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Das Horror-Ehepaar aus Höxter | Prozess

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Salva
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Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#121

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 13. Jul. 2017, 21:55

Der Gutachter [...] ließ offen, ob ein gesunder Mensch in der gleichen Weise gefallen und gestürzt wäre.

[...]

Für ihre Verteidiger hat der 26. Verhandlungstag jedenfalls einen erfolgreichen Verlauf genommen: „Der Vorwurf des vollendeten Mordes ist vom Tisch“, sagt der Anwalt von Wilfried W.
Wie zynisch! Da wird eine Frau so lange gefoltert und missbraucht, bis sie, vielfach verletzt, nur noch ein Schatten ihrer selbst ist und sich wahrscheinlich suizideren wollte, weil sie das alles nicht länger ertragen konnte und dann hat sie auch noch das Pech und stürzt quasi zu Tode was zur Folge hat, dass ihr(e) Peiniger glimpflicher davon kommen als sie es zweifellos verdient hätten.

"Versuchter Mord durch Unterlassen"
(§§ 212, 211, 22, 23, 13... StGB)
Selbst wenn die beiden Angeklagten Susanne F. früher ins Krankenhaus gebracht hätten, wäre ihr Tod nicht zwingend zu verhindern gewesen, führt der Gutachter aus. Nur dann wäre die Tat aber juristisch gesehen ein Mord durch Unterlassen gewesen, sagt Oberstaatsanwalt Meyer später. Denn dafür müsse der Nachweis geführt werden, dass Susanne F. mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei sofortiger Einweisung in ein Krankenhaus überlebt hätte.
Susanne F. würde sehr wahrscheinlich noch leben, wenn sie diesen beiden Figuren nie begegnet wäre. Aber das ist eine reine Spekulation, weil sie in diesem Zeitraum natürlich auch bei einem Unfall im Haushalt oder Straßenverkehr usw. zu Tode gekommen sein konnte. Und hätte sie ein Bierchen oder ein leckeres Likörchen getrunken, wäre sie auch noch selbst Schuld an ihrem Tod! Überhaupt: warum ist Susanne F. nicht einfach in irgendeiner Ecke dieser Horror-Hütte liegen geblieben, wenn sie doch so schwach und verletzt war? Hätte sie das getan, hätte sie nicht stürzen können, ergo wäre sie jetzt nicht tot!
Ich kann diesen Juristen :shit: drehen und wenden wie ich will... am Ende kommt es immer so rüber, als ob das Opfer hier seine jetzige Situation selbst verschuldet hat und nur weil Frau F. geboren ist, sitzen diese beiden Schwachmaten überhaupt vor Gericht! Also...: Freispruch für das Höxter-Horror-Paar! Manchmal hasse ich diesen ganzen Mist. :symbols_over_mouth:

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Lastlove
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Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#122

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Fr, 14. Jul. 2017, 03:05

Ja ich hasse es auch.
Als läge es in der Verantwortung eines Opfer den Prozess der Angst zu steuern..
Hingegen sichert man kriminellen zu, um diesen Prozess ja ach überhaupt keinen blassen Schimmer zu haben.

Was stimmt da nicht..soein Gutachten kann es doch garnicht geben..da muss ein anderes her..das Recht hat doch jeder Täter..so also auch die Opfer?

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Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#123

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 14. Jul. 2017, 17:21

Gutachter hält Wilfried W. für voll schuldfähig

14.07.2017, 16:19 Uhr
Im Prozess um das "Horrorhaus" von Höxter hält der Gutachter Prof. Michael Osterheider den Angeklagten Wilfried W. laut seinem vorläufigen Gutachten für voll schuldfähig.
Das bestätigte Sprecher Bernd Emminghaus vom Landgericht Paderborn am Freitag. Danach lägen außerdem die Voraussetzungen für eine anschließende Sicherungsverwahrung vor. Folgt das Gericht dieser Einschätzung, könnte Wilfried W. nach Verbüßen der Strafe in Sicherungsverwahrung kommen. Mehrere Medien hatten am Freitag von dem vorläufigen Gutachten berichtet.
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Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#124

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 19. Jul. 2017, 05:06

Höxter-Prozess: Anklage lässt Vorwurf fallen

18.07.2017, 18:38 Uhr
Im Prozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter ist der Staatsanwalt auch im Fall des zweiten Opfers vom Vorwurf eines vollendeten Mords durch Unterlassen abgerückt.
"Ich gehe im Fall von Anika W. nach dem Gutachten nur noch von einem versuchten Mord durch Unterlassen aus", sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer am Dienstag am Rande des Prozesses vor dem Landgericht Paderborn.

Zuvor hatte ein Gutachter erklärt, im Fall der 33 Jahre alten Anika W. aus Uslar im Solling lasse sich keine sichere Aussage zur Todesursache machen. In der vergangenen Woche hatte Meyer bereits eingeräumt, dass auch beim Opfer Susanne F. aus Bad Gandersheim der Nachweis eines vollendeten Mords durch Unterlassen nicht mehr zu führen sei.
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