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Mordfall in Spanien: «Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

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sweetdevil31
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Mordfall in Spanien: «Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 6. Nov. 2016, 11:12

«Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

03. November 2016 22:38
Ein Teenager ermordete vier Mitglieder seiner Familie und erzählte einem Kollegen auf Whatsapp davon. Jetzt hat die Polizei die Chat-Protokolle publik gemacht.
Bild nicht mehr vorhandenDer Brasiianer Patrick Nogueira (rechts) soll am 17. August 2016 vier Verwandte in Spanien ermordet haben. Während er tötete, schrieb er seinem Kollegen Marvin Henriques Correia (links) auf Whatsapp.
Bild nicht mehr vorhandenNogueira erstach in der spanischen Ortschaft Pioz bei Guadalajara seine Tante Janaína Santos und ihre beiden Kinder Maria Carolina (3) und David (1) mit einem Messer. Dann wartete er, dass sein Onkel Marcos Campos nach Hause zurückkehren würde.
Zwei brasilianische Teenager sind in einen vierfachen Mordfall verwickelt — der eine als Täter, der andere als Mitwisser. Vor zehn Tagen gestand der in Spanien wohnende Patrick Nogueira (19) der Polizei, seinen Onkel, seine Tante und deren zwei Kinder ermordet zu haben. Vergangenen Freitag wurde auch Marvin Henriques Correia (18) im brasilianischen Paraíba festgenommen, nachdem die Whatsapp-Chats des Täters untersucht worden waren.

Nogueira hatte am 17. August in der spanischen Ortschaft Pioz bei Guadalajara seine Tante Janaína Santos und ihre beiden Kindern Maria Carolina (3) und David (1) mit einem Messer erstochen. Während er wartete, dass sein Onkel Marcos Campos nach Hause zurückkehren würde, schrieb er seinem Kollegen Marvin in Brasilien auf Whatsapp.

Der Mörder und sein Kollege stehen in engem Kontakt

Die Polizei hat jetzt die Chat-Protokolle veröffentlicht. Laut dem brasilianischen Nachrichtenportal O Globo hat Patrick Nogueira die erste Meldung um 19.06 Uhr — 14.06 Uhr in Brasilien — verschickt. Marvin war offenbar online und antwortete sofort:
Patrick: «Ich warte auf das vierte Mitglied der Familie.»
Marvin: «Ich kann mir die Szene vorstellen, wie du ankommst, um sie zu töten, hahahaha.»
Patrick: «Ich kam mit zwei Pizzas, wir redeten ein bisschen.»
Marvin: «Wen hast du zuerst umgebracht, die Frau?»
Patrick: «Zuerst die Frau, dann das älteste Kind, 3 Jahre alt, und dann den Kleinen, 1 Jahr alt.»

Während zweieinhalb Stunden tauschen sich die beiden Kollegen aus:

Patrick: «Ich hatte meine Zweifel am Anfang. Ich dachte, es würde mich anwidern, aber jetzt bin ich überzeugt. Ich bin Krankenpfleger.»
Marvin: «Konzentrier dich, triff nicht daneben. Viel Glück.»

Dann ist es während neun Minuten ruhig — Nogueira tötet in dieser Zeit seinen Onkel, der gerade angekommen ist. Danach schickt er Marvin einige Bilder des Tatorts.

Patrick: «Wenn sie mich hier verhaften, dann ist es halb so schlimm. Ich werde eine Zelle für mich allein haben.»
Marvin: «Lauf morgen einfach aus dem Haus, als wäre nichts passiert. Als würdest du spazieren gehen.»
Patrick: «Ich habe es mit Handschuhen getan und keine Spuren hinterlassen.»
Dann zerstückelte der 19-Jährige die Leichen der erwachsenen Opfern und steckte die Körperteile in Plastiksäcke. Erst einen Monat später weckte der unangenehme Geruch den Verdacht der Nachbarn. Nogueira flüchtete nach Brasilien, kurz bevor die Polizei ihn als einzigen Verdächtigen im Mordfall nannte. Einige Wochen später kehrte er nach Spanien zurück und stellte sich.

Mörder hasst die Nummer 17

«Marvin bot seinem Kumpel die ganze Zeit moralische Unterstützung», sagt Ronaldo Nóbrega von der Polizei in Paraíba. «Wäre er damit nicht einverstanden gewesen, hätte er seinen Freund entweder blockiert oder ihm geraten, damit aufzuhören.»

Der 18-Jährige sitzt in Brasilien in Untersuchungshaft. Die Haftbedingungen sind nicht so komfortabel wie jene in Spanien. Sein Vater will ihn rausholen: «Marvin ist ein herziger Junge, der Tiere und Kinder liebt. Sie wollen jetzt ein Monster aus ihm machen, dabei ist er nur ein junger Mann, der gerade aus der Pubertät kommt», sagt Percival Henriques, der in Brasilien eine ONG leitet, die dafür sorgt, dass benachteiligte Personen Zugang zum Internet bekommen.

Marvin sagt inzwischen, er könne sich nicht an Details zum Mord erinnern. Einzig, dass sein Kollege seine Verwandten ermordete, «weil er die Zahl 17 hasst». Patrick Nogueira hat ein Tattoo auf seiner Brust mit der 17 in römischen Zahlen.
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Re: Mordfall in Spanien: «Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

#2

Ungelesener Beitrag von Ehemaliges Mitglied » So, 6. Nov. 2016, 14:55

Die hübsche junge Frau auf dem zweiten Foto ist übrigens die junge Mutter Janaína Santos Américo, die dieser kranke junge Mensch ermordet hat zusammen mit ihrem Ehemann, den er auch umgebracht hat.
http://www.estrelladigital.es/articulo/ ... 97895.html

Der "Junge" muss wohl an einer schwereren Persönlichkeitsstörung oder ähnlichem leiden, wenn er ohne jegliches greifbare Motiv vier Verwandte umbringt. Schätzungsweise hat er in Brasilien schon gewisse Erfahrungen als Opfer oder Zeuge von extremer Gewalt gehabt, war aber äußerlich "normal" sozialisiert, anders kann man sich das nicht erklären. Ist ja dort verbreitet. Brasilien hat nach Mexiko iirc die höchste Mordrate der Welt, 60.000 Morde pro Jahr (in D sind es unter 1.000)
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 30610.html
http://theglobalobservatory.org/2015/05 ... l-mapping/

Dass der Kumpel im Gefängnis ist, der quasi nur mit hineingezogen wurde durch den Chat, das geht formal-juristisch sicher durch, aber als einen Komplizen kann man den eigentlich nicht bezeichnen, der wusste wohl nicht mal so recht, bzw hat es sich nicht wirklich vergegenwärtigt, dass das alles echt ist und kein durchgeknallter Phantasie-Chat...

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Re: Mordfall in Spanien: «Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 6. Nov. 2016, 15:05

Veröffentlicht am 30.10.2016

https://www.youtube.com/watch?v=_a478Zzkp1U
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Re: Mordfall in Spanien: «Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 6. Nov. 2016, 15:33

Aus einem Artikel der spanischen Zeitung El Mundo grob zusammengefasst:

Patrick Nogueira lebte im spanischen Ort Torrejón de Ardoz, rund 20 Km von Madrid entfernt, gemeinsam mit seinen Angehörigen in einer Mietwohnung. Dessen Onkel Marcos Campos und Tante Janaína Santos kümmerten sich um den Jungen und bemerkten im Laufe der Zeit, wie er sich veränderte. In einem Telefonat mit dessen Eltern in Brasilien erzählte Campos später, dass Patrick nicht mehr der Junge war, wie sie ihn in Brasilien kannten und das er jeglichen direkten Kontakt unterband und vermied und um Ausreden für Zusammentreffen nicht verlegen war. Aus Sorge um ihren Neffen, wollten sie ihn endlich zu sich in ihr Haus nach Pioz holen, dass sie am Freitag, den 8. Juli 2016 bezogen hatten, aber als der Onkel in Torrejón de Ardoz ankam (der Junge wollte noch für einige Tage in der Wohnung verbleiben) erfuhr er, dass sein Neffe in ein Hotel gezogen war. Weiterhin erzählte der Onkel vor seinem Tod, dass sie von Patrick sehr enttäuscht waren und nicht wüssten, warum er ihre folgenden Anrufe und Nachrichten ignorierte. Jedenfalls glaubten sie, dass, wenn Patrick keine finanzielle Hilfe mehr bekam oder nichts mehr zu essen hatte, er sie aufsuchen und ihnen auch die Gründe für sein Verhalten nennen würde.

Am 17. August 2016 suchte Patrick schließlich seine Angehörigen in deren Haus in Pioz auf und ermordete sie.

In seiner Erklärung gestand Patrick, dass er den Kontakt zu seinen Angehörigen abgebrochen hatte, nachdem er seine Tante vor sich selbst warnte:
"Die Leute glauben, dass ich ein Narr bin, aber bin eine schlechte Person und es gefällt mir, ein Bösewicht zu sein."
sagte er sinngemäß zu ihr. Was es mit der Zahl 17 auf sich hat, wird in dem Artikel allerdings nicht beschrieben.
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Re: Mordfall in Spanien: «Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 6. Nov. 2016, 15:46

z3001x hat geschrieben:Der "Junge" muss wohl an einer schwereren Persönlichkeitsstörung oder ähnlichem leiden, wenn er ohne jegliches greifbare Motiv vier Verwandte umbringt. Schätzungsweise hat er in Brasilien schon gewisse Erfahrungen als Opfer oder Zeuge von extremer Gewalt gehabt, war aber äußerlich "normal" sozialisiert, anders kann man sich das nicht erklären. Ist ja dort verbreitet. Brasilien hat nach Mexiko iirc die höchste Mordrate der Welt, 60.000 Morde pro Jahr (in D sind es unter 1.000)
Wenn dem so war, dann hatte die Familie offenbar nichts davon bemerkt. Wie der Onkel ja sagte, musste sich Patrick erst während seiner Zeit in Spanien so negativ verändert haben.

Zu der Zahl 17 habe ich folgendes gefunden:

Magie und Symbolik der Zahlen – Die Zahl 17 – Bedeutung in der Numerologie
Die Zahl 17 steht für die Hoffnung – das Licht am Ende des Tunnels, sowie für soziale Aufgaben.

Allgemeine Bedeutungen der 17 sind:
Glaube, Wahrheit, Optimismus, Hoffnung, Nächstenliebe, Klarheit, Freundschaft, soziales / ehrenamtliches Engagement

Mit einer 17 in den Eigenschaften gehören Sie zu den sonnigen Menschen. Einfühlungsvermögen, Redegewandtheit und Authentizität zeichnen Sie aus. Aufrichtigkeit und Mitgefühl sind für Sie eine Selbstverständlichkeit. Sie leben im Vertrauen auf die Führung aus der geistigen Welt.

In einem persönlichen Jahr der 17 begonnene Projekte gehen – langfristig gesehen – in eine positive Entwicklung. Sie erkennen, was für Sie wirklich stimmig ist. Es ist eine Zeitphase, in der Menschen Ihre Nähe suchen und sich Ihnen anvertrauen. Begegnen Sie diesen Menschen völlig wertfrei und stehen Sie diesen Menschen als Zuhörer oder auch Berater zur Verfügung.

Aus spiritueller Sicht handelt es sich bei der 17 um die Zahl der Sprache und des Ausdrucks. Es geht darum, das auszusprechen was man meint.
HerzVertrauen.de
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Re: Mordfall in Spanien: «Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

#6

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 6. Nov. 2016, 15:56

Aus dem Video:

Patrick hatte die römische Zahl XVII (17) beim rechten Schlüsselbein eintätowiert
Die Tat geschah am 17. August 2016
Die Leichen wurden am 17. September 2016 gefunden (allerdings konnte Patrick das nicht wissen)
Patrick stellte sich am 17. Oktober 2016

Keine Ahnung, was das alles bedeuten könnte :S:
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Re: Mordfall in Spanien: «Ich dachte, das Töten würde mich anwidern»

#7

Ungelesener Beitrag von Ehemaliges Mitglied » So, 6. Nov. 2016, 16:53

Salva » 06 Nov 2016, 15:46 hat geschrieben:
z3001x hat geschrieben:Der "Junge" muss wohl an einer schwereren Persönlichkeitsstörung oder ähnlichem leiden, wenn er ohne jegliches greifbare Motiv vier Verwandte umbringt. Schätzungsweise hat er in Brasilien schon gewisse Erfahrungen als Opfer oder Zeuge von extremer Gewalt gehabt, war aber äußerlich "normal" sozialisiert, anders kann man sich das nicht erklären. Ist ja dort verbreitet. Brasilien hat nach Mexiko iirc die höchste Mordrate der Welt, 60.000 Morde pro Jahr (in D sind es unter 1.000)
Wenn dem so war, dann hatte die Familie offenbar nichts davon bemerkt. Wie der Onkel ja sagte, musste sich Patrick erst während seiner Zeit in Spanien so negativ verändert haben.

Zu der Zahl 17 habe ich folgendes gefunden [...]
Naja es muss ja eine zumindest subjektive innerpsychische Grundlage für so eine Tat geben.
Wenn jemand selbst Gewaltopfer wurde, besonders als Kind, das gilt auch für Missbrauch, ist es oft so, dass er oder sie es "abspaltet" u/o verdrängt und er später um so gravierende persönliche Probleme bekommt, die ganz verschiedene Symptome haben können.
Männer neigen dazu bei Erfahrung als Gewaltopfer, wenn es unverarbeitet bleibt, selbst die Rolle des Täters einzunehmen. Insofern find ich das nicht völlig ausgeschlossen, so einen Zusammenhang zu sehen.
Das jemand eine Zeitlang unauffällig ist, ist ja nicht im geringsten ungewöhnlich, auch nicht, dass jemand aus der Familie das zumindest so darstellt - muss ja nicht 100% stimmen.
Insbesondere, wenn einer aus der gewohnten, Halt-gebenden Umgebung heraustritt, ist es am wahrscheinlichsten dass solche unbewältigten Dinge zu Tag treten.
OK das ist Küchentisch-Psychologie mit einem Quäntchen Wahrheit

Die Neigung zur Kontaktverweigerung und radikaler Abschottung und Rückzug und auch diese ungewöhnliche ausgeprägte Neigung zu Zahlenmystik könnten auch ein bisschen in Richtung sich anbahnender paranoider Schizophrenie hindeuten.
Vom zeitliche Ablauf wollte er offenbar unbedingt vermeiden, mit seinen Verwandten unter einem Dach zu wohnen und ist dafür buchstäblich über Leichen gegangen.
Entweder hat er in der Zeit in Spanien da massive grundlegende Kontaktprobleme entwickelt oder er hatte ein massives Problem mit einem oder beiden der ermordeten Erwachsenen.
Vom Alter her ist das gar nicht so selten, also Psychosen brechen oft am Ende der Pubertät bei beginnender Adoleszenz aus...

Aber auch das Küchenpsychologie, mea culpa... ;)
Patrick hatte die römische Zahl XVII (17) beim rechten Schlüsselbein eintätowiert
Die Tat geschah am 17. August 2016
Die Leichen wurden am 17. September 2016 gefunden (allerdings konnte Patrick das nicht wissen)
Patrick stellte sich am 17. Oktober 2016

Keine Ahnung, was das alles bedeuten könnte?
Ich tippe auf Waffelschaden mit Zahlen...

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