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Bamberg: Polizei findet Leiche im Kofferraum eines 21-Jährigen

Unterschiedlich motivierte Tötungsdelikte.
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sweetdevil31
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Bamberg: Polizei findet Leiche im Kofferraum eines 21-Jährigen

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 26. Nov. 2018, 05:55

Polizei macht in Kofferraum grausigen Fund

25.11.2018, 16:16 Uhr
Mit Müh und Not haben Polizisten in Franken einen Autofahrer wegen dessen Schlangenlinienfahrt angehalten - dann machten sie eine grausige Entdeckung. Im Kofferraum lag eine Frauenleiche.
Der 21 Jahre alte Fahrer wollte bei der Kontrolle in der Nacht zum Sonntag in der Nähe von Bamberg noch fliehen, wurde aber festgenommen. Die Frau im Kofferraum - eine 57-Jährige aus Nürnberg - ist vermutlich durch Gewalteinwirkung gestorben, wie die Polizei mitteilte.

Der 21 Jahre alte Fahrer des Wagens war den Beamten auf der A73 wegen seiner Fahrweise aufgefallen. In Schlangenlinien sei der Mann, der vermutlich aus Nürnberg stammt, in Richtung Bamberg unterwegs gewesen. Die Polizei versuchte mehrmals vergeblich, den Mann aufzuhalten.

Erst, als er mit dem Wagen die Autobahn verließ, das Auto parkte und zu Fuß flüchten wollte, wurde er festgenommen. Bei der Durchsuchung des Wagens entdeckten die Beamten die Leiche. Details zu den Verletzungen gab die Polizei zunächst nicht bekannt. (…)
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Bamberg: Polizei findet Leiche im Kofferraum eines 21-Jährigen

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 7. Jul. 2019, 17:36

25. März 2019: Autofahrer in Psychiatrie untergebracht - Umstände immer noch rätselhaft
Der im November vergangenen Jahres mit einer Frauenleiche in seinem Kofferraum gestoppte Autofahrer ist in der Psychiatrie untergebracht worden. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Montag sagte, wurde der Haftbefehl gegen den 21-Jährigen aufgehoben. Stattdessen wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet, weil sich in einem Gutachten Zweifel an seiner Schuldfähigkeit ergaben. An ihrem dringenden Tatverdacht halte die Staatsanwaltschaft jedoch fest, die Ermittlungen dauerten an, sagte der Sprecher.

Der Polizei war der Wagen des Mannes auf der Autobahn 73 bei Bamberg aufgefallen, weil er in Schlangenlinien unterwegs war. Erst als er von der Autobahn fuhr, den Wagen parkte und zu Fuß flüchten wollte, konnte er festgenommen werden. Bei der Durchsuchung des Autos entdeckten die Beamten dann die Leiche einer Frau. Wie die 57-Jährige zu Tode kam und in welcher Beziehung zueinander der 21-Jährige und das Opfer standen, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Quelle: Merkur
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Bamberg: Polizei findet Leiche im Kofferraum eines 21-Jährigen

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 18. Jan. 2020, 22:59

Mo, 13. Januar 2020: Vergewaltigung und Totschlag in Nürnberger Tiefgarage: Wegen Drogendelikten, Diebstahls und Körperverletzung polizeibekannter "Tobi K." muss in psychiatrische Klinik

Was im Treppenhaus passierte, ist unklar
Barbara Richter-Zeininger, die Vorsitzende der Schwurgerichtskammer, zeichnet das Geschehen nach acht Verhandlungstagen nach: Am Tatabend hielt sich Tobi K. demnach überwiegend im Bahnhof auf. Um 23.16 Uhr marschierte er zielstrebig in Richtung des Hauses in der Marienvorstadt. Das spätere Opfer fuhr zu der Zeit gerade von einer Weihnachtsfeier heim, parkte ihr Auto um 23.24 Uhr in der Tiefgarage, verließ das Fahrzeug und ging ins Treppenhaus. Dort traf sie auf Tobi K. – was genau im Treppenhaus passierte, ist unklar. Vier Minuten später sind die 57-Jährige und der 22-Jährige wieder am Auto. Was jetzt genau in welcher Abfolge bis zur Festnahme des Beschuldigten passiert ist, kann das Gericht nicht genau klären.

„Der Beschuldigte entschloss sich, mit der 57-Jährigen den Geschlechtsverkehr zu vollziehen und setzte das auch in die Tat um“, so Richter-Zeininger. „Dass dieser gegen den Willen des Opfers stattgefunden hat, ist offenkundig“, so die Richterin. Die Kammer ist überzeugt: Spätestens nach dem Geschlechtsverkehr entschloss sich der 22-Jährige, sein Opfer zu töten.

Die 57-Jährige wehrte sich – das belegen Kratzer, die sie dem 22-Jährigen zugefügt hat. Der Beschuldigte schlitzte ihr mit einem Messer die Drosselvene auf, erdrosselte sie mit dem Riemen ihrer Handtasche, stülpte ihr eine Plastiktüte über den Kopf – wann sie sich wehrte, warum er ihr die Plastiktüte über den Kopf zog, all das bleibt unklar. „Nach der Tötung ließ er sie im Kofferraum liegen“, so Richter-Zeininger. Er fuhr mit dem Auto Richtung Plärrer, dann auf den Frankenschnellweg Richtung Bamberg, wo er am Ende festgenommen wurde.

Was trieb den Beschuldigten an?

Was aber trieb Tobi K. an? Warum attackierte er eine ihm völlig fremde Frau? Gegenüber dem psychiatrischen Sachverständigen Michael Wörthmüller sagte er bei einem Explorationstermin, er habe sich bei der Tat fremdgesteuert gefühlt. Er habe keine Macht mehr gehabt, habe zuschauen müssen, wie es passiert ist. Im Prozess äußert sich der 22-Jährige nicht zu den Vorwürfen.

Die Tochter des Opfers – sie tritt in dem Verfahren als Nebenklägerin auf – sieht das als reine Schutzbehauptung des Beschuldigten. Ein taktisches Vorgehen, um gleich in eine psychiatrische Anstalt zu kommen, statt am Ende eine Strafe mit anschließender Sicherungsverwahrung zu kassieren – eine größere Chance, früher wieder auf freien Fuß zu kommen.

Gericht ist von Schizophrenie überzeugt

Das Gericht aber sieht das anders. Die Kammer ist davon überzeugt, dass der Beschuldigte in einem akuten Zustand einer paranoiden Schizophrenie handelte. Schon im Kindesalter zeigte der 22-Jährige auffälliges Verhalten, verbrachte einige Jahre bei einer Erziehungsmaßnahme in Rumänien, konnte aber auch danach nicht im Leben Fuß fassen. Spätestens im Juli 2017 – damals saß er gerade eine Jugendstrafe ab, verstreute aus Angst vor Ameisen Salz in der Zelle und befürchtete, man habe ihm Scherben ins Essen gemischt – leide er an einer Ich-Störung. Für den akuten Zustand der paranoiden Schizophrenie sprechen auch Beobachtungen von Zeugen, die ihn am Tattag vor der Tat gesehen haben. Gegenüber Polizisten trat der Beschuldigte arrogant auf und grinste, seiner Mutter berichtete er, er fühle sich verfolgt, bei seiner Festnahme wirkte er müde und in einem tranceähnlichen Zustand.

Die Kammer geht davon aus, dass er strafrechtlich für seine Taten nicht verantwortlich zu machen ist. Weil von ihm aber eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht, schickt sie ihn in eine geschlossene Einrichtung. Die wird er erst wieder verlassen, wenn zwei unabhängige Gutachter bestätigen, dass er nicht mehr gefährlich ist.
Quelle: Nordbayern
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