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14-Jährige in Wien-Favoriten mit mehreren Messerstichen getötet

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Jason Darkstone
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14-Jährige in Wien-Favoriten mit mehreren Messerstichen getötet

#1

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mo, 18. Sep. 2017, 18:05

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Bruder stellte sich auf Polizeiinspektion und soll Geständnis abgelegt haben

Wien – Eine 14-Jährige ist Montagfrüh im Innenhof einer Wohnhausanlage in Wien-Favoriten getötet worden. Dem afghanischen Mädchen wurden laut Polizei mehrere Stiche mit einem Messer zugefügt. Der Bruder des Opfers, ein 18-Jähriger, stellte sich wenig später. Er soll laut Polizei ein Geständnis abgelegt haben.

Der Tatort befindet sich in der Puchsbaumgasse nahe dem Reumannplatz. Nach ersten Ermittlungen wurde angenommen, dass der Tatverdächtige seine Schwester zuvor auf der Straße "abgepasst" haben dürfte. Die 14-Jährige habe sich offenbar vor ihrem Bruder in den begrünten Innenhof geflüchtet, sagte Polizeisprecher Harald Sörös.

Am Tatort gestorben

Anrainer hörten dann laute Schreie aus dem Hof und riefen gegen 8 Uhr die Polizei. Beamte des Stadtpolizeikommandos Favoriten und der Berufsrettung Wien bemühten sich um das Leben der Schwerverletzten, sie starb aber noch am Tatort.

Der Beschuldigte war laut dem Sprecher nach der Tat geflüchtet. Er stellte sich aber rund eine halbe Stunde später auf einer Polizeiinspektion. Dort soll er die Tötung seiner Schwester gestanden haben.

Spurensicherung läuft

Bei der Berufsrettung ging der Notruf laut einer Sprecherin um 8.06 Uhr ein. Beim Eintreffen der Helfer war das Opfer trotz Sofortmaßnahmen nicht mehr zu retten. Der Blutverlust angesichts der zahlreichen Verletzungen an Hals, Brust und Bauch sei zu stark gewesen. Die Ersthelfer gingen von etwa 13 Messerstichen aus.

"Die Hintergründe der Tat sind zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar", betonte der Polizeisprecher. Es gebe umfangreiche Ermittlungen. Die Spurensicherung war noch im Laufen, die Einvernahme des 18-Jährigen dürfte wohl zumindest Stunden dauern.

Im Krisenzentrum gewohnt

Die 14-jährige Afghanin hatte zuletzt in einem Krisenzentrum des Jugendamts gewohnt. Sie sei vergangene Woche von zuhause ausgezogen, weil sie sich zu sehr eingeengt und "unter Druck" gefühlt habe, sagte eine Sprecherin der MA11 auf APA-Anfrage.

Das Mädchen habe selbst um Aufnahme in einem Krisenzentrum ersucht. Dabei sei es um "nicht fortgehen" und "nicht mit Freundinnen treffen" dürfen gegangen, schilderte Petra Mandl der APA. Sie habe sich "in der Wohnung eingesperrt" gefühlt und offenbar immer wieder eine ältere Schwester "als Aufpasserin" zur Seite gestellt bekommen.

Die Eltern hätten sich mit der Unterbringung einverstanden erklärt und sich kooperativ gezeigt, sagte die Sprecherin. "Die Mutter hat sogar Gewand vorbeigebracht.

Jugendamt hatte keinen Kontakt zum Bruder

Nie habe die 14-Jährige angesprochen, dass sie Angst vor ihrer Familie habe oder sich körperlich bedroht fühle. Daher habe augenscheinlich nichts dagegen gesprochen, dass sie alleine in die Schule geht. Mit dem tatverdächtigen Bruder, der wohl im Familienverband gelebt hat, habe das Jugendamt keinen Kontakt gehabt. "Die Attacke war für uns nicht vorhersehbar und kam völlig überraschend", betonte Mandl.

Montagfrüh war die 14-Jährige daher allein in die Schule aufgebrochen. Der 18-Jährige soll ihr auf dem Weg aufgelauert und sie in einen Innenhof in der Puchsbaumgasse verfolgt haben. Das Mädchen verblutete dort an zahlreichen Messerstichen. "Hätte man gewusst, dass eine Gefahr besteht, hätten man sie nicht alleine gehen lassen", versicherte die Sprecherin.

Die 14-Jährige hatte schon im vergangenen Sommer Kontakt zum Jugendamt aufgenommen und war auch damals zwischenzeitlich ins Krisenzentrum gezogen, dann aber wieder in die Familie zurückgekehrt. "Zuletzt dürfte der Druck aber wieder stärker geworden sein", sagte Mandl.
Der Standard

Irgendwie doppelt tragisch, weil das Mädchen ja im Krisenzentrum untergebracht war. Aber anscheinend war Niemanden, auch dem Mädchen keine Gefahr bewusst. Was für ein sinnloser Tod...
Wenn es ein Ehrenmord war, dann stellt sich wirklich die Frage, was für einen Ehrbegriff ein 18-Jähriger hat, dass er seine kleine Schwester so grausam ermordet. Aber bei so vielen Messerstichen spricht das doch auch irgendwie für eine sehr hasserfüllte Tat, denke ich mir.
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14-Jährige in Wien-Favoriten mit mehreren Messerstichen getötet

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 18. Sep. 2017, 23:31

Jason Darkstone hat geschrieben:Wenn es ein Ehrenmord war, dann stellt sich wirklich die Frage, was für einen Ehrbegriff ein 18-Jähriger hat, dass er seine kleine Schwester so grausam ermordet.
Das war auch mein erster Gedanke. Wenn das Mädchen tatsächlich das Einverständnis ihrer Eltern hatte, dann verstehe ich den Alleingang des Bruders nicht. Ohne Aufforderung "von oben", werden die in der Regel nicht zu Mördern.
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#3

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Di, 19. Sep. 2017, 11:27

@Salva
Eben...
Naja, vielleicht steckt da was ganz anderes, nicht "klasisches" dahinter.
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#4

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mi, 20. Sep. 2017, 19:16

14-Jährige in Wien getötet: Bruder hatte "irrsinnige Wut"

Weil jüngere Schwester partout nicht nach Hause zurückkehren wollte und ihm einen Stoß versetzt haben soll

Wien – Der 18-jährige Afghane, der am Montag in Wien-Favoriten seine 14 Jahre alte Schwester erstochen haben soll, befindet sich mittlerweile in der Justizanstalt Josefstadt. Dort hat ihn seine Verteidigerin Astrid Wagner am Mittwoch besucht. Bei einem längeren Gespräch versicherte ihr der Mordverdächtige erneut, die Tat nicht geplant zu haben.

"Er sagt, er hat eine irrsinnige Wut bekommen, als sie ihn plötzlich weggestoßen hat", berichtete Wagner. Da habe er zu einem Messer gegriffen und zugestochen: "Er weiß nicht, wie oft." Die Waffe habe er zum Selbstschutz bei sich getragen, nachdem er wiederholt in Auseinandersetzungen mit jungen Tschetschenen verwickelt worden sei.

Familie behielt traditionelle Lebensweise bei


Der 18-Jährige war bei seinen Eltern gemeldet, die vor mehr als zehn Jahren nach Österreich geflüchtet waren. Diese zogen hier insgesamt sechs Kinder auf, zwei weitere sollen sich noch in Pakistan befinden. Die Familie war sehr ihren afghanischen Wurzeln verhaftet und soll ihre traditionelle Lebensweise beibehalten haben. Die Mädchen trugen Kopftuch, die Deutschkenntnisse der Eltern sollen gering sein.

Auf Glaubensregeln des Korans geachtet

Die 14-Jährige dürfte sich im Familienkreis, in dem sehr auf die Glaubensregeln des Korans geachtet wurde, eingeengt gefühlt haben. Sie ging freiwillig ins Krisenzentrum der Stadt Wien. Gerüchte, dass sie außerdem vom Vater geschlagen wurde, ließen sich durch APA-Recherchen nicht bestätigen. Im Krisenzentrum machte das Mädchen dazu keine Angaben. "Ich höre davon das erste Mal", sagte ein Polizeisprecher der APA.

Der 18-Jährige behauptet, seine jüngere Schwester zufällig getroffen zu haben. Er geht keiner Beschäftigung nach, lebt vom AMS und soll zuletzt immer wieder tageweise bei Freunden und Bekannten, teilweise auch außerhalb Wiens, gelebt haben. Er will die Schwester Montagfrüh unerwartet gesehen, ihr nachgerufen und sie in ein Gespräch verwickelt haben.

Verteidigerin beklagt bösartige Mails

"Sie hat freiwillig mit ihm zehn bis 20 Minuten geredet", sagte Verteidigerin Wagner. Der Bruder soll sie dabei mehrmals gebeten haben, nach Hause zurückzukehren, "weil die Eltern so viel wegen ihr weinen". Das Mädchen sei dazu nicht bereit gewesen und habe das auch deutlich gemacht. Nach Angaben des 18-Jährigen versetzte sie ihm schließlich einen Stoß, um das Gespräch zu beenden.

Dass Wagner das Mandat für den 18-Jährigen übernommen hat, hat ihr nach eigenen Angaben mehrere "Hassmails" eingebracht. In einem Fall sei sie "mit unfreundlichen Grüßen" darauf hingewiesen worden, dass man doch nicht einen Mann vertreten können, der seine kleine Schwester "gemeuchelt" habe.
Der Standard http://derstandard.at/2000064355671/14- ... innige-Wut
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14-Jährige in Wien-Favoriten mit mehreren Messerstichen getötet

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 20. Sep. 2017, 22:04

Ich kann mir bildlich vorstellen, warum das Mädchen ihren Bruder "plötzlich" von sich weggestoßen hat. Dass er darauf "irrsinnig wütend" wurde und gleich sein Messer zückte und zustach, gibt meinem Bildnis recht. Aber so ist es nun mal: die Männer tun und lassen was sie wollen und die Frauen haben sich zu fügen. Das ist @Habakuk 's 21. Jahrhundert.
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14-Jährige in Wien-Favoriten mit mehreren Messerstichen getötet

#6

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 25. Sep. 2017, 17:49

25.09.2017

14-Jährige von Bruder getötet - Der Anwalt des mutmaßlichen Täters sieht keinen Ehrenmord, sein Mandant sei selbst über die Eskalation des Streits entsetzt. Mittlerweile wird auch der Vater des 18-Jährigen als Beschuldigter geführt.

Der Verteidger Manfred Arbacher-Stöger (Kanzlei Farid Rifaat) bestätigte, dass der Vater des 18-Jährigen mittlerweile als Beschuldigter geführt werde. "Wenn jemand als Beschuldigter geführt wird, heißt das aber noch lange nicht, dass Anklage erhoben wird", kommentierte das der Jurist.

Tiroler Tageszeitung
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#7

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mo, 25. Sep. 2017, 17:53

Also, ich tippe da schon eher auf Ehrenmord, auch wenn die wahnsinnige Wut nicht so ganz dazupasst. Aber mal abwarten, was noch rauskommt.
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#8

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 25. Sep. 2017, 19:02

Jason Darkstone hat geschrieben:Also, ich tippe da schon eher auf Ehrenmord, auch wenn die wahnsinnige Wut nicht so ganz dazupasst.
Sehe ich auch so. Was immer da noch an's Tageslicht kommt, dem Opfer hilft's trotzdem herzlich wenig.
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