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Düsseldorf: Online-Händler Zalando zeigt Flüchtlinge an

Verfasst: Di, 6. Okt. 2015, 20:51
von sweetdevil31
Betrugsverdacht: Online-Händler Zalando zeigt Flüchtlinge an

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Knapp 1.000 Pakete versendete Zalando über den Zeitraum eines Jahres in eine Flüchtlingsunterkunft, ohne je Geld dafür zu sehen

Düsseldorf – 962 Bestellungen im Gesamtwert von mehr als 180.000 Euro: Zalando hat über einen Zeitraum von einem Jahr, von Juni 2014 bis Juni 2015, immer wieder Pakete in ein Flüchtlingslager im deutschen Saarland geschickt, jedoch nie Geld dafür gesehen. Das berichtet das Handelsblatt am Dienstag. Das Unternehmen habe nun eine Anzeige eingebracht, die Staatsanwaltschaft ermittle wegen des Verdachts auf Betrug.

Den Ermittlern zufolge seien die Pakete an mehrere Personen gegangen, überwiegend aus dem Balkan stammend. Rund 600 der Bestellungen konnten laut dem Bericht zugeordnet werden. Bei mehr als 300 Paketen fehlt eine solche Zuordnung. Die Namen seien nicht im Melderegister erfasst, könnten laut Ermittlern erfunden sein oder es handelt sich um nicht registrierte Personen.

Warum Zalando fast ein Jahr lang knapp 1.000 Pakete geliefert hat, ohne dafür bezahlt zu werden, ist unklar. Das Handelsblatt zitiert einen Sprecher des Unternehmens – Betrugsfälle würde Zalando generell nicht kommentieren, man investiere stetig in ein "ausgefeiltes Sicherheitssystem", das helfen soll, Betrugsfälle frühzeitig zu erkennen.

Der Standart

Re: Düsseldorf: Online-Händler Zalando zeigt Flüchtlinge an

Verfasst: Di, 6. Okt. 2015, 20:53
von sweetdevil31
Flüchtlinge bestellten im grossen Stil - ohne zu zahlen
So einfach liess sich Zalando ausnehmen

962 Pakete im Wert von 181'188,75 Euro verschickte das deutsche Versandhaus Zalando. Bezahlt wurden die Rechungen nie. Zalando lieferte trotzdem weiter. Jetzt hat das Unternehmen 100 Flüchtlige angezeigt.

Kritiker werfen Zalando vor, lieber Umsatz zu bolzen statt Gewinn zu machen. Zumindest diese Episode dürfte ihnen recht geben: Das deutsche Versandhaus schickte 962 Pakete in ein deutsches Flüchtlingslager in Lebach im Westen Deutschlands, wie das deutsche Handelsblatt berichtet.

Über ein Jahr lang und immer gegen Rechnung. Diese wurden aber nie bezahlt. Die Schadenssumme beläuft sich auf 181'188,75 Euro. In den Paketen befanden sich «hochwertige Schuhe und Kleidung.» Jetzt hat Zalando gegen die Flüchtlinge Anzeige erstattet.

365 Bestellungen konnten die Ermittler bisher zuordnen. Sie wurden von rund 100 Personen getätigt. 59 von ihnen sind schon wieder in die Heimat zurückgekehrt, vornehmlich den Balkan. Das vermutet die Staatsanwaltschaft. 41 Verdächtige leben immer noch in Leberg, 39 von ihnen im Flüchtlingsheim.

335 Bestellungen konnten allerdings noch nicht zugeordnet werden. Vermutlich wurde mit Fantasienamen bestellt.

Blick

Re: Düsseldorf: Online-Händler Zalando zeigt Flüchtlinge an

Verfasst: Di, 6. Okt. 2015, 20:56
von sweetdevil31
sweetdevil31 hat geschrieben:962 Pakete im Wert von 181'188,75 Euro verschickte das deutsche Versandhaus Zalando
Zalando ist doch nicht wirklich davon ausgegangen das die Flüchtlinge ihre Bestellungen bezahlen..
Sie haben Ware in ein Flüchtlingslager geschickt..wo klar ist...das die Leute dort nicht ewig bleiben werden...
Das ist echt ein Kracher Y:Y

Re: Düsseldorf: Online-Händler Zalando zeigt Flüchtlinge an

Verfasst: Di, 6. Okt. 2015, 21:32
von Salva
Ob die das überhaupt sofort checken? Diese automatisierten Bestellsysteme müssen zunächst mal mit Daten gefüttert werden, denke ich mal, und ~ 180 € im Schnitt pro Bestellung... da schreit der Geldbeutel lauter als der Verstand!

Re: Düsseldorf: Online-Händler Zalando zeigt Flüchtlinge an

Verfasst: Di, 6. Okt. 2015, 23:08
von Finlule
Denke mal, das Zalando das nicht so schnell bemerkt hat. Ob noch mehr Pakete fehlen, wird sich noch zeigen.
Hoffe mal, dass das böse Erwachen nicht noch kommt und es viel mehr ist als bisher angenommen. Einmal herausgefunden wie's geht...öfter genutzt :roll: