Schon Mitglied bei Allcrime?
Werde Teil unserer Community und du kannst auf unserer kostenlosen und werbefreien Kriminalplattform Themen erstellen, Beiträge verfassen, chatten und alle Funktionen nutzen. [Mitglied werden]

Olympionike Seisenbacher kam nicht zu seinem Prozess

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Jason Darkstone
Level 3
Level 3
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 24
Beiträge: 512
Registriert: 31.10.2015
Geschlecht:
Wohnort: Niederösterreich
Alter: 44
Status: Offline

Olympionike Seisenbacher kam nicht zu seinem Prozess

#1

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mo, 19. Dez. 2016, 13:29

Dem Doppelolympiasieger im Judo wird vorgeworfen, als Trainer zwei Mädchen missbraucht zu haben. Nun sorgt er für einen Eklat

Wien – Nach etwa drei Minuten ist der erste Verhandlungstag im Prozess gegen Doppelolympiasieger Peter Seisenbacher, dem Staatsanwältin Ursula Kropiunig schweren sexuellen Missbrauch von Unmündigen vorwirft, auch schon wieder vorbei. Denn der Angeklagte ist ohne Angabe von Gründen nicht erschienen.

Christoph Bauer, Vorsitzender des Schöffensenats, beginnt die Verhandlung ohnehin mit Verspätung, lässt den Blick über die Bank mit Anklägerin, Privatbeteiligtenvertreterinnen und Verteidiger Bernhard Lehofer schweifen, dann stellt er trocken fest: "Es scheint, es fehlt wer." Seisenbachers Verteidiger berichtet, er habe mit seinem Mandanten, der Trainer der aserbaidschanischen Judo-Nationalmannschaft ist, zuletzt vor einigen Tagen Kontakt gehabt, mittlerweile sei er telefonisch nicht mehr erreichbar.

Auf unbestimmte Zeit vertagt

"Ohne Angeklagten werden wir nicht verhandeln können", stellt Bauer korrekt fest, kündigt an, den 56-Jährigen neuerlich zu laden, und vertagt auf unbestimmte Zeit. Ob die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen ihn beantragen wird, den Bauer genehmigen muss, stand zunächst nicht fest.

Zunächst wird wohl geprüft werden, ob man Seisenbacher erreichen und er den Grund für sein Fernbleiben erklären kann. Wenn er zusichert, bei einem neuen Termin zu erscheinen, wird ihm ein Haftbefehl zunächst wohl erspart bleiben. Denn: Sollte er sich in Aserbaidschan aufhalten, müsste er dort festgenommen und ausgeliefert werden. Wie lange das dauern würde, weiß niemand.

Die andere Frage ist, ob er überhaupt nach Österreich zurückkehren würde, wenn er von einem Haftbefehl erfährt. Auf Verjährung kann er aber nicht hoffen, sobald die Hauptverhandlung eröffnet ist. Seisenbacher wird vorgeworfen, zwischen Ende der 90er-Jahre und 2004 zwei junge Mädchen, die er trainierte, missbraucht zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe.
Der Standard

Wirklich für seine Unschuld spricht sein Verhalten wohl eher nicht. Wobei es jetzt natürlich mehrere Möglichkeiten gibt. Er könnte untergetaucht sein oder er könnte sich selbst etwas angetan haben. Oder jemand anderes...
0



Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Jason Darkstone
Level 3
Level 3
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 24
Beiträge: 512
Registriert: 31.10.2015
Geschlecht:
Wohnort: Niederösterreich
Alter: 44
Status: Offline

Re: Olympionike Seisenbacher kam nicht zu seinem Prozess

#2

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Di, 20. Dez. 2016, 18:14

Seisenbacher von der Bildfläche verschwunden

Der Judo-Doppelolympiasieger erschien nicht zu seinem Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs. Justizbehörden und Verteidiger konnten bisher keinen Kontakt aufnehmen

Wien – Judo-Doppel-Olympiasieger Peter Seisenbacher bleibt weiterhin von der Bildfläche verschwunden. Weder das Wiener Landesgericht für Strafsachen noch die Staatsanwaltschaft Wien haben ein Lebenszeichen des 56-Jährigen vernommen, nachdem dieser am Montag ohne Angabe von Gründen seinen Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen hatte platzen lassen.

Auch Seisenbachers Verteidiger Bernhard Lehofer ist es seither nicht gelungen, Kontakt zu seinem Mandanten aufzunehmen. "Ich hab' versucht, ihn telefonisch zu erreichen. Ich bin immer nur auf der Mobilbox gelandet", sagte der Anwalt am Dienstag. Auf die Frage, ob Seisenbacher – er ist derzeit in Aserbaidschan als Trainer der Judo-Herren-Nationalmannschaft tätig – überhaupt zum Prozess nach Wien gereist sei, erwiderte Lehofer: "Davon gehe ich aus. Ich kenne aber seinen aktuellen Aufenthaltsort nicht."

Seisenbacher sei "ganz sicher am Leben", trat sein Anwalt Spekulationen entgegen, der Exjudoka, könnte sein Leben angesichts der bevorstehenden Hauptverhandlung beendet haben. "Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich kenne ihn seit 30 Jahren. Wir sind nicht nur beruflich, sondern auch privat verbunden. Er war optimistisch, was den Ausgang des Strafverfahrens betrifft. Er war erleichtert, dass das jetzt zu einem guten Ende kommen kann", sagte Lehofer.

Die Justizbehörden gaben übereinstimmend an, nichts von dem unentschuldigt seiner Verhandlung ferngebliebenen Exjudoka gehört zu haben. "Seitens der Verteidigung sind bei uns keine Informationen zum Aufenthaltsort Seisenbachers bzw. zum Grund seines Fernbleibens eingegangen", teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn mit. Auch bei der Staatsanwaltschaft wartete man bisher vergeblich auf Aufschlüsse, gab Behördensprecher Thomas Vecsey bekannt.

Sobald er wisse, wo sich Seisenbacher befindet, "werde ich das in einem Schriftsatz umgehend dem Gericht mitteilen", kündigte Verteidiger Lehofer an. Auf die Frage, ob er mit einem Haftbefehl rechne, sagte Lehofer: "Was die Staatsanwaltschaft tut, kann ich nicht beurteilen. Dazu möchte ich mich nicht äußern." Seisenbacher droht im Fall einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Laut Anklage soll Seisenbacher – damals 37 Jahre alt – ab 1997 ein damals neunjähriges Mädchen bedrängt haben. Bei der Schülerin handelte es sich um die Tochter eines guten Freundes, die in dem Judoverein, in dem Seisenbacher nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Trainer tätig war, die fernöstliche Kampfkunst erlernen wollte. Von 1999 an – das Mädchen war elf – kam es nach Angaben der Betroffenen zu geschlechtlichen Handlungen, die als schwerer sexueller Missbrauch einer Unmündigen qualifiziert sind. Die Schülerin soll bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs von Seisenbacher wiederholt missbraucht worden sein.

Im Sommer 2004 soll sich der Exjudoka laut Anklage einem weiteren, damals 13 Jahre alten Mädchen zugewandt haben, das ihm ebenfalls als Trainer anvertraut war. Auch mit dieser Unmündigen soll es zu sexuellen Handlungen gekommen sein. Bereits im August 2001 soll sich der Olympiasieger auf einem Judosommerlager an ein drittes Mädchen herangemacht haben. Die 16-Jährige wehrte ihn ihrer Darstellung zufolge aber ab. Für die Staatsanwaltschaft stellt sich dieser Vorgang als versuchter Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses dar. Für Seisenbacher, der sich zu den gegen ihn gerichteten Vorwürfen bisher nicht öffentlich geäußert hat, gilt die Unschuldsvermutung.
Der Standard
0

Benutzeravatar
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 62
Beiträge: 6016
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 47
Status: Offline

Olympionike Seisenbacher kam nicht zu seinem Prozess

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 21. Dez. 2018, 19:24

Keine Haft für Seisenbacher

21. September 2017 22:24
Peter Seisenbacher wird wohl nicht zur Verantwortung gezogen werden können.
Alles spricht gegen eine Auslieferung des gefallenen Olympia-Helden Peter Seisenbacher (57) aus Kiew nach Wien. Der zweifache Goldmedaillen-Gewinner im Judo kommt wohl in den Genuss der ukrainischen Rechtsprechung. Danach ist sexueller Missbrauch von Minderjährigen nach spätestens zehn Jahren verjährt.

Wie mehrfach berichtet, wirft die heimische Staatsanwaltschaft dem 56-Jährigen vor, während seiner Zeit als Judo-Trainer zwei Mädchen missbraucht zu haben. Das jüngste Opfer soll bei der ersten Annäherung gerade einmal neun Jahre alt gewesen sein. Der Zeitraum der schweren Übergriffe wird zwischen 1997 und 2004 angegeben. Am 19. Dezember hätte sich Seisenbacher hierfür vor dem Straflandesgericht verantworten müssen. Doch der Sport-Star, der zuletzt als Trainer des Judo-Nationalteams von Aserbaidschan gearbeitet hatte, tauchte unter.

Vergewaltigungsvorwurf wurde fallen gelassen

Monate blieb er wie vom Erdboden verschluckt. Seine Flucht führte ihn über Georgien nach Kiew, wo ihn ein Spezialeinsatzkommando der ukrainischen Polizei schließlich in seiner Wohnung festnahm. Zunächst wurde eine 40-tägige Auslieferungshaft über den Olympiahelden verhängt. Doch der erste Paukenschlag folgte, als er überraschend vorzeitig aus der Haft entlassen wurde.

Schon da erklärte die zuständige Staatsanwältin, dass möglicherweise Verjährung eingetreten sei. Danach sieht es zwischenzeitlich noch stärker aus. Denn: Der ursprünglich in der Ukraine erhobene Vorwurf der Vergewaltigung wurde fallen gelassen. Hier wäre eine Verjährung erst nach 15 Jahren erfolgt. Doch eine Vergewaltigung wird Seisenbacher auch in Österreich nicht vorgeworfen. Die heimische Justiz versucht dennoch, an den Olympiahelden heranzukommen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. (…)
OE24
0

Benutzeravatar
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 62
Beiträge: 6016
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 47
Status: Offline

Olympionike Seisenbacher kam nicht zu seinem Prozess

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 25. Nov. 2019, 13:37

Seisenbacher bekennt sich nicht schuldig

25.11.2019 10.58 Uhr
Der zweifache Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher hat in seinem Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen die gegen ihn gerichteten Vorwürfe zurückgewiesen.
„Ich bin nicht schuldig“, gab er zu Beginn seiner Einvernahme zu Protokoll. Auf die Frage, wie er sich die Anschuldigungen seiner drei ehemaligen Schützlinge erkläre, erwiderte der Angeklagte: „Ich habe keine Erklärung.“

Allerdings habe er „Vermutungen“, fügte Seisenbacher hinzu. Diesbezüglich werde sich sein Verteidiger Bernhard Lehofer im Verlauf des Verfahrens noch äußern: „Dazu habe ich einen Anwalt.“ Seisenbacher selbst sieht sich als Opfer einer Verschwörung der Betroffenen – die drei hätten sich abgesprochen

Staatsanwältin Ursula Schrall-Kropiunig hatte keine Zweifel an der Richtigkeit der Angaben der drei damals Unmündigen. Es komme immer wieder vor, dass man erst Jahre nach erlebtem sexuellem Missbrauch das Schweigen breche. (…)
Quelle: ORF
0

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Aktuelle Gerichtsprozesse“

Wer ist online?

0 Mitglieder | 1 Gast