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Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Lastlove
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » So, 20. Nov. 2016, 21:39

Beim sexuellen Sadismus reicht schon ein einziges Merkmal, hab die Tabelle gerade nciht zur Hand.
Lydia Bennecke zeigt sie in ihrem Buch "Sadisten" auf.

Beispiel: Verstümmelung der Geschlechtsorgane.
Denke Brustwarzen halb abbeissen oder -trennen ordnet man da dazu.

auch dürften eingeführte Gegenstände in die Vagina dazuzählen.

Somit handelt es sich auich definitiv um sexuellen Sadismus, sowohl bei ihm alsauch bei ihr.

Meiner Sicht nach zu urteilen..

Den Frauen zu zeigen was sie nie vermuteten..daß ihre Grausamkeit grenzenlos sein kann..das gab ihnen den Kick..neben den habgierigen Motiven der Bereicherung..
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Salva
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 21. Nov. 2016, 01:44

Vorab, @Lastlove: habe die entsprechende Tabelle im Forum "Kriminologie" -> Kriminalpsychologie gepostet.

Die Problematik, sexuelle Handlungen wie z.B. Verstümmelung der Geschlechtsorgane, Brustbeißen, Gegenstände einführen usw. als Merkmale für sadistisch motivierte Sexualstraftäter oder Sadisten mit sexueller Motivation zu deuten, wird auch in den von mir geposteten Quellen im oben genannten Beitrag beschrieben. Demnach kann z.B. das Beißen in die Brustwarzen oder Genitalien "nur" dazu dienen, dem Opfer noch intensivere Schmerzen zuzufügen, ohne das der Täter dadurch eine sexuelle Stimulation erfährt.
Ein weiteres Beispiel wäre das Einführen von Gegenständen in Körperöffnungen wie Vagina oder Anus: sicherlich gibt es Straftäter die dadurch sexuelle Lust empfinden, aber solche Handlungen können z.B. auch Zeichen von Hemmnis oder sexueller Unerfahrenheit sein. Nebst weiteren Täterseitigen Abneigungen. Zudem können diese Arten von Handlungen auch wieder "nur" dazu dienen, den Schmerz für das Opfer zu intensivieren, denn bei diesen Körperstellen handelt es sich um besonders empfindliche Regionen, die ja nicht umsonst "Erogene Zonen" genannt werden.

Die Diagnosekriterien für sexuellen Sadismus sind also sehr viel komplexer und bezogen auf den Fall hier schwer festzustellen. Dazu fehlen (uns) einfach zuviele Informationen. Bleibt zu hoffen, dass die Anklagevertretung anhand der forensischen Gutachten entsprechende Nachweise erbringen kann, weil so eine Diagnose natürlich Auswirkungen auf die Urteile haben wird. Ich würde mir jedenfalls wünschen und hoffe auch, dass bei beiden Tätern die anschließende Sicherungsverwahrung verhängt wird. Weniger hat dieses Folterpaar in meinen Augen nicht "verdient". Allerdings sehe ich bei Angelika W. schwarz, denn dafür redet sie zu viel. In ihrem Fall kann ich also froh sein, wenn sie Lebenslänglich bekommt und zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden kann. 25 Jahre Haft... da kommt sie trotzdem günstig weg! Aber selbst das wird nur ein Wunsch oder Hoffen bleiben. Wir werden es erleben.
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Lastlove
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mo, 21. Nov. 2016, 19:08

@Salva
Danke dafür.

Inwiefern würde sich eine solche Diagnose denn auf das Urteil auswirken?
Daß alles im privaten(häuslichen) Bereich passierte macht die Sache zudem ja auch nicht einfacher.

Ich wäre damals garnicht auf die Idee kommen meinen Ex anzuzeigen. Erstens weil ich emotional blind war und garnicht auf die Kette bekommen habe, soetwas ist sexueller Sadismus und zweitens weil ich es echt später komplett verdrängte und mich erst 20 Jahre später wieder daran erinnerte..minutiös..unfassbar.

Und der läuft immer noch frei herum.
Bleibt zu hoffen, es passiert mehr Aufklärung, gerade was sexueller Sadismus anbelangt, sodaß Opfer wissen mit wem sie da rumturnen..
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Salva
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 30. Nov. 2016, 21:08

Angelika W. gibt mehr als 70 Arten von Misshandlungen zu

Würgen, Anketten, Schlagen, Verbrühen: Die in Höxter angeklagten Angelika W. und Wilfried W. malträtierten ihre Opfer auf brutalste Weise. Stundenlang schildert die 47-Jährige ihre eigene Rolle im "Horror-Haus".
Bild nicht mehr vorhanden Angelika W. und ihr Anwalt Peter Wüller im Gerichtssaal in Paderborn. Foto: Florentine Dame/DPA/Stern
Im Mordprozess um brutale Misshandlungen in Höxter hat die Angeklagte Gräueltaten gegenüber mehreren Frauen im sogenannten "Horror-Haus" geschildert. Sie räumte dabei ein, insgesamt fünf Frauen gegenüber selbst gewalttätig gewesen zu sein. Dem Gericht legte sie eine Liste mit mehr als 70 Arten von Misshandlungsarten vor, die sie oder ihr mitangeklagter Ex-Mann Wilfried W. den Frauen zugefügt hätten. Die Drangsalierungen reichten demnach von Schlägen und Beleidigungen über Verbrühungen bis zu stundenlangem Anketten im Schweinestall und Würgen.
[...]
Am dritten Prozesstag verbarg Angelika W. ihr Gesicht beim Betreten des Gerichtssaals erstmals nicht hinter einer Aktenmappe, sondern zeigte sich den Kameras wie ihr Ex-Mann Wilfried W. auch. Vor dem Landgericht Paderborn beschrieb Angelika W. ein striktes Bestrafungssystem, dem sich die Frauen beugen mussten.

Bei kleinstem vermeintlichem Fehlverhalten - ein falsches Wort, ein Haar auf dem Küchentisch - sei er ausgerastet, weil er sich missachtet gefühlt habe. Die Frauen hätten schriftlich versichern müssen, sich zu ändern. Als sie dennoch weiter Fehler machten, sei auch Angelika W. übergriffig geworden.
[...]

Stern

Was da ans Tageslicht kommt, lässt sich kaum noch in Worte fassen. Dazu noch die Tierquälereien und -tötung... kaum zu glauben, dass sowas in unserer Kultur überhaupt möglich ist.
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 30. Nov. 2016, 23:10

@Salva
Es fehlen einem wirklich die Worte.
Ich hoffe inständig, das Gericht und die jeweiligen Anwälte lassen sich nicht länger blenden.

Was da abgeht ist kein Chatgeplänkel wo man sich die unbeantwortete Frage stellt wen man wohl vor sich hat, ob es nach einem wirklich dicken Fisch riecht oder nach einem saudummen Gesellen.

Da sind echte Schwerverbrecher die keinesfalls zu heiligen mutieren dürfen!

Niedere Beweggründe sind Grund genug solche Menschen kurz und knapp "abzuhandeln" in meinen Augen.

Von denen ist keiner multipel oder gengestört wahnsinnig.

Sie haben Gott und die Welt an der Nase herumgeführt und fahren diese spur weiter..

Wird hoffentlich ein Fall für Habort werden in absehbarer Zeit, bei dem können die sich dann ja auskotzen!
Bis dahin muß ich von meiner Seite her gesehen auch ncihts weiter über die hören, außer sie sind weggesperrt für immer!
Und hoffentlich Chatverbot auf Lebenszeit!
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 1. Dez. 2016, 06:07

"Schwiegertochter gesucht" sollte dem Höxter-Monster mehr Frauen liefern

30.11.2016 16:05
Angelika W. (47) hat fürchterliche Qualen über sich im Horror-Haus in Höxter ergehen lassen. Wilfried W. (46) prügelte immer wieder brutal auf sie ein. Um den schrecklichen Torturen zu entgehen, wollte sie ihren Peiniger sogar bei der RTL-Show "Schwiegertochter gesucht" anmelden.
Bild nicht mehr vorhanden Angelika W. wollte Wilfried W. bei der RTL-Show "Schwiegertochter gesucht" anmelden.
Die 47-Jährige lieferte am dritten Prozesstag unglaubliche Einblicke im Alltag ihres Lebens (TAG24 berichtete): "Ich habe ab 2003 Annoncen in der Rubrik 'Bekanntschaften' für Wilfried aufgegeben. Ich dachte, eine weitere Frau würde Erleichterung und Entlastung für mich in jeder Beziehung bringen."

Hierfür hat die im Bosseborn-Prozess Mitangeklagte versucht, ihrem Tyrannen immer wieder neue fremde Frauen ins Haus zu holen. Sie schaltete verschiedenste Anzeigen in der Zeitung. Auch unter den Kategorien "Bauer sucht Frau" und "Netter Er sucht nette Sie".

Auf diese Annoncen haben sich oftmals über hunderte Frauen gemeldet, so W. im Prozess. "Ich hatte damals kein schlechtes Gewissen und auch keine Sorge, dass den Frauen etwas geschehen könnte."

Doch eine Aussage übertrifft jegliche Vorstellungen: Angelika W. behauptet, dass sie auch mal mit RTL telefoniert habe. Angeblich wollte sie Wilfried bei "Schwiegertochter gesucht" anmelden. Sie wollte noch mehr Frauen für Wilfried haben.

"Er hat mir genau beschrieben, wie sie sein soll, die Traumfrau. Ich habe dann versucht, mit ihm gemeinsam seine Traumfrau zu suchen. Wichtig war, dass er mich nicht verlässt. Seine Traumfrau sollte nicht stinken, nuscheln, sie sollte keine Angehörigen haben, sollte sich nette Kosenamen ausdenken, sollte gehorchen und ihn nach außen hin verteidigen, sie sollte keine Widerworte haben." So eine Frau wollte sie mit Hilfe von RTL finden.

Wieso Angelika W. ihren Unterdrücker dann doch nicht bei RTL angemeldet hat, blieb offen.

Erst vor kurzem sorgte der Tod von Sarah H. für Aufsehen (TAG24 berichtete). Sie war in der Sat.1-Sendung "Schwer verliebt" Kandidatin und ist von dem Tatverdächtigen Axel G. wohl zu Tode gefesselt und gepeitscht worden.

Tag24
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 1. Dez. 2016, 10:47

35-Jährige führte Beziehung mit der Bestie: Sie entkam Wilfried W. nur knapp

01.12.2016, 06:46
"Es war der Griff nach Liebe"

Sie hätten Kaffee getrunken und Süßes gegessen und sich viel erzählt. Dann ging offenbar alles schnell. Nathalie K. berichtet der „Bild“-Zeitung, dass sie schon am ersten Abend „zärtlich“ geworden seien. Wilfried W. sei dann die halbe Nacht geblieben. Nathalie K. wähnte sich damals im großen Glück, sagt: „…es war der Griff nach der Liebe.“

Sechs Wochen nachdem sie Wilfried W. über die Kontaktanzeige am 16. Oktober 2015 kontaktiert hatte, sollte sie laut „Bild“-Zeitung bereits nach Höxter ziehen. Nathalie K. zufolge wollte das Paar heiraten. Wilfried W. habe ihr Bilder vom Haus in Höxter geschickt und ihr von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz dort berichtet. Er sei Unternehmer mit einem Laden und hätte eine Arbeit für die 35-Jährige, hieß es. Bei ihm wohne auch seine Schwester, die sich an der Liebe aber nicht störe. Nathalie K. habe eingewilligt und angefangen zu packen.

Telefonterror

Wilfried W. ködert die 35-Jährige geschickt mit Zärtlichkeiten und Liebesschwüren. Insgesamt viermal habe er sie in ihrer Wohnung in Locum besucht. So habe er ihr der „Bild“-Zeitung zufolge gesagt, dass er sie am liebsten „gleich“ mitnehmen wolle. Bekannten und Freunde sollte sie indes nichts von ihrer Partnerschaft erzählen. Sie solle die Vergangenheit zurücklassen, denn nur die Zukunft zähle. Die junge Frau bekommt Zweifel. Sie habe sich distanziert, dann kippte die Stimmung offenbar.

Nathalie K. habe sich dann ständig bei Wilfried W. melden müssen. Er sei immer herrischer geworden. Dann soll laut „Bild“-Zeitung die vermeintliche Schwester, in Wirklichkeit Wilfried W.s Frau, Angelika B., bei Nathalie K. angerufen und zusätzlich Druck gemacht haben. Als Nathalie K. die Beziehung schließlich beendet, habe das Horror-Paar von Höxter einen regelrechten Psychoterror begonnen und die junge Frau bedroht.

Weit weggezogen

Erst als ein Bekannter bei dem Horror-Paar anruft und mit der Polizei droht, hörte der Terror auf, berichtet die „Bild“-Zeitung. Nathalie K. habe sich danach in eine Klinik begeben und sei weit weggezogen. Ihre Schilderungen sind nun Teil der Ermittlungsakte.

Zum vollständigen Bericht Focus
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 6. Dez. 2016, 12:46

Wurde das erste Opfer zerstückelt und verbrannt?

06.12.2016 08:30
Der Prozess um die tödlichen Misshandlungen im Horror-Haus aus Höxter-Bosseborn geht am Dienstag weiter. Schon am dritten Prozesstag sorgte Angeklagte Angelika W. mit ihrer Aussage für grausame Einblicke.
12.15 Uhr: Nach einer kurzen Pause geht es weiter mit der Aussage von Angelika W.. Sie beschrieb kurz, wie sie die zwei mitgebrachten Hunde von Annika losgeworden ist. Denn einen habe sie mit einem Strohband erdrosselt und hinter einer Leitplanke entsorgt. Den Schäferhund haben sie bei einem Ausflug in Holland einfach ausgesetzt.

Richter Emminghaus geht wieder auf das Opfer ein. Daraufhin beschrieb Angelika, dass sie die gefolterte Frau geknebelt in der Badewanne abgelegt habe. "Dann bin ich zu Wilfried gegangen und habe ihm gesagt, dass Annika jetzt ertrinkt."

Irgendwann ist der Angeklagte hoch zur Wanne gegangen und habe die bewusstlose Frau erlöst. Er habe sie geküsst und plötzlich gingen die Augen des Opfers wieder auf. "Wäre Wilfried nicht zu Annika gegangen, wäre sie vermutlich gestorben", sagte die 47-Jährige.

11.15 Uhr: Die Mutter des Opfers sitzt vollkommen versteinert im Gerichtssaal. Angelika W. schildert völlig emotionslos, wie Annika immer mehr gequält wurde.

Die Angeklagte beschrieb, dass die Frau immer mehr und tiefere Wunden an den Händen und Füßen gehabt habe. "Ich habe sie teilweise verbunden. Wenn sie schlau gewesen wäre, hätte sie durch diverse Türen, die nicht verschlossen waren, flüchten können. Das hat sie aber nicht gemacht", sagte Angelika W..

11 Uhr: Die beiden Angeklagten wurden im gewalttätiger gegenüber dem Opfer. Angelika wollte Annika aber nie quälen! "Sie sollte so bleiben, wie sie zum Anfang der Beziehung mit Wilfried war. Beim Würgen hatte sie schon Luftnot, wenn ich den Gürtel um ihren Hals fester zog", sagte die 47-jährige Angeklagte.

Es ging sogar so weit, dass die beiden Folterer Elektroschocker eingesetzt haben. Das habe ihr aber wenig ausgemacht, so Angelika. "Sie hatte eine sehr hohe Schmerzgrenze."

"Irgendwann kamen die Handschellen ins Spiel. Wir haben Annika in ein Nebenzimmer ausquartiert", beschrieb sie weiter. Sie habe Wilfried beim Schlafen gestört, weil sie zur falschen Zeit auf das Klo gehen wollte. "Sie hat es akzeptiert, weil sie wohl auch hoffte, damit Wilfried nachts nicht mehr zu stören".

Weil sie sich immer eingenässt habe, hatte das Folterpaar nach Lösungen gesucht. Zudem stank es mehr und mehr in dem Nebenzimmer nach Urin. Deshalb wurde sie nach oben ins Haus verfrachtet. Dort wurde sie dann an einen Heizkörper gefesselt. Später wurden dann auch ihre Füße mit Handschellen gefesselt.

10.20 Uhr: Angelika W. schildert weitere Erlebnisse mit Wilfried W. und Annika W. So zum Beispiel von der ersten Ohrfeige von Wilfried W. und Schläge mit dem Gürtel.

Auch Angelika W. berichtet, wie sie das erste Mal handgreiflich gegenüber Annika W. wurde: "Zwei Wochen vor Weihnachten 2013 habe ich Annika zum ersten Mal an den Haaren gezogen und sie in die Ecke geschubst. Ich habe ihr Ohrfeigen gegeben."

10 Uhr: Detailliert berichtet die Angeklagte Angelika W. über das Zusammenleben: "Ich habe versucht, Annika anzulernen, wie sie sich am besten im Haus im Bosseborn bewegt. Nach ein paar Wochen gab es zwishen den beiden kaum noch Sex. Ab und zu nahm Wilfried sie noch in den Arm. Ich habe bitter geweint, weil ich befürchtete, dass Wilfried mich, Angelika W., aus dem Haus in Bosseborn schmeißt."

09.55 Uhr: Sie hätten dann am 18. Oktober 2013 standesamtlich in Höxter geheiratet, alles ging ganz schnell. Zum ersten Mal gab es Stress zwischen den beiden, als Annika sich krank fühlte, aber trotzdem arbeiten gehen wollte. Bis dahin sei Annika nie in Bosseborn gewesen und habe das Haus nur von Fotos gekannt.

09.50 Uhr: Auf den Wunsch von Wildfried W. hätte er zusammen mit Angelika W. dann einen Verlobungsring in Höxter besorgt. Die Eile erklärt Angelika W. mit den Worten: "Damit ihm die Frauen auch sicher waren". Im Auto hätten sich die beiden dann verlobt und vergnügt. Die Angeklagte habe immer im Auto gewartet, wenn Wilfried seine Hausbesuche bei Annika machte. Sie glaubte, dass Angelika W. die ältere Schwester von Wilfried sei.

09:45 Uhr: Vor Ort habe Angelika dann im Wagen gewartet, während Wilfried W. mit Annika im Haus war. Zum Abschied hätten sich die beiden geküsst. Angelika habe das aber nicht groß gestört: "Das war früher ja auch schon so, dass Wilfried andere Frauen geküsste, oder mit ihnen Geschlechtsverkehr hat. Wenn er jemanden hatte, dann war er beschäftigt und ich hatte meine Ruhe".

09.40 Uhr: Auf die Frage des Richters, wann Annika W. nach Bosseborn gekommen sei, antwortet Angelika W.: "2013 sind Wilfried und ich in der Stadt in Höxter gewesen, um eine Bekanntschafts-Anzeige aufzugeben, damit Wilfried neue Frauen kennenlernt. Wenn das funktioniert, dann habe ich wieder Ruhe, habe ich gedacht."

Laut Angelika W. seien sie und Wilfried W. dann gemeinsam zu Annika W. nach Uslar gefahren, die sich auf die Anzeige per SMS gemeldet hatte.

09.30 Uhr: Als Nebenklägerin ist auch die Mutter des ersten Opfers Annika W. im Gerichtssaal. Es wird erwartet, dass Angelika W. eine ausführliche Aussage zum Tod des ersten Opfers macht.

Nachdem die misshandelte Frau an ihren Verletzungen starb, schickten die Angeklagten der Mutter noch weiter SMS. Deshalb dachte die Mutter noch bis April 2016, dass ihre Tochter noch leben würde. Da war sie aber schon monatelang tot.

09.20 Uhr: Die Sitzung ist eröffnet! Am letzten Prozesstag beantrage Detlev Binder (Strafverteidiger von Wilfried W.) , ein neues psychiatrisches Gutachten für den Angeklagten zu fertigen. Das lehnte der Richter Bernd Emminghaus ab.

Dadurch hat das aktuelle Gutachten weiterhin Bestand. Zudem sagte der Richter, dass der Angeklagte voll schuldfähig ist und eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen würden.

Tag24



Wie Sie lächelt...was sind das nur für Menschen?! :angry:

Bild nicht mehr vorhanden Im Mordprozess um die Misshandlungen mehrerer Frauen in Höxter sitzt die Angeklagte Angelika W. im Landgericht Paderborn (Nordrhein-Westfalen) und blättert durch Ihre Akten
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 6. Dez. 2016, 13:06

@sweetdevil31
Niemals wirst du verstehen können was das für Menschen sind, ich auch nicht, wir alle nicht.
Und von mir die knallharte These:
Sie weiss sehr genau, dieser Wilfried war geil auf das aufgehen der Sonne in den augen eines sterbenden Menschen..als letzten ultimativen Kick.

Sie drückt es nur anders aus damit die Annahme aufrecht erhalten bleibt, sie sei selber ein Opfer!

Sadismus ist schwer bis garnicht therapierbar!

Und diese Frau ist informiert über jedes Wort was Wilfried im Netz geschrieben hat. Genau wie er sie unter Kontrolle haben will so will sie das bei ihm auch! Und da sie die intelligentere war hat sie sich mit Sicherheit noch einen Spass daraus gemacht mit den Opfern zu schreiben, die da dachten, am anderen Ende sässe wilfried am PC.

Ich bin versucht zu sagen sie ist geisteskrank!
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 6. Dez. 2016, 19:50

Was soll denn "irgendwann" heissen?
Sie erinnert sich doch sonst auch minutiös.
Wann wurden Opfer zum ersten mal in handschellen gelegt und wann das erste mal an die heizung gefesselt?

2010? 2011? oder erst später?

Und Wilfried war also alleine im Internetcafe, das ist ja mal interessant. Dann hatte er da bereits zu schreiben gelernt von ihr?


Bin gespannt wann jemand versucht das Grinsen von ihr erklären zu wollen..
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 7. Dez. 2016, 04:41

Höxter-Angeklagte drohte in Video: "Dann müssen wir die entsorgen"

Dienstag, 06.12.2016, 22:59
(...)
Ton- und Videoaufnahmen, die der "Bild"-Zeitung vorliegen, sollen dokumentieren, dass die Angeklagte Genugtuung aus den Misshandlungen an den Frauen zog. In einem Video, in dem das Opfer Anika W. zu sehen ist, soll die Angeklagte an ihren Mann gerichtet sagen: "Die Alte ist für dich da. Zum Vögeln da. Wenn die sich jetzt als faules Ei entpuppt - ist traurig für dich." Außerdem äußerte Angelika W. die Drohung: "Dann müssen wir die entsorgen."

Ein anderes Video zeige wieder Anika W., an einem Kühlschrank lehnend. Die Angeklagte herrsche sie darin an: "So ein Kotzbrocken! Guck, kannst du schon wieder nicht alleine stehen! Du musst dir mal größere Schuhe anschaffen, dann hast du vielleicht mehr Fläche, wenn du mal am Kippeln bist. (...)"
(...)

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 7. Dez. 2016, 07:02

Ich denke für diese Frau ist jeder Verhandlungstag ein Highlight.
Siegessicher mit ihrem vermutlichen Lieblingspulli darf sie ihren heissgeliebten Wilfried sehen!!!
So kommt sie mir vor. Als hätte sie nur eines im Schädel : Als würde sie nur an den Tag denken, wo sie ihm gegenüberstehen darf und ihn in die Arme nehmen kann.

So wird aus einer Masochistin eine Sadistin

Diese Karriere hat sie selber gewählt, es gibt also keinen Grund sie in Schutz zu nehmen.

Wilfried halte ich für Brandgefährlich, ein Mann der alles macht um seine Habgier und seinen Sadismus befriedigen zu können.
Würde mich nciht wundern wenn er noch andere kleinkriminelle Taten verübte und sich daran ergötzte, die Welt sucht ein "Phantom".
Seine Allmachtsphantasie müssen ungeheuerlich sein!

Mit Spannung warte ich auf Einzelheiten bezüglich Sympathisanten von den beiden.
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 13. Dez. 2016, 10:13

http://www.nw.de/nachrichten/thema/der_ ... icker.html

Es wird wieder berichtet.
allgemein stellen wir uns wohl die Frage was ist mit dieser Frau?
Knallharte These:
Sie war geschieden von ihrem Mann und wollte ihn unter allen Umständen zurückhaben und wieder heiraten?
Sie hat jede Frau in ein schlechtes Licht gestellt um am ende die glorreiche Siegerin zu werden?
Und wenn es da mal jemanden gab, wo Wilfried länger Kontakt hielt, aber die Lage als zu gefährlich einstufte, näher zu "treten", fuchste sie das?
Hat sie sich daher an den Haaren zurückschleifen lassen, weil es eine von wilfried umworbene Frau auch in ihrer Jugend durchmachte?
Haben sie in Chats alles aufgesaugt was es zu hören und zu lesen gab und es eingebaut, nachgespielt und ausprobiert?

Ich sage ganz klar ja so muss es gewesen sein.

Ein dreckiger, soziopathischer Zeitvertreib mit Aussicht auf Befriedigung niederer Bedürfnisse wie Sexlust und Habgier.
Bis zur Mordlust wage ich nciht zu gehen aber dieser Wilfried ist für mich ein qualitativ hochkriminelles subjekt.
Wer sich von ihm nicht instrumentalisieren liess, da liess er wohl die Finger von oder richtete ihenen wenn er konnte noch kurz die Hölle auf Erden ein?
Also die Amygdala von diesem Typen muss vollständig versiegt sein..wenn ihr mich fragt, ein Fall für die geschlossene Forensik auf Lebenszeit ohne aussicht auf Urlaub oder unbewachten Ausgang..

War er schon so ausgereift, dass er den ultimativen Kick genossen hat und sterbenden Opfern in die Augen schaute?
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 13. Dez. 2016, 10:22

Auch fragt man sich wie es möglich ist, Frauen fielen auf diesen Horror herein.
Nun wenn diese Angelika auch ein Ziel hatte, wie ich es oben beschrieb, dann säuselte sie mit Engelszungen.
Man dürfe diesen dicken gemütlichen Bären auf keinen Fall verärgern..
Ich denke sie weckte damit bei Frauen dieses " ..bei mir wird er keinen Grund haben verärgert zu sein.."
Mehr wird das nicht gewesen sein..und das funzte!

Ich denke schon dieser Wilfried hasste angelika..sorry wenn ich lache..er brauchte sie aber dringend..
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 13. Dez. 2016, 15:47

13.12.2016

09.45 Uhr: Der Prozess ist eröffnet. Zu Beginn korrigiert Angelika W. eine von ihr getätigte Aussage. Es war nicht sie selbst die sich mit heißem Wasser verbrüht habe, sondern eigentlich war es ihr damaliger Partner Wilfried W..

"Wilfried und ich haben gemeinsam überlegt, wie wir meine Verletzung verkaufen. Wilfried hatte mich damals gefragt, ob ich ins Krankenhaus will. Das habe ich verneint, denn dort hätte ich Wilfried vermutlich belasten müssen. Ich wollte Wilfried nicht reinreißen. Deshalb habe ich ihn geschont mit meiner Aussage. Doch ich will die Wahrheit sagen", so die Angeklagte.
(...)
09.50 Uhr: "Ich musste Susanne über das aufklären, worauf Wilfried Wert legte: Frau durfte nur gefragt reden, hatte zu gehorchen", so Angelika. Zudem müsse sie ihm Trinken hinstellen, nie seine Mutter kennenlernen, keine Egoistin sein, Wilfried beim Reden immer angucken, zusammen mit Wilfried essen, nie aufstoßen, Susanne hätte sauber zu sein und müsse die Pille vor den Augen Wilfrieds einnehmen.
(...)
10.20 Uhr: Susanne habe wohl immer häufiger Dinge falsch gemacht und Regeln nicht eingehalten. Deshalb gab es immer wieder Diskussionen. Doch irgendwann fuhr Susanne F. dann wieder zurück nach Bad Gendersheim.

"Ich habe ihr dazu geraten, ich wollte sie auch vor meinen Füßen weghaben", so Angelika W.. Doch irgendwann sagte Wilfried wohl, dass sie wiederkommen solle, sofern sie sich an die Regeln halten würde. Am Telefon versprach F., dass sie sich an die Regeln halten würden.
(...)
10.30 Uhr: "Wilfried hat mich mit Fotos erpresst, auf denen ich zu sehen bin, wie ich Annika, die in der Tiefkühltruhe lag, zersägt habe. Ich musste so immer gehorchen und spuren, aus Angst, er gehe zur Polizei", beschrieb Angelika.
(...)
12.10 Uhr: Laut Aussage von Angelika W. sei Wilfried W. sich oftmals nicht sicher gewesen, ob die Frauen seine Übergriffe überleben würden. Er habe gesagt, dass er schließlich nicht Gott sei. Oftmals habe er sich über die Opfer bei Angelika beklagt. Sie hätten ihn den ganzen Tag gequält, er habe sich nur gewehrt.
(...)
13.45 Uhr: Der Richter fragte Angelika erneut warum sie bei der ersten Vernehmung anders ausgesagt habe, als sie das zuletzt getan habe. "Wilfried wollte die Sicherheit haben, dass er aus der Sache rauskommt ohne Strafe. Er war ja schon mal wegen Gewalttätigkeit und Misshandlungen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.
(...)
14.50 Uhr: "Ich kannte die Pin-Nummer von Susannes Handy. Ich habe mit Auftrag von Wilfried erst einmal das gesamte Handy gelöscht, alle Bilder, Mitteilungen. Irgendwann habe ich das Handy mit einem Hammer kaputtgeschlagen, die Reste habe ich in verschiedene Mülltonnen verteilt. Ich wollte nicht, dass man das Handy wieder zusammensetzen kann. Die SIM-Karte habe ich verbrannt", so Angelika über die Beweisvernichtung von den letzten Dingen von Susanne im Bossebornd-Haus.
(...)

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 13. Dez. 2016, 16:48

Horror-Haus von Höxter

13.12.2016 - 14:02 Uhr
Bild nicht mehr vorhanden Anika W. († 33)
Bild nicht mehr vorhanden Susanne F. († 41)
Bild nicht mehr vorhanden Weil sie zu schwach war, um allein auf die Toilette zu gehen, musste Anika W. († 33) die letzten Tage ihres Lebens in dieser Badewanne verbringen. „Wenn da etwas danebengeht, ist es nicht schlimm“, sagte Angelika W. (47) vor Gericht aus
Bild nicht mehr vorhanden Die Leiche von Anika W. packte Angelika W. alleine in die Tiefkühltruhe, zersägte sie dort. Als die Leichtenteile festgefroren waren, kippte sie die Truhe zur Seite. Wilfried W. beteiligte sich nicht – ihm war das zu eklig. Die alte Truhe zerflexte Angelika, stellte eine andere an dieselbe Stelle
Bild nicht mehr vorhanden Die Küche des Horror-Hauses. Hier schlug das zweite Todesopfer Susanne F. († 41) bei einer Rangelei mit dem Kopf auf die Arbeitsplatte
Bild nicht mehr vorhanden Kaum ein Durchkommen im völlig zugemüllten Wohnzimmer von Wilfried und Angelika
Bild nicht mehr vorhanden Um Spuren zu verwischen, wurde der alte Kachelofen entsorgt, ein neuer an derselben Stelle eingebaut. Zuvor verbrannten die Folter-Bestien dort die klein gesägten Leichenteile von Anika W. Sie sammelten die Asche, vermischten sie mit Granulat und kippten das Gemisch aus dem Autofenster
Bild nicht mehr vorhanden Anika W. wurde mit einer Kette an die Heizung im „Katzenzimmer“ im ersten Stock angekettet, weil sie aus Sicht der Folterer an der Heizung im Wohnzimmer mit den Ketten zu viel Lärm machte
Bild nicht mehr vorhanden Kaputte Stühle, Eimer und jede Menge Mist: Hier wurde Opfer Susanne F. von ihren Peinigern angekettet
Fotos von Bild+


Warum in Gottes Namen sind sie bei diesem Anblick nicht sofort geflüchtet?
Es ist so unbegreiflich :(
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 13. Dez. 2016, 18:53

@sweetdevil31

Sie werden wohl gesagt haben, sie sind noch noch beim einzug irgendwie..denke ich.
Ausserdem ist Masochismus eine angelegeheit, die sich verselbständigt, wenn das Opfer nicht stabilisiert oder sich bewusst über die Gefahr ist.
Das wird Wilfried brennend interessiert haben..so wie damals der Typ im chat wo ich zweigleisig fuhr und meiner inneren Stimme vertraute aber dennoch genau spürte was er in der Lage war freizusetzen durch sein manipulativen Character..

Die sind einfach drangeblieben..wenn da jemand war der extrem schwach war.

Und Angelika wusste Wilfrieds Einstellung, Besuch fängt an zu stinken nach drei Tagen, wie der Kopf als erstes beim Fisch.

Verfolge mal die Kommentare im Nachbarforum, da gibt es sogar Mitarbeiter aus der Psychiatrie die tatsächlich glauben, dieser Typ hätte das Denken übernommen, die Frauen seien Schuld weil sie ihn und seine Regeln nciht akzeptierten..
Auch ne Art von Masochismus einem solchen Menschen auf den Leim zu gehen..

Ich denke er schweigt, weil es noch andere Mitwisser gibt die mehr oder weniger wussten, wie der gestrickt war und dass sich seine "Frauen" untereinander einen Wettkampf lieferten, wer am meisten aushält oder die schlimmsten Misshandlungen von dem ach so netten Brummbär ertrugen..

Seine Spur war, andere rasend zu machen..damit er zuschlagen kann. Gott sei danke geht das nun nicht mehr.
Ich will Dir mal ein Beispiel geben um dich näher an die Gefühlswelt eines masochistichen Opfers zu bringen:
Typ schreibt:
Ich geh nun mit ein paar Kumpels in die Stadt.
Oper schreibt:
Bringst Du mir etwas Schönes mit?
Typ schreibt:
Aber ganz sicher bringe ich Dir etwas mit..
Was würdest Du sagen, wenn ich Deinen Kopf zu mir heranziehe,
ihn langsam herunterdrücke, an meinen Oberkörper entlang,
weiter nach unten..


Für ein Masochistisches Opfer kann das ein trigger sein, der soschnell nciht wieder geht und der Typ ist wieder zwei Stufen gestiegen und sich noch sicherer das Opfer unter Kontrolle halten zu können..

Ich denke auf der Cybersexebene ist da ne Menge drinn..
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 13. Dez. 2016, 20:01

Ausserdem war es ja in der letzten Zeit so, sie gab sich als seine Schwester aus.
Warum wohl?
Damit die Frauen nicht im Vorfeld einen Rückzieher machten..
Ich kann mir sehr gut vorstellen, das passierte des öfteren und dann kam deren Idee.

Der Typ dem ich im Chat begegnete, der hatte sich einen Hund zugelegt, er meinte damals er wüsste nicht wie er ihn nennen solle. Er wusste, mein Peiniger hiess Willi und so ganz nebenbei schrieb er, er werde ihn willi nennen.
Er wusste sehr genau, es würde mich triggern..
(aber ein masochistisches opfer würde niemals wagen dies anzumerken)
Seine Tests?

Ein andermal meinte er zu einer Chatkollegin, es wäre doch das Schönste was es gibt, soein hundeglück auf vier Pfoten..

Ich dachte nur..weiah..wenn das mal stimmt.

Naja..alles zufall
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 14. Dez. 2016, 18:57

Es wäre auch keine ausrede, würde die Frau zugeben arg gedemütigt gewesen zu sein, weil sie niemals die Traumfrau für Willi gewesen wäre.
Wenn sie daraufhin Hass entwickelte dann ist das ihr Problem damit umgehen zu lernen. So wie das Haus aussah und die Tiere verendet sind, kann sie keine Ressourcen gehabt haben, worauf sie zurückgreifen hätte können um den Frust zu kompensieren um erneut zu versuchen, diesen Typen zu besänftigen.
sie entschied sich eben dafür nicht Opfer zu bleiben sondern Täter zu werden..so einfach sehe ich das.
Und da die Traumfrauen auch für Willi unerreichbar waren, so hielten sie Ausschau nach schwächeren Opfern..an denen sich dann beide im gemeinsamen Spiel ausleben konnten.
Gesünder und ehrlciher wäre es gewesen, diese Frau hätte sich damit abgefunden, sie hat eben nicht das gewisse Etwas um das mal platt auszudrücken. Stattdessen mutiert sie zum Tier..

Ich hoffe und glaube daran, die Auswertungen sind schon sehr weit und wenn es sie gibt, sich auch noch weitere Opfer melden werden.
Ebenso hoffe ich auf Aufklärung wer mit Wilfried sympathisierte und wer ihm half und ehrte wenn er seine feschen Sprüche klopfte und Frauen manipulierte und so zu ängstigen in der Lage war, daß diese alle Drohungen für bare Münze nahmen.
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 19. Dez. 2016, 15:42

Fall Höxter: Keine Hinweise auf weitere Opfer

19.12.2016, 14:28 Uhr
Nach achtmonatigen Ermittlungen im Fall der tödlichen Misshandlungen von Höxter bringt die Staatsanwaltschaft keine weiteren Straftaten zur Anklage.
Es hätten sich über die bekannten Fälle hinaus keine Hinweise auf weitere Opfer ergeben, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Ralf Meyer am Montag. Er bestätigte damit einen Bericht in der Zeitung "Westfalenblatt". Die Mordkommission werde ihre Arbeit zum Anfang des Jahres 2017 abschließen können.
(...)

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 20. Dez. 2016, 12:45

Verstrickt sich Angelika W. in Widersprüche? Verhandlung geht weiter!

Ein kleiner Einblick in den heutigen Verhandlungstag.
20.12.2016 06:00
9.47 Uhr: "Er hat mir nie das Urteil zu seiner damaligen Verurteilung gezeigt. Er hat alles verharmlost und die Schuld eher auf die damaligen Opfer geschoben."

Auf die Frage des Richters, wie es zu den Handgreiflichkeiten kam, antwortet Angelika:

"Er sagte immer, oh, ich werde nervös, er knibbelte mit den Augen, wenn ich keine Möglichkeit hatte, ihn zu beruhigen, zum Beispiel durch Sex, habe ich ihn teilweise mit Geld beruhigt, dass ich ihm gab. Ich erhielt es von meiner Mutter und gab es an Wilfried weiter. Und doch gab es immer wieder Schläge, oder "Decken-Alte", ich wurde mit Decken und Kissen zugedeckt, und ich drohte zu ersticken. Es ist oft genug vorgekommen, ich lag auf dem Rücken, er hat sich auf mich gelegt, ich sollte ihn mit meinen kaputten Armen hochheben. Ich war nassgeschwitzt, ich hatte Angst, weil ich keine Luft bekam. Das hat er immer wieder gemacht. Ich habe es mit Müh und Not geschafft, ihn vor mir wegzustemmen. Das habe ich bisher nicht gesagt. Mir fallen immer neue Sachen ein. Nach der Armverletzung 2011 ging das gar nicht mehr. Für Wilfried war das wieder eine Art der Bestrafung. Auf gemeinsamen Autofahrten deutete sich schon nach langen Diskussionen an, dass ich zuhause wieder misshandelt werden sollte. Ich hatte Angst, nach Hause zu fahren. Ich habe ihm oft gut zugeredet, habe ihm wieder Geld zugesteckt, um Wilfried zu beruhigen."

Das "humanste" war noch, wenn er ein Handtuch zusammenrollte und mich damit würgte. Dabei bin ich aber auch immer wieder umgekippt. Ich glaube, dass ich des Öfteren an der Schwelle zum Tod war. Auf die Verbrühungswunde, die ich notdürftig mit Folie abdeckte, hat er immer wieder geboxt oder mit einem Besenstiel oder Staubsaugerrohr draufgeschlagen. Er schmierte mir Blumenerde in die Wunde, verrieb sie, es waren höllische Schmerzen."
(...)

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 27. Dez. 2016, 14:05

Ex-Mithäftling erzählt: Höxter-Angeklagter ist „stolz auf seine Prominenz“

Dienstag, 27.12.2016, 10:51
Wie ein Ex-Mitgefangener erzählt, erfreut sich Wilfried W. im Gefängnis großer Beliebtheit.
„Viele Leute mögen ihn“, sagte der ehemalige Mithäftling. „Er ist zu allen sehr freundlich. Er bettelt förmlich um Sympathien, spricht Einladungen aus. Ich habe nie erlebt, dass er aggressiv oder auch nur laut wurde.“

Stolz auf die Prominenz

Weiter erklärt der ehemalige Inhaftierte, dass Wilfried W. bei sich keine Schuld sehe. Viel mehr beteuere er, dass er die Quälereien nicht begangen habe, sondern seine Frau Angelika.

Doch obwohl W. die ihm vorgeworfenen Taten abstreitet, genieße er die Aufmerksamkeit des Gerichtsprozesses. „Er ist stolz auf seine Prominenz. Am Tag nach dem Prozessauftakt fragte er, ob ihn auch wirklich alle im TV gesehen hätten“, erklärt der freigelassene Mitgefangene in dem Interview.

Angeklagter glaubt an kurze Haft

Gegenüber seiner Ex soll Wilfried W. mittlerweile Hass empfinden, da sie ihn vor Gericht grundlos belastet habe. Um sich abzusichern, soll er Angelika jedoch dabei gefilmt haben, wie sie die Leiche des Todesopfers Annika W. zersägte.

Aktuell droht dem Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe. Doch davon scheint W. nichts wissen zu wollen: „Er glaubt wirklich, dass er höchstens sieben Jahre Haft bekommt“, erzählte der Mithäftling. „Als ich mich von ihm verabschiedete, sagte er, dass wir uns nach seiner Haftentlassung auf ein Bier treffen sollen – spätestens in drei Jahren. Das meinte er ernst. Er lebt da wohl in seiner Welt.“

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 10. Jan. 2017, 16:24

Ein kleiner Auszug vom heutigen Verhandlungstag.

9.55 Uhr:
Ich habe Schriftstücke mitgebracht, in denen ich genau angekreuzt habe, wo ich damals falsch ausgesagt habe. Damals habe ich gesagt, Wilfried habe sich überhaupt nicht an der Entsorgung der Leiche beteiligt. Das stimmt nicht.

Natürlich war, wie eben geschildert, Wilfried mit dabei. Für mich war das auch eine Belastung mit Annika. Ich hatte mich an sie gewöhnt, sie war zwar nicht nett oder hübsch, aber sie wohnte ja bei uns. Sie hat uns auch geholfen mit Geld, als der Strom bezahlt werden musste.

Zurück zur Tiefkühltruhe. Ich habe auf den toten Körper von Annika Pizza, Pommes Frites, Fleisch gelegt. Die Truhe war proppenvoll. Wer die Truhe aufgemacht hätte, hätte gesagt: Boah, ist die Truhe voll. So viele Vorräte. Hätte jemand in die Truhe geschaut, hätte er den toten Körper nicht erkannt.

Zurück zu Annika: Ich hatte mir genügend Zeit genommen, um darüber nachzudenken, wie wir Annika loswerden. Ich habe mir Kunststofffolie besorgt, eine Eisensäge, Latexhandschuhe hatten wir noch zu Hause. Dann begann ich zu sägen.

Ich durfte das nur bis 22 Uhr. Nachbarn hatten sich manchmal darüber beschwert, dass es danach viel zu laut gewesen sei. Ich versuchte, mit lauter Musik die Sägegeräusche zu übertönen. Jeden Abend musste ich alles wieder zusammenpacken.

Ich habe immer die Truhe aufgemacht, zog mir meine Arbeitskleidung an, habe das Gemüse oben weggenommen und habe immer in der Truhe gesägt. Das ging ziemlich ordentlich, die Säge war ja auch noch neu.

Ich musste sowieso immer den Kaminofen im Wohnzimmer bedienen. Ich habe ein Schweinekotelett gekauft und versuchsweise im Ofen verbrannt. Dann bin ich nach draußen gegangen, um zu kontrollieren, ob man etwas riechen kann. Das war nicht der Fall. Ich war beruhigt.

Trauer um die arme Annika gab es überhaupt nicht. Als ich damals den Fuchsschwanz genommen habe und begann, die Leiche zu zersägen, was aber nicht funktionierte, habe ich geheult. Ich habe geheult, weil ich an der Aufgabe gescheitert war, die Leiche zu entsorgen und ich Wilfried nicht gerecht werden konnte..."

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 17. Jan. 2017, 15:40

Der Prozess wird fortgesetzt...

09.39 Uhr: Angelika W erzählt, dass sie Christel P. Weihnachten 2011 kennenlernten. Diese kam über eine Bekanntschaftsanzeige nach Bossborn. Nach ein paar Telefonaten und SMS luden sie sie ein. Aus Magdeburg holten sie und Wilfried Christel P. ab, obwohl das Auto nicht für drei Personen ausgelegt war. Schon auf der Autofahrt nach Bosseborn kam es laut Angelika zu sexuellen Handlungen zwischen Wilfried und Christel.

Weiter erzählt Angelika, dass Christel nicht die hübscheste Dame gewesen sei und älter als Wilfried war. Wilfried war von älteren Frauen überzeugt, da diese mehr Geld oder vielleicht eine gute Rente hätten.

09.56 Uhr: Anfang Januar gab es dann die ersten Misshandlungen. Wilfried meckerte über das Verhalten Christels und gab Angelika den Auftrag sich um sie zu kümmern. Laut Angelika gingen die ersten Gewalttätigkeiten gegenüber Christel von Wilfried aus. Er gab Ohrfeigen und Geschubse. Christel machte Wilfied nervös. Wilfried goß ihr mit einem Wasserkocher kaltes Wasser in den Mund. Dabei schob er ihr den Plastikrand des Kochers so hart in den Mund, dass die Lippe von Christel aufsprang und blutete.

Christel musste Wasser aus dem Dorfbrunnen mit einem 20-Liter-Kanister holen und eine Badewanne im Keller damit füllen. Ab und zu verschüttete sie was, weswegen Wilfried sie bestrafte. Sie musste die Hände in den Eimer mit eiskaltem Wasser stecken.

Angelika berichtet weiter, dass es eine Form der Bestrafung war, Christel an das Schweinegatter festzuketten. Sie hatte Angst vor Schweinen.

11.52 Uhr: Laut eigener Aussage hat Angelika, auf Anweisung von Wilfried hin, zwei oder dreimal gegenüber Christel Pfefferspray eingesetzt. Einmal war er wieder richtig genervt von dem Verhalten von Christel, weswegen er Angelika aufforderte sie mit dem Spray zu attackieren.

13.33 Uhr: Nun geht es um das weitere Opfer, Kati O., die auch mit dem Leben davon kam.

Diese lernten sie im April 2009 über eine Chiffre-Anzeige kennen. Bis zum Sommer 2010 ging die Beziehung. Kati hörte auf ihre Mutter, und fuhr nach dem ersten Treffen relativ schnell wieder nach Hause. Das gefiel Wilfried überhaupt nicht, erklärt Angelika.

"Erste Gewalttätigkeiten gegenüber Kati gingen von Wilfried aus. Das weiß ich aus den Erzählungen von Wilfried. Es gab ein Bügelbrett in seinem Haus. Wahrscheinlich hat sie mal wieder nicht auf seine Fragen geantwortet. Dann hat er ihr mit dem heißen Bügeleisen gedroht. Verletzungen hat er ihr wohl nicht zugefügt. Ich weiß das alles aus den Erzählungen von Wilfried. Brandnarben sind mir nicht bekannt.

Angelika erzählt weiter, dass Wilfried Kati auch stark geohrfeigt und zu Boden gebracht hat. Kati antwortete beim Essen einmal nicht richtig auf Wilfrieds Fragen, was für Diskussionen sorgte. Dies machte Wilfried nervös, weswegen Angelika mit ihm darüber diskutieren musste.

Daher hatte Angelika irgendwann die Faxen dicke und bekam sich mit Kati in die Wolle, weswegen sie sie an den Haaren aus der Wohnung zog.

"Kati war jemand, die sich gewehrt hat. Irgendwann nahm Kati die Misshandlungen hin, vermutlich hatte sie sich daran gewöhnt", erinnert sich Angelika.

13.57 Uhr: Vorsitzender Richter Bernd Emminghaus spricht jetzt von einem weiteren Opfer, Martina, aus einem der östlichen Bundesländer. Daran kann sich Angelika nicht mehr so recht erinnern. Sie war vermutlch nur wenige Wochen bei Wilfried und Angelika W. Emminghaus kündigt eine Aussage der Frau in einer der nächsten Verhandlungen an.

Weil Angelika nicht schnell genug Lösungen für Wilfrieds Probleme parat hatte, drückte er ihre Hand auf ein glühendes Cerankochfeld oder zündete ihre Haare an.

"Ich habe Kati sicherlich mit Worten ab und zu bedroht. Ich kann mich aber nicht mehr genau daran erinnern. Es waren so viele Frauen, aber es waren normalerweise immer die gleichen Drohungen. Kati O. wurden einmal teilweise von mir die Haare abgeschnitten.

14.55 Uhr: Das Folterpaar war anscheinend sehr wohlhabend. Wilfried W. hat sich mehrere tausend Deutsche Mark und Euro von seinen Geliebten erschlichen. Teilweise sollen bis zu 30.000 Euro in einer Geldkassette auf dem Dachboden gelegen haben.

"Ich habe das immer im Auftrag von Wilfried gemacht, erst sind meine 164.000 DM draufgegangen, dann 80.000 Euro von meiner Mutter, die ich Wilfried gegeben habe. Nach meiner Festnahme durfte ich noch mal mit der Ermittlungskommission nach Bosseborn.

Wir sind gemeinsam durch das Haus gegangen. Ich habe damals gesagt, es müsse noch ein Revolver im Haus sein. Ich erzählte von einem Geldversteck auf dem Dachboden, Geld von meiner Mutter. Der Rest war Geld von irgendwelchen Frauen, das er ihnen abgenommen hatte", sagte Angelika aus.

"Von einer Kirsten sind ungefähr 55.000 Euro gezahlt worden. Das war eine verwitwete Frau vom Finanzamt. Wilfried hatte sie über eine Bekanntschaftsanzeige kennengelernt. Erst hatte sie als Frau Bedenken, aber sie war eine herzensgute Frau.

15.20 Uhr: "Wilfried wollte ja auswandern, deswegen wurde das Geld angesammelt. Wilfried konnte kein Englisch. Deswegen wäre alles wieder auf meinen Schultern abgeladen worden.

Er hat mich die ganze Zeit mit dem Auswandern genervt. Immer musste ich wieder im Internet nachschauen, mit welchen Ländern Deutschland Auslieferungsabkommen hat. Es mussten auch Länder sein, wo er Frauen kennenlernen konnte", beschrieb sie dem Richter Wilfrieds Vorhaben.

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 31. Jan. 2017, 16:45

Zeugen werden befragt!

31.01.2017 06:00
9.30 Uhr: Die Sitzung ist eröffnet. Der erste Zeuge ist der Nachbar der mutmaßlichen Doppelmörder aus Bosseborn. Er berichtet davon, dass es unangenehm war, mit Angelika W. und Wilfried W. in der Nachbarschaft zu wohnen.

Er berichtet vom Lärm einer Kreissäge am Abend. Der Nachbar beschwerte sich und drohte mit der Polizei. "Wilfried W. griff mir an den Hals und ließ von mir ab. Seit diesem Zeitpunkt waren die W.s für uns Luft. Das Ereignis muss noch vor 2014 gewesen sein."

9.40 Uhr: Folgendes gab der Zeuge zu Protokoll: "Ich habe einmal eine Frau gesehen, aber nicht bewusst. Dann gab es eine Frau, die kam mit einem Peugeot, ich bin der Meinung, das war Annika, das erste Todesopfer. Es sind mehrere Frauen dort gewesen, meistens nur kurzfristig.

Man konnte sehen, dass immer wechselnde Autos vor der Tür standen. Zu der Frau mit dem Peugeot: Das war die Frau, die am längsten da war, ich weiß, die beiden haben auch geheiratet, bei der Hochzeit haben Wilfried und Annika vor der Tür gestanden, die beiden zeigten uns aus der Ferne ihre Trauringe.

Man hat sie dann immer weniger gesehen. Es war ein deutlicher menschlicher Verfall zu sehen gewesen. Es waren eigentlich recht ansehnliche Frauen, die in dem Haus ein und ausgegangen sind. Nach einer gewissen Zeit war die Kleidung nicht mehr so gepflegt, die Haare wurden dünner, körperlich waren sie gebrechlicher.

Anfang August 2014 haben wir die Frau, vermutlich Annika, zum letzten Mal gesehen. Sie kam, als sie aus der Haustür in Bosseborn trat, zu Fall. Das muss tagsüber, wahrscheinlich morgens gewesen sein. Wilfried W. half ihr wieder auf die Beine. Herr W. richtete die Frau wieder auf und alle gingen wieder ins Haus. Was uns aufgefallen ist danach war, dass die Frau einfach weg war."

9.45 Uhr: Aus der Sicht des Zeugen war "Wilfried W. immer der Macher, der Bestimmer und Angelika nur die Ausführende".

"Angelika ist uns zwar immer mit Krawall begegnet, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass nur Angelika die Böse war. Für mich sind beide die Bösen", fügte der Nachbar weiter an.

"Anfang März 2016 habe ich dann bewusst gesehen, dass eine Frau in Bosseborn bei Angelika und Wilfried W. eingezogen ist. Bei der Frau war auch wieder der Wandel festzustellen. Sie verfiel zunehmend, die Haare waren nicht mehr da."

15.15 Uhr: Die vorgeladene Zeugin aus Bad Gandersheim ist 58 Jahre alt. Sie erzählt erst über den Zeugen, der heute Vormittag nicht erschienen ist. Er war zwei Jahre wohnhaft bei der jetzt aussagenden Zeugin. Er hatte sich per Chat umgeguckt und dann Susanne F., eines der Opfer von Angelika und Wilfried W., kennengelernt.

"Ich habe Susanne F. durch einen Mann Ende 2015 kennengelernt. Ich habe sie am Bahnhof in Kreiensen abgeholt, eine sehr nette Person. Ich habe sie bei mir aufgenommen. Sie war ein fröhlicher Mensch, eine zierliche Person, klein, ungeschminkt und gepflegt, mittelblonde glatte Haare, trug eine Brille.

Sie hatte gleich eine Beziehung mit dem Zeugen, der heute Vormittag nicht vor Gericht aufgetaucht ist. Die Beziehung dauerte aber nur ungefähr drei Wochen. Dann ist die Beziehung aber zerbrochen. Susanne F. wohnte im Ruhrgebiet in einem Frauenhaus, bevor sie zu mir in diese Art Wohngemeinschaft kam.

Sie wollte eine Ausbildung machen. Susanne suchte dann eine eigene Wohnung in Bad Gandersheim. Sie wollte sich nicht damit abfinden, dass diese so kurze Beziehung zerbrach. Sie war bereit, in die neue Wohnung, auch alleine, einzuziehen."
(...)

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 7. Feb. 2017, 10:24

Ich kopiere mal aus dem Liveticker http://www.nw.de/nachrichten/thema/der_ ... icker.html

Nächstes Schreiben 17.4.2016: Angelika W. hat mich, Susanne F., in die Badewanne gestoßen, mit der Zahnbürste die Toilette geputzt und mir in den Mund gesteckt, sie hat mir eine Salbentube in der Nase ausgedrückt. Susanne F.
Angelika: "Das hat Susanne wie immer auf den Wunsch von Wilfried W. aufgeschrieben.


Und wieder erinnere ich mich an ein Chatgespräch, wo ich erzählte einmal von meiner Schwester einen Film gezeigt bekommen zu haben, wo die Schauspielerin ihrem verhassten Mann Hundedosenfutter kocht und die Toilette mit seiner Zahnbürste putzt.
Damals nahm ich es als Beispiel und schrieb dass ich mir durchaus vorstellen kann, solche Frauen sind tatsächlich zu derartigem in der Lage, weil sie einfach nur anders ticken..heimtückisch und voller Hass.

Ich frage mich gerade ob die Manipulation von Wilfried soweit ging..um sich durch eine solche Handlung die er Angelika aufoktrahierte in der Zukunft absichern wollte oder ob diese Angelika es als neue Idee aufgriff..

Jedenfalls geht mir das gegenseitige in die Schuhe schieben gehörig auf den Zeiger..die beiden sind doch aus einem Ei!!!
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 7. Feb. 2017, 12:05

https://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/dpa ... /index.php

Die Erklärungen der 48 Jahre alten Angeklagten Angelika W. zur Frage, warum diese Notizen angefertigt wurden, waren zum Teil widersprüchlich. Selbst ihr Anwalt Peter Wüller äußerte sein Unverständnis.

Der Mitangeklagte Wilfried W. bezeichnete eine der Ausführung seiner Ex-Frau zur Erniedrigung eines der Opfer in einem Zwischenruf am Dienstag als Lüge. Bislang hat sich der 46-Jährige in dem Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die beiden Angeklagten sollen über Jahre hinweg mehrere Frauen in ein Haus im ostwestfälischen Höxter gelockt und schwer misshandelt haben. Zwei Frauen überlebten nicht. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord durch Unterlassen sowie mehrfache Körperverletzung.


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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 7. Feb. 2017, 13:51

Ein kleiner Einblick, in eine kranke Welt...

10.12 Uhr: Einmal habe Susanne durch ihr Zureden sich selbst die Toilettenbürste in die Scheide gesteckt.

10.18 Uhr: Angelika erzählt weiter: "Wilfried stand dabei und schaute zu. Wilfried hat mich nicht dazu angestiftet. Er hat es nur gesehen."

Wilfried erhebt daraufhin zum ersten Mal seit Prozessbeginn das Wort und behautet: "Das stimmt nicht".

Oberstaatsanwalt Meyer hat dies gehört und fragt, ob dies eine Einlassung des Angeklagten sei. Der schweigt aber wieder. Sein Strafverteidiger Detlev Binder will nichts von seinem Mandanten gehört haben.

12.02 Uhr: Immer, wenn Wilfried W. auf Toilette gegangen sei oder sie unterwegs waren und er mal kurz in den Wald ging, sei Angelika W. aufgefallsen, dass Annika W. ihm hinterherlief. Irgendwann sprach sie Wilfried dann darauf an. Er habe ihr gesagt, dass Annika W. seinen Urin trinken würde. Wilfried habe später immer erwartet, dass das passierte. Angelika W. selbst habe es aber gesehen.

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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 7. Feb. 2017, 22:49

Was diese beiden Menschen angetrieben hat, ist sexueller Sadismus in seiner reinsten Form! Keine Ahnung was das Gericht noch benötigt, um die beiden endlich zu verurteilen und auf Ewig in einer forensischen Einrichtung unterzubringen. Resozialisierung ist in deren Fall ein klares Wunschdenken.
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Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 8. Feb. 2017, 10:51

Hier mal eine andere Meldung vom Horror-Haus...

Schotte kauft das Horror-Haus von Höxter

08.02.2017 10:38
Über Jahre hinweg quälten und folterten Wilfried W. (46) und Angelika W. (48) nach Belieben mehrere Frauen in ihrem Horror-Haus in Höxter-Bosseborn (TAG24 berichtete). Jetzt hat ein Schotte das Anwesen gekauft.
Bild nicht mehr vorhanden Auf diesem Hof quälten Wilfried W. und Angelika W. ihre Opfer.
Nicht einmal 5000 Euro hat der neue Eigentümer Dave Macleod (50) für die Immobilie aus den 1930er-Jahren hingeblättert, in dem das Horror-Paar sein Unwesen trieb.

Laut des Westfalen-Blattes will der neue Besitzer das Haus sanieren und später vermieten oder gar selber einziehen.

Anfangs habe er noch darüber nach gedacht, ob er das Gebäude aus moralischen Gründen überhaupt erwerben solle, doch dann sei ihm klar geworden, dass das Haus nicht schlecht sei, sondern die Menschen, die darin andere Menschen gequält haben.

Durch den Kauf und die Sanierung möchte der Schotte, der in der Umgebung wohnt, versuchen, dem Ort Bosseborn wieder ein wenig Normalität zurückzugeben.

Pläne hat der 50-Jährige auch schon. Er möchte die Scheune für seinen Dachdeckerbetrieb nutzen.

Zu Anfang hatten die alten Eigentümer darüber nachgedacht, dass Haus abzureißen, entschieden sich aber schließlich doch dagegen.

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