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Herborn: Mord an 46-jährigem Polizisten | Prozessbeginn 08. Juni 2016

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Eagle
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Herborn: Mord an 46-jährigem Polizisten | Prozessbeginn 08. Juni 2016

#1

Ungelesener Beitrag von Eagle » Do, 24. Dez. 2015, 14:45

Donnerstag, 24.12.2015, 13:35

Heute am Vormittag wurde ein 46-jähriger Polizist getötet. Der Beamte wollte mit einem Kollegen einen Zugbegleiter unterstützen, der einen 27-jährigen kontrollieren wollte. Beim betreten des Zuges griff der mutmaßliche Täter die Beamten sofort mit einem Messer an. Einer der Beamten setzte, um den Angriff abzuwehren, seine Waffe ein. Ein Polizist erlag seinen schweren Verletzungen, sein Kollege ist inzwischen ausser Lebensgefahr.
Bild nicht mehr vorhandenTödliche Messerattacke an Heiligabend: In Herborn ist ein Polizist getötet worden.
Bild nicht mehr vorhandenDer Angriff geschah in den Morgenstunden am Bahnhof in Herborn.
Die Leiche des 46-Jährigen sollte nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft noch am Donnerstagnachmittag obduziert werden, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Am Tatort waren bis zum Mittag Beamte der Spurensicherung, um den genauen Hergang der Attacke zu rekonstruieren.
Der Angreifer soll laut Informationen des Portals "mittelhessen.de" wegen Drogenmissbrauch und Körperverletzung der Polizei bekannt gewesen sein und aus dem Lahn-Dill-Kreis stammen. Die Staatsanwaltschaft und das hessische Landeskriminalamt haben die Ermittlungen aufgenommen.
focus
Weitere Informationen:
25. Dezember 2015, 14:19 Uhr
Der am Bahnhof im hessischen Herborn getötete Polizist hat sieben Stichverletzungen erlitten.
Davon sei eine im Hals-Schulter-Bereich des 46-Jährigen tödlich gewesen, sagte am Freitag der Staatsanwalt Dominik Mies von der Wetzlarer Außenstelle der Limburger Staatsanwaltschaft. Dies gehe aus dem Obduktionsbericht hervor.
web

26.12.2015
"Kaum war er aus dem Knast raus, landete er auch schon wieder drin“, zitiert die „Bild“ einen Bekannten des 27-Jährigen. „Er hatte immer ein Messer dabei, hat auch schon früher zugestochen. Ich denke fast, er wollte wieder in den Knast. Da kannte er sich aus, hatte einen gewissen Stand, trainierte wie wild im Kraftraum. Draußen hat er ja nichts auf die Reihe gebracht."
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Re: Herborn: 27-jähriger Mann ersticht Polizisten am Bahnhof

#2

Ungelesener Beitrag von Eagle » Sa, 26. Dez. 2015, 14:10

Für die Hinterbliebenen des getöteten Polizisten Christoph R. und seinem schwerverletzten Kollegen wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Der Aufruf von "Polizei-Mensch":

Bild nicht mehr vorhanden
Die Anteilnahme bei diesem schrecklichen Vorfall ist überwältigend. Für die Angehörigen dagegen ist die Situation unermesslich schwer, kaum zu ertragen.

Umso schöner, wenn die Hilfe, die die Familien sicher benötigen werden, umso schneller und unbürokratischer, selbst über die Feiertage, ins Laufen kommt. Da auch wir viele Anfragen diesbezüglich bekamen, können wir nun folgendes mitteilen:

Der Markus-Paul-Stiftung e.V. hat ein Spendenkonto für die Angehörigen der beiden Kollegen, die an Heilig Abend zu Schaden bzw. ums Leben gekommen sind, eingerichtet. Das Geld, das unter dem angegebenen Verwendungszweck auf diesem Konto eingeht, wird unverzüglich den beiden Familien übergeben
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Re: Herborn: 27-jähriger Mann ersticht Polizisten am Bahnhof

#3

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 5. Jun. 2016, 12:47

Gibt es hierzu neue Erkenntnisse?

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Re: Herborn: 27-jähriger Mann ersticht Polizisten am Bahnhof

#4

Ungelesener Beitrag von Eagle » Do, 9. Jun. 2016, 08:56

Im Landgericht Limburg begann am Mittwoch der Prozess gegen den mutmaßlichen Polizistenmörder Patrick S. (27) der an Heiligabend 2015 am Bahnhof Herborn einen 46-jährigen Polizisten erstach und einen zweiten lebensgefährlich verletzte.
Bild nicht mehr vorhandenAuf den Fingern des Angeklagten ist die Polizisten-Beleidigung "ACAB" zu lesen
Mittwoch, 08.06.2016
Der mutmaßliche Polizistenmörder von Herborn hat zum Prozessbeginn vor dem Landgericht Limburg eine Erklärung zur Tat angekündigt. Sein Anwalt sagte am Mittwoch, er werde am Folgetag ein Statement seines Mandanten verlesen (...)
Der 27-Jährige muss sich unter anderem wegen Mordes verantworten. Ein Zugbegleiter hatte laut Anklage am Morgen des 24. Dezember die Polizei alarmiert, weil sich der betrunkene Mann in einem Regionalexpress nicht kontrollieren lassen wollte. Als die Beamten den Waggon betraten, habe der Angeklagte sie plötzlich attackiert, sagte der Staatsanwalt.
Allein in den ersten Sekunden habe er seinem 46-jährigen Opfer mit einer knapp neun Zentimeter langen Klinge fünf Mal in Hals und Nacken gestochen. Der Schwerverletzte schleppte sich aus dem Zug und "setzte mit letzter Kraft seine Dienstwaffe ein", sagte der Staatsanwalt. Er traf den Angreifer an Hüfte und Oberschenkel, der daraufhin von dem älteren Polizisten abgelassen habe. Kurz darauf sei der 46-jährige Beamte noch am Bahnsteig an einem Stich ins Herz gestorben.
Als der schwer verletzte ältere Polizist dem Angreifer zurief, sein Kollege sei Vater von vier Kindern, habe ihm der 27-Jährige geantwortet: "Selber schuld, Ihr Arschlöcher."
Der Angeklagte gab sich am Mittwoch vor Gericht nach außen hin ungerührt. Im schwarzen Polo-Shirt, darüber ein Sakko, betritt er humpelnd den Saal und versucht trotz der vielen Kameras nicht, sein Gesicht zu bedecken. An einer Hand ist die Tätowierung der Buchstaben ACAB zu erkennen - diese Parole steht für den Spruch "All Cops are Bastards" (Alle Polizisten sind Bastarde).
(...)In Zusammenhang mit der Bluttat wurde bereits ein Urteil gesprochen, allerdings in anderer Sache. Ein 33-Jähriger hatte im Internet den Toten mit hämischen Kommentaren verhöhnt. Das Amtsgericht in Dillenburg im Lahn-Dill-Kreis verurteilte den Mann im März zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten und 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit.
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Re: Herborn: Prozessbeginn - Mord an 46-jährigem Polizisten | Juni 2016

#5

Ungelesener Beitrag von Eagle » Sa, 11. Jun. 2016, 09:30

Prozess in Limburg - Angeklagter will Opfer nicht als Polizisten erkannt haben

09.06.2016
Bild nicht mehr vorhandenDer Angeklagte Patrick S. (r) wird am 08.06.2016 in den Verhandlungssaal des Landgerichts in Limburg an der Lahn (Hessen) geführt. Der 27-jährige muss sich wegen Mordes an einem Polizeibeamten verantworten. Nach Überzeugug der Staatsanwaltschaft hatte er den Beamten am Heiligabend 2015 in einem Zug im hessischen Herborn mit zahlreichen Messerstichen getötet und dessen Kollegen schwer veletzt.
Der mutmaßliche Polizistenmörder von Herborn will seine Opfer vor der Bluttat an Heiligabend 2015 nicht als Polizeibeamte erkannt haben. Er habe sich unvermittelt angegriffen gefühlt und um sein Leben gekämpft, ließ der 27-Jährige am Donnerstag im Landgericht Limburg über seinen Anwalt erklären. Wegen früherer Verbindungen zur Rockerszene habe er solche Attacken befürchtet. Der Polizist habe sich nicht als solcher zu erkennen gegeben.
Der Angeklagte war laut seiner Erklärung nach einer durchzechten Nacht im Zug auf dem Weg nach Hause, er hatte auch Amphetamine genommen. Er bestritt am Donnerstag, einen besonderen Hass auf Polizisten zu hegen. (...)
Der überlebende Beamte erklärte in seiner teils sehr emotionalen Zeugenaussage, dass er und sein Kollege Uniformen mit "Polizei"-Schriftzügen und Reflektoren trugen. "Ich mache den Job seit 27 Jahren, ich hatte noch nie das Problem, dass jemand mich nicht erkannt hat." Der Angreifer habe "hämisch gegrinst" und "wie eine Maschine" agiert (... )
In seiner Erklärung entschuldigte sich der 27-Jährige: "Es tut mir leid, was geschehen ist." Es wäre jedoch nicht soweit gekommen, wenn sich der 46-Jährige als Polizist zu erkennen gegeben hätte.
Nassauische Neue Presse

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Re: Herborn: Prozessbeginn - Mord an 46-jährigem Polizisten | Juni 2016

#6

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 13. Jun. 2016, 08:05

Angeklagter will sich von Polizist bedroht gefühlt haben
Aktualisiert am 09.06.16
Reue klingt anders: Im Prozess um den Mord an einem Polizisten im Bahnhof Herborn an Heiligabend hat der Angeklagte das Verhalten des Beamten als Mitauslöser für die Tat dargestellt. Sein Anwalt verlas vor Gericht eine vorformulierte Erklärung.
Der Angeklagte sprach nicht selbst: Im Mordprozess am Limburger Landgericht um die tödliche Messerattacke auf einen Polizisten am Heiligabend in Herborn schickte der 27-Jährige am Donnerstag seinen Verteidiger vor. Der verlas am zweiten Verhandlungstag eine schriftlich vorbereitete Erklärung, wonach die Tat auf ein tragisches Missverständnis zurückgehe, an dem das Verhalten des Polizisten mit schuld gewesen sei.
Aus familiären Gründen von Weihnachtsdepression geplagt, vom Vorabend noch betrunken und unter dem Einfluss von Aufputschmitteln - in dieser Verfassung hat sich der Dillenburger nach eigenen Angaben zur Tatzeit befunden. Er will vor allem nicht erkannt haben, dass es ein uniformierter Polizist war, der ihn in dem am Bahnhof wartenden Zug kontrollieren wollte. Er habe vielmehr im Glauben zugestochen, um sein Leben zu kämpfen. Denn er habe den Beamten für ein Mitglied der Rockerszene gehalten und sich angegriffen gefühlt, so die Einlassung weiter.
Keine Tötungsabsicht?
"Wenn er mich angesprochen und sich als Polizist zu erkennen gegeben hätte, wäre das nicht passiert“, hieß es in der Erklärung des mehrfach vorbestraften Angeklagten. So aber habe er denken müssen, dass ihn "jemand fertig machen wollte"(...).
Hessenschau

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Re: Herborn: Mord an 46-jährigem Polizisten | Prozessbeginn 08. Juni 2016

#7

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 12. Dez. 2016, 15:26

Polizistenmörder bekommt Lebenslänglich

12.12.2016, 15:05 Uhr
Das Landgericht Limburg hat einen 28-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte zwei Polizisten mit einem Messer attackiert und einen der beiden Beamten getötet.
Die Tat geschah an Heiligabend 2015. Der junge Mann hatte dabei einen weiteren Polizisten schwer verletzt. Das Landgericht Limburg verurteilte den Mann am Montag unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes. Das Gericht erkannte zudem auf die besondere Schwere der Schuld, was eine Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren ausschließt. Der Vorsitzende Richter nannte den Angriff auf die beiden Beamten im hessischen Herborn "brutal und erbarmungslos".

Der Täter war als Schwarzfahrer aufgefallen

Der 28-Jährige war am Morgen des 24. Dezember in einem Regionalzug als Schwarzfahrer aufgefallen und deshalb wurde die Polizei hinzugerufen. Die damals 46 und 47 Jahre alten Beamten stiegen in Herborn in den Zug. Nach Überzeugung des Gerichts griff der Angeklagte den 46-Jährigen mit einem Messer unvermittelt an – der Polizist starb noch am Tatort. Der zweite Beamte überlebte schwer verletzt.

Verteidigung plädierte auf Notwehr


Das Gericht verhandelte den Fall seit Juni. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, da der Angeklagte in einer Notwehrsituation gehandelt habe. Der 28-Jährige will die Beamten nicht erkannt haben.
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