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Australien: Prävention oder Irrsinn?

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Salva
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Australien: Prävention oder Irrsinn?

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 22. Jun. 2015, 16:49

Eine Mutter stillte ihr Baby, nachdem sie sich tätowierte - bis der Fall vor Gericht landete
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Es ist ein ganz natürlicher Vorgang, möchte man meine. Eine Mutter wollte ihr elf Monate altes Kinder stillen. Was sie allerdings zuerst nicht verriet: Sie ließ sich frisch tätowieren. Dann erfuhren Richter von dem Fall.

Ins Rollen kam die Geschichte, als der Vater des Kindes den Jungen zu sich holte. Das Paar lebt getrennt und die Frau soll mit Depressionen zu kämpfen gehabt haben. Als die Mutter ihren Sohn wieder haben wollte und deshalb das Familiengericht um Hilfe bat, sprach der Richter Matthew Myers ihr das Sorgerecht zu - unter einer Auflage.

Der Richter legte fest, dass die Frau nicht stillen dürfe. Zu hoch seien die Gefahren, dass sie sich bei der Tätowierung mit einer Krankheit angesteckt haben könnte. Matthew Myers sagte, er habe die Gefahren für das Kind mit einer lebenslangen HIV-Erkrankung leben zu müssen und die Vorteile des Stillens gegeneinander abgewogen, wie "The Sydney Morning Herald" berichtet.

Hinter dem Urteil der Richter steht die umstrittene Frage, ob sich die Mutter mit Krankheiten wie Hepatitis oder HIV durch die frische Tätowierung angesteckt haben könnte. Die 20-Jährige hatte dem Tätowierer verschwiegen, dass sie stillte. Vor Gericht erklärte der Mann, dass er grundsätzlich keine schwangeren oder stillenden Frauen tätowieren würde.

Warum kann Tätowieren gefährlich sein? Hepatitis B und C sowie HIV können durch eine Tätowierung übertragen werden. Wenn die Tätowiermaschine nicht gründlich gereinigt und sterilisiert wurde nachdem sie mit dem Blut eines anderen Kunden in Berührung kam, können sich die Krankheiten auf den nächsten Kunden übertragen.

Richter Myers beruft sich in seinem Vorgehen auf die "Australian Breastfeeding Association (ABA)". Die Organisation warnt zwar davor, dass bei Tätowierungen ein unzumutbares Risiko besteht, jedoch seien die Gefahren vor allem in einem sauberen Studio eher gering.

Die Frau wurde mittlerweile auf beide Erkrankungen negativ getestet. Ein Familiengericht in Sydney wird in den kommenden Tagen über die Berufung gegen die Auflagen von Myers entscheiden.

Quelle: The Huffington Post
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