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Türkei: 39 Tote, 69 Verletzte bei Angriff auf Istanbuler Nachtclub

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Jason Darkstone
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Türkei: 39 Tote, 69 Verletzte bei Angriff auf Istanbuler Nachtclub

#1

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » So, 1. Jan. 2017, 13:13

Kurz nach Mitternacht feuerte ein als Weihnachtsmann Verkleideter im Nachtclub Reina wahllos um sich und konnte flüchten. Unter den Toten sind 16 Ausländer – keine Hinweise auf österreichische Opfer

Istanbul – Nach dem Anschlag auf einen Nachtclub in Istanbul ist die Zahl der Toten auf 39 gestiegen. Unter den bisher 21 identifizierten Opfern seien 16 Ausländer, teilte der türkische Innenminister Süleyman Soylu am Sonntag mit. 69 weitere Menschen seien bei dem Attentat auf eine Silvesterparty verletzt worden, vier von ihnen schwer.

Die Polizei fahnde noch nach dem Angreifer, der kurz nach Mitternacht den Nachtclub Reina attackiert habe, sagte der Minister. "Die Suche nach dem Terroristen geht weiter."

Justizminister Bekir Bozdağ erklärte auf Twitter: "Das ist ein hinterhältiger und verräterischer Terroranschlag gegen unsere Türkei, unseren Frieden, unsere Einheit, unsere Brüderlichkeit und gegen uns alle." Der Kampf gegen den Terror werde "entschlossen" weitergeführt.

Angreifer als Weihnachtsmann verkleidet

Nach Angaben des Istanbuler Gouverneurs Vasip Sahin erschoss mindestens ein Angreifer in einem Weihnachtsmannkostüm einen Polizisten und einen Zivilisten vor dem Eingang des Nachtclubs Reina, bevor er im Inneren des Clubs wahllos um sich schoss. Er habe "auf die brutalste und gnadenloseste Weise auf unschuldige Menschen gezielt, die nur hergekommen waren, um Silvester zu feiern und Spaß zu haben", sagte Sahin.

Die Nachrichtenagentur Dogan berichtete von zwei Angreifern, dafür gab es zunächst jedoch keine Bestätigung. Dogan zufolge feierten und tanzten zum Zeitpunkt des Angriffs zwischen 700 und 800 Menschen in dem berühmten Nachtclub am Ufer des Bosporus. Augenzeugen hätten berichtet, die Angreifer hätten Arabisch gesprochen.

Es gebe "noch keine Hinweise, dass Österreicher unter den Opfern sind", teilte der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll, am Sonntagmorgen mit. Das österreichische Konsulat steht nach Angaben Schnölls in engem Kontakt mit den türkischen Behörden. Das Außenministerium in Wien bat Reisende, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu folgen.

Anschlag trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen

Dem Sender CNN Türk zufolge begann der Angriff auf die Silvesterfeier um etwa 01.15 Uhr (Ortszeit Sonntag, 23.30 Uhr Samstag MEZ). Die Zeitung "Hürriyet" berichtete – so wie Nachrichtenagentur Dogan – unter Berufung auf Augenzeugen, es habe mehr als einen Angreifer gegeben. Der Besitzer des Clubs, Mehmet Koçarslan, sagte dem Blatt, nach Berichten des US-Geheimdienstes über mögliche Anschläge seien die Sicherheitsvorkehrungen in den vergangenen zehn Tagen verstärkt worden.

Laut Nachrichtensender NTV sprangen mehrere Menschen in Panik in den Bosporus, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Rettungsmaßnahmen am Ufer dauerten an. Der Nachtclub Reina befindet sich direkt am Ufer des Bosporus im Norden der Istanbuler Innenstadt auf der europäischen Seite der Metropole. Er ist vor allem bei der Istanbuler Oberschicht beliebt.

Mit dem Anschlag hat der Attentäter nach den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan "Chaos" verbreiten wollen. "Sie wollen die Moral unseres Landes zerstören und Chaos verbreiten, indem sie mit diesen schändlichen Angriffen gezielt Zivilisten attackieren", erklärte Erdogan am Sonntag. Die Türkei sei aber entschlossen, "den Kampf gegen den Terror" fortzusetzen und alles Notwendige für die Sicherheit der Bürger zu unternehmen.

17.000 Polizisten in der Silvesternacht im Einsatz

Aus Angst vor möglichen Anschlägen waren in der Silvesternacht Medienberichten zufolge 17.000 Polizisten in Istanbul im Einsatz. An der zentralen Ausgehmeile İstiklâl Caddesi kontrollierten Sicherheitskräfte die Zugänge und durchsuchten Taschen.

In der Türkei sind im vergangenen Jahr 2016 mehrere Anschläge verübt worden. Zuletzt starb im Dezember der russische Botschafter Andrej Karlow bei einem Attentat in Ankara. Im Juni hatte ein Selbstmordanschlag auf dem Istanbuler Flughafen 45 Todesopfer gefordert.

Internationale Reaktionen

US-Präsident Barack Obama sprach der Türkei seinem Sprecher zufolge in einer ersten Reaktion sein Beileid aus und bot den Behörden des Nato-Partners Unterstützung an.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini schrieb auf Twitter: "2017 startet mit einem Angriff in Istanbul. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Wir arbeiten weiter daran, solche Tragödien zu verhindern." Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte in der Nacht über Twitter: "Wir sind tief bestürzt und trauern mit den Menschen in Istanbul."
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Re: Türkei: 39 Tote, 69 Verletzte bei Angriff auf Istanbuler Nachtclub

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 3. Jan. 2017, 13:53

Türkische Polizei veröffentlicht Video von mutmaßlichem Attentäter

03. Januar 2017 10:47 Uhr
Auf den Aufnahmen ist ein Mann zu sehen, der durch die Istanbuler Innenstadt spaziert. Wann das Video aufgenommen wurde, war zunächst nicht bekannt.
Türkische Behörden haben ein Video veröffentlicht, dass den mutmaßlichen Attentäter des Anschlags auf den Istanbuler Club "Reina" zeigen soll. Auf den Aufnahmen ist ein Mann zu sehen, der durch die Istanbuler Innenstadt spaziert und sich dabei selbst filmt. Wann das Video aufgenommen wurde, war zunächst nicht bekannt. Auch zur Identität des Mannes gab es bisher keine Angaben. Man habe Fingerabdrücke des Täters sicher stellen können, sagte der stellvertretende Ministerpräsident der Türkei. In der Neujahrsnacht waren bei einem Anschlag in einem Nachtclub in Istanbul 39 Menschen ums Leben gekommen. Der IS reklamierte den Anschlag für sich.
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Re: Türkei: 39 Tote, 69 Verletzte bei Angriff auf Istanbuler Nachtclub

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 3. Jan. 2017, 18:21

Erstaunlich dabei ist, dass der ISIS immer wieder auch die Länder angreift, die ihn mit Waffen und Geld unterstützen. Hoffentlich öffnet dieser Anschlag endlich auch der türkischen Regierung die Augen, denn das auch hier wieder Unschuldige sterben mussten zeigt doch überdeutlich, das sich diese radikalen Islamisten über die gesamte Welt stellen.
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Re: Türkei: 39 Tote, 69 Verletzte bei Angriff auf Istanbuler Nachtclub

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 17. Jan. 2017, 07:20

Istanbul-Attentäter offenbar gefasst

17.01.2017 06:39
Der Tatverdächte des Anschlags in einer Istanbuler Disco ist gefasst. Er hat sich in einer Wohnung gemeinsam mit seinem vier Jahre alten Sohn aufgehalten.
Bild nicht mehr vorhanden16 Tage nach dem Anschlag auf einen Istanbuler Nachtclub hat die Polizei den mutmasslichen Attentäter gefasst.
Mehr als zwei Wochen nach dem Anschlag auf den Istanbuler Nachtclub Reina kann die Polizei die Festnahme des mutmasslichen Attentäters verbuchen. Der Verdächtige sei am späten Montagabend bei einer Razzia im Istanbuler Stadtteil Esenyurt festgesetzt worden, berichteten mehrere türkische Medien in der Nacht zu Dienstag. Dem privaten Fernsehsender NTV zufolge hielt sich der Mann dort in einem Haus auf, das einem kirgisischen Freund gehört haben soll.

Neben dem Verdächtigen seien auch sein Freund sowie drei weitere Personen festgenommen worden, meldete NTV. Das vierjährige Kind des mutmasslichen Angreifers sei zu dem Zeitpunkt bei ihm gewesen und nun in Obhut der Behörden.

Mehrere Tage observiert

Zudem berichtete der Fernsehsender, dass die Polizei den Mann seit vier oder fünf Tagen observiert habe. Die Razzia habe entsprechend später stattgefunden, um seine Bewegungen und Kontakte zu beobachten.

Auch die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu gab einen Bericht über die Festnahme heraus und identifizierte ihn als Abdulgadir M. Auch sie schrieb, die Polizei habe neben ihm einen Kirgisen und drei Frauen in Gewahrsam genommen. Ohne weitere Details zu nennen, hiess es, die Ermittler führten auch Razzien gegen andere mutmassliche Zellen der Terrormiliz Islamischer Staat aus.

Die Zeitung «Hürriyet» und andere Medien hatten den mutmasslichen Angreifer zuvor als einen Usbeken identifiziert. Im Laufe des Tages hatte der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus gesagt, die Attacke auf den Nachtclub Reina sei professionell – mit der Hilfe eines Geheimdienstes – ausgeführt worden. Dies hatte er bereits in den ersten Tagen nach dem Angriff gesagt.

Gegen Festnahme gewehrt


Unterdessen veröffentlichte die private Nachrichtenagentur Dogan ein nach eigenen Angaben erstes Foto des Festgenommenen. Es zeigte einen verletzten, schwarzhaarigen Mann mit einem blutigen, grauen T-Shirt, der am Nacken festgehalten wird. NTV berichtete, er habe sich gegen seine Festnahme gewehrt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte sich zu dem Anschlag mit 39 Toten in der Silvesternacht bekannt. Diese sei als Racheakt für das Einwirken der Türkei auf die Kämpfe in Nordsyrien zu verstehen.
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