Herzlich Willkommen bei

Allcrime. Die Kriminalplattform


Um alle Foren einsehen und die Board-Funktionen nutzen zu können, musst du dich registrieren.

Dein Account und die Nutzung von Allcrime sind selbstverständlich kostenlos und werbefrei!
Bei Bedarf kannst du deinen Account jederzeit und ohne Angabe von Gründen löschen.

Wir freuen uns auf deine Mitgliedschaft!

Registrieren

Das Horror-Ehepaar aus Höxter | Prozess

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#91

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 8. Feb. 2017, 10:51

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Hier mal eine andere Meldung vom Horror-Haus...

Schotte kauft das Horror-Haus von Höxter

08.02.2017 10:38
Über Jahre hinweg quälten und folterten Wilfried W. (46) und Angelika W. (48) nach Belieben mehrere Frauen in ihrem Horror-Haus in Höxter-Bosseborn (TAG24 berichtete). Jetzt hat ein Schotte das Anwesen gekauft.
Bild nicht mehr vorhandenAuf diesem Hof quälten Wilfried W. und Angelika W. ihre Opfer.
Nicht einmal 5000 Euro hat der neue Eigentümer Dave Macleod (50) für die Immobilie aus den 1930er-Jahren hingeblättert, in dem das Horror-Paar sein Unwesen trieb.

Laut des Westfalen-Blattes will der neue Besitzer das Haus sanieren und später vermieten oder gar selber einziehen.

Anfangs habe er noch darüber nach gedacht, ob er das Gebäude aus moralischen Gründen überhaupt erwerben solle, doch dann sei ihm klar geworden, dass das Haus nicht schlecht sei, sondern die Menschen, die darin andere Menschen gequält haben.

Durch den Kauf und die Sanierung möchte der Schotte, der in der Umgebung wohnt, versuchen, dem Ort Bosseborn wieder ein wenig Normalität zurückzugeben.

Pläne hat der 50-Jährige auch schon. Er möchte die Scheune für seinen Dachdeckerbetrieb nutzen.

Zu Anfang hatten die alten Eigentümer darüber nachgedacht, dass Haus abzureißen, entschieden sich aber schließlich doch dagegen.
Tag24
0



Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 28
Reaktionen: 47
Beiträge: 4520
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 51
Kontaktdaten:
Status: Offline
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#92

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 8. Feb. 2017, 13:01

In Amerika würde jemand das Haus kaufen, entsprechend vermarkten und Kapital aus dem Leid der Frauen schlagen. Von daher finde ich völlig okay, was der neue Eigentümer plant. Ein gutes Geschäft ist es allemal, denn alleine das Grundstück dürfte deutlich mehr als 5.000 € wert sein :like:
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#93

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 14. Feb. 2017, 17:51

Sie dominant, er dumm...eine gefährliche Mischung.
11.15 Uhr: "Ich habe ihm Fesselspuren bei Susanne F. vorgeworfen. Er hat das abgetan und eierte rum. Dann erklärte er es durch Fesselspiele mit sexuellem Hintergrund.

Susanne F. habe gefesselt und geschlagen werden wollen. Das wären die Wünsche beider Frauen, Angelika W. und Susanne F., gewesen. Die beiden hätten wohl eine lesbische Beziehung gehabt", erzählte der Beamte über die Vernehmung.

Auf die Verletzungen von Susanne F. angesprochen: Mal sprach er von Gewalt, dann mal von brutaler Gewalt, als es um Misshandlungen gegenüber den Frauen ging.

"Erst habe er die Frauen gestreichelt, dann geküsst, dann habe ich Susanne F. gefesselt, auf ihren Wunsch, erzählte mir Wilfried W.", so Freier.

"Wilfried W. schien bei der Festname überhaupt nicht überrascht zu sein. In der ersten Verhandlung war er sehr kooperativ. Meine Meinung ist, dass er sich durchaus auf die Situation vorbereitet hatte.

Ich glaube, es war zwischen Angelika W. und ihm einiges abgesprochen. Er dachte, dass er damit aus der ganzen Sache raus ist. Er war nicht immer in der Lage, die passende Antwort zu geben, zum Beispiel bei den Fesselungen von Frauen."

"Es war nichts besonderes bei der Vernehmung. Wilfried W. ist intellektuell eher im unteren Bereich anzusiedeln. Er hat wohl alle meine Fragen verstanden, konnte aber nicht immer antworten. Ich habe schon eine Intelligenzminderung wahrgenommen", stellte der Polizist weiter fest.

"In der gesamten Vernehmung von Wilfried W. gab es nur Widersprüche", so Freier. Abschließend sagte der Beamte: "Er hatte sich eine Geschichte zurechtgelegt, und ich glaube, er war der Überzeugung, dass die auch funktioniert."

12.00 Uhr: Die Verhandlung wird fortgesetzt. Nach dem Anhören des Zeugen Norbert Freier, Kripobeamter , der Wilfried verhört hatte, wird nun Burkhard Kropp, Kripobeamter angehört.

"Wilfried W. bat mich, die Vernehmung mit einfachen Worten zu führen. Das hat sich ergeben, als wir mit ihm in die JVA fuhren. Ich merkte, dass Wilfried nicht richtig zuhörte oder nicht richtig verstand, was ich sagte. Ich wählte ganz einfache Worte, um ihn zu erreichen", so Kropp.

"Er hatte unterschiedliche Hilfsjobs, im Forst- und Bauwesen, das hätte ihm aber auch gereicht. Einen Schulabschluss habe er nicht.

Er erzählte über zwei Kinder, die er habe. Er war vorher bereits einmal verheiratet. Er habe zwei Kinder, Söhne, mit seiner ehemaligen Ehefrau und einer anderen Frau", berichtete der Zeuge weiter.

"Sexuell habe er noch Kontakte zu Angelika gewesen, 2-3 mal die Woche, das wäre aber aufgrund von Lustlosigkeit später ganz eingeschlafen. Angelika hatte kaputte Zähne und wäre nicht mehr ansehnlich gewesen."

"Er will auch mal mit geschubst haben, hat sich auch mal verbal geäußert, körperliche Gewalt würde er nicht einsetzten. Er habe versucht, zu vermitteln. Bei den Schilderungen zu den Frauen, die nach Bosseborn kamen, war der Angeklagte sehr sprunghaft."

13.55 Uhr: Der Kripobeamte Burkhard Kropp wurde aus dem Zeugenstand entlassen. Nach einer kurzen Pause geht es nun weiter. Es folgt nun die Aussage eines Taxifahrers.

Dieser hat die beiden Angeklagten am 21. April 2016 nach Bosseborn zurückgefahren. Er wurde gerufen, als Susanne F. von einem Krankenwagen auf der Fahrt nach Bad Gandersheim abtransportiert wurde. Das Auto von Angelika und Wilfried hatte gestreikt.

Der Fahrer erzählte: "Die Frau hatte Vorkasse geleistet. Ich hatte den Eindruck, dass die Frau der dominantere teil der Beziehung war. Am nächsten Tag rief mich die Polizei an, ob ich in der Nacht zwei Personen gefahren hätte. Die Polizei erklärte mir nicht, worum es ging."
(...)
Zum Live-Ticker Tag24
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#94

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 21. Feb. 2017, 16:32

21.02.2017 06:20

Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen im sogenannten Horror-Haus von Höxter befragt das Landgericht Paderborn am Dienstag eine Reihe von Zeugen.
(...)
12 Uhr: Als nächstes wird der Rettungssanitäter als Zeuge gehört, der damals mit dem Krankenwagen unterwegs war und Susanne F., die sterbenskrank war, in das Northeimer Krankenhaus transportierte. Die Notärztin, war heute auch als Zeugin geladen worden, ist aber verhindert.

"Ich habe keine große Erinnerung mehr. Es war abends, dunkel, wir wurden zum Einsatzort gerufen, "krampfende Person". Beim Eintreffen ist mein Kollege ausgestiegen, wir haben die Dame im Auto vorgefunden und sie aus dem Fahrzeug befreit. Susanne F. war stark unterkühlt, sie sah sehr schlecht, ungepflegt aus. Ich kann mich nicht daran erinnern, welches Fahrzeug es war. Hinter dem Fahrersitz lag die Frau, die nicht mehr ansprechbar war. Als wir sie in unserem Rettungswagen hatten, traf auch die Notärztin ein und hat die erste Versorgung vorgenommen."

"Als mein Kollege ins Auto schaute und Susanne sah, sagte er: 'Oh oh, die sieht tot aus.' Das lag wohl daran, dass die Frau zusammengekauert auf der Rücksitzbank lag , total unterkühlt. Ich habe später zwei Personen hinter dem PKW wahrgenommen. Sie haben sich nicht sofort zu erkennen gegeben. Ich kann mich aber nicht mehr so ganz genau daran erinnern. Als die Geschädigte aus dem Fahrzeug befreit worden war und schon im Rettungswagen lag, haben sich die zwei Personen hinter dem Auto erst bemerkbar gemacht. Ich habe mich nur um die verletzte Frau gekümmert, die sehr elend aussah. Wir haben sie mit einer sogenannten Crashrettung aus dem Auto befreit. Das Opfer war leicht bekleidet, mit einer Art Trägershirt. Für die Witterung war das wenig angemessen. Ich dachte gleich an eine Stellung eines Ungeborenen im Mutterleib."

"Im Rettungswagen habe ich daran gedacht, die Frau könne auch Drogen genommen haben. Die eingetroffene Notärztin stellte auch eine starke Unterkühlung bei der Patientin fest. Sie sagte während der gesamten Behandlung nichts, sie zeigte auch keine Schmerzreize. Wir haben vor Ort keine Verletzungen festgestellt, erst im Krankenhaus haben wir Verletzungen am Oberarm, eine Art Strangulation, festgestellt. Auf der Rücksitzbank des Corsa haben wir eine Art blauen Müllsack gesehen, der prall gefüllt war. Ob unter der Patientin auch Plastiksäcke lagen, weiß ich nicht mehr."

"Zu den beiden Personen kann ich folgendes sagen: Ich war nur mit der Patientin beschäftigt. Mein Kollege sollte Daten von den beiden Personen, Wilfried und Angelika W., erfassen. Ich dachte nur: Die beiden Personen gehören irgendwie zusammen. Sie waren sehr ruhig, keiner hat gesprochen, es kam mir vor wie Desinteresse. Angehörige sind normalerweise teilnahmsvoller, fragen nach dem Gesundheitszustand. Hier kam gar nichts, das hat mich schon gewundert. Ich habe mit den beiden nicht gesprochen, das war nur mein Kollege."
(...)
Zum Live-Ticker Tag24
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#95

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 22. Feb. 2017, 07:45

Gestern im TV nahm auch der anwalt von A. Stellung bezüglich ihrer Emotionen.
Es sähe so aus, als würde sich da doch etwas bewegen.
Aber sicher bewegt sich da etwas. Sie unterdrückt ihr Schuldgefühl, das sie mit freiem Willen aus ursprünglicher Liebe Hass auf andere Frauen werden liess..
Die typische Reaktion von blendern und emotionslosen, wenn sie dann auf die Tränendrüse drücken..

Egal wie gross der Schmerz bei einer Frau auch sei, aber wer sich für den Weg der Bedürfnisbefriedigung zu Schaden Dritter entscheidet muss es auch verantworten und ist schuldfähig..

Was gibt es da noch zu bedenken..

W. wird auch nciht viel sagen als.."..wenn man solange zusammen ist trennt man sich nicht so einfach..und die Schwierigkeiten mit dieser Frau hätten ihn immer arg gefordert"

Seine Spur..niemals wird er zugeben er hat sie instrumentalisiert zu Beginn um an Opfer zu gelangen.

Bin gespannt wann die Aufmerksamkeit weg von der Spitze des Eisberges..zu der monate- bis jahrelangen Opfersuche mit Details der Öffentlichkeit zugänglich wird..


Was mir sehr Sorgen macht ist das Öfffentlichkeitsinteresse von beiden. Ich hoffe man hat sich dazu entschieden um genau retrospektiv sagen zu können, es sind knallharte und brandgefährliche Nummern die da vor uns sitzen.
Und das es irgendwann ein Ende hat ihnen diese Gelegenheit weiter zu bieten.
Zu sehen wie Menschen die wirklich abartigsten Dinge getan haben und sich als "harmlose Chaoten" versuchen zu präsentieren ist ein bleibender Eindruck für die Menschheit.
Soetwas muss man tatsächlich "gespürt" haben um zu verstehen wie die ticken..
Ich hoffe man nimmt ihm konsequent das Fremdbild von dem " dicken gemütlichen Bär"

Ich denke mir da halten sich noch einige Mittäter sehr bedeckt.

Was den Fall Liebs angeht wird auch Angelika etwas wissen, sollte hier ein Zusammenhang bestehen. Aber da wird ihr eine Art Ehrenkodex auferlegt worden sein und dazu ihr eigenes langes Schweigen den Mund weiter halten lassen..so sehe ich das.
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#96

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 22. Feb. 2017, 07:56

Ich hoffe man nimmt ihm noch das Fremdbild von dem "dicken gemütlichen Bär" und ir das von der " verzweifelten liebenden Ehefrau".

Den hinter dieser Maske stehen sehr gefährliche Menschen die es schaffen konnten ihre soziopathischen Charactere in Erfolg laufen zu lassen ohne das auch irgendjemand eingreifen konnte.

die abartigkeit der niederen Motive müssen klar und deutlcih zur Sprache kommen damit jeder Mensch begreifen kann worum es in Wahrheit geht.

Sich immer wieder zu fragen wie es ein Mann schaffen konnte derart zu blenden und einzuschüchtern ist für mich nur interessant wenn es darum geht wer ihm dabei noch geholfen hat..
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#97

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 25. Feb. 2017, 14:07

Und keiner schlug Alarm

25. Februar 2017 12:07 Uhr
Das "Horrorpaar von Höxter" soll über Jahre Frauen gequält, zwei sogar umgebracht haben. Und immer drängender stellt sich die Frage, warum niemand eingegriffen hat, kein Nachbar, keine Behörde.
Sie hatte schon ein ungutes Gefühl, sagte Heidrun Müller* (*Name geändert) später den Polizisten, als sie zu erklären versuchte, warum sie nicht nachgehakt, nichts unternommen hatte, damals, eine Woche vor dem qualvollen Tod von Susanne F. Die 41-Jährige war wochenlang schikaniert und geschlagen worden. Nach einer Autopanne war die Sterbende dann in ein Krankenhaus eingeliefert worden – und da war er aufgeflogen, der ganze Wahnsinn von Höxter.

Die jahrelangen Misshandlungen so vieler Frauen. Die Toten.

Heidrun Müller arbeitet als ehrenamtliche Schiedsfrau in Höxter, zuständig für außergerichtliche Einigungen. Im April 2016 meldete sich eine fremde Frau bei ihr. Sie klang aufgeregt, drängte auf einen Termin, man dürfe keine Zeit verlieren. Die Gegenpartei, Susann F., wohne seit Kurzem mit ihr und ihrem Exmann unter einem Dach. "WG-mäßig" , so drückte sich die Frau aus. Später warf sie ein Schreiben in Heidrun Müllers Briefkasten.

Das ungute Gefühl wuchs, aber schließlich beließ sie es dabei

"Hiermit stelle ich, Frau Angelika W. und mein Ex-Mann, Wilfried W. Antrag auf Schlichtung ... Frau Susanne F. (ist) uns ständig am Provozieren. So kam es zu unzähligen ... Körperverletzungen.(...) Sie ist unsauber, das heißt sie wäscht sich nach dem WC-Gang kaum die Hände. Und fasst dann unser Geschirr an ... Sie pinkelt sich mehrfach in die Hose. Sogar beim Geschirrabwaschen. Zieht sich dann nicht um und setzt sich so in unseren PKW. Sie hinterlässt ihre Haare auf Geschirr und in der Spüle. Während des Essens rülpst und furzt sie herum ... Sie versucht unser Trinken zu versalzen, Tassen rochen extrem nach Parfum ... Sie senkt sich die Haare an, dass alles stinkt. Sie hat sich selber eine Glatze geschnitten ... Sie steckt sich vor uns die Klobürste in Mund und Vagina. Sie belästigt uns. Sie beleidigt uns und beschimpft uns, man hätte ihr Essen vergiftet ... Sie hat sich vor mir entblöst und an der Vagina gespielt. Sie zeigt mir ihr gebrauchtes Toilettenpapier, zeigt ihren nackten Arsch wenn ich im Zimmer bin. Sie macht uns Schäden, sie klaut das Essen ... Sie zerreißt unsere Kleidung, sie pinkelt nachts ins Wohnzimmer und in den Flur."
(...)
Ausführlicher Bericht bei Stern
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#98

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 14. Mär. 2017, 12:16

Wilfried W. wehrt sich gegen Vorwürfe seiner Ex-Frau

14.03.2017 06:00
Seit fast fünf Monaten dauert der Prozess um die brutalen Quälereien in einem Haus in Höxter. Doch bislang hat nur Angelika W. umfangreich ausgesagt. Am Dienstag will nun auch ihr mitangeklagter Ex-Mann Wilfried W. (47) reden.
9.22 Uhr: Binder liest eine Erklärung vor: "Ich, Wilfried W., habe gehört, wie Angelika die Dinge aus ihrer Sicht geschildert hat. Sie hat über immer neue Gräueltaten berichtet. Sie hat über immer neue Straftaten berichtet, die ich begangen haben soll.
(...)
Erstmals im Prozess habe ich von diesen Misshandlungen gehört. Ich habe große Sorge, dass das Gericht geneigt sein mag, den Aussagen von Angelika W. Glauben zu schenken. Ich möchte die Realität nun ein wenig mehr beschreiben.
(...)
Ich habe zwei leibliche Kinder, 17 und 21 Jahre, beide aus früheren Beziehungen. Ich habe die Grundschule besucht, ich wurde dort gehänselt, weil ich gelispelt habe. Ich habe dann die Sonderschule besucht bis zur 9.Klasse.
(...)
9.50 Uhr: Wilfried W.: "Mein Verhältnis zu meiner Mutter war sehr gut, zu meinem Vater nicht. Er hat mich oft geschlagen, die Mutter und meine Schwester geschlagen, viel Alkohol getrunken. Er kam nach Hause, war aggressiv, der Alkohol spielte immer eine Rolle. Ich hatte keine Freunde. Ich erinnere mich immer nur an die Misshandlungen. Auf der Sonderschule wurde ich, wie schon auf der Grundschule, weiter gehänselt. Ich wurde dort getreten, im Hallenbad versuchte man mich zu ertränken.
(...)
Meine Mutter arbeitete damals im Krankenhaus, meistens am Wochenende. Horst, so hieß der neue Freund meiner Mutter, schickte mich morgens immer mit dem Hund einige Runden drehen. Irgendwann hat mich Horst dann sexuell belästigt, hat mich überall angefasst und wollte mich irgendwann vergewaltigen. Ich habe mit keinem darüber gesprochen. Meine Mutter hat mir auch erzählt, dass Horst eine Beziehung mit meiner Schwester hatte und sie von ihm auch vergewaltigt wurde.
(...)
10.45 Uhr: Wieder zur vorgelesenen persönlichen Erklärung von Wilfried W.: "Angelika drohte meiner Mutter Prügel an, als sie im Krankenhaus lag. Angelika hat sich nie richtig gepflegt. Sie hat sich nie richtig gewaschen, hatte schlechte Zähne. Sie hat mir in den Unterleib getreten, immer, wenn ich Annika [das erste Todesopfer, Anm. d. Red.] im Arm hatte. Sie benutzte Pfefferspray gegen mich, sie ist ein Sadist. Sie sagte immer, ich könne auf meine Messifrau Annika stolz sein. Sie war schlimm mit ihren Worten, Taten, Schlägen.
(...)
Wir beide haben uns alles von Angelika gefallen lassen. Ich wollte abhauen mit Annika, nie konnte ich alleine mit ihr reden. Angelika lauschte immer hinter der Tür. Wir haben ein Boot in Holland gekauft, wollten gemeinsam nach England. Nur Angelika wollte immer bei uns bleiben. Wir kämen alleine nicht klar, wir wären beide Sonderschüler. Angelika hat uns immer wieder versprochen, uns in Ruhe zu lassen. Das dauerte genau zwei Tage. Dann ging es wieder los.
(...)
Annika sagte immer, sie habe Angst vor Angelika. Sie sei von ihr immer wieder unsittlich angefasst worden. Angelika sagte 'Ich lebe auch hier, die Frauen sollen hören, sonst knallt es.' Wir wurden wie Kinder behandelt, Angelika hat uns immer gestört, hat das Gesicht verzogen.
(...)
Zum Live-Ticker Tag24
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#99

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 14. Mär. 2017, 20:45

HAMMER!!!
Kein Wort glaube ich davon..kein Wort.
0

Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 28
Reaktionen: 47
Beiträge: 4520
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 51
Kontaktdaten:
Status: Offline
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#100

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 14. Mär. 2017, 23:30

Ich sag's immer wieder: einmal erwischt, ist Schluß mit der großen Klappe und dann geht es nur noch darum, den anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben und dabei den eigenen Arsch so dicht an die Wand zu pressen, dass die sich dabei wund reiben!
Diese Erklärungsversuche und deren Erinnerungsvermögen hins. der vielen Details zeigt mir, dass das Pärchen sehr genau wusste was es tat. Und zwar in jeder Sekunde. Also: keine mildernden Umstände aufgrund psychischer Defizite, sondern Höchststrafe + Sicherungsverwahrung. Alles andere wäre eine Farce und eine Gefahr für die Menschheit.
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#101

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 22. Mär. 2017, 06:13

Wilfried W. stellt sich im Höxter-Prozess als Mitläufer dar

21.03.2017, 16:00 Uhr
Der Angeklagte im Prozess um das "Horror-Haus" von Höxter hat sich als Mitläufer bei den Misshandlungen von Frauen dargestellt.
Wilfried W. gab bei seiner erneuten Befragung vor dem Landgericht Paderborn am Dienstag zwar erstmals auch körperliche Gewalt gegenüber Frauen wie Schubser, Haare ziehen und Schläge zu. Die treibende Kraft sei aber stets seine Ex-Frau gewesen, bekräftige er. Die Bekanntschaftsanzeigen, auf die sich dann spätere Opfer meldeten, habe er stets geschaltet, um die Frau fürs Leben zu finden. Daran habe er bis zuletzt geglaubt.

Er wies den Vorwurf zurück, seine heute 48-jährige Ex-Frau mit heißem Wasser vor Jahren an der Schulter verbrüht zu haben. Das hatte die Mitangeklagte in den ersten Prozesswochen vor Gericht ausgesagt. Angelika W. habe sich vielmehr selbst kochend heißes Wasser über die Schulter gegossen. "Sie wollte nicht arbeiten. Sie hat sich ständig Krankenscheine besorgt, damit sie gegenüber den Behörden Argumente hatte, um weiterhin Hartz IV zu beziehen", sagte der Angeklagte aus. Eins gab er zu: Als er seiner Ex-Frau helfen wollte, kaltes Wasser über die heiße Kleidung zu gießen, um die verbrühte Haut zu retten, habe er den Hahn für kaltes und warmes Wasser verwechselt. Das sei aber keine Absicht gewesen.

Der Angeklagte sagte ausführlich zum Verhältnis zu seiner Ex-Frau aus. Der 47-Jährige schilderte, wie sich die beiden nach einer Bekanntschaftsanzeige 1999 zum ersten Mal getroffen hatten. "Es hat sofort gefunkt, wir haben bereits am ersten Tag Zukunftspläne geschmiedet", sagte Wilfried W.. Schon am nächsten Tag hätten die beiden beschlossen, zu heiraten. Erste Probleme habe es kurze Zeit nach der Trauung gegeben. Seine damalige Frau sei schnell eifersüchtig gewesen und habe ihn ständig kontrolliert.
(...)
T-Online


Live-Ticker Tag24
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#102

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 29. Mär. 2017, 12:43

Angeklagter unterbricht seine Aussage

28.03.2017 16:04 Uhr
Überraschend hat der Angeklagte im Prozess um die tödlichen Misshandlungen in Höxter seine Aussage abgebrochen. Die Anwesenheit seiner Ex-Frau mache ihm zu schaffen.
Der Angeklagte im Prozess um die tödlichen Misshandlungen im "Horror-Haus" von Höxter hat unerwartet seine Aussage abgebrochen. In einem Brief habe Wilfried W. kurzfristig mitgeteilt, er sehe sich zurzeit nicht in der Lage, in der Öffentlichkeit Rede und Antwort zu stehen, sagte der Vorsitzende Richter des Landgerichts Paderborn.

Bevor der unter Mordverdacht stehende Angeklagte seine Aussage möglicherweise fortsetze, wolle er ausführlich mit dem psychiatrischen Gutachter sprechen, der ihn seit einiger Zeit untersuche. Das erläuterte der Verteidiger des Mannes. Sein Mandant sehe sich "hoffnungslos überfordert" durch die Anwesenheit der mitangeklagten Ex-Frau.
(...)
Spiegel
0

Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 28
Reaktionen: 47
Beiträge: 4520
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 51
Kontaktdaten:
Status: Offline
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#103

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 29. Mär. 2017, 21:31

Tja... vor jemanden, der es besser weiß, derart zu lügen, kann offenbar ganz schön stressig sein! Ich bin mal gespannt, wann diesem Spuk ein Ende gesetzt wird und noch mehr, mit welchem Urteil.
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#104

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 4. Apr. 2017, 16:54

Sieben Zeugen sagen aus

04.04.2017 06:00
Das Landgericht Paderborn hat im Mordprozess um das sogenannte "Horror-Haus" von Höxter für Dienstag sieben Zeugen geladen.
Am 16. Verhandlungstag soll nach Angaben eines Gerichtssprechers unter anderen der Ehemann des zweites Todesopfers Susanne F. aussagen. Durch deren Tod war der Fall 2016 aufgeflogen.

(...)

9.40 Uhr: Martin F. (45 Jahre) weiter: "Ich hatte die Hoffnung, dass Susanne wieder zurückkommt. Ich wusste nach unserer Trennung über Wochen manchmal nicht, wo sie sich aufhielt. In Bad Gandersheim muss sie einen Freund gehabt haben, das weiß ich aber nicht genau.

Ich habe mich damals sehr darüber geärgert, dass Susanne unsere 10-jährige Tochter so viele Stunden wegen eines anderen Mannes alleine gelassen hat. Ich habe sie eigentlich nie als verantwortungslos erlebt.

Sie war Hausfrau und Mutter, ich habe gearbeitet. Ihre plötzliche Veränderung hat sie mir auch auf Nachfragen nie erklärt. Bis heute weiß ich nicht, wo ihr Stimmungswandel herrührt. Nach der Trennung hat meine Tochter 3 bis 4 Mal mit ihrer Mutter telefoniert. Dann ist der Kontakt abgebrochen.

9.55 Uhr: Angelika W. bestätigt, dass sie zweimal bei Martin F. mit falschem Namen angerufen hat. "Martin F. hat mir ein wenig erzählt, aber irgendwann hat er 'dicht gemacht'.

Er sagte, dass Susanne schwierig wäre, dass sie auch schon mal in Behandlung war. Ich habe das gemacht, weil mich Wilfried immer wieder nervte, warum sich Susanne so seltsam verhält. Deswegen habe ich bei ihrem Mann angerufen."

(...)

11.10 Uhr: "Ich bin 61 Jahre alt, bin Friseurin und komme aus Lüchtringen. Ich habe Wilfried durch eine Annonce kennengelernt, die Wilfried aufgegeben hatte. Ich habe auf die Anzeige geantwortet, dann haben wir uns getroffen, ich weiß aber nicht mehr, wann es war.

Wir waren uns recht schnell sympathisch, wir haben uns nach mehreren Telefonaten dann bei mir getroffen. Ich habe auch mal mit Angelika telefoniert. Sie wurde mir als Schwester vorgestellt. Ich kann mich an nichts mehr erinnern.

Ich weiß nur noch, wenn ich zu Wilfried etwas falsch gesagt hatte, hatte ich Angelika am Hals. Ich habe Wilfried immer so um 23 Uhr abends getroffen. Er sagte, er habe nur wenig Zeit, hätte nur ein Auto. Es war eigentlich ein angenehmes Verhältnis mit Wilfried.

Im Nachhinein kann ich nichts Schlechtes über Wilfried sagen. Wir hatten ein intimes Verhältnis, das sich vollkommen normal gestaltete. Ich wohnte damals in Holzminden, Wilfried wurde von Angelika gebracht. Angelika wollte ich nicht kennenlernen.

Für Wilfried war es auch kein Thema. Für sein Nichtselbstfahren hatte er immer wieder irgendwelche Ausreden. Er hat mir auch von seinem Kiosk erzählt, der aber nicht gut liefe, da seine Schwester Angelika keine Bock darauf hätte.

Sie würde nicht aus dem Bett kommen. Er hat mir erzählt, dass er auch bei einem Wachschutz arbeitet. Die Arbeit würde er nachts machen. Die Beziehung dauerte aber nicht lange. Irgendwann habe ich mich nicht mehr gemeldet, er hat sich auch nicht gemeldet, und dann war es zu Ende.

Das war Ende März 2016. (der Zeitpunkt, als Susanne F. verstarb, Anmerkung der Redaktion) Es war mir einfach zu blöd. Ich habe ihm damals 3500 Euro geliehen, die ich aber nicht wiederbekommen habe.

Er hatte mir versprochen, es mir so bald wie möglich, in zwei Tagen, wieder zurückzugeben. Er brauchte das Geld für einen Autokauf. Wilfried sagte später, ich hätte ihm das Geld geschenkt."
(...)
Zum Live-Ticker Tag24
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Re: Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#105

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Di, 18. Apr. 2017, 08:32

Der Gutachter ist doch Ostrheider oder?..Ich las in der "Crimer" er wurde abgestellt um im Höxter Fall zu begutachten..

Jetzt darf dieser Wilfried Kontaktanzeigen aufgeben..wo leben wir?

Osterheider ist guuut..ich hoffe er lässt bald verlautbaren dass Wilfrieds Amydala derart im Argen liegt dass er eine öffentliche Gefahr darstellt..
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#106

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 25. Apr. 2017, 13:15

Frühere Freundinnen des Angeklagten sagen aus

25.04.2017 06:00
Zwei Zeuginnen sind nicht erschienen, sie erwartet ein Ordnungsgeld.
(...)
10.34 Uhr: Es wird doch noch ein anderer Zeuge vorgezogen. Der Zeuge ist 45 Jahre alt. Er ist Abteilungsleiter eines Industrieunternehmens in Höxter. "Ich erkenne die Dame auf der Anklagebank (Angelika W.) wieder. Ich bin schon einmal von der Polizei verhört worden.

Ich war im Januar oder Februar 2016 vor einem Supermarkt in Höxter. Da kam eine Frau auf mich zu und bedrängte mich, ein Schreiben zu unterzeichnen. Ich war hochgradig genervt, sie war aber so hartnäckig, da habe ich meinen Namen draufgeschmiert. Es war aber keine richtige Unterschrift.

Der Richter liest vor, was auf dem Schreiben drauf stand: "Ich, Susanne F., habe bei Wilfried und Angelika W. gewohnt, habe mich an den Kosten beteiligt, gehe nun in meine Wohnung zurück. Ich bestätige, dass es zu keinen Vergewaltigungen oder Misshandlungen gekommen ist. Darunter die Unterschrift von Susanne F."

Zeuge: "Ich habe dann bestätigt, dass Susanne F. die Unterschrift unter diesem Schreiben ohne Zwang gegeben hat. Die Unterschrift von Susanne F. war aber schon auf dem Brief drauf.

Ich habe trotzdem meinen 'Krakel' darunter gemacht. Die hartnäckige Frau war aber nicht alleine, da stand auch noch ein Mann, und der Dame folgte noch eine andere blonde Frau. Sie war recht dünn. Sie stand teilnahmslos hinter Angelika W., die hartnäckig um meine Unterschrift bat.

Die blonde Dame machte einen desolaten, leicht betrunkenen Eindruck. Sie war unsicher auf den Beinen, stand jämmerlich da. Den Text, den ich unterschrieben habe, habe ich nicht gelesen. Darüber mache ich mir heute noch Vorwürfe.

11.03 Uhr: Nun sitzt eine weitere Zeugin im Sitzungsaal 205 und soll gehört werden. Sie ist 51 Jahre alt und ist Qualitätsprüpferin. Sie wohnt in Neukirchen-Voerde.

"Ich kenne Wilfried W. Ich hatte Ende Oktober 2010 bis März 2011 Kontakt zu Wilfried W.. Ich habe ihn über das Internet kennengelernt. Wir haben zuerst telefoniert. Wilfried erzählte, er sei Hundeführer bei einem Wachdienst und arbeite an einer Tankstelle.

Wir haben uns immer nur abends getroffen. Wenn wir telefoniert haben, ging das immer nur über den Anrufbeantworter. Ich musste mir anhören, was er auf meinen Anrufbeantworter gesprochen hatte, und dann antwortete ich ihm auch und sprach auf seinen Anrufbeantworter.

Was mir Wilfried W. mitteilte, war so viel, dass ich mir das immer auf einem Zettel notieren musste. Ich habe mir Stichworte gemacht, damit ich nichts vergaß. Ich fand das ziemlich doof. Das Zusammensein mit Wilfried war immer nur bei ihm im Haus oder in der Wohnung. Wir sind nie weggegangen, war immer nur zuhause, es gab kein Spazierengehen.

Das Zusammensein mit ihm war ziemlich friedlich. Es war eine intime Beziehung. Einmal wollte er mir das Steuer abnehmen, weil es schon dunkel war. Ich habe das abgelehnt. Da war er sauer, und hat mir das immer wieder vorgehalten.

Dann kam Angelika, die er mir als seine Schwester vorstellte, ins Spiel. Sie telefonierte des öfteren mit mir, regte sich immer wieder über Kleinigkeiten auf, für mich totaler Quatsch. Ich kann es garnicht wiedergeben, weil es so bescheuert war.

Ich habe mich des öfteren mit ihr in die Haare gekriegt am Telefon. Sie sagte mir immer, wie ich mich gegenüber Wilfried verhalten solle. Ich sollte die Betten frisch beziehen, nach den Besuchen bei Wilfried, sollte vernünftig kochen.

Sie machte mir Vorhaltungen wegen Ordentlichkeit, es waren für mich immer nur Bagatellen. Vermutlich hat Wilfried ihr von mir erzählt, oder Angelika hat den Anrufbeantworter abgehört. Ich habe ihm vorgeschlagen, bei Angelika auszuziehen und zu mir zu ziehen.

Aber das wollte er nicht. Ich hatte immer den Eindruck, er käme von Angelika nicht los. Ich habe Angelika nie persönlich kennengelernt, habe nur mit ihr telefoniert. Ich bin nie bedroht worden von ihr, aber immer wieder beleidigt worden.

Als ich im Krankenhaus lag, wünschte sie mir einen schönen Tod. Die Beziehung zu Wilfried war harmonisch. Aber es drehte sich alles um seine Bedürfnisse. Er duldete keine Widerworte. Ich habe ihm aber nie widersprochen."


11.20 Uhr: "Irgendwann wollte er auch Geld von mir haben, für einen Pkw, für Dinge, die er im Internet kaufte", erzählt die Zeugin weiter. "Ich hatte das Geld nicht und habe dafür einen Kredit bei der Bank aufgenommen. Ich habe das Geld nie wiedergesehen.

Ich hatte auch nichts in der Hand, keine Quittung. Irgendwann musste ich Geld unter der Fußmatte eines Autos verstecken. Es sollte eine Anzahlung für ein Auto oder einen Führerschein sein. Ich sollte das Geld hinterlegen, die Schwester wollte es dann aus dem Auto holen.

Sie wollte mich nicht persönlich kennenlernen. Auf so eine Idee wäre ich nicht gekommen. Es waren wohl so 15.000 bis 16.000 Euro, die ich Wilfried zur Verfügung gestellt habe. Er hat einen psychischen Druck wegen des Geldes auf mich ausgeübt. Und 'so dicke' hatte ich es auch nicht.

Zum Ende unserer Beziehung gab er an, in Bochum zu sein. Er war dann noch einmal beim Arzt mit mir, weil ich krank war. Ich wurde ins Krankenhaus eingewiesen, dann haben wir uns aus den Augen verloren. Er gab an, in Bochum zu wohnen. Ich weiß, dass er in Höxter sich ein Haus angeguckt hatte.

Deswegen hatte er wohl auch Möbel im Internet gekauft, um das Haus einzurichten. Die habe ich gemeinsam mit ihm ausgesucht. Er hat sie ersteigert, ich habe das Geld zur Verfügung gestellt. Nach der Trennung von Wilfried habe ich noch einmal einen Anruf von Angelika bekommen, der sehr belastend war.

Ich habe dann mein Handy ausgestellt und es gab keine Kontakte mehr. Ich fühle mich finanziell ausgequetscht. Letztlich ging es in unserer Beziehung immer nur um Geld. Ich war einfach zu gutgläubig."
Live-Ticker Tag24
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#107

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 2. Mai. 2017, 18:56

Misshandelte Frau sagt aus

02.05.2017 06:00
Im Folterprozess von Höxter-Bosseborn geht es weiter: Am 18. Verhandlungstag erwartet das Landgericht Paderborn wieder einige Zeugen. Darunter eine Frau, die von den Angeklagten massiv misshandelt wurde, jedoch überleben konnte.
(...)

10.30 Uhr: Als nächste Zeugin wird nun Kati K. aussagen. Sie soll massiv in Bosseborn gequält worden sein. Ihre Aussage wird mit Spannung erwartet.

"Ich bin 31 Jahre alt. Ich arbeite in einem Parkhaus. Ich wurde schon einmal von Kriminalbeamten zu Hause verhört. Ich lebe jetzt in Bremerhaven und bin verheiratet. Ich lernte Wilfried W. 2008 über eine Anzeige kennen. Er hatte sich in der Anzeige fünf Jahre jünger gemacht.

Das habe ich aber erst später erfahren. Zuerst haben wir SMS geschrieben, dann haben wir lange telefoniert. Er hat immer viel gefragt, wollte alles genau wissen, ob ich Familie habe, was ich mache, ob ich zuhause wohne. Es lag an seinen Fragen, dass die Telefonate so lange dauerten. Die Telefonate waren immer sehr spät abends, da er ja arbeiten musste. Er gab an, er habe Nachtschichten.

(...)

11.15 Uhr: "Ich habe die Schläge ertragen. Wilfried W. war mein erster fester Freund. Ich wollte meinen Bekannten beweisen, dass ich das mit der Beziehung schaffe. Deswegen bin ich bei ihm geblieben. Heute kann ich mir auch nicht erklären, warum ich nicht nach den ersten Schlägen einfach gegangen bin. Nach den Prügeleien wollte er dann meistens mit mir ins Bett.

(...)

11.25 Uhr: "Irgendwann kam Wilfried zu mir und sagte 'Ich schlage Dich tot'. Irgendetwas hatte ich wohl wieder falsch gemacht. Das war ungefähr im Mai 2009. Da bin ich zu meinen Nachbarn, habe sie um Hilfe angefleht. Sie haben mich rein gelassen. Von dort habe ich meine Eltern angerufen. Es gab dann Anrufe von Wilfried bei der Nachbarin, wo ich Unterschlupf erhalten hatte. Meine beiden Brüder haben mich dann aus der Wohnung geholt und wieder nach Hause gebracht. Wilfried habe ich bei dieser Aktion nicht gesehen.

Ich bin dann zurück zu meinen Eltern nach Cuxhaven. Ein paar Wochen später habe ich in Begleitung meiner Eltern meine Wohnung in Schlangen aufgelöst. Angelika tauchte da plötzlich auf, schrie und schrie, und sagte, ich hätte Wilfried alleine gelassen. Am 16. Juli 2009 war ich wieder in Cuxhaven. Von Angelika erhielt ich dann auf dem Anrufbeantworter Botschaften mit massiven Beleidigungen, auch meine Eltern wurden belästigt. Ich wäre eine Schande, es waren Beleidigungen weit unter der Gürtellinie.

Von Wilfried habe ich nichts mehr gehört. Ich habe dann eine Strafanzeige bei der Polizei in Cuxhaven erstattet, gegen Wilfried. Das war am 28. September 2009. Ich habe da die ganze Geschichte bei der Polizei erzählt, von den Schlägen, Misshandlungen, Drohungen. Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Ich habe mich nicht mehr darum gekümmert. Die Idee der Strafanzeige kam mir erst sehr spät. Ich musste erst einmal klar kommen mit der Situation, wieder ein normales Leben anfangen.

(...)

11.50 Uhr: "Wilfried hat ungefähr 10.000 Euro von mir bekommen. Irgendwann hatte er auch eine eigene Geldkarte für mein Konto. So konnte er, ohne mich zu fragen, über mein Konto verfügen. Ich konnte nicht mehr über mein Konto verfügen. Es war kein Geld mehr auf dem Konto. Ich konnte kein Geld mehr selbstständig ausgeben. Nach den Gewalttätigkeiten wolle er meistens ins Bett mit mir. Es gehört aber wohl nicht zu seinen Praktiken, erst zu schlagen und dann mit mir ins Bett zu gehen. Aber die vorausgehenden Misshandlungen schienen ihn irgendwie doch anzuturnen."

(...)
Live-Ticker: Tag24
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#108

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 9. Mai. 2017, 10:34

Misshandlungen von Höxter: Ermittler sollen aussagen

09.05.2017 08:30
Im Folterprozess von Höxter-Bosseborn geht es weiter: Am 19. Verhandlungstag erwartet das Landgericht Paderborn wieder einige Zeugen. Ein Urteil wird frühestens im Herbst erwartet.
(...)

9.41 Uhr: Zuerst wird der Zeuge belehrt. Er ist dreißig Jahre alt und macht gerade seine Ausbildung zum Fahrlehrer. Im Juni 2016 wurde er bereits von der Kriminalpolizei vernommen. Er saß ein paar Tage gemeinsam mit Wilfried W. in einer Zelle in der JVA Bielefeld-Senne.

Der Zeuge beginnt seine Aussage: "Ich kam per Gefangenentransport nach Bielefeld. Und dort habe ich Wilfried W. kennengelernt. Wir haben zwei oder drei Hofgänge zusammen gemacht. Dann habe ich mich von Wilfried W. trennen lassen.

Ich hatte keinerlei Verständnis für das, was Wilfried W. heute vorgeworfen wird, den Doppelmord. Ich bin zum Wärter gegangen und habe gebeten, dass ich in eine andere Zelle komme. Wir hatten aus den Medien erfahren, was Wilfried W. vorgeworfen wird.

Ich habe ihn sofort darauf angesprochen. 'Du bist doch sicherlich der Höxter-Mörder'. Er guckte richtig geschockt. Aber er guckte auch sehr arrogant. Ich weiß nicht, wie ich ihn beschreiben soll. Er fühlte sich den anderen Gefangenen gegenüber wohl überlegen.

Er war davon überzeugt, dass er damit nichts zu tun hat. Er sagte mir, dass seine Frau die treibende Kraft war. Seine Frau wollte das so. Ich habe ihm überhaupt nicht geglaubt. Damals dachte ich auch, dass er seine erste Frau umgebracht hat. Das hatte ich aus den Medien, habe es aber wohl falsch verstanden.

Die Aussagen von Wilfried schienen eingeübt. Er sagte mir, dass er davon überzeugt ist, in wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß zu sein.

Er sagte mir auch, dass man ihm die Taten nicht beweisen könnte. Zur zweiten Frau, Annika, die in Bosseborn ums Leben kam und eingefroren und verbrannt wurde, sagte er, dass man ihm das nie beweisen könne. Für ihn schien sein Verhalten völlig normal.

Ich mag solche Leute nicht. Ich sagte ihm, dass er nicht denken soll, dass er in wenigen Tagen aus dem Gefängnis raus ist. Er schob immer wieder die Schuld auf Angelika, seine Ex-Frau. Ich fragte ihn, warum er sich dagegen nicht gewehrt hat. Aber darauf hatte er keine Antworten.

Er sagte nur, alle Geschehnisse hätte er nicht zu verantworten. Ich habe noch nie einen so kranken Mann erlebt, in seinen Augen sah ich das schon. Er zeigte keinerlei Emotionen. Alles, was ich heute vor Gericht aussage, habe ich ihm auch schon persönlich in unserer gemeinsamen Knastzeit gesagt."

"Er hat sich mir gegenüber immer wieder als Opfer dargestellt", erzählt der Zeuge weiter. "In den Gesprächen stand er zu den Taten, manchmal knickte er ein. Ich sagte ihm, die kommende Zeit für ihn werde kein Zuckerschlecken. In meiner früheren Aussage gegenüber der Kripo habe ich bereits gesagt, dass Wilfried Angelika zur Hand gegangen ist."

Wilfried W. hört den Zeugenaussagen interessiert zu. Sein Gesicht zeigt kaum Regung. Seine Hände sprechen allerdings eine andere Sprache. Unruhig umfassen die Finger immer wieder einen Stift, mit dem sich Wilfried W. sonst Notizen macht. Aufgeschrieben hat er bislang nichts. Es wird ihm wenig gefallen, welches Bild der Zeuge hier vor Gericht von ihm zeichnet.

"Ich hatte das Gefühl, er hatte sich alle Worte, die er mit mir wechselte, immer schön zurechtgelegt. Er wusste genau, was er mir sagen will und was nicht. Er sprach mir gegenüber auch von Gehwegplatten vor dem Haus in Bosseborn, unter denen vielleicht auch noch etwas zu finden sei.

Ich wollte nichts mit ihm zu tun haben, er war mir einfach unangenehm. Bis zu einem gewissen Grad redete er sich all die Geschehnisse schön. Er wollte nicht der Sündenbock sein für die Perversitäten, die auf dem Gehöft in Höxter-Bosseborn stattfanden.

Ich habe ihn gefragt, warum er nicht zur Polizei gegangen sei. Darauf kam allerdings keine Antwort. Ich bin nicht ohne Grund zu einem Wärter gegangen und habe darum gebeten, mich sofort in eine andere Zelle zu verlegen. Sonst hätte Wilfried vermutlich mit dem Schlimmsten durch mich rechnen müssen. Er war einfach nur eine arrogante, perverse......."

"Ich muss noch einmal berichtigen, wir haben nicht zusammen in einer Zelle gesessen, sondern wir haben uns auf dem Gefangenentransport unterhalten, und wir hatten sehr viel Zeit, uns auf den Hofgängen zu unterhalten.

Doch es bleibt dabei, die Nähe von Wilfried war mir einfach unangenehm. Dass ich ihn wirklich nicht mag, hat sich dann auf dem allerletzten Hofgang ergeben. Ich habe ihm nur noch gesagt, er solle sich einen guten Anwalt besorgen."

(Einwurf von Detlev Binder, Strafverteidiger von Wilfried: "Das hat er auch!")

"Mich hat das Ganze total belastet, die Erlebnisse und das, was Wilfried mir alles erzählte. Ich habe mit meiner Frau darüber diskutiert, mich hat das ganze im letzten Sommer so belastet, dass ich mich an die Polizei gewandt habe. Ich wollte es einfach loswerden.

Ich wollte es alles aufschreiben, aber ich habe nicht alles mehr auf den Schirm bekommen. Deswegen habe ich nichts niedergeschrieben. Die Polizei wollte von mir jegliche Kleinigkeit bis auf den Punkt hören. Doch vieles war mir entfallen. Den Psychoblick von Wilfried werde ich nie vergessen.

Ich habe für alles Verständnis, aber jemanden an Heizungen zu ketten, zu quälen wie ein Tier, das war mir zu viel. Wilfried erzählte mir, er könne sich auf seine Ex-Frau, Angelika, verlassen. Mit meinen Worten: 'Ich habe meine Alte so unter Kontrolle, die wird nichts belastend gegen mich aussagen. Sie ist mir hörig, sie wird alles auf sich nehmen. Sie macht alles, was ich möchte. Ich komme hier raus.'

Man spürte seine Machtposition. Er war 100 Prozent sicher, dass er raus kommt. Ich habe ihn immer wieder konfrontiert damit, dass er nichts unternommen habe, um die Quälereien zu stoppen. Er hatte darauf keine Antwort. Irgendwie wollte er mir eine gewisse Hilflosigkeit in dem ganzen Geschehen vorgaukeln. Er war einfach nur ein großes A....loch!"

Mit diesen Worten wird der Zeuge entlassen.

(...)
Zum Live-Ticker Tag24
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#109

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 16. Mai. 2017, 18:29

Opfer von Höxter über Angeklagten: "Er war ein Monster"

16.05.2017, 16:06 Uhr
Sie wohnte in einem Plattenbau in Magdeburg und reagierte auf eine Bekanntschaftsanzeige in der Zeitung: "Bauer sucht Frau", lautete der Text. Wilfried W., der Angeklagte im Mordprozess um das Horrorhaus von Höxter, hatte die Anzeige geschaltet.
Bild nicht mehr vorhandenZeugin Christel P. im Landgericht Paderborn: Auch sie wurde Opfer von Wilfried und Angelika W.
Die 52-jährige Betonbauerin aus Sachsen-Anhalt biss an. Nach ersten Telefon- und SMS-Kontakten im Jahr 2011 zog die Frau ins ostwestfälische Höxter-Bosseborn. Drei Wochen lang blieb alles harmonisch. "Ich konnte mir sogar mehr vorstellen: auch dauerhaft hier zu leben", sagt die Frau vor dem Landgericht Paderborn aus. Das Leben auf dem Dorf mit Tieren unter einem Dach und mit einem bis dahin liebenswerten Mann an ihrer Seite war für Christel P. eine Option: "Ich war verliebt in ihn."

Anfang 2012 aber drehte sich das Blatt. "Ich kann bis heute nicht sagen, warum", sagt die 52-Jährige auf die Frage des Vorsitzenden Richters Bernd Emminghaus. "Wir haben noch die Geburtstage von Wilfried und Angelika gefeiert", sagt die 52-Jährige, die heute in Dessau lebt.

Es folgten mehrere Wochen mit körperlichen Qualen und seelischen Grausamkeiten. Die Misshandlungen hätten mit einem Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht begonnen. "Nach dieser Backpfeife war mir klar, dass ich wie in einer Gefangenschaft lebe", sagt die 52-Jährige aus.

In der Nacht habe sie nicht die Toilette benutzen dürfen und sich mit einer Katze das Katzenklo teilen müssen. Im Schweinestall soll Angelika W. das Opfer mit Handschellen angekettet haben. Einmal habe die Angeklagte ihr Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Wilfried W. soll die Frau nach ihrer Schilderung immer wieder blau und grün geschlagen haben. Warum? Darauf hatte die Zeugin keine Antwort.

"Du kannst gehen", habe Wilfried W. ihr eines Tages gesagt. "Aber ich konnte natürlich nicht zurück nach Hause, denn die beiden haben mir meinen Pass, meine Schlüssel und meine EC-Karte abgenommen."

Dann sagt Christel P.: "Er war ein Monster." Im Ziegenstall habe Wilfried W. ihr einen Schlag mit einer Schaufel ins Gesicht verpasst. "Ich drehte mich um, und da sah ich, wie er zuschlug. Davon habe ich noch heute Albträume, von dem Schlag und von seinem Lachen nach dem Schlag."

Noch am selben Tag brachten die Angeklagten die Frau zu einem Bahnhof und setzten sie mit einem Fahrschein in einen Zug nach Magdeburg. Zuvor ließen die beiden ihr Opfer einen Zettel unterschreiben. Darin gestand sie ein, dass sie sich die Verletzungen selbst zugefügt habe.
(...)
T-Online
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#110

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 17. Mai. 2017, 18:36

also ich schreibe nun wirklich spontan nachdem ich seit gestern mit einem Gedanken schwanger gehe.
Nicht um des Schreibens willens und mir wäre es auch lieber ich bräuchte es nciht machen aber wir sind ja hier um über möglichst vieles auch zu reden was einem im Hals steckt..

Also nachdem ich hörte von der jüngsten Zeugin..Angelika wurde an den Haaren auf den Boden gezogen...und dann das Datum...so muss ich leider sagen es ist wieder etwas was in diesem Chat damals erwähnt wurde..eben von mir, dass ich solch eine Erfahrung leider öfters machen musste..

Ich glaube selber nicht daran aber wenn mein Gefühl mich damals nciht täuschte und ich diesen dicken Fisch an der Angel hatte und niemand hat darauf reagiert nachdem ich Meldung gemacht habe im Forum..dann weiss ich nicht was da los war..

Er hat mir mal ein Bild geschickt als Weihnachtsmann verkleidet weil ich damals dem auf die Nerven ging ich will ein Bild von ihm.

Ja was soll ich sagen..als ich ihn gestern so ungepflegt auf den Fotos sah..die Züge..die Nase..die fetter gewordenen Wangen..alles das meine ich auf dem Foto 2011 bereits gesehen zu haben..

Ich kann mich ja irren aber es sind mir inzwischen zuviele "zufälle" auf einmal..

Ich hoffe deshalb erstens, es wird der Öffentlichkeit nahtlos alels berichtet wo dieser mann gewesen ist. Meine Meinung ist..die Zeit könnte reif sein für Transparenz und durch den wirklich grossen Mut der letzten Zeugin wird vielleicht noch das eine oder andere ans Licht kommen..

Wenn sich meine These bewahrheiten sollte dann muss dieser Mann nicht nur ein absolut gnadenloser Sadist sein und ein guter Schauspieler, sondern er muss auch einen schwerwiegenden anderen defekt haben, um alles sofort in die Tat umsetzen zu wollen was er irgendwo aufschnappt.
Weiss man eigentlich ob er begeisterter Hörspiel (Krimis) Hörer war und ob ihm die Tatorte nicht mehr so liegen..?

Ich glaube im wohnt die Manipulation so inne..der kennt nix anderes mehr..

Der Typ mit dem ich damals chattet meinte so gegen Ende unserer treffen im chat ..was ich denn heute abend so schaue..ich wusste es nicht und er meinte es würde gerade tatort anfangen..ich schaltete um und schaute genau in dem moment wo sich eine frau aufreizend aufs Bett legte und der Typ hinterücks ihren Schal vom Bettgestell in die Hand nahm und hinter seinem Rücken zurechtzog..

Ich hab echt gedacht ich spinne und schaute wieder auf den chat..da stand dann:
Aber ich schau das und das..die Tatorte sagen mir in letzter zeit nicht mehr so zu.

Für mich selber war klar..ich hatte tatsächlich einen dicken Fisch an der Angel..
:disappointed:
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#111

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 17. Mai. 2017, 18:41

Als ich das im chat las, habe ich nciht gesagt dass ich umgeschaltet habe und nur geschrieben ich schaue WDR wie immer..
0

Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 28
Reaktionen: 47
Beiträge: 4520
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 51
Kontaktdaten:
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#112

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 17. Mai. 2017, 20:54

@Lastlove

Du sprichst doch vom Angeklagten Wilfried W. Oder irre ich mich?
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#113

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Do, 18. Mai. 2017, 06:11

Ja Salva das ist richtig.
Damals war ich in einem Chat für Opfer von sexuellem Missbrauch und von Beginn an, als ein nick dort auftauchte sagte mir mein gefühl..da stimmt etwas nicht.

Das alles war so ungefähr von Mitte 2010 bis rein in 2011..
Weihnachten schickte mir dieser nick sogar ein Paket zu Weihnachten. Er schaffte sich einen Hund an namens willi..hatte einen bekannten der mit ihm Rundflüge machte..war frührer wohl bei der Feuerwehr und angeblich IT Experte.

Dieser Typ damals ritzte angeblich und im chat schrieb er am ende so als wäre er multiple indem er zwei personen in sich schreiben liess..seinen gewalttätigen Vater und sich..alles im Bundeswehrjargon..

Angeblich war er auch in Afghanistan und fühlte sich keinesfalls schuldig dafür kommandos wurden gegeben, sodass unschuldige Frauen und Kinder getötet wurden..

Mich versuchte dieser Typ damals sogar innerhalb des chats zu isolieren sodass es auch auffiel.
Als ich am Ende sogar eine mail von ihm in den Händen hatte aus der hervorging dass er mich weiterreichen wolle und ich ihm nur einen Gefallen tun würde wenn ich ihn angreifen würde..machte ich Meldung. Leider wie schon erwähnt erfolglos.

Mehr konnte ich damals nicht tun da ich selber kurz darauf in erneute crasse Schwierigkeiten kam, die stadt verliess und erst jahre später wieder zurückkehren konnte.

Später erfuhr ich noch dass dieser Typ sogar Admin war in diesem Chat.


Naja so wie damals ist meine haltung auch heute noch...es kann sein aber es muss nicht sein..


Vielleicht war es dieser Wilfried..vielleicht aber auch nicht..
0

Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 28
Reaktionen: 47
Beiträge: 4520
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 51
Kontaktdaten:
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#114

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 18. Mai. 2017, 19:18

@Lastlove

Was war damals mit der Polizei? Oder aktuell, weil ja der Prozess noch läuft und Zeugen gesucht werden? Was ist aus diesem Chat geworden?
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#115

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Fr, 19. Mai. 2017, 01:07

@Salva
Ich habe keine Ahnung.
Das damals geschriebene kann aber auch nciht mehr hochgeholt werden bei mir. Ein Laptop ist wieder zurück zum Eigentümer, ob er noch existiert ist fraglich und der andere wurde mir gestohlen.

Ich denke aber wenn es tatsächlich Paralellen gibt ist es auch in Ermittlerkreisen im Gespräch..irgendwie.

Warum wieso weshalb lassen wir mal dahingestellt.

Mir ging es nur um die breitere Sichtweise der Dinge und darum dass andere mögliche Personen mit ähnlichen Erfahrungen ermuntert werden ihre Vermutungen zu veröffentlichen in irgendeiner Art und Weise. Denn wir wissen ja alle....alles kann wichtig sein.
0

Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 28
Reaktionen: 47
Beiträge: 4520
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 51
Kontaktdaten:
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#116

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 19. Mai. 2017, 18:06

Lastlove hat geschrieben:Mir ging es nur um die breitere Sichtweise der Dinge und darum dass andere mögliche Personen mit ähnlichen Erfahrungen ermuntert werden ihre Vermutungen zu veröffentlichen in irgendeiner Art und Weise. Denn wir wissen ja alle....alles kann wichtig sein.
Schon klar, aber hast du nun mit der Polizei über dein Erlebnis gesprochen? Ich halte das für sehr wichtig, auch wenn du keinen Sinn darin siehst. Lass' besser die Polizei/ StA darüber entscheiden was relevant ist oder nicht.
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#117

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mo, 5. Jun. 2017, 07:37

Mir ist der Typ nicht an die Wäsche gegangen und im Nachhinein hilft es weder mir noch anderen wo und wann oder ob der seine dreckingen Finger noch mit im Spiel hatte und die Kripo liest auch in Deinem Forum mit...

Alles geht seinen Gang..wie man zu sagen pflegt..
0

Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 28
Reaktionen: 47
Beiträge: 4520
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 51
Kontaktdaten:
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#118

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 5. Jun. 2017, 08:53

@Lastlove

Zum großen Glück hat er dir nichts getan! Dass es im Nachhinein niemanden mehr hilft ist schon klar, aber jetzt geht es um die Bestrafung von Straftaten. Oder nicht?

Woher weißt du, dass die Kripo hier mitliest? ;)
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#119

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 5. Jul. 2017, 06:16

Hätten die Morde verhindert werden können? Zeugin belastet Behörden schwer

04.07.2017, 15:28
Das Ordnungsamt von Höxter war nach Aussage einer Zeugin über Probleme im sogenannten Horrorhaus von Bosseborn informiert. Die Schiedsfrau habe die Behörde im April 2016 angerufen und um eine Einschätzung gebeten.
Ermittlungen zu dem Fall waren am 22. April 2016 nach dem Tod eines Opfers ins Rollen gekommen. Die Angeklagte Angelika W. habe sich erst telefonisch und dann per Schreiben an sie gewandt, berichtete die Zeugin, die als Schiedsfrau für einen Nachbarort von Bosseborn zuständig war. Angelika W. schilderte in ihrem Brief, der im Gericht in Auszügen vorgelesen wurde, detailliert Körperverletzungen und sexuelle Misshandlungen in dem Haus.

Das Ordnungsamt habe ihr erklärt, Angelika W. müsse sich an den für Bosseborn zuständigen Schiedsmann wenden, sagte die Zeugin aus. „Man kann sich den Schiedsmann nicht aussuchen“, habe man ihr gesagt. Die Angeklagte habe sich aber nicht an den Bosseborner Schiedsmann wenden wollen, weil sie früher schon Probleme mit ihm gehabt habe. „Ich habe mich allein gelassen gefühlt“, sagte die 54-jährige Schiedsfrau. Heute werfe sie sich vor, nicht die Polizei gerufen zu haben.
(...)
Focus
0

Benutzeravatar
Lastlove
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 41
Reaktionen: 8
Beiträge: 264
Registriert: 07.05.2015
Status: Offline
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#120

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 5. Jul. 2017, 15:26

Versteh ich jetzt überhaupt garnicht.
Wie kann es sein, Angelika selber hat sich über Misshandlungen beklagt, wenn sie fleissig mitgemacht..eine Leiche zerstückelt hat und verbrannt hat..

Habe ich da etwas falsch verstanden?
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 57
Reaktionen: 12
Beiträge: 4756
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 44
Status: Online
Germany

Höxter: Frau stirbt nach langen Misshandlungen in Gefangenschaft | Prozess

#121

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 12. Jul. 2017, 06:29

Staatsanwalt bewertet Beweislage neu

11.07.2017, 23:15
Überraschende Entwicklung im Prozess um das „Horrorhaus“ von Höxter: Die Staatsanwaltschaft rückt im Fall einer Frau aus Bad Gandersheim vom Vorwurf des Mordes durch Unterlassen ab. Ein Gutachten hatte erhebliche Zweifel an diesem Vorwurf geweckt.
(...)

Die Staatsanwaltschaft hatte den Tod von Susanne F. bisher als Mord durch Unterlassen gewertet. Am Dienstag nun präsentierte ein Gutachter vor dem Landgericht Paderborn seine Obduktionsergebnisse - und das änderte die rechtliche Einschätzung des Anklägers.

„Vollendeter Mord durch Unterlassen - der Nachweis ist im Fall von Susanne F. nicht zu führen“, räumt Oberstaatsanwalt Ralf Meyer ein. Er geht nach dem Gutachten von einem versuchten Mord durch Unterlassen aus. Diese neue Einschätzung könnte am Ende unter Umständen zu einer Milderung der Strafe führen.

(...)

Susanne F. sei an den Folgen eines Schädelhirntraumas gestorben, das sie sich wohl bei einem Sturz zugezogen habe, führt der Gutachter in seinem Vortrag aus. Hinzu sei eine Unterkühlung gekommen. „Es ergeben sich keine Anhaltspunkte für ein Verhungern oder Verdursten“, stellt er fest.

(...)

Selbst wenn die beiden Angeklagten Susanne F. früher ins Krankenhaus gebracht hätten, wäre ihr Tod nicht zwingend zu verhindern gewesen, führt der Gutachter aus. Nur dann wäre die Tat aber juristisch gesehen ein Mord durch Unterlassen gewesen, sagt Oberstaatsanwalt Meyer später. Denn dafür müsse der Nachweis geführt werden, dass Susanne F. mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei sofortiger Einweisung in ein Krankenhaus überlebt hätte.

War es ein Selbstmordversuch?

Der Gutachter macht allerdings auch klar: Die gesamte körperliche Verfassung von Susanne F. sei geschwächt gewesen. Sie habe eine Vielzahl älterer Hämatome gehabt, an Oberarmen und Handgelenken seien Spuren von Fesselungen gefunden worden. In der Schlussphase ihres Lebens habe sich Susanne F. wohl auch selbst verletzt. Er ließ offen, ob ein gesunder Mensch in der gleichen Weise gefallen und gestürzt wäre.

Für ihre Verteidiger hat der 26. Verhandlungstag jedenfalls einen erfolgreichen Verlauf genommen: „Der Vorwurf des vollendeten Mordes ist vom Tisch“, sagt der Anwalt von Wilfried W.
Focus
0

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Aktuelle Gerichtsprozesse“

Wer ist online?

0 Mitglieder | 1 Gast