Schon Mitglied bei Allcrime?
Werde Teil unserer Community und du kannst auf unserer kostenlosen und werbefreien Kriminalplattform Themen erstellen, Beiträge verfassen, chatten und alle Funktionen nutzen. [Mitglied werden]

"Salatbar"-Mord an Anke Schäfer († 24) nach 8 Jahren geklärt | Urteil

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 207
Beiträge: 6639
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Fürth
Alter: 53
Status: Offline

"Salatbar"-Mord an Anke Schäfer († 24) nach 8 Jahren geklärt | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 6. Nov. 2015, 16:48

Freitag, 06.11.2015

"Salatbar"-Mord in Köln: "Ich habe auf diesen Tag gewartet"

Bild nicht mehr vorhandenAnke Schäfer, † 24, 23. Juli 2007
2007 wurde Anke S. in Köln in ihrer Salatbar mit einem Messer tödlich verletzt. Die Polizei überprüfte Tausende Spuren, keine führte zum Täter. Nun hat ein Häftling aus Hamburg die Tat gestanden. Die Familie des Opfers ist erleichtert.
Es ist schon spät, als Anke S. an einem Sonntagabend am 23. Juli 2007 in ihrer kleinen Salatbar "Supasalad" an der Gertrudenstraße in Köln arbeitet. Sie ist allein, sie erledigt ein bisschen Bürokram. Sie kommt an diesem Abend nicht nach Hause.

Am nächsten Tag findet ihr Bruder und Geschäftspartner Ralf die 24-Jährige im begehbaren Kühlschranks des Lokals, leblos und blutverschmiert. Die junge Frau ist tot. Sie sei an "den Folgen massiver Gewalteinwirkung gestorben", ergibt die Obduktion.

Doch vom Täter, von Hinweisen auf die Hintergründe der Tat, fehlt jahrelang jede Spur. Der Tod von Anke S. wird zu einem der mysteriösesten Mordfälle in Köln. Die Ermittler finden weder die Tatwaffe, noch ein Motiv. Bis jetzt. Die Polizei hat nach mehr als acht Jahren einen in Hamburg inhaftierten 35-Jährigen als mutmaßlichen Mörder von Anke S. identifiziert. Durch Zufall.

Im August ermittelte die Polizei in Köln gegen einen Mann aus dem Rhein-Sieg-Kreis wegen kleinerer Delikte. Schwarzfahren, Diebstahl, gerade sitzt er deswegen eine mehrmonatige Haftstrafe in Hamburg ab. Weil er bereits häufiger aufgefallen ist, fordert die Polizei eine DNA-Probe von ihm an. Er willigt ein. In der Datenbank des Bundeskriminalamts gibt es einen Treffer.

Seine Speichelprobe stimmt mit der DNA überein, die die Ermittler am Tatort in der Salatbar an einem Zigarettenstummel und in der Nähe des Kühlschranks sicherten.

Die Ermittler fahren nach Hamburg, in der Tasche haben sie einen Haftbefehl wegen Totschlags. Mehr als 3500 Spuren und 6000 Personen haben sie bis zu diesem Zeitpunkt überprüft, 1800 DNA-Proben verglichen. Der Fall wurde bei "Aktenzeichen XY" vorgestellt - alles ohne Erfolg. Im Gefängnis in Hamburg aber gesteht der 35-Jährige. "Ich habe auf diesen Tag gewartet", zitiert der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer den Tatverdächtigen. Der Mann habe die Tat glaubhaft gestanden und über Detailwissen verfügt. Er bereue die Tat und sei nun erleichtert, dass alles raus sei.
Beute: 20 Euro und ein Handy

Bild nicht mehr vorhandenTatort in Köln
Laut Staatsanwaltschaft erklärte der 35-Jährige, er sei an diesem Abend in Köln unterwegs gewesen. Er habe Anke S. in ihrem Laden gesehen, er habe Geld gebraucht, er habe die offene Tür der Salatbar gesehen. Angeblich ist er spielsüchtig. Er habe die junge Frau überfallen und das Geld aus der Kasse gefordert. Sie habe es ihm auch geben wollen. Doch dann habe sie plötzlich geschrien. Er habe in Panik mit seinem Messer mehrfach zugestochen. Er sei panisch gewesen, habe die Tasche von Anke S. gegriffen und sei geflüchtet. Später schmiss er ihre Sachen und die Tatwaffe in irgendeinen Mülleimer. Die Polizei hat beides nie gefunden. Seine Beute an diesem Abend: Rund 20 Euro aus dem Portemonnaie der 24-Jährigen und ein Handy. Das Geld in der Kasse ließ er in seiner Panik zurück, wie er sagt.

Der Haftantrag soll nun geändert werden. Die Staatsanwaltschaft beabsichtigt Anklage wegen Mordes aus Habgier zu erheben.

Am Mittwochabend melden sich die Ermittler bei den Eltern von Anke S., man habe einen Mann festgenommen, der den Mord an ihrer Tochter gestanden habe. "Das kann man erstmal gar nicht glauben", sagt ihr Vater Heinz S. SPIEGEL ONLINE. "Man ist geschockt. Aber irgendwann löst sich das in Freude auf."

Die Familie S. hat eine Bäckerei-Kette in Lingen in Niedersachsen. Anke sei jedoch zu ihrem Bruder nach Köln gegangen, so erzählt es der Vater. Die beiden hatten im Australien-Urlaub die Salatbars gesehen. "Sie waren begeistert." Sein Sohn führt die Salatbar in Köln noch immer, mittlerweile sind fünf weitere Filialen dazugekommen.

Die Familie sei erleichtert, dass die Täterfrage eindeutig geklärt sei. "Man macht sich ja doch Gedanken. War es vielleicht doch irgendein Freund?" Eine Beziehungstat. Davon war die Polizei lange ausgegangen, weil der Täter das Geld in der Kasse zurückließ. Aber, sagt der Vater S.: "Ich habe immer damit gerechnet, dass sie ihn schnappen."
Spiegel
0
Zuletzt geändert von sweetdevil31 am Fr, 28. Okt. 2016, 17:03, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt, Thema verschoben



Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 3
Reaktionen: 61
Beiträge: 5969
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: "Salatbar"-Mord an Anke Schäfer († 24) nach 8 Jahren geklärt

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 13. Nov. 2015, 09:02

Er ist geschieden, spielsüchtig, hat eine Tochter | Das ist der „Supasalad“- Mörder
Bild nicht mehr vorhanden
60
Fast acht Jahre jagte die Kölner Mordkommission ein Phantom. Der Mann, der Salatbar-Chefin Anke S. (†24) in ihrem Geschäft mit mehreren Messerstichen tötete, war unauffindbar. Bis vor einer Woche. Die DNA-Spur auf einer Zigarette („John Player Special“), die er am Tatort hinterließ, verriet den Mörder.
...
Bild+
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Eagle
Beiträge zum Thema: 3
Reaktionen:
Status: Offline

Re: "Salatbar"-Mord an Anke Schäfer († 24) nach 8 Jahren geklärt

#3

Ungelesener Beitrag von Eagle » Do, 9. Jun. 2016, 18:05

35-Jähriger nach Salatbar-Mord angeklagt
17.03.16, 08:25 Uhr
Rund fünf Monate nach der Aufklärung des brutalen Gewaltverbrechens an der Besitzerin der Salatbar an der Gertrudenstraße, hat die Kölner Staatsanwaltschaft Anklage wegen des Verdachts des Mordes erlassen. Dies erfuhr die Rundschau aus Justizkreisen.

Die Ermittler einer Mordkommission konnten im November 2015 acht Jahre nach dem tödlichen Angriff einen Tatverdächtigen ausfindig machen. Der 35-Jährige saß bereits wegen Diebstahls und mehrfachen Schwarzfahrens in der JVA in Hamburg ein, als die Beamten ihn dort aufsuchten und ihn mit dem schwerwiegenden Vorwurf konfrontierten(...)
Rundschau

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen


Eagle
Beiträge zum Thema: 3
Reaktionen:
Status: Offline

Re: "Salatbar"-Mord an Anke Schäfer († 24) nach 8 Jahren geklärt | Prozess |

#5

Ungelesener Beitrag von Eagle » Do, 18. Aug. 2016, 16:48

Der Angeklagte hat heute im Prozess den Tatablauf aus seiner Sicht geschildert und gab an, dass er Anke K. nicht verletzten wollte. Sie hätte laut geschrien als sie das Messer sah und er habe sie versehentlich verletzt und erst dann weitere Stiche ausgeführt.
Zum Bericht Der Westen

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 3
Reaktionen: 61
Beiträge: 5969
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: "Salatbar"-Mord an Anke Schäfer († 24) nach 8 Jahren geklärt | Prozess |

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 26. Sep. 2016, 10:41

„Supersalad-Mord“ Bei Enes A. versagte der Rechtsstaat mehrfach

25.09.16, 10:10 Uhr
Der Mord-Prozess „Supasalad“ – am Mittwoch geht er vor dem Kölner Landgericht weiter. Ein Fall, der bundesweit für Aufsehen sorgte. Der Mörder von Anke Schäfer (24), die 2007 in ihrer kleinen Salatbar brutal erstochen wurde, wartet auf sein Urteil.
Enes A. (35) ist ein Musterbeispiel für das Versagen der Justiz im Umgang mit Straftätern, die immer wieder auffallen, die nicht aufhören und sogar Opfer, Richter oder Polizisten auslachen. Die Bilanz eines verkorksten Lebens und einer Justiz, die nicht nur blind, sondern offenbar auch taub ist.

Für seine Frau, seinen kleinen Sohn und sich selbst erhielt er 1300 Euro. Das Geld hob er stets pünktlich ab – und verzockte es umgehend in Spielotheken. Denn Enes A. ist spielsüchtig. Sprich: Er ist krank und unterliegt dem Zwang, fast täglich an Automaten zocken zu müssen.
...
An Enes A. scheiterte die Justiz

Die vielen unbezahlten unsinnigen Geldstrafen und ein Diebstahl brachten Enes A. schließlich für sechs Monate hinter Gitter. Erst dann nahm man seine DNA und überführte ihn.

Enes A. – die Justiz ist an ihm gescheitert. Jetzt pokert der 35-Jährige vor Gericht. Hatte er erst ein Geständnis abgelegt und den Angehörigen versprochen, er wolle nicht, dass sie durch den Prozess unnötig leiden, will er jetzt bei der Vernehmung unter „Hunger“ gelitten haben und „überrascht“ von dem Auftauchen der Kölner Mordkommission gewesen sein.

Er habe dem in deutscher Sprache geführten Verhör nicht richtig folgen können, obwohl ein türkischer Übersetzer anwesend war. Das Ziel von A. und dessen Hamburger Pflichtverteidigers Andrija Pancic: Man will weg vom Mord hin zu einer Verurteilung wegen Totschlags. Gelingt das, wäre die Kölner Justiz erneut an ihm gescheitert.
Zum vollständigen Bericht Express
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 3
Reaktionen: 61
Beiträge: 5969
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: "Salatbar"-Mord an Anke Schäfer († 24) nach 8 Jahren geklärt | Prozess |

#7

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 28. Okt. 2016, 17:02

Lebenslang für Kölner Salatbar-Mörder

28.10.2016, 16:08 Uhr
Für den Mord an der Inhaberin einer Kölner Salatbar muss ein 36-Jähriger lebenslang ins Gefängnis. Das Kölner Landgericht kam am Freitag zu dem Urteil, dass der Angeklagte die 24 Jahre alte Frau im Sommer 2007 mit elf Messerstichen getötet hatte.
Nachdem das Opfer beim Anblick des gezückten Messers zu schreien begann, habe der Angeklagte aus Angst vor Entdeckung durch Passanten zugestochen und die Frau getötet. Deshalb sei die Tat als Mord zu werten, so das Gericht. Der Anwalt des Mannes hatte dagegen betont, sein Mandant habe von der Frau nur Geld haben wollen.

Acht Jahre lang waren die Ermittlungen der Polizei ergebnislos verlaufen. Erst im Herbst 2015 führte ein DNA-Abgleich einer am Tatort zurückgelassenen Zigarette die Ermittler auf die Spur des Mannes, der damals wegen kleinerer Delikte in Hamburg im Gefängnis saß.
T-Online
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 207
Beiträge: 6639
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Fürth
Alter: 53
Status: Offline

Re: "Salatbar"-Mord an Anke Schäfer († 24) nach 8 Jahren geklärt | Urteil

#8

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 28. Okt. 2016, 22:59

Die Gerechtigkeit hat in diesem Fall gesiegt und zwar mit einem Urteil, dass auch keine Alternativen zuließ!
Natürlich wollte Enes A. zunächst nur das Geld und wenn Anke nicht aus Angst geschrien hätte, würde sie womöglich noch leben. Aber dann wollte er sein Opfer mundtot machen und zwar aus Angst, beim Überfall erwischt zu werden und das ist ein Mordmerkmal. Er hätte ebenso gut einfach flüchten können. Oder diesen Überfall erst gar nicht begehen dürfen.
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Abgeschlossene Gerichtsprozesse“

Wer ist online?

0 Mitglieder | 1 Gast