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Hagen/Jever: Pflegeeltern sollen Kind unterernährt haben | Verfahren eingestellt

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sweetdevil31
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Hagen/Jever: Pflegeeltern sollen Kind unterernährt haben | Verfahren eingestellt

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 28. Sep. 2015, 19:13

Junge hatte keinerlei Fettgewebe mehr am Körper -
Pflegeeltern sollen Kind unterernährt haben


Bild
Die Angeklagten sagen, der Junge hätte eine Essstörung

Hagen/Jever – Bis jetzt sind es nur schlimme Vorwürfe...

Nadine (39) und Dirk S. (51) sind wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen angeklagt. Sie sollen ihr Pflegekind (heute 10) nicht richtig und ausreichend ernährt haben. 2011 wurde das Kind den Pflegeeltern entzogen.

Bis dato hatten sie zusammen in Schwelm gewohnt. Mittlerweile leben die Angeklagten in Jever.

Die Details: Am 24. Oktober 2011 wurden im Uniklinikum Düsseldorf eine „unterernährungsbedingte Wachstumsstörung“ festgestellt, nachdem das Kind von den Angeklagten zuvor bereits mehrfach bei Ärzten als essgestört vorgestellt worden war.

Das Kind hatte keinerlei Fettgewebe am Körper und war völlig ausgezehrt. Nach den Feststellungen eines medizinischen Sachverständigen ist der Zustand des Jungen nur durch unzureichende Nahrungsgabe über einen längeren Zeitraum erklärbar.

Die Angeklagten haben im Ermittlungsverfahren angegeben, dass das Kind an einer Essstörung leide. Die Staatsanwaltschaft nimmt hierzu in ihrer Anklage vom 23. März Stellung, sagt, dass die Angeklagten aufgrund des desolaten Zustandes des Kindes jedenfalls dazu verpflichtet gewesen waren, dieses deutlich früher in Behandlung zu geben.

Nadine S. im Prozess: „Es wurde bei uns immer frisch gekocht. Das Kind ging nie ohne Frühstück aus dem Haus. Der Junge hat immer geschrien, wenn sein Teller leer war. Wir können einfach nicht verstehen, warum er nicht mehr da ist. Er hat bei uns zugenommen, bekam Wachstumshormone. Es ging alles aufwärts. Bevor er ins Bett ging, bekam er sogar immer noch eine Banane.“

Nadine und Dirk S. hatten mehrere Pflegekinder, machten vor Gericht nicht den Eindruck, als hätten sie nicht versucht, den Zustand des Pflegekindes zu verbessern.

Jetzt müssen Gutachter, Psychologen und Zeugen zur weiteren Beweisaufnahme vor Gericht aussagen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Quelle: Bild
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Zuletzt geändert von Gast am Mi, 8. Jun. 2016, 18:52, insgesamt 1-mal geändert.



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sweetdevil31
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Re: Hagen/Jever: Pflegeeltern sollen Kind unterernährt haben

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 29. Sep. 2015, 09:44

Pflegeeltern sollen Kind nicht genug zu essen gegeben haben

Ein Ehepaar aus Jever in Ostfriesland soll einem Pflegesohn über Jahre hinweg nicht genug zu essen gegeben haben. Am Montag begann vor dem Hagener Landgericht der Prozess gegen die Pflegeeltern wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen. Als das Jugendamt den Sechsjährigen im Herbst 2011 aus der Familie holte, besaß der Körper so gut wie kein Fettgewebe, heißt es in der Anklage. Außerdem war das Kind für sein Alter zu klein.

Die Angeklagten wiesen die Vorwürfe zurück. Nach Angaben der 38 Jahre alten Pflegemutter litt der Junge seit frühester Kindheit an einer Essstörung. "Wir haben ihn geliebt und alles für ihn getan", sagte die Frau unter Tränen.

Quelle: T-Online
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Eagle
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Re: Hagen/Jever: Pflegeeltern sollen Kind unterernährt haben

#3

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mi, 8. Jun. 2016, 18:51

Zwei Lager beim Pflegekind-Prozess
Bild nicht mehr vorhanden
08.10.2015 | 07:00 Uhr
Schwelm/Hagen. Es ist ein ungeheuerlicher Vorwurf, der sich gegen ein Ehepaar richtet. Als der 51-Jährige und seine Frau (38) noch in Schwelm wohnten, sollen sie ihrem Pflegesohn derart wenig zu essen gegeben haben, dass er gefährlich unterernährt gewesen sein soll. Das soll von August 2005 bis November 2011 gewesen sein.
Mittlerweile haben drei konfliktgeladene Prozesstage vor dem Hagener Landgericht stattgefunden. Anklage: Misshandlung von Schutzbefohlenen. Es gibt zwei Lager: Die Angeklagten, die am ersten Prozesstag alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft energisch von sich wiesen und deren Freunde und Eltern, die vehement Partei für die beiden ergriffen, weil sie sie als gewissenhafte Pflegeeltern erlebt haben. Und da gibt es Ärzte des Allgemeinen Krankenhauses Hagen (AKH) und der Uniklinik in Düsseldorf, die vor Gericht ihren Verdacht äußerten, dass der heute Zehnjährige damals über Jahre massiv unterernährt worden war.
Hilfe aus der Uniklinik
Nachdem das Kind von einer mutmaßlichen Schüttelattacke durch seinen Vater genesen war, kam es zu dem Schwelmer Ehepaar: Die Pflegemutter ist eine aparte, ruhige Frau, sehr gepflegt und zurückhaltend. Ihr Ehemann macht einen arbeitsamen Eindruck, hat sich erfolgreich selbstständig gemacht. Als Kinderkrankenschwester galt die 38-Jährige als Glücksfall für das Pflegekind.
Essen war das Thema, um das sich von Anfang an alles drehte. „Er war maßlos beim Essen“, betonte die 38-Jährige am ersten Prozesstag. „Wir wussten, er war ein krankes Kind“, erläuterte ihr Ehemann. Aber eine schwere Krankheit, von der auch Ärzte zunächst ausgingen, konnte in den folgenden Jahren bei dem Jungen nicht gefunden werden (....)
Im September richtete er ein Hilfeersuchen an die Kinderschutzgruppe des Uniklinikums Düsseldorf. Die Gruppe von Ärzten, Rechtsmedizinern und Psychologen untersuchte den Jungen intensiv und machte folgende Beobachtungen: „Unser Bild war, dass er von vielem ausgeschlossen wurde. Uns kam Harry Potter bei den Dursleys in den Sinn. Für uns gab es keinen Zweifel, dass er über Jahre hinweg zu wenig Kalorien hatte. Der Körper griff bereits Muskelreserven an“, erinnerte sich Oberarzt Dr. Hans Martin Bosse, Mitglied der Gruppe, und deutete auf mitgebrachte Fotos des Jungen in seiner Akte: „Das ist nicht schlank, das ist unterernährt!“ (...)Der Prozess wird fortgesetzt.
Der Westen

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Hagen/Jever: Pflegeeltern sollen Kind unterernährt haben | Prozess wird fortgesetzt

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 11. Feb. 2019, 10:02

14.04.2016: Misshandlungs-Prozess gegen Pflegeltern eingestellt
Was zunächst eindeutig schien, hatte sich nach Auffassung des Gerichts am Ende zumindest so stark relativiert, dass die 1. Große Jugendkammer des Hagener Landgerichts die Einstellung vorschlug, worauf die Schwelmer zustimmten. Bei der Gegenseite sorgte die Entscheidung für ungläubiges Kopfschütteln.

„Das ist ein schwer fassbares Ergebnis“, leitete Nebenklagevertreterin Christina Priestersbach ihre Erklärung zu der Entscheidung der Kammer ein. „Es war für den Jungen ein fünfjähriger Leidensweg. Wir haben unzählige Zeugen dazu gehört. Seine Abmagerung war nicht medizinisch erklärbar. Das haben Ärzte eindeutig bestätigt. Daher ist es geradezu paradox, dass es nicht zur Verurteilung kommt“, fuhr sie anschließend fort.
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