menschen-Jagd sind.
Würde ich jetzt nicht unbedingt teilen diese Meinung.Um unerkannt zu bleiben könnte so ein Täter auch eine weitere Entfernung in kauf nehmen.Immerhin wird er da nicht so schnell vermutet.Wenn er nur in seinem Umkreis Taten begeht ist die Gefahr da, das er schneller auffliegt.

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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#25

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 9. Dez. 2015, 11:49

Ein Psychologe soll die Schuldfähigkeit des mutmaßlichen Mörders der Kinder Mohamed (4) und Elias (6) beurteilen. Die Potsdamer Staatsanwaltschaft gab ein entsprechendes Gutachten bei einem externen Sachverständigen in Auftrag, wie ein Sprecher am Dienstag erklärte. Das sei in solchen Fällen üblich. Das Gutachten werde vermutlich nicht mehr in diesem Jahr fertig. Somit ist erst im kommenden Jahr mit Bewegung in dem Fall zu rechnen. "Ohne das Gutachten können wir keine abschließende Bewertung abgeben", sagte der Sprecher. Die Zeitung "Potsdamer Neueste Nachrichten" hatten zuerst darüber berichtet.
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Viel mehr als das Gutachten, würde mich interessieren, ob Elias und Mohamed die einzigen Kinder in seinen Fängen waren.
An Armani glaub ich nicht so recht, da es wirklich hunderte Kilometer entfernt ist...aber...alles ist möglich :sad:
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#26

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 13. Dez. 2015, 12:49

24 Stunden in der Vorhölle: Was Silvio S.‘ Mutter tat, bevor sie die Polizei rief

Hier ein interessanter Bericht über die letzten Stunden vor der Verhaftung von Silvio S., aus der Sicht der Mutter.
...
In einer Endlosschleife frage sie sich nun, warum sie nichts bemerkt habe, was sie falsch gemacht habe. Nachts liege sie viel wach – denke oft an die Familie der toten Jungen. Für sich selbst sieht die Mutter nur zwei Möglichkeiten, wie sie dem „Spiegel“ sagte: „Die erste ist, sich den Strick zu nehmen, aber dazu bin ich zu feige. Also bleibt mir nur weiterzumachen, mit der Situation zu leben, auch wenn ich noch nicht weiß, wie.“
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#27

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » So, 13. Dez. 2015, 13:54

Das ist schrecklich. Man muss sich das mal aus der Sicht der Angehörigen vorstellen, vor allem aus der Sicht der Eltern.
Auch das sind, wenn auch oft nicht wahrgenommene Opfer von so abgrundtief bösen Taten.
Manchmal denke ich auch daran, wenn Familienväter, die oft noch kleine Kinder haben, schlimme Dinge tun, wenn sie entführen, morden oder vergewaltigen. Und dann kommt die Polizei und holt sie aus ihrer "heilen" Welt und die fassungslose Frau und die ahnungslosen Kinder bleiben zurück. Ein Alptraum.
Wenn dann die Opfer so wie hier auch noch Kinder sind...
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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#28

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 13. Dez. 2015, 14:50

@Jason Darkstone
Ich stimme dir zu. Die Angehörigen von Tätern sind ebenfalls Opfer und auch ihr Leben ändert sich von jetzt auf gleich.
Gerade in diesem aktuellen Fall muss es für die Angehörigen ein absoluter Albtraum gewesen sein, den eigenen Sohn in der Zeitung zu sehen. Welch psychischer Kraftakt es für die Mutter gewesen sein muß die Polizei zu informieren, unvorstellbar.

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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

#29

Ungelesener Beitrag von Finlule » So, 13. Dez. 2015, 17:05

...
In einer Endlosschleife frage sie sich nun, warum sie nichts bemerkt habe, was sie falsch gemacht habe. Nachts liege sie viel wach – denke oft an die Familie der toten Jungen. Für sich selbst sieht die Mutter nur zwei Möglichkeiten, wie sie dem „Spiegel“ sagte: „Die erste ist, sich den Strick zu nehmen, aber dazu bin ich zu feige. Also bleibt mir nur weiterzumachen, mit der Situation zu leben, auch wenn ich noch nicht weiß, wie.“
Die Schuldfrage,welche sich viele stellen ist meiner Meinung nach meistens nicht durch Eltern gegeben,sie liegt bei dem Täter selber.Viele geben sich selbst die Schuld .Vielleicht würde der Mutter eine psychologische Betreuung helfen diesen Alptraum zu verarbeiten.Schlimm das in solchen Situationen das Umfeld ebenfalls damit zurecht kommen und das verarbeiten muss.Man wird da in etwas katapultiert was man sich nie erträumt hat.Keine einfache Situation an der viele scheitern.

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Re: Elias und Mohamed: Berichte / Profiler / Kriminologen / Informationen

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Ungelesener Beitrag von Eagle » Do, 7. Jan. 2016, 16:28

Polizei grub im Fall Silvio S. nach weiteren Kinder-Leichen

Scheinbar verdächtigt die Polizei Silvio S. weitere Kinder umgebracht zu haben. Es wurde bekannt, das im Dezember 2015 weitere Gartengrundstücke bei Posdam (Treuenbrietzen und am Seddiner See) umgegraben wurden.

Bild nicht mehr vorhandenAuf diesem Grundstück in Luckenwalde wurde am 30.10.2015 die Leiche des ermordeten Elias entdeckt
Im Dezember kam es offenbar zu weiteren Grabungen im Kreis Potsdam-Mittelmark. Anscheinend vermutet die Polizei weitere Kinder-Leichen im Fall des Kinds-Mörders Silvio S. (32). Ergebnislose Grabungen zweier Gartengrundstücke bei Potsdam
Silvio S., der Elias (6) und Mohamed (4) missbrauchte und tötete, schweigt sich weiter zu den Vorwürfen aus
.
Der 32-jährige Angeklagte wartet momentan in einer videoüberwachten Einzelzelle auf seinen Prozess. Er wird noch auf seine Schuldfähigkeit untersucht.
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