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Das Horror-Ehepaar aus Höxter | Prozess

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Das Horror-Ehepaar aus Höxter | Prozess

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 29. Apr. 2016, 16:50

Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

29.04.2016, 16:21 Uhr
Über eine Kontaktanzeige ist eine Frau nach Angaben der Ermittler in Gefangenschaft gelockt und dann so schwer misshandelt worden, dass sie starb.
Bild nicht mehr vorhandenIn diesem abgelegenen Haus in Höxter wurde die Frau gefangen gehalten und misshandelt. Foto: Marcel Kusch.
Gegen einen 46-jährigen Mann und seine 47 Jahre alte Ex-Frau sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, sagte Ralf Meyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn. In ihrem abgelegenen Haus in Höxter in Ostwestfalen sollen die beiden die Frau festgehalten haben.

"Die Obduktion hat ergeben, dass das Opfer durch stumpfe Gewalt gegen den Kopf gestorben ist", sagte Meyer. Über das Motiv und Aussagen der beiden Tatverdächtigen machte er keine Angaben. In einer Mitteilung der Ermittler hieß es, bis jetzt gebe es keine Hinweise auf ein Sexualdelikt.

Der Mann habe eine Zeitungsannonce geschaltet und darin nach einer Frau für eine feste Beziehung gesucht, teilten die Ermittler mit. Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens sei die 41-Jährige aus Niedersachsen in das Haus des Mannes und seiner Ex-Frau gezogen. "Hier wurde die Frau festgehalten und körperlich misshandelt", erklärten die Ermittler. Hinweise auf ein Sexualdelikt gebe es bislang nicht.
Zum vollständigen Bericht T-Online
Zuletzt geändert von Salva am Mi, 19. Jul. 2017, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel umbenannt

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 30. Apr. 2016, 09:17

Das Horrorhaus von Höxter

29. April 2016 19:02 Uhr
"Frau für eine feste Beziehung", hieß es in der Kontaktanzeige. Doch als eine 41-Jährige zu ihrem neuen Freund nach Höxter zieht, wird sie wochenlang festgehalten. Nach wiederholten Misshandlungen stirbt sie.
Bild nicht mehr vorhandenIn diesem Haus in Höxter soll eine Frau wochenlang festgehalten worden sein
...
Immer wieder wurde das Opfer auf der Straße gesehen

Wie genau die Frau festgehalten wurde, ist unklar. Immer wieder sei die 41-Jährige mit ihren Peinigern auch draußen auf der Straße gesehen worden, teilen die Ermittler mit. Auch zum Einkaufen seien sie gemeinsam gefahren. Weshalb das Opfer nicht flüchtete, ist eine der vielen offenen Fragen.

Am 21. April ging es der Frau dann wegen der Schläge wohl so schlecht, dass das Paar sie zurück in ihre Wohnung nach Bad Gandersheim bringen wollte, sagt der Paderborner Oberstaatsanwalt Ralf Meyer.
...

Höxter: Täterpaar wohnt seit fünf Jahren im Ort

In dem ländlichen Ortsteil von Höxter dicht an der Grenze zu Niedersachsen wird am Freitag das zweistöckige Haus mit Garage und Scheune von Kamerateams belagert. Nach Informationen des "Westfalen-Blatts" wohnte das Paar dort seit etwa fünf Jahren. Die Gardinen sind zugezogen, das Anwesen macht einen vernachlässigten Eindruck. Nachbarn sind nicht zu sehen. Die Polizei fährt Kontrolle durch die leeren Straßen.

Welche Motive die Tatverdächtigen hatten und ob sie sich schon zu den Vorwürfen geäußert haben, dazu sagt die Staatsanwaltschaft nichts. "Bis jetzt gibt es keine Hinweise für ein Sexualdelikt", erklären die Ermittler lediglich. Vieles liegt noch im Dunkeln. Oberstaatsanwalt Meyer bittet ein ums andere Mal um Geduld. "Wir wollen die Ermittlungen in Ruhe fortführen."
Zum vollständigen Bericht und Video Stern

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 30. Apr. 2016, 14:00

Totgequälte Frau: Fahnder prüfen Hinweise auf weitere Fälle

30.04.2016, 13:16 Uhr
Im Fall der nach mutmaßlich wochenlanger Gefangenschaft gestorbenen Frau im ostwestfälischen Höxter gehen die Ermittler Hinweisen auf weitere Opfer nach.
Das sei eine Ermittlungsrichtung unter mehreren, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn, Ralf Meyer. "Es gibt Hinweise, dass es so gewesen sein könnte", sagte er. Näheres müssten die Ermittlungen zeigen.
...
Mehrere Medien hatten berichtet, dass es Hinweise auf weitere Frauen gebe, die in der Vergangenheit im Umfeld des Paares gesehen worden sein sollen. Unter anderem sollen das Nachbarn berichtet haben.
T-Online


Hier scheint es sich ja um ein sehr krankes Duo zu handeln :angry:
Wenn es sich tatsächlich um noch mehr Frauen handeln soll, frag ich mich, warum es erst jetzt an die Öffentlichkeit geht.

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 1. Mai. 2016, 08:40

Ehepaar bedrängte auch andere Frauen: Ein Beinahe-Opfer erzählt

30.04.2016, 18:04
Nun meldete sich eine 57-jährige Frau bei der Zeitung „Die Welt“. Sie gab an, ebenfalls Kontakt zu dem Ehepaar W. gehabt zu haben – zum ersten Mal Anfang 2013 und zuletzt vor etwa zwei Wochen. Glücklicherweise habe sie sich gegen ein Treffen entschieden.
Auch sie sei damals durch eine Kontaktanzeige auf den mutmaßlichen Täter aufmerksam geworden, so die Frau. Die W.s hätten damals in einer Tageszeitung inseriert. Sie antwortete auf die sympathisch klingende Anzeige und begann, häufiger mit dem Mann aus Höxter zu telefonieren.

Er sei zunächst sehr charmant gewesen und freundlich, habe bald auf ein Treffen gedrängt. Zwischen ihren Wohnorten lagen damals 100 Kilometer, daher zögerte die heute 57-Jährige. Als W. sie dann am Telefon nach ihrer Körbchengröße fragte, wurde es ihr zu viel.

Ihr Nein wollte er nicht akzeptieren

„Mein inneres Gefühl hat mir damals gesagt: Lass es“, sagte die Frau der „Welt“. Sie habe den Kontakt abgebrochen – oder es zumindest versucht, denn W. wurde aufdringlich.

Zuerst habe er sie angerufen, „mindestens zwanzig Mal“, so die 57-Jährige. Dann addete W. seine Auserwählte auf Facebook. Eine Freundin sprach sie auf sein Profilbild an. W. ist darauf in Unterwäsche und auf einer Schlafcouch liegend zu sehen.

Als nächstes kamen SMS und dann habe W. sogar Nacktbilder von sich geschickt, berichtet die Frau. „Du bist so eklig!“, schrieb sie ihm auf Facebook, dann habe sie gemeinsam mit ihrer Freundin W.s Account blockiert.
...
Zum vollständigen Bericht Focus

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#5

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 2. Mai. 2016, 12:51

sweetdevil31 » 30 Apr 2016, 14:00 hat geschrieben:Totgequälte Frau: Fahnder prüfen Hinweise auf weitere Fälle

30.04.2016, 13:16 Uhr
Im Fall der nach mutmaßlich wochenlanger Gefangenschaft gestorbenen Frau im ostwestfälischen Höxter gehen die Ermittler Hinweisen auf weitere Opfer nach.
Das sei eine Ermittlungsrichtung unter mehreren, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn, Ralf Meyer. "Es gibt Hinweise, dass es so gewesen sein könnte", sagte er. Näheres müssten die Ermittlungen zeigen.
...
Mehrere Medien hatten berichtet, dass es Hinweise auf weitere Frauen gebe, die in der Vergangenheit im Umfeld des Paares gesehen worden sein sollen. Unter anderem sollen das Nachbarn berichtet haben.
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Hier scheint es sich ja um ein sehr krankes Duo zu handeln :angry:
Wenn es sich tatsächlich um noch mehr Frauen handeln soll, frag ich mich, warum es erst jetzt an die Öffentlichkeit geht.
Bei diesen weiteren Fällen könnte es sich ua um Frauke Liebs handeln!!!

Ich würde der familie Liebs und Chris die Klärung wünschen, wenn auch ´wünschen´ vielleicht nicht ganz das passende Wort ist.

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 3. Mai. 2016, 06:53

Paar in Höxter soll weitere Tötung gestanden haben

03.05.2016, 06:46 Uhr
Im Fall der wochenlang in Höxter festgehaltenen und getöteten Frau wollen Staatsanwaltschaft und Polizei heute über den Stand der Ermittlungen informieren. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn hatte am Montag bestätigt, dass es Hinweise auf weitere Opfer gebe.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und weiterer Medien aus Polizeikreisen haben die festgenommenen 46 und 47 Jahre alten Verdächtigen ein weiteres Tötungsdelikt gestanden.

Das Paar sitzt wegen Totschlags in Untersuchungshaft. Der 46-jährige Mann soll das Opfer, eine 41 Jahre alte Frau, mit einer Kontaktanzeige geködert haben. Die Frau soll fast zwei Monate lang in dem Haus des Paares in einem dörflichen Vorort von Höxter in Ostwestfalen festgehalten worden sein. Sie starb an Kopfverletzungen.

In dem Haus soll die 41-Jährige aus Bad Gandersheim in Niedersachsen wochenlang gefangen gehalten und misshandelt worden sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau über eine Partnerschaftsanzeige angelockt wurde. Der 46-Jährige habe wohl schon häufiger versucht, über solche Annoncen Kontakt zu Frauen aufzunehmen, sagte der Sprecher. Bei der Polizei haben sich mehrere Frauen gemeldet, die früher einmal Kontakt zu dem Mann hatten.
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#7

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 3. Mai. 2016, 07:07

Verdächtiger soll seine erste Frau mit Säure verätzt haben

03.05.2016, 06:38
Nach und nach kommen immer mehr grausige Details über die mutmaßlichen Täter ans Licht, die im Horror-Haus von Höxter eine 41-Jährige zu Tode misshandelt haben sollen. Der 46-jährige Mann soll auch seine erste Frau gequält haben - gemeinsam mit seiner damaligen Geliebten.
Medienberichten zufolge sollen die festgenommenen 46 und 47 Jahre alten Verdächtigen ein weiteres Tötungsdelikt gestanden haben. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll auch dieses Verbrechen auf dem Gehöft im westfälischen Höxter passiert sein. Über die Identität des Opfers hatte die Polizei demnach zunächst keine Informationen preisgegeben.

Das Blatt will zudem erfahren haben, dass der Verdächtige 46-Jährige schon 1995 wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung sowie Nötigung zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden ist.

Nicht das erste Opfer

1994 soll der damals 24-Jährige im nordrhein-westfälischen Paderborn über eine Annonce eine junge Verkäuferin kennengelernt und kurz darauf geheiratet haben. Er soll sie geschlagen und gequält haben. Als später eine Geliebte des Mannes mit ins Haus zog, die von ihm schwanger gewesen sei, seien sie gemeinsam über die Ehefrau hergefallen.

Die „Bild“ berichtet, dass sie die Ehefrau mit Säure verätzten, sie zu „abstoßenden Sexpraktiken“ nötigten und sie verprügelten. Schließlich hätten Verwandte die junge Frau aus ihrem Martyrium befreit.
Zum vollständigen Bericht Focus

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#8

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 3. Mai. 2016, 07:35

Heute ab 11 Uhr PK live auf N24.

Hier ist der N24-Livestream.

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#9

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 3. Mai. 2016, 11:38

Ermittler: Paar aus Höxter hat weitere Frauen umgebracht

03.05.2016, 11:14 Uhr
Die wochenlang gefangengehaltene Frau in Höxter ist nach Überzeugung der Ermittler nicht das einzige Opfer des verdächtigen Paares.
2014 sei bereits eine 33-Jährige aus Niedersachsen umgebracht worden, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer in Bielefeld. Die Ermittler haben Hinweise, dass noch eine dritte Frau in dem Haus gestorben sein könnte.

Weitere Frauen seien dort wohl misshandelt worden. Eine misshandelte Frau aus dem Großraum Berlin sei namentlich bekannt, sagte der Leiter der Mordkommission "Bosseborn", Ralf Östermann.
T-Online


03.05.2016, 11:29 Uhr
Die misshandelte Frau aus dem Großraum Berlin sei zwar schwer verletzt gewesen, aber nicht so schlimm, dass es Außenstehenden sofort aufgefallen wäre, sagten die Ermittler. Die verletzte Frau sei von ihren Peinigern nach Braunschweig zum Bahnhof gebracht und dort in einen Zug nach Hause gesetzt worden.
T-Online

Unfassbar...was für ein Ausmaß an Dreistigkeit und Brutalität!
Sie misshandeln auf brutalste Weise ihre Opfer und schicken sie dann nach Hause?!
Wollten diese kranken Spinner gefasst werden?


Ermittler nennen neue Details im Höxter-Fall

03.05.2016, 12:32 Uhr
In Höxter ist nach Angaben der Ermittler eine weitere Frau getötet worden. Es handle sich um eine 33-Jährige aus Niedersachsen, die am 1. August 2014 nach "schwersten körperlichen Misshandlungen" gestorben sei. Dies teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Den Leichnam der Frau hätten die mutmaßlichen Täter in eine Tiefkühltruhe gelegt, dann in Stücke zerteilt und in einem Kaminofen verbrannt.

Gesamtes Haus "quadratzentimeterweise" abgesucht


Die Ermittler haben keine konkreten Hinweise, dass noch eine dritte Frau in dem Haus gestorben ist, schließen ein drittes Opfer aber auch nicht aus. Weitere Frauen seien dort wohl misshandelt worden. Den Opfern seien büschelweise Haare ausgerissen worden, sagten die Ermittler.
Video bei T-Online

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#10

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 3. Mai. 2016, 11:50

Die Nachrichten überschlagen sich!!

Sie kehrten nie nach Hause zurück: Das Schicksal dieser 7 Frauen ist ungeklärt

03.05.2016, 11:32
Das Horror-Paar von Höxter hat offenbar fünf Frauen gefangen gehalten und mindestens zwei davon getötet. Es gibt in Deutschland viele vermisste Frauen, deren Schicksal teils Jahre nach ihrem Verschwinden noch nicht geklärt ist. FOCUS Online zeigt sieben Fälle.
Bild nicht mehr vorhanden

Zum vollständigen Bericht Focus

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#11

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 4. Mai. 2016, 18:35

Frau drei Monate lang in Höxter misshandelt

04.05.2016, 18:22 Uhr
Ein weiteres Opfer des mutmaßlichen Täter-Paares aus Höxter hat nun ausgesagt. Eine 51-jährige Frau aus dem Großraum Berlin ist demnach mehr als drei Monate lang in dem Haus in Höxter misshandelt worden. Derweil laufen die Ermittlungen der Polizei weiter auf Hochtouren.
Die Frau war den Angaben zufolge von Ende 2011 bis März 2012 in dem Haus im Ortsteil Bosseborn festgehalten worden und hatte keine Möglichkeit zu fliehen. Beide Beschuldigten hätten sie körperlich misshandelt. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft nun in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt.

Nach einer körperlichen Auseinandersetzung sei sie dann in einen Zug nach Hause gesetzt worden. Aus Angst vor angedrohter Gewalt habe sie die Polizei nicht eingeschaltet. Die Frau hatte auf Fotos das Haus in Ostwestfalen erkannt und sich bei der Polizei gemeldet.
Zum vollständigen Bericht T-Online

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#12

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 6. Mai. 2016, 19:28

Peiniger hatte wohl Kontakt zu weiteren Frauen

06.05.2016, 18:05 Uhr
Nach den tödlichen Misshandlungen von Höxter haben sich zahlreiche Frauen bei der Polizei gemeldet, die Kontakt zu dem 46 Jahre alten Tatverdächtigen hatten. Neue Missbrauchsopfer seien nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht darunter, sagte eine Polizeisprecherin.
Bild nicht mehr vorhandenDas Haus in in Höxter-Bosseborn: Hier sollen ein 46-Jähriger und seine 47-jährige Ex-Frau in den vergangenen Jahren mehrere Frauen gequält haben.
Insgesamt seien 35 neue Hinweise eingegangen, überwiegend von Frauen. Der Verdächtige hatte zusammen mit seiner 47 Jahre alten Ex-Frau jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter-Bosseborn gelockt.
Mehr bei T-Online


Zeilen, die wütend machen! Wie sich der Frauenfänger aus Höxter als Charmeur ausgab
Freitag, 06.05.2016, 19:02
Bild nicht mehr vorhandenWilfried W. und die Anzeigen, die er und seine Ex-Frau in Zeitungen schalteten
Zum Bericht Focus


Mutmaßliche Täterin will Leiche weitgehend allein entsorgt haben
06.05.2016 – 18:05 Uhr
Die Beschuldigte im Kriminalfall Höxter hat in ihrer Vernehmung grausame Details geschildert. Die Leiche eines Opfers will sie nach Informationen des SPIEGEL mit einer Eisensäge und einem Beil zerkleinert haben.
Zum Bericht Spiegel

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#13

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 7. Mai. 2016, 11:23

Ermittler finden Abschiedsbriefe der Opfer

07.05.2016, 10:45 Uhr
Im Fall der von einem Paar in Höxter misshandelten Frauen haben die Ermittler zwei Abschiedsbriefe gefunden. Das berichtet der "Spiegel".
Die Briefe stammten vermutlich von den beiden Frauen, die zu Tode gequält worden waren. Darin erklärten sie, ihrem Leben ein Ende setzen zu wollen. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden gezwungen worden waren, diese Briefe zu schreiben.

Zudem fanden die Beamten mehrere Zettel, auf denen Frauen versicherten, sie seien mit der Behandlung durch ihre mutmaßlichen Peiniger Angelika und Wilfried W. einverstanden.
Mehr bei T-Online



„Aktenzeichen XY“-Moderator mahnt zu Vorsicht bei Kontaktanzeigen

07.05.2016, 07:05
Erschütternde Kriminalfälle ist „Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne von seiner Sendung gewohnt, doch bei den Horror-Taten von Höxter spricht er von einer „neuen Dimension“. Im FOCUS-Online-Interview erklärt er, warum jetzt immer mehr Opfer des Ehepaares bekannt werden – und spricht über die unterschätzte Gefahr von Kontaktanzeigen.
Zum Interview Focus

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#14

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 8. Mai. 2016, 20:20

08.05.2016, 09:20 Uhr

Anwalt von Höxter-Verdächtigem verhöhnt Opfer
Der Anwalt des verdächtigen Mannes um die Todesfälle von Höxter hat den Opfern indirekt eine Mitschuld gegeben. "Bild.de" zitierte den Verteidiger von Wildfried W., André Pott, aus dem "Westfalen-Blatt" mit den Worten: "Ich glaube es ist verfrüht, bei den beiden toten Frauen von Opfern zu reden."

Der Artikel des "Westfalen-Blatts" ist online nicht verfügbar. Pott bestritt den Angaben zufolge demnach auch, "dass alle Geschehnisse zu Lasten meines Mandanten gehen". Man könne darüber spekulieren, "ob die Opfer nicht auch in irgendeiner Weise bei den Vorkommnissen mitgewirkt haben (...)."
T-Online

Vorsichtig gesagt: kann sein, dass die Frauen bis zu einem gewissen Grad mitgespielt hatten. Menschen, die auf Sadomaso-Spielchen stehen, gibt es ja en masse. Vielleicht liegt darin auch der Grund, weshalb keines der Opfer Anzeige erstattet hatte. Völlig ausschließen würde ich das zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls nicht.

Eagle
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#15

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 9. Mai. 2016, 17:23

Kriminalfall Höxter: Ermittler identifizieren vier mutmaßliche Opfer
Bild nicht mehr vorhandenTatort in Höxter-Bosseborn
Montag, 09.05.2016 – 15:27 Uhr
Die Verdächtigen im Fall Höxter sollen mindestens vier weitere Frauen gequält haben. So viele mutmaßliche Opfer haben Ermittler identifiziert. Zudem bekam die Polizei Dutzende Hinweise.
Nach den tödlichen Misshandlungen von Höxter weitet sich der Kreis betroffener Frauen aus. Die Ermittler konnten bislang deutschlandweit vier Frauen identifizieren, die von Angelika und Wilfried W. in den vergangenen Jahren misshandelt worden sein sollen. Man habe Kontakt zu den Opfern aufgenommen, teilte die Bielefelder Polizei mit.
Es könnte noch mehr Betroffene geben: Aus den Ermittlungen ergaben sich neue Hinweise auf weitere Misshandlungen. Die Identitäten dieser Frauen seien aber noch nicht abschließend geklärt, hieß es. Insgesamt gingen bislang etwa 50 telefonische Hinweise ein(...)
Im Video: Ermittler-Erkenntnisse im Fall Höxter Spiegel

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#16

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 14. Mai. 2016, 09:04

Opfer zahlten 100.000 Euro an ihre Peiniger

13.05.2016, 18:43 Uhr
Die in Höxter gequälten Frauen wurden nicht nur körperlich schwer misshandelt, sondern von dem beschuldigten Paar wohl auch um sehr viel Geld gebracht. Die ermittelnde Sonderkommission ist auf mehr als 100.000 Euro gestoßen, die die Tatverdächtigen von ihren Opfern erpresst haben sollen. Das berichtet "Der Spiegel".
Außerdem seien etwa 20 Mobiltelefone in dem "Horror-Haus" gefunden worden, so Polizei und Oberstaatsanwaltschaft. Die Handys seien sowohl Tätern als auch Opfern zuzuordnen. Von dem Handy einer Verstorbenen seien noch nach ihrem Tod Textnachrichten verschickt worden, um ihr Verschwinden zu verschleiern.

Polizei geht von mindestens acht Opfern aus

Der 46-jährige Verdächtige und seine 47-jährige Ex-Frau hatten jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter-Bosseborn gelockt. Nach den bisherigen Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von acht Geschädigten aus. Zwei Opfer aus Niedersachsen kamen ums Leben.
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#17

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 18. Mai. 2016, 14:21

Angelika W.: "Das Gefängnis ist wie Urlaub"

18.05.2016, 13:26 Uhr
Angelika W. - sowohl Täterin als auch Opfer - scheint erleichtert zu sein, dass der Horror vorbei ist. Ihrem Anwalt zufolge sagte sie: "Das Gefängnis ist wie Urlaub."
...

"Das Reden scheint sie zu erleichtern"


Angelika W. wisse, "dass es um etliche Jahre Gefängnis geht", so ihr Anwalt. Das scheine ihr aber nicht wichtig zu sein. Sie spreche ausführlich mit den Ermittlern - Wüller könne sie nicht stoppen und will es auch nicht mehr. "Sie will aufdecken. Das Reden scheint sie zu erleichtern", zitiert ihn der "Stern".

17 Jahre lang sei Wilfried W. ihr Lebensmittelpunkt gewesen, sie habe ihn bedient und Kontakt zu Frauen hergestellt. Laut Anwalt Wüller sei Angelika W. selbst massiv von ihrem Ex-Mann misshandelt worden. Es seien "sehr, sehr viele alte Verletzungen" festgestellt worden.

Angelika W. habe sich von ihrem Ex-Mann offenbar abgekehrt und ausgepackt, seit dieser ausgesagt habe, sie sei lesbisch und "habe das alles so gewollt". Das sei der Wendepunkt gewesen. Seine Mandantin habe entsetzt reagiert, "und dann sprudelte es aus ihr heraus".
...
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#18

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 23. Mai. 2016, 21:21

Was für ein Mensch muss man wohl sein, um sich sowas gefallen zu lassen und gar mitzumachen? Über Jahre hinweg? Hätte sie ihr Mann nicht gekränkt, würde sie ihm selbst jetzt noch jeden Wunsch von den Lippen ablesen, statt Rattengleich das sinkende Schiff zu verlassen und einen auf Opfer zu machen. Wahrscheinlich redet sich A.W. noch ein, dass wir sie in die Reihe der wahren Opfer aufnehmen müssten! Ich - jedenfalls - nehme ihr diese Rolle im Leben nicht ab denn spätestens jetzt ist klar, dass auch sie ihren Spaß mit den Opfern hatte, voll hinter ihrem Kerl stand und die abgezockten Euros? Davon hatte sie mit Sicherheit auch nicht schlecht gelebt.

23.05.2016 - 12:48 Uhr - Spürhunde suchen nach Leichenteilen
Im Fall des mutmaßlichen Folterpaars von Höxter hat die Polizei nun mit Leichenspürhunden nach Überresten der vermutlich zu Tode gequälten Annika F. gesucht. Auf einem zwei Kilometer langen Straßenabschnitt in der Nähe des Hauses der mutmaßlichen Täter vermuten die Ermittler Knochen- oder Zahnfragmente des Opfers.
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#19

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 26. Mai. 2016, 17:37

26. Mai 2016 15:16 Uhr - Polizei Uslar soll "Horror-Paar" nicht überprüft haben - Ermittlungen eingeleitet

Der Anwalt von Wilfried W. glaubt, dass das Höxter "Horror-Paar" schon 2012 hätte auffliegen können. Der Uslaer Polizei, die den Fall damals nicht genauer geprüft haben soll, macht er schwere Vorwürfe. Nun wird gegen die Beamten ermittelt.
Die Polizeidirektion Göttingen geht dem Vorwurf nach, niedersächsische Beamte hätten die tödlichen Misshandlungen zweier Frauen in Höxter-Bosseborn möglicherweise verhindern können. Es seien "alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um den Sachverhalt aufzuklären", sagte Polizeipräsident Uwe Lührig am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

(...)

Polizei hält Vorwuf des Anwalts für nicht plausibel

Göttingens Polizeipräsident Lührig wollte sich zu dem Vorwurf nicht konkret äußern: Es handele sich um ein schwebendes Ermittlungsverfahren des Polizeipräsidiums Bielefeld und der Justizbehörden in Nordrhein-Westfalen. Aus Polizeikreisen hieß es, man halte den Vorwurf des Rechtsanwalts für wenig plausibel.
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Selbst wenn die Beamten Mist gebaut hätten, schuld am Tod der Opfer sind sie nicht! Die Mörder waren und sind Wilfried W. und seine ebenso sadistisch veranlagte Frau. Punkt.

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#20

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 28. Mai. 2016, 11:33

Ist das wirklich so verwunderlich?

27. Mai 2016 | 09:55 Uhr - Die grausigen Misshandlungen von mindestens acht Frauen in einem Haus in Höxter sind von dem tatverdächtigen Pärchen offenbar gefilmt worden. Die Polizei soll Aufnahmen auf Handys gefunden haben.
Die Folterungen von mindestens acht Frauen durch ein Pärchen aus Höxter sind offenbar mit Bildmaterial dokumentiert worden. Die Kriminalpolizei habe rund 15 Mobiltelefone in dem Haus der beiden beschlagnahmt. Darauf seien Aufnahmen von acht Frauen zu sehen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Dem Blatt zufolge wurde der weiblichen, geständigen Tatverdächtigen Angelika B. die Fotos vorgelegt. "Sie hat alles bestätigt. Diese Bilder und Videos sind furchtbar. Man sieht leblos wirkende Frauen, die gefesselt und nackt auf dem Boden liegen. Die Auswertung der unzähligen Aufnahmen wird Monate dauern", wird ihr Anwalt zitiert.
(...)
Stern

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#21

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 7. Jun. 2016, 21:39

07. Juni 2016 17:17 Uhr - Tatverdächtige und Opfer wurden zweimal von der Polizei kontrolliert

Fast schon irrwitzig, offenbar aber wahr:
Im Fall der tödlichen Misshandlungen zweier Frauen in Höxter hat die Polizei bereits 2014 zweimal Kontakt zu dem unter Tatverdacht stehenden Paar gehabt. (...) Demnach riefen am 6. Juni 2014 Zeugen die Polizei. Das Paar aus dem Stadtteil Bosseborn hatte sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Höxter mit der später getöteten Anika W. gestritten. Die Beamten schlichteten, es soll keine Hinweise auf eine Straftat gegeben haben.

Eine Woche vor dem Tod von Anika W. alarmierten Zeugen erneut die Polizei. Sie hatten am 26. Juli 2014 eine eingeschüchterte und im Gesicht verletzte Frau auf dem Rücksitz eines Autos entdeckt. Bei der Kontrolle auf dem Gelände einer Tankstelle in Bad Salzuflen hätten die Beamten ebenfalls keine Hinweise auf eine Straftat entdeckt.
(...)
Die dazu inzwischen vernommenen Beamten hätten sich allerdings nicht mehr an Details erinnern können...
Stern

Und die Frage aller Fragen:

Hätte man die Quälereien in Höxter früher beenden können?

Der Rechtsanwalt des tatverdächtigen Wilfred W. behauptet das ja. A la: "Ihr seid schuld, dass die Opfer tot sind! Hättet ihr meinen Mandanten früher erwischt, würden diese Frauen noch leben!"

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#22

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 7. Sep. 2016, 18:57

Horror-Paar aus Höxter: Frau in eigener Wohnung gefoltert!

07.09.2016 13:58
Es kommen immer mehr unglaubliche Taten des Horror-Paars aus Höxter ans Licht. Laut einer Strafanzeige von 2009 sollen sie jetzt auch noch eine Detmolderin gefoltert haben. Und das in ihrer eigenen Wohnung!
Die Nachrichten um das Pärchen aus Höxter, das mehrere Frauen misshandelt und sogar zu Tode gequält haben soll, reißen nicht ab.

Jetzt kam raus: Auch eine Detmolderin wurde Opfer des Horrors. Sie soll in ihrem eigenen Zuhause gefoltert worden sein soll.

Im Jahr 2008 entdeckte die Detmolderin eine Kontaktanzeige von Wilfried W., auf die sie sich meldete.

Der Mann gefiel ihr. Alles wirkte perfekt.

Doch nach einiger Zeit zeigte der Höxteraner sein wahres Gesicht. Nach einem Streit besuchte der 46-Jährige die Frau. Noch während des Türöffnens soll er brutal auf sie eingeschlagen haben.

Laut Aussage habe er dabei "Du weißt, warum!" geschrien. Doch damit nicht genug! Anschließend soll Wilfried W. die verängstigte Verkäuferin mehrere Tage in ihrer eigenen Wohnung festgehalten, gefoltert und gedemütigt haben.
...
Zum vollständigen Berichtmopo24

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#23

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 19. Sep. 2016, 06:58

Staatsanwaltschaft will Mordanklage gegen Folterpaar erheben

16.09.2016 17:36 Uhr
Über Jahre haben Wilfried und Angelika W. in Höxter Frauen misshandelt, zwei Opfer starben. Nach SPIEGEL-Informationen haben die Ermittler die Vorwürfe gegen das Paar verschärft.
Im Fall der getöteten und misshandelten Frauen von Höxter droht den beiden Beschuldigten Wilfried W. und Angelika W. eine lebenslange Haftstrafe.

Nach SPIEGEL-Informationen will die Staatsanwaltschaft Paderborn in den kommenden Tagen Anklage wegen Mordes durch Unterlassen in zwei Fällen erheben. Die beiden Opfer, Annika W. und Susanne F., erlagen demnach den Misshandlungen, die sie erlitten haben, als sie mit den Beschuldigten in Höxter zusammenlebten. Zunächst waren die Ermittlungen wegen Verdachts auf Totschlag geführt worden. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Gefesselt in der Badewanne


Die Beschuldigte Angelika W. nannte gegenüber den Ermittlern grausame Details. So sei Annika W. mit einem Elektroschocker gequält worden und habe in einer Badewanne im Keller schlafen müssen, wobei ein Arm und ein Fuß jeweils mit einer Handschelle auf dem Rücken gefesselt gewesen sei.

Der Fall war bekannt geworden, nachdem das Paar Ende April versucht hatte, die schwer verletzte Susanne F. zurück nach Bad Gandersheim zu bringen. Nach einer Autopanne riefen die beiden einen Rettungswagen. F. starb später im Krankenhaus, die Mediziner schalteten die Polizei ein.

Wie der SPIEGEL weiter berichtet, werden die Ermittlungen während des voraussichtlich Ende Oktober beginnenden Prozesses fortgeführt, da noch nicht alle Opfer identifiziert sind.

Wichtige Zeugenaussage

Eine besondere Bedeutung im Prozess wird die Aussage von Christel P. haben. Laut SPIEGEL ist sie die einzige Zeugin, die detailliert über ihr Zusammenleben mit den Beschuldigten aussagte. Drei Monate lang sollen Wilfried und Angelika W. sie Anfang 2012 gequält haben, bevor die beiden sie nach Hause fahren ließen.

Nur mit einer Unterhose bekleidet sei sie im Schweinestall mit Handschellen angekettet worden, berichtete sie der Polizei. Sie habe barfuß im Mist gestanden. Bevor sie gehen konnte, habe Wilfried W. sie mit einer Schaufel ins Gesicht geschlagen und dabei schwer verletzt.
Spiegel

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft

#24

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 19. Sep. 2016, 19:27

Verteidiger im Folterfall Höxter "Mein Mandant ist kein Engel"

19.09.2016 14:39 Uhr
Das Folterpaar von Höxter soll wegen Mordes vor Gericht. Wilfried W. gilt als Haupttäter, doch diesen Vorwurf weist er zurück. Sein Mandant sei ein hilfloser großer Mann, sagt Verteidiger Binder.
Bild nicht mehr vorhandenDetlev Binder, Strafverteidiger aus Bielefeld
Interview und Video bei Spiegel

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Anklageerhebung

#25

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 4. Okt. 2016, 20:19

Überlebendes Höxter-Opfer gefunden

30.09.2016
Wilfried W. und seine Ex-Frau sollen ihre Opfer nicht nur misshandelt haben: Eine Frau, die 2011 im Keller der beiden eingesperrt war, wurde angeblich auch vergewaltigt.
Im Fall der in einem Haus in Höxter gefangen gehaltenen und gequälten Frauen gibt es erstmals auch Vergewaltigungsvorwürfe. Eine nach längerer Suche als weiteres Opfer ermittelte Frau habe ausgesagt, von Wilfried W. im Keller seines Hauses vergewaltigt worden zu sein, berichtete das Hamburger Magazin „Der Spiegel“ am Freitag vorab. Damit sei erstmals auch von sexuellen Übergriffen die Rede.
...
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Anklageerhebung

#26

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 4. Okt. 2016, 20:55

Ich bleibe dabei: hätten die ersten Opfer Courage gezeigt, wären diese beiden "Irren" längst hinter Schloß und Riegel und es hätte keine weiteren Opfer mehr gegeben. Aber das ist immer leichter gesagt als getan. Erst recht, wenn man selbst nicht betroffen war.

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Anklageerhebung

#27

Ungelesener Beitrag von Hank » Di, 4. Okt. 2016, 21:50

Moin Salva,

da sagst Du was. Aber heute ist es wohl so, dass derjenige, der sich einmischt dann hinterher, wenn es sich als falsch heraus stellt, noch mit einer Anzeige rechnen kann. Ich selbst habe in einer Firma gearbeitet und so einige Fünfer gerade sein lassen, damit ich damals meinen Arbeitsplatz behalten konnte. Hatte da aber leider dann doch mit Zitronen gehandelt.

mfg

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Anklageerhebung

#28

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 4. Okt. 2016, 22:47

Moin @Hank
Hank hat geschrieben:Aber heute ist es wohl so, dass derjenige, der sich einmischt dann hinterher, wenn es sich als falsch heraus stellt, noch mit einer Anzeige rechnen kann.
Na ja... da hast du einerseits schon recht. Aber wenn das Opfer freiwillig mitgemacht hat, warum sollte es jetzt gegen das Torture- Paar aussagen? Falls die Vorwürfe nicht stimmen sollten, wäre die Gefahr, als Lügnerin geoutet zu werden, doch ziemlich hoch.

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Anklageerhebung

#29

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 23. Okt. 2016, 15:24

Neue Details aus dem Horrorhaus - "Die Brüste blutig gebissen: 180 Mal"

23. Oktober 2016 - Bei seinen Gewaltexzessen schaukelte sich das Horrorpaar von Höxter in seiner sadistischen Wahnwelt immer höher. Kommende Woche beginnt der Mordprozess.
Bild nicht mehr vorhandenWilfried W. und seine Exfrau Angelika lockten mit Kontaktanzeigen Frauen in ihr heruntergekommenes Haus in Höxter. Alter und Aussehen der Frauen spielten keine Rolle, sie sollten nur keinen großen Bekanntenkreis haben. Damit niemand nach ihnen suchen würde. Foto: Alexander Koerner/Getty Images
Eine wahre Geschichte von Folter, abartiger sexueller Neigungen und Mord
Als Angelika den Mann kennenlernt, ist sie 29 Jahre alt, lebt bei ihrer Mutter auf dem Hof und hat noch nie jemanden getroffen, der mit ihr eine Beziehung will.

Es ist der 17. Januar 1999 und Liebe auf den ersten Blick. Händchen haltend laufen sie durch Detmold, wo Wilfried lebt, küssen sich schon am selben Tag. Angelika fährt nun immer gleich nach der Arbeit in der Gärtnerei zu ihm. Angelika und Wilfried W., die beiden gibt es von nun an nur noch zusammen. Und bald gibt es für Angelika nur noch Wilfried. Sie heiraten, später trifft sie nicht einmal mehr ihre Mutter, Wilfried besteht darauf.

Die Beziehung entwickelt sich fatal. Die Amour fou, die leidenschaftliche, verrückte Liebe, entgleitet in eine Folie à deux, eine gemeinsame psychotische Störung.

17 Jahre unsagbare Folter

Es beginnt fast unmerklich. Damit, dass Wilfried W. fragt: Willst du heute Nudeln oder Kartoffeln kochen? Dass Angelika antwortet: Nudeln. Und Wilfried stundenlang darüber diskutieren will, dass ihm ihre Entscheidung nicht passt. Es bildet sich ein Muster in diesen Diskussionen, Wilfried sagt an einem Punkt "Ich werde wieder nervös", zuckt mit den Augen, beginnt seine Frau zu schubsen und zu schlagen, so schildert es Angelika W. heute.

Es endet 17 Jahre später. 17 Jahre, in denen die Gewalt mindestens zwei Menschen das Leben gekostet und viele unsagbarer Folter ausgesetzt haben soll.

Es ist der 21. April 2016, gegen 23 Uhr, als der Horror ein Ende findet. Angelika W., dunkel gekleidet, korpulent, Pottschnitt, klingelt in einem Haus an der B 64. Sie habe eine Autopanne, sagt sie, ob man ihr ein Taxi holen könne. Im Hintergrund steht eine gebückte Gestalt, in eine Decke gehüllt. Später kommt auch noch ein Rettungswagen, Angelika W. hat ihn gerufen.

Gegen Mitternacht trifft der Wagen in der Helios Klinik Northeim ein. Die Notärztin hat die Patientin, Susanne F., bereits mit Verdacht auf Blutvergiftung angekündigt, sie hat viele unbehandelte Verletzungen am Körper bemerkt, bereits nekrotisch, Heilung unmöglich. Die Zehennägel haben sich zum Teil gelöst. Und zudem: Schnitte, Blutergüsse, Fesselspuren. Der Kopf kahl geschoren. Am Steißbein: Liegefäulnis, die Frau muss wochenlang in derselben Stellung gelegen haben. Die Ärzte versuchen sie zu reanimieren, vergebens.

Kurz darauf findet man im Haus von Angelika und Wilfried W. Susanne F.s Abschiedsbrief, zunächst datiert auf den 21. April, den Tag der Autopanne. "Es tut mir leid, mein süßer Schatz! Ich kann nicht mehr! Bevor ich ins Gefängnis gehe, beende ich lieber mein Leben! Ich liebe Dich, Susi."
Bild nicht mehr vorhandenMai 2016: Spurensicherung am Horrorhaus in Höxter, in dem zwei Frauen zu Tode gequält wurden. Foto: Alexander Koerner/Getty Images
Hunderte solcher Zettel, auf denen das Paar Frauen unterschreiben ließ, sie hätten sich ihre Verletzungen selbst zugefügt, finden die Ermittler in dem heruntergekommenen Haus im Saatweg Höxter-Bosseborn. Die Bilder dieses Hauses werden zum Symbol für einen der schrecklichsten Kriminalfälle der Bundesrepublik. Kommenden Mittwoch beginnt in Paderborn der Prozess, in dem geklärt werden muss, was sich hinter der Fassade zugetragen hat. Mindestens vier Frauen wurden hier gequält, zahlreiche andere um Geld gebracht. Und neben Susanne F. gab es noch mindestens eine andere Frau, Anika W., die nach wochenlangen Torturen starb. Die Staatsanwaltschaft hat Wilfried W. und seine Exfrau Angelika W. wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Zusätzlich wirft sie Angelika W. versuchten Mord und Körperverletzung in fünf Fällen vor, Wilfried W. außerdem Körperverletzung in 30 Fällen. Erst vor drei Wochen meldete sich eine weitere Frau, die angibt, von ihm vergewaltigt worden zu sein. Angelika und Wilfried W. droht lebenslange Haft.

Horrorhaus in Höxter: Sie redet, er schweigt

Was ist das für ein Paar, das solch monströse Taten begeht? Wie driftet eine Liebesbeziehung ab zu einer sadistischen Komplizenschaft? War es Wilfried, der Angelika manipulierte? Entwickelte Angelika eine unterwürfige Abhängigkeit, die, gespeist von ständiger Angst vor Wilfried, seine Folterfantasien in vorauseilendem Gehorsam umsetzte, wie sie selbst heute erklärt?

Während Angelika W. redet, sich damit selbst belastet, liefert Wilfried W. keine Erklärungen. In der ersten Vernehmung bestritt er alle Vorwürfe, seitdem schweigt er. Aus Angelika W.s Aussagen und denen von Opfern lässt sich ein verstörender Blick in das Haus im Saatweg gewinnen, er offenbart ein Beziehungsgeflecht aus Macht und Ohnmacht, alltäglicher Erniedrigung und immer hemmungsloserer Gewalt.

Eine Frau, die dem Paar entkam, berichtet, dass Angelika und Wilfried W. sich zu immer grausameren Exzessen hochschaukelten. Hätten die beiden gestritten, sei sie die Leidtragende gewesen. Wilfried habe ihr dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen, Angelika W. sie mit Pfefferspray attackiert. Sie wurde eingesperrt, durfte nur das Katzenklo benutzen, wurde halb nackt im Schweinestall angekettet.

Auch Anika W., die erste Frau, die die Torturen nicht überlebt, wird angekettet, weil Wilfried W. sich gestört fühlt, wenn sie nachts zur Toilette muss. Ärgert ihn das Rasseln der Ketten, geht Angelika zu Anika und schlägt, beleidigt, verbrennt, würgt sie. Ihre letzten Lebenswochen fristet Anika W. nachts in einer Badewanne im Keller, bäuchlings, Hände und Füße hinterm Rücken gefesselt. So stark, dass die Wunden bluten und nässen, dass sie nicht mehr laufen kann, dass ihr der Tod eine Erlösung erscheint und sie versucht, den Strick selbst zuzuziehen, den ihr Angelika W. einmal um den Hals legt. Noch einmal versucht sie zu fliehen, auf allen vieren kriechend, Angelika W. behauptet, sie sei gestürzt, als sie versucht habe zu gehen. Regelrecht gekracht habe es, als der Kopf ungebremst auf den Boden im Hof aufschlug. Angelika W. war es, die Anikas Leiche zunächst in die Tiefkühltruhe steckte, später zersägte und im Ofen Stück für Stück verbrannte, die Knochenreste und Zähne in der Asche noch mit einem Hammer zerschlug.

Die Wahnwelt von Wilfried und Angelika W.

Angelika W. erzählt den Ermittlern, dass Wilfried W. schnell unzufrieden mit den Frauen gewesen sei. Er schubste sie, dass sie zu Boden gingen. Verdrehte ihre Finger so stark, dass sie sich sofort hinknien mussten. Und wenn die Frauen vor Schmerzen aufschrien und Wilfried deshalb nur noch wütender wurde, dann habe sich Angelika W. aufgefordert gefühlt, auch zu schlagen, zu treten, mit Gürteln zu würgen, bis sie keine Luft bekamen. Um keinen Ärger mit Wilfried zu haben, sagt sie heute. Er habe sie nie explizit aufgefordert: "Fessel sie", "schlag sie". Er habe immer nur gesagt: "Geh hoch und mach was." Oder: "Jetzt macht die da oben wieder Theater." Für Angelika W. das Signal.

Wilfried und Angelika W. lebten in einer Wahnwelt. In so einer Folie à deux tritt bei Täterpaaren eine gemeinsame psychische Störung auf, weil der Haupttäter einen Wahnzustand auf den anderen überträgt, sagt der Essener Psychotherapeut Christian Lüdke. Als größtes Risiko, in eine Folie à deux abzurutschen, gelte die Isolation des Paares. Bei Frauen wie Angelika W. sei die Angst vor Einsamkeit wohl größer als die Angst vor Gewalt. Bald habe sie sich mit den Taten identifiziert, mitgemacht, auch weil sie dann Macht empfand und nicht mehr nur das Opfer war. Die Gewalt verbindet das Paar, gibt ihm ein Gefühl der Allmacht.

Alter und Aussehen der Frauen, die die beiden auswählten, waren egal, erklärt Angelika W. Vor allem sollten sie wenig soziale Kontakte haben, schnell einziehen, abhängig werden. Sie kamen ins Haus nach Höxter, gelockt von Annoncen, die einsamen Frauen Liebesglück versprachen. Annoncen wie: "Fischmann, 45 J., 1,86, humorvoll, häuslich, sucht umzugswillige SIE für gemeinsame Zukunft", auf die Susanne F. voller Hoffnung geantwortet hatte. Es müssen viele Frauen gewesen sein, die Wilfried in seinen Bann zog. Auf einem Fotoapparat fanden sich Bilder von rund zehn weiteren Frauen, alte wie junge, bekleidet oder nackt, die selbst Angelika W. nicht identifizieren konnte.

Gewaltfantasien früh ausgelebt

Es ist eine schwer zu verstehende manipulative Kraft, die von Wilfried W. ausgegangen sein muss. Einige Frauen sprachen schon nach ein paar Telefonaten von der großen Liebe. Susanne F. nannte Wilfried ihren "Schatz", ohne ihn zuvor getroffen zu haben. Und die Frauen gaben diesen Traum auch dann nicht auf, wenn Angelika W. bei ihnen anrief, sich als Schwester von Wilfried ausgab, die Frauen ermahnte, ihm niemals zu widersprechen und ihn niemals zu reizen. Einige schickten Wilfried W. Geld, eine Kirsten zum Beispiel insgesamt 55 000 Euro, zuletzt eine Mary 3500 Euro. Andere zogen in blinder Liebe nach Höxter, lebten in den vermüllten Zimmern des Hauses, von dessen feuchten Wänden die Tapete fiel.

Bereits Mitte der 90er Jahre hatte Wilfried W. seine Gewaltfantasien ausgelebt. Der Sonderschüler hat früh erfahren, wie sich Ohnmacht anfühlt, der Vater soff, schlug, malträtierte die Familie. Es ist, als wolle Wilfried W. nun selbst diese Macht erfahren, die der Vater über ihn hatte. Verstörend liest sich ein Urteil des Amtsgerichts Paderborn von 1995. Wilfried W. verbrennt seiner damaligen Frau die Haut mit einem Bügeleisen, fesselt sie an die Heizung, stößt ihr unter Anfeuerung einer Exfreundin einen Gummiknüppel in die Scheide. Es ist ein Katalog der Grausamkeiten, der das Gericht vor 21 Jahren zu dem Schluss kommen lässt: "Seine Handlungen waren gezielt darauf gerichtet, die Zeugin zu demütigen und ihm unterwürfig zu machen. Er hat sie geradezu sklavenartig gehalten und missbraucht. Gefühlsäußerungen wie Mitleid scheinen diesem Angeklagten fremd."

Die Grenze wird er schon bald erneut überschreiten. Es ist noch vor ihrer Hochzeit, erzählt Angelika W. heute, als er ihr brutal die Arme verdreht und sie zu Boden wirft. Die Schmerzen sind groß, doch Angelika glaubt an ein Spiel. Schon bald aber gibt es Pferdeküsse, bis ihre Oberschenkel von blauen Flecken übersät sind. Sie wehrt sich anfangs, doch muss schnell spüren, dass sie ihn damit nur noch wütender macht. Sie erträgt die Gewalt, redet sich ein: Irgendwie komme ich schon durch.

Angelika W. hat ihrem Anwalt Peter Wüller eine handschriftliche Liste übergeben: "Häufigkeit der Übergriffe von Wilfried auf Angelika in über 17 Jahren". Ein Katalog von Grausamkeiten, die er ihr zugefügt haben soll. Angeschrien, beleidigt: täglich. An den Haaren gerissen: ca. 500 Mal. Gewürgt: ca. 250 Mal. Verbrüht: ca. 50 Mal. Arm umgedreht: ca. 300 Mal. Treppe heruntergeschmissen: ca. 15 Mal. Die Brüste blutig gebissen (er nannte es "Titten beißen"): ca. 180 Mal. Decke über ihren Kopf gezogen, sich auf sie gelegt, bis sie bewusstlos wurde (er nannte es "Decken-Alte"): ca. 250 Mal. Mit Stab in den Rachen gestoßen: ca. 15 Mal. Haare abrasiert: 2 Mal. Augenbrauen abrasiert: ca. 10 Mal. Durchs Zimmer gestoßen und geschubst: ca. 4000 Mal. Mit Bunsenbrenner verbrannt: ca. 8 Mal. Gabel in Oberschenkel gerammt: 1 Mal. Zahn ausgeschlagen: 3 Mal. Die Liste hat rund 70 Punkte. Und doch blieb Angelika W. bei ihrem Peiniger, suchte die Schuld bei sich: "Hätte ich mit ihm richtig gesprochen, keine Fehler gemacht, beim Sprechen ihn immer angesehen, dann wäre nichts passiert."

Nur wenn andere Frauen im Haus sind, hat sie Ruhe, genießt die Schonzeit, die abrupt enden kann. Als Susanne F. einmal eine Woche weg ist, erinnert sich Angelika W., geht er gleich wieder auf sie los, "Titten beißen".

Als er das erste Mal Angelika W. gegenübersaß, sagt Anwalt Wüller, habe er eine "eiskalte, verwahrloste Frau mit völlig verhärtetem Gesichtsausdruck" vor sich gehabt. Sie habe sich in der Haft verändert, sei weicher und offener geworden, achte auch mehr auf ihr Äußeres. Es klinge absurd, sagt er, doch in der JVA erlebe sie eine völlig neue Sicherheit, weil sie nicht mehr unter permanenter Angst vor Wilfried W. leide und dem Druck, ihm zu gefallen.

Doch Wilfried W., sagt sie, den liebe sie noch immer.
Stern, mit freundlicher Genehmigung

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Anklageerhebung

#30

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 26. Okt. 2016, 18:53

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/h ... 18362.html

Na endlich mal ein akutuelles foto von ihm.
Es wird gefragt wie die Rollen verteilt waren. Er stellt sich als der schwache dar.

Es waäre doch nett wenn man der Öffentlichkeit mitteilt was dieser Mann antwortet, wenn man ihn fragt wieso er sich nciht getrennt hat.
Im Chat hätte er lapidar vermutlich nur gesagt, wenn man solange zusammen ist, wäre das nicht so einfach.
In meinen Augen hat dieser Mann kein Gewissen, ein Loch im Hirn, untherapierbar und kennt nur das Instrumentalisieren von anderen Menschen.

Das ganze hat auch nciht mit einer Diskussion mit Nudeln begonnen meiner Meinung

In der Aktuellen Stunde wird gerade gesagt:

"Er selbst scheint den Moment zu geniessen"

Der Anwalt von Angelika hält das Statement von seinem Anwalt für einen schlechten Witz und hält ihn für maßgeblich beteiligt.

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