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Aachen: Brutaler Mord in Bulgarien an Wolfhart S. (48) | Urteil

Diskussionsleitung
Eagle
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Aachen: Brutaler Mord in Bulgarien an Wolfhart S. (48) | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von Eagle » Di, 9. Aug. 2016, 09:07

Im September 2015 verbrachte der 48-jährige Wolfhart S. seinen Urlaub in Varna am Schwarzen Meer. Seine Frau blieb in Eschweiler. Das Ehepaar soll sich nach 20jähriger Ehe auseinandergelebt haben. Am 04.09.2015 wird Wolfhart S. in seinem Hotelzimmer brutal mit einer Axt erschlagen. Der mutmaßliche Täter, Andrej T. (42) ist laut Anklage der Liebhaber der Ehefrau. Motiv: Er wollte mit der Frau des Opfers leben und vom geerbten Vermögen profitieren.
Bild nicht mehr vorhandenAm Schwarzen Meer wurde Wolfhart S. ermordet
Stand: 08.08.2016, 13:00
(...) Der Angeklagte Andrey T. soll von Eschweiler aus ins bulgarische Varna gefahren sein und Wolfhard S. hinterrücks mit einer Axt angegriffen und brutal niedergemetzelt haben. Der 48 Jahre alte Regierungsrat erlitt schwerste Kopfverletzungen und starb. Seine Leiche wurde zwei Tage später von Wolfhard S. neuer Freundin entdeckt, die ihm in den Urlaub gefolgt war.
Die Suche nach dem Mörder führte von Varna zurück ins rund 2300 Kilometer entfernte Eschweiler. Dort wurde Andrey T. am 19. November 2015 im Haus der Witwe von Wolfhard S. festgenommen. War die Frau in das Verbrechen verstrickt? Fest steht: Ein Ermittlungsverfahren gegen sie wurde vorläufig eingestellt. In einer veröffentlichten Todesanzeige hatte sie geschrieben: „Plötzlich und unerwartet muss ich von meinem geliebten Mann Abschied nehmen, der mein Leben war.“
(...) Am ersten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte nicht zu den schweren Vorwürfen, sondern nur zu seinen persönlichen Verhältnissen. Er sei 2013 von Bulgarien nach Deutschland gegangen, um seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, sagte der Vater einer zwölfjährigen Tochter. In Deutschland lebte er nach Angaben des Nebenklage-Vertreters zuletzt im Haus des Opfers in Eschweiler. Er habe dort ein Zimmer gehabt (...)
WDR

Bild nicht mehr vorhandenDas Opfer, Regierungsrat Wolfhart S. Bild
Zuletzt geändert von sweetdevil31 am Sa, 22. Dez. 2018, 04:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert, Thema verschoben



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Re: Aachen: Brutaler Mord in Bulgarien an Wolfhart S. (48) | Prozessbeginn 08.08.2016

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 23. Sep. 2016, 10:06

Prozess um Mord in Bulgarien: Privatleben im Fokus des Gerichts

22. August 2016, 17:11 Uhr
Kollege Holger S. aus Düsseldorf tat sich schwer. Der 41-jährige Bundeswehr-Beamten musste am Montag vor dem Aachener Schwurgericht als Zeuge auftreten, weil die Richter Auskunft über das Mordopfer, den bei der Tat am 4. September 2015 in Bulgarien brutal getöteten Technischen Regierungsrat Wolfhard S. aus Eschweiler, einholen wollten.
„Was war S. für ein Mensch, wie stand es um sein Privatleben, und welches Verhältnis hatten Sie zu ihm?“, fragte der Vorsitzende Richter Markus Vogt. Zögernd begann Holger S. die Persönlichkeit jenes Mannes zu schildern, der ihn 2010 in Düsseldorf in den Job eingearbeitet hatte und zu dem er schnell auch privat ein freundschaftliches Verhältnis entwickelte. „Er war sehr umgänglich, sehr gewissenhaft“, berichtete der Zeuge, ein ausgeglichener Mensch, der jedes Wochenende von der Arbeitsstelle in Düsseldorf zurück nach Eschweiler zu seiner Ehefrau Julia S. fuhr.

Als allerdings der jetzt wegen Mordes angeklagte Andrey T. (42) sich in seinem Haus breit machte, kamen dem damals 48-Jährigen dann doch Zweifel, ob das dort zu Hause in Eschweiler alles so richtig lief. „Er berichtete zunächst positiv über den neuen Mitbewohner“, sagte der Zeuge. Den hatte seine Frau bei der Arbeit an der Raststätte Aachen-Land kennengelernt. Jener verstand als Bulgare Russisch, Wolfhard S.‘ Ehefrau stammt aus Moskau.

Doch dann gab es anscheinend Probleme zu Hause, schließlich nahm er sogar Medikamente, um Depressionen vorzubeugen. „Als einige Tage nach der Tat die Nachricht in Düsseldorf ankam, dass Wolfhard tot sei, war das unfassbar für uns.“ Eine Kollegin, mit der man des Öfteren etwas unternommen hatte, habe spontan auf Mord getippt.

„Sie vermutete unmittelbar ein Komplott der Ehefrau oder eine Tat des organisierten Verbrechens“, schilderte S. die Situation von damals. Später dann wurden der Mordangeklagte Andrey T. und die Ehefrau des Opfers im Haus in Eschweiler festgenommen, er in ihrem Bett. Sie kam wieder frei und wurde bislang nicht angeklagt.

Warum dies so ist, dazu wollte die Aachener Staatsanwaltschaft auf Anfrage unserer Zeitung keine Auskunft geben – „ermittlungstaktische Gründe“, hieß es lapidar.

Das LKA fand bei den 130 Asservaten verräterische Blutspuren des Mordopfers im Pkw des Angeklagten, der zur Mordzeit seine Ehefrau in Warna besuchte. Gutachterin Dr. Katrin Hoppe erläuterte „Beimengungen“ der DNA des Angeklagten, die man unter Blutspuren des Geschädigten am Waschhebel und am Marmortisch im Bad des Hotelzimmers im „Magnolia“ fand. Im Pkw von Andrey T. wurde man ebenso fündig. Der Prozess geht am 6. September weiter.
Aachener-Zeitung
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Aachen: Brutaler Mord in Bulgarien an Wolfhart S. (48) | Prozessbeginn 08.08.2016

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 22. Dez. 2018, 04:49

Aachener Gericht spricht Witwe frei

19. Februar 2018 um 17:26 Uhr
Verärgert zeigten sich die Strafverteidiger Professor Ulrich Sommer und Klaus Hindelang am Montag.
Verärgert auf eine Strafjustiz, die ihre Mandantin, die 47-jährige Julia S. aus Eschweiler, beinahe ein ganzes Jahr lang im Gefängnis belassen hatte - mit dünner Beweislage, wie die Kölner Promi-Anwälte finden.

Zu spät habe die Aachener Schwurgerichtskammer am Montag ihre Mandantin von dem Vorwurf freigesprochen, ihren Liebhaber zur Tötung ihres Mannes angestiftet zu haben. Überhaupt hätte es erst gar nicht zu diesem Prozess vor der Kammer unter Vorsitz von Richter Roland Klösges kommen dürfen, bekräftigte Sommer unmittelbar nach dem Urteil.

Dann nahm er die Aachener Staatsanwaltschaft ins Visier. Sie hätte bei der ursprünglich verfügten Einstellung der Ermittlungen gegen Julia S. bleiben müssen, anstatt die Witwe erneut zu beschuldigen.

Die Geschichte vom Mord am Bundeswehrbeamten Wolfhard S. aus Eschweiler liest sich wie ein Krimi. Der damals 48-jährige Bundeswehrangestellte, der in Düsseldorf als Bauingenieur Projekte plante, wurde Anfang September 2015 von dem Liebhaber seiner Ehefrau erschlagen.

Im bulgarischen Urlaubsort Varna am berühmten „Goldstrand“ tötete der 42-jährige Andrey T. sein Opfer brutal von hinten mit mehr als 50 Beilhieben in seinem Hotelzimmer. Das Motiv soll Habgier gewesen sein. Der vermögende Ehmann habe sich scheiden lassen wollen, das habe das Liebespaar nicht zulassen wollen.

Eine Aachener Schwurgerichtskammer verurteile Andrey T. im Dezember 2016 wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Der Mann, der selbst aus Varna stammt, bestreitet bis heute die Tat. Im Prozess bezeichnete er den Ermordeten als seinen Mentor und Freund.
(...)
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