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Baden-Württemberg: Elefant tötet Spaziergänger (65)

Unterschiedlich motivierte Tötungsdelikte.
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sweetdevil31
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Baden-Württemberg: Elefant tötet Spaziergänger (65)

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 15. Jun. 2015, 06:37

http://www.bild.de/news/inland/elefant/ ... .bild.html

Aus Zirkus ausgerissen
Elefant tötet Spaziergänger (65)


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Ein Elefant aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck (Symbolfoto)

Buchen (Baden-Württemberg) – Entsetzen im Odenwald: In Buchen ist ein Zirkuselefant in der Nacht zu Samstag ausgebrochen und auf einen Spaziergänger (65) losgegangen. Der Mann wurde bei dem Angriff tödlich verletzt.

Die Attacke

Morgens gegen 5 Uhr war die afrikanische Elefantenkuh „Baby“ (34) aus einem Zelt entkommen. Nur etwa 100 Meter entfernt, an einem Sportplatz, traf sie auf den Mann. Der war wie üblich unterwegs, um Pfandflaschen und Dosen einzusammeln, meldet die „Heilbronner Stimme“ auf ihrer Webseite.

Warum der Elefant den Mann angriff, ist noch unklar. Zwei Zeugen hatten die Attacke von der Straße aus gesehen und der Polizei gemeldet.

Als der 65-Jährige nicht wie sonst nach Hause kam, wurde seine Ehefrau unruhig, machte sich auf die Suche nach ihm – und traf kurz nach der Polizei am Unfallort ein.

Inzwischen waren auch ein Mitarbeiter des Zirkus „Luna“ eingetroffen. Er konnte die Elefantenkuh beruhigen und zurück auf das Zirkusgelände bringen.

Das Zelt, in dem Baby untergebracht war, ist laut Polizei unbeschädigt. Aufgrund weiterer Umstände, die vor Ort festgestellt wurden, könne ein Fremdverschulden derzeit nicht ausgeschlossen werden, sagte eine Pressesprecherin der Polizei.

Wurde der Elefant möglicherweise gezielt freigelassen?

Laut Südwestdeutschem Rundfunk war Elefantendame „Baby“ in den vergangenen Tagen mehrfach in Buchen zu Werbezwecken spazieren geführt worden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Der Zirkus „Luna“ war in der Vergangenheit wieder wegen nicht artgerechter Tierhaltung in die Schlagzeilen geraten. Im Jahr 2010 hatte der Elefant „Benjamin“ einen Mann schwer verletzt. Zu weiteren Ermittlungen kam es allerdings nicht: Der Mann hatte sich selbst zwischen das Tier und einen Zaun gedrängt.

Im Oktober 2013 schlug dasselbe Tier einen Zwölfjährigen mit dem Rüssel ins Gesicht: Aber auch hier hatte der Junge fahrlässig gehandelt, eine Sicherheitszone betreten.
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Re: Elefant tötet Spaziergänger (65)

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 15. Jun. 2015, 06:41

http://www.bild.de/news/inland/zirkus/r ... .bild.html

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Elefant Benjamin gestern Nachmittag im Zelt des Zirkus „Francordia“. Kurz zuvor hat die Elefantenkuh einen Rentner getötet

ür Alexander H. (65) aus Buchen im Odenwald ist der morgendliche Sommer-Spaziergang ein festes Ritual.

Gegen 5 Uhr verlässt der Rentner an diesem Samstagmorgen seine Wohnung, sammelt auf seiner Runde Dosen und Flaschen, um damit seine Rente aufzustocken. Dabei durchstreift er gegen 5.30 Uhr auf dem nahe gelegenen Sportplatz ein Gebüsch.

Was H. nicht weiß: Aus dem dort gastierenden Zirkus „Francordia“ ist ein Elefant ausgebrochen. Plötzlich donnert das zweieinhalb Tonnen schwere Tier auf ihn zu.

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Ehefrau Margarita (62) und Schwiegertochter Eugenia (38) trauern um Alexander H. († 65)

Die 34-jährige Elefantenkuh greift den Fußgänger sofort an, drückt ihn gegen ein Gitter. Der Mann stirbt noch vor Ort.

Wie der Elefant aus seinem nur 40 Quadratmeter großen Stallzelt entkommen konnte, ist bislang unklar. Beschädigt ist der Stall offenbar nicht.

Rainer Köller, Sprecher der Polizei Heilbronn: „Der Elefant kann sich nicht selber rauslassen. Also bleibt: Wurde er rausgelassen oder war er nicht richtig eingesperrt?“

Für den Diplom-Biologen Tobias Dornbusch (34) ist das Unglück keine Überraschung: „Erst vor vier Wochen habe ich ein Gutachten über die Elefantenkuh erstellt und ihre Haltungsbedingungen dokumentiert. Mir ist seit Langem bekannt, dass es immer wieder Zwischenfälle mit diesem Elefanten gibt.“ Passiert ist von Behördenseite bislang: nichts.

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Der Zirkus „Francordia“ (vormals „Luna“) gastiert zurzeit in Buchen (Baden-Württemberg)

Auch für Tierschützer ist der Zirkus „Francordia“, der früher „Luna“ hieß, kein unbekanntes Unternehmen. Die Tierschutzorganisation Peta führt inzwischen eine dicke Akte „Benjamin“.

Bereits am 7. August 2000 verletzte die Elefantenkuh eine Frau schwer, als das Tier mit seinem Rüssel der 32-Jährigen ins Gesicht schlug.

Im darauf folgenden Jahr brach „Benjamin“ gleich zweimal aus. Dabei entstand glücklicherweise nur Sachschaden.

Am 17. September 2010 schleuderte der Dickhäuter während eines Betriebsfestes einen 24-jährigen Mann zusammen mit seinem neun Monate alten Baby mit den Stoßzähnen vier Meter hoch in die Luft. Vater und Kind wurden schwer verletzt.

Der vorerst letzte Angriff auf einen Menschen erfolgte im Oktober 2012. Während einer Tierschau schlug „Benjamin“ einem 12-jährigen Jungen mit seinem Rüssel derart fest ins Gesicht, dass der Junge einen Kieferbruch erlitt.

Dass es nach der langen Vorgeschichte jetzt zu dem tödlichen Angriff auf ihren Schwiegervater kommen konnte, kann Eugenia H. (38) nicht verstehen. Sie sagt BILD am SONNTAG: „Wie kann das passieren, der Zirkus muss doch kontrolliert worden sein. Elefanten sind schließlich gefährliche Tiere.“

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Tier-Trainer und Zirkus-Chef Stefan Frank

Peta-Sprecher Peter Höffken sagt: „Wir haben jahrelang versucht, den Zirkus zu stoppen und auf die Gefährlichkeit des Tieres hingewiesen.“ Laut der Tierschutzorganisation ist das Verhalten des Wildtieres eindeutig auf die schlechte Haltung zurückzuführen. Höffken: „Das Tier wurde geknechtet, um im Zirkus Kunststücke zu machen. Nachts musste es in einem ungeheizten Anhänger schlafen.“ Die Tierschutzorganisation hatte in den vergangenen Jahren mehrere Behörden darüber informiert.

Nach der tödlichen Attacke auf Alexander H. will Peta nun Strafanzeige gegen das zuständige Veterinäramt und den Betreiber des Zirkus „Francordia“ stellen.

Für Elefant Benjamin besteht in den kommenden Tagen zunächst ein Auftrittsverbot. Nach der Begutachtung durch einen Amtsveterinär soll über den Verbleib von Benjamin entschieden werden.

Die Polizei prüft, ob sie Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufnimmt.
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Re: Elefant tötet Spaziergänger (65)

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 15. Jun. 2015, 06:44

http://www.bild.de/news/inland/elefant/ ... .bild.html

„Baby“ quetscht Rentner (65) tot
Das passiert jetzt mit dem Elefanten


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Zirkus-Chef Stefan Frank brachte Elefantenkuh „Baby“ persönlich nach Stukenbrock

Buchen (Baden-Württemberg) – Nach dem tödlichen Angriff auf einen Spaziergänger im Odenwald sind die Zirkus-Tage der Elefantenkuh „Baby“* gezählt – sie lebt nun in einer Mädchen-WG im Safaripark Stukenbrock (NRW).

Am Sonntag um 17.13 Uhr brachte Zirkus-Direktor Stefan Frank mit seiner Frau Alexandra den 34 Jahre Elefanten in den Tierpark. Dort wird „Baby“ nun mit drei anderen Kühen leben – „Didi“ (40), „Mausi“ (30) und „Baby“ (30).

Wegen der Namensvetterin wird der Neuzugang „Baby 2“ genannt werden. Zunächst beschnuppern sich die Tiere in einem Stall drei bis vier Tage. Nach der Eingewöhnungsphase sollen die Elefanten in einem 25 000 Quadratmeter großen Freiluftgehege leben.

Frank und Park-Chef Fritz Wurms hatten sich telefonisch über die Unterbringung der Elefanten-Kuh in Stukenbrock verständigt. Es ist das zweite Mal, dass der Park einen Elefanten von Frank aufnimmt.

Die Polizei Heilbronn hatte am Sonntag angekündigt, dass „Baby“ in einem Tierpark untergebracht werde. Den Namen des Parks wollten die Beamten aus Sicherheitsgründen aber nicht nennen. Die Ordnungshüter fürchteten einen Auflauf erboster Tierschützer.

Zunächst wurde auch der Serengeti-Park in Hodenhagen (Niedersachsen) als neues Zuhause für den Afrikanischen Elefanten gehandelt. Der Zirkusbetreiber entschied sich nach Polizeiangaben aber gegen den Park.

Die tödliche Attacke

„Baby“ war am Samstagmorgen in Buchen (Baden-Württemberg) aus dem dort gastierenden Zirkus „Francordia“ ausgerissen. Sie griff Alexander H. (65) mit ihren Stoßzähnen an und zerquetschte ihn.

Der Mann war morgens gegen 5.00 Uhr aufgebrochen, um bei einem Spaziergang Pfandflaschen und Dosen einzusammeln.

Wie der Elefant aus seinem nur 40 Quadratmeter großen Stallzelt entkommen konnte, ist bislang unklar. Beschädigt ist der Stall offenbar nicht. Fraglich bleibt auch, warum das Tier in Rage geriet.

„Der Elefant kann sich nicht selber rauslassen. Also bleibt: Wurde er rausgelassen oder war er nicht richtig eingesperrt?”, sagte ein Polizeisprecher. Entweder es handele sich um Absicht oder um Nachlässigkeit. Der Elefant war laut Polizei zwar nicht angekettet, aber von einem Elektrozaun umgeben.

Für den Diplom-Biologen Tobias Dornbusch (34) ist das Unglück keine Überraschung: „Erst vor vier Wochen habe ich ein Gutachten über die Elefantenkuh erstellt und ihre Haltungsbedingungen dokumentiert. Mir ist seit Langem bekannt, dass es immer wieder Zwischenfälle mit diesem Elefanten gibt.“ Passiert ist von Behördenseite bislang: nichts.

Dornbusch sagt, eine sichere Haltung von Zirkuselefanten sei nicht möglich: „Eine unter Strom gestellte Wäscheleine reicht nicht.”

Zudem kritisierte er die Haltung von Dickhäutern im Zirkus. „Kopfstand, Hinterbeinstand und so weiter – das hat mit artgerechter Haltung nichts zu tun”, findet Dornbusch. „Im Zirkus muss ein Elefant auf den Menschen hören wie ein gut dressierter Hund.”

Die Tierrechtsorganisation Peta erhob schwere Vorwürfe gegen den Zirkus und die Aufsichtsbehörden. Der Elefant habe schon mehrfach Menschen angegriffen und sei verhaltensgestört.

Bereits am 7. August 2000 verletzte die Elefantenkuh eine Frau schwer, als das Tier mit seinem Rüssel der 32-Jährigen ins Gesicht schlug.

Im September 2010 schleuderte der Dickhäuter während eines Betriebsfestes einen 24-jährigen und sein neun Monate altes Baby mit den Stoßzähnen vier Meter hoch in die Luft.

Vater und Kind wurden schwer verletzt.

* Nachdem der Zirkus bei Tierschützern immer stärker in die Kritik geraten war, wurde die Elefantenkuh von „Baby“ in „Benjamin“ umbenannt. Grund: Der Zirkus wollte seine Kritiker austricksen. Denn Elefanten-Bullen gelten als Einzelgänger, die es ohne Artgenossen besser aushalten als Elefantenkühe. Die weiblichen Dickhäuter leben lieber in Gruppen zusammen.
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Re: Elefant tötet Spaziergänger (65)

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 15. Jun. 2015, 06:47

http://www.bild.de/news/inland/elefant/ ... .bild.html

„Baby“ quetschte Rentner (65) Alexander H. tot - Zirkus-Direktor behauptet:
Tierschützer ließen den Elefanten frei


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Rentner Alexander H. (65) wurde von dem Tier zerquetscht

Als Rentner Alexander H. (65) aus Buchen im Odenwald gegen 5 Uhr morgens seine Wohnung verlässt, ahnt niemand aus seiner Familie, dass er nicht mehr lebend von seinem Spaziergang zurückkommt.

Der Rentner wird von einem entlaufenen Elefanten totgetrampelt

Die Elefantenkuh „Baby“ (34) gehört zum Zirkus „Francordia“ (ehemals Circus Luna), der aktuell in der Stadt gastiert. Das große Tier greift den Fußgänger sofort an, drückt ihn gegen ein Gitter. Der Mann stirbt noch vor Ort.

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So sieht der BILD-Zeichner die Attacke. Beim Flaschensammeln wird der Mann von dem Tier überrascht

Wie der Elefant aus seinem nur 40 Quadratmeter großen Stallzelt entkommen konnte, ist bislang unklar. Beschädigt ist der Stall offenbar nicht.

Juniorchef des Zirkus „Francordia“, Mario Frank (44), hat seine ganz eigene Theorie, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte.

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Der Zirkus-Chef zeigt den Stromkasten, der von Tierschützern manipuliert worden sein soll

Der Juniorchef zu BILD: „Die Zeltplane war nicht defekt, also kann man ausschließen, dass sich der Elefant selbst befreit hat. Er wurde also absichtlich befreit.“

Wer den Elefanten befreit haben soll, steht für den 44-Jährigen ebenfalls fest: Es waren Tierschützer!

„Erst letzte Woche hielten die Tierschutzaktivisten eine Mahnwache vor unserem Zirkus: Tiere raus aus dem Zirkus, stand auf den Plakaten. Die Aktivsten schrieen: ,„Baby“ kriegen wir, dauert nicht mehr lange.‘ Die schrecken vor nichts zurück. Nun ist leider ein Mensch ums Leben gekommen. Schuld sind allein die Tierschützer“, schimpft Mario Frank.

Harte Anschuldigungen, die der Mann gegen die Tierschützer vorbringt.

Doch davon möchte PETA-Wildtierexperte Peter Höffken (43) nichts hören, sagt: „Das ist die gängige Masche, wenn ein Unglück passiert ist, dann wird mit dem Finger auf andere gezeigt. Schuld wird weggewiesen, das kennen wir von diesem Zirkus. Auch bei vergangenen Verletzungen durch den Elefanten war es angeblich die Schuld anderer oder die der Besucher selber.“

Damit bezieht sich Höffken auf weitere Zwischenfälle, die es im Zusammenhang mit „Baby“ gab.

Die Strafakte des Dickhäuters

► Bereits im Jahr 2000 verletzte die Elefantenkuh eine Frau schwer, als das Tier mit seinem Rüssel der 32-Jährigen ins Gesicht schlug. Im Jahr darauf brach „Baby“ gleich zweimal aus und verursachte bei ihren Streifzügen leichte Sachschaden.

► Im September 2010 kam es zum nächsten Zwischenfall: Während eines Betriebsfestes schleuderte der Dickhäuter einen 24-jährigen Mann und sein neun Monate altes Baby mit den Stoßzähnen vier Meter hoch in die Luft. Vater und Kind wurden schwer verletzt. Anschließend wurde der Elefant in „Benjamin“ umbenannt. Grund: Da Elefantenkühe in Gruppen zusammenleben, Bullen aber Einzelgänger sind, wollte der Zirkus seine Kritiker austricksen.

► Im Oktober 2012 kam es zur vorerst letzten Attacke von „Baby“: Während einer Tierschau schlug die Elefantenkuh einem zwölfjährigen Jungen mit seinem Rüssel derart fest ins Gesicht, dass der Junge einen Kieferbruch erlitt.

„Diese angeblichen Vorfälle mit „Baby“ wurden alle aufgebauscht. Dem Jungen wurde gar nicht der Kiefer gebrochen“, beteuert der Juniorchef gegenüber BILD. „Was aber immer vorkam, war, dass Tierschützer sich Zugang zu den Käfigen verschafften. In diesem Fall nun wurde die Stallung aufgeschnürt, der Stromnetzstecker für den Weidezaun wurde rausgezogen und der Zaun durchgeschnitten“.

Doch auch wenn der Zirkuschef die Zwischenfälle herunterspielt, ist die Elefantendame keine Unbekannte für den Diplom-Biologen Tobias Dornbusch: „Dass dieser Elefant gefährlich ist, war und ist bekannt“, sagt der Biologe, der sich seit etwa 20 Jahren mit Elefanten befasst und für die European Elephant Group, einer Organisation zum Schutz von Zoo- und Zirkus-Elefanten, arbeitet.

Vor zwei Monaten erstellte er ein Gutachten über „Baby“. Dabei habe er eine Verhaltensneurose festgestellt. „Das ist ein Indikator für schlechte Haltung.“

Der Zirkus gab den Elefanten an den Safaripark Stukenbrock (NRW) ab. Sonst wäre „Baby“ vom Veterinäramt eingeschläfert worden.

Wie gefährlich sind Elefanten?

Elefanten zählen auch in freier Wildbahn zu den gefährlichsten Tieren der Welt. In Europa wurden seit 1980 laut der Organisation „Elefanten-Schutz Europa e. V.“ 53 Menschen von Elefanten getötet, 145 verletzt. Sprecher Tobias Dornbusch: „Auf jeden getöteten Löwendompteur kommen zwei oder drei getötete Elefantentrainer.“

Wegen der offenen Haltung und des ständigen Kontakts zu Menschen sei der Elefant das „gefährlichste Tier in Menschenhand“.

Dürfen wilde Tiere überhaupt im Zirkus leben? Rechtlich ja! Das Gesetz erlaubt die Haltung – führt aber strikte Kontrollen durch. Das Veterinäramt führt strikte Kontrollen durch, bei Verstößen müssen die Tiere abgegeben werden.

Ein PETA-Sprecher hält dagegen: „Wir fordern ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus. Die Unterbringung, die Transporte und die Gewalt führen zu Verhaltensstörungen.“ Schließlich dient ein Zirkus nicht der Erhaltung der Art wie. z.B. eine Wildtier-Station.
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Re: Elefant tötet Spaziergänger (65)

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 17. Jun. 2015, 08:59

http://www.bild.de/news/leserreporter/l ... .bild.html

Model Isabell berichtet
Bei mir war der Killer-Elefant ganz sanft


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Zart trifft mächtig: Model Isabell (1,71 m, 55 kg) mit Elefanten-Dame Baby (34, ca 2,30 m, 2620 kg)

Zärtlich schmiegt sich Foto-Model Isabell (25) aus Ulm an Elefantendame „Baby“. Das Tier ist ganz friedlich. Kaum zu glauben, dass dieser Elefant eines Tages einen Menschen töten würde.

Das Foto entstand im Februar 2010, fünf Jahre, bevor der Elefant aus ihrem Zirkus ausbrach und in einem Park einen Rentner zerquetschte.

Isabell kann das alles nicht verstehen: „Ich kam einem Elefanten noch nie so nah und hatte zunächst großen Respekt vor dem Tier. Aber Baby war ganz liebevoll und vorsichtig mit uns. Ich hatte keine Sekunde Angst, obwohl sie so riesig war, und vollstes Vertrauen. Das Shooting mit ihr war eine wunderschöne Erfahrung.“

Hobby-Fotografin Jennifer Glennon (40) aus Neu-Ulm in Bayern fotografierte die beiden. Die Sekretärin zu BILD: „Auch das Verhältnis zwischen Baby und dem Pfleger war sehr herzlich. Sie stibitzte ab und an unsere Schlüssel aus der Tasche, rieb uns zum Spaß mit Schnee ein. Wir fütterten sie mit Brot und Äpfeln und hatten während des Shootings viel Spaß zusammen. Es gab keinen Moment in dem wir ein ungutes Gefühl hatten.“

„Baby“ musste inzwischen ihren Zirkus verlassen und wurde vom Safaripark Stukenbrock in NRW aufgenommen. Dort hofft man, dass der Problem-Elefant wieder zur Ruhe kommt.
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Re: BRD - Elefant tötet Spaziergänger (65)

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 21. Jun. 2015, 05:42

http://www.bild.de/regional/stuttgart/e ... .bild.html

Nach Elefanten-Drama
Tierschützer zeigen Zirkus und Behörden an


Stuttgart – Vergangene Woche hat in Buchen Elefant "Baby" (34) den Rentner Alexander H. (65) getötet. Jetzt haben die Tierschützer von Peta Zirkusleute und Behördenvertreter wegen fahrlässiger Tötung angezeigt – und eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt!

Die Belohnung soll der bekommen, der den entscheidenden Hinweis darauf liefert, wie der Elefant aus seinem Zirkusgehege entkommen konnte. Zirkusdirektor Mario Frank (44) hatte nämlich behauptet, Tierschützer hätten das Tier freigelassen.

Peta-Mitarbeiter Peter Höffken (43): "Das ist absurd. Der Elefant ist in der Vergangenheit schon mehrere Male ausgebrochen."

Die Organisation, die in Stuttgart sitzt, ist der Meinung, dass der Elefant schlecht gehalten wurde. Vorschriften seien ignoriert worden. Darüber habe man die Behörden mehrfach informiert. Außerdem habe das Tier schon mehrfach Menschen verletzt.

Peta-Rechtsanwalt Krishna Singh (42) hat neben den den Zirkusleuten deshalb auch Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe angezeigt. Er sagt: "Hätte man dort auf unsere Hinweise reagiert, hätte das Drama verhindert werden können."
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