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USA: 700 000 Vergewaltigungen pro Jahr! In Gefängnissen

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Salva
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USA: 700 000 Vergewaltigungen pro Jahr! In Gefängnissen

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 15. Aug. 2015, 11:04

Im Knast vergewaltigt: Die Opfer sind chancenlos
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Eine Frau hinter Gittern (Symbolfoto): Sexueller Missbrauch von Insassinnen amerikanischer Gefängnisse ist in den USA ein wenig beachtetes Thema. Foto: Getty Images

LaDona Poore kam mit 17 Jahren ins Kreisgefängnis von Tulsa (US-Bundesstaat Oklahoma). Als jugendliche Straftäterin wurde sie von den übrigen Häftlingen getrennt. Sie hatte keine Zellengenossin, in ihrem Abschnitt gab es häufig nur einen einzigen Strafvollzugsbeamten. So konnte der Gefängniswärter sich unbemerkt in ihre Zelle schleichen. Zuerst hat der Wärter sie nur begrapscht, sagte die Junge Frau. Aber bald verlangte er oralen und dann harten Sex. Wenn sie was sagen würde, wäre sie „dran“.

Diese Anschuldigungen entstammen einem Prozess, den Poore gegen den Sheriff von Tulsa anstrengt, als Teil einer ganzen Klagewelle gegen Gefängniswärter wegen sexuellen Missbrauchs. (Der Sheriff, der sich auf unsere Anfrage hin nicht äußerte, sagte vor Gericht aus, seine Richtlinien seien daraufhin angelegt, die Häftlinge zu schützen, und dass die Gesamtzahl sexueller Übergriffe in der Anstalt gering sei.) Es gibt keine genauen Zahlen, aber Rechtsanwälte wie Haftanstalten geben an, solche Verfahren kämen im ganzen Land auf, von Oregon bis New Jersey.

Das vielleicht bekannteste begann im Mai, als zwei Frauen angaben, wiederholt von einem Vollzugsbeamten auf Ryker’s Island vergewaltigt worden zu sein, und den Beamten verklagten – was die Stadt New York auffallend gleichgültig aufnahm. Es bleibt abzuwarten, ob die Prozesswelle Strafen nach sich zieht oder gar dauerhafte Besserung bewirkt.

Vergewaltigung in Haft – das Problem ist so alt wie der Knast selbst.

Gerade kürzlich kam das Thema in die Medien, als Präsident Obama sich dagegen einsetzte. Neu an dieser Klagewelle ist, dass sie von einer weithin vergessenen Klientel ausgeht: von Menschen in städtischen oder Kreisgefängnissen. In Sachen sexuelle Übergriffe fallen Jahr für Jahr 700 000 Menschen einem blinden Fleck im Gesetz zum Opfer. Vor mehr als zehn Jahren verabschiedete der Kongress den Prison Rape Elimination Act (Gesetz zur Beseitigung von Vergewaltigung im Gefängnis, PREA), und 2012 veröffentlichte das Justizministerium Richtlinien, nach denen Gefängnisse von Bundesgeldern ausgeschlossen werden, wenn sie das Gesetz nicht umsetzen.

Einen Vorbehalt gibt es allerdings – besser gesagt ein klaffendes Loch: Kreis- und städtische Gefängnisse erhalten gar keine Bundesmittel, der finanzielle Anreiz fehlt also. „Die haben nicht viel zu fürchten“, sagt Brenda Smith, Leiter eines Projekts zu Vergewaltigung im Gefängnis an der juristischen Fakultät der American University Washington.

Quelle: Bild.de
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