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Zwölf Opfer von Menschenhandel in Österreich befreit

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Jason Darkstone
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Zwölf Opfer von Menschenhandel in Österreich befreit

#1

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mo, 24. Jul. 2017, 13:52

Hausdurchsuchungen im Rotlicht-Milieu, Europaweite Aktion führte zu 107 Festnahmen, fünf davon hierzulande – Frauen "extrem eingeschüchtert"

Wien – Bei einer europaweiten Aktion gegen Menschenhandel sind 107 Personen festgenommen worden, fünf davon in Österreich. Zwölf Frauen wurden hierzulande befreit, die gegen ihren Willen in erster Linie im Rotlichtmilieu arbeiteten. In 22 Ländern wurden 910 potenzielle Opfer von Menschenhändlern identifiziert, gaben die Ermittler bekannt.

Österreichweit waren 123 Beamte im Einsatz, berichtete das Bundeskriminalamt am Montag. Vom 26. bis 30. Juni wurden in Österreich 172 Örtlichkeiten, hauptsächlich in der Rotlichtszene, 597 Prostituierte und 171 Personen aus dem "Milieu" kontrolliert. In anderen Ländern lief die Aktion bis 2. Juli. Europaweit wurden dabei laut Europol 126.927 Personen, 6.363 Fahrzeuge und 4.245 Räumlichkeiten überprüft.

Frauen "extrem eingeschüchtert"

"Die in Österreich befreiten Opfer stammen aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Nigeria", sagte Kriminalamtssprecher Vincenz Kriegs-Au. Laut Oberst Gerald Tatzgern sind die Frauen zwischen 18 und 40 Jahre alt. "Sie waren zwar nicht eingesperrt, aber extrem eingeschüchtert und den Ausbeutern hörig", so Tatzgern. "Ihr Lebensraum war sehr eingeengt, teilweise kannten sie nicht einmal den Supermarkt um die Ecke."

Neben den fünf in Österreich festgenommenen Bulgaren und Türken wurden auch 74 Personen angezeigt. Durchsucht wurden 82 Bordelle, vier Hotels, 26 Wohnungen beziehungsweise Prostituierten-Unterkünfte, vier Tabledance-Lokale und eine Escortagentur. Kontrollen gab es auch auf dem Straßenstrich. Die Zahl der Opfer könnte sich noch erhöhen, zusätzliche Ermittlungen müssen klären, ob weitere Personen unfreiwillig ihrer Betätigung nachgingen.

An der Schwerpunktaktion nahmen 22 Mitgliedstaaten der European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats teil. In Österreich koordinierten Kriminalisten des Joint Operational Office des Bundeskriminalamts die Maßnahmen. Zusätzlich unterstützten die Ermittlungen in Kärnten zwei Kolleginnen aus Rumänien, jene in Wien zwei ungarische Beamte. In Tirol und Vorarlberg nahmen auch Mitarbeiter des Finanzministeriums an den Kontrollen teil.

Ausbeutung im Vordergrund

Anders als bei der Schlepperei steht beim Menschenhandel die Ausbeutung im Vordergrund. Dazu gehören neben der sexuellen Ausbeutung wie im aktuellen Fall auch die Ausbeutung der Arbeitskraft und Organentnahme, aber auch Ausbeutung zur Bettelei und zur Begehung von Straftaten. Menschenhandel ist eine besonders schwerwiegende Verletzung der Menschenwürde.

Laut Schätzungen internationaler Organisationen gibt es weltweit 30 Millionen versklavte Menschen. Opfer sind meist die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, vor allem Frauen und Kinder. Die Täter nutzen dabei die Armut oder Arbeitslosigkeit ihrer Opfer aus: Sie versprechen eine gut bezahlte Arbeit im Ausland und machen falsche Angaben über die Arbeitsbedingungen. Die Opfer stehen meist unter starkem Druck, entweder durch direkte Gewalt oder durch Drohungen gegen ihre Familie, oder sie haben Schulden bei ihren Schleppern und Ausbeutern.
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Schön, dass mal ein wenig herumgewühlt wird. Ich fürchte halt, dass das nur ein Tropfen auf dem heissen Stein ist und die Dunkelziffer der Menschen, die zur Prostitution gezwungen werden, vermutlich erschreckend hoch sein wird :( Aber neben systematischer Ermittlungsarbeit würde das wohl nur eingedämmt werden, wenn die "Kunden" endlich verstehen würden, dass Frauen, Kinder und Männer keine Objekte sind.
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Zwölf Opfer von Menschenhandel in Österreich befreit

#2

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mo, 24. Jul. 2017, 19:15

@Jason Darkstone
wenn die "Kunden" endlich verstehen würden, dass Frauen, Kinder und Männer keine Objekte sind
Ich glaube die wenigsten Männer denken überhaupt darüber nach wen sie vor sich haben, wenn sie ihren druck loswerden wollen. Sie suchen eine Prostituierte auf und bezahlen ordnungsgemäss und verweilen eben auch nur so lange wie nötig dort.

Im Grunde ist es ja gut dass es soetwas gibt, denn nicht jeder Mann ist überhaupt bereit dafür zu bezahlen damit ihm einer abgeht..sozusagen.
Letztere sollte man im Vesier haben, denn sie sind es doch die ihre Macht anderweitig geltend machen..

Ich finde die Zahlen des Erfolges schon sehr hoch und sie lassen vermuten, es wurde wirklich gut zusammengearbeitet und dass es auch keine eintagsfliege gewesen ist..da wird noch mehr kommen..da hast Du wohl Recht mit.
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Jason Darkstone
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#3

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mo, 24. Jul. 2017, 22:08

Lastlove hat geschrieben:Im Grunde ist es ja gut dass es soetwas gibt, denn nicht jeder Mann ist überhaupt bereit dafür zu bezahlen damit ihm einer abgeht..sozusagen.
Letztere sollte man im Vesier haben, denn sie sind es doch die ihre Macht anderweitig geltend machen..
Aber eine Frau, oder ein Mädchen, welches zur Prostitution gezwungen wird ist ja genauso ein Opfer, wie ein Vergewaltigungsopfer. Also nicht besser und somit nicht gut, dass es die halt gibt und die halt herhalten müssen.
Zudem bezweifle ich, dass durch Prostitution Vergewaltigungen verhindert werden. Die Motivationen und Gelegenheiten, denen Vergewaltigungen zugrundeliegen sind so unterschiedlich. Aber in kaum einem Fall wird ein Täter sich denken, halt, die vergewaltige ich jetzzt nicht, ich kann ja schnell zu einer Prostituierten laufen.

Zudem finde ich das Männerbild schrecklich, was in solch einem Model eigentlich ausgedrückt wird. So als wären wir Männer Tiere, denen quasi nichts anderes übrig bleibt, als jederzeit unseren Trieb ausleben zu müssen :(
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Zwölf Opfer von Menschenhandel in Österreich befreit

#4

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 25. Jul. 2017, 07:54

Ich seh das ja auch so wie du und ich schätze Männer ja auch die sich lieber einen über den Daumen laufen lassen alswie zu Prostituierten zu gehen..aber wie schon gesagt ich finde es normal für Männer und gut dass es diesen Beruf gibt, läuft es gesittet und ordnungsgemäss ab.

Grundsätzlich müssen wir hier eben unterscheiden..geht es um Triebbefriedigung oder eben um die erfüllung des Bedürfnisses nach Macht. Und da gebe ich Dir somit auch recht..in diesen Fällen wird auch die Berufssparte der Prostituierten keinen Schaden mindern..

Hoffen wir mal..in dieser Szene wird der Handel mit Menschen nach und nach ausgetrocknet..da ist natürlich auch die Hilfe von den Prostituierten selber und deren Zuhälter gefragt um diese Pest auszumerzen..Kinder und Frauen die diesen Beruf nicht freiwillig gewählt hätten haben da ja nichts zu suchen.
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