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Schildberg: Sechs Tote bei mutmaßlichem Familiendrama in Österreich

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Schildberg: Sechs Tote bei mutmaßlichem Familiendrama in Österreich

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 3. Dez. 2016, 16:09

02. Dezember 2016 | In einem Einfamilienhaus in Schildberg in Niederösterreich hat die Polizei drei Erwachsene und drei Kinder tot aufgefunden. Die Ermittler vermuten, dass eine 35-jährige Frau ihre Mutter, ihren Bruder sowie ihre drei Kinder erschossen und anschl. Selbstmord begang hat.
Bild nicht mehr vorhandenPolizei vor dem ehemaligen Gasthof "Auerhahn" in Schildberg bei St. Pölten. Hier soll sich ein Familiendrama, dem sechs Menschen zum Opfer fielen, ereignet haben. Foto: Christian Bruna/DPA/Stern
Zu Motiven und Hintergründen der Tat äußerte sich die Ermittlungsbehörde zunächst nicht. Österreichische Medien berichteten, die Mutter habe die Tat womöglich geplant. In der vergangenen Woche hatte die 35-Jährige demnach ihre Kinder vom Unterricht entschuldigt.

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Re: Schildberg: Sechs Tote bei mutmaßlichem Familiendrama in Österreich

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 3. Dez. 2016, 17:20

Martina R. hatte ihre drei Kinder Michelle, Fabian und Sebastian am Montag vergangener Woche für einige Tage entschuldigt - mit der Begründung, dass die Großmutter verstorben sei. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten bestätigte, dass die Faustfeuerwaffe Walter 765 auf die 59- jährige Großmutter Mathilde registriert gewesen war. Die Ermittler gehen daher von einem geplanten erweiterten Suizid aus, dem auch der Bruder Peter und sogar der Hund der Familie zum Opfer gefallen sind.
Das getötete Mädchen besuchte die erste, ihre beiden Brüder besuchten die dritte bzw. vierte Klasse, so die Direktorin des VS Silvia Riedler. Die Kinder waren laut Riedler "gut integriert", es habe sich um eine "ganz normale Familie" gehandelt. Auch habe ein "guter Kontakt zwischen der Mutter und den Lehrerinnen geherrscht", so Riedler. "Die Kinder waren sehr behütet."
[...]
Leichen von Kindern und Erwachsenen in ehemaligem Gasthof

"Wir trauern um die Familie", sagte Bürgermeister Johann Hell. Die sechs Personen wohnten seit April 2015 im Ortsteil Schildberg. Am Donnerstag hielt die Polizei Nachschau in dem Haus, das die Familie gekauft hatte, und entdeckte die Familientragödie: In dem ehemaligen Gasthof lagen die Leichen von drei Erwachsenen und drei Kindern. Auch der Hund war erschossen worden. Alle Leichen wiesen laut Ermittlern mehrere Schusswunden auf.

Die Frage nach dem Warum

Kinder durften nicht mit Nachbarskindern spielen

Nachbarn beschreiben die 35- Jährige Mutter als Eigenbrötlerin. Niemand hatte engeren Kontakt zu ihr. Die Familie war erst vor zwei Jahren zugezogen, besonders Martina R. schottete sich von den Anrainern völlig ab. Die dreifache Mutter holte ihre Tochter, die siebenjährige Michelle, und die Buben Fabian (9) und Sebastian (10) immer gleich direkt vom Schulbus ab, verbot selbst den Mädchen und Buben aus der Nachbarschaft das Spielen mit ihren Kindern. Auch zu Mutter Mathilde und Bruder Peter hatte kaum jemand Kontakt.
[...]
Nachbarn: "Geld war knapp, Kinder hatten Probleme in der Schule"

Hinter der brüchigen Fassade der Außenseiter- Familie dürfte sich das Drama langsam angekündigt haben. Eine Drogenvorgeschichte der getrennt vom Familienvater lebenden 35- Jährigen wird erzählt, das Geld sei immer knapp gewesen. Zudem hätten die Kinder psychische und schulische Probleme gehabt. Die Geschwister wären im Ambulatorium Sonnenschein, einem Sozialpädiatrischen Zentrum in St. Pölten, angemeldet gewesen - hatten die Therapie aber nie besucht.

Die Ermittlungen im Umfeld laufen auf Hochdruck. "Abschiedsbrief wurde bis jetzt keiner gefunden, eine Obduktion ist angeordnet", sagte Staatsanwältin Michaela Schnell noch am Donnerstag der "Krone".

Für Gerichtspsychiater Reinhard Haller ist klar: Die Frau hat "aus Liebe" getötet. "Nicht aus Rache, wie bei Männern, die im Zuge einer Trennung ihre Familie auslöschen." Die 35- Jährige könnte unter Wahnvorstellungen gelitten haben. "Zu 90 Prozent" stünden schwere Depressionen dahinter.
Krone.at
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Re: Schildberg: Sechs Tote bei mutmaßlichem Familiendrama in Österreich

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 3. Dez. 2016, 17:24

Auf der einen Seite "gut integriert, eine ganz normale Familie und guter Kontakt zwischen der Mutter und den Lehrerinnen", auf der anderen "Außenseiter mit Geldsorgen, psychologischer und schulischer Probleme... widersprüchlicher geht's kaum noch. Aber so ist es oft.
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