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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

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sweetdevil31
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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 7. Jun. 2017, 18:52

SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

07.06.2017 17:13
Die 20-Jährige Michelle C. sitzt auf der Anklagebank, weil sie ihren Freund in den Selbstmord getrieben haben soll.
Sie ist das nette Mädchen von nebenan. Hat ein Strahlen im Gesicht.
Conrad Roy III war erst 18 Jahre alt, als er sich am 13. Juli 2014 das Leben nahm, mithilfe eines Generators, der die Abgase seines Autos in den Innenraum umleiteten. Dort saß der junge Mann und wartete auf seinen Tod.

Zu diesem Zeitpunkt war er erst seit einigen Monaten mit seiner Freundin Michelle zusammen, sie wäre sein wohl einziger Halt in einer sehr schweren Zeit gewesen. Roys Eltern hatten sich getrennt, in der Schule wurde er gemobbt, kämpfte mit Depressionen und Selbstmordgedanken.

Michelle kannte seine Probleme, helfen wollte sie ihrem Freund aber scheinbar nicht. Statt seinen Eltern Bescheid zu geben oder ihrem Freund professionelle Hilfe zu suchen, ermutigte sie Roy sogar, sich das Leben zu nehmen. Immer wieder schickte sie ihm SMS, die die Zweifel ihres Freundes, sich tatsächlich umzubringen, beseitigen sollten.

"Hör niemals auf zu lächeln und ja, tu es einfach. Du hast alles, was Du braucht. Nichts kann schiefgehen. Heute Nacht ist es so weit. Jetzt oder nie", schrieb sie ihm unter anderem, "Hab keine Angst. Du hast diese Entscheidung bereits getroffen und wenn Du es heute Nacht nicht tust, wirst Du immer darüber nachdenken für den Rest Deines Lebens und Dich schlecht fühlen."

Auch am Tag seines Todes plagten Roy noch Zweifel. Wie Boston Globe berichtet, soll er gegen 18.30 Uhr noch zweimal mit seiner Freundin telefoniert haben, über eine dreiviertel Stunde, in der Michelle ihn immer wieder befeuert haben soll, sich wirklich das Leben zu nehmen. 20 Minuten lang soll sie dabei zugehört haben, wie er schmerzerfüllt schrie und schließlich seinen letzten Atemzug tat.
(...)
Tag24
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sweetdevil31
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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 17. Jun. 2017, 08:06

Frau nach Aufforderung zum Suizid verurteilt

Weil sie ihren Freund dazu getrieben hat, sich das Leben zu nehmen, ist Michelle Carter schuldig gesprochen worden. Das Strafmass für die 20-jährige soll am 3. August bekanntgegeben werden. Ihr drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Bericht bei 20min
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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 18. Jun. 2017, 15:53

C. hat ganz klar die psychische Ausnahmesituation des Suizidenten ausgenutzt und offenbar alles dafür getan, dass er sich auch tatsächlich umbringt. Dass jemand keinen anderen Ausweg als Selbstmord sieht, kann ich noch einigermaßen nachvollziehen. Aber so ein Vorhaben mehr oder weniger aktiv zu unterstützen? :thinking:
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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 6. Aug. 2017, 05:57

Sie stachelte ihren Freund per SMS zum Suizid an

04.08.2017 08:52
Weil sie ihren Freund über Textnachrichten zum Suizid angestachelt hatte, ist eine junge Frau in den USA wegen fahrlässiger Tötung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach 15 Monaten soll sie Medienberichten zufolge auf Bewährung aus der Haft entlassen werden.
Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Gefängnis gefordert. Die 20-Jährige habe nicht erkennen lassen, dass sie Verantwortung für ihre Taten übernehme. Das Gericht untersagte ihr am Donnerstag (Ortszeit) jeglichen Kontakt zur Familie ihres verstorbenen Freundes.

Die Verteidigung hatte argumentiert, dass ihre Mandantin zum Tatzeitpunkt schwere gesundheitliche Probleme hatte und bei ihr eine Depression festgestellt wurde. Außerdem habe sie ihren Freund vorher von Suizidversuchen abgehalten.

Der 18-Jährige wurde im Juli 2014 tot in seinem Auto aufgefunden. Er starb an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Seine damals 17-jährige Freundin hatte ihn über Textnachrichten dazu ermutigt, seinen Suizid durchzuführen, obwohl Roy schrieb, dass er sich nicht umbringen wolle.
Tag24


Was für ein Urteil?! :rage:
Es muss für die Eltern des Opfers ein Schlag ins Gesicht gewesen sein...
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Jason Darkstone
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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

#5

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » So, 6. Aug. 2017, 10:34

sweetdevil31 hat geschrieben:Was für ein Urteil?! :rage:
Es muss für die Eltern des Opfers ein Schlag ins Gesicht gewesen sein...
Da fragt man sich schon. Solch ein psychopathisches Verhalten und dann ein solches Kuschelurteil.
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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

#6

Ungelesener Beitrag von z3001x » Mo, 7. Aug. 2017, 01:04

Der Freund hatte aber schon mehrere Selbstmordversuche hinter sich, und zwar über Jahre, und auch etliche Therapien hatten daran nichts geändert. Und Michelle Carter hat ihn ursprünglich von seinen Selbstmordwünschen abhalten wollen, und zwar energisch und aufopferungsvoll, aber ebenfalls erfolglos. Es scheint als habe er sie kontinuierlich damit behelligt und seinen Tod häufig angekündigt und sich aber dann doch nicht umgebracht. Und sie war wenn er nicht antwortete immer in größter Sorge.
Die verurteilte Michelle Carter hatte selbst psychische Probleme, Magersucht mit 8 Jahren, Selbstverletzungen mit Messern und war bekam deshalb ab 14 Jahren Psychopharmaka und war in ambulanter Behandlung. Sie war 17 Jahre alt zum Zeitpunkt des Suizids von Conrad Roy .
MMn hat der sie ständig in seine Problematik hineingezogen und ihr die Rolle der Retterin zugeschrieben und sie damit überfordert und in gewisser Weise auch psychisch misshandelt, weil diese Aufgabe zu groß ist für eine Jugendliche, zumal selbst mit einer nicht ganz banalen Problematik belastet.
Sie hatte sich sogar um einen neuen Therapieplatz für ihn bemüht, den er aber abgelehnt hat, weil er meinte, dass ihn niemand von seinen Todeswünschen abbringen könnte.
Dadurch dass sich bei ihm nichts besserte, hat sie ihn dann irgendwann aufgegeben, weil er ihre Hilfe nicht annahm und auch von niemand sonst, und seine Art zu leben, nämlich nur an Suizid zu denken und den Suizid zu planen, für sie kein Leben war. Bzw sie begann zu denken, dass weil er ja sowieso sterben will, und sich durch nichts davon abbringen lässt, es eine Hilfe für ihn sei, ihm beim Sterben zu helfen.
Sie hat ihn also ernst genommen.
Conrad Roy hat auch die Vorbereitungen sich mit Kohlenmonoxid zu töten, alle autonom umgesetzt, ohne Zutun von Michelle Carter. Er hat sich einen einsamen Parkplatz ausgesucht, den LKW seines Vaters genommen, und die Schläuche zum Umleiten des Abgas usw gekauft und montiert. Er hat also seinen Suizid geplant und durchgeführt, nicht sie.
Sie hat lediglich aufgegeben gehabt, ihm helfen zu wollen. MMn ist sie zu Unrecht verurteilt worden. Durch die Beziehung wurde ihr eine unlösbare Aufgabe aufgebürdet, einen hartnäckig Selbstmordwilligen von seinen Wünschen abzubringen. Aber sie war erst 17 zum Tatzeitpunkt und hat gesagt selbst eine schwierige Biografie.
Man sieht an dem Fall wie einfach sich es die Presse macht, und Michelle Carter als böse eiskalte Hexe darstellt, der es Lust macht ihren Freund in den Tod zu treiben. Tatsächlich hat sie ihm jahrelang davon abbringen wollen. Auch die Mutter des Toten meint, dass sie nicht denkt, dass Michelle sich bewusst war welche Wirkung ihre SMS haben würden.

https://en.wikipedia.org/wiki/Death_of_Conrad_Roy
http://www.fox25boston.com/news/i-heard ... /536320357
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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

#7

Ungelesener Beitrag von DiegoTristan » Mo, 7. Aug. 2017, 01:45

@z3001x


z3001x schrieb:
…Dadurch dass sich bei ihm nichts besserte, hat sie ihn dann irgendwann aufgegeben, weil er ihre Hilfe nicht annahm und auch von niemand sonst, und seine Art zu leben, nämlich nur an Suizid zu denken und den Suizid zu planen, für sie kein Leben war. Bzw sie begann zu denken, dass weil er ja sowieso sterben will, und sich durch nichts davon abbringen lässt, es eine Hilfe für ihn sei, ihm beim Sterben zu helfen. …
Es ist aber ein Unding, „jemandem beim Sterben zu helfen“. Also ist sie schuldig.

Und z3001x schrieb:
…Er hat also seinen Suizid geplant und durchgeführt, nicht sie.
Sie hat lediglich aufgegeben gehabt, ihm helfen zu wollen. MMn ist sie zu Unrecht verurteilt worden. Durch die Beziehung wurde ihr eine unlösbare Aufgabe aufgebürdet, einen hartnäckig Selbstmordwilligen von seinen Wünschen abzubringen. …
Sie ist schuldig, weil sie ihn in den Selbstmord gedrängt hat, das ist doch klar. Ich tue mich nur schwer damit zu beurteilen, wie hart sie dafür bestraft werden muß, aber klar ist für mich, daß sie schuldig ist. Ansonsten finde ich deinen Beitrag gut, @z3001x. Was du ansprichst, muß natürlich alles mitbedacht werden bei der Be- und Verurteilung von Michelle Carter.


z3001x schrieb:
…Auch die Mutter des Toten meint, dass sie nicht denkt, dass Michelle sich bewusst war welche Wirkung ihre SMS haben würden. …
Das soll mal einer glauben... .
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#8

Ungelesener Beitrag von z3001x » Mo, 7. Aug. 2017, 10:40

@DiegoTristan
Sie hat ihn aber nicht in den Selbstmord gedrängt. Er hat sich selbst für Selbstmord entschieden. Er hat hat das Thema aufgebracht, nicht sie. Er hatte seit 3 Jahren offenbar an nichts anderes gedacht. Er hat alle Vorbereitungen dafür getroffen und es selbst angekündigt, wie schon x-Male zuvor.
Wenn sie ihn in den Selbstmord gedrängt hätte, wie es von der Presse fälschlich dargestellt wird - um eine billige miese Sensationsstory zu basteln - dann hätte er selbst ja gar keine Selbstmordabsichten gehabt. Und sie hätte ihm das eingeredet, und würde über extreme manipulative Gaben verfügen. Tatsächlich hatte sie aber nur nach 3 Jahren aufgegeben, es ihm auszureden, und ist, auch wenn es zynisch klingt seinem Wunsch nachgekommen - nämlich zu sterben. Man muss sich die Situation einfach mal vorstellen, dass man drei Jahre lang von jemand damit behelligt wird, dass er sich umbringen will. Das ist ein Zumutung. Jemand, der selbst depressiv ist, kann das reinziehen. Tatsächlich hat Conrad Roy ihr eingeredet, sie seien wie Romeo und Julia - die sich ja beide umbrachten. Damit hat er ihr den Todeswunsch eingeredet und nicht sie ihm. Das ist ziemlich mies, jemand Labiles in die eigene Suizidalität hineinzuziehen.
Wie gesagt hatte er mindestens die 3 Jahren zuvor immer Selbstmordgedanken und auch Selbstmordversuche unternommen. Da hat ihm Michelle Carter - mit ihren 15 Jahren damals (!) - immer versucht zu helfen. Das war aber aussichtslos.
Du solltest Dir die ganzen SMS-Verkehr des Tages durchlesen. Und die ganze Geschichte dieser reinen 3-jährigen Fernbeziehung vergegenwärtigen.
Sie hat auch am Tag des Selbstmords die ganze Zeit Panik gehabt, dass er sich was antun könnte, ebenso seine Mutter, sie haben ständig telefoniert und gesmst, weil Conrad mal wieder seinen Tod angekündigt hat und nicht zu erreichen war. Der hat schon Psychoterror ausgeübt. Mit seinem ständigen Sich-Umbringen-Wollen hat er ein ziemlich perfide Methode gefunden, maximale emotionale Aufmerksamkeit von seiner Umgebung zu erpressen.

Dazu kommt, dass sie Psychopharmaka einnehmen musste und dass die Medikamente umgestellt worden war (von Prozac auf Celexa), außerdem ein weiteres Medikament. Die Umstellung hat Auswirkung auf Denken & Fühlen einer Person. Ein Gutachter ging davon aus, dass ihr Denken zum Zeitpunkt des SMS-Austauschs vor dem Suizid, nicht ganz klar gewesen sein könnte, aufgrund der Medikationsumstellung.
Das Celexa hat die Nebenwirkung, suizidales Denken bei Unter-24-Jährigen zu verstärken. Conrad Roy nahm auch dieses Suizidabischten-verstärkende Medikament.
Ziemlich seltsam, dass jemand mit einer längeren Geschichte von missglückten oder abgebrochenen Selbstmordversuchen so ein Medikament bekommt.
Da wär es sinnvoller die verschreibenden Ärzte auf die Anklagebank zu bringen und nicht eine co-abhängige Minderjährige, die eine Aufgabe aufgebürdet wurde, die sie nicht lösen konnte und von der sie sich offenbar gesunderweise befreien wollte.

Conrad Roy sagte aus, dass er häufig von seinem Vater geschlagen wurde und von seinem Großvater und Onkel oft verbal beleidigt und verletzt - suizidal wurde er nach der Scheidung seiner Eltern. 3 Jahre vorher. Das sind die Gründe für seinen Freitod. Seit 2011 beschäftigte er sich wie besessen mit Suizid.
Michelle Carter ist einfach nur ein Teen, den er als Volljähriger mit hineingezogen hat. Irgendwann hat sie eben die Reißleine gezogen. Aber wie gesagt den Entschluss sich zu töten, hat er selbst gefasst. Sie hat ihm nicht eingeredet, sie hat nur aufgehört es ihm ständig auszureden und von einem Heilungsunwilligen als Therapeutin missbraucht zu werden.
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Taunton/Massachusetts: SMS befeuerten Selbstmord! Trieb sie ihren Freund in den Tod?

#9

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mo, 7. Aug. 2017, 12:20

Also, wenn das wirklich so ist, dann erscheint das für mich schon auch in einem anderen Licht und ich habe vielleicht zu schnell geurteilt...
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#10

Ungelesener Beitrag von DiegoTristan » Mi, 9. Aug. 2017, 02:59

@z3001x

Für dich ist, wie mir scheint, Michelle komplett unschuldig, hat sich also nicht das Geringste vorzuwerfen. Wenn du das so sehen solltest, würde ich das sehr komisch finden.

z3001x schrieb:
Wenn sie ihn in den Selbstmord gedrängt hätte, wie es von der Presse fälschlich dargestellt wird - um eine billige miese Sensationsstory zu basteln - dann hätte er selbst ja gar keine Selbstmordabsichten gehabt. Und sie hätte ihm das eingeredet, und würde über extreme manipulative Gaben verfügen.
Du bastelst es dir ein wenig zurecht...
Je größer der Wunsch eines Menschen sich umzubringen, umso weniger manipulative Gaben sind vonnöten und umso mehr Vorsicht ist im Umgang mit einem solchen Menschen geboten. Der SMS-Verkehr spricht Bände bzw. zeigt klar, daß sie ihn zum Selbstmord gedrängt hat. Wäre das ein Fußballspiel, würde ich dich fragen, ob du ein anderes Spiel gesehen hast.

z3001x schrieb:
Tatsächlich hatte sie aber nur nach 3 Jahren aufgegeben, es ihm auszureden, und ist, auch wenn es zynisch klingt seinem Wunsch nachgekommen - nämlich zu sterben.

Findest du an ihrem Verhalten nichts auszusetzten, weil du an Selbstmord an sich nichts auszusetzten hast? Und weil du meinst, es sei sowieso nichts mehr zu machen gewesen? Dem SMS-Verkehr nach zu urteilen hätte man, wenn man vernünftig auf ihn eingewirkt hätte, den Suizid verhindern können, jedoch tat Michelle das Gegenteil. Mensch, der Kerl war doch sowas von unentschlossen gewesen!

z3001 schrieb:
Man muss sich die Situation einfach mal vorstellen, dass man drei Jahre lang von jemand damit behelligt wird, dass er sich umbringen will. Das ist ein Zumutung. Jemand, der selbst depressiv ist, kann das reinziehen. Tatsächlich hat Conrad Roy ihr eingeredet, sie seien wie Romeo und Julia - die sich ja beide umbrachten. Damit hat er ihr den Todeswunsch eingeredet und nicht sie ihm. Das ist ziemlich mies, jemand Labiles in die eigene Suizidalität hineinzuziehen.
Aber das ist doch was ganz anderes. Du kannst doch nicht von „wir beide sind wie Romeo und Julia“ auf „wir müssen uns gefälligst beide umbringen“ schließen.

z3001x schrieb:
Sie hat auch am Tag des Selbstmords die ganze Zeit Panik gehabt, dass er sich was antun könnte, ebenso seine Mutter, sie haben ständig telefoniert und gesmst, weil Conrad mal wieder seinen Tod angekündigt hat und nicht zu erreichen war. Der hat schon Psychoterror ausgeübt. Mit seinem ständigen Sich-Umbringen-Wollen hat er ein ziemlich perfide Methode gefunden, maximale emotionale Aufmerksamkeit von seiner Umgebung zu erpressen.
Roys Verhalten will ich ja gar nicht schönreden, nur rechtfertigt das eine nicht das andere. Und wie ich es im Kopf habe, forderte Michelle Roy doch dazu auf, niemandem etwas von dem Selbstmord, zu welchem sie ihn gleichzeitig ermutigte, zu sagen.

z3001x schrieb:
Da wär es sinnvoller die verschreibenden Ärzte auf die Anklagebank zu bringen und nicht eine co-abhängige Minderjährige, die eine Aufgabe aufgebürdet wurde, die sie nicht lösen konnte...
Womöglich haben sowohl die Ärzte Schuld als auch Michelle (und selbstverständlich Roy, er ist der Hauptschuldige, das ist sowieso klar, er ist ein Mörder).

und z3001x schrieb weiter:
...und von der sie sich offenbar gesunderweise befreien wollte.
Ja, und auf welche Weise sie das wollte, macht der SMS-Verkehr sehr schön deutlich.

z3001x schrieb:
Aber wie gesagt den Entschluss sich zu töten, hat er selbst gefasst. Sie hat ihm nicht eingeredet, sie hat nur aufgehört es ihm ständig auszureden
Der SMS-Verkehr widerlegt das klar.


Etwas aus weiter oben geposteten Artikeln (wenn das alles gelogen ist, kann ich natürlich nichts dafür):
«Ich dachte, du wolltest es tun. Jetzt ist die Zeit dafür, und du bist bereit. Du musst es nur machen.» Dutzende solcher SMS schrieb eine 17-Jährige ihrem damaligen Freund. Er machte ernst und nahm sich das Leben. ….......................................................................................................................................
………… Wie das Gericht während des Prozesses erfuhr, schrieben sich Carter und ihr Freund Hunderte SMS. Carter drängte mit ihren Botschaften den jungen Mann dazu, seine Suizidpläne in die Tat umzusetzen, diese vor seinen Eltern geheim zu halten, seine Mutter anzulügen und einen abgeschiedenen Parkplatz auszuwählen……………………………………………………………………………………….
……….."Hör niemals auf zu lächeln und ja, tu es einfach. Du hast alles, was Du braucht. Nichts kann schiefgehen. Heute Nacht ist es so weit. Jetzt oder nie", schrieb sie ihm unter anderem, "Hab keine Angst. Du hast diese Entscheidung bereits getroffen und wenn Du es heute Nacht nicht tust, wirst Du immer darüber nachdenken für den Rest Deines Lebens und Dich schlecht fühlen."………………………..
Auch am Tag seines Todes plagten Roy noch Zweifel. Wie Boston Globe berichtet, soll er gegen 18.30 Uhr noch zweimal mit seiner Freundin telefoniert haben, über eine dreiviertel Stunde, in der Michelle ihn immer wieder befeuert haben soll, sich wirklich das Leben zu nehmen. 20 Minuten lang soll sie dabei zugehört haben, wie er schmerzerfüllt schrie und schließlich seinen letzten Atemzug tat.
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