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Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

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Finlule
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Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#1

Ungelesener Beitrag von Finlule » Fr, 28. Aug. 2015, 00:19

Eisenstadt (Österreich) – Horror-Fund auf der Autobahn A4 in Österreich: Am Donnerstag entdeckte die Polizei bis zu 50 tote Menschen in einem Lastwagen auf der Pannenspur bei Parndorf (Bezirk Neusiedl am See).

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Forensiker nahmen den LKW auf der A4 bei Parndorf ein erstes Mal kurz in Augenschein

Die Leichen waren bereits stark verwest, daher konnte ihre genaue Anzahl noch nicht festgestellt werden. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um Flüchtlinge aus Syrien, die in dem Fahrzeug offenbar erstickten. Vom Fahrer fehlt jede Spur.

Hans Peter Doskozil, Polizeidirektor des Burgenlandes: „Vieles spricht dafür, dass die Flüchtlinge schon eineinhalb bis zwei Tage tot waren.

Laut Maut-Daten soll sich der Lkw am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr noch in Ungarn, aber kurz vor der Grenze Österreichs befunden haben, teilte ein Polizeisprecher mit.

„Irgendwann zwischen Mittwoch und Donnerstagmorgen, als der Lkw gegen 10.30 Uhr auf dem Standstreifen entdeckt wurde, muss er dort abgestellt worden sein. Genaueres können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen“, sagte Polizeichef Doskozil.

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Forensiker der Polizei untersuchen den Kühl-Transporter auf der A4 bei Parndorf. Die Leichen wurden im Lkw belassen, der Verkehr einspurig an der Fundstelle vorbeigeleitet

Mark Benecke (45), Kriminologe und Fornesiker aus Köln stützt Doskozils These: „Bei gut 90 Prozent der Menschen tritt sehr schnell eine Mischung aus Kot und Urin aus – eigentlich unmittelbar nach dem Tod. Das wird auch hier der Fall gewesen sein. Auch dass hier Verwesungswasser dabei ist, halte ich den Bildern nach für vorstellbar. Dann müssten die Menschen bei diesen Temperaturen etwa zwei Tage tot gewesen sein. Die rötliche Flüssigkeit, die hier austrat, spricht entweder für Blut oder eben Verwesungswasser. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Menschen bei solchen Situationen um die besten Plätze kämpfen und sich dabei verletzen.“

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Bei der Flüssigkeit, die aus dem Wagen rann, dürfte es sich um eine Mischung aus Blut und Verwesungsflüssigkeit handeln

Gegen den Tod der Flüchtlinge außerhalb Österreichs spricht:

Auf der Seite des Lkws sei ein langer Riss zu sehen gewesen, sagte ORF-Reporterin Dorottya Kelemen, die in Parndorf am Tatort war. Die Seite sei so ausgebeult gewesen, als ob die Flüchtlinge noch versucht hätten, irgendwie aus ihrem tödlichen Gefängnis herauszukommen.

Die ersten Leichen wurden geborgen

Die Behörden in Österreich und Ungarn arbeiten dafür zusammen, haben einen gemeinsamen Krisenstab eingerichtet.
Der Volvo-Lastwagen steht mittlerweile steht in einer Veterinärsgrenzdienststelle in Nickelsdorf, nahe der ungarischen Grenze.

Grund: Die Leichen brauchen geeignete Kühlung.

BILD-Reporter Jörg Völkerling berichtet von der Veterinärsgrenzdienststelle:

Eigentlich sollten hier bald Flüchtlinge untergebracht werden, nun untersuchen 15 Rechtsmediziner in weißen Overalls Leichen. Sie ziehen sich in dem gekühlten Gebäude um, warten auf das Entladen der Toten. Die Rolltore werden herabgelassen, die Ladeluke blickdicht verhängt.

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Ein Feuerwehrmann spritzt Rückstände des Verwesungswassers weg

Kurz zuvor sieht man einen Rechtsmediziner mit offenem Mund vor dem Laderaum des Lasters stehen. Er fährt sich entsetzt durch die Haare.

Über dem Platz, auf dem der LKW parkt, liegt bestialischer Leichengeruch. Die Feuerwehr fährt auf und ab, spritzt den Leichensaft weg, den der Laster beim Transport hierher hinterlassen hat. Man sieht Blitze aus dem Inneren der Halle, manchmal hört man Schreie. Acht Polizeistreifen sichern den Parkplatz ab, doch nur wenige Neugierige und wenig Presse ist hier. Nach ca. einer Stunde wird das Rolltor einen Spaltbreit geöffnet, um frische Luft hineinzulassen.

Man sieht Menschen mit Gummistiefeln umhergehen, Tische. Dazwischen wird eine Leiche, die in weiße Folie verpackt ist, aus dem Laster gerollt. Sie wird im hinteren Teil der Halle untersucht und soll dann auf eines der rechtsmedizinischen Institute des Landes verteilt werden. Die Pannenbucht, auf der der Laster am Morgen gefunden worden war, ist inzwischen verlassen. Nur ein Polizei-Flatterband erinnert noch daran.

Weil der Verwesungszustand der Leichen zu weit fortgeschritten ist, befanden sich diese während des Abschleppens noch im Laderaum des LKW. Der Lastwagen war aufgefallen, weil Verwesungsflüssigkeit aus dem hinteren Bereich ausgetreten war.

Ex-Besitzer des Lastwagens hilft bei Aufklärung

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Kühlwagen mit ungarischen Kennzeichen. Auf der Seite des Lastwagens befindet sich außerdem der Schriftzug einer slowakischen Hühnerfleischfirma.

► Laut einem Sprecher des Unternehmens wurden vor zwei Jahren 21 Fahrzeuge an sieben Firmen verkauft.

Zunächst habe man gehofft, die Route anhand von GPS-Daten rekonstruieren zu können, sagte der Firmensprecher. Da der betroffene Lastwagen aber einer von vielen verkauften sei, habe dies nicht funktioniert.

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Der Kühllastwagen gehörte früher zu einer bekannten slowakischen Firma für Hähnchenfleisch

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Rund 15 Gerichtsmediziner sind im Einsatz

Das Nummernschild könnte aber bereits die erste heiße Spur sein: Es sei von einem Rumänen in der mittel-ost-ungarischen Stadt Kecskemet beantragt worden. Das sagte Janos Lazar, Stabschef von Premier Viktor Orban, bei einer Pressekonferenz in Budapest.

Lazar zufolge soll das Fahrzeug dem Mann auch gehören.

Kontrolle in internationalen Zügen

Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner kündigte auf einer Pressekonferenz außerdem verstärkte Kontrollen in den internationalen Zügen und im grenznahen Raum an, um die flüchtigen Schlepper zu finden.

Die Polizei sucht Zeugen im Zusammenhang mit dem Abstellen des Lastwagens in der Pannenbucht bei Parndorf. Doskozil: „Die Stelle, an welcher der Lkw abgestellt wurde, haben viele Autofahrer passiert. Es kann zahlreiche Zeugen geben.“
Schlepperfahrzeuge, die auf Österreichs Straßen unterwegs sind, kommen oft über die sogenannte Balkanroute, sagte Österreichs Justizminister Wolfgang Brandstetter. Viele hoffen, dass sie es bis nach Deutschland oder in eines der anderen nördlichen EU-Länder schaffen. „Es war zu befürchten, dass es einmal Todesopfer bei den Schleppertransporten gibt“, sagte Brandstetter.

Die Kontrolle der österreichischen Straßen und der ungarischen Grenze wird derzeit umstrukturiert. Polizeichef Hans Peter Doskozil: „Es passieren täglich 3000 LKW diese Route, lückenlose Kontrolle ist hier nicht möglich.“ Seine Polizei soll daher in den nächsten Tagen Unterstützung aus den Bundesländern Kärnten und Steiermark bekommen.

Ermittlungen bis hin zu Mord

Der Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Johann Fuchs, erklärte zu dem aktuellen Fall, dass man in alle Richtungen ermittle – vom Tatbestand der Schlepperei über den Tatbestand der Gemeingefährdung bis hin zu Mord.

Gerichtsmedizinische Sachverständige seien für Gutachten bestellt worden.

Quelle: Bild



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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#2

Ungelesener Beitrag von Finlule » Fr, 28. Aug. 2015, 10:13

Leichenfund in Österreich - Mehr als 70 tote Flüchtlinge lagen in dem Lkw

Nach dem Fund Dutzender Leichen in einem Lkw südlich von Wien gibt es viele offene Fragen. Weiterhin ist die genaue Anzahl der toten Flüchtlinge unbekannt, weil sie so stark verwest sind. Sicher scheint dagegen, dass die Zahl der Leichen höher ist als zunächst angenommen und dass die Menschen schon tot waren, als sie nach Österreich kamen.ie Ermittler hätten in dem Fahrzeug mehr als 70 Leichen geborgen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Tageszeitung "Krone" hatte zuvor auf ihrer Internetseite berichtet, es handle sich um 71 Tote. Diese Zahl sei nicht ganz korrekt, erklärte der Sprecher. Die Polizei will im Laufe des Vormittags exakte Angaben machen.

► Berichterstattung in der Mediathek des ORF

"Sie kamen wohl schon tot über die Grenze"

Die Polizei vermutet, dass der Lkw zwölf bis 15 Stunden am Autobahnrand gestanden hatte, bevor die Beamten auf ihn aufmerksam wurde. Die Menschen an Bord müssen jedoch deutlich früher verstorben sein: Der burgenländische Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil schätzt laut der Zeitung "Die Welt" den Todeszeitpunkt auf ein- bis eineinhalb Tage vor dem Fund. "Vieles spricht dafür, dass sie schon tot über die Grenze kamen", sagte Doskozil.
Mitarbeiter des Autobahn-Streckendienstes Asfinag hatten den 7,5 Tonnen schweren Lkw am Donnerstag im Autobahnabschnitt bei Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) entdeckt. Aus dem Laderaum quoll laut offiziellen Angaben Verwesungsflüssigkeit. Die Behörden gehen bislang von 20 bis 50 Toten aus.

Polizei fahndet nach Schleppern

Der Lkw wurde mittlerweile in eine ehemalige Veterinärmedizinische Anstalt gebracht, wo eine entsprechende Kühlung vorhanden sei, hieß es von den Ermittlern. Es sei geplant, die Leichen in der Gerichtsmedizin Wien zu untersuchen, so Doskozil.

Österreichische und ungarische Beamte fahnden zudem unter der Führung eines Krisenstabs nach den verschwundenen Schleppern. Die Behörden gehen allerdings davon aus, dass sich diese nicht mehr in Österreich aufhalten.
Schlepper-Problem könnte sich noch verschärfen

Beamte hätten allein in den letzten Tagen Hunderte Flüchtlinge im an Ungarn grenzenden Burgenland aufgegriffen, berichtete Doskozil. Der Polizeichef rechnet damit, dass sich die Schlepper-Problematik in den kommenden Tage noch verschärfen dürfte. Grund sei die baldige Fertigstellung des ungarischen Grenzzauns.

Österreich verzeichnete zuletzt stark gestiegene Flüchtlingszahlen. Viele von ihnen durchqueren die Alpenrepublik vom Balkan in Richtung Deutschland.

Quelle: t-online

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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#3

Ungelesener Beitrag von Finlule » Fr, 28. Aug. 2015, 10:15

Schlepper in österreichischem Flüchtlingsdrama gefasst

Die für das Flüchtlingsdrama mit mehr als 70 Toten in Österreich verantwortlichen Schlepper sind nach Informationen der österreichischen "Kronen Zeitung" gefasst. Die Polizei bestätigte den Bericht vom Freitag zunächst nicht.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Lastwagen am Mittwoch bei Budapest losgefahren. In der folgenden Nacht soll er die österreichisch-ungarische Grenze überquert haben. Er wurde schließlich verlassen an einer Autobahn 50 Kilometer südöstlich von Wien entdeckt. Im Laderaum befanden sich Dutzende Tote.

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Mehr bei: t-online

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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 28. Aug. 2015, 12:58

Flüchtlingsdrama
71 Tote bestätigt, drei Verdächtige gefasst

Nach dem Flüchtlingsdrama in Österreich mit 71 Toten sind in Ungarn drei mutmaßliche Schlepper festgenommen worden. Das teilte die österreichische Polizei bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit.

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Nach Angaben von Hans Peter Doskozil, Landespolizeidirektor im Burgenland, sind 59 der Opfer Männer, auch acht Frauen und vier Kinder sind zu Tode gekommen. Bei den Kindern handelt es sich um drei acht- bis zehnjährige Jungen und ein ein- bis zweijähriges Mädchen.

Opfer sind vermutlich syrische Flüchtlinge

Die Ermittler haben bei der Bergung der Leichen auch ein syrisches Reisedokument gefunden und gehen daher davon aus, dass es sich bei den Flüchtlingen um Syrer handelte. Bei einer groß angelegten Fahndung nach dem Fund des Schlepperwagens hätten die Behörden drei Verdächtige in Ungarn festgenommen.

Halter und Fahrer des Lkw festgenommen.


Bei einem der drei Männer handle es sich um einen bulgarischen Staatsangehörigen libanesischer Herkunft, dem der Lkw gehören soll, in dem die Toten gefunden worden waren. Bei zwei weiteren Festgenommenen handle es sich um einen Bulgaren und eine Person mit ungarischen Papieren. Diese Männer haben den Lkw offenbar gesteuert. Die Hintermänner der Schlepper vermuten die Behörden in Rumänien.

Zur Todesursache können die Ermittler noch keine genauen Angaben machen, es spricht aber einiges für den Tod durch Ersticken. Auch der Zeitpunkt des Todes ist noch unklar. Die Leichen werden derzeit in Wien gerichtsmedizinisch untersucht.

Hotline für Angehörige


Für Angehörige, die Familienmitglieder vermissen, hat die LPA Burgenland eine Hotline geschaltet, die rund um die Uhr besetzt ist. Die Telefonnummer lautet 0043-59133 103333.
Zahlreiche verweste Tote auf der Ladefläche

Mitarbeiter des Streckendienstes auf der A4 hatten gestern die Polizei verständigt, weil seit längerer Zeit ein LKW in einer Pannenbucht bei Parndorf im Bezirk Neusiedl stand - rund 20 Kilometer vom Länderdreieck Österreich-Slowakei-Ungarn entfernt. Die Polizisten nahmen bei dem Fahrzeug bereits Verwesungsgeruch wahr und öffneten den Laderaum. Dort fanden sie nach Polizeiangaben zahlreiche Leichen.

Die Menschen sind offenbar in dem LKW erstickt, aufgrund des Zustands der Leichen nimmt die Polizei an, dass sie bereits vor einiger Zeit starben. Laut Polizei stand der als Schlepperfahrzeug genutzte LKW wohl schon seit Mittwoch in einer Pannenbucht. Er hat ungarische Kennzeichen, die genaue Herkunft des Kühlfahrzeugs wird derzeit ermittelt.

Die A4 führt von Ungarn nach Wien. Sie bildet den Endpunkt der sogenannten Balkan-Route, auf der in diesen Tagen zehntausende Flüchtlinge nach Mitteleuropa kommen. Die EU-Grenzschutzbehörde registrierte im ersten Quartal 2015 auf dieser Route 33.000 Flüchtlinge. "Die Zahl der Flüchtlinge, die über die sogenannte Balkanroute nach Bayern kommen, steigt explosionsartig an", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Sie stammten vorwiegend aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. Für den August rechne er mit mehr als 15.000 unerlaubten Einreisen. Aufgrund der Tatsache, dass täglich rund 3.000 Lastwagen die Grenze passierten, sei - laut Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil - eine lückenlose Kontrolle.

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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 28. Aug. 2015, 20:40

Der Polizist vom Fundort spricht über das Flüchtlingsdrama
„Es war ein Stapel lebloser Menschen“
In dem Schlepper-Lkw starben vier Kinder, 8 Frauen und 59 Männer


Das Flüchtlingsdrama von Österreich schockiert Europa: Auf einer Autobahn bei Wien stand ein Schlepper-Lastwagen mit 71 toten Flüchtlingen, vermutlich aus Syrien. In Ungarn wurden drei mutmaßliche Täter festgenommen.

Eisenstadt (Österreich) – Ein Ermittler der Inspektion Potzneusiedl bemerkte den 7,5 Tonnen schweren Lkw um 7.45 Uhr in einer Pannenbucht der A4 bei Parndorf. Die Beamten waren auf dem Weg zu einem Einsatz.

Als die Polizisten um 11 Uhr auf dem Rückweg wieder an der Stelle vorbeikamen, stand das Fahrzeug immer noch dort. Die Beamten sicherten daraufhin die Stelle, berichtete die Tageszeitung „Kurier“.

Einer der Ermittler untersuchte zunächst die Fahrerkabine: Sie war unversperrt und leer. Dann ging er nach hinten und öffnet den Laderaum.

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Der LKW war luftdicht verschlossen

„Mein Kollege hat gesagt: ‚Du wirst nicht glauben, was da drin ist.‘ Ich habe gefragt, ob es Schlepper sind. Er hat gesagt: ‚Lauter Tote’“.

Den Polizisten bot sich ein Bild des Schreckens: Die Menschen waren in den Laderaum gepfercht worden, zusammengepresst. Sie hatten kaum Raum sich zu bewegen.

„Es war ein Stapel lebloser Menschen. Sie waren alle tot“, so der Polizist. Seiner Meinung nach führten die Menschen einen dramatischen Todeskampf bis zum Schluss. „Sie haben wohl versucht, irgendwie da rauszukommen.“

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Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Polizeichef Hans Peter Doskozil auf der Pressekonferenz in Eisenstadt

Aber sie hatten keine Chance. Der Kühlwagen war luftdicht verschlossen. Er war außerdem mit Drahtstücken versehen, um vorzutäuschen, dass die angebliche Ladung verplombt war.

„Diese Menschen waren dem Tod geweiht“, sagte der Beamte. „So was habe ich noch nie erlebt."

Tote Flüchtlinge werden nach Wien gebracht

Die Leichen sollen jetzt in der Gerichtsmedizin in Wien untersucht werden.

Dabei soll unter anderem auch die Todesursache, Todeszeitpunkt und die Identität der Opfer ermittelt werden. Bislang gehen Experten davon aus, dass die Menschen erstickten.

Die Identifikation der Opfer stellt eine besondere Herausforderung für die Gerichtsmediziner dar, sagte die Leiterin der Gerichtsmedizin Salzburg, Edith Tutsch-Bauer zur „APA“.

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Menschen legten vor der Polizeistation Eisenstadt Blumen für die toten Flüchtlinge nieder

Mitgeführte Ausweise und Dokumente reichten zur Identifikation der Toten in der Regel nicht aus. „Es könnte ja jemand fremde Papiere eingesteckt haben.“

Eine klare Zuordnung könne nur über DNA-Profile oder Zahnschemata erreicht werden: „Dazu ist aber Vergleichsmaterial notwendig.“ Sie gehe nicht davon aus, dass es im Herkunftsland der Flüchtlinge zahnärztliche Aufzeichnungen gibt, sagte Tutsch-Bauer.

Seien weder Zahnschema noch DNA verfügbar, könne eine Kombination aus mehreren Merkmalen wie „Tätowierungen etwa, oder Operationsnarben“ bei der Identifizierung von Toten helfen.

Leichen in ehemaliger Grenzstelle gelagert

Bislang befinden sich die Toten aber noch in einer Veterinärsgrenzdienststelle in Nickelsdorf, nahe der ungarischen Grenze, an dem die nötige Kühlung vorhanden ist.

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Hier werden die Leichen in die Kühl-Halle gebracht

„Man sieht Menschen in weißen Overalls, die mit entsetzten Blicken ihrer Arbeit nachgehen“, berichtete BILD-Reporter Jörg Völkerling.

„Über dem Platz liegt ein bestialischer Gestank. Acht Polizeistreifen schirmen die Halle vor neugierigen Blicken ab. Die Feuerwehr musste mit Wasserschläuchen den ausgelaufenen Leichensaft von dem Platz spritzen.“

Inzwischen ist nur noch eine Streife vor Ort. Die Laderampe zur Grenzstation wurde von Gittern eingezäunt. Lumpen und Decken sollen die Sicht behindern.

„Der Lkw steht nach wie vor dort, wo er gestern hingeschleppt wurde. An einem Treppenaufgang zu einer Tür mit der Nummer 5 stapeln sich benutzte Einmal-Overalls der Rechtsmediziner und gelbe Gummistiefel. Sie sind blutbefleckt“, berichtet Völkerling.

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Vor der Halle stapeln sich Einmal-Overals und Gummistiefel

Todes-Schlepper gefasst

In Ungarn wurden mittlerweile drei mutmaßliche Schlepper festgenommen: der Fahrzeughalter (ein Bulgare libanesischer Herkunft) und die beiden Fahrer (ein Bulgare und ein Ungar). Eine vierte Person ist flüchtig. Es wurde ein europäischer Haftbefehl erhoben.

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Nach bisherigen Erkenntnissen gehören die Festgenommen zu einem bulgarisch-ungarischen Schlepperring.

Zunächst hatten die Behörden sieben Verdächtige festgesetzt, vier von ihnen wurden wieder freigelassen.

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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 29. Aug. 2015, 19:14

Flüchtlings-Drama in Österreich
Gericht nimmt Verdächtige in Untersuchungshaft
Sind DAS die gewissenlosen Schlepper, die 71 Menschen ersticken ließen?


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Die vier dringend Tatverdächtigen werden in Handschellen von der ungarischen Polizei eskortiert

Kecskemét (Ungarn) – Nach der Flüchtlingstragödie in Österreich hat ein ungarisches Gericht vier mutmaßliche Schlepper in Untersuchungshaft genommen.

Die vier Verdächtigen aus Bulgarien und Afghanistan blieben bis zum 29. September in U-Haft, sagte der Vorsitzende Richter in Kecskemét, Ferenc Bicskei, am Samstag vor Journalisten.

Die Männer waren nach der Entdeckung von 71 toten Flüchtlingen in einem Lkw in Österreich im Nachbarland Ungarn gefasst worden. Am Samstag wurden sie dem Gericht in Ungarn zur Anhörung vorgeführt.

► Die drei Bulgaren und ein Afghane wurden mit Handschellen gefesselt in den Gerichtssaal in Kecskemét, etwa 90 Kilometer südlich von Budapest geführt. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

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Einer der vier Tatverdächtigen

► Die Staatsanwaltschaft fordert, die Beschuldigten während der Ermittlungen für einen Monat in Untersuchungshaft zu nehmen.

Die Anklage verwies auf die „außergewöhnliche Schwere des Verbrechens“, dem die Flüchtlinge zum Opfer gefallen seien und warf den Männern einen „geschäftsmäßig“ organisierten Menschenhandel vor.

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Auch dieser tatverdächtige Mann wird im Gericht von Kecskemet (Ungarn) zur Anhörung geführt

► Der Kühllastwagen mit ungarischem Kennzeichen und dem Logo eines slowakischen Geflügelhändlers war am Donnerstag in einer Pannenbucht an der A4 im Burgenland entdeckt worden.

In dem Fahrzeug wurden 71 Leichen von Kindern, Frauen und Männern gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien handelt.

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In Handschellen: Ist auch er ein Todes-Schlepper?

Die vier festgenommenen Männer sind nach Einschätzung der Polizei Handlanger eines bulgarisch-ungarischen Schlepper-Rings.

Kinder aus Schlepper-Lkw gerettet

Unterdessen hat die Polizei in Österreich drei Kleinkinder möglicherweise vor dem Verdursten gerettet. Am Freitag wurde bei Braunau ein Schlepper-Lkw mit 26 Flüchtlingen aufgegriffen.

Die Menschen aus Syrien, Afghanistan und Bangladesch kauerten auf engstem Raum zusammen. Die Kinder befanden sich in kritischem Zustand. In dem heißen und stickigen Laster dehydrierten sie. Sie kamen ins Krankenhaus.

Der Fahrer, ein 29-jähriger Rumäne, wurde festgenommen.

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Dieser Verdächtige verbirgt sein Gesicht auf dem Weg ins Gericht

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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#7

Ungelesener Beitrag von Frau Pfeffertopf » So, 30. Aug. 2015, 01:32

Guten Abend zusammen...

Bisher habe ich immer nur "still" mitgelesen. Heute möchte ich etwas zu diesem Bericht schreiben. Ich wohne in Österreich und dieser Fall wird hier sehr heiß diskutiert. In meinen Augen ist es unfassbar, was da geschehen ist. Es ist traurig, dass es den Ländern immer noch nicht gelingt, diese Art des "modernen" Menschenhandels zu unterbinden. Täglich lese ich in der Zeitung, oder höre in den Nachrichten, das Schlepper entdeckt wurden und die Menschen aus den unwürdigen "Transportkäfigen" befreit werden konnten. Wäre es da nicht sinnvoll vorübergehend wieder Grenzenkontrollen einzuführen?

Wenn ich nun die Bilder der "mutmaßlichen" Täter sehe, fällt mir eines besonders auf. Alle tragen eine Wasserflasche. Unweigerlich drängt sich mir die Frage auf, ob auch die 71 Flüchtlinge Wasser hatten.

Lg von Frau Pfeffertopf
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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 30. Aug. 2015, 06:19

@Frau Pfeffertopf
Guten Morgen und Herzlich Willkommen bei Allcrime :)

Ja..es ist mehr als unfassbar...es ist so grausam was diese Menschen erleiden mussten!
Und ja...vielleicht könnten Grenzkontrollen so etwas verhindern..
Aber wie man immer wieder sieht, sind Politiker und Polizisten mit der Flüchtlings-Situation total überfordert.
Es muss was passieren und das schnellst möglich!
Frau Pfeffertopf hat geschrieben:Wenn ich nun die Bilder der "mutmaßlichen" Täter sehe, fällt mir eines besonders auf. Alle tragen eine Wasserflasche. Unweigerlich drängt sich mir die Frage auf, ob auch die 71 Flüchtlinge Wasser hatten.
Ich denke mal nicht...das die Schlepper so *führsorglich* waren :x
Wenn man drüber nachdenkt...das diese Kerle vllt selbst Frauen und Kinder haben...
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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#9

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 30. Aug. 2015, 09:50

Ein weiterer Fall:

Drei Kinder aus Flüchtlingstransport gerettet
Sa. 29.08.2015, 17:46

Braunau - Die Polizei in Österreich hat drei entkräftete Kleinkinder aus einem Schlepper-Fahrzeug gerettet und damit möglicherweise vor dem Verdursten bewahrt.

Der Lastwagen mit insgesamt 26 Flüchtlingen sei am Freitag auf der Bundesstraße 148 bei Braunau aufgegriffen worden, teilten die Behörden am Samstag mit.

Die Kinder befanden sich demnach in äußerst schlechtem Gesundheitszustand. Die Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Bangladesch kauerten demnach in dem stickigen Wagen auf engstem Raum zusammen. Die Kinder seien wegen Wassermangels benommen gewesen. Sie wurden mit ihren Eltern ins Krankenhaus Braunau gebracht. Ein 29 Jahre alter mutmaßlicher Schlepper wurde festgenommen.


Quelle:bild.de

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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#10

Ungelesener Beitrag von Finlule » So, 30. Aug. 2015, 19:35

Die Schlepperbanden scheinen durch organisiert zu sein.Das nimmt Ausmaße an!
Der Gedanke Grenzen zu setzen ist nicht einmal so verkehrt .Vielleicht um Europa,das keine LKWs mehr Einreisen können ohne eine Kontrolle.Wobei diese Schlepper dann wohl einen neuen Weg finden werden,vielleicht mit PKw´s.Fast unmöglich jedes Fahrzeug zu kontrollieren denke ich.

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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#11

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 30. Aug. 2015, 23:16

Zum Thema "Kontrollen" haben sich die österreichischen Behörden dahingehend geäußert, dass es praktisch unmöglich sei, selbst nur LKW's zu kontrollieren. Über 100.000 passieren täglich die "Grenzen", wie sollen bei diesen Massen effektive und zeitlich akzeptable Kontrollen stattfinden können? Bei dem heutigen Verkehrsaufkommen unmöglich, würde ich behaupten.

Ich frage mich auch wie verzeifelt diese Menschen sein müssen, dass sie sich in so einem engen Raum pferchen lassen, um darin qualvoll zu ersticken oder zu tausenden im Meer ertrinken, weil sie sich auf solche Schaluppen oder Seelenverkäufer begeben. Die Bilder der letzten Monate müssen die Leute doch auch erreicht haben und das diese Schlepper nur an deren Geld interessiert sind und sonst an nichts weiter, dürfte doch auch schon längst kein Geheimnis mehr sein.
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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#12

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 5. Sep. 2015, 17:57

Donnerstag, 03.09.2015 – 23:24 Uhr

Flüchtlingstragödie in Österreich: Fahrer wusste angeblich nichts von Menschen an Bord

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Er will nichts von den 71 Menschen gewusst haben, die erstickten, während er am Steuer saß. Das hat einer der Lkw-Fahrer nach der Flüchtlingskatastrophe in Österreich ausgesagt.

In Hand- und Fußfesseln wurde der Bulgare zu seiner Anhörung in der ungarischen Stadt Montana geführt. Er soll den Kühllastwagen gefahren haben, in dem 71 Flüchtlinge erstickten - so der Vorwurf der Justiz. Doch der Mann hat angeblich nichts von den Menschen an Bord des Lasters gewusst.

Die Leichen der mutmaßlich syrischen Flüchtlinge waren vergangenen Freitag in dem am Rande einer Autobahn in Österreich abgestellten Lkw entdeckt worden. Den bisherigen Ermittlungen zufolge erstickten die Menschen, darunter auch vier Kinder, in dem verschlossenen Lastwagen.

Daraufhin waren vier mutmaßliche Schlepper in Ungarn festgenommen worden. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft muss sich der Verdächtige wegen Beteiligung an einem kriminellen Schlepperring und fahrlässiger Tötung verantworten.

Seit dem Vorfall kontrolliert die Polizei in Deutschland und Österreich die Autobahnen intensiver auf verdächtige Fahrzeuge. Innerhalb von 24 Stunden konnten die Beamten rund um Passau mehr als 180 Flüchtlinge aus Transportern retten.

Quelle: Spiegel
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Re: Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#13

Ungelesener Beitrag von Eagle » Sa, 5. Sep. 2015, 18:38

Nur ein Tag nach Schlepper-DramaTragödie knapp verhindert: 81 Flüchtlinge überleben Fahrt in luftdichtem Lkw

Freitag, 04.09.2015, 20:46


Es soll derselbe Schlepper gewesen sein, ein ähnliches Fahrzeug – und wieder eine lebensbedrohliche Situation. Nur einen Tag nach dem Flüchtlingsdrama nahe Wien mit 71 Toten haben sich weitere 81 Migranten in Österreich vor dem Erstickungstod gerettet. Sie befreiten sich mit Brechstangen aus dem Lkw.

71 tote Flüchtlinge wurden vergangene Woche in einem Lastwagen in Österreich gefunden. Der Schlepper-Lkw war laut Ermittlerangaben luftdicht verschlossen, die Kühlung nicht angeschlossen. Die 59 Männer, 8 Frauen und 4 Kinder waren demnach innerhalb von etwa anderthalb Stunden tot.

Acht Verdächtige hat die Polizei mittlerweile festgenommen. Einer von ihnen soll nur einen Tag nach der Todesfahrt beinahe eine weitere Katastrophe verursacht haben, wie die Beamten im Laufe ihrer Ermittlungen nun herausgefunden haben.

Derselbe Schlepper, ähnliches Fahrzeug, lebensbedrohliche Situation

Der Verdächtige soll nach bisherigen Erkenntnissen am Tag nach dem Unglück weitere 81 Menschen nach Österreich gebracht haben – in einem fast baugleichen Fahrzeug wie der Todes-Lkw von der A4.

Nahezu luftdichte Lkw sind bei Schlepperbanden demnach kein Einzelfall. Auch die 81 Flüchtlinge in diesem Lastwagen hätten sich in einer lebensbedrohlichen Situation befunden, zitieren mehrere österreichische Medien die Ermittler.

Flüchtlingen gelang es, mit Brecheisen die Seitentür zu öffnen

Doch die Flüchtlinge hatten wahnsinniges Glück. Sie konnten sich bei Gols nahe der ungarischen Grenze aus der möglichen Todesfalle befreien – mit einem Brecheisen. So sei es ihnen gelungen, " die Seitentür des Fahrzeugs während laufender Fahrt zweimal zu öffnen", wird Polizeichef Hans Peter Doskozil zitiert.


In Gols kurz hinter der ungarischen Grenze sei die Gruppe aus dem Wagen herausgelassen worden.

http://www.focus.de/politik/ausland/ang ... 25232.html

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sweetdevil31
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Österreich: Bis zu 50 Flüchtlings-Leichen in Schlepper-LKW

#14

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 21. Jun. 2017, 07:33

71 Tote im Kühllaster: Prozess wegen Mordes beginnt

21.06.2017, 07:26 Uhr
Wegen des grausamen Erstickungstodes von 71 Flüchtlingen in einem Lastwagen beginnt am Mittwoch vor einem ungarischen Gericht der Prozess gegen zehn Bulgaren und einen Afghanen.
Das Fahrzeug mit den Leichen von 59 Männern, acht Frauen und vier Kindern war am 27. August 2015 am an einer Autobahn nahe der österreichischen Gemeinde Parndorf gefunden worden. Der Fall hatte damals international große Erschütterung ausgelöst. Unter den Opfern waren Syrer, Iraker und Afghanen.
(...)
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