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Schalksmühle: 57-Jährigem mit Kettensäge in Unterarme geschnitten l Urteil

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sweetdevil31
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Schalksmühle: 57-Jährigem mit Kettensäge in Unterarme geschnitten l Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 26. Feb. 2017, 13:46

57-Jährigem mit Kettensäge in Unterarme geschnitten

26.02.2017, 12:49 Uhr
Mit einer Kettensäge sind einem 54-Jährigen bei einem Streit um eine Immobilie im sauerländischen Schalksmühle beinahe beide Unterarme abgetrennt worden.
Der Mann habe tiefgehende Schnitte bis auf die Knochen erlitten, sagte Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli am Sonntag in Hagen. Er wurde in eine Spezialklinik geflogen. Die Tat geschah bereits am Donnerstag. Die Mediengruppe "Westfälischer Anzeiger" (WA) hatte zuerst berichtet.

Tatverdächtig ist der 37 Jahre alte Grundstücksbesitzer aus Werdohl, der das Gelände mit einem Hof bei einer Zwangsversteigerung erworben hatte. Bei dem Streit sei es darum gegangen, dass der 54-Jährige nicht ausziehen wolle, sagte Pauli. Nach Informationen des zur WA-Gruppe gehörenden Portals "come-on.de" ist der Mann der frühere Eigentümer.

Der 37-Jährige hatte am Tattag einen Jägerzaun am Haus mit Hilfe der Kettensäge demontieren wollen, sagte Pauli. Als der Bewohner mit einer Stange in der Hand aus dem Haus gestürmt sei, sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen. Der nähere Tathergang sei aber unklar. Geprüft werde auch, ob Notwehr vorliege. Der 37-Jährige sei nach einer Vernehmung noch am selben Tag wieder auf freien Fuß gekommen. Der 54-Jährige sei als sogenannter "Reichsbürger" bekannt. Dies spiele im dem Verfahren aber keine Rolle, sagte der Oberstaatsanwalt.
T-Online
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sweetdevil31
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Schalksmühle: 57-Jährigem mit Kettensäge in Unterarme geschnitten

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 27. Nov. 2019, 13:22

Kettensägen-Streit in Schnarüm: So lautet das Urteil des Schöffengerichts

24.04.18 15:05
Es war zwölf Uhr mittags am 23. Februar 2017, als sich ein 38-jähriger Mann aus Werdohl zu einem Haus in Schnarüm begab. Wenig später hatte die Motorsäge in seiner Hand die beiden Unterarme eines dort wohnenden 55-Jährigen fast vollständig abgetrennt.
Die Vorgeschichte zu diesem fürchterlichen Aufeinandertreffen war lang: Die Ehefrau des Angeklagten hatte die Immobilie bei einer Zwangsversteigerung am 31. August 2015 erworben und seitdem erfolglos versucht, die bisherigen Besitzer aus dem Haus zu klagen.

An jenem 23. Februar stand im Landgericht Hagen eine Entscheidung bevor, derzufolge die beiden bisherigen Bewohner das Haus endgültig hätten räumen müssen. Der 38-Jährige rechnete deshalb nicht damit, sie zu treffen, als er das Grundstück betrat. Ziel seiner Aktivitäten war ein Jägerzaun, den er als neuer Eigentümer absägen und beseitigen wollte. (…)

Zur Abwehr habe er dem Angreifer die Säge entgegengehalten, deren Motor aufgrund der eingelegten Kettensperre zunächst nur im Leerlauf gelaufen sei. Im Verlauf der Rangelei und durch die fortgesetzten Schläge des 55-Jährigen habe sich die Sperre aber gelöst: „Dann gab die Säge Vollgas, und da war es schon passiert.“

Es sei Notwehr gewesen, trug der Angeklagte vor. Konsequenterweise beantragte Rechtsanwalt Dr. Müller einige Stunden später nach einem leidenschaftlichen Plädoyer einen „ganz klaren Freispruch“ für seinen Mandanten: „Hätte er die Säge nicht hochgehalten, hätte er weitere schmerzhafte Schläge bekommen.“

Diesem Antrag stimmte das Erweiterte Schöffengericht nach langer Beratung nicht zu: „War das, was der Angeklagte gemacht hat, objektiv fahrlässig – jenseits von Schuld und der gegebenen Angriffssituation?“, fragte der Vorsitzende Richter Andreas Lyra. (…)

Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 30 Euro.
Quelle: come-on
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