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Güstrow: Ehemann entdeckt seine sterbende Frau blutüberströmt im Haus

Unterschiedlich motivierte Tötungsdelikte.
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sweetdevil31
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Güstrow: Ehemann entdeckt seine sterbende Frau blutüberströmt im Haus

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 21. Sep. 2019, 06:57

Ehemann entdeckt seine sterbende Frau blutüberströmt im Haus

20.09.2019 11:10
Eine Bluttat erschüttert Güstrow.
Dort wurde am Donnerstagabend eine 79-jährige Frau getötet.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, wurde die Frau mit schweren Kopfverletzungen in ihrem Wohnhaus gefunden. Im Zuge der Ermittlungen sei ein Tatverdächtiger in Polizeigewahrsam genommen worden. (…)

Der Ehemann der Getöteten hatte seine lebensgefährlich verletzte Frau gefunden und Rettungskräfte sowie die Polizei informiert. Die Frau starb aber noch im Haus an den Folgen ihrer Verletzungen.


Update, 13.49 Uhr

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 43 Jahre alten Mann, der ein flüchtiger Bekannter der Familie ist, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag. (…)

Der in Güstrow lebende Asylbewerber aus der Ukraine soll die Frau am Donnerstag erschlagen haben. Gegen ihn bestehe der dringende Tatverdacht des Totschlags. (…)
Quelle: Tag24
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Güstrow: Ehemann entdeckt seine sterbende Frau blutüberströmt im Haus

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 21. Sep. 2019, 07:11

Asylbewerber aus der Ukraine verhaftet

20.09.2019 - 23:03 Uhr

Bild
Rentnerin Erika H. (79) mit ihrem Ehemann. Früher arbeitete sie als Lehrerin an einer Gehörlosenschule
Foto: Quelle: GÜSTROWER ANZEIGER
Morgens ging Erika H. (79) zum katholischen Gottesdienst, plauderte danach bei Kaffee und Kuchen mit anderen Gemeinde-Mitgliedern. Nur Stunden später war sie tot – erschlagen im eigenen Haus.

Kurz darauf wurde der Asylbewerber Oleh T. (43) aus der Ukraine unter dringendem Tatverdacht in seiner Unterkunft festgenommen, Freitag erließ ein Richter Haftbefehl. Staatsanwalt Harald Nowack zu BILD: „Der Beschuldigte ist taubstumm, der Haftbefehl wurde daher ausnahmsweise schriftlich verkündet.“ (…)
Quelle: Bild+
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Güstrow: Ehemann entdeckt seine sterbende Frau blutüberströmt im Haus

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 21. Sep. 2019, 12:32

War Oleh T. auf der Suche nach Essen und Bargeld?

Sind Erika H. ihre soziale Ader und die Hilfsbereitschaft zum Verhängnis geworden? Schließlich hat sie ihrem Mörder immer wieder Zuwendungen zukommen lassen.
Nach bisherigen Erkenntnissen stellt sich der Fall so dar: Es ist Donnerstagabend gegen 17 Uhr, als sich der 43-Jährige unberechtigt Zutritt in den Keller des Einfamilienhauses an der Schweriner Straße verschafft – eigentlich eine ruhige Wohngegend. Was er da will, ist noch nicht bekannt. Dem Vernehmen nach ist er auf der Suche nach Essen und Bargeld – dies bleibt jedoch unbestätigt.

Offenbar ertappt die 79-Jährige Oleh T. dabei, wie er Schränke durchsucht. „Beide kannten einander“, teilt Harald Nowack von der Staatsanwaltschaft mit. Wie aus Polizeikreisen zu erfahren ist, soll T. kein unbeschriebenes Blatt sein und über ihn eine dicke Akte vorliegen.

Erika H., eine kleine zierliche Person, hat keine Chance

„Mit einem scharfkantigen Gegenstand soll der Beschuldigte dann gegen den Schädel der Frau geschlagen haben“, sagt Nowack. Erika H., eine kleine zierliche Person, kann diesem Angriff nicht ausweichen, geschweige denn abwehren, sie bricht zusammen. Der 43-Jährige ergreift die Flucht. Wenig später findet der Ehemann seine Frau in einer großen Blutlache regungslos vor. Umgehend verständigt er Rettungsdienst und Polizei, ein Hubschrauber landet an der Schweriner Straße. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche wird die 79-Jährige für tot erklärt.

Nur kurze später kann die Polizei die Suche nach dem Täter aufnehmen und nimmt schließlich Oleh T. im Umfeld fest. Er kommt ins Gewahrsam nach Rostock, äußert sich bislang nicht.

„Sie war immer so nett und freundlich“

Erika H., so ist in der Nachbarschaft zu erfahren, war pensionierte Lehrerin. Sie arbeitete zuletzt an der Gehörlosenschule. Genau wie ihr Ehemann war auch die 79-Jährige musikalisch begabt und aktiv in verschiedenen Chören der Stadt. Auch zur katholischen Kirchgemeinde hegt sie guten Kontakt, ist regelmäßig bei Gottesdiensten anzutreffen.

„Einen Tag vor ihrem Tod war sie noch bei uns und hat am Gottesdienst teilgenommen mit Kaffee und Kuchen im Anschluss“, erinnert sich der Pastor des katholischen Pfarramtes. Fassungslos sind auch direkte Nachbarn. „Sie war immer so nett und freundlich. Ich habe sie öfter spazieren gehen sehen“, sagt ein Mann, der seinen Namen nicht nennen möchte. Willi Holst, ein weiterer Nachbar von Erika H., erinnert sich: „Wir waren zusammen auf einer Kur, sie war sehr nett und immer hilfsbereit.“ Regelmäßig habe der 72-Jährige seiner Nachbarin frische Eier gebracht. „Für uns alle ist das ein Riesenschock“, sagt Holst.
Quelle: OZ+ Archiv
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Güstrow: Ehemann entdeckt seine sterbende Frau blutüberströmt im Haus

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 20. Okt. 2019, 23:13

Erika H.'s Mörder sollte seit Jahren abgeschoben werden - Tücken des Asyl-Systems

Der geständige Täter kommt aus der Ukraine. Details des Falls zeigen Tücken des Asyl-Systems.
Lorenz Caffier (CDU) hat kein Blatt vor den Mund genommen: „Dieser Fall hat die schlechtestmögliche Entwicklung genommen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister hinter verschlossenen Türen des Innenausschusses. So steht es zumindest im Manuskript seiner Rede, das er dort zu Protokoll gegeben hat – das Dokument liegt dem Nordkurier vor.

Caffier nahm in dem Ausschuss, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt, ausführlich Stellung zu den Problemen der Behörden, die letztlich dazu führten, dass der Ukrainer Oleh T. am 19. September in Güstrow brutal eine 79-jährige Frau ermorden konnte. Der taubstumme Mann hat die Tat gestanden. Schon kurz danach war bekannt geworden: Oleh T., der 2015 Asyl in Deutschland beantragte, sollte schon 2017 abgeschoben werden. Doch zuerst scheiterte die Abschiebung, weil T. vor Gericht gegen die Entscheidung vorging und das Verfahren rund zwei Jahre lief. Als das Gericht dann im Frühjahr 2019 entschieden hatte, dass T. das Land verlassen muss, konnten die Behörden ihn trotzdem nicht zurück in die Ukraine bringen: Er hatte keinen Pass mehr und obwohl die deutschen Behörden bei rumänischen Kollegen sogar eine Fotokopie des Passes hatten auftreiben können, war die Ukraine über Monate nicht im Stande, einen neuen Pass für T. auszustellen. Ohne diesen hätte er jedoch nicht in das Land zurückgebracht werden können.

Abschiebehaft war laut Caffier rechtlich unmöglich

Wer die rund sechs A4-Seiten langen Ausführungen des Innenministers zu dem Fall liest, bekommt die Tücken des deutschen Asylsystems in ihrer tragischsten Form vor Augen geführt: Obwohl Oleh T. während der gesamten Zeit zwischen 2015 und 2019 im Landkreis Rostock gemeldet war, hielt er sich währenddessen mehrfach im Ausland auf, etwa in Slowenien und der Schweiz. In beiden Ländern wurde er von der Polizei festgenommen, weil er keine Aufenthaltserlaubnis hatte, und jeweils zurück nach MV gebracht.

Als er 2015 einen Wachmann in seinem Asylbewerberheim biss, kam er zunächst in die Psychiatrie. Später fiel auf, dass er an Tuberkulose erkrankt war, weshalb er zeitweise unter Quarantäne stand und 2018 per Hubschrauber mit Polizei-Begleitung in eine Spezialklinik nach Bayern geflogen wurde. Ab Februar 2018 wurde er insgesamt 36 Mal bei der Polizei auffällig – unter anderem mit Diebstahl, Körperverletzung und Drogen. Ob und wie oft T. deswegen auch rechtskräftig verurteilt wurde, ließ Caffier allerdings offen. Er stellte aber klar: „Die Abschiebehaft kam hier rechtlich offenbar nicht infrage.“ Dies sei rechtlich nur möglich, wenn klar sei, dass die Abschiebung bald erfolgen könne – und das war wegen des fehlenden Passes nicht der Fall.

Entschuldigung kommt bei den Angehörigen nicht an

Für den 15. Mai 2019 hatten die MV-Behörden sogar schon einen Platz für T. in einem Sammel-Abschiebeflug in die Ukraine gebucht. Doch weil sein Pass immer noch nicht da war, blieb sein Platz im Flieger leer und T. in Mecklenburg-Vorpommern. Ende Mai ließ die Ukraine die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern dann wissen, dass T. zunächst in der ukrainischen Botschaft vorgeführt werden müsse, ehe man neue Dokumente für ihn ausstellen könne. Caffier nannte diesen Vorgang ausweislich des Rede-Manuskripts „vollkommen inakzeptabel.“

„Es ist wirklich schrecklich“, heißt es außerdem in Caffiers Ausführungen. Und: „Dieser Fall zeigt leider die Grenzen unseres Rechtsstaats, unserer Verfassung und unserer Rechtsordnung.“ Er könne sich bei den Angehörigen des Opfers im Namen des Staates nur entschuldigen. Ein Satz, den er allerdings nur im Ausschuss sagte – weil dieser nicht öffentlich tagte, dürfte die Entschuldigung des Ministers die Angehörigen nie erreicht haben, wie auf Nordkurier-Anfrage auch das Innenministerium einräumen musste.

Vom Ministerium hieß es auch, dass Caffier inzwischen einen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geschrieben und darauf gedrungen habe, dass die Bundespolitik mehr Druck auf Länder macht, die bei der Beschaffung von Passersatzpapieren trödeln. Der Brief werde demnächst Gegenstand weiterer Gespräche sein, verspricht das Ministerium.

Bei der Staatsanwaltschaft Rostock gehen indes die Ermittlungen zu dem Fall weiter. Die Behörde rechnet damit, dass das Verfahren in den kommenden Wochen abgeschlossen und anschließend Anklage erhoben werden kann. So lange sitzt Oleh T. weiter in Untersuchungshaft.
Quelle: Gabriel Kords, Nordkurier
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