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22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

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Re: Berlin.Tote Frau in Waldstück gefunden | Prozess | Urteil

#61

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 16. Mär. 2015, 00:58

...

"Wer die Familie verliert, ist ohne Halt, er ist isoliert"

Zu Eren T.s Welt gehört auch die Ferdinand-Freiligrath-Schule in der Kreuzberger Bergmannstraße. Ein imposanter Altbau, hinter den Mauern haben in manchen Klassen praktisch alle Schüler einen Migrationshintergrund. 77 Prozent sprechen hier eine "nichtdeutsche Herkunftssprache". 20 Prozent der Schüler gingen voriges Jahr ohne Abschluss ab – an anderen vergleichbaren Schulen in Berlin sind es nicht einmal zehn Prozent.

Hamid* ist 19 und lange mit Eren in derselben Klasse gewesen. Er ist ein gut aussehender Mann mit flaumigem Vollbart und sorgfältig hochgekämmten Haaren, gut angezogen. Seine Familie stammt aus dem Libanon. In einem libanesischen Imbiss in der Nähe der Schule ist er bereit, von Eren zu erzählen. "Der dünne Eren mit der Zahnspange …" Ein höflicher, unauffälliger Schüler. Einer, der sich, wie Hamid auch, für Religion interessierte und, das war klar, aus einer konservativen Familie kam. Eren habe sich aus den Schlägereien herausgehalten, die es an der Schule öfters gegeben habe. Hamid erzählt grinsend, er selbst habe sich nichts gefallen lassen, auch nicht von Lehrern. Doch diese Wut und Gewalt aus der Vergangenheit könne er heute nicht mehr verstehen. Heute mache er eine Ausbildung, er sei glücklich mit seinem Leben.

In der Klasse war auch Daniel M. Der Mann, der Eren bei der Bluttat geholfen hat. Er ist heute 19 Jahre alt und selbst Vater eines kleinen Kinds. Über ihn kann oder mag Hamid nicht viel sagen. Der Polizei ist Daniel M. schon öfters aufgefallen, weil er klaute und gewalttätig war – Eren T. hingegen noch nie. Der Staatsanwalt, der jetzt wegen gemeinschaftlichen Mords und Schwangerschaftsabbruchs ermittelt, glaubt, dass Daniel M. für Eren T. nur ein folgsamer Helfer gewesen ist: "Der machte einfach, was Eren will."

Maria P.s Tod hat Hamid und seine Familie erschüttert. "Ich musste meiner Mutter versprechen, dass ich zu ihr komme, wenn ich mal Probleme habe", sagt Hamid. Über Frauen redet er, als habe er einige Erfahrung. Er spricht perfekt Deutsch, aber von der Welt der Deutschen ist er innerlich weit entfernt.

Das Wort "Schlampe" fällt

Was hätte er in der Situation getan, in der Eren war – mit einer schwangeren deutschen Freundin? "Da hast du die Wahl, abkratzen lassen oder bei ihr stehen." Abkratzen lassen? Hamid verbessert sich, er habe gemeint: im Stich lassen oder bei ihr bleiben. Ein uneheliches Kind sei eine "Sünde".

Spielt es für ihn eine Rolle, ob ein Mädchen Deutsche ist oder aus einer libanesischen oder türkischen Familie stammt? Hamid streicht sich über den Bart, er muss nicht lange nachdenken. Sein Vater hat zu ihm gesagt: "Ist besser, wenn du eine aus deiner Kultur heiratest." Das Wort "Schlampen" fällt. "Also ich will doch keine Frau, von der ich nicht denken kann, die wird die Mutter von meinen Kindern." Er überlegt noch mal. "Ein Kind aus einem One-Night-Stand, das ginge nicht." Einen One-Night-Stand kann man nur mit deutschen Frauen haben.

Wie die Mehrheit der Deutschen denkt und lebt – zu Hamid ist das offenbar noch nicht vorgedrungen.

Warum – das kann man Gilles Duhem fragen, einen Politologen und Volkswirt, der seit über zehn Jahren Sozialarbeiter in Neukölln ist; er gehört zu den erfahrensten Berliner Integrationsexperten. Duhem ist Franzose und war einmal Quartiersmanager im Auftrag der Stadt. Heute leitet er den Verein Morus 14, der Schülern beim Lernen hilft. Der sitzt im Rollbergviertel, genau 850 Meter von der Wohnung der Familie T. entfernt. Hier hören die Altbauten auf. Straßenzug um Straßenzug Gebäude aus den siebziger und achtziger Jahren.

Die Familien, die Duhem beobachtet, kommen vor allem aus der Türkei und dem Libanon, auch kurdische Aleviten sind darunter. "Die Familien hier leben heute viel abgeschotteter als noch vor einigen Jahren", sagt er. Früher habe es für schlecht qualifizierte Männer wenigstens noch Industriejobs gegeben, und zu Hause lief Derrick statt Satellitenfernsehen, so hätten vor allem Frauen Deutsch gelernt. Heute träfen viele der Migranten aus dem Viertel nur noch in Schulen und auf der Straße auf Leute, die nicht zu ihrem engsten Kulturkreis gehören.

"Man muss diese Familien als Clans begreifen. Jeder beobachtet jeden, die soziale Kontrolle ist stark. Wie früher im Dorf. Die Familie ist alles, und die Außenwelt zählt sehr wenig. Wer die Familie verliert, ist ohne Halt, er ist isoliert. Sich zu emanzipieren geht praktisch nur durch einen totalen Bruch mit der Familie." Oft merkten die Familien gar nicht, welchen Druck sie durch ihre Wertvorstellungen auf ihre Kinder ausübten. Wenn die Kinder dann in Gewalt den einzigen Ausweg sähen, seien die Familien schockiert. Duhem sagt, er nehme der Familie T. ihre entsetzte Reaktion ab. Er und sein Verein haben dieser abgeschotteten Welt nur entgegenzusetzen, dass sie Schüler beim Lernen helfen. Duhem nennt das: "eine Tür nach Deutschland öffnen". Er klingt nicht resigniert.
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Zuletzt geändert von sweetdevil31 am Di, 15. Nov. 2016, 17:49, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt, Thema verschoben



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Re: Berlin.Tote Frau in Waldstück gefunden

#62

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 16. Mär. 2015, 00:59

...

Viele Aleviten heirateten Deutsche

Das Haus der Berliner alevitischen Gemeinde an der Kreuzberger Waldemarstraße ist ein schmuckloser Bau, die Fenster sind abends hell erleuchtet, manchmal sieht man drinnen Leute tanzen. Hinein darf man nicht. Die Gemeinde möchte nicht mit dem Mord in Verbindung gebracht werden. "Keiner aus der Familie T. ist Mitglied bei uns", heißt es am Telefon. Aus der Familie selbst ist zu hören, sie sei "nur einmal im Jahr" im Gemeindehaus.

In Berlin gibt es an die 70.000 Aleviten. Angehörige ihrer Religion werden in der Türkei seit Langem unterdrückt, in Deutschland können sie mit ihrem Glauben unbehelligt leben. Sie gelten als moderne und liberale Muslime, obwohl sich viele Aleviten gar nicht als Muslime verstehen. Sie richten sich nicht nach den Regeln des Korans, sie dürfen Alkohol trinken, und in den Cemevis, den Gemeindehäusern, beten Frauen und Männer gemeinsam. Der größte Wert ist: die Gemeinschaft. Jeder Gottesdienst beginnt mit der Frage, ob alle im Reinen miteinander sind. Wer etwas über jemanden weiß, der gegen die Regeln verstoßen hat, der etwa seine Frau betrügt oder gestohlen hat, der soll es sagen.

Ein "Pir", ein geistlicher Führer der Aleviten, ist zu einem Treffen in einem Café bereit. Ali Baba ist ein Mann Mitte 50 und Kurde. Sein Deutsch ist schlecht. Oft wird er als Schlichter zu Familienstreitigkeiten gerufen, die sich praktisch immer um Liebesdinge drehen. "Die Großfamilien wollen normalerweise unter sich bleiben. Man heiratet innerhalb der Sippe." Die Familien seien allerdings "viel offener" geworden, viele Aleviten heirateten Deutsche. Die Familie T. kenne er nicht.

Aus der Gemeinde ausgeschlossen

Mit welcher Reaktion muss jemand rechnen, der Vater eines unehelichen Kindes wird? Ali Babas Gesicht verfinstert sich. "Wir achten darauf, dass der Vater die Verantwortung übernimmt. Tut er das nicht, wird er aus der Gemeinde ausgeschlossen."

Einige Tage nach dem Mord geht bei der Familie T. jemand ans Telefon. Der Hörer wird wortlos an einen Mann weitergereicht. Der sagt in gebrochenem Deutsch, er sei ein Onkel von Eren, er heiße Muhapbet. Über den Neffen will er nichts sagen, außer: "Der Junge hat das niemals getan. Er ist ein so guter Junge." Es sieht so aus, als wolle die Familie überhaupt nicht wahrhaben, was geschehen ist. "Unsere Familie lebt seit 40 Jahren in Deutschland und wir sind bestens integriert. Ich selber bin mit einer deutschen Frau verheiratet, und wir führen eine sehr glückliche Ehe."

Nach Informationen der Berliner Staatsanwaltschaft ist das Bild der gut integrierten Familie nicht ganz stimmig. Gegen Muhapbet T. liegt seit Oktober 2014 eine Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung vor. Erens Vater Huseyin musste sich 2009 wegen Nötigung verantworten.

Für den Prozess, der mehr über Eren T. und seine Familie ans Licht bringen wird, gibt es noch keinen Termin.
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Re: Berlin.Tote Frau in Waldstück gefunden

#63

Ungelesener Beitrag von Finlule » Fr, 3. Apr. 2015, 19:37

Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen aber eshaben sich wohl Zeugen gemeldet.
Hier ein Artikel vom gestrigen Tag

http://www.morgenpost.de/berlin/polizei ... gerer.html

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Re: Berlin.Tote Frau in Waldstück gefunden

#64

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 16. Mai. 2015, 08:23

http://www.morgenpost.de/berlin/article ... ertig.html

Schwangere angezündet - Staatsanwalt stellt Anklage fertig

Niedergestochen und bei lebendigem Leib angezündet: Maria P. wurde bestialisch in einem Waldstück in Adlershof getötet. Spätestens im Sommer soll der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter beginnen.

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Re: Berlin.Tote Frau in Waldstück gefunden

#65

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 3. Aug. 2015, 18:58

http://www.bild.de/regional/berlin/berl ... .bild.html

Schwangere Maria (19) lebendig verbrannt
Mordprozess gegen ihren Ex und seinen Kumpel


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Eren T. (20, l.) und sein Komplize Daniel M. (20) werden wegen gemeinschaftlichen Mordes an Maria P. (19) angeklagt

Maria (19) war schwanger und freute sich auf ihre Tochter, die in wenigen Wochen geboren werden sollte. Doch die junge Frau wurde ermordet. Ihr Ex-Freund Eren T. (20) und sein Komplize Daniel M. (20) lockten sie in ein Waldstück und rammten ihr ein Brotmesser in den Babybauch. Dann zündeten sie die junge Frau bei lebendigem Leib an, so die Anklage.

Berlin – Sechs Monate nach dem unfassbar grausamen Verbrechen steht nun fest: Der Prozess beginnt am 8. Oktober 2015 um 9.15 Uhr vor der 13. Großen Jugendstrafkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Richterin Regina Alex.

Der Vorwurf: Gemeinschaftlicher Mord aus niederen Beweggründen, heimtückisch und grausam in Tateinheit mit Schwangerschaftsabbruch mit Todesfolge.

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Der Angeklagte Eren T. (20). Er ist der Vater des ungeborenen Kindes

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Der Angeklagte Daniel M. (19) streitet eine Beteiligung an der Bluttat ab

Der Fall


► Das schreckliche Verbrechen geschah am 22. Januar. Eren T. erzählte seiner Ex-Freundin, er wolle Babysachen mit ihr kaufen. Doch es kam ganz anders. Mit einem geliehenen Transporter holten er und Daniel M. Maria von ihrem Zuhause in Hohenschönhausen ab.

Dann fuhren sie in ein kleines Waldstück, schlugen auf Maria ein und ermordeten sie. Am nächsten Morgen entdeckte ein Spaziergänger die Leiche.

Unfassbar: Kurz danach meldete sich Eren T. bei der Polizei, um seine Freundin vermisst zu melden. Da wusste er schon, dass Maria nicht mehr lebt.

Wie konnte es so weit kommen?

► Eren T., Türke, der Ex der toten Maria, ist der Vater ihres ungeborenen Kindes. Er lebt noch bei den Eltern in Neukölln, hat nach dem erweiterten Hauptschulabschluss eine weitere Ausbildung abgebrochen, jobbte gelegentlich und träumte davon, einmal Polizist zu werden. Vorstrafen hat er keine.

► Daniel M., sein Freund, ohne Schulabschluss, war zuletzt arbeitslos. Er hat bereits fünf Einträge im Register. Doch nur in einem Verfahren im Juni 2013 gab es eine Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und Sachbeschädigung. Er musste an einem Antigewalttraining teilnehmen und 30 Arbeitsstunden leisten.

Seit Oktober 2013 waren Maria und Eren T. ein Paar. Im Sommer 2014 wurde sie schwanger. Sei freute sich auf das Mädchen, das im März 2015 zur Welt kommen sollte. Eren T. aber soll gegen das Kind gewesen sein, wie auch seine Familie. Er soll mehrfach versucht haben, Maria zu einer Abtreibung zu überreden. Vergeblich. Die beiden trennten sich.

Danach soll Eren T. immer wieder mal mit Freunden darüber gesprochen haben, wie man die Schwangerschaft gewaltsam beenden könnte, bis hin zur Tötung Marias. Als er sich einige Tage vor dem Tattag nach längerem Schweigen wieder bei Maria meldete, hatte er laut Anklage den Mordplan gefasst.

Verdächtige beschuldigen sich gegenseitig


Bei der Polizei soll Eren T. gesagt haben, dass Daniel M. die Idee gehabt habe, Maria zu töten. Daniel M. sei mit ihr losgefahren, als Eren zum Pinkeln ausgestiegen war. Eine Beteiligung bestritt er.

Auch Daniel M. soll eine Beteiligung bestreiten und wiederum Eren T. als Täter benannt haben.

Immer wieder sollen beide in den Vernehmungen neue Varianten des Tatgeschehens geschildert haben. Die aber eines gemein haben: Immer war der Mörder der andere.

Im Falle einer Verurteilung droht beiden Angeklagten die Höchststrafe von 15 Jahren Haft. Vorläufig sind elf Prozesstage angesetzt, 70 Zeugen und drei Sachverständige geladen.
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#66

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 5. Okt. 2015, 16:04

05.10.2015 - 08:15 Uhr

Berlin-Moabit: Flüchtlingsjunge Mohammed (4) spurlos verschwunden

Zwei junge Männer ohne Ausbildung stehen vor Gericht. Sie werden einer besonders grausamen Tat beschuldigt. Bei lebendigem Leibe sollen sie eine Schwangere (19) verbrannt haben.

Bild nicht mehr vorhandenEine 19-jährige hochschwangere Frau ist im Januar 2015 in Berlin bei lebendigem Leib verbrannt worden
An einem kalten Januarmorgen finden Spaziergänger eine verkohlte Leiche im Südosten Berlins. Das Opfer wurde 19 Jahre alt. Die junge Frau war im achten Monat schwanger, als sie in einem Waldstück mit Benzin übergossen und angezündet wurde.

Nun beginnt der Prozess gegen zwei 20-Jährige am Landgericht in der Hauptstadt. Einer ist der Vater des toten Kindes. Ihm und seinem Kumpel wird gemeinschaftlicher, grausamer Mord aus niederen Beweggründen und Heimtücke zur Last gelegt. Die Ermittler glauben, das Verbrechen sollte die Geburt des Kindes verhindern.

Was am Abend des 22. Januar dieses Jahres in dem kleinen Wald im Stadtteil Adlershof geschah, lässt den Atem stocken. Selbst erfahrene Ermittler waren erschüttert und sprachen von einer kaum vorstellbaren Tat. Viele Berliner zeigten ihre Anteilnahme und brachten Kerzen, Blumen und Plüschtiere zum Tatort.

Die jungen Männer sollen die Schwangere in den einsamen, dunklen Wald gelockt haben. Dort habe zunächst einer der beiden mit einem Teleskopschlagstock auf sie eingeprügelt. Dann hielten sie die Berufsschülerin laut Anklage fest und versetzten ihr Messerstiche in den Bauch.

Während einer das Opfer weiterhin festhielt, habe der andere Benzin aus einem Kanister auf die Schwangere geschüttet und sie bei vollem Bewusstsein mit einem Feuerzeug in Brand gesetzt. Die Frau habe laut Obduktion noch geatmet, als sie angezündet wurde, sagt Gerichtssprecher Tobias Kaehne.

Verdächtiger beschuldigen sich gegenseitig

Verhandelt wird vor einer Jugendstrafkammer. Werden die Angeklagten als Heranwachsende nach dem Jugendstrafrecht verurteilt, drohen maximal 15 Jahre Haft bei besonderer Schwere der Schuld. Beide sitzen in Untersuchungshaft und bezichtigen sich laut Gericht gegenseitig der Tat. Keiner der beiden hat einen Beruf erlernt. Einer schaffte keinen Schulabschluss.

Die 19-Jährige hatte den Ermittlungen zufolge einem Treffen mit ihrem Ex-Freund nach etwa dreimonatiger Trennung zugestimmt. Als dieser und sein Kumpel sie mit einem Auto abholen, hoffte sie auf Versöhnung. Sie soll sich ein Leben mit dem Vater ihres Kindes gewünscht haben.

Es habe Hinweise gegeben, dass das Baby in der türkischen Familie des Kindsvaters unerwünscht gewesen sei, hieß es in Ermittlerkreisen nach der Tat. Auslöser des grausamen Mordes sei vermutlich ein Schreiben des Jugendamtes gewesen, hieß es. Darin sei der damals 19-Jährige aufgefordert worden, die Vaterschaft anzuerkennen. Das habe er aber auf keinen Fall akzeptieren wollen.

Augsburger Allgemeine
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#67

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 8. Okt. 2015, 08:24

Anklage: Ex-Freund und Kumpel zündeten die Schwangere an
Bekommen Marias Killer jetzt eine gerechte Strafe?


Berlin – 513Kls19/15. Diese Ziffern- und Buchstabenfolge beschreibt das abscheulichste Verbrechen des Jahres: Maria (19), schwanger im achten Monat, wird am 22. Januar in Berlin mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt. Am heutigen Donnerstag ist der Prozessauftakt.

Ein Mord aus niedrigstem Motiv: Marias Baby sollte nicht das Licht der Welt erblicken. Das kleine Mädchen starb qualvoll mit der Mutter in den Flammen, Maria war noch mehrere Minuten lang bei vollem Bewusstsein.

Sie sollen das Verbrechen begangen haben:

► MARIAS GELIEBTER! Eren T. (20), Milchreisbubi aus Neukölln, Erzeuger des Babys. Türkischer Pass. Raucht nicht. Trinkt nicht. Keine Drogen. Polizeilich nie aufgefallen. Vier Schwestern, kein Kopftuch. Seit drei Generationen lebt die Familie (kurdische Aleviten) in Berlin.

► SEIN DICKSTER KUMPEL AUS SCHULZEITEN! Daniel M. (20), Kraftprotz aus Neukölln. Raucht. Trinkt. Rocker-Bewunderer. Straftaten auf dem Kerbholz wie Waffenbesitz, gefährliche Körperverletzung.

Die Anklage

Am 22. Januar 2015 zwischen 21 und 22.30 Uhr sollen alle beide Maria in die Köllnische Heide gelockt haben. Bewaffnet mit Teleskopschlagstock, Brotmesser und einem Kanister mit über vier Litern Benzin. Es heißt, einer habe zugeschlagen, der andere ihr das Messer in den Babybauch gerammt. Benzin auf die werdende Mutter, angezündet mit Feuerzeug.

► FAKT IST: Gegen drei Uhr taucht Eren T. mit seinen Eltern auf der Polizeiwache in der Rollbergstraße auf und gibt eine Vermisstenanzeige auf. Er beschuldigt Kumpel Daniel, dieser sei mit Maria weggefahren, könne ihr etwas angetan haben.

Neun Stunden später steht Daniel M. mit seinen Eltern auf derselben Polizeiwache. Behauptet, er habe gesehen, wie Eren im Wald auf Maria einstach, sie mit Benzin übergoss und anzündete. Vor lauter Angst sei er „weggelaufen“.

Beschuldigen sie sich weiter gegenseitig? Donnerstag, 9.15 Uhr, beginnt der Prozess in Saal B 129 des Moabiter Kriminalgerichtes. Da sie zur Tatzeit noch Heranwachsende waren (19 Jahre alt), drohen ihnen maximal 15 Jahre Haft. Aber das auch nur, wenn in dem Indizienprozess vom Gericht auch die „besondere Schwere“ ihrer Schuld festgestellt wird.

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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#68

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 8. Okt. 2015, 10:26

Ermordete Schwangere: Angeklagte verweigern Aussage

08.10.2015, 10:18 Uhr
Im Mordprozess um eine verbrannte Schwangere haben die beiden Angeklagten am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht die Aussage verweigert. Der 20 Jahre alte Vater des toten Kindes und sein gleichaltriger Kumpel sind wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Gegen Mittag sollten erste Zeugen gehört werden.

Die angeklagten Männer sollen die 19-Jährige im Januar in einen Wald im Südosten der Stadt gelockt, geschlagen und ihr mit einem Messer in den Bauch gestochen haben. Danach übergossen sie die werdende Mutter laut Anklage mit Benzin und verbrannten sie und das ungeborene Kind.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die 19-Jährige bei vollem Bewusstsein verbrannte und dass mit dem Verbrechen die Geburt des Kindes verhindert werden sollte. Die Frau war im achten Monat schwanger.

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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#69

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 8. Okt. 2015, 13:24

Sie hatte sich so aufs Kind gefreut | Schwangere Maria (19) lebendig verbrannt!
Seit heute stehen ihre mutmaßlichen Killer vor Gericht – und sagen kein Wort

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Die Vorstellung ist unerträglich: Maria (19) freut sich auf ihr Kind und hofft auf Versöhnung mit ihrem Ex-Freund. Arglos steigt die Schwangere ins Auto. Später wird ihre verkohlte Leiche entdeckt. Jetzt stehen die mutmaßlichen Killer vor Gericht – und sagen kein Wort ...

Berlin – Saal B 129 im Kriminalgericht Berlin-Moabit: Rund acht Monate nach dem qualvollen Feuertod der hochschwangeren Maria in Berlin hat am Donnerstag am Landgericht der Mordprozess gegen ihren Ex-Freund Eren T. (20) und dessen Kumpel Daniel M. (20) begonnen. Die beiden Angeklagten haben die Aussage verweigert.

Nach Verlesung der Anklageschrift am Donnerstagmorgen fragte die Richterin: „Wollen Sie aussagen, Herr T.?“. Verteidiger Olaf Franke ins Mikrofon: „Nein.“ Die Richterin: „Das möchte ich von Ihrem Mandanten hören.“ Verteidiger ins Mikrofon: „Ja.“

Eren T. zieht sich das Mikrofon heran: „Nein.“ Auch Daniel M. macht von seinem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch.

Die Anklage legt den beiden Männern zur Last, die 19-Jährige am Abend des 22. Januar in einen Wald gelockt und dort mit Benzin übergossen und angezündet zu haben. Zuvor sollen der Vater des ungeborenen Kindes und sein Kumpel die Frau geschlagen und ihr mit einem Messer in den Bauch gestochen haben.

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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#70

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 10. Okt. 2015, 10:21

Erster Zeuge über den Tag, an dem Maria starb
Berlin – Der abscheuliche Mord an der jungen Mutter Maria P. (19) aus Berlin wird seit Donnerstag vor dem Berliner Landgericht verhandelt. Die mutmaßlichen Killer Eren T. (20) und Daniel M. (20) schwiegen zum Prozessauftakt zu den Vorwürfen. Am Mittag sagte der erste Zeuge aus – Zvuoko P. erinnert sich an den Tag, an dem Maria starb.
Der 53-Jährige lieh dem Angeklagten Daniel M. am Tattag seinen Transporter. Weil der Hauptschüler aber keinen Führerschein hat, verlangte der Besitzer des Autos, Ausweis und Führerschein des Fahrers zu kontrollieren. „Ich erkenne ihn wieder“, sagt der Berliner – und zeigt auf Eren T., der nervös mit den Beinen auf und ab wippend auf der Anklagebank sitzt.
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#71

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 13. Okt. 2015, 18:54

Prozess um verbrannte Maria (19): Zeugen zitieren Angeklagten
„Ich nahm sein Feuerzeug, aber er hatte ein zweites“

Ein wichtiger Zeuge sagte über die Mordnacht aus. Sascha G. (23) wohnt gegenüber des Tatorts in der Neuköllnischen Heide. Neben ihren Mördern ist Sascha G. der Letzte, der Maria lebend sah.
Die Aussage des Zeugen

„Nachts stand ein weißer Transporter vorm Haus unter einer Laterne“, erinnerte sich der Zeuge. „Drei Personen. Ein südländischer Typ. Eine junge Frau mit einem traurigen Blick. Und Daniel. Der wohnte mal bei uns im Haus, kennt die Gegend und hält sich für den Größten.“

Er sei dann schlafen gegangen, sagte der Zeuge. Aufgeschreckt sei er, als Daniel M. nachts plötzlich vor seinem Bett stand. Wie das möglich ist? „Ich schließe die Wohnungstür nie ab, das weiß er.“ Er habe Licht angeknipst, M. knipste es sofort wieder aus.
„Ich habe Scheiße gebaut“, habe Daniel M. gestammelt und dabei „beißend nach Benzin gestunken“. Seine Hose sei nass, die Hände „dreckig“ gewesen.

Im Schummerlicht der Handys habe ihm Daniel die letzten Minuten in Marias Leben geschildert. Dass Eren T. behauptet habe, sein Cousin stehe mit dem Roller im Wald und brauche Benzin: „So erklärte er den Kanister.“ Dass sie Maria „eigentlich nur Angst machen“ wollten. Doch „dann ist es eskaliert“.
Plötzlich sei es um Abtreibung gegangen, ein Messer wurde gezogen, die Frau niedergestochen. Eren T. habe sie mit Benzin übergossen. „Ich wollte ihn abhalten, nahm ihm sein Feuerzeug mit dem NSA-Logo ab, aber der hatte ein zweites Feuerzeug dabei.“ Er selbst sei weggerannt, behauptete M. vor seinem Kumpel.

Daniel M. habe neue Kleidung verlangt und gefragt: „Hast du was, um den Geruch loszuwerden?“ Er habe sich Deo auf die Hose gesprüht: „Der war fertig mit der Welt“, sagte der Zeuge.

Die bei ihm zurückgelassene Jacke („Support 66“) und einen Schal mit Pentagram-Motiven übergab Sascha G. der Polizei, als er merkte, dass die Frau tatsächlich bei lebendigem Leib im Wald verbrannt worden war. „Oder sagt man hingerichtet?“

Am Mittwoch wird der G. seine Zeugenaussage fortsetzen. Am 27. November soll das Urteil gesprochen werden. Weil beide Angeklagten zur Tatzeit Heranwachsende waren, drohen ihnen maximal 15 Jahre Haft, wenn das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellt.
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#72

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 13. Okt. 2015, 21:42

Zu daniel M.: Gute Schutzbehauptung (ggfls sogar mit Kumpel abgekaspert) oder Wahrheit? Schwierig, ich maß mir da kein Urteil an, müsste alle Fakten kennen...
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Re: Berlin.Tote Frau in Waldstück gefunden

#73

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 13. Okt. 2015, 22:05

sweetdevil31 hat geschrieben:http://www.bild.de/regional/berlin/berl ... .bild.html


Maria (19) war schwanger und freute sich auf ihre Tochter, die in wenigen Wochen geboren werden sollte. Doch die junge Frau wurde ermordet. Ihr Ex-Freund Eren T. (20) und sein Komplize Daniel M. (20) lockten sie in ein Waldstück und rammten ihr ein Brotmesser in den Babybauch. Dann zündeten sie die junge Frau bei lebendigem Leib an, so die Anklage.

Berlin – Sechs Monate nach dem unfassbar grausamen Verbrechen steht nun fest: Der Prozess beginnt am 8. Oktober 2015 um 9.15
Verdächtige beschuldigen sich gegenseitig

Bei der Polizei soll Eren T. gesagt haben, dass Daniel M. die Idee gehabt habe, Maria zu töten. Daniel M. sei mit ihr losgefahren, als Eren zum Pinkeln ausgestiegen war. Eine Beteiligung bestritt er.

Auch Daniel M. soll eine Beteiligung bestreiten und wiederum Eren T. als Täter benannt haben.

Immer wieder sollen beide in den Vernehmungen neue Varianten des Tatgeschehens geschildert haben. Die aber eines gemein haben: Immer war der Mörder der andere.

Im Falle einer Verurteilung droht beiden Angeklagten die Höchststrafe von 15 Jahren Haft. Vorläufig sind elf Prozesstage angesetzt, 70 Zeugen und drei Sachverständige geladen.
Ich bin schon gespannt, wie das Gericht den Fall auflösen wird. Gibt es objektive tatsachen, die die Tatbeteiligung des Einen wie des Anderen bestätigen? Wenn "Nein", wie will das Gericht auf diese sehr geschickte Art der Verteidigung reagieren?
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#74

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 14. Okt. 2015, 19:02

Zeugin Cindy S. (22) zitiert ihren Freund und Angeklagten Daniel M. (20)
"Maria ist in Flammen aufgegangen“

Dritter Tag im Mordprozess. Angeklagt: Eren T. (20), Erzeuger des Babys. Und Daniel M. (20), Vater von zwei Kindern. Die Männer schweigen. „Maria ist in Flammen aufgegangen“, zitiert die Zeugin Cindy S. (22) ihren angeklagten Freund Daniel M.

► Sie ist die Mutter seiner beiden Söhne und war zur Tatzeit mit dem Jüngsten schwanger – wie Maria. Dass sie gegen ihn aussagt, überrascht die Prozessbeteiligten. Oft wird noch schnell eine Verlobung erfunden, um vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen zu können. Aber die zierliche Frau mit den langen, rot gefärbten Haaren sitzt am Zeugentisch und gibt zu Beginn an: „Eren kenne ich aus der Oberschule. Mit Daniel habe ich seit fünf Jahren eine Beziehung.“
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► Am 22. Januar habe sie nach 22 Uhr einen Anruf bekommen. Ob sie wisse, wo Daniel bleibe. Er hatte sich nachmittags mit Eren einen Transporter geliehen, ihn aber noch nicht zurückgebracht. Doch Cindy S. erreichte ihren Freund nicht.

„Erst sehr viel später rief er zurück. Ich sollte nach Adlershof kommen. Ich fuhr mit der S-Bahn hin. Er stand mit einem anderen Kumpel vor dem Transporter und sagte: ‚Steig ein, mir ist schlecht‘. Im Auto klammerte er sich an meine Beine. Er sagte: Ich habe Probleme, muss für länger ins Gefängnis. Erzählte was von einer Schlägerei.“

Eren habe sich in Johannistal versteckt und „ganz schön was abbekommen“. Dann holte das Paar den Kumpel laut Aussage ab.

Cindy S. erinnert sich: „Eren gab mir die Hand, sah mir dabei aber nicht in die Augen. Im Auto roch es stark nach Deo und nach altem Rauch.“
► In der Nacht habe sich Daniel an sie geklammert. „Ich bekam kaum Luft“, erinnert sich die 22-Jährige. „Am nächsten Morgen war er dauernd auf Toilette, übergab sich. Im Wohnzimmer sagte er plötzlich: Ich war an einem Mord beteiligt, Maria ist in Flammen aufgegangen.“

Er habe nicht schlafen können, denn wenn er die Augen zumachte, hätte er immer dieses Bild vor sich. Cindy S. habe ihn davon überzeugt, zur Polizei zu gehen. Die Eltern des jungen Mannes kamen mit.

Richterin Regina Alex: „Kannten Sie Maria?“
Cindy S.: „Nie gesehen.“
Richterin: „Was erzählte Daniel Ihnen, wer Maria mit Benzin übergoss?“
Cindy S.: „Das war Eren. Daniel bekam auch was ab vom Benzin, am Bein, als er Maria helfen wollte. Daniel wollte sie retten! Stürzte aber.“ Vorher sei Maria von Eren mit einem Schlagstock verprügelt worden. In ihren Bauch gestochen habe Eren auch.
Staatsanwalt: „Gab es Streit, als sich Daniel und Eren nach der Tat wieder trafen?“
Cindy S.: „Nein.“
Staatsanwalt: „Diskussionen?“
Cindy S.: „Nein, sie kamen ohne etwas zu sagen zum Auto.“
Staatsanwalt: „Machte Daniel Eren Vorwürfe, was hast du mit Maria gemacht oder so?“
Cindy S.: „Nein.“
Gutachterin: „Wie war der Tonfall?“
Cindy S.: „Normal.“
Richterin: „Stichwort Verrat, fällt Ihnen dazu etwas ein?“
Cindy S.: „Ja. Auf dem Weg zur Polizei sagte Daniel, er habe große Angst. Denn Eren habe zu ihm gesagt: Du verrätst mich nicht und ich verrate dich nicht.“
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#75

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 2. Nov. 2015, 14:32

Prozess um Mord an Schwangerer

02.11.2015, 11:48 Uhr
Einer der mutmaßlichen Mörder einer hochschwangeren 19-Jährigen hat gegenüber seinem besten Freund eine Beteiligung an dem Verbrechen zugegeben. Am Morgen nach der Tat habe der 20-Jährige erklärt, er habe eine Frau angezündet, sagte der Freund am Montag als Zeuge vor dem Berliner Landgericht. Ob von einem Mittäter die Rede war, wisse er nicht mehr, sagte der 25-Jährige. Auf der Anklagebank sitzen der Vater des ungeborenen Kindes und sein Kumpel. Den beiden 20-Jährigen wird gemeinschaftlicher Mord zur Last gelegt. Sie sollen die junge Frau im Januar 2015 in einen Wald im Stadtteil Adlershof gelockt, niedergestochen, mit Benzin übergossen und angezündet haben.
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#76

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 2. Nov. 2015, 18:23

Mutter der verbrannten Maria (19) sagt als Zeugin aus | „Ich kenne ihn nur als netten jungen Mann“
Berlin – Es ist das abscheulichste Verbrechen des Jahres: Maria P. (19), schwanger im achten Monat, wurde am 22. Januar in Adlershof mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt. Mutter und Kind kamen qualvoll ums Leben.

► Auf der Anklagebank: Eren T. (20), Erzeuger des Babys, Schönling aus Neukölln mit türkischem Pass. Und sein Kumpel Daniel M. (20), ein Kraftprotz aus Neukölln, der nie viel auf die Reihe kriegt, aber dafür schon zwei Kinder hat. Die jungen Männer schweigen bisher.

Am Montag sagten mehrere wichtige Zeugen aus: Pascal G., der beste Freund des Kindsvaters und mutmaßlichen Mörders. Auch die Mutter der getöteten Maria sowie ihre Schwägerin wurden in den Zeugenstand gerufen.
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Die Mutter: „Ich kenne ihn nur als netten jungen Mann“

Marias Mutter Petra C. (54) arbeitet in der Gastronomie. Vor neun Monaten verlor sie nicht nur die einzige Tochter, sondern auch die Enkelin, auf die sie sich so freut. Seit beide qualvoll in den Flammen starben, ist Petra C. krankgeschrieben.

„Ich kenne ihn nur als netten jungen Mann“, sagt sie über als Mörder Tochter angeklagten Eren T. (20). „Ich kann nicht fassen, was er gemacht hat.“

Petra C. ist selbst mit einem Türken verheiratet, nachdem sie sich von Marias Vater getrennt hatte. Als Maria den jungen Türken Eren T. aus Neukölln in Hohenschönhausen als erste große Liebe vorstellte, soll ihr Opa laut Petra C. gesagt haben: „Ich will keinen Ausländer mehr in der Familie, sind schon zu viele drin.“
Doch Maria sei „verliebt ohne Ende“ gewesen. Einmal habe sie scherzhaft zu Eren T. gesagt: „Wer mit Maria ins Bett geht, muss sie auch heiraten – da grinste er.“ Verhütung sei ein Thema gewesen: „Sie nahm nicht die Pille, ich empfahl Kondome.“ Als Maria schwanger geworden sei, habe der Vater von Eren T. „mit ihr gemeckert, weil er wollte, dass sie das Kind wegmacht.“ Die Entscheidung über eine Abtreibung habe Eren T. allein Maria überlassen.

Am Telefon sei es zum Streit mit Erens Vater gekommen. „Er machte mir Vorwürfe, warum wir ihm nichts erzählt hätten – dabei kannten wir uns doch gar nicht. Er fragte, ob wir Geld wollen, und warum ich meine Tochter nicht zur Abtreibung bringe.“

Als sich Maria für das Baby entschied, habe ihre Familie das akzeptiert. Die Familie von Eren T. wohl aber nicht. Einmal habe sich Maria weinend abholen lassen: „Alle reden auf mich ein, ich will hier weg!“
Der beste Freund: „Er sagte mir, dass er Scheiße gebaut hat“
► Der Angeklagte Daniel M. (20) gestand seinem besten Freund die Beteiligung an der Verbrennung von Maria P. (19) im Januar 2015. Hauswirt Pascal G. (25) im Prozess um den qualvollen Feuertod der im achten Monat Schwangeren als Zeuge: „Morgens kam er zu mir ins Bad und flüsterte: ‘Ich habe Scheiße gebaut, wir sehen uns wahrscheinlich längere Zeit nicht, ich habe im Wald eine Frau angezündet.‘“

Er sei geschockt gewesen. „Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen, dass er die Wahrheit sagt. Seine eigene Freundin war zu der Zeit hochschwanger. Ich kann mir das immer noch nicht vorstellen.“

Die beiden Männer sind seit 2012 beste Freunde, tragen auf den rechten Waden ein sogenanntes Partner-Tatoo („Brüder 2012“).
Die Schwägerin: „Alle versuchten, ihr das Kind auszureden“

► Altenpflegerin Gina S. (28) ist mit Marias Bruder Christian liiert. Er vertritt im Prozess als Nebenkläger die Interessen der Familie gegen die mutmaßlichen Feuer-Mörder.

Die Beziehung zwischen Koch-Azubi Maria und Eren T. sei „immer hin- und hergegangen“, sagt sie als Zeugin: „Maria suchte den Kontakt zu ihm, er versetzte sie oft.“

Marias 19. Geburtstag am 18. November 2014 hätte die Familie ohne ihn gefeiert. Es habe auch ein Gespräch zwischen Marias Stiefvater und Erens Vater am Telefon gegeben. Lautstark.

„Was wollen Sie, Geld für eine Abtreibung?“, habe Erens Vater gebrüllt.
Vor ihrem Tod habe Maria den ganzen Tag auf den künftigen Vater ihres Kindes gewartet: „Er wollte sie abholen, um Babysachen mit ihr einzukaufen.“ Maria sei glücklich gewesen. In einer Nachricht von ihr heißt es: „Er hat mich sogar Schatz genannt und sich total verändert!“

Um 12 Uhr wollte er kommen. Um 19.56 Uhr sei er immer noch nicht da gewesen. Auf die Warnung „sei vorsichtig“ habe Maria geantwortet: „Wenn er was vorgehabt hätte, hätte er es längst getan.“ Dann brach der Kontakt ab.

Gina S. weint. Die Angeklagten bleiben reglos. „Eigentlich versuchten alle, Maria das Kind auszureden“, erinnert sich Gina S., „aber sie wollte es unbedingt.“

Ihr Todesurteil.
► Der Prozess geht am 04. November weiter. Den Heranwachsenden drohen bei Mord zehn Jahre Haft. Wird die besondere Schwere ihrer Schuld festgestellt, höchstens 15 Jahre.

Die Berliner Staatsanwaltschaft legt beiden Angeklagten gleich drei Mordmerkmale zur Last: Grausamkeit, niedrige Beweggründe, Heimtücke. Am 18. November wäre Maria 20 Jahre alt geworden. Ihr kleines Mädchen sollte Dilara heißen. Es wäre jetzt sieben Monate alt.

Das Urteil fällt am 27. November.
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#77

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 5. Nov. 2015, 07:21

Täter-Spuren am Brotmesser
Grauenhaft erschütternde Bilder, gruselige Reaktion der Angeklagten: Am 5. Prozesstag um den Feuertod der hochschwangeren Maria (19) wurde der Tatort mit der verkohlten Leiche besichtigt. Die Richterin ließ die Jalousien herunter fahren, das Licht löschen und die 360-Grad-Bilder auf einen großen Monitor werfen.
Die Szenen bei der Tatortbesichtigung im Gerichtssaal sind gespenstisch. Der Monitor ist so aufgestellt, dass die Zuschauer nichts davon sehen. Sie sitzen im Dunkeln. Die Gesichter der Richter, Schöffen, Psycho-Gutachter und Verteidiger werden fahl erleuchtet von dem Grauen, welches ein Kripo-Mann über Laptop auf den Großbildschirm wirft.

„Hier ist der Weg”, sagt er, „hier liegt der Teleskopschlagstock. Hier das Brotmesser. Fünfzehn Meter entfernt davon liegt hier die Leiche. Dahinter der offene Kanister, da war noch etwas Benzin drin.”

Marias Bruder sitzt in der ersten Reihe vor dem Bildschirm. Er sieht nicht hin. Er starrt zur Seite, ins Leere.
Marias angeklagter Geliebter bleibt auf seinem Platz vor der Richterbank im Dunkeln. Es scheint ihm ganz recht zu sein, dass die anderen ihm die Sicht versperren. Sein Kumpel Daniel dagegen kann die Augen nicht vom Bildschirm lassen. Der Waldboden mit den braunen Blättern, wo der Schnee geschmolzen ist durch die Hitze. Der angebrannte Baumstamm. Die schwarz verkohlte Leiche.
Die Angeklagten hinterließen Spuren

Am Schlagstock wurden zwei DNA-Spuren von Daniel M. gesichert sowie eine Mischspur von ihm und Eren T.: Beide sollen auf Maria eingeschlagen haben. Am Brotmesser war DNA von Maria. Sie sollen ihr damit in den Babybauch und in die Seite gestochen haben. Das Benzin kauften sie an der Star-Tankstelle in der Hansastraße in Hohenschönhausen, bevor sie Maria mit einem geliehenen Transporter abholten: vier Liter, fünf Euro, die Quittung lag noch im Auto, es gibt Fotos von ihnen aus der Überwachungskamera von der Tankstelle.
Weiter am 6. November. Urteil am 27. November.
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#78

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 6. Nov. 2015, 17:10

6. Prozesstag: Die Polizeiaussage von Eren T. | Freund soll schwangere Maria P. entführt haben
Ist Eren T. (20) ein eiskalter Mörder oder hat er mit dem Tod seiner Ex- Freundin Maria P. (19) wirklich nichts zu tun? Er und sein bester Kumpel Daniel M. (20) sollen am späten Abend 22. Januar e die damals hochschwangere Frau in die Köllnische Heide (Berlin-Köpenick) gelockt und bei lebendigem Leib verbrannt haben.

Viereinhalb Stunden später saß Eren T. mit seinen Eltern auf dem Polizeiabschnitt 54 in der Sonnenallee.

Dirk R. (59), der ihn damals gegen 7.00 Uhr als erster sprach, berichtete am Freitag, dem 6. Prozesstag vor dem Landgericht: „Er sagte, er sei in großer Sorge um Maria. Sein Freund Daniel sei mit ihr weggefahren.“ Er schob also die Schuld auf seinen Freund.
Daniel sei es gewesen, der zu Eren zuvor gesagt hätte: „Was hältst du davon, sie verschwinden zu lassen?“

► Was dieser Daniel für ein Interesse haben könnte, Maria umzubringen? Der Vernehmer dazu: „Das konnte mir der junge Mann nicht erklären.“

Weiter zum Tatvorgang: Daniel habe Eren dann eine Checkliste gezeigt, was man zum Umbringen so brauche und ihm eine Pistole gezeigt. Und ein Brotmesser. Ihm sei auch aufgefallen, dass Daniel die ganze Zeit blaue Einweghandschuhe trug. Als er ihn nach dem Grund fragte, habe Daniel geantwortet: „Weil mir kalt ist.“ Auch habe Daniel ihn aufgefordert, später an der Tanke den Benzinkanister zu füllen.

Man sei dann zu dritt mit dem Transporter Richtung Adlershof gefahren. Als er, Eren, austreten musste, sei der Kumpel mit Maria einfach losgefahren. Der Vernehmer: „Ich fragte ihn, warum er nicht die Polizei gerufen habe – wegen der Entführung seiner Freundin? Er musste nach den Vorgesprächen doch den Verdacht haben, dass was passieren könnte?“
Seltsam sei für ihn auch gewesen, dass der junge Mann bis zu seiner Vernehmung dreieinhalb Stunden auf dem Revier sitzt und wartet, wo andere in einer solchen Situation fast verrückt werden. Er habe zwar immer wieder seine große Sorge um Maria betont, machte äußerlich aber nicht den Eindruck. „Er war in keiner Phase aufgeregt, zeigte keine Anzeichen von Nervosität.“
Dass Maria einen grausamen Tod gestorben war, wusste der Vernehmer zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wenn Erens Version wirklich stimmen sollte, dann wusste auch er zu dem Zeitpunkt nichts davon.

Am Ende der Vernehmung erfuhr der Vernehmer von einem Leichenfund in Adlershof, er sagte Eren T. aber nichts davon. Die Mordkommission übernahm dann die weiteren Ermittlungen.
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#79

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 13. Nov. 2015, 14:56

Zeuge belastet den Angeklagten Daniel M.
Am Freitag war der achte Prozesstag gegen die mutmaßlichen Mörder – Marias Ex-Freund Eren T. (20) und dessen Kumpel Daniel M. (20). Diesmal sagte ein gemeinsamer Schulkamerad aus.
Während die beiden Angeklagten im Prozess weiter schweigen, sprach der Zeuge über Maria und wie sehr sie sich auf ihre ungeborene Tochter gefreut habe.
Durdu K. (21), von Beruf Bauunternehmer: „Maria liebte Eren extrem, er hatte auch Gefühle für sie. Es gab auch Streit, sie kamen aber immer wieder zusammen.“ Und: „Maria wollte das Kind. Eren wollte erstmal mit seinem Leben klarkommen. Aber dann wurde er immer weicher, freute sich über sein Kind. Er war beim Frauenarzt dabei. Rief glücklich an: Es wird eine Tochter!“

Der alte Schulfreund erklärte auch, dass Eren mit der Situation überfordert gewesen sei: „Er dachte ständig daran, wie er das finanzieren soll. Ich sagte Maria: ‚Du zerstörst mit der Schwangerschaft Erens Leben‘.“
Dann kam er auf Daniel M. zu sprechen, sagte: „Er erzählte, er hätte keine Hemmungen, mal jemanden abzustechen. Mit Eren redete er darüber, wie man das Problem mit Maria lösen könnte. Daniel sagte: ‚Ruf Maria mal her, dann boxe ich sie in den Bauch. Oder Kopf ab mit Machete. Kopfschuss mit Pistole. Überdosis Schlaftabletten.‘ Ich hielt das für Gelaber.“

Doch als die beiden Angeklagten mit Maria unterwegs waren, bekam er dann wohl doch Angst. „Ich bekam Kopfkino, dass Maria doch was passieren könnte. Eren ist so ein Mensch, der seine Probleme löst.“
In der Tatnacht bekam Durdu K. dann einen Anruf. „Daniel war dran. Er sagte: ‚Komm schnell nach Adlershof, ist was mit Eren!‘ Am S-Bahnhof sagte Daniel zu mir: ‚Dicker, du weißt nicht, was Eren gemacht hat – Eren hat Maria angezündet!‘ Daniel erzählte das wie einen Film und grinste dabei. Wir fuhren zur Johannistaler Chaussee. Nach fünf Minuten kam Eren. Daniel stieg aus, legte den Arm um ihn, redete mit ihm. Eren nickte nur. Später fuhr ich Eren nach Hause. Wir redeten nicht. Erst als wir ankamen fragte ich: ‚Stimmt das, du hast Maria angezündet?‘ Eren rastete aus, war extrem aggressiv auf Daniel. Er sagte: ‚Ich war auf Toilette, Daniel ist abgehauen mit Maria, ich muss zur Polizei'!“
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#80

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 19. Nov. 2015, 07:05

Neunter Prozesstag im Fall Maria P. | Stiefvater belastet Angeklagten schwer


18.11.2015 - 19:08 Uhr
Am neunten Prozess-Tag um den Tod der schwangeren Maria P. (19) erzählte der Stiefvater des Mädchens dem Gericht schreckliche Details! Und belastete den Angeklagten schwer.

Stiefvater Baki C.(35) gab vor dem Landgericht zu: „Früher wäre ich auch für eine Abtreibung des Kindes gewesen. Sie war doch noch so jung. Aber als ich es erfuhr, war es zu spät dafür. Und Maria hätte es auch nie getan.“

Er behauptete, auch der Vater des Angeklagten Eren T. (20) habe in einem Telefonat mit ihm auf Abtreibung gedrängt („Du musst uns helfen, dass sie abtreibt.“). Doch er habe damals entgegnet: „Sie ist meine Stieftochter. Und sie ist über 18. Ich kann dir nicht helfen.“
Er habe den Mann im Gegenzug gefragt: „Was würdest du machen, wenn deine Tochter ein Kind bekommen würde?“ Die Antwort am anderen Ende der Leitung soll gelautet haben: „In unserer Kultur muss man das Mädchen töten.“ So jedenfalls die Behauptung des Stiefvaters.

Die bildhübsche, hochschwangere Maria aus Hohenschönhausen hatte sich so auf ihre kleine „Prinzessin“ gefreut. Sie hatte auch schon einen Namen: Dilara. Der Stiefvater: „Sie wollte in der Türkei heiraten.“ Sie habe Eren T. geliebt. Und der? Der Stiefvater: „Er machte ihr teure Geschenke.“ Seine Frau habe gesagt, er sei ein fleißiger Junge. Er werde bestimmt mal Anwalt oder Polizist.
„Doch nachdem Maria schwanger war, war er plötzlich ganz anders.“ Es soll Streit zwischen beiden gegeben haben. Einmal habe er seine Stieftochter an einer Tankstelle abholen müssen, weil es ihr nicht gut ging.

„Sie hatte sich dort mit Eren getroffen, wollte dessen Familie kennenlernen.“ Dann aber habe das Mädchen ihre Mutter angerufen: „Mama, rette mich, ich muss hier weg.“ Man würde sie wegen der Schwangerschaft unter Druck setzen. Der Stiefvater: „Ich bin schnell hingefahren, habe sie abgeholt.“ Maria habe geweint: „Ich will mit Eren nichts mehr zu tun haben. Ich will nur noch mein Kind.“ Man habe ihr gedroht, sie eine Treppe herunter zu stoßen.
Dann war Katharina K. (19) aus der Clique um Eren als Zeugin dran. Im Sommer habe sie erfahren, dass Maria schwanger sei. „Ich habe keinen Bock drauf“, habe Eren dazu gesagt. Und: „Ich werde jemand anheuern, der die Sache klärt“, erinnerte sich die Schülerin. Sie habe das wie die anderen aber nicht ernst genommen.
Beide beschuldigen sich bisher gegenseitig, behaupten: Der andere jeweils war’s. Fortsetzung folgt am Donnerstag! Das Urteil soll am 27. November fallen.
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Re: Berlin: Tote Frau in Waldstück gefunden

#81

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 21. Nov. 2015, 09:17

Zehnter Prozesstag im Fall Maria P. | Handys liefern neue Beweise
Am zehnten Prozesstag wurden die Handys von Maria P. und ihren mutmaßlichen Mördern ausgewertet – die Beweise verdichten sich!

Bei der Polizei behauptete Marias Geliebter Eren T. (20), dass sein Kumpel Daniel M. (20) mit Maria allein im Wald gewesen sei. Sein Kumpel behauptete, sie seien zu dritt im Wald gewesen, er habe der schwangeren Maria aber nicht helfen können, als sie von ihrem Geliebten mit Benzin übergossen und angezündet wurde. Vor Gericht sagen sie gar nichts mehr. Indizien sollen ihre Schuld beweisen.

Eine Ermittlungsführerin (48) der Mordkommission sagt am zehnten Prozesstag aus. Es geht um die Handys der drei. Das von Maria lag angekokelt neben ihrer verkohlten Leiche. Marias Geliebter gab seins freiwillig heraus. Das von seinem Kumpel fand man bei dessen Freund.

Die Handys sind wichtige Beweisstücke. Geben Auskunft über sämtliche gespeicherte SMS, Chats, MMS, Verbindungen, Fotos, Audios, Videos. Gelöschtes konnte von den Kriminaltechnikern zum Teil wiederhergestellt werden. Mit den Verbindungsdaten der Netzbetreiber lassen sich die Bewegungsprofile der Handys nachzeichnen, je nach dem, wann und in welchen Funkmast sich die Geräte in der Mordnacht einloggten.

► Marias Handy: Deformiert durch die Brandzehrung am Tatort. Gesichert sind Daten, die ausgedruckt 3600 Seiten füllen. Viele Gespräche mit Eren. Vor dem Mord schreibt sie: „Du weißt schon, ich darf nicht so lange laufen.“ Antwort: „Lass mich meine Überraschung einfach durchführen.“ Nach längerer Pause in der on-off-Beziehung sollen sich beide vor dem Mord sexuell wieder näher gekommen sein, zusammen übernachtet haben.

► Erens Handy: Gesichert sind Daten, die ausgedruckt 10.822 Seiten füllen. Eren schreibt seinem Kumpel Daniel: „Ich ziehe das durch.“ Am Tag vor dem Mord schreibt er an eine andere Frau: „Ich hab dich lieb, mein Schatz!“

► Daniels Handy: Gesichert sind Daten, die ausgedruckt 7.032 Seiten füllen. Im Januar 2015 schreibt Eren vor dem Mord: „Ich mach‘ das diese Woche, aber diesmal sicher.“ Anwort Daniel: „Lass es uns Donnerstag machen.“ Donnerstag, der 22. Januar – in dieser Nacht stirbt Maria. Andere Frauen wenden sich an Daniel mit „Problemen“ mit Ex-Partnern, dieser bietet ihnen seine „Hilfe an. Die Ermittlerin: „Es gibt mehrere Chat-Kontakte, in denen es um Gewalttaten geht.“ Einmal schreibt er: „Ich meine das aus Metall, das sich ausfährt wie ein Penis.“ Gemeint ist offensichtlich ein Teleskopschlagstock, wie er auch am Tatort vom Mord an Maria gefunden wurde. Ein anderes Mal heißt es: „Wollen wir Werkzeug mitnehmen? Können ja tauschen, wenn uns langweilig ist.“ Beweise für weitere Gewalttaten fanden die Ermittler aber nicht.
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Re: 22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

#82

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 11. Feb. 2016, 06:05

Prozess nach Feuertod einer Schwangeren: Gutachten erwartet

11.02.2016, 02:08 Uhr

Der Prozess um den Feuertod einer hochschwangeren 19-Jährigen in Berlin wird heute vor dem Landgericht fortgesetzt. Erwartet werden die psychiatrischen Gutachten über die beiden Angeklagten.
Die 20 Jahre alten Männer sollen die Frau im Januar 2015 in ein Waldstück gelockt, mit Benzin übergossen und angezündet haben. Einer der mutmaßlichen Mörder ist der Vater des toten Kindes. Laut Anklage sollte die Geburt verhindert werden. Die Männer haben zu Prozessbeginn vor vier Monaten Aussagen verweigert. Bei der Polizei hatten sie sich gegenseitig bezichtigt. Zum Urteil könnte es nach bisherigen Planungen der Strafkammer am 19. Februar kommen.
T-Online

Update-11.02.2016, 13:09 Uhr
Einer der Verdächtigen ist der Vater des toten Kindes. Eine Psychiaterin erklärte am Donnerstag zu Beginn ihres Gutachtens vor dem Landgericht, bei diesem Mann habe sie keine psychische Erkrankung festgestellt.
T-Online
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Re: 22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

#83

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 15. Feb. 2016, 12:44

Mord an Schwangerer: Höchststrafen von 15 Jahren gefordert

15.02.2016, 11:59 Uhr
Nach dem Feuertod einer hochschwangeren 19-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft jeweils 15 Jahre Haft für die beiden Angeklagten beantragt. Die 20-Jährigen - darunter der Vater des toten ungeborenen Kindes - hätten die Frau grausam, heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen ermordet, sagte der Ankläger am Montag in seinem Plädoyer vor dem Berliner Landgericht. Auf das "barbarische Verbrechen" müsse mit aller zur Verfügung stehenden Härte reagiert werden. Nach dem Jugendstrafrecht beträgt das Höchstmaß der Strafe bei Mord 15 Jahre.
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Re: 22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

#84

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 19. Feb. 2016, 09:53

Schwangere bei lebendigem Leib verbrannt: 14 Jahre Haft

19.02.2016, 09:49 Uhr

Ein Jahr nach dem grausamen Feuertod einer hochschwangeren 19-Jährigen in Berlin sind zwei junge Männer des Mordes schuldig gesprochen worden. Das Landgericht in der Hauptstadt verurteilte die beiden 20-Jährigen am Freitag zu Haftstrafen von jeweils 14 Jahren.
Einer von ihnen ist der Vater des ungeborenen Mädchens, das qualvoll im Bauch der Mutter erstickte. Die Täter sollen die junge Frau im Januar 2015 in ein abgelegenes Waldstück gelockt, sie niedergestochen, mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt haben. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest.
T-Online

Die Staatsanwaltschaft hatte die Höchststrafe nach Jugendstrafrecht von 15 Jahren gefordert. Die Tat sei "außerordentlich perfide" vorbereitet worden. Das Opfer habe "unerträgliche Qualen körperlicher und seelischer Art" erlitten. Motiv sei gewesen, dass der Freund der Schwangeren die Geburt des Babys habe verhindern wollen. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch.

Die Angeklagten schwiegen vor Gericht. Zuvor hatten sie sich bei der Polizei gegenseitig belastet. Der Kindsvater war aus Sicht der Staatsanwaltschaft der Initiator und Kopf der Tat. Er habe sich seinen früheren Mitschüler als "Mitvollstrecker" ausgesucht, hieß es.
Ein weiterer Bericht bei Spiegel
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Re: 22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

#85

Ungelesener Beitrag von Eagle » Fr, 19. Feb. 2016, 14:53

Keine Reue der Täter, so überrascht es eigentlich nicht das sie in Revision gehen wollen.
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Das Landgericht Berlin hat die Mörder der hochschwangeren Berufsschülerin Maria P. zu einer ungewöhnlich harten Jugendstrafe von 14 Jahren Haft verurteilt. Der Kindsvater Eren T. und sein Helfer Daniel M. seien des gemeinschaftlichen Mordes in einem besonders schweren Fall schuldig, sagte Jugendrichterin Regina Alex am Freitag in ihrer Urteilsverkündung.
Die Verteidiger der beiden 20-Jährigen kündigten an, in Revision zu gehen.
Zum vollständigen Berichtdonaukurier

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Re: 22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

#86

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 19. Feb. 2016, 17:02

Mörder von 19-Jährgiger werdender Mutter zu 14 Jahren verurteilt

19. Februar 2016 15:29 Uhr
...
Lisa Jani, Sprecherin der Berliner Strafgerichte: "Das Gericht hat hier die Mordmerkmale der Heimtücke, Grausamkeit, der niedrigen Beweggründe und der Mordlust angesehen. Und zwar ist das Gericht davon ausgegangen, dass die Täter hier das Opfer planmäßig in einen Hinterhalt gelockt haben und es bei lebendigem Leibe angezündet haben. Deshalb ist das Gericht davon ausgegangen, dass hier Grausamkeit gegeben ist und eben auch Heimtücke. Darüber hinaus ein niedriger Beweggrund bei dem Angeklagten Eren T., weil dieser die schwangere Maria habe beseitigen wollen, um sich des Problemes zu entledigen, dass er Vater wird." Die Angeklagten hatten sich nach der Tat bei der Polizei noch gegenseitig beschuldigt. Doch während des Prozesses schwiegen sie. Die Verteidiger sind mit dem Richterspruch nicht einverstanden. Sie hatten auf Freispruch plädiert. Michael Sterndal, Verteidiger von Daniel M.: "Zum einen liegen die Mordmerkmale nicht vor. Und zum zweiten meine ich auch, dass niemand weiß, was genau in dem Wäldchen geschehen ist. Das ist letztendlich zusammengefasst alles. Niemand war dabei, wir haben Indizien, wir haben Zeugenaussagen, aber das Tatgeschehen als solches bleibt dunkel." Das Urteil ist aber jedoch noch nicht rechtskräftig. Es kann mit der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.
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Re: 22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

#87

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 19. Feb. 2016, 19:41

Hier ein kurzer Bericht bei RTL Explosiv vom 19.02.2016 ab der zwölften Minute.

Explosiv
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Re: 22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

#88

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 22. Feb. 2016, 12:11

Michael Sterndal, Verteidiger von Daniel M.:
Niemand war dabei, wir haben Indizien, wir haben Zeugenaussagen..."
... und eine bei lebendigem Leib verbrannte, hochschwangere junge Frau, deren Möder sie bestimmt nicht zufällig über den Weg gelaufen ist, die zudem auch nicht zufällig ein Brotmesser und Brandbeschleuniger dabei hatten.
Eine
ungewöhnlich harte Jugendstrafe
kann ich hier also nicht erkennen und hoffe, dass die Revision erfolglos bleibt und das Gericht nicht einknickt.
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Re: 22. Januar 2015 | Berlin | Maria P. († 19)

#89

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 15. Nov. 2016, 17:47

Schwangere verbrannt: Urteil gegen Männer rechtskräftig

15.11.2016, 16:59 Uhr
Das Urteil gegen zwei junge Männer nach dem Feuertod einer hochschwangeren 19-Jährigen in Berlin ist rechtskräftig.
Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) habe die Rechtsmittel der Verurteilten als "offensichtlich unbegründet" verworfen, teilte der BGH am Dienstag mit. Die Männer waren im Februar dieses Jahres vom Berliner Landgericht des Mordes schuldig gesprochen und zu Jugendstrafen von je 14 Jahren verurteilt worden. Sie wollten daraufhin Verfahrensfehler und Rechtsverletzungen geltend machen.

Nach Auffassung des Berliner Gerichts hatten die heute 21-Jährigen ihr Opfer im Januar 2015 in ein abgelegenes Waldstück gelockt, es niedergestochen, mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt. Einer der Männer ist der Vater des ungeborenen Mädchens, das im Bauch der Mutter erstickte. Er soll mit dem Verbrechen laut Gericht versucht haben, sich seiner Vaterpflichten zu entledigen. Der zweite Mann, ein Ex-Mitschüler des Kindsvaters, soll demnach aus Mordlust gehandelt haben.
T-Online
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