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Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma | Urteil

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Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 18. Dez. 2015, 18:50

Verdacht auf Schütteltrauma: Baby liegt im Sterben

18.12.2015
Wieder mal ein Fall, wo Eltern und Jugendamt versagt haben.
Es geht um einen einjährigen Jungen, der so heftig geschüttelt wurde, dass nun keine Hoffnung mehr für ihn besteht.
Die Mutter und der Lebensgefährte, der nicht der Vater ist, stehen unter Verdacht.
Einen Tag bevor der Junge ins Krankenhaus gebracht wurde, war eine sozialpädagogische Familienhilfe bei der Familie.
Sie dokumentierte zwar blaue Flecken, gab es aber nicht an den Allgemeinen Sozialen Dienst weiter.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt in einem neuen Fall von schwerer Kindesmisshandlung im Stadtteil Altona-Nord. Ein zwölf Monate alter Junge sei vermutlich durch Schütteln erheblich verletzt worden, sagte Oberstaatsanwalt Carsten Rinio am Freitag. Nach Medienberichten, die der Deutschen Presse-Agentur aus Behördenkreisen bestätigt wurden, lag das Kind am Freitag im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) im Sterben. Die lebenserhaltenen Maßnahmen seien abgeschaltet worden.
...
SHZ
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 18. Dez. 2015, 23:29

Ob das wirlich ein "Versagen" war? Immerhin gab es am Vortag der Tat diesen Besuch der Familienhilfe.
Ich stelle mir das so vor, dass die ihre Ortstermine abarbeiten und anschließend ihre Berichte verfassen und weiterleiten. Kann also sein, dass die Tat zu früh geschehen war.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 19. Dez. 2015, 08:30

Ich denke schon, dass das Amt auch versagt hat.
Denn anscheinend ist der kleine Junge schon einmal im Krankenhaus gelandet, worauf hin das JA eingeschaltet wurde.
Leider ist das Kind zurück zu seiner Mutter gegeben worden :sad:
...
Der kleine Junge soll nach taz-Informationen im August schon einmal mit Verletzungen ins Kinderkrankenhaus Altona eingeliefert worden sein. Damals sollen Rechtsmediziner des Kinderkompenzzentrums am UKE den Fall untersucht und den Verdacht einer Kindeswohlgefährdung festgestellt haben. Das Baby soll daraufhin vom ASD in Altona in Obhut genommen sein, wurde aber im Oktober wieder der jungen Mutter zurück gegeben – unter der Auflage, dass dreimal wöchentlich eine Familienhelferin nach dem Kind sieht. Beim Träger dieser Hilfe soll es sich um das Rauhe Haus handeln.
...
TAZ
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 19. Dez. 2015, 08:58

Gut, in dem SHZ Artikel stand nichts darüber, das es da schon einmal einen Vorfall gab. So stellt sich die Geschichte ein bisschen anders dar.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 20. Dez. 2015, 07:48

19.12.2015, 20:55

Tayler soll noch einen 6-Jährigen Bruder haben, der in einem Kinderschutzhaus untergebracht sein soll. Des Weiteren wurde lt. der "Hamburger Morgenpost" inzwischen die Jugendhilfeinspektion eingeschaltet.

Focus
Jugendhilfeinspektion Hamburg (Seite 8, 3.4
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Zuletzt geändert von Salva am So, 20. Dez. 2015, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 20. Dez. 2015, 14:32

Der kleine Tayler erlag gestern Abend seinen schweren Hirnverletztungen. :sad:
Noch heute soll sein Leichnam im Institut für Rechtsmedizin untersucht werden.
Mutter und Lebensgefährte befinden sich wieder auf freien Fuß.

NDR
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#7

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 20. Dez. 2015, 15:20

Aus dem NDR-Link:
"Die Voraussetzungen eines Haftbefehls lagen nicht vor."
Haftbefehl gemäß § 112 StPO Warum liegt keine Voraussetzungen für einen Haftbefehl vor?
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 21. Dez. 2015, 06:26

Salva hat geschrieben:Warum liegt keine Voraussetzungen für einen Haftbefehl vor?
Die Begründung der Staatsanwaltschaft: keine Voraussetzung für einen Haftbefehl. Sprecher der Staatsanwaltschaft Carsten Rinio: „Dafür ist ein dringender Tatverdacht erforderlich. Weiterhin muss ein Haftgrund wie Flucht-, Verdunkelungs- oder Wiederholungsgefahr vorliegen.“
Mehr bei mopo

So langsam kommen immer mehr Details ans Tageslicht.
Im August war es eine ausgekugelte Schulter die Tayler ins Krankenhaus brachte.
Der Freund der Mutter hat noch zwei Kinder aus einer anderen Beziehung und lebt bei seinen Eltern.
Zur Tatzeit soll er allein mit dem kleinen Tayler gewesen sein.
Nachbarn berichten das die Mutter zu dem Zeitpunkt einkaufen war.
Sie war es auch, die den Rettungsdienst anrief.

Bild nicht mehr vorhandenJacqueline B. postete dieses Foto von sich und dem kleinen Tayler auf Facebook. Wenige Monate später liegt der Junge im Sterben.
mopo
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#9

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 21. Dez. 2015, 16:30

Der dringende Tatverdacht sollte vorliegen, Fluchtgefahr wegen hoher Strafandrohung liegt ggfls wohl auch vor...keine Ahnung.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#10

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 21. Dez. 2015, 18:16

Tayler: Betreuerin sah keine Anzeichen für Misshandlung

21.12.2015, 16:59 Uhr

Die erfahrene Betreuerin des kleinen Tayler konnte keine Auffälligkeiten in der Familie festellen.
Sie betreute das Kind seit dem 21. August und nahm eine gute Entwicklung wahr, so das die Betreuung von zwölf auf acht Stunden die Woche reduziert wurden.
Sie sah das Kind regelmäßig ohne Kleidung und konnte keine Verletzungen feststellen.
Der Junge habe Stehen und Laufen gelernt und sei dabei natürlich auch hingefallen.
Die sozialpädagogische Betreuerin ist nun krankgeschrieben.
...
Das Rauhe Haus, dessen Mitarbeiter allein in Hamburg mehr als 350 Kinder ambulant betreut, sei über die Vorgeschichte mit der Verletzung des Jungen im Sommer informiert gewesen, sagte der Sprecher. Allerdings habe es sich hier nicht um einen Fall der Kindeswohlgefährdung gehandelt, betonte er. Ein solcher Fall hätte ganz andere Berichtspflichten mit sich gebracht.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#11

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 22. Dez. 2015, 14:42

pfiffi hat geschrieben:Der dringende Tatverdacht sollte vorliegen, Fluchtgefahr wegen hoher Strafandrohung liegt ggfls wohl auch vor...keine Ahnung.
Das meine ich aber auch! Unabhängig davon, ob das Amt einen Fehler begangen hat und eine gewisse Mitschuld trägt oder nicht, es handelt sich hier doch um ein Tötungsdelikt! Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#12

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 22. Dez. 2015, 14:53

Nach Taylers Tod: Verdächtiger fliegt in Urlaub

Und das hier kann ich noch viel weniger nachvollziehen...
...
Die Mutter und ihr Freund belasten sich offenbar gegenseitig. Nach Abendblatt-Informationen werten die Ermittler die Spanienreise von Michael Q. nicht als Flucht. Es handele sich um eine länger geplante Reise über die Weihnachtstage. Der Mann werde Anfang Januar zurück erwartet.
...
Der Mann ist in Spanien und macht Urlaub :angry:

Abendblatt
Fluchtgefahr wird bei Jacqueline und Michael nicht gesehen, weil sie aus Hamburg und Schenefeld (Schleswig-Holstein) kommen.
Wenn man aus Deutschland kommt, besteht also nicht die Möglichkeit einer Flucht...gut zu wissen..
Aber: Eine Bekannte von Jacqueline B. hat gestern der uns gegenüber behauptet, Michael Q. habe sich mittlerweile nach Spanien abgesetzt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte auf unsere Nachfrage, dass Michael Q. derzeit in Spanien weile.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Q. Anfang des Jahres wieder in Hamburg sein werde.
Schön das die Staatsanwaltschaft so viel Vertrauen in diesen Mann hat...

Berliner Kurier
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#13

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 22. Dez. 2015, 15:42

Bild nicht mehr vorhandenJacqueline B. (22) aus Altona ist seit mehreren Monaten mit Michael Q. (26) zusammen, der aus einer früheren Beziehung zwei Kinder hat. Wer von ihnen Tayler schwer misshandelte, ist unklar. Die Ermittlungen laufen.
Während der Kleine in der Rechtsmedizin liegt und Staatsanwaltschaft sowie Politik die Umstände seines Todes zu klären versuchen, ist der Freund der Mutter seelenruhig in den Urlaub gefahren.

Bis Anfang des Jahres wird Michael Q. (26) wohl mit Familienangehörigen in Spanien weilen. Dorthin ist er, kurz nachdem Tayler am vergangenen Sonnabend im UKE gestorben war, aufgebrochen.

Ein Umstand, der zumindest befremdet. Denn Michael Q. wird neben der Mutter Jacqueline B. (22) verdächtigt, den kleinen Tayler so stark geschüttelt zu haben, dass er an einer Gehirnblutung starb.

Von Trauer ist bei Michael Q. nicht viel zu bemerken. Würde er sonst eiskalt in den Urlaub fahren?
...
mopo

Unbegreiflich das er fahren durfte.
Die Mutter wurde doch gesehen, dass sie zur Tatzeit einkaufen war. Irgendwo habe ich gelesen, dass sie sogar einen Bon mit der Uhrzeit vorzeigen konnte (was nicht bedeuten mag, dass sie ihren Sohn nicht selbst geschüttelt hat). Er soll also allein mit Tayler gewesen sein, also ist die Wahrscheinlichkeit größer das er es war...und trotz allem soll keine Fluchtgefahr bestehen?!
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#14

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 23. Dez. 2015, 13:59

Vier Tage nach dem Tod des kleinen Tayler steht das Obduktionsergebnis fest.
Er starb in Folge schwerster Hirnverletztungen durch ein sogenanntes Schütteltrauma.
Das vorläufige Ergebnis erhärte die Annahme, dass Tayler von seiner Mutter oder deren Lebensgefährten heftig geschüttelt wurde.

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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#15

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 28. Jan. 2016, 04:49

Obduktionsbericht zu Taylers Tod erst in einigen Wochen

27.01.2016, 16:58 Uhr

Der Obduktionsbericht zum Tod des vermutlich an einem Schütteltrauma gestorbenen einjährigen Jungen Tayler lässt weiter auf sich warten. Es werde noch mindestens drei Wochen dauern, bis der fertige Bericht vorliege. Die Ermittler erhoffen sich von dem Bericht genaueren Aufschluss darüber, wann die Tat geschah.
Tayler war am 12. Dezember letzten Jahres ins Krankenhaus gebracht worden und sieben Tage später gestorben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Schütteltrauma die Ursache war. Sowohl die Mutter als auch ihr Lebensgefährte, der nicht der Vater Taylers ist, sind auf freiem Fuß. Gegen beide wird ermittelt.

Auch der Bericht der Jugendhilfeinspektion zum Tod des kleinen Tayler ist nach Auskunft der Sozialbehörde ist noch nicht fertig. Das Aufsichtsgremium soll untersuchen, ob es von Seiten der Behörden Fehler gegeben hat. So war der Junge nach einer Schulterverletzung für einige Zeit bei einer Pflegefamilie, mit Einverständnis der Mutter. Auf Drängen der Mutter erhielt sie das Kind im Oktober aber wieder zurück. Die Familie wurde von einer Sozialpädagogin betreut.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#16

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 20. Feb. 2016, 09:20

Getötetes Kleinkind in Hamburg: Prüfer werfen Jugendamt schwere Fehler vor

19.02.2016 – 23:01 Uhr
Kurz vor Weihnachten wurde in Hamburg der 13 Monate alte Tayler zu Tode geschüttelt. Das Jugendamt kannte die prekären Zustände in der Familie - und tat zu wenig, wie ein vertraulicher Untersuchungsbericht zeigt.

Bild nicht mehr vorhandenSchild mit der Aufschrift "Ruhe infrieden kleiner Engel. R.I.P. Tayler": Der Untersuchungsbericht erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt
Im Fall des getöteten Kleinkinds Tayler aus Hamburg werfen staatliche Prüfer dem zuständigen Jugendamt Altona schwere Versäumnisse vor. Eine "sorgfältige und wiederholte Risikobewertung" hätte "andere Bedingungen für die Sicherheit des Kleinkindes" bieten können, heißt es im vertraulichen Bericht der Jugendhilfeinspektion, der SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Prüfer sehen zugleich "keinen unmittelbaren Zusammenhang" zwischen Taylers Tod und den Pannen beim Amt.

Die Prüfer monieren schlampige Aktenführung, lückenhafte Dokumentation und fehlende Gesprächsprotokolle. Es habe in der zuständigen Abteilung eine Kultur geherrscht, die es erlaubte, dass Mitarbeiter Regeln missachteten. Man habe "darauf verzichtet, das Kind in den Blick zu nehmen und einen tieferen Einblick in die Familie zu erhalten".

Aus dem Papier geht auch hervor, dass Familienhelfer des privaten Trägers Rauhes Haus im November und Dezember insgesamt sechs Mal schwere Blessuren bei dem Kind sahen, ohne Alarm zu schlagen. Es habe sich um Beulen, Kratzer, blaue Flecke und "Striemen am Kopf des Kleinkindes" gehandelt. Bisher war nur bekannt, dass eine Familienhelferin am 11. Dezember Verletzungen ignorierte.

Der 13 Monate alte Tayler war am 12. Dezember mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine Woche später starb er. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Mutter und ihren Lebensgefährten wegen eines Tötungsdelikts. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Junge zu Tode geschüttelt wurde.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#17

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 22. Feb. 2016, 11:57

Das sind die Aufgaben der Jugendämter gemäß § 2 SGB VIII (Sozialgesetzbuch - Achtes Buch - Kinder- und Jugendhilfe):

(1) Die Jugendhilfe umfasst Leistungen und andere Aufgaben zugunsten junger Menschen und Familien.
(2) Leistungen der Jugendhilfe sind:

1. Angebote der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§§ 11 bis 14),
2. Angebote zur Förderung der Erziehung in der Familie (§§ 16 bis 21),
3. Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege (§§ 22 bis 25),
4. Hilfe zur Erziehung und ergänzende Leistungen (§§ 27 bis 35, 36, 37, 39, 40),
5. Hilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche und ergänzende Leistungen (§§ 35a bis 37, 39, 40),
6. Hilfe für junge Volljährige und Nachbetreuung (§ 41).

(3) Andere Aufgaben der Jugendhilfe sind

1. die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen (§ 42),
2. die vorläufige Inobhutnahme von ausländischen Kindern und Jugendlichen nach unbegleiteter Einreise (§ 42a),
3. die Erteilung, der Widerruf und die Zurücknahme der Pflegeerlaubnis (§§ 43, 44),
4. die Erteilung, der Widerruf und die Zurücknahme der Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung sowie die Erteilung nachträglicher Auflagen und die damit verbundenen Aufgaben (§§ 45 bis 47, 48a),
5. die Tätigkeitsuntersagung (§§ 48, 48a),
6. die Mitwirkung in Verfahren vor den Familiengerichten (§ 50),
7. die Beratung und Belehrung in Verfahren zur Annahme als Kind (§ 51),
8. die Mitwirkung in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz (§ 52),
9. die Beratung und Unterstützung von Müttern bei Vaterschaftsfeststellung und Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen sowie von Pflegern und Vormündern (§§ 52a, 53),
10. die Erteilung, der Widerruf und die Zurücknahme der Erlaubnis zur Übernahme von Vereinsvormundschaften (§ 54),
11. Beistandschaft, Amtspflegschaft, Amtsvormundschaft und Gegenvormundschaft des Jugendamts (§§ 55 bis 58),
12. Beurkundung (§ 59),
13. die Aufnahme von vollstreckbaren Urkunden (§ 60).

sozialgesetzbuch-sgb.de

Vielleicht sollten sich die Beamten/Innen die entsprechenden Texte mal wieder durchlesen. Allerdings auch die Verantwortlichen der Gemeinden und Städte, die durch ihre Sparmaßnahmen solche Missstände erst ermöglichen. Dem kleinen Tayler und vielen anderen hilft das allerdings nicht mehr.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#18

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 22. Apr. 2016, 18:06

Ermittlungen zu Tod von Baby: Freund der Mutter in Haft

22.04.2016, 14:08 Uhr
Im Fall des vermutlich zu Tode geschüttelten Babys Tayler ist der Lebensgefährte der Mutter verhaftet worden. Es habe sich ein dringender Tatverdacht gegen den 27-Jährigen ergeben.
Es sei hochwahrscheinlich, dass sich der Mann am Nachmittag des 12. Dezember 2015 allein mit dem Kind in der Wohnung der Mutter aufhielt. Aufgrund von neuen rechtsmedizinischen Erkenntnissen konnten die Ermittler den Tatzeitpunkt sehr genau eingrenzen. Der Haftbefehl sei am Donnerstagabend in Schenefeld bei Hamburg vollstreckt worden. NDR 90,3 hatte zuvor über die Verhaftung berichtet.

Der einjährige Junge war kurz nach der Tat ins Krankenhaus gebracht worden, wo er sieben Tage später starb. Auch gegen die 23 Jahre alte Mutter werde weiter ermittelt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma - Baby liegt im Sterben

#19

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 19. Aug. 2016, 06:31

Prozess im Fall des getöteten Tayler beginnt

18.08.2016, 17:29 Uhr
Im Fall des getöteten einjährigen Tayler muss sich der 27 Jahre alte Stiefvater des Jungen vom 9. September an vor dem Hamburger Landgericht verantworten.
Ein Gerichtssprecher bestätigte am Donnerstag den Prozessauftakt, über den andere Medien zuvor berichtet hatten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, den Jungen im Dezember 2015 so heftig geschüttelt zu haben, dass er eine Woche später im Krankenhaus starb. Bisher hat der 27-Jährige die Tat nicht gestanden.

Für den Prozess sind bis zum 2. Dezember 18 Verhandlungstage angesetzt. Zeugen aus dem familiären und sozialen Umfeld des Tatverdächtigen sollen befragt werden. Zudem hört das Gericht drei medizinische Sachverständige an, die Klarheit über den genauen Zeitpunkt der tödlichen Verletzungen bringen sollen.
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma | Prozessbeginn 9. September

#20

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 11. Sep. 2016, 11:57

Angeklagter bestreitet Totschlag

09.09.2016 19:17 Uhr
Zum Prozessauftakt um den Tod des einjährigen Tayler hat der Angeklagte vor Gericht bestritten, die Tat begangen zu haben. "Tayler war für mich wie ein Sohn", sagte der Stiefvater.
Bild nicht mehr vorhandenDer Angeklagte berät sich mit seinem Anwalt
Vor dem Hamburger Landgericht hat am Freitag der Prozess um den gewaltsam zu Tode gekommenen kleinen Tayler begonnen. Der Einjährige war kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres an den Folgen schwerster Misshandlungen gestorben.

Vor Gericht muss sich der Stiefvater des Kleinen nun wegen Totschlags verantworten. Zum Prozessauftakt wies er jede Schuld von sich. "Tayler war für mich wie ein eigener Sohn. Sein Tod bestürzt mich zutiefst", ließ der 27-Jährige durch seinen Anwalt verlauten.

Die Staatsanwaltschaft sieht das anders: Der ehemalige Lebensgefährte der Mutter soll das Baby am 12. Dezember vergangenen Jahres so heftig geschüttelt haben, dass der Junge eine Woche später an den Folgen starb.

Tayler hatte bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus neben einem Schütteltrauma auch Blutungen in den Netzhäuten beider Augen und im Bereich beider Sehnerven, schwerste Hirnverletzungen sowie unzählige Hämatome am ganzen Körper. Gegen die 23-jährige Mutter war zunächst ebenfalls ermittelt worden, das Verfahren wurde jedoch vor Prozessbeginn eingestellt.
...
Der Angeklagte sagte vor Gericht, er sei allein mit dem Jungen in der Wohnung seiner Lebensgefährtin gewesen und habe mit ihm auf dem Sofa gelegen und Musik gehört. Danach sei er kurz aufgestanden, um den Geschirrspüler, der sich im selben Raum befindet, auszuräumen. Er habe dabei den Jungen die ganze Zeit im Blick gehabt. "Plötzlich hörte ich seine Schnappatmung. Ich lief sofort zu ihm und nahm ihn auf den Arm", beteuerte der Mann. An Taylers Wange habe er zudem Speichel mit Blut entdeckt und der Junge habe stark gekrampft.
...
Die Vorsitzende Richterin zeigte sich nach der Aussage des Angeklagten sichtlich skeptisch: "Sie haben sich nach der Einlieferung ins Krankenhaus sechs Tage lang nicht nach Taylers Zustand erkundigt, dabei sagten Sie doch, er sei für Sie wie ein eigener Sohn gewesen."
...
Zum vollständigen Bericht Spiegel
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Re: Hamburg-Altona: Verdacht auf Schütteltrauma | Prozessbeginn 9. September

#21

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 19. Dez. 2016, 15:49

Zu Tode geschütteltes Baby: Elf Jahre Haft für Stiefvater

19.12.2016, 15:38 Uhr
Im Prozess um das zu Tode geschüttelte Baby Tayler hat das Hamburger Landgericht den Stiefvater zu elf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt.
Der 13 Monate alte Tayler sei von dem Angeklagten massiv und gewaltsam "10 bis 15 Mal geschüttelt" worden, begründete die Vorsitzende Richterin am Montag ihr Urteil. Das Urteil entspricht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hingegen hatte auf Freispruch plädiert.

Tayler war am 12. Dezember 2015 mit schwersten Hirnverletzungen und einem Schütteltrauma in die Notaufnahme des Universitätsklinikum Eppendorf eingeliefert worden. Er starb eine Woche später. Der 27-jährige Angeklagte war zuvor mit dem Kind allein gewesen. Das Kind stand zum Tatzeitpunkt unter Betreuung des Jugendamtes.
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