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Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt l Prozess

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Marie
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Re: Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt

#91

Ungelesener Beitrag von Marie » So, 1. Jan. 2017, 18:47

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Ich habe nur eine Aussage getätigt:
Ich finde es einfach nur furchtbar, daß es Wiederholungstäter gibt. Man könnte viele Verbrechen verhindern, wenn man solche Menschen einfach nach der ersten Straftat für immer weg sperrt...
Und dann Du:
Schau: im Jahr 2015 wurden in Deutschland 6.330.649 Straftaten registriert.




Ich sprach halt von Wiederholungstätern und Du allgemein von Straftaten. Das
Nenne mir also bitte eine mögliche Zahl von Tätern und sag' mir dann, was du mit denen anstellen würdest oder wo die untergebracht werden könnten. Bedenke aber dabei, dass diese Zahl nur auf ein Jahr bezogen ist. 2016 ist inzwischen auch schon vorbei.
kann ich Dir nicht beantworten bzw. war auch nicht Gegenstand meiner Aussage.


Ich dachte es sei klar, dass es für diese 6.330.649 Straftaten keine 6.330.649 Straftäter gibt. Eben wegen der Wiederholungstäter ;)
Hm, diese Aussage war für mich nicht klar. Aber da bin ich dann anscheinend zu doof für, um das zu erfassen. Vielleicht ist Deine Aussage anderen Usern klarer.
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Re: Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt

#92

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 1. Jan. 2017, 20:09

Marie hat geschrieben:Man könnte viele Verbrechen verhindern, wenn man solche Menschen einfach nach der ersten Straftat für immer weg sperrt...
Das war der Grund, weshalb ich die Summe der Straftaten gepostet hatte. Ich wollte also nur wissen, wohin mit all' den Typen. Und in Folge käme dann meine Frage, welcher Tätertyp für immer weggesperrt werden sollte. Dass das System längst nicht alle unterbringen kann, steht angesichts dieser Menge nämlich außer Frage. Also müsstest du Abstriche machen.
Marie hat geschrieben:Hm, diese Aussage war für mich nicht klar. Aber da bin ich dann anscheinend zu doof für, um das zu erfassen. Vielleicht ist Deine Aussage anderen Usern klarer.
Ich hätte mich deutlicher ausdrücken sollen. sorry war mein Fehler.
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Re: Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt

#93

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 10. Jan. 2017, 18:15

Gesuchte Zeuginnen im Mordfall Freiburg melden sich

10.01.2017, 15:39 Uhr
Nach mehreren Aufrufen der Polizei im Fall des Sexualmords von Freiburg haben sich zwei seit Wochen gesuchte Zeuginnen gemeldet.
Ihre Aussagen würden nun ausgewertet, teilte die Polizei am Dienstag mit. Bei einer der beiden Frauen handele es sich um eine Radfahrerin, die zur Tatzeit am Ort des Verbrechens vorbeifuhr. Ebenfalls gesucht worden war eine Frau, die am Tatabend in der Straßenbahn war, in der auch der Tatverdächtige saß. Sie war von ihm angesprochen worden und hatte dann den Platz gewechselt.
(...)
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Re: Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt

#94

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 23. Jan. 2017, 07:11

Im Mordfall Freiburg wartet Justiz auf Altersgutachten

23.01.2017, 06:02 Uhr
Im Fall des Sexualmords von Freiburg rechnen die Behörden in den kommenden vier Wochen mit einem Gutachten zum Alter des Tatverdächtigen.
Rechtsmediziner der Freiburger Universität seien in der entscheidenden Phase ihrer Arbeit, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Vom Ergebnis hänge ab, ob der Verdächtige nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angeklagt wird und wie das maximal mögliche Strafmaß aussehe. Nach Jugendstrafrecht sind höchstens zehn Jahre Haft möglich, nach Erwachsenenstrafrecht lebenslänglich.
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Re: Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt

#95

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 22. Feb. 2017, 12:42

Sexualmord in Freiburg: Verdächtiger ist kein Jugendlicher

22.02.2017, 11:28 Uhr
Im Fall des Sexualmords an einer Studentin in Freiburg wird der tatverdächtige Flüchtling Hussein K. voraussichtlich nach Erwachsenenstrafrecht angeklagt.
Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Altersgutachten lege nahe, dass er zur Tatzeit mindestens 22 Jahre alt war und nicht wie von ihm angegeben 17 Jahre, teilte die Behörde am Mittwoch mit.
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Re: Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt

#96

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 22. Feb. 2017, 18:51

Das Flüchtlinge mitunter ihr wahres Alter vertuschen, ist längst keine Seltenheit mehr und das hat auch seine Gründe. Ungeachtet dessen, ob er sich damit anderweitig strafbar gemacht hat - etwa durch Erschleichen von Leistungen o.ä. - droht dem Mörder jetzt ein wesentlich empfindlicheres Strafmaß und das ist auch gut so.
Sein vorletztes (bekannte) Opfer kam knapp mit dem Leben davon, Maria hatte leider nicht soviel Glück. Ich bin mir deshalb sicher, dass K. eine tickende Zeitbombe ist und demnach ein Kandidat für die anschl. Sicherungsverwahrung wäre. Besser als die Abschiebung ist die SV in diesem Fall allemal!
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Re: Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt

#97

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 16. Mär. 2017, 09:46

Suizidversuch in Haftanstalt: Hussein K. wollte sich offenbar das Leben nehmen

16.03.2017, 06:08
Hussein K. steht unter Verdacht, die 19-jährige Studentin Maria L. in Freiburg im Oktober 2016 vergewaltigt und getötet zu haben. Der junge Flüchtling sitzt derzeit in Haft. Dort soll er im Dezember einem Medienbericht zufolge einen Suizidversuch unternommen haben.
Der junge Flüchtling Hussein K. wird verdächtigt, für den Tod der 19-jährigen Studentin Maria L. verantwortlich zu sein. Er soll die junge Frau im Oktober 2016 vergewaltigt und getötet haben. Derzeit ist er inhaftiert und schweigt zu den Vorwürfen.

Selbstmordversuch verhindert

Die„Bild“-Zeitung berichtet nun, dass Hussein K. an den Weihnachtstagen einen Suizidversuch unternommen haben soll. Der Flüchtling sei der Zeitung zufolge seit Dezember im Justizvollzugskrankenhaus auf dem Hohenasperg untergebracht sein. Dort soll sich der Zwischenfall ereignet haben.

Der Selbstmordversuch von Hussein K. wurde der „Bild“-Zeitung zufolge von einem Justizvollzugsbeamten entdeckt, nachdem dieser rund um die Uhr überwacht wird. Hussein K. soll sofort zum Arzt gebracht worden sein. Er habe keine gesundheitlichen Schäden davongetragen.
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Re: Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt

#98

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 30. Mär. 2017, 12:29

Staatsanwaltschaft Freiburg erhebt Anklage wegen Mordes

30.03.2017, 11:25
Hussein K. steht unter Verdacht, die 19-jährige Studentin Maria L. in Freiburg im Oktober 2016 vergewaltigt und getötet zu haben. Der junge Flüchtling, der mutmaßlich aus Afghanistan stammt, sitzt derzeit in Haft. Nun hat die Staatsanwaltschaft Freiburg gegen ihn Anklage wegen Mordes erhoben.
Wie die Behörde mitteilte, wird Hussein K., der nach eigenen Angaben 17 Jahre alt ist, ein Verbrechen des Mordes in Tateinheit mit Verbrechen der besonders schweren Vergewaltigung zur Last gelegt.

Der Beschuldigte soll in der Nacht zum 16.10.2016 in Freiburg die Studentin angegriffen, sie gewürgt und vergewaltigt haben.

Anschließend soll er sein bewusstloses Opfer im Wasser der Dreisam abgelegt haben, wo sie letztlich durch Ertrinken verstorben sei. Die Anklage geht davon aus, dass Hussein K. sein Opfer heimtückisch und zur Befriedigung des Geschlechtstriebs getötet hat. Damit erfülle er zwei Mordmerkmale.

Ermittler: Hussein K. war zur Tatzeit bereits Erwachsener

Die Staatsanwaltschaft geht nach wie vor davon aus, dass Hussein K. entgegen seinen Angaben zur Tatzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits erwachsen war.
Dies legten die Ergebnisse der eingeholten medizinischen Gutachten nahe.

Wie die Behörde weiter erläuterte, wird das Jugendgericht als zuständig angesehen, wenn zum Zeitpunkt der Anklage noch Zweifel bestehen, ob der Beschuldigte zur Tatzeit bereits 21 Jahre alt war. Es sei zu erwarten, dass das Alter des Beschuldigten zur Tatzeit Gegenstand der Beweisaufnahme in der Hauptverhandlung sein wird. Sollte das Jugendgericht die Anklage der Staatsanwaltschaft vor der Jugendkammer zulassen und das Hauptverfahren eröffnen, so habe die Jugendkammer selbst - je nach Ergebnis der Beweisaufnahme - die Möglichkeit Jugendrecht oder Erwachsenenstrafrecht anzuwenden.

Nun muss die Jugendkammer des Landgerichts Freiburg über die Zulassung der Anklage, die Eröffnung des Hauptverfahrens und gegebenenfalls die Bestimmung eines Hauptverhandlungstermins entscheiden.
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Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt l Anklageerhebung

#99

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 17. Jul. 2017, 17:42

Mord an Freiburger Studentin: Prozessbeginn am 5. September

17.07.2017, 17:08 Uhr
Der Prozess wegen Mordes an einer Freiburger Studentin gegen den Flüchtling Hussein K. beginnt am 5. September.
Verhandelt wird vor der Jugendkammer, wie das Landgericht am Montag in Freiburg mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte Ende März Anklage wegen Mordes und besonders schwerer Vergewaltigung erhoben. Der Angeklagte ist nach Angaben des Gerichts zur Tatzeit im Oktober 2016 mindestens 19 Jahre alt gewesen sein. Ihm wird vorgeworfen, die 19 Jahre alte Frau in der Nacht zum 16. Oktober angegriffen, gewürgt und vergewaltigt zu haben. Anschließend habe er sie bewusstlos ins Wasser des Flusses Dreisam gelegt, wo sie ertrank. Vorgesehen sind zunächst 13 Verhandlungstermine.
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Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt l Anklageerhebung

#100

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 5. Sep. 2017, 05:05

Freiburger Mordprozess gegen Hussein K. beginnt

05.09.2017, 03:48 Uhr
Knapp elf Monate nach dem Sexualmord an einer Studentin in Freiburg beginnt heute vor dem dortigen Landgericht der Prozess gegen einen jungen Flüchtling. Hussein K. ist nach Angaben des Gerichts wegen Mordes in Tateinheit mit besonders schwerer Vergewaltigung angeklagt.
Ihm wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und ermordet zu haben. DNA-Spuren von ihm wurden am Tatort gefunden. Er selbst hat behauptet, zur Tatzeit 17 Jahre alt gewesen zu sein. Altersgutachten sind aber zu dem Ergebnis gekommen, dass er damals mindestens 21 Jahre war. Die Frage, ob bei einer Verurteilung Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht gilt, muss nun das Gericht klären.

Für den Prozess vor der Jugendkammer des Gerichts sind den Angaben zufolge 16 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte demnach im Dezember gesprochen werden. Gehört werden sollen den Planungen zufolge 45 Zeugen sowie zehn Sachverständige.

Hussein K. war nach Angaben deutscher Behörden im November 2015 ohne Papiere nach Deutschland gekommen. Wegen einer Gewalttat an einer jungen Frau 2013 war er in Griechenland zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, im Oktober 2015 aber vorzeitig gegen Auflagen entlassen worden und kurze Zeit später untergetaucht.
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Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt l Prozess

#101

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 5. Sep. 2017, 16:31

Sexualmord-Prozess: Hussein K. spricht, Hussein K. schweigt

05.09.2017, 14:45 Uhr
Während draußen Demonstranten wegen seines Falles über Flüchtlingspolitik streiten, betritt der Mordverdächtige Hussein K. den Gerichtssaal. Seine Augen sind halb geschlossen, sein Schritt schleppend, die Füße und Hände sind gefesselt.
(...)

Doch hat die Staatsanwaltschaft zunächst eine Anklage mit grauenvollen Details zu verlesen: Wie der junge Flüchtling die arglose 19-Jährige, die nach einer Party mitten in der Nacht nach Hause radelt, abrupt anhält. Wie er sie vom Rad reißt. Wie er sie sofort zu würgen beginnt. Wie er sie in Brust und Wange beißt. Wie er die schon halb besinnungslose Frau vom Radweg am Fluss Dreisam auf einen unbeleuchteten Grasstreifen zerrt. Wie er sie entkleidet. Wie er sie immer weiter würgt und schließlich mehrfach vergewaltigt.

Ein Wunder, dass sie da nicht schon tot war, deutet der Staatsanwalt an. Dann habe K. die hilflose Frau so in das flache Ufergewässer des Flusses Dreisam gelegt, dass das Wasser Mund und Nase des Opfers bedeckte. Maria L. ertrank. Gleich im Anschluss an die Verlesung der Anklage stellt der Staatsanwalt in Aussicht, nach einem Schuldspruch die Sicherungsverwahrung beantragen zu wollen. Hussein K. blickt weiter zu Boden. Müde sei er, so zuvor sein Anwalt. Vor der Verhandlung habe er ein starkes Beruhigungsmittel zu sich genommen. Der Freiburger Mordfall hatte die ohnehin schon emotionale Debatte über Flüchtlingspolitik in Deutschland im vorigen Jahr angeheizt.

(...)

Recht ausführlich berichtet er von Drogen- und Alkoholkonsum während seiner in Deutschland vor dem Mord verbrachten Zeit. Auf Fragen nach seinem Leben in der Pflegefamilie, die ihn als angeblich minderjährigen Flüchtling aufgenommen hatte, antwortet er vage und ausweichend. Vor der Schule, nach der Schule habe er mit einem Freund geraucht und getrunken. "Ich habe sehr viele Probleme, ich habe sehr viele Probleme." Von Maria L. ist, abgesehen von der Anklageschrift, am Dienstag zunächst nicht die Rede. Die eigentlich noch geplante Vernehmung des Leiters der Ermittlungen wird verschoben.

Die Eltern von Maria nehmen wie erwartet an der Verhandlung nicht teil. Sie hatten die gesamte Zeit vor dem Prozess eisern geschwiegen. Als Nebenkläger vertreten hatten sie über ihren Anwalt im Vorfeld des Prozesses ausrichten lassen: "Wir haben Vertrauen in die Justizorgane bei der Behandlung dieses Falles."

(...)
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#102

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 5. Sep. 2017, 20:22

Recht ausführlich berichtet er von Drogen- und Alkoholkonsum während seiner in Deutschland vor dem Mord verbrachten Zeit.
Ist das die Tatktik der Verteidigung? Verminderte Schuldfähigkeit aufgrund von Alkohol- und Drogenkonsum? Wir dürfen gespannt sein!
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#103

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 11. Sep. 2017, 11:01

Freiburger Mordprozess: Angeklagter gesteht Sexualmord

11.09.2017, 10:29 Uhr
Im Prozess um den Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin in Freiburg hat der Angeklagte gestanden, die junge Frau missbraucht, gewürgt und bewusstlos ins Wasser gelegt zu haben.
Sie sei ihm zufällig begegnet, als er betrunken und bekifft am Flussufer der Dreisam entlang gegangen sei. Er habe die 19-Jährige vom Fahrrad gestoßen, ihr den Mund zugehalten und schließlich mit seinem Schal gewürgt, sagte Hussein K. Dann habe er bemerkt, dass sie ein hübsches Mädchen sei. "Es ist in meinen Kopf gegangen: Komm', mach' mal mit ihr Sex." Nach mehreren vergeblichen Versuchen, sie zu vergewaltigen, habe er sie mit der Hand missbraucht.

Weil er sich zuvor bei einem Fahrradsturz verletzt hatte, habe er sie schließlich in den Fluss gezerrt, um sein Blut von ihrem Körper zu waschen. Danach sei er geflohen.

Hussein K. hatte sich am Montag bei der Familie des Opfers entschuldigt. "Das, was ich getan habe, darüber bin ich aus tiefstem Herzen traurig", sagte der junge Flüchtling vor dem Landgericht Freiburg. Die 19-Jährige war vergewaltigt und am Ufer des Flusses abgelegt worden. Sie ertrank im knietiefen Wasser.
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#104

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mo, 11. Sep. 2017, 21:55

Es kommt einem wirklich alles hoch, wenn man diese selbstmitleidigen Ausreden hört.
Natürlich war er schwer betrunken und bekifft und natürlich ist ihm erst während der Tat aufgefallen (nach dem Tritt vom Rad), daß es eine junge Frau war. Da kam ihm dann auch sogleich spontan der Wunsch nach Vergewaltigung. Bietet sich ja an...
So ganz erinnern kann er sich natürlich nicht, wohl aber war er nach der Tat in der Lage Klamotten zu waschen, sich eine neue Frisur zu verpassen usw... Ist klar.
Wen will er damit verarschen?

Wenn man sich dann noch zu Gemüte führt, welche Vergangenheit er hat und daß die Leiche Bisswunden aufwies, dann kann ich nur hoffen, daß er nach Erwachsenenrecht verurteilt wird und zwar zu lebenslänglich MIT Sicherungsverwahrung!
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#105

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 11. Sep. 2017, 22:21

Was passierte am 1. Verhandlungstag?

Auf Antrag der Verteidigung wurde die Öffentlichkeit während der Aussage des Angeklagten zu seiner Flucht, Ausführungen zum Leben in einer Koranschule und seinem Sexualleben ausgeschlossen, zum „Schutz seiner Privatsphäre“ so die Richterin.
Die Privatsphäre eines tatsächlich überführten Mörders siegt über das öffentliche Interesse. Okay. Ich hätte aber schon gerne wissen wollen, warum für diesen Typen Sex mit einer Leiche kein Problem ist, warum er aus Afghanistan "geflüchtet" ist und was es mit dieser Koranschule auf sich hat. Aber gut. Viel wichtiger ist am Ende, dass er für eine sehr lange Zeit einfährt. Wo auch immer.
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#106

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mo, 11. Sep. 2017, 23:33

Meines Erachtens sollte er hier einfahren, wenn möglich für immer, auch wenn es schmerzt, für diesen Typen zahlen zu müssen. Aber immerhin ein kleineres Übel, als ihn in irgendeinem anderen Land in Freiheit zu wissen, wo er dann zum vielleicht vierten Mal zuschlagen könnte.
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#107

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 13. Sep. 2017, 20:21

@Habakuk

Es kommt nur darauf an, was unsere Behörden mit dem Land - in diesem Fall Afghanistan - absprechen. Mord wird in keinem Land der Welt geduldet. Schon gar nicht, wenn es z.B. kein Ehrenmord war. Jedenfalls ist sicher, dass eine lebenslange Haftstrafe in Afghanistan nicht mit der in Deutschland vergleichbar ist.

Bei ca. 130 €/Hafttag (ohne die zusätzlichen Kosten für z.B. Psychotherapien, die min. mit 70 €/ 45 - 50 Minuten-Sitzung zu Buche schlagen), kostet uns dieser eine Mörder schon mal min. 711.000 € bei einer angenommenen Haftzeit von 15 Jahren. Wenn ich dann noch bedenke, welche Maßnahmen dem zur Integration in die Gesellschaft nach der Haftzeit zur Verfügung stehen, die ebenfalls Geld kosten, dann kommt schon ein stattliches Sümmchen zusammen. Geld, das anderswo dringender gebraucht wird. Z.B. für die Opfer bzw. deren Hinterbliebenen. Bekannterweise kneift der deutsche Staat bei diesem Thema die Pobacken verdammt feste zusammen.
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#108

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 13. Sep. 2017, 23:00

@Salva

Du hast da schon recht, die Kosten sind enorm. Dennoch: Ich möchte diesen Menschen für immer weggesperrt wissen (nicht etwa wie in Griechenland, wo er dann doch wieder durchschlüpfen konnte ).
Klar, theoretisch ist Mord auch in Afghanistan strafbar, aber sehen die Urteile gerade bei Mord an jungen Frauen auch immer so aus? Ich habe da gelinde Zweifel...
Dieser Typ ist für meine Begriffe gemeingefährlich (die Tatausführung spricht da Bände).Was auch immer es kosten mag, ein Menschenleben ist wertvoller...
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#109

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 13. Sep. 2017, 23:58

@Habakuk

Was denkst du denn, wie lange der bei uns einfährt? Einen Menschen in diesem Alter sperrt bei uns niemand 15 Jahre + X weg.
Habakuk hat geschrieben:Klar, theoretisch ist Mord auch in Afghanistan strafbar, aber sehen die Urteile gerade bei Mord an jungen Frauen auch immer so aus? Ich habe da gelinde Zweifel...
Dort sterben Menschen wegen weitaus weniger als Mord.
Habakuk hat geschrieben:Dieser Typ ist für meine Begriffe gemeingefährlich (die Tatausführung spricht da Bände).Was auch immer es kosten mag, ein Menschenleben ist wertvoller...
Sehe ich eigentlich auch so. Aber wie gesagt: ich bezweifle stark, dass der hier bei uns im Knast versauert.
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#110

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 14. Sep. 2017, 06:28

Geständnis im Freiburger Mordprozess stößt auf Widerspruch

13.09.2017, 18:48 Uhr
Im Prozess um die Vergewaltigung und den Mord an einer Studentin in Freiburg haben Zeugen gegen den mutmaßlichen Täter Hussein K. ausgesagt.
Der Angeklagte soll zum Tatzeitpunkt nicht so betrunken gewesen sein, wie er selbst angegeben hatte. Hussein K. sei wenige Stunden vor der Tat nicht erkennbar betrunken gewesen, sagten mehrere Mitarbeiter und Besucher einer Bar beim dritten Prozesstag am Mittwoch. Der junge Flüchtling hatte sich in der als Treffpunkt von Homosexuellen bekannten Bar kurz vor dem Mord an einer 19 Jahre alten Studentin aufgehalten. Eine Besucherin berichtete, sie sei von dem jungen Mann bedrängt worden und habe sich bedroht gefühlt. Betrunken sei er nicht gewesen.

(...)

"Die Frage, ob der Angeklagte zur Tatzeit berauscht war, spielt in einem Strafprozess immer eine zentrale Rolle", sagte der Pflichtverteidiger des Angeklagten, Sebastian Glathe. Bei seinem Geständnis am Montag hatte Hussein K. gesagt, er habe vor dem Besuch der Bar mit Freunden zwei Flaschen Wodka und später allein Bier und Wein getrunken. Zudem habe er mehrere Joints geraucht.

"Wenn er betrunken gewesen wäre, hätte ich es gemerkt", sagte dagegen am Mittwoch der Barkeeper. Seine Kollegen äußerten sich ähnlich. In der Bar habe der Mann, der alleine unterwegs war und sichtbar Kontakt gesucht habe, lediglich zwei kleine Bier getrunken. "Harte Spirituosen" habe er nicht konsumiert. Dies bestätigten bis auf eine Ausnahme alle Zeugen, sagte Oberstaatsanwalt Eckart Berger. Sie widerlegten damit die Aussagen des Angeklagten.

Eine Besucherin sagte, Hussein K. habe sie und ihre Begleiterin in der Bar bedrängt. "Er hat uns die ganze Zeit angestarrt und kam dann sehr nahe. Er war unglaublich aufdringlich und penetrant." Gesprochen habe er in deutscher Sprache mit ihr. Auf ihre Worte, er solle sie in Ruhe lassen, habe er nicht reagiert.

Am Nachmittag begutachtete das Gericht Videoaufnahmen einer Überwachungskamera der Bar, die auch den Angeklagten zeigen. Auch sie nährten Zweifel, dass dieser wie behauptet stark betrunken war.

Nach dem Bar- und einem Discobesuch war Hussein K. eigenen Angaben zufolge mit der Straßenbahn in die Nähe des späteren Tatorts gefahren. Er stahl ein Fahrrad, stürzte, weil er zu betrunken gewesen sei, und schob es. Dann sei ihm das Mädchen zufällig auf dem Rad begegnet. Auch zuvor in der Straßenbahn habe er Frauen belästigt, hatte der Staatsanwalt bei der Verlesung der Anklage betont.

Die Staatsanwaltschaft hält Hussein K. für mindestens 22 Jahre alt. Zwei Gutachten sollen dies im Laufe des Prozesses untermauern. Sie werden dem Plan zufolge im Oktober erörtert. Davon ist laut Gericht abhängig, ob für Hussein K. Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht gilt. Dies kann große Folgen für das Strafmaß haben, das ihn erwartet. Ein Urteil könnte im Dezember fallen.

(...)

Zudem steht der Verdacht im Raum, dass er zuvor im Iran eine Zwölfjährige vergewaltigt hat. Nächster Verhandlungstag mit weiteren Zeugenaussagen ist am 28. September.
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Freiburg: Sexualmord an der 19j. Studentin Maria Ladenburger aufgeklärt l Prozess

#111

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 11. Okt. 2017, 05:24

"Ruhig, selbstbewusst, höflich"

10.10.2017 23:44 Uhr
Im Mordprozess hat die Pflegemutter des Angeklagten ausgesagt. Ihr Schützling habe sich nach dem Mord nichts anmerken lassen. Das Gericht rätselt weiter über das Alter des Täters.
Es ist das erste Mal, dass S. ein Pflegekind aufnimmt. Die Dolmetscherin, verheiratet mit einem Arzt, lernt ihren Mündel kennen, als sie sich 2015 in der Flüchtlingskrise engagiert. Für eine Trägerorganisation begleitet sie unbegleitete Minderjährige, bei Behördengängen oder Besuchen beim Arzt. Hussein K. spricht Persisch wie sie, die Frau mit afghanischen Wurzeln.

Der junge Mann ist auf der Suche nach einer Bleibe. Ursprünglich sollte er in eine Wohngruppe mit anderen Flüchtlingen ziehen, doch den Platz bekommt schließlich ein anderer. "Wir haben ein großes Haus und eine Einliegerwohnung", erzählt S.

Also zieht K. im April 2016 aus einer Sammelunterkunft bei der Familie S. ein. Er bleibt dort bis zu seiner Verhaftung im Dezember. Er bewohnt gemeinsam mit einem anderen Flüchtling rund 70 Quadratmeter, eine Wohnküche, zwei Zimmer, ein eigenes Bad. Er bekommt, ausgezahlt in Raten, 400 Euro Taschengeld pro Monat, für Essen, Transport und Kleider. Seine Pflegemutter macht ihm zunächst die Wäsche, später wird eine Waschmaschine für die Einliegerwohnung angeschafft.

Der Kontakt zu den Pflegeeltern ist lose, gemeinsame Mahlzeiten sind rar. "Er wurde sehr schnell selbstständig", erzählt S. im großen Saal des Landgerichts Freiburg.

Dort gewinnt, am fünften Tag des Prozesses um den Sexualmord an der Dreisam, das Leben an Kontur, das der Angeklagte vor seiner Tat in Freiburg geführt hatte. Zum Auftakt des Strafverfahrens gestand der aus Afghanistan stammende Hussein K. bereits, im Oktober vergangenen Jahres die 19 Jahre alte Studentin Maria L. vom Fahrrad gerissen, vergewaltigt und getötet zu haben.

Alkohol und Drogen im Park


"Ruhig, selbstbewusst, höflich", sei Hussein gewesen, erzählt seine Pflegemutter. Ständig habe er Nachrichten auf seinem Handy erhalten, von seinen Freunden. "Das waren schon einige Jungs", erzählt die Mutter. "Er war selten alleine."

Die Clique trifft sich in der Stadt und im Park zum Trinken, gelegentlich konsumieren sie auch Drogen. Doch davon weiß die Pflegemutter nichts, vor Gericht erzählen K.s Gefährten vom gängigen Zeitvertreib. Die Pflegefamilie schreibt K. keine strengen Regeln vor, ganze Wochenenden übernachtet er auswärts bei seinen Kumpels.

Ein Versäumnis? Die Vorsitzende Richterin stellt gegenüber der Pflegemutter klar: "Ich sehe bei Ihnen keine Anhaltspunkte, dass Sie sich in irgendeiner Form strafbar gemacht haben."

Manchmal sei Hussein morgens schwer aus dem Bett gekommen, er habe über Kopfschmerzen geklagt, berichtet die Pflegemutter. Sie habe ihm dann eine Entschuldigung für die Schule geschrieben. Dort galt er als guter Schüler, wie seine Klassenlehrerin vor Gericht aussagt: Intelligent, "mit einer schnellen Auffassungsgabe", auf dem Weg zum Hauptschulabschluss.

Hussein K. bekommt Schlafmittel verschrieben


Nachts schläft der junge Mann jedoch schlecht, er besucht einen Psychotherapeuten und bekommt ein Schlafmittel verschrieben. "Ich habe mir Sorgen gemacht, was mit ihm los ist", sagt S. Besonders häufig verschläft K. im November vergangenen Jahres, in den Tagen nach dem Verbrechen am 16. Oktober 2016.

Über das schreckliche Geschehen in der Nacht spricht S. bereits am folgenden Tag mit ihrem Schützling, nicht ahnend, dass er etwas damit zu tun haben könnte. Auf einer Autofahrt zum Einkaufen erzählt sie ihm, dass die Polizei am Tatort nach Spuren sucht und dass solche Taten häufig per DNA-Analyse aufgeklärt werden.

K. sagt nur: "Ich weiß nichts davon". Anschließend habe er äußerlich unbewegt den Einkauf mit erledigt. Zwei Tage nach dem Mord soll er laut seiner Pflegemutter sogar ein Lied auf einem öffentlichen Musikfest vorgetragen haben.

Auch weiter zurückliegende Teile seiner Biographie verschleiert K. gegenüber seinen Pflegeeltern. Warum er Griechisch verstehe und griechische Lieder singe? K. erzählt nicht, dass er länger in Griechenland gelebt hat, wo er wegen einer anderen Gewalttat schon einmal in Haft saß. Er gibt stattdessen an, dass er in Iran Griechisch gelernt habe.

"Das ist nicht mein richtiger Geburtstag"

Dort leben auch seine Mutter und seine Geschwister. Laut S. hält K. über Facetime Kontakt, häufig macht er sich Sorgen, spielt mit dem Gedanken zurückzugehen. Bei anderer Gelegenheit schmiedet er jedoch Pläne für eine Zukunft in Deutschland. Er will eine Schreinerlehre machen, einen Kiosk aufmachen oder Flugbegleiter werden. "Er hat so unterschiedliche Ideen gehabt", sagt die Pflegemutter.

Als sie fragt, ob er an dem Tag Geburtstag feiern wolle, den er bei seiner Einreise nach Deutschland als Geburtsdatum angegeben hat, sagt K.: "Das ist nicht mein richtiger Geburtstag." Sie habe sich nicht mit ihm über sein Alter unterhalten, so die Pflegemutter. Jedoch wisse sie aus ihrem Umgang mit unbegleiteten Minderjährigen: "Das Alter ist nie richtig. Entweder sie machen sich zu alt oder zu jung."

Von der Frage des Alters wird das Strafmaß für Hussein K. abhängen, Gutachter sollen es einschätzen helfen. Das Urteil soll noch vor Weihnachten fallen, insgesamt sind 45 Zeugen und zehn Sachverständige geladen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass K. mindestens 22 Jahre alt ist. Hingegen sagen Mitarbeiter des Jugendamtes aus, dass ihnen die angegebenen 16 Jahre plausibel erschienen seien: K. habe wenig Bartwuchs, der Adamsapfel sei kaum ausgebildet, die Gesichtszüge jugendlich weich.

K. habe ihr Briefe aus der Haft geschrieben, berichtet die Pflegemutter. "Er hat sich entschuldigt für das, was er getan hat. Dass er darüber traurig ist." Der Angeklagte verfolgt die eineinhalbstündige Aussage mit gesenktem Kopf. Die Pflegemutter verlässt den Saal, ohne K. noch einmal anzublicken.
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#112

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 11. Okt. 2017, 21:32

Hingegen sagen Mitarbeiter des Jugendamtes aus, dass ihnen die angegebenen 16 Jahre plausibel erschienen seien: K. habe wenig Bartwuchs, der Adamsapfel sei kaum ausgebildet, die Gesichtszüge jugendlich weich.
:) :) :) Das kann nur ein choke sein! Da beziffern Wissenschaftler das Alter von Mumien, aber hier braucht es die "Expertise" des Jugendamtes! Armes Deutschland.
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#113

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 11. Okt. 2017, 21:47

Jo..die sind ja auf "zumwohldeskindes" getrimmt..*egalwie*..lol

Vielleicht empfehlen sie noch einen Baukasten von Lego damit er nochmal von vorn beginnen kann..
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#114

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 11. Okt. 2017, 22:12

@Lastlove
Nach dem Urteil im Fall Soopika wundert mich wieder einmal gar nichts mehr. Aber das mit dem Jugendamt ist schon ein mittlerer Schock, weil dieser Schwachsinn in einem Mordprozess verzapft werden darf.
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#115

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 16. Okt. 2017, 00:01

12. Oktober 2017 - Polizisten beschreiben Tatort als Szenerie des Grauens
Nach dem Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin in Freiburg bot sich den Ermittlern am Tatort ein Bild des Grauens. Es habe sichtbare Spuren der Gewalt gegeben, sagte ein Kriminaltechniker der Polizei am Donnerstag vor dem Freiburger Landgericht. Die Leiche habe nahezu unbekleidet im Wasser des Flusses Dreisam gelegen, Slip und Jeans lagen am Ufer.
...
Nahe des Tatorts sei eine steile Böschung heruntergetrampelt gewesen, sagte der Kriminaltechniker, der damals als einer der ersten Beamten vor Ort war. Die Ermittler gehen davon aus, dass Hussein K. seinem Opfer auflauerte und es dann die Böschung hinunter zum Fluss zerrte. Dieser Bereich sei vom nahe gelegenen Radweg nicht einsehbar gewesen, sagte der Beamte.
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#116

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 18. Okt. 2017, 07:18

"Er wollte nichts mit der Polizei zu tun haben"

17.10.2017 16:34 Uhr
Im Prozess um den Mord an der Freiburger Studentin Maria L. hat der Pflegevater des Angeklagten ausgesagt. Er schilderte, wie fröhlich Hussein K. wirkte. Und wie er sich nach der Tat veränderte.
(...)

Herr S. beschreibt Hussein K. am Dienstag immer wieder als fröhlichen, respektvollen, freundlichen und "erwachsenen Mann", der nur dann auf Distanz ging, wenn ihm die Gespräche zu persönlich wurden. Über seine Heimat, seine Familie habe Hussein K. nicht sprechen wollen. Er habe das akzeptiert, sagt S. "Ich kann nichts Schlechtes über ihn sagen."

(...)

Inzwischen weiß S., dass Hussein K. ihn auch belogen hat. Einmal hatte er Hussein K. gefragt, weshalb er so gut Griechisch sprechen könne. Er habe es in Iran gelernt, antwortete K. und verschwieg dem Pflegevater, dass er im griechischen Volos in Haft saß, weil er 2013 auf Korfu eine Studentin von Klippen hinuntergestoßen hatte. Die Frau hatte schwer verletzt überlebt.

Im Nachhinein bekommen manche Begebenheiten für Herrn S. eine andere Bedeutung: Als Hussein K. nach einer Auseinandersetzung mit einem anderen Mann eine Gehirnerschütterung erlitt, wollte er diesen partout nicht anzeigen. "Er wollte nichts mit der Polizei zu tun haben", sagt Herr S. vor Gericht.

(...)

Herr S. ist davon überzeugt, dass ihm ein derartiges Doppelleben aufgefallen wäre. "Er war immer gut orientiert und bewusstseinsklar", sagt er über Hussein K. Hätte dieser, wie er behauptet, vor und nach der Schule Drogen genommen, "ich hätte das gemerkt". "Es gab keine Anhaltspunkte für Marihuana-Konsum", sagt Herr S. Auch bei seinen Kontrollgängen durch die Souterrainwohnung habe er nichts bemerkt.


Wesensveränderung nach der Tat


Hussein K. sang gerne, oft und offenbar auch gut. Auch zwei Tage nach dem Mord, als er mit Frau S. ein öffentliches Musikfest besuchte: Er stellte sich auf die Bühne und sang vor Publikum ein Lied auf Persisch. Ansonsten habe sich Hussein K. nach der Tat zurückgezogen, "die Distanz gesucht", so Pflegevater S. "Er wirkte traurig." Das sei schon beim Gehen aufgefallen, Hussein K. habe sonst einen auffallend fröhlich wippenden Gang gehabt.

Frau S. habe Hussein K. auf seine Wesensveränderung angesprochen. Er habe ihr erzählt, dass er Sehnsucht nach seiner Mutter habe; dass er zu ihr nach Iran wollte.

Hussein K. verfolgt die Befragung ohne Regung, sein Gesicht wirkt an diesem Tag noch wächserner, noch bleicher als sonst. Seinen Pflegevater blickt er nur an, wenn dieser mit dem Beantworten der Fragen beschäftigt ist. Einmal sagt Herr S.: "Tja, im Nachhinein ist man immer schlauer."
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#117

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 21. Okt. 2017, 13:19

10.10.2017:
Im Mordprozess hat die Pflegemutter des Angeklagten ausgesagt. Ihr Schützling habe sich nach dem Mord nichts anmerken lassen.

17.10.2017
Ansonsten habe sich Hussein K. nach der Tat zurückgezogen, "die Distanz gesucht", so Pflegevater S. "Er wirkte traurig." Das sei schon beim Gehen aufgefallen, Hussein K. habe sonst einen auffallend fröhlich wippenden Gang gehabt.

Frau S. habe Hussein K. auf seine Wesensveränderung angesprochen. Er habe ihr erzählt, dass er Sehnsucht nach seiner Mutter habe; dass er zu ihr nach Iran wollte.
Alles klar.
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