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Hinrichtung eines zum Tatzeitpunkt Minderjährigen steht bevor

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Hinrichtung eines zum Tatzeitpunkt Minderjährigen steht bevor

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 2. Aug. 2016, 21:59

Die iranische Regierung plant laut Bericht des NCRI am Mittwoch den 19-jährigen Alireza Tajiki hinzurichten. Der zum Tode Verurteilte war zum Zeitpunkt seiner angeblichen Straftat erst 15 Jahre alt gewesen.
Am kommenden Mittwoch soll laut Bericht des National Council of Resistance of Iran (NCRI) der 19-jährige Alireza Tajiki gehängt werden. Tajiki war im April 2013 wegen angeblichen Mordes und Vergewaltigung zum Tode verurteilt worden. Zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Straftaten war er 15 Jahre alt gewesen.

Die Exekution war bereits für den 15. Mai diesen Jahres angesetzt worden, ist aber aufgrund von internationalem Druck aufgehalten und noch einmal verschoben worden.

Die Familienangehörigen Tajikis teilten internationalen Medien nun mit, dass sie von Behörden des Adel-Abad Gefängnisses in Shiraz über die Möglichkeit eines letzten Besuches vor der Hinrichtung informiert wurden und die Exekution am Mittwoch, den 3. August stattfinden soll.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) geht von durch Folter erzwungenen Geständnissen aus und versucht weiterhin, die Hinrichtung abzuwenden. Auf heftigen Widerstand stößt insbesondere, dass das Regime im Iran weiterhin Todesurteile gegenüber zum Tatzeitpunkt Minderjährigen verhängt und vollstreckt, was gegen jegliche internationalen Normen und Menschenrechtsstandards spricht.
initiative-gegen-die-todesstrafe.de
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Re: Hinrichtung eines zum Tatzeitpunkt Minderjährigen steht bevor

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 5. Aug. 2016, 18:02

Hinrichtung des 19-jährigen Alireza Tajiki aufgeschoben, Hassan Afshar, zum Tatzeitpunkt ebenfalls minderjährig, jedoch hingerichtet
04.08.2016 | Nach Informationen Amnesty Internationals ist Hassan Afshar für ein Verbrechen, zu dessen Zeitpunkt er noch minderjährig war, am 18. Juli exekutiert worden. Dies ist in diesem Jahr die erste offiziell bestätigte Hinrichtung eines minderjährigen Straftäters im Iran.

Am 18. Juli wurde laut Amnesty International der 19-jährige Hassan Afshar wegen angeblicher Vergewaltigung eines Jugendlichen im Arak Gefängnis der iranischen Provinz Markazi gehängt. Dies ist die erste in diesem Jahr bestätigte Hinrichtung eines Straftäters im Iran, der zum Zeitpunkt des Verbrechens noch minderjährig war.

Die Bestätigung der Exekution Afshars löste Bestürzung aus, da die Information kurz nach der Ankündigung der bevorstehenden Hinrichtung Alireza Tajiki (wir berichteten am 1. August), der ebenfalls zum Tatzeitpunkt minderjährig war, eintraf. Laut Informationen Amnesty International wurde die für Anfang dieser Woche geplante Hinrichtung aufgrund internationalen Drucks jedoch aufgeschoben.

Der im Juli hingerichtete Hassan Afshar war im Alter von 17 Jahren aufgrund angeblichem “lavat-e be onf” (gezwungenem Analverkehr zwischen Männern) zum Tode verurteilt worden. Afshar selbst bestritt den gegen ihn erhobenen Vorwurf, da es sich nach seiner Aussage um einen von beiden Seiten gebilligten Sexualverkehr gehandelt hatte.

Aufgrund des im Iran herrschenden Gesetzes, welches bei Analverkehr zwischen Männern oder Jugendlichen verschiedene Strafen vorsieht, bestehen große Zweifel an der Anklage sowie den Aussagen: Die Bestrafung im Iran für gleichgeschlechtlichen Sexualverkehr richtet sich zum einen danach, ob es sich um den "aktiven" oder" passiven" Partner handelt und zum anderen, ob der Geschlechtsverkehr im Einvernehmen oder gezwungener Maße stattfand.
Bei von beiden Seiten gewilligtem Analverkehr erhält der passive Partner die Todesstrafe, während der aktive Partner nur dann zum Tode verurteilt wird, wenn er verheiratet oder Nicht-Muslim und sein Partner Muslim ist. Kommt es zu gezwungenem gleichgeschlechtlichen Analverkehr, erhält der aktive Partner die Todesstrafe und der passive Partner gilt als Opfer.


Bereits im letzten Jahr sind mindestens vier Personen im Iran hingerichtet worden, die zum Zeitpunkt der Straftaten noch minderjährig waren.
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